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Entomologische Zeitung.
56. Jalirgang*.
STETTIN 1895.
Druck vdii R. Grass mann.
Entoniologische Zeilmig.
Herausgegeben
von dem
entomologiscilen Vereine
STETTIN.
SeelisiindfUnfzisster Jahrsans:.
^^-m
Stettin 1895.
Diuck v(ii) K. G rasa 111 a 11 n.
Entomologische Zeitung
herausgegeben
von dem
eiitoiiiolos:isclieii Vereine zu Sleüiii.
II e d a c t i o ii: ^" (ouiniissioii bei den I^ucli-
rw II • • 1. rk !._ \- t A liandl. Fr. Fleischer in Leipzig u.
Dr. Heinrich Dohrn, A oisUzender. ^^ priedländer & Sobn in Berlin.
No. 1—6. 56. Jahrgang. Jannar— Juni 1895.
Einige neue Luzon-Curculioniden
des Museum Tring
von J. Faust.
Die nachfolgenden neuen Arten, mit Ausnahme der mit
einem * verselienen, wurden im nördHchen Theil der Insel
Luzon in einer Höhe von 5 — 6000 Fuß gesammelt,
Myllocerus interruptus. Amorphoidea dorsalis.
Isopterus nov. gen. Balanimis pertinax.
„ signatus. „ bicolor.
* ,; irrorotus. „ axillaris.
Pachyrhynchus gloriosus. Acythopeus Pascoei.
Apocyrtus miser. * „ jacanicus.
„ gibbicollis. Laodia bilineato.
„ sparsus. „ trisfis.
Lixus luzonictts. Centrinopsis ebeninus.
OpToctetorus nov. gen. Theogama Jordani.
„ scntellaris.
Myllocerus interrnptus. Oblongus, eonvexus, nigro-piceus,
dense cinereo- squamosus; antennis pedibusque dilutioribus;
fronte puncto parvo impressa; rostro brcvi supra nonnihil
transversim convexo; antennis gracilibus; prothorace sub-
quadrato, medio ad latera rotundato-ampliato, basi vix bisi-
nuato, intra apicem late transversim impresso, punctis sat
grossis sparsim obsito; eljtris humeris rotundato-rectangulatis,
obsolete punetato-striatis, interstitiis seeundo et quarto nonnihil
convexis ac cristulis obsoletis brunnescentibus obsilis: femoribus
dente parvo armatis. Long. 3.7 — 4.5, lat. 1.2 — 1.5 mm.
Stett. enlomol. Zeit. 1895. \*
Eine durch das unebene Deckenspalium 2 ausgezeichnete
Art. Fühler schlank, ihr Schaft gekrümmt und fein beborstet,.
Geifeelglieder 1 und 2 gleich lang und die längsten, die übrigem
kfirzeren unter einander an Länge wenig verschieden: jedes-
von ihnen noch doppell so lang als breit, die Keule so lang;
als die drei letzten Geißelglieder und doppelt so dick, ani
beiden Enden zugespitzt. Augen kura oval und etwas gewölbt.
Thorax an der Basis schmäler als am Vorderrande, in der
gerundeten Mitte am breitesten, der breite Quereindruck auf
dem Rücken flacher. Schildcheu klein rundlich und etwas ^
erhaben Decken beinahe 2^io mal so lang als breit, bis zumi
Spitzendrittel geradlinig, aber sehr wenig verbreitert, hier am
breitesten und höchsten, dann gerimdet veiengt und spitz
gerundet, ihre Längswölbuugslinie von der Basis kurz gerundet,
dann bis zur höchsten Stelle fast geradlinig ansteigend, zur
Spitze schräg gerundet abfallend; Spatium 2 mit mehreren
länglichen stumpfen Erhabenheiten, von denen die vorderste
die Basis erreicht und die bräunlich beschuppt auch mit
kurzen abstehenden Borstenliärchen besetzt sind; ebenso dunkle,
aber nicht oder kaum erhabene Flecke sind auch auf Spatium 4
bemerkbar, das überhaupt etwas gewölbter als die anliegenden
erscheint. Schenkel gekeult mit kleinem spitzen Zahn.
Isopterus nov. gen. Scythropinarum Lac.
Mentum maxillas haud obtegens. Mandibulac breves.
Scrobes laterales trianguläres. Corbulae tibiaruui i)oslicarum
cavcrnosae: uugiiiculi liberi. Coxae anticae contiguae. Uostrum
angulatum cum eapite contiuuatum. Oculi ovati a prothoraee
distantes in fronte uonnihil approximali. Antenuae elongatae
scapo uiarginem anticiini prolhoracis superantes. Prothorax
anticc posticeque truucatus. Scutelluiu haud conspicuum.
Elytra decemstriata liiimeris nullis. Feniora clavata, postica
deutata apiccni corporis vix superantes. Metasternimi lati-
tudine coxarum intermediarum aequilongum episternis an-
gu.-tissiniis. Processus abdominalis latus, truncatus. Segmentum
seciindum abdomiiuile tcrtio el quarlo simul siimptis aequi-
longum.
Außer durch die fehlenden Scliiillern unterscheidet sich
die neue Gattung von den vier bisher beschriebenen Cecractes,
Cafnchaenns, Eiignathiis und Scythropus besonders noch durch
die dreieckige Fülilerfiirclie (die Basis des Dreiecks ist gegen
die Aiigenmittr gerichtet und parallel der Rüsseloberkante),
durch die längeren gezäiuiten Hinterschenkel sowie durch die
kaum sichtbaren Hinterbrustepisternen. Von diesen Gattungen
Stell, eiilomol. Zeil. iS95
sind Catochaenus uud die neue auf den Philippinen heimisch ^
ersteie hat lange beschuppte Mandibeln und kurzen, letztere
kurze kahle Mandibeln und langen Fühlersehaft; beide haben
einen ovalen Mittelbrustfortsatz. Im Habitus gleicht Isopterus
der Gattung Copforhi/nchus, ist aber der seitlichen Fühler-
furchen wegen nicht mit ihr zu verwechseln.
Der parallele, an der Spitze ganzrandige Rüssel ist an
der Basis nicht quergefurcht, dagegen zur Spitze hin niedriger
werdend. Fühlergeißel so lang als der Schaft, ihre zwei ersten
Glieder verlängert, das siebente nicht breiter als diese, die
Keule oval zugespitzt. Schienen gerade, die vier vorderen
unten auf der Spitzenhälfte leicht gesclnveiffc und fein ge-
zähnelf, an der Spitze mit einem Dorn. Abdominalsegment 1
hinten gerade abgestutzt und beim Männchen in der Mitte mit
zwei, beim Weibchen die vier letzten Segmente in
ihrer ganzen Breite ohne Naht mit einander verwachsen.
Isoptetus signatus. Oblongo-ovatus, niger, nitidus, supra
parce viridi-albido-squamosus, fusco-setosus; fronte inter oculos
uonniliil convexos quam rostri apice dimidio angustiore, medio
sulcata, cum rostri basi squamosis; prothorace ad latera
rotundato, apice oblique truncato, sat fortiter punctato, utrinque
vitta abbreviata subalbido-squamoso; elytris ellipticis convexis,
fortiter ])iinctato-substiiatis, interstitiis dorsalibus uniseriatim
fusco hirtis, margiiie exteriore postice, fascia transversa angusta
anicmediaua interius interrupta, sutura postice puiictisque
nonnullis viridi-albido -squamosis; pedibus corporeque subtus
albido-pubescentibus, hoc squamis paucis adsperso. Long.
4.5 — .5.5, lat. 2 — 2.y mm.
Die Seitenbinde des Thorax ist gewöhnlich nur an der
Basis angedeutet, erreicht zuweilen aber auch die Mitte. Von
den Pnnktmakeln stehen gewöhnlich drei auf Spatium 2 und
zwar die vorderste gleich hinter der Basis, die mittlere in der
Hohe der bis zum Außcnrande reichenden Querbinde und die
dritte hinter der Mitte; eine größere Makel nimmt hinten die
Vereinigungsstelle der Spatien 4 und 5 ein; etwa sonst noch
vorhandene l'unktmakeln sind unregelmäßig zerstreut. Unter-
seite mit zerstreuten gröberen Punkten und längeren anliegen-
den, beim Weibchen mit feinen Pünktchen und kürzeren
Haaren. Zahn der Hinterschenkel spitz dornförmig. Decken
mit der größten Breite und Höhe in der Mitte, die Punkte in
den kaum vertieften Streifen noch größer als die auf dem
Thorax, die Spatien zur Basis hin weniger gewölbt, die ab-
stehenden dunklen Haare auf ihnen lang und zugespitzt, der
Sictt. enlomol Zeit. 1895.
Außenrand von der Spitze bis beinahe zum Hinteirande des
ersten Segments mit feinen Härchen schräg gewimpert, die
Basis nur in der Mitte nicht fein gerandet; hinten und von
oben gesehen sind die Decken beim Männchen gerundet-,
beim Weibchen geschweift-zugespitzt, von der Basis an beim
Männchen flacher ansteigend und hinten schräger abfallend.
Thorax länger als breit, an der Basis kaum breiter als an
der Spitze, in der Mitte am höchsten gewölbt, jeder Punkt
mit einem querliegenden kurzen und hellen Borstenhärchen.
Rüssel etwas länger als breit, seine Seitenkanten etwas stumpf.
Fühlerschafl leicht gebogen und weißlich behaart, alle Geißel-
glieder länger als breit, 1 und 2 von gleicher Länge. Kopf
unten und Beine grünlich weiß behaart. Gegen das Licht
gesehen stehen die Haare auf dem Thorax nicht ab.
Isopterus irroratus. 1^. Ovatus, niger, nitidus, squamulis
flavo-viridibus irroratus, fusco-setosus; pedibus rufo-brunneis;
fronte rostroque postice longitudinaliter impressis et parce
squamosis, hoc antice leviter biimpresso; prothorace nonnihil
elongato ad latera rotundato, dense punctato, squamulis paucis
adsperso; elytris breviter ellipticis apice rotundato-acuminatis,
profunde punctato-substriatis flavo-viridi-irroratis, macula magna
marginali nuda antice fascia dense viridi-squamosa terminata
.signatis. Long. 5, lat. 2.4 mm.
Luzon.
Ich erhielt ein weibliches Stück dieser Art vor Jahren
als Psomeles irroratus^) Eyd. Von der vorhergehenden
unterscheidet sich unsre Art besonders durch die diclitere
Beschuppung der Oberseite und durch die auch auf dem
Thorax etwas abstehende Behaarung. Die Decken sind, ab-
gesehen von der zwischen den Streifen 6 und 9 liegenden
nackten und von der diese vorn begrenzenden dicht beschuppten
Querbinde, mit einzelnen oder kleine (truppen bildenden grün-
lichen, auch mit einzelnen eingemisciiteu kupferrötliiichen
Schuppen ziemlich dicht bestreut, wobei wenigstens auf den
Dorsalspatien sich insofern eine gewisse Regelniäßigkeit er-
kennen läßt, als die Gruppenbildung, überhaupt die Dichtig-
keit der Schuppen an der Außenkante der Spatien eine
größere ist als an der Innenkante. Auf dem etwas kürzeren
') Wedor die „pattoö nsscz greles" in Eydoux's sehr kurzer Be-
schreibung de3 irvoraiiis noch die Größe entsprechen der vorliegendea
Art. Die Galtunp Psmurlcs Guör. muß sicli ül)rigens dnrch die lange
Fühlergeißel (viel länger als der Schaft), sowie durch die lange
schmale, von der Geißel au Diciie wenig verschiedene Keule aus-
zeichnen.
Stell, entomol Zeit. 1S95.
Thorax ist die Piinktirung dichter, die den Punkten entspringen-
den quer urelegten Haare sind länger und stellen wenigstens
aul dem Rücken ab, die schmalen Räume zwisclien diesen
Punkten, wie auch die zwischen den Punkten auf der Hinter-
briist sind mit einzelnen wenigenJSchuppen bestreut,
Pachyrhynchus gloriosus. Oblongus, convexus, splendide
cupreu;< aeruginoso-vittatus et fasciatus; rostro fronteque remote
punctatis, hac inter oculos macula triangulari, illo ad latera
vitta usque ad prothoracis basin continuata aeruginosa: pro-
thorace paulo transverso lateribus rotundato, spars'm vix
eonspicue punctulato, utrinque vitta basali abbreviata maeulaque
transversa apicali signato; elytris seriatim punctatis^ in utroque
vittis tribus quarum prima cum intramarginali basi apiceque,
cum mediana ante apicem conjuncta, fasciis duabus trans-
versis sutura interruptis maeulaque lineari sulurale ante
apicem aerugineis; femoribus bimaculatis. Long. 10 — 13,
lat. 4 — 5.3 mm.
Zur gemmatus GruTp\ie gehörig, mit modestior Bhr. und
mit dem mir in natura unbekannten inclytus Pasc, verwandt;
von ersterem durch den küi-zeren Körper, die fehlende Thorax-
mittelbinde, durch die lineare Makel vor der Spitze sowie
durch die beiden Querbinden auf den Decken, von letzterem
gleichfalls durch diese Querbinden, von beiden aber durch die
Färbung verschieden.
Alle Schenkel zwischen Spitze und verdickter Stelle mit
einem breiten, auf dem Rücken unterbrochenen Schuppenring,
die zwei vorderen unten an der Basis mit einer Makel, die
vier hintersten unten im Basaldrittel mit einem Längsstrich
und außen mit einei- länglichen Makel von derselben t^pan-
grünen Färbung wie die der Zeichnung auf der Ober- und
Unterseite.
Die beiden horizontalen Qiu'rmakeln am Thoraxvorder-
raude sind ebenso weit von einander entfernt als die beiden
bis zur Mitte reichenden basalen Längsbinden, und haben die
Neigung, sich mit der Längsbinde neben den Vorderhilflen zu
vereinigen. Von den beiden durch die Naht unterbrochenen
Querbinden iht die voidere basal, die zweite dicht vor der
Mitte gelegen aber in dem zwischen den beiden äußeren
Läugsbinden gelegenen Theil schräg nach hinten gerichtet.
Bei einem der vier vorgelegten Stücke fehlt der quere Steg
zwischen den beiden inneren Längsbinden vor der Spitze.
Alle Scliienen punktirt und fein behaart, innen mit weitläufigen
spitzen Körnchen besetzt. Die Körperunterseite ist bis auf die
Färbung genau wie bei modestior gemäkelt.
Stctt. entümol. Zeil. Ibyi.
8
Apocyrtus miser. Oblongo-ovatiis, subrufus, opacus, subtus
lateribusque nigro-piceus. squamis albo-eoeruleis sparsim obsitus;
pedibus uitidis lufis, üeniculis tersisque nigris; fronte rostroque
punctato-rugosis, illa usqne ad verticem canaliculata, hoc supra
a capitc vix distincto; oculis breviter elliptieis; protborace
latitudine vix longiore, supra confertim uitido-granulato; el^'tris
basi band m?irgiiiatis, crebre subseriatim grauulatis, in decli-
vitate postica pilis arciiatis erectis obsilis. Loug. ?>.5 — 6.6,
lat 2—2.3 mm.
Kürzer und anders gefäi'jat als .1. pro/anys Watrh., viel
spärlicher beschuppt, die Decken dicht,er und deutlicher ge-
körnelt, der Rüssel vom Kopf nur durch eine undeutliche
Querfurche abgesetzt u. s. ,w.
Schuppen sind mehr an den Seiten des Körpers und unten
bemerkbar, dagegen Irägt jeder Punkt und jedes Körnchen
ein anliegendes, jeder Punkt der Naht auf der abschüssigen
Stelle ein abstehendes und gekrümmtes Borstenhärchen. In
beiden Geschlechtern sind die Decken breiter als der Thorax,
in der Mitte am höchsteu und breitesten und ihre Längs-
w^ölbungslinie ist oberhalb der Spitze flach ausgebucht et.
Thorax beim Männchen höher längsgewölbt als beim Weibchen
und höher als beim profanns $, wenig länger als breit, mit
der größten Breite und Höhe dicht hinter der Mitte, zur Spitze
viel mehr verengt als zur gerandeten Basis, die Seiten gerundet,
der Rücken zuweilen mit angedeuteter Mittelrinne. Die Beine
unterscheiden sich von denen des profanns um- durch ihre
rothe Färbung.
Apocyrtus gibbicollis. Oblüugo-ovafus, couvoxiusculus,
rufus, opacus, squamis parvis coeruleis parce obsitus; margine
antico et postico prothoracis, margine basale elytrorum,
corpore subtus, geniculis tarsisque nigricantibus: rostro cum
fronte rugoso-punctatis, illo sulco transvcrso a capite distincto;
protborace alte pulvinato crebre nitido-grauulato; elytris pro-
tborace maris vix angustioribus, feminac nonnihil latioribus,
punctis subseriatis vage impressis ac minute obsolete remoteque
granulatis. Long. 7, lat. 2.6 mm.
Etwas größer als der vorhergehende und von allen bisher
beschriebenen Arten durch den in beiden Geschlechtern hoch
kissenartig gewölbten Thorax ausgezeichnet. Mit A. itnpius
Er. am nächsten verwandt, aber der Thorax viel länger und
viel höher gewölbt, der Rüssel viel länger auch gröber
hkulptirt, die lang elliptischen Decken hinten nicht ausgezogen
lind anders skulptirt.
Mietl. entüiiiol. Zeit. 1395.
Hei den vorliegeudeu heideu Mäunchen sind nur hinter
dem Basalrande, bei dem Weibchen auch uocli in der Mitte
der Decken einige Schuppen bemerkbar, die hier und dort
eine sehmale Querbinde andeuten, sonst lindeu sich auf der
Oberseite de? Körpers nur feine, sehr kurze und anliegende,
auf der Naht der abschüssigen Stelle schräg abstehende längere
Borstenhärchen, die den Körnchen entspringen. Die seitliche
Furche des Rüssels vor den Augen vereinigt sich an der
Spitze mit der F'ii hierfurche. Geißelglied 1 das längste, 2 etwas
kürzer aber länger als 3 und 4 zusammen genommen. Thorax
etwas länger als breit, seine Seiten kreisförmig gerundet, mit
der größten Breite und Höhe in der Mitte, nach vorn mehr
verengt als nach hinten, die Räume zwischen den nach den
Seiten zu und unten kleiner werdenden Körnern auf dem
Rücken kleiner als diese, bei einem Weibchen mit feiner
aber deutlicher Mittelrinue, unten , neben den Vorderhüftea
mit einzelnen kleinen bläulichen Schüppchen. Decken hinten
wenig spitz gerundet, ihre Basis wenigstens un den Seiten
und scharf gerandet, ihre Höhe etwas geringer als die des
Thorax, die Läugswölbungslinie oberhalb der Spitze beim
Männchen sehr wenig, beim Weibchen etwas mehr geschweift;
jeder der flach eingedrückten Punkte am Vorderrande mit
einem beim Weibchen kräftigeren Körnclien. Beine wie bei
der vorhergehenden Art,
Apocyrtus sparsus. Oblongo-ovatus, couvexus, uiger,
supra inaculalim roseo-vel siibalbido-squamosus; fronte eanali-
culata, punctata, squamis nonnullis obsita; rostro rugoso-
punctato basi transversim sulcato; prothorace elongato, basi
apiceque marginato, granuloso-punctato, medio sulcato utrinque
vitta angusta interrupta squamosa; elytris prothorace latioribus
basi haud marginal is punctis sat grossis seriatis., interstitiis
nonnihil convexis rugulnso-granuhitis, alternis pustulis squamosis
ornatis. Long. 6 — 9, lat. 2.3 — 3.5 mm.
Eine durch ihre rugose Oberfläche und ihre Zeichnung
auffallende Art. — Die seitliche Furche des Rüssels vor den'
Augen vereinigt sich an der Fühlereinlenkung mit der Fühler-
furche. Die zwei ersten Geißelglieder etwas länger als die
übrigen zusammen oder als die Keule, Glied 1 so lang als
2 und 3 zusammen. Thorax mit der größten Breite und
Höhe in (,^), oder vor der Mitte ($), hinter dem Vorderrande
mit ringsum flach eingedrückter Querfurehe; der Vorderrand
selbst aber viel weniger erhaben als der Hiuterrand, beim
Männchen zii^mlich gleich quer- und längsgewölbt, ziemlieh
runzlig-, beim Weibchen weniger läugsgewölbt, aber mehr
Stett. entomol. Zeit. 1895.
10
köruig-puuktirt, die Mittelfiirclie meist hinter der Milte ab-
gekürzt- die naher dem Seitenrande gelegene, etwas gebogene
und beim Männchen breiter beschuppte Längsbinde ist ein-
oder zweimal unterbrochen; eine zweite Längsbinde liegt
unten neben den Vorderhüften. Decken wenig (^) oder
bedeutend ($) breiter als der Thorax mit der größten Breite
und Höhe in der Mitte, hinten stumpf ((J) oder spitz (?)
gerundet, die Längswölbungslinie höher als die des Thorax,
hinten schräg (^) oder steiler gerundet abfallend und mit
einer deutlichen Buchtung oberhalb der Spitze; jeder Punkt
auf den Decken mit einem kurzen anliegenden, jeder auf der
Naht im abschüssigen Theil mit einem schräg abstehenden
hellen Härchen, Spatium 2 mit einer Makel hinter der Basis,
einer in der Mitte und mehreren, zuweilen theilweise zu-
sammenfließenden gegen die Spitze; Spatium 4 mit einer
Makel in und einer etwas hinter der Mitte, 6 mit einer
größeren dicht unter der Schulter und einigen kleinen hinter
der Mitte, zuweilen noch mit einer kleinen gegenüber den
HinterhUften. Seite der Hinterbrust mit wenigen etwas gold-
glänzenden Schuppen. Unterseite und Beine sonst nur mit
etwas abstehenden greisen Härchen. Wie bei den meisten
Arten dieser Gattung ist die Skulptur der Oberseite beim
Weibchen schärfer ausgeprägt.
1^ Das erste Abdominalsegment ist flach eingedrückt und
dichter mit längeren Haaren besetzt; wie bei allen Arten ist
das Analsegment hinten stumpf abgerundet und die Hinter-
scheukel überragen etwas den Apex.
Lixus luzonicus. j Elongato-oblongus, niger, subnitidus,
pubt! cinerea inaequalifer adspersus; antennis rufo-piceis: fronte
intcr oculos transversim impressa; rostro brevi crasso, oonico,
arcuato; protliorace elongato eonico, dense obsoleteque ruguloso-
)»unctato, linea media obsoleta utrinque ad latera transversim
impressa; el}'tris ellipticis antice protliorace paulo lutioribus,
pone scutellum et ante apicem utrinque impressis, punctato-
striatis, interstitiis planis minute punctiilatis. Long. 7.5,
lat. 1.4 mm.
Zur 6» worfw/?/s- Gruppe gehörig, viel kleiner als rhom
boidalis Boh , die Decken mit der größten I>reite nicht hinter,
sondern in der Mitte nn«! im hinteren Drittel schlank gerundet-
verengt, an der Spitze äußerst flaclnvinklig ausgeschnitten,
beinahe abgestutzt, die Streifen an der Basis, an der Spitze
und an den Seiten vertieft, die Punkte in ihnen viel gröber,
die Behaarung keine ausgesprochene Zeichnung bildend,
Thoiax länger, dicht und fein runzlig punktirt, sein Vorder-
Srell. cnlomol. Zeit. 1895.
11
raod hinter den Augen gebuchtet, Augenlappen gerundet, an
den Seiten wie bei hinodulus eingedrückt, und mit einer
dichter behaarten Längsbinde, die vertiefte Mittellinie mit-
unter furchenartig, zuweilen nur auf der hinteren Hälfte deut-
lich. Rüst^el kürzer, überall fein und nicht dicht punktirt.
Die quer eingedrückte Stirn, die kurzen Fühler und die
lang elliptischen Decken unterscheiden unsre Art von hinodulus.
Ontoctetorus nov. gen. Anthonominarum Lac.
Ungiiiculi appendiculati. Segmenta intermedia abdominis
postice truncata duobus primis medio subcoalescentibus, secundo
quam tertio pauIo longiore. Rostrum cylindricum arcuatum.
Antennae ab apice remote insertae; scapus oculos attingens;
fiiniculus septem-articulatus articulis duobus primis elongatis.
Oculi laterales nonnihil convexi rotundati. Prothorax basi
subrolundatus, apice truncatus, subtus late emarginatus.
Scutellum conspicuum. Elytra prothorace latiora decem-striata,
apice singulatim obtuse rotundata. Pygidium feminae obtectum,
maris liberum. Coxae anticae contiguae post medium pro-
sterni insertae. Metasternum inter coxas diametro coxarum
intermediarum aequilongum. Femora nonnihil clavata fortiter
dentata; tibiae intus plus minusve bisinuatae.
Die Gattung ist mit Acalyptus Seh. und mit Diapelmus
Er. (mir in natura unbekannt) verwandt, von ersterem durcli
die am Grunde gezähnten Krallen, von letzterem durch den
Zahn an allen Schenkeln zu unterscheiden; mit Thamnobius
Seh. hat sie die in der Mitte verwachsenen beiden ersten
Abdominalsegmente, mit den beiden ersteren Gattungen die
der Prosternumsbasis genäherten Vorderhütten gemeinsam.
Auch mit Minyrus Seh, kann die neue Art nicht verwechselt
werden, weil Abdominalsegment 2 nur sehr wenig länger
als 2 und Geißelglied 2 nicht kürzer als 1 ist.
Augen oben und unten gleich weit von einander entfernt.
Fühlerfurclien schräg unter die Augen gerit htet und an der
Basis nur durch einen Kiel getrennt. Die hinten einzeln sehr
stumpf abgerundeten Decken bedecl<en beim Weibchen das
Pygidium bis auf eine geringe Spur, lassen aber beim
Männchen das ziemlich große, fast vertikale Pygidium ganz
unbedeckt; letzteres auch olme Falz. Die vier Voiderschienen
zeigen an der S|)itze einen kleinen Dorn. Abdoininalfortsatz
so breit als die Hinteibrust zwischen den Hüften lang. Hinter-
brustepisternen zur Spitze hin erweitert.
Ontoctetorus scutellaris. Ovatus, paulo convexus, niger,
subopacus; rof^tro dense rugulot^o-punctato; prothorace anlice
Siett. entomol. Zeil. 1895.
12
sinuato-iuigubtato, denst' sat fortiteiqiie punclato; soiitello ovuto
deiise albidopubesceate; eljtris humeris oblique rotundatis,
lateribus parallelis, punctato-slriatis, interstitiis planis, granulato-
rugosis pilisque obscuris brevibus parce obsitis; corpore subtus
pedibusque sat dense punctatis, breviter albido-pubescentibus;
iemoribu!^ deiitatis. Long. 2.;") — 3.5, lat. 1 — 1.6 mm.
Einem Tachyerges Stigma Germ, in Größe und Körper-
f'orm ähnlicii. Kopf fein und spärlicii punktirt. Rüssel etwas
dünner als der Vordersclienkel, beim Männchen kaum länger
als der Thorax, beim Weibchen länger als Kopf und Tliorax
zusammen, von der Basis bis zur Fühlereinlenkung unregel-
mäßig mehrkielig, an den Seiten vor den Augen mit einem
flachen Längseindruck über der Fühlerfurche, an der Basis
oben und an den Seiten durch eine flache Einschnürung vom
Kopfe abgesetzt. Geißelglied 1 nicht länger als 2 aber etwas
dicker, die übrigen kürzer als breit, die Keule so dick als
der Augendurchmesser. Thorax nur wenig breiter als lang,
die Seiten in der Basalhälfte wenig gerundet, die Spitze etwas
breiter als die helle Basis. Decken kaum um die Hälfte
länger als breit^ um ein Viertel breiter als die Thoraxbasis,
hinten sehr wenig gerundet verengt, die Spitze sehr flach
abgerundet, die Streifen an der Basis tiefer, die Punkte in
ihnen viel kleiner als die auf dem Thorax: die flache Läugs-
wölbungslinie der Decken imd die des Thorax an der Basis
kaum unterbrochen.
o- Fühler im Spitzend riltel des Rüssel eingelenkt, Hinter-
schenkel etwas gebogen, Abdomen horizontiil, Pygidium groß;
dreieckig mit gerundeter Spitze grob und sehr dicht punktirt.
$ Fühler in der Mitte des Rüssel eingelenkt, Hinter-
schenkel gerade, Abdomen aufwärts gegen die Spitze gewölbt,
Pygidium kaum sichtbar.
Amorphoidea dorsalis. Uvatu, paruni convexa, tlavida,
subsericeo-pubescens; pedibus, rostro, vitta lata mediana
prothoracis, scutello, elylris, pygidii medio brunuei^,
metasterno dilutiore; capite prothoraceque dense minuteque
punctatis; rostro prothorace breviore (q) vel aequilongo,
|)arun) aicuato, j)iinclato-sliiolato: j)rothorace transverso, antiee
valde rotundato-auguslato, lafoiibus den.se llavo-sericeo-
pubescente; scntello parvu trianguläre; elytris latitudine non-
nihil longioribus, serialim i)unctatis, interstitiis latis planis
confertim puuclulatis, basi cum scutello suturaque i)Ost scutellum
tlavo-sericen-j)ub('sceiitibiis: femoribus dentatis. Long. 2.8,
lat. I.IJ mm.
StetL enloiiiol. Zeil. 1&95.
13
Dem A, basalis Mots. älmllcli, aber flacher gewölbt,
Fühler, Thorax und Rüssel kürzer, letzterer dunkel gefärbt,
die Unterseite feiner und viel undichter behaart.
Die gelben seidenartigen Haare sind dicker als die den
Punkten der dunklen Thoraxmitte und den Deckenspatien ent-
springenden gelbbraunen. Thorax mit in der Mitte breit
gerundeter und jederseits flach geschweifter Basis, der abge-
stutzte Vorderrand beinahe nur ein Drittel so breit als letztere,
die Seiten bis zur Mitte weniger, dann schnell gerundet vör-
engt. Augen etwas gewölbt. Decken etwas breiter als der
Thorax, parallelseitig, die Schultern und die Außenecken des
fast abgestutzten Spitzenrandes breit, der Nahtwinkel jeder-
seits kurz gerundet, jeder der gereihten Punkte mit einem
gelblichen Seidenhaar. Pygidium dreieckig mit gerundeten
Seilen, flach quergewölbt und wie der Thorax punktirt.
Schenkel dick, kräftig gezähnt.
Balaninus pertinax. Niger, opacus, subtus flavo-albido-,
supra nigro -squamosus; prothoracis basi, scutello, regione
siMitellari ehtrorum, sutura fasciaque mediana transversa flavo-
squamosis: rostro basi punclato-striato et carinulato; pro-
tiiorace transverso autrorsim rotundato-angustato, basi bisinuato,
dense punctato: eljtris suturae maxima parte impressis, punc-
tato-striatis; femoribus dentatis. Long. 5, lat. 2.2 mm.
Mit Ji. C nlbnm Fabr. und ßavoarcuatu.f Desbr. ver-
wandt, von beiden besonders durch die größeren, etwas ge-
wölbten Augen, kürzeren und anders skulptirten Rüssel sowie
durcli schmälere helle Zeichnung verschieden.
Rüssel beim Mäunchen so lang als die Decken, bis zur
Fühlereinlenkuug im Spitzendrittel gerade, dann gebogen, beim
Weibchen länger als die Decken, gleichmäßig gekrümmt und
mil der FUhlen^inlcnkung in der Mitte, in beiden Geschlechtern
zur Hasis liin etwas verdickt. ol)en mit einem sich bis auf
die Stirn liinuui'ziehenden Mittelkiel, seine Längswölbungslinie
und die des Kopfes nur durch eine sehr geringe Einsenkung
unterbrochen, jeder Punkt auf der liasalhälfte mit einer gelben
Scliupi)enb(»rste. (ieißeiglieder 1 — 4 an Länge allmälig ab-
nehmend, jedes der gleiclilangen folgenden länger als dick,
die Keule beinahe so lang als die vier letzten Geißelglieder.
Die großen runden Augen etwas gewölbt. Thorax an den
Seiten in der Basalhälfte flach gerundet-, dann flach geschweift
veiengt, Vorderrand etwas breiter als die halbe Basis, diese
in d(>r Mitte schmal, zu den Hinicrecken breiter Liclb gesäumt.
Schildclieu iiindlich, schmal umfurclil und außerdem mit einen»
schmalen gelben Schuppenbande umgeben, das sich seillich
SteJf. entomol. Zeit. 1895.
14
bis zum dritten Deckenstreifen und auf der Nalit bis zur
Deckenspitze erstreckt. Decken vorn gerundet erweitert,
dann ziemlich geradlinig verengt, flach gewölbt, auf der Basal-
häiflc mit einem gemeinsamen Längseiudruck, der auch
Spatium I erfaßt, die hellbeschuppte Naht durch eine kahle
Linie gespalten und hinten mit etwas abstehenden pfriemen-
fbrmigen Borstenhaaren besetzt; genau in der Mitte liegt eine,
gewöhnlich die Naht und den Außenrand erreichende gerade
Querbinde, die nur wenig breiter als die Naht ist. Die gelben
Schuppen sind dicker und dichter liegend als die schwarzen
der Oberseite. Unterseite des Kopfes, das Prosternum, Mitte
und Seitenstücke der Mittelbrust, Seitenstücke der Hinterbrust
und Seiten der ersten Bauchsegmente dichter und gelber be-
schuppt als die übrigen Theile der Unterseite und als die
Beine. Analsegment des Männchens mit einem Längseindruck
und zwei dornartigen Verlängerungen am Hinterrande.
Balaninus bicolor. Niger, subnitidus, albo-griseo-squamosus,
pallide lateritio-plagiatus: rostro antennisque rufo-brunneis,
illo elongato in utroque sexu usque ad insertionem antennarum
subreclo tum arcuato, fronte puncto impressa; prothorace
conico dense punctato; elytris antice prothorace parum latiori-
bus, punctato-striatis, punctis in striis squama elongata albida;
femoribus dentatis; plagis duabus hasalibus conicis in dorso
prothoracis, plaga triangulari majori prosterni, fascia latissima
elytrorum sutura interrupta, episternis et epimeris mesothoracis
episternisque metathoracis postice lateritio-squamosis. Long. 4,
lat, 2 mm.
Von der Form des vorhergehenden, nur die Decken im
Verhältniß zum Thorax weniger breit. Alle Schuppen sind
stabförmig, die grauen jedoch dünner als die ziegelrotheu;
von letzteren sind wieder die auf dem Thorax die dünneren
und stehen daher scheinbar weniger dicht als die auf der
Deckenquerbinde, welche den größten Theil der Decken in
gleichem Abstände von der Basis und der Spitze einnimmt.
Geißelgliedor länger als breit, 1 und 2 gleichlang, 3 etwas
länger als 4, dieses und 5 sowie auch 7 gleichlang, 6 das
kürzeste; Keule nicht länger als die drei letzten Geißelglieder.
Augen so groß wie bei pertinax aber nicht gewölbt. Rüssel
auch beim Männchen zur Basis kaum verdickt, in den Kopf
eingepflanzt, seine Basis fein gekielt, beim Männchen kürzer
als der Körper mit der Fühlereinlenkung dicht vor der Mitte,
beim Weibchen länger als der Körper und mit der FQhler-
eiolenkung näher dem Basaldrittel als der Mitte. Die hell-
rothe Zeichnung sticht von der grauen Farbe nicht sehr ab.
Stett. entomol. Zeit. 189S.
15
Analsegmeut des Männchens gegen die Spitze gefurcht und
mit zwei Haarzipfeln.
Balaninns axillaris. Elongato-ellipticus, nigei-, snbnitidus,
deose flavo-vel flavo-aibido-sqamdsiis; seutello liuea sutiirali
postscutellari, humeris, rostro antennisque nudis; eapite dense
puDCtuiato tenuissintie tlavo-pubesceute; rostro elytris longiore
arcuato ab insertione antennarum usque ad basiu aitiore.
crassiore et ad latera ante ociilos magnos rotundatos obsolete
impresso; prothorace transverso basi vix bisinuato, medio
subcarinulato, eljtris antice prothorace uonnihil latioribus,
latitudine iere duplo longioribus. subcuneatis, obsolete remoteque
punetato-lineatis, sutura in dimidia parte basali impressis;
femoribus dentatis. Long. 6, lat. 2.7 mm.
Von der Körperform des B. elephas Gjll. aber kleiner,
die Decken weniger gewölbt und in den Schultern schmäler.
Einfarbig gelb oder gelblich weiß beschuppt, die Beschuppung
stellenweise mit etwas Seidenglanz. Kopf und Rüsseloberkante
bilden in beiden Geschlechtern eine ununterbrochene Bogen-
linie. Rdssel gleichmäßig gebogen und hinter der Fühler-
einlenkung bis zur Basis leicht comprimirt, hier die Punktirung
dicht. Die Fühlerfurciien laufen in beiden Geschlechtern schräg
zum unteren Augenrande und sind unten an der Basis nur
durch einen schmalen Kiel getrennt. Der Fühlerschaft erreicht
beim Männchen nicht ganz das Auge, Geißelglieder l und 2
gleicli lang, jedes von ihnen doppelt so lang als 3, von den
übrigen ist das sechste das kürzeste aber noch so lang als
breit, die Keule kräftig und so lang als die drei letzten Geißel-
glieder. Thorax mit breit gerundetem, wenig vortretendem
Mittellappen, Vorderrand schmäler als die halbe Basis. Decken
von den Thoraxhintereken ab schräg aber wenig erweitert,
nach hinten allmälig tmd wenig gerundet verengt, wie der
Thorax etwas querijewölbt, die Streifen sehr fein und meisten-
theils durch die Beschuppung undeutlich, die Basalhälfte der
Naht eingedrückt mit kahler Nahtlinie. Das runde, gewölbte
und kahle Schildchen umfurcht. Die Tarsen sowie die Schienen-
spitze schwärzlich dünn behaart. Schenkelzahn nicht recht-
winklig. Fühlereinlenkung etwas hinter der Mitte ((^)
oder hinter dem Basaldrittel. Analaegment ohne Auszeichnung.
Pygidium klein und kahl 0^) oder kaum sichtbar ($).
Durch den an der Basis comprimirten Rössel sowie durch
die unten an der Basis genäherten Fühlerfurchen weicht diese
Art von den mir bekannten Balaninvs Arten ab; sie bietet
aber .sonst keine Unterschiede, die die Aufstellung einer neuen
Gattung rechtfertigen könnten.
Stett eatomol. Zeil. 1895.
16
Acythopeus Fascoei. Oblongus, paulo depressus, ater,
opaous, supra maculatim et lineatim ftave^centi -squamosus;
rostro femnrum anticorum loogitudine ($), vel longiore (,j),
eiirvato, basin versus altiore ac nonnihil compresso, basi gibbpso,
(lense ruguloso-pimctato; artieulis duobus primis iuniculi aeqiii-
longis; protliorace ad liüera plus minusve rotundato-ampliato,
reticulato-punetato, maculis duabus oblongis basalibus tlaven-
centibus signato; elytris relrorsim sensim angustatis, Unealim
sulcatis, intevstitiis planatis punctis transversis dense impressis,
secundo vitta postice abbieviata interdum intenupta llavescenti-
squamosis; corpore sublus flavo-albido-maculalo; proeessu
prosternale niaris transversim cristato. Long. 3 — 5, lal.
1 — 1.7 mm.
Baris bilineata olim.
Die Mitte der Vorder- und Hinterbru-t, die Mittelbrnst
zwischen den Hüften, die Seiten und die Mitte der beiden
ersten Bauchsegmente, die Epistcrneu der Hinterbrust sind dicht,
die Hüften, die Spitze der Mitteibrustepisternen und beim
Männchen der Rücken der Hinterschenkel weniger dicht, der
übrige Theil der Unterseite und der Beine undicht gelbhch
beschuppt; eine dichter beschuppte Makel auf der Unterseite
des Prosternums seitlich hinter dem Vorderrande scheint nur
dem Männchen eigen zu sein.
Kopf viel feiner und undichter |)unktirt als Rüssel und
Thorax, Geißelglied 1 kaum dicker und nicht länger als 2,
die übrigen zur kurz ovalen Keule hin an Länge ab-, an
Breite zunehmend. Der quere Thorax an den Seiten beim
Männchen mehr, beim Weibchen sehr wenig gerundet er-
weitert, mit der größten Breite in der Mitte, an der Spitze
kurz halsförmig, der Antiskutellarlappen ausgerandet, die
dichten Punkte am Vorderrande feiner, Jeder von ihnen und
von den auf den Deckenspat ieu mit einem äußerst kurzen
und feinen Bürstchen, an den Hinterecken mit einer großen
kurz ovalen Makel. Schildcheu dreieckig, ))unktirt, Decken
mit schräg abfallenden Schultern und hier nur wenig breiter
als der Thorax, zur einzeln stumpf abgerundeten Spitze allmälig
und Hach gerundet verengt, die schmalen und scharfen Furchen
zur Basis tiefer und hier undeutlidi punktirt, die Spatien im
vorderen Drittel scheinbar zwei, hinten deutlich einreihig
punktirt, die schmalen Stege zwischen den Punkten etwas
gebogene und glänzende Querkiele bildend. Pygidium grüber
punktirt (,^); Fühlereinlenkung in (Jj) oder bald hinter (V*
der Mitte des Rüs«els.
Stelt. enloniol. Zeit. \^<)i.
1?7
Allen mir bekanoteD Arten dieser Gattung ist die in
beiden Goschlerhtern verschiedene Entfernung der Fühler-
seliaftspitze vom Aiiue eigen; diese bleibt nämlich beim
Mannchen um den Augendurchmesser von ihnen entfernt,
während sie beim Weibchen beinahe den Augen vorderrand
erreicht. Dagegen tindet sich der spateiförmige Vorderbrust-
fortsatz des Männchens, wie es scheint, nur bei einigen Arten. i)
Laodia lineata. Oblongo-ovata, depressa, nigra, sub-
opaca; vitta elvtrorum in interstitio quarto antice posticeque
abbreviata, striga basali in secundo episternisque metathoraeis
e squamis condensatis flavo-albidis; rostro arcuato cylindrico
dense punctato, medio oarinulato, basi a capite dislineto;
prothorace antrorsim rotundato-angustato, apice breviter
tubulato, parum convexo, sat dense ad latera densius punctato,
medio linea inipunctata iudicato; elytris lineatim punctato-
subsulcatis, interstitiis planis, punctis crebris transversim im-
pressis .subseriatini obsitis. Long. '3.2 — 3.8, lat. 1.2 — 1.5 mm.
Der kuglige Kopf i>t äußerst fein netzaitig gerunzelt, un-
punktirt. Rüssel in beiden Geschlechtern etwas länger als
der Vorderschenkel und leicht gebogen, mit der Fühlerein-
lenkuug vor der Mitte. Thorax wenig kürzer als breit mit
seiner größten lireite hinter der Mitte, die Punkte der Ober-
seite (auch die auf den Deckenspatien) im Grunde matt und
ohne Härclien. Schildchen klein rundlich. Decken reichlich
imi die Hälfte länger als breit, in den schräg abfallenden
Schultern deutlich breiter als der Thorax, nach hinten allmälig
gerundet verengt, an dci- Spitze gemeinsam stumpf abgerundet,
die queren Punkte auf den Spatien größer aber llacher als
bei der vorhergehenden Art. Jeder Punkt der Unterseil c
und der Heine mit einem hellen anliegenden Schuppenbörstchen,
die Punkte auf dem Abdomen am weitläuligsten. Die Mitte
der Vorderbrust und ihr Fortsatz hinter den Hüften sind ziem-
lich diciit weißlicii [uscluippl.
') Zu (lie.-feii gchf)rt .1. juctuiüus von Java in meiner Sammlung.
Das Miuniclicn dieser Art unterscheidet sich von Pasvoti Männchen
durch in der Ha.sulhäirte stark comprimirten und an der IJasis noch
höheren K,üssel, durch einen hingeren, parallelseitigen und vorn plötz-
licli liiilsrörmig /.usammengezogenen Thorax, durch sclimiilerc Körper-
lonn und dadurch, dal> die beiden Längsbinden auf Spatium 2 weiter
nach iiinlen reichen, griWilenlheils auch aus zwei Reihen gelblicher
Schuppen liestelien und dalJ die Mitte des Abdomens unbeschuppt ist,
dagegen alle seine .Scgmenle an den Seiten eine dicht beschuppte
gelbliclie Makel zeigen. Dieser Art muC) der A. Iiixalus Pasc, von
der In.-Jel I.abuan — Ann. Mag. 1883 p. 100 — sehr ähnlich sein, sicli
von ihm jedoch durch lungere Decken und an der üasis nichl com-
primirten Hiissel unleracheidcn lassen.
Sielt. enirjiiKil. Zeil. IS'.IS. O
18
Die Gattung Laodia^) Pasc, ist ^icj^ffeopeiis Pasc, äußerst
ähnlich und von diesem hauptsächlich durch das in beiden
Geschlechtern bedeckte Pygidium und durch die unten ge-
furchten Schenkel verschieden.
Laodia tristis. q Praecedenti similis et affinis sed parum
convexus, esquamosus; rostro prothorace nonnihil longiore;
capite disperse punctulato: prothorace dorso densius punctatoi
ail latera oblique ruguloso: elytris minus profunde subpunctato-
striatis, interstitiis planis uni-, secundo et quarto bibcriatim
punctatis; corpore subtns minus dense punctata. Long. 2.5 — 3.7,
lat. 1 — 1.7 mm.
Außer dem Mangel an Schuppen sind es besonders die
stärkere Wölbung und die Skulptur der Oberseite, die unsre
Art von der vorhergehenden unterscheiden. Der Kopf ist
zerstreut punktirt. Thorax beinahe so lang als breit, die
Punkte auf iimi kleiner und flacher als bei jenem und die
Räume zwischen ihnen an den Seiten, namentlich vorn zu
feinen und etwas glänzenden Schrägrunzeln zusammenfließend.
Die Decken sind nach hinten mehr verengt, die Streifen viel
weniger tief; von allen an der Basis zweireihig punktirten
Spatien sind 2 und 4 die breitesten und bis zur Spitze zwei-
reihig punktirt, die Punkte rund eingestochen und kaum größer
als die auf dem Thorax, die Räume zwischen ihnen nicht
erhaben; die .schmale Naht einreihig und am feinsten punktirt.
Die Skulptur der Unterseite weicht von der der lineata nur
insofern ab, als die Punkte weder haar- noch schuppen-
t ragend sind.
Centrinopsis ebeninus. Oblongo-rhomboidalis, nonniliil
convexus, niger, nitidulus; rostro prothoracis longitudine, arcuato,
confertim punctalo: capite disperse punctulato: prothorace basi
bisiuuato, anticc siuuato-angustato, remote dorso obsolete ad
latera sat fortiter puuctato; elytris antice prothorace lalioribus,
obsolete striatis, in striis remote punctatis, interstitii.'* planis
remote punclulatis. Long. 4, lat. 1.5 mm.
Unter scharfer Lupe zeigt sich die Oberseite des Käfers
äußerst fein netzartig gestrichelt und ihr Glanz durch diese
Skulptur etwas beeinträchtigt. Rüssel oben an der Basis vom
Kopfe leicht abgesetzt, auf dem Rücken feiner, au den Seiten
gröber fast runzlig punktirt. Thorax sehr wenig kürzer als
breit, von den Hinterecken bis vor die Mitte geradlinig und
sehr wenig verengt, dann gerundet zusammengezogen und ge-
schweift verengt, die Basis jederseits neben dem vorgezogenen
») Journ. Linii. Soc. 1873 p. 63.
Stett. entomol. Zeit. 1895.
19
und flach geruudeten Antiskulellarlappen kaum aus^erandet,
der Rücken flach längsirewölbt und beiderseits am Hinterrande
etwas niedergedrückt, die weitläufigen Punkte auf dem Rücken
nicht gröber als die auf dem Rüssel, zu den Seiten hin gröber
und dichter. Decken mit flach schräg gerundeten Schultern,
um die Hälfte länger als hier breit, nach hinten flach gerundet
verengt, an der Spitze gemeinsam abgerundet, hier jederseits
neben der Naht der Länge nach, an der Basis jederseits quer
niedergedrückt, die Streifen ähnlich wie bei Baridius timidus
Rossi, die weitläufigen Punkte in ihnen etwas breiter als die
Streifen, die flachen Spatien sehr fein, an der Basis unregel-
mäßig zwei-, später einreihig punktirt. Auf der Unterseite
nehmen die Punkte von vorn nach hinten an Größe ab, stehen
aber auf der Hinterbrust am dichtesten. Vorderbrust mit flach
eingedrücktem Rüsselkanal, dieser also ohne scharfe Ränder.
Beine dicker als beim japanischen nitens Roelofs, jeder Punkt
auf ihnen mit einem äußerst feinen und kurzen hellen Borsten-
härchen. Fühlerkeule kurz oval, ihr erstes Glied hornig und
so lang als die folgenden zusammen.
Theogama Jordani. Subcylindrica, nigra, opaca: vitta
lata laterali prothoracis, lineis duabus elytrorum, episternis
latis metasterni, vitta laterali abdominis sternique medio dense
flavo-albido-squamosis; rostro fere corporis longitudine, subrecto,
maris dense ruguloso-punctato opaco, feminac in maxima parte
impunctato nitido; articulo primo funicidi secundo parum
longiore; pruthorace elongato-quadrato margine antico nonnihil
producto, antice ad latera sinuato-contracto, longitudinaliter
paulo convexo, sat dense punctato; elytris prothorace nonnihil
longioribus apicem versus gradatim angustioribus, apice singulo
subrotundatis. acute |)unctato-striatis, interstifiis planis punctis
magnis dense serialis, secundo linea j)0stice abbreviata bise-
riatim flavo-albido-squamosis; pygidio ovato subverticale;
corjjore subtus pedibusque dense sat fortiter punctatis; tibiis
anticis .'«ubtus apicem verus, articulis tribus primis tarsorum
ad latera pilis longioribus fimbriatis. Lons. 4.6 — 6. lat.
1.8—2.2 mm.
Von dem mir in natura unbekannten Th. lugubris Pasc.^j
schon durch andere Zeichnunu verschieden. Obiifleich Pascoe
') Der Autor heschroibt in Ann. Mud. Civ. Gen. 1885. p. 295
diese Gattung und Art otTenhar nach männlichen Stucken und bildet
die Art auf Tafel 3 Fig. 1 ab. Zur Erkennung der Gattung wäre
noch hin/uzufügen: Vorder- und Mittelhüften gleich weit und um den
Hüftendurchmesser, die Hinterhüften breiter und um ihre Breite von
einander entfernt-, Bauchsegment 2 langer als 3 und 4 zusammen.
Sletf. entomol. Zeil. 1895. 9*'
20
in der Gattungsbesehreibung das etwas vorragende Pygidium
nicht erwähnt, so glaube icli in Jordani doch eine Theogama
vor mir zu haben, weil alle vom Autor erwähnten Merkmale
dieser Gattung, ja sogar die Merkmale des Männchens gleich-
sam unsrer Art entnommen zu sein scheinen.
Nach der Abbildung ist Ivgubris 14 mm lang und ~> mm
breit, unsre Art also um die Hälfte kleiner. Der Korper des. /ordaw«
ist mit Ausschluß des Rüssels etwa 2i|2 "lal so lang als breit.
Die gelblich weißen rundlichen Schuppen füllen nicht nur ilire
Punkte aus, sondern bedecken auch die Räume zwi^^chen und
neben diesen. Die helle Beschuppung der Körpermitte unten
\<t seitlich bis zu den Hiilten, vorn bis zur Prosternumsspitze,
hinten bis zur Basis des dritten Bauchsegmentes, die der Bauch-
seiten nur übi-'r die drei mittleren Segmente ausgedehnt. Der
Rüssel ist fast ganz gerade, vom Kopfe oben und an den
Seiten durch eine Furche abgesetzt, beim Männchen zur
Basis hin allniülig und geradlinig aber nur wenig erhöht und
bis zur Spitze dicht rauh punktirt, beim Weibchen gegen die
Basis hin mit einer Schweifung ansteigend, nur hier dicht
punktirt und matt. Fühlereinlenkung in (q) oder iiinter der
Mitte eingelenkt. Der Fühlerschaft, zur Spitze verdickt aber
nicht dicker als die Geißel, erreicht beinahe den Augenvorder-
rand (^) oder bleibt um die Rüsselhöhe au der Basis von ihm
entfernt; die (ieißelglieder werden zur Keule hin allmälig dicker,
3 — 7 sind gleich km-z und quer, die Keule so lang als die
Geißel und in der Mitte so dick als die Rüsselbasis. Kopf
fein punktirt und matt. Augen kurz oval. Thoiax mit
etwas vorgezogenem und hinter den Augen leicht gescliweiriem
N'orderrande, dieser ziemlich laug tubuliit, nur ein drittel so
breit als die tief zweibuchtige Basis und kaum punktirt. der
breite Antesktitellarlappen wenig vorgezogen und fa^-t abgestutzt,
die Seiten sehr Mach gerundet: die weiße, an der Basis breitere
vSeitenbinde erreic^lit die vordere Abschnürung niciit und i.^t
von dben nur theilweisc sichtbar. Schildchen dreieckig, punktirt,
matt. Die Decken vorn weniu breiter als die Thoraxbasis
mit verrundeten Schultern und abgetlachteni. hinten sehr wenig
schräg abfallendem Rücken, die Punkte in den leinen scharfen
Streifen wie diese zur Basis hin gröber, Spatium 2 zur Basis
Hiiitcrl)rust m» Iuul;' .il» I!;iuchsegim'iit 1 in der Mitie. AWr Schienen
mit einem HdnihiiUcn nnd etwas kürzer als die Schenkel-, drittes
Tarsonglied tief /.weilapiiis und an den Vorderbeinen fast d(ii)[)elt so
Inoit alt» an den vier hinteren, Glied 1 niiudestena so lang als ij und
da« Krallenglied so lang als die drei ersten Glieder znsaminen. Vorder-
und Mitteihrust liegen in einer Ebene.
Sieil. entomol. Zeil. 1R9:>.
21
liin breiter, hier drei-, daoa zweireihig beschuppt; die großen
oberfläehhchen Paukte der übrigen Spatien erscheinen durch,
die flacli kielfiirmigen Stege zwischen ihnen viereckig. Auf
der Unterseite sind die hoch aufsteigenden Mittelbrustepimeren
am gröbsten punktirt. Vorderschenkel und Schienen niclit
ganz doppelt so lang als die mittleren; jeder Punkt auf den
Beinen mit einem kurzen hellen Borstenhärchen jeder auf dem
Rücken der vier hinteren Schenkel mit einem gelblichweiBen
länglichen Schüppchen; Vorderschenkel gegen die Basis hin
wadonförmig verdickt, runzlig punktirt.
.j Vorderschienen unten in der größeren Spitzenhälfte,
die drei erweiterten Tarsengliedcr an den Rändern langhaarig'
gewimpert.
Rleinscliniettcrlinge der loreley-liegend
voll
Pfarrer A. Fnohs in Bornich bei St. Goarshaiisen a. Rhein.
Vierte Besprechung. "
(Fortsetzung zu Jahrgang 1886, S. 39—83.)
Nachdem seit meiner letzten Publikation über den be-
reglen Gegenstand längere Jahre verflossen sind, in denen
neue Beobachtungen gesammelt werden konnten, möge es ver-
.stattet sein, der Reihe früherer Arbeiten einen weiteren Artikel
folgen zu lassen. Die Einrichtung ist die alte geblieben: zur
Vergleichung sind aus dem bekannten Heinemann'scheu Buch
die hierher gehörigen Notizen angezogen worden, vor allem
al-er in noch größerem Umfange die Angaben Roesslers, der
ulleinigen einheimischen Autorität bezüglich der Microlepidop-
teren. Die neu hinzugekommenen Arten, welche auch der
letzten Arbeit dies(is verdienten Forschers, den .„Schiippen-
flügleru'*, noch fehlen, sind, um den Fortschritt der Wissen-
schaft seit Roesslers Tod hervorzuheben, mit einem * be-
zeichnet. Nur den Titel glaubte ich etwas verändern zu
sollen, um die Lage des Ortes, auf den sich die gemachten,
Beobachtungen bezieh(ui — die nächste Umgebung von
Bornich — klarer als früher erkennen zu lassen.
Stctt eutiimni. Zeit. 1893.
22
1. Fyrausta (Botisj ferrngalis Hb.
(cf. Hn. II, 1, 2, p. 76. Schweiz, Baden, Schlesien im Juli,
von Zinekeo-Sommer auch bei Braunschweig gefangen. —
Roessl. Verz. p. 272 (172), No. 930. Kam in dem Jahr
1861 in 2 Generationen Ende Juni und Mitte August sowohl
an Sumpfstellen als auf trockenem Wald- und Sandboden
häufig vor. Vorher war der Faller nie gefunden worden
und ist auch seit 1863 wieder ganz verschwunden (so daß er
sich also nur 2 Jahre lang gehalten habe). Professor Barbieux
hatte ihn in früherer Zeit bei Hadamar getroffen. — Ders.
Schuppflgl. p. 203, No. 975: In einzelnen Jahren, z. B. 1861,
überall und häufig in 2 Generationen, sonst selten. Die Raupe
fand Eppelsheim an Wurzelblättern von Aster Amellus.)
Sie trat, wenn auch vereinzelt, einmal Anfangs der acht-
ziger Jahre zu Ende des August und Anfangs September —
nach Roessler also in zweiter Generation — allerwärts nicht
bloß in unsern Rheinbergen auf, wo die von Eppelsheim als
Nahrungsflanze der Raupe bezeichnete Aster Amellus wächst,
sondern besuchte sogar die zum abendlichen Fang mit Köder
bestrichenen Bäume meines Hausgaitens. Seitdem kam mir
am 12. September 1892 noch ein frisches 2 im Rieslingberge
vor, wo übrigens keine Astern wachsen. Ich muß also die
frühere Angabe Roesslers im Verzeichnisse, mit der auch
meine eignen Beobachtungen stimmen, um so meiir lür die
genauere halten, als auch in den Schuppenflüglern ausdrück-
lich auf das Jahr 1861 zurückgegangen und die damals
gemaciite Wahrnehmung offenbar nur etwas zu sehr ver-
allgemeinert wird. Dennoch ist die Richtigkeit der Bemerkung
auf S. 106 (6) des Verzeichnisses (in der Einleitung), daß
trotz dieses bei Ferrugalis und anderen Arten nur in Zwischen-
räumen konsfalirten und dann gewöhnlich häufigeren Auf-
tretens ein Fortbestehen des Artstammes auch iu unseren
Gegenden anzunehmen sei, unbestreitbar.
2. '"' Fyrausta (Botis) cyanaUs Lah.
(Hn. II, 1, 2, p. 79 und 80. Schweiz, Wolfenbüttel, Ende
Mai bis Juli.)
Nach Staudingers Bestimmung.
Zwei $ dieser bei uns noch nicht getroffenen Art wurden
in zwei verschiedenen Jahren: das erste am 26. Juni 1882,
das zweite am 10. Juni 1885, jenes schon etwas verblaßt,
dieses ganz frisch, im Riesiinuhorgc! gefangen, wo sie bei Tage
unter überhangenden Felsen ruliten.
•Slctl. cntomol. Zeil. JS95.
23
3. '^ Ephestia Kühniella Z.
( Zeller. Stett. ent. Zt«. 1879, p. 406 ff.)-
Ein im Ausupt 1893 aus einem hiesigen Kramladen, wo
en triseh aussiegangeu gefangen wurde, mir überbraehtes großes
$ beweist die infolge der Verarbeitung amerikanischen
Weizens in unsern deutsehen Mühlen stets fortsciueilende
Verbreitung der Art, die nun auch bis zu uns vorgedrungi-n ist.
4. Ablabia (Sciaphila) osseana Scop,
(Hn. I, 1, 1, p. 54. In Gebirgsgegenden im Grase. Ende
Juni und Juli. - — Roessl. Verz. p. 290 (190), ohne fortlaufende
Nummer eingeschaltet. Von Vigelius einmal gefunden. Nach
Koch (Schmelterl. d. südwestl. Deutsehland, insbesondere der
Umgegend von Frankfurt a. M.) einmal Anfangs November
bei Frankfurt gefangen, — Ders. Schuppcnflgl. p. 236 No. 1231,
wo die Angaben des Verzeichnisses einfach wiederholt werden).
Zwei Exemplare von zwei verschiedenen Orten während
eines so langen Zeitraumes in einem von sachkundigen Lepi-
dopteroiogen fleißig durchstöberten Gebiete: das ist wahrlich
nur eine geringe Ausbeute. Ich selbst tino; ebenso viele ia
dem einen Sommer 1894: 2 wohlerhaltene (^ mit ganz grau
angelaufenen Vorderflügeln, gegen welche die zart weißlichen
Franzen abstechen, dunkler und an allen Flügeln mit einer
schärferen Spitze versehen als meine von auswärts erhaltenea
Sfücke, wurden am 24. und 26. Juni 1894 an zwei räumlich
weit auseinander gelegenen Stellen der hiesigen Gegend ge-
troffen — ein Beweis, daß sich die Art in nächster Nähe
inimerliiu einer gewissen lokalen Verhreilung erfreut, wenn
aucii an ihrer Seltenheit kaum zu zweifeln ist.
5. '' Ablabia (Sciaphila) Gouana L. (argentana S. V.).
Hein. 1. c. p. 54. Ziemlich verbreitet, auf feuchte Wiesen,
besonders in Berggegenden. Ende Juni und Juli).
F2in schönes ^ dieser von keinem der heimischen Autoren,
weder von Koch noch von Roessler, erwähnten Art wurde
am 7. Juni 1893 am Rande einer in unsere Rheinberge
eingeschobenen sonnigen, aber stellenweise feuchten Wiese,
wo auch die weiter unten zu besprechenden Fcnthina f'ulgi-
daua iin. und Nemotois mimmellus S. V. fliegen, gefangen.
Weder früher noch später kam jemals ein weiteres Exemplar
hier oder anderwärts in ini'^f'ren Rheinbergen vor, trotzdem
Stett. entomol. Zeit. 189^.
24
ich ticillitT gfuau auf die wegen ihrer irläuzend silberweißen
Färbung leicht zu bemerkende Art aehfete. Also bei uns
jedenfalls sehr selten.
6. '' Sciaphila chrysantheana Dap.
(Hn. I. e. p. 58. Wien, Juni. Juli).
Nach Staudingers Bestimmung.
Ich habe meine bisherigen 2 ,j dieser von Heinemann gut
gekennzeichneten Art im Sommer 1894 nach Wunsch ver-
mehren können: die Schmetterlinge, beim Auffliegen kenntlich
an ihrem weißlichen Charakter, der eine Folge der licht
gelbgrauen Färbung ihrer Hinterflügel ist, welche
Färbung sich auch auf den Hinterleib und die Unterseite
aller Flügel ausdehnt, wurden zu Ende des Juni und Anfangs
Juli zahlreich aus den am wärmsten gelegenen Hecken des
Rieslingberges aufgescheucht, waren aber nicht leicht zu
fangen, da sie im heißen Sonnenschein gemeinhin hoch durch
die Luft setzten und, den schmalen Weg verlassend, nach
wenigen Augenblicken in den nebenan liegenden Weinbergen
verschwunden waren, wohin sie nicht verfolgt werden konnten.
Weder in Rücksicht ihres Flugplatzes noch ihrer Flugzeit.
fallt Sciaph. chrysantheana mit der gemeinen Wahlbomiana
zusammen, da sie im Gegensatz zu dieser auch bei uns überall
verbreiteten Art nur die wärmsten Stellen des Kieslingberjjie^
bewohnt und hier nie vor Ende Juni, in kühlen Sommern sogar
noch später auftritt, während sich l\ ahlbomiana schon von
Anfang Mai an findet und nach Roessler (cf. Verz. p. 290
(190) und Schuppflgl. p. 236, No. 2j3) sogar 2 Generationen
hat: im Mai und Juli.
Obwohl Roessler im Verzeichnisse p. 290 (190), No. lObl
unter den hei Wiesbaden vorkommenden Varietäten di^r Sciaph.
Wahlbomiana L. auch Chrysanthemana Dup. aufliihrt, so be-
zweifle ich (loch, daß er die wahre Sciaph. chrysantheana
Dup. gekannt hat, da meine 2 ersten Exemplare, die ich
.•><lion vor langen Jahren fing, nach seiner Sammlung nicht
bestimmt werden konnten. In den Schuppenflütilern ist -denn
auch bei Besprechung der Sc. Wahlbomiana Chrysantheana
weggeblieben und nur gesagt, daß die erstere mit allen Ab-
änderungen, insbesondere Communana H.-S. und Vascuana Hb.
im i\Iai und Juli gemein sei. Im Mai tindet sich Sciaph.
chrysantheana naeh meinen Beobachtungen bei uns nie, wohl,
aber im Juli. Daß ihr Vorkommen in unserer Rheingegend
nicht über den einzigen von mir bis jetzt ermittelten Flugplatz
Stelt. eaioniul. Zeit. 1895.
25
hinausreie-ht, darf nicht angeuommeu werden; j-ie wird aber
nur um die heißesten Hecken unserer Rheiuberge gesucht
werden können.
7. Conchylis atricapitana Stph.
(Hein. II. 1, 1, p 87 uud 88. Hei Regensburg, Jena, Braun-
«chweiü, Woifenbüttel auf trockenen Waldwiesen, im Mai
und wieder im JuU. — Roessl. Verz. p. 294 (194). No. 1117.
Wurde Ende Mai 1863 bei Lorch an einem Bergabhange im
Walde gefangen. — Ders. Schuppflgl. p. 240, No. 1260, wo
die Angabe des Verzeichnisses nur wiederholt wird.)
Bis jetzt in unserm Gebiete nur bei Lorch und Bornich,
also in ihrem Vorkommen nur auf den unleren Rheingau
beschränkt.
Endlich hat das von Roessler in beiden Bearbeitungen
seiner Fauna erwälmte früher einzige Exemplar einen Genossen
gefunden: ich fing am 20. April 1893 ein prächtiges ,^, über
dessen Zugehörigkeit zu dieser Art Heinemanns oben citirte
Beschreibung keinen Zweifel läßt, an den lieißen Berglehnen
des Leiselfeldes, zwischen Loreley und Lennig. nur wenige
Schritte von der bei Ablabia Gouana L. [argeiitana S. V.)
beschriebenen Bergwiese entfernt.
8. Phtheochroa (^Conchylis adhuc) aeneana Hb.
(Roessl. Verz. p. 292 (192), No. 1100. Der Schmetterling
lliegt Vormittags gegen 11 Uhr und Abends nach Sonnen-
untergang mit pendelartig hin- und herschwingendem Flug auf
sonnigen Waldstellen bei Kloppenheim und Dotzheim, immer
nur in wenigen Exemplaren. Er erscheint nur einmal im
Jahre: Ende Mai und Anfangs Juni. — Ders. Schuppflgl.
}). 239, No. 12.')0, wo die Angaben des Verzeichnisses wieder
erscheinen mit dem Zusatz: -auf Waldwiesen, wo viel Senecio
jacobaea wächst. In den Wurzeln dieser Pflanze nach
Doubleday die Raupe.^)
In unserem Gebiete um Wiesbaden und in der Loreley-
Gegend.
War für diese schöne und werthvolle Art bisher nur
die Umgegend von Wiesbaden als Fundort in unserm Gebiete
bekannt, so kann den von Roessler genannten Stellen bei
Kloppenheim und Dotzheim nun auch Bornich zugesellt werden:
ein prächtiges ,^ flog mir am 29. April 1893 am Rande
eines Waldwie.-^enthales zwischen Bornich und Dorscheid, wo
nahebei Senecio jacobaea wucherte, Nachmittags ins Netz,
StctU entoinol. Zeit. I39i.
26
oliue daß ich von dem pendelartig sich hiu- und lierschwingeu-
«len Flug, den RoesHler für diese Art beiiauptet — ■ also wohl
ähnlich wie bei Hepialns lupulinus o — etwas bemerkt
hätte. Das frühe Erscheinen der Art darf nicht Wunder
nehmen, da in dem damaligen ungewöhnlich schönen, gegen
das Ende sogar heißen April, auch andere Arten vorzeitig
auftraten, z. U. Bntalis parcella H.-S., die am 22. und
23. April 1893 an den Berglehnen des Leiselfeldes gemein war.
In dem Heinemann'schen Buche wird Phtheochroa (Con-
chylis) nencana Hb. nicht behandelt.
9. "' Penthina fulgidana Gn.
Ich hielt diese ansehnliche Art, von der ich an einer
eng begrenzten Stelle jährlich einige Exemplare linde, zunächst
für die von Roessler in den Schuppenflüglern p. 246, No. 1319
als riesenhaft groß bezeichnete Penthina textana H. G., von
welcher er sagt, daß die Besciireibung Heinemanns I, 1, 1,
p. 113 {Textana Frl.) nicht passe, da sie das Ausmaaß um
die Hälfte zu klein angebe. Aber Bang-Haas, dem ich eins
meiner Exemplare vorlegte, belehrte mich, daß es Penthina
fulgidana sei. Eine Penthina Art wird von Heinemanu unter
diesem Namen nicht beschrieben, wohl aber behandelt er auf
S. 130 Sericoris gigantanu H.-S., die nach dem Katalog
mit Penthina fulgidana Gn. identisch sein soll. Der Name
paßt gut zu meinen Exemplaren: auch die Besehreibung läßt
sich auf sie deuten, wenn man annimmt, daß von Heinemann
kein reiches Material der etwas veränderlichen Art vor sich
hatte. Sericoris gigantana ist nach von Heinemann bei Jena
und Regensburg selten im Juni.
Ich linde von Penthina fulgidana jährlich um Mitte Mai,
z. B. 11. und 13. Mai 93, 18. Mai 94, einige Exemplare
auf der bei Ablabia Gouana L. geschilderten Wiese, aber
nur an einer eng begrenzten Stelle derselben, wo
jedenfalls die Nahrungspllanze der Raupe zu suchen ist, von
welcher sich die Thiere nicht weit zu entfernen scheinen.
Sie müssen an warmen Tagen aus dem Grase aufgescheucht
werden und sind dann leicht an ihrer Größe kenntlich. Aber
man darf sich die Mühe, die kleine Stelle öfter zu begehen,
nicht verdrießen lassen, weil bisweilen noch ein Stück, das
sich beim erst<,'n Absuchen ruhig verhielt, auffliegt. Da ich
das ^ erst einmal gelungen habe, noch dazu in verletztem
Zustande, während die zwei Tage vorher gesammelten ,^ sich
frisch erwiesen, so seheint es noch verborgener zu leben als
das 3 und dadurch auf (Km Roden im dichten Grase sein
Gewand zu schädiaen.
Sicll. entonicl. Zeit. 1895.
27
10. Grapholitha pallifrontana Z.
(Hein. II, 1, 1, p. 185. Steiermark, Sciilesien, Wollenbüttel,
Ende Juni und im Juli. — Roessl. Veiz. -IQ4 (304) in den
Nacliträsen auf Grund der Beobaclitunuen Anton Sclimids.
Bei Frankfurt a. M. .selten zu Ende des Mai. — Ders.
Scluipptlgl. p. 253, No. 1878. Am 25. Mai 1873 einmal an
dem nach der Platte führenden Fußpfad gefangen.)
Die Combinalion der angeführten Citate ergiebt, da
auch Bornich hinzukommt, für un.ser Gebiet eine ziemlich
ausgedehnte Verbreitung: um Frankfurt a. M., "Wiesbaden
und in der Loreley-Gegend. Ich fand sie 1893 zuweilen auf
kräuterreiehen Triften selbst nahe beim Dorfe gegen Ende
Juli, viel später als die verwandte Graph, composifella, also
wie man beim Blick auf die Flugzeit der in den obigen
Citaten besprochenen Falter vermuthen könnte, wolil in einer
zweiten Generation, worüber ich übrigens in der mir zugäng-
lichen Literatur nichts angemerkt linde. Auch schon aus
früheren Jahren besitze ich Stücke in meiner Sammlung.
11. Grapholitha fissana Frl.
(Hein. 1. c. p. 187. Wien, Mai bis Juli. — Roessl, Verz,
p. 306 (20()). Wurde bei Lorch auf einer Waldstelle Anfangs
Juni 1865 in mehreren Exemplaren getrolTen. Ibidem p. 404
(304). Bei Frankfurt a. M. Ende Juni selten. — Ders.
Schuppflgl. p. 252 und 253, No. 1374, wo nur die Angabe
des Verzeichnisses mit dem Zusatz: y,um Sarothamnus^' wieder-
holt wird.)
Ich führe in meiner Sammlung zwei in früheren Jahren
hier gel'angeiie Exemplare. Die Art hat daher, wie man nach
den oben zusammengestellten Citaten über ihr Vorkommen
urtheilin muß, in unserm Gebiete eine gleiche Verbreitung
mit der Vorigen. Jedenfalls weist der Roessler'sche Fund bei
Lorch, mit ihrem hiesigen Vorkommen zusammengehalten,
darauf hin, daß sie speziell im unteren Rheingau verbreitet ist.
12. "* Tinea columbariella Wk.
Der im Taubenmist verborgene Raupensack ist hier und
in der Umgegend in allen Taubenschlägen häufig. Ob aber
die aus diesen Säcken erzogenen Schmetterlinge, die mir
Hering als Tinea columbariella Wk. bezeichnete, eine eigene
Art bilden oder als Varietät zu Tinea pellionella L. gezogen
werden müssen: darüber enthalte ich mich trotz meines nicht
Siett. cnlomol. Zeit. 18<>:,.
28
unbeträchtliclien Malerirtlö des Urtlieils. da mir Wocke*; Be-
schreibung, obwohl ich sie seiner Zeit eins-ah, im Augenblick
nicht zur Vergleichung vorliegt.
Roessler, der Tinea ' columbariella vom Autor selbst
besaß, führt die Art noch nicht als bei uns heimisch auf,
obschon ich nicht zweifle, daß sie in Wiesbaden und überall,
wo in unserer Gegend Haustauben gehalten werden, sich
ebenso häufig findet als hier.
13. Hyponomeuta irrorellus Hb.
{Hein. II, 2, 1, p. 109. In Schlesien, bei Regensburg, Berlin,
im Juli. Die Raupe auf Evonymus europaeus. — Roessl.
Yierz. p. 405 (305) im Nachtrage. Die Raupe bei Darm-
stadt auf Zwetschenbäumen. — Ders. Schuppflgl. p. 2t)4,
No. 1474. Selten und nur einzeln unter Jlyp. econymellus
Scop. um Evonymus europaeus, auch als Raupe. Diese ist
nach Ragonot (Ann. soc. d. Fr. 1879) kenntlich an den hoch-
gelb gefärbten 2 ersten Ringen. Zufolge E. Hofmann lebt
die Raupe ebenso an Schlehen unter Hyp. variabilis Z., nach
Anton Schmid auch an Z welschen, vgl. oben die Angabe des
Verzeichnisses.)
In unseren Rheiubergcn verbreitet, doch für gewöhnlich
selten. Aber am 19. Juni 1889 waren die Falter auf der bei
Ablabia Gouana L. beschriebenen Wiese um einen in ihrer
Mitte einzeln stellenden Evonymus-Strauch so gemein, daß vor-
wiegend von ihren Raupen der ganze Busch sich entlaubt er-
wies und nur noch ilie nackten Aestc in die Luft starrten.
Beide Geschlechter saßen an den Zweigen oder flogen um den
Strauch, ohne sich von dem Orte, der ihnen das Leben ge-
geben, zu entfernen. Von der um diese Zeit noch lebenden
Raupe des gemeinen Hyp. eroitynn'flus Scp. (cagnagellus Hb.,
cognateUus Tr.) fand sich an einigen grün gebliebenen Wurzel-
schößlingen nur eine vereinzelte Raupengesellschatl vor, welche
dieses völlige Zerstörungswerk, für das auch die Einzelraupe
des am folgenden Tage daselbst frisch ausgegangen gefundenen
Jlyp. plumbeJIns 8. V. nicht in Betracht kam, nur zum ge-
ringsten 'riicile v«'rscliuld«'t haben konnte. Da ich an jenen)
Tage Eile halte, so nahm ich nur eine beschränkte Zahl von
Faltern mit in der Voraussetzung, das augenblicklich nicht zu
Aendernde an jedem Tage wieder gut machen zu können.
Allein schon am 20. Juni waren die ,3 durch den Flug ge-
schädigt und nur noch die 4. frisch; auch ließen sich viel
weniger Falter erblicken als Tags vorher.
Stett. entomol. Zeit. 1895.
29
Hatte ich gelioftt. den J889 so willkommenen Fang im
nächsten Jahre wiederholen zvi können, 80 fand ich mich, als
ich zu geeigneter Zeit nachsah, um womöglich in den Besitz^
der Raupe zu gelangen und aus ihr den Falter zu erziehen,
unangenehm enttäuscht: die gesuchten Raupen fanden sich
gar nicht vor und nur wenige Puppen, die sich als zu dieser
Art gehörig erwiesen. Statt dessen zeigte es sich, dali an
die Stelle des Hypon. irrorellus diesmal die Evonjmus-Uaupe
getreten war, welche in einer ganzen Reihe von Gesellschaften
an dem Husche nagte, ohne daß es indessen weder damals
noch seitdem je wieder zu einer völligen Entblätterung ge-
kommen wäre: der Strauch, der im Juni 1889 schon aus der
Ferne durch seine Kuhlheit aufgefallen war, blieb in der Folge
stets grün; und nur wenn man näher hinzutrat, zeigten sich
einzelne von einer Raupenfamilie des gemeinen Hypon. crony-
melius abgeweidete Aeste. Den letzten Ii'rorellus-Schn\ctter-
ling erzog ich um 30. Juni 1891, also im Vergleich zu dem
1889 so massenhatteu Auttreten nur zwei Jahre Jspäter.
Die Puppe unserer Art ist übrigens nicht ganz schwarz,
wie oben nach Roessler angegeben; vielmehr sind die ersten
lliuterleibssegmente gelb und nur auf dem Rücken mit je 2
schwarzen Flecken verselieu. Alle übrigen Theile: Kopf,
Rückenscliild, Flügelscheiden und die letzten zusammen-
geschobenen Segmeute des Hinterleibs sind schwarz. Durch
diese so prägnante Färbung unterscheidet sich, uanz abgesehen
von ihrem viel früheren Vorkommen, die zudem un verhüllt
liegende Puppe unserer Art von der in ein weißes (iespinnst
eingekapselten ganz honiggelben Puppe des als Raupe an dem
gleichen Strauche lebenden Hypon. evonymellus * ).
14. Nemotois minimellus S. V.
(Hein II, 2^ 1, p. 86. Sehr verbreitet, die Raupe auf Scabiosa
.uccisa. — Rocssl. Verz. 8. 323 (223), No. 1348. Die S
f;(ud icii in der zweiten Hälfte des Juli und im August öfter
'■) Dai; die Ecoiiiiniclhis-\la.\i\w. auch die in uiiöcrcii Rheinbcrgcu
überall wachsciiden Weichselljüsche bewohnt, hat schon Ruesslor im
VeraeichniU Ö. 825 (225), No. 1360 und in den 8chiippenllii<:lcru
ö. 264, No. 1472 angemerkt. Kineii Unteröchied /.wischen den von
Evouymus und Prunus uiahaleli erlogenen Schmetterlingen, deren llaupoii
ich wegen des Hi/iimi. imtlidlcl i-lliis streng von einander abgesondert
hatte, kann ich nicht aul'linden: auch die Falter von dem zuletzt ge-
nannten Strauch sind unverkennbare lli/pon. evoui lucllus. Da alle
Mühe, den Hyjjon. maluilvlnllus hier aulzutreilten, i»is jetzt nur ein
negatives llesnltat geliefert hat, sd wird man wohl annehmen dürfen.
dal5 diese Art bei uns fehlt, trotzdem wir andere, dem Süden anj^e-
hörige Arten unserer Fauna zuzählen dürfen.
Sfctt. entoinol Zeit. 1K95.
30
auf Blütheii des Tanaeetum vulgare, die V ^^'i^ denen der
Seabiosa sueeisa in Wiegen. — Ders. Scluipi)flgli p. 272,
No. 1542. Einzeln und selten auf Succisa pratensis.)
Diese bei uns seltene Art war nur lfc93 an einer Berg-
lehne des Leiselfeldes, oberhalb des Spiiznacks, zwischen Len-
nig und Loreley, und am Rande des dortigen Wiesencomplexes
vorhanden, damals aber öfter. Die Schmetterlinge, im Sonnen-
schein leicht auffliegend und sich rasch dem Auge entziehend,
saßen ebenfalls auf Scabiosen, wie es auch die anderen
Autoren fanden. Aber meine Beobachtimgen über die Flug-
zeit stimmen gar nicht mit Roesslers Angaben, der die letztere
viel zu spät ansetzt: von den 2 ^^ in deren Besitz ich 1893
gelangte, ist das späteste am 15. Mai gefangen, das erste noch
früher, und ich sah die Art gar schon um den 7. Mai —
also zu einer Zeit, wo an die bei uns sonst zuerst auftretende
Nemotois - Avt^ an den dem Minimellus ähnlichen Nemot.
DumonlieUus Dup., welcher sich um Mitte Juni einzustellen
j)flegt, noch niclit zu denken war. Bringt man nun auch die
außergewöhnliche und anhaltende Wärme des damaligen Früh-
lings in gebührenden Anschlag, so bleibt doch die starke Ab-
weichung meine)' Beobachtungen über die Flugzeit von den
Angaben Anderer auftauend. Dennoch gehören meine Exem-
])lare bestimmt zu dieser Art, da von Heinemanns Beschrei-
bung völlig auf sie paßt: sie führen, von anderen Merkmalen
abgesehen, den für Nefiiot. minimellus charakteristischen kurzen
schwarzen Strich auf der vorderen Mittehippe der Vorder-
ilUgel nahe der Wurzel.
15. ■•' Lita proclivella Fuchs.
(Stett. ent. Ztg. 1886, p. ü8).
Ich gebe in dem Folgenden die Beschreibung der Raupe:
Größe 6 mm, rundlich, blaß grünlicligeli) oder graugrün-
licli, glasig, Kopf und Nackenschild gelbbräunlich, letzteres
dunkel gefleckt. RücUenlinie gerade, zusammenhängend, roth-
biiiunlich; Nebenrückenlinie viel dicker und plumper, in den
Gelenkeinschuitten ist diese verdünnt, dagegen in der Mitte
der Segmente seitwärts verdickt, wodurch sie etwas gezackt
erscheint. Ihre Farbe ist ebenfalls rothbräunlich. Eine dritte
fleckenartige Linie von gleicher Färbung durchschneidet die
Seilen, Jedes Segment führt auf dem Rücken 4 schwarae,
mit je einem kurzen, borstenförmigen, aufwärts gerichteten
Härchen besetzte Warzen, die, wenn man ihre Verbindungs-
linien gezogen denkt, die Eckpunkte eines Paralleltiapezes
Stell, entomol. Zeit. 1895.
31
bilden würden; und zwar .>ind die vorderen Wärzchen ein-
ander irenäliert, sodaß also iiire Verbindungslinie die kürzeste
der beiden Parallelseiten bilden würde. Die auf solsche Weise
in der Idee vorhandene Figur wird von der Rückenlinie
dnrchschnitleu : je eine vordere und eine hintere Warze stehen
in dem Räume zwischen der Rücken- und der Subdorsal-
oder Nebenrückenlinie.
Die Raupe ist äußerst (lU('htig und läßt sich, wenn in
ihrer Wohnung gestört, sehr geschickt au einem Faden nieder,
indem sie sich hin- und lierwindet, um zu entweichen. Ich
länd sie in verschiedener Größe den 29. Juni. Erwachsen
waren sie Anfangs Juli. Die aus den zusammengesponnenen
Blattenden der Nährpflanze gebildeten Raupenwohnungen sind
um diese Zeit von ansehnlicher Größe, an beiden Enden zu-
gespitzt und an den Absinthbiischen, an denen sie ausschließ-
lich gefunden werden, leicht wahrzunehmen. Zum zweiten
Male finden sich die Raupen gegen Mitte Oktober, gewöhnlich
schon erwachsen; bei günstiger Witterung leben einzelne, die
um diese Zeit noch klein sind, bis in den November. Di«-
von der zweiten Raupengeueration stammenden Puppen über-
wintern und liefern die Schmetterlinge je nach der Beschaffen-
heit des Frühjahrs früher oder später im Mai. z. B. 1892
vom 22. — 28. Mai, 1891 aber (Mst Anfangs Juni. Diese sind
von Uta halonella H.-S., welche nach Manu bei Wien auf
Arlemisia campestris lebt, sehr verschieden, wie mir ein von
Staudinger auf meine Bitte zur Ansicht erhaltenes Pärchen
dieser .Art, das luis Lederers Sammlung stammte, bewiesen hat.
16. Xystophora (Doryphora) pulveratella H.-S.
(Hn. II, 2, 1, p. 300. Bei Wien im Juni und Juli; von Hof-
mann bei Marksteft Ende Aj)ril und im Mai erzogen, die
Raupe an Coronilia varia und Medicago sativa im September
und Octobcr. - - Rocs^l. Verz. p. 31.5 (24.5). No. 1500.
(ielechia pulveratella U.S. Anfangs August bei Biebrich selten.
— Ders. Schuppflgl. p. 298, No. 1797. Doryphora pulvera
tella H.-S. Sclimetterling Ende April und Anfangs August
bei Biebrich und Mombach).
Sie muß im Gebiete des Mittelrheins weiter verbreitet
sein, als bislier angenommen wurde, da ich auch hier ein
frisches Stück fand (im Rieslingberge). Also von Mombach
(das auf dem linken Rheinufer liegt) abwärts wohl noch au
anderen günstig gelegenen Stellen zu beiden Seiten des Stromes
in seiner nächsten Umgebung.
Stett. enfomoU Zeit. 1899.
32
17. Xystophora (Doryphora) sepicolella H.-S.
(Hein. II, 2, 1, p. 304 und 305. Bei Wien im Juni. — -
Fuchs, Statt, ent. Ztg. 1886, p. 70).
Von dieser schon früher am südlichen Abhänge des Len-
nig gefangenen und mir von Wocke bestimmten Art traf ich
neuerdings wiederum an derselben Stelle im Juni ein Jrchöues
Stück, das zu Heinemanns oben citirter Beschreibung so guti
stimmt, daß auch Hering, dem ich es vorlegte, seine Zugehörig-
keit zu Xysthophora sepicolella anerkannte.
18. * Xystophora (Doryphora) rumicetella Hofm.
(Hein. 1. e. p. 306. Bei Prag im August, die Raupe minircnd
in den Blättern von Rumex acetosella Ende Juli und Anfangs i
August).
Am südlichen Abhänge des Lennig, also an derselben
Stelle, woher ich auch die Vorige habe, iing ich in früheren
Jahren einige Stücke einer Xystophora-Arl^ die nach einem
mir durch Herings Güte mitgetheillen Exemplare der Xystophora
rumicetella Holm, zu dieser Art gehören. Da meine Stücke,
wenn ich mich recht erinnere, im Juni flogen, so müßte man
in diesem Falle wohl an eine doppelle Generation denken,
die Roessler ja auch für Xystoph. pulrerafella H.-S. behauptet
(cf. die Citate zu No. 16).
Auch diese Art ist eine Bereicherung unserer Fauna.
19. Anacampsis remissella Z.
(Hein. II, 2, 1, j>. 314. Bei Regenshurg und Wiesbaden im
Juni. — Roessl. Verz. p. 344 (244). Bei Biebrich und Mom-
baeh in der ersten Hälfte de.^ Juni. — Devs. Schupptlgl. p.
298, No. 1795, wo die Angabe des Verzeichnisses wieder-
kehrt mit dem Zusätze: ..Raupe vielleicht an Onouis'').
Sie ist in unseren Rheinbergen an felsigen, mit Moos
und Kräutern bewachsenen Orten allerwärts verbreitet, z. B.
um die Felskuppen des Leiselfeldes, des Hcimhachthaies und
des Lennig, und fliegt, was bisher nicht bekannt ge-
wesen zu >ein scheint, zwi-imal im Jahre, wenigstens bei
uns: um Mitte Juni (z B. noch am 21. 6. 93) und Je nach
der Sommerwärme von der zweiten Woche des August an
bis Anfangs September.
Früher war auch mir nur die y'r^i^ Generalion bekannt,
die ich alljährlich zur oben angegebenen Zeit um die Fels-
kupjten des Leiselfeldes einzusammeln pflegte, wo die Falter,
tlie bei Tage entweder gar nicht oder nur selten aufgcscheuohL
Stell. CDiüiiiol. Zeit. 1805.
33
werdoii küuueu, mit Einbiucli der Dämmerung, nielit IVülier,
freiwillig aus Moos und niederen Pflanzen auftauchen und
dann zalilreicli sind. Aber am 1. September 1893 sah ich
an den Herglelinen dt-s lleimbacbthales wälirend der Dämme-
rung kleine F'alter uniherlliegen, die sich, als ich den ersten
einting, schon in dem trüben Lichte als zu dieser Art
gehürig erwiesen. Die 3 mitgenommenen sind etwas düsterer
gefärbt als die Glieder der ersten Generation, aber sichere
Anac. remissella. An den folgenden Abenden blieben die
Versuche, die Falter auf dem Leiselfelde in Mehrzahl ein-
zufaugt'u, erfolglos; aber 1894 traf ich die zweite Generation
wiederum zahlreich, diesmal im Lennig, wo die Schmetter-
linge gegen Mitte August an mehreren Stellen flogen, doch
nur an besonders günstigen Abenden. Einzelne waren um
diese Zeit schon beschädigt, so daß sieh die oben festgestellte
Flugzeit ergiebt.
Wenn man eine genügende Zahl von Exemplaren bei-
sammen hat, so erkennt man, daß die Art recht veränderlich
ist. Einzelne Stücke, und zwar aus jeder der beiden Geue-
rutiüueu, stimmen so gut zu Heinemauns Beschreibung der
Auac. vetusteUa H.-S. 1. c. p. 314 und 315, daß ich mit
Heinemann in dieser Anac. celustella nur eine dunkle, schwarz-
braune Form der Jiemissella sehen kann, ohne das lebhafte
Lehmgelb, welches gewöhnliehe Exemplare an der Wurzel
der Vorderflügel in ziemlicher Ausdehnung führen. Es kom-
men aber auch, und zwar ebenfalls unter beiden Generationen,
SlUcke vor, welche in entgegengesetzter Richlung variiren :
Die gruui)raune Färbung der Vorderflügel ist bei ihnen auf
wenige Spuren vor dem Saiime eingeschmnkt, sodaß solche
Stücke, da auch ihre Flügelwurzel nur schwach oder gar nicht
lehmgelb ungeilugen ist, ein ziemlich eintöniges Aus.^ehen
iiabeu: lieht gelblicligrau mit wenig vortretender Zeichnung
1111(1 etwas brüiiuliclier Kinnnsehung gegen die Flügelspitze hin.
Koesslers in den Schuppeullüglern au.'<gesprocheue Ver-
muiliuug, daß die Raupe vielleicht auf Ononis leben möge,
ist nur ein Ratlien. welches gewiß nicht der Wahrheit enl-
-priclit.
20. ^' Anacampsis ligulella Z.
(lifin. 11, 2, I. |). ."jld und 'l[7. N erbreitet, im Juni und
Juli: die Kuiipc im .Mai an Lotus eorniculatue).
Obwohl nu'ine ersten Slüekc, die i«-li von dieser Art hier
fand, den Namen von Koesslers eign(,'r Hand beigeschrieben
zeigen, ist die Art. (»ircubar aus Versehen, in den Schuppeu-
Sietl. ciiioiiiol. Zeit lb90. Q
34
flüglern doch übergangen; ich reihe sie dalier an dieser
Stelle unserer Fauna ein. Neuerdings kamen im Juni 1892
auf kräuterreiclien Triften nahe beim Dorfe wiederum oini«e
Exemplare vor.
21. Oecophora (Lampros H.-S.) lambdella Donov.
(Hein. II, 2, 1, p. 383. In Sachsen, Mecklenburg, Oesterreich,
bei Fraukfiirt a. M., Raibl., im Juni. — Roesnl. Verz. p. 41(5
(316), No. 181j5 auf der letzten Seite der Nachträge. Die
Form Lambdella (Joch hier irrthünilich als Lunaris bezeichnet,
wiewohl diese bereits auf p. 351 (251), No. 1548 abgehan-
delt worden ist) von doppelter Breite der Flügelspannung im
Vergleich zu der bei Wiesbaden nicht seltenen Oec. Metz-
nerella Tr. und wohl eigne Art, Mitte Juni 18(i7 bei Hessloch
am Waldrand. — Ders. Schuppflgl. p. 280, No. 1618 unter
Oecoph. lunaris Hw. Die größere Form Lambdella Donov.
fand ich Mitte Juni an alten Sarothamnus-Öträuchern sowie
an einem alterskranken Baume von Cytisus laburnum, an
letzterem auch Uebergäuge zu jMiiaris Hw. ).
Ich fand sie bis jetzt nur einmal: am 3. Juli 1894
(frisch) im Rieslingberge, aber mit charakteristischer Breite
der Hinterflügel, während die viel kleinere und mit ganz
schmalen Hinterflügeln versehene Oecoph. lunaris nicht gar
selten ist und sich ebensowohl an dem morsch gewordenen
Geländer meines Hausgartens fand wie in unsern Rheinbergen.
Roessler. der bei Abfassung seines Verzeichnisses noch
au Artversehiedeniieit gedacht hatte, zieht in den Schupi)en-
flüglern Oecoph. lambdella Donov. als Varietät zu Lunaris Hw.,
weil er an einem im Absterben begriffenen Goldregenbaume
Uebergänge zwischen beiden gefunden zu haben glaubt, v(»r-
züglich in Hinsicht der Größe. Da mir das auch von Roessler
als maßgebend anerkannte Charakteristicum einer echten
Oec. lambdella: die breiten Hinterflügel, hiermit noch
nicht beseitigt zu sein scheint, so schließe ich mich der iui
Verzeichniß geäußerten Auffassung, die auch von Heinemann
theilt, au.
22. Ochromolopis ictella Hb.
(Hein. II, 2, 2, p. 413. In Süddeutschlaud und der Schweiz,
im Juni bis August. Die Raupe an Thesium monlanum im
Mai. — Roessl. Verz. 410 (310) in den Nachträgen auf
Grund der Beobachtungen des Frankfurter Anton Schmid.
Bei Frankfurt a. M. selten. Anfangs August gefangen. Die
SteU. entoinol. Zeit. 1895.
35
Raupe nach Hofmaun im Mai in den zusammengesponnenen
Endtrieben des Thesium montanum und pratense. — ■ Ders.
Schuppflgl. p. 320, No. 2003. Den Sclimetterling fing ich
am 25. Mai 1871 auf einer Waldwieise bei Wiesbaden.)
Sie i!?t in unseren Rheinbergen auf Wiesen, z. B. auf
den öfter citirten des Leiselfeides, und an kräuterreiehen
Rainen verbreitet und rückt sogar bis nahe an's Dorf heran.
Nachdem ich Hnksseitlich von dem in den Lennig führen-
den Weg, kaum einige Schritte liinter den letzten Häusern,
schon am 23. Juni 1891 ein schönes ,^^ welches um Sonnen-
untergang an einer kräuterreiehen Stelle flog, gefangen hatte,
sammelte ich ein Jahr später, vom 7. — 11. Juni 1892, eben
hier nach und nach ein Dutzend meist frischer Exemplare
beiderlei Geschlechts. Die später an verschiedenen Stelleu
des Leiselfeides getroffenen waren schou abgeblaßt, wobei das
Orange der Vorderflügel verloren geht und die Thiere kaum
kenntlich bleiben. Meine Beobachtungen bezüglich der Flug-
zeit stimmen also im Ganzen zu Roesslers citirter Angabe,
während mir die Frankfurter Angabe für ein frisches Exemplar
zu spät gegriffen scheint, wenn man nicht etwa, was aller-
dings noch zu ermitteln wäre, und durch Heinemann-Wocke's
Bemerkung wenigstens nicht ausgeschlossen Avird, an eine
zweite Generation denken will.
Da bei uns nur Thesium pratense vcirkommt, nicht aber
montanum, an welchem die Raupe in der Schweiz gefunden
wird, so muß sie sich hier zu Lande an der erstgenannten
Thcsium-x\rt genügen lassen.
Die hiesigen Schmetterlinge stimmen mit den von Zeller
erhaltenen, welche bei Bergün gefangen sind, überein.
23. "^ Cyphophora (Laverna) idaei Z.
(Hein. 1. c. p. 416. Besonders in bergigen Gegenden, Ende
Mai und im Juni. Die Raupe an Epilobium angustifolium, in
der Wurzel und im weichen Stengel junger Pflanzen).
Einige Exemplare dieser von Roessler auch in den
SchuppenflUglern noch übergangenen großen Art fing ich Ende
Mai und zu Anfaug des Juni an den heißen Berglehnen des
Leiselfeides und auf dem sich anschließenden Wiesencomplexe,
wo das von Heinemanu als Nahrungspflanze der Raupe an-
gegebene Epilobium einzeln wächst.
SieU. enlomol. Zeit. 1895. 3
36
24. Tinagma perdicellum Z.
(Hein. II, 2, 2, p. 511. Verbivilet, im Juni und Juli. —
Roessi. Verz. 357 (257), No. 1590. Scliwärmt üt'lei' gt^sellig
von Mitte Juni bis Mitte Juli im Walde um Erdbeeren, auch
im otleuen Felde au Rainen um Potentella cinerea. In diesen
PHauzon dürfte die Raupe zu tiuden sein. — Ders. ScliiippÜgl.
)). 324, No. 2029, wo die Anjiaben des Verzeichnisses wieder-
liolt werden, doch mit Auslassung des Passus über die Raupe,
bezüolich deren nur bemerkt wird: Raupe unbekannt).
Sie ist auch bei uns im Felde an kräuterreichen Rainen
ailtiemein verbreitet, und fliegt den Juni liindurch, gewölmlich
in den letzten Strahlen der Abendsonne. Sie kann aber auch,
gleich den au den gleichen Orten lebenden Bvtalis Artcn^ mit
noch größerem Erfolge, als wenn man nur auf die freiwillig
lliegenden Falter achtet, mit dem Netze geschöpft werden.
Fuhr ich an solchen Orten, wo die Falter, wie ich wußte,
zu linden waren, mit dem Netze mehrmals über das Gras
hin, um dann nachzusehen, so saßen fast stets Falter darin,
zuweilen gar mehrere, auch wenn ich freiwillig lliegeude
vorher nicht bemerkt hatte. Auf diese Weise habe ich es
1892 dabin gebraclit, daß meine Sammlung mit dieser hübschen
Art reich Hell versehen ist.
25. Butalis flavilaterella Fuchs.
(Stott. cnt. Ztg. 1886, p. 71).
Vom 5. — 1(1. Juli 1889 Hng ich am >U(i westlichen Ab-
hänge des Lennig um Helianthemum vulgare, bekanntlich eine
Pllanze, welche die Raupen mehrerer lUilalideii nährt, sccli>
frische :r i'U<J am 14. .\ugust 1S92 auch am .-üdlicheu Ab-
hänge des Lennig noch ein .^chon geflogenes 4: einer Butalis
Art, deren Vorderflngelzeichnung sie in die Gruppe der Bat.
hnochella Fabr. zu verweisen schien: sie führen aus der
Wur/el eine mehr oder weniger deutliche matt \\ eißlichgelhe
Strieme; zwiscjien ihr und dei- Spitze steht ein kleiner weiß-
licher Fleck, in der Spitze sflhsl eine Art gelblicher Winkel,
der aber nicht völlig ausgebildet ist. l)ie Grundfarbe der
Vorderllügel ist diejenige des Bul. jUicUatcrella J, iler Vorder-
rand der Vorderflügel ist aber von der Basis aufwärts aul-
fallend steil gebogen. Der Hauch ist in den Seiten scharf
gelblichwciß, längs der .Mitte bis vor das letzte Glied (also
niciit bis zur Spitze) hräunlichgrau. Zu keiner der Heschrei-
bungen, die Heinemann von den Arten dieser Butalis G\u^\ni
entwirft, |(assen meine ICxeniplare: Bang-Haas, dem ich die
Siett. cnloiiiol. Zeil. 1S95.
37
sechs Stück mit der Bitte um seiue Angabe vorlegte, neigte
zur Annahme einer neuen Art; da aber ihr Fundort die Stelle
ist, wo zu derselben Zeit Butalis JlamlatereUa q fliegt, und
da ich erstens bis dahin nie das zu dieser Art gehörige ^
hatte finden können — die eine Zeitlang dalür gehaltenen
erwiesen sich längst als zu einer andern bekannten Art g-e-
hörig — und da ich zweitens trotz aller seit 1889 auf-
gewandten Mühe an der Fundstelle nie eine männliche Butalide
trat', welcl'.e so wie die beschriebenen $ gezeichnet wäre, so
ist der Schluß unabweisbar, daß meine Stücke nicht eine
neue Art bilden, sondern die so lange gesuchten $ zu But.
flavilaterella ,^ vorstellen, die sich auch um Sonnenuntergang,
wenn die ,j freiwillig fliegen oder wenigstens leicht auf-
gescheucht werden können, zweifellos sehr verborgen halten,
weil ich außer dem am 14. August 1892, also sehr spät im
Sommer, noch gefundenen $ seitdem kein Stück mehr auf-
zutreiben vermochte. Ist meine Schlußfolgerung richtig, so
wird Butalis Jlacilaterella in eine auffallende Parallele zu der
bekannten But. cuspidella gerückt, die ein Bindeglied zwischen
den zwei von den Autoren bei diesem Genus unterschiedenen
Gruppen mit und ohne Vorderflügelzeichnung bildet und
wegen ihrer Eigenthümlichkeiten an die Spitze der zweiten
Gruppe gestellt wird: während Cuspidella in beiden Ge-
schlechtern neben gezeichneten Stücken ganz zeichnungs-
lose hervorbringt, lernen wir in But. ßavilaterella eine Art
kennen, die im männlichen Geschlechte immer zeich-
uungslose und im weiblichen immer gezeichnete
Vorderflügel hat! Durch diese Eigenschaft werden die zwei
bisher üblich gewesenen Gruppen des Genus Butalis noch
mehr, als es schon durch Cuspidella geschehen war, über
den Haufen geworfen; denn es gehörte danach das ,^ eigent-
lich in die erste Gruppe und das ^ in die zweite. Da man
aber diese Trennung unmöglich durchführen kann, so muß
But. Jlacilaterella ihren Platz folgerichtig zwischen beiden
Gruppen augewiesen erhalten und noch vor But. cuspidella
zu stellen kommen, zu welcher sie übrigens trotz der vorhin
geltend gemachten Parallele in keinem Abhängigkeits-
verhältnisse steht, wie die weißliche Vordertlügelstrieme
der weiblichen Flamlaterella ausweist: diese entspringt näm-
lich aus der Wurzel des Vorderflügels und läuft in der
Falte hin, während bei (Uispidella der Basalfleck vom
Vorderrande ausgeht und in schräger Richtung bis an die
Falte zieht. Also muß But. Jlacilaterella mehr sein als etwa
eine streng durchgeführte dimorphe Form der Cuspidella.
Slolt. cntoiiiol. Zeit. 18'J5.
38
Die weißgelben Bauchseiten heben sich bei dem $ unserer
Art immer scliarf ab, bei dem ,^ ist der Fleck, von welchem
der Name hergenommen ist, zu Lebzeiten des Thieres am
deutlichsten: man kann ihn dann last immer gut .«eben. Durch
das Eintrocknen des getödteten Insekts reduzirt er sich oder
geht ganz verloren; es kommen aber atich lebende Schmetter-
linge vor, welche den Fleck nicht zeigen, und da man diese
doch nicht nach einem Merkmal, das sie nicht haben, das
also für sie kein Merkmal ist, Flavilaterella nennen kann, so
ist es zur Vermeidung von Irrthümern, die sonst hei Bestim-
mung der Art gewiß nicht ausbleiben, vielleicht gerathen,
solche Stücke als var. ,^ immaculata zu bezeichnen (mit
ungefleckter Bauchseite).
26. Coleophora Alcyonipennella Koll.
(Hein. II, 2, 2, p. 548. Verbreitet, von Mitte Mai bis in
den August, Die Raupe im Frühling bis in den Juni an
Centaurea- Arten. — Roessl. Verz. 3G6 (266), No. 1059.
Einige Male im Mai gefangen. — Ders. Schuppflgl. p. 310.
Der Schmetterling noch Mitte Mai einzeln auf grasigen unbe-
bauten Orten).
Sie kam, von einem vereinzelten Funde in einem der
70er Jahre abgesehen, nur 189.'i vor, war aber damals schon
vom 15. April an einzeln vorhanden und seit dem 26. April
in allen in unsere Rheinherge eingezwängten Wiesen! hälern
bis herauf gegen das Dorf hin so gemein, dab ich, mit dem
geöffneten Netz über das Gras hinfahrend, zuweilen ein halbes
Dutzend schöner Exemplare abstrich und unmöglich alle, die
zu haben gewesen wären, mitnehmen konnte; ja auch von
den mitgenommenen spannte ich schließlich nach getroUener
Auswahl nur noch die ganz tadellosen. 1894 sah ich da,
wo sie im Jahre vorher so gemein gewesen, die Art gar
nicht mehr, obschon ich auf sie Acht hatte — weniger in
der Absicht, neue Exemplare einzusammeln, was nicht nöthig
war, als zur Bereicherung meiner Beobachtungen. Daraus
folgt, daß jenes massenhafte Auftreten 1898 nur eine Folge
der außergewüluilich günstigen VVitterungsverhältnisse, vor
Allem des warmen Vorfrühlings (vgl. dazu die oben citirte
Angabe von Heinemanns über die Erscheinungszeit der Raupe)
gewesen sein kann. Ist dieser Schluß richtig, so ergiebt sich
aus ihm auch ein Rüekschliiß auf das große Gewicht der
die Entwicklung der Falterarteu schädigenden Einflüsse
und daraus wieder die rechte Antwort auf die Frage, warum
.Sielt, enlomol. Zeil. 1805.
39
von mancher wertlivolK'ii Art. obwohl ihre -;_ zahheiihc Eier
lepen, nur .«o wenige Exemplare gefunden werden, d. h. warum
die Art selten ist.
27. Coleophora leucapennella Hb.
(Hein. 1. e. p. 555. Ziemlich verbreitet, im Mai, Juui; die
Raupe an den Samen von Ljchnis viscaria. — Roessl. Vei'?:.
369 (269), No. 1679. AlbifusceUa Z. bei Mombach im Mai
und No. 1680 Leucapennella Hb. (die zusammen geliören)
zu Hachenburg von Seheuck gefunden. — Roessl. Schuppflgl.
p. ri08, No. 1887. Bei Mombach und Hachenburg. Der
Schmetterling im April, Mai).
Roessler hat meine ihm gelegentlich mitgetheilten Beobach-
tungen, nach denen die hiib.sche Art auch bei uns vorkommt,
in den Schuppentlüglern nicht verwerthet und nur die alten
Angaben des Verzeichnisses wiederholt, d. h. die im Ver-
zeichnisse für zwei vermeintliche Arten gemachten Angaben
gichtig combinirt. In Wirklichkeit ist Coleoph. leucapennella
auch bei uns am südlichen Waldtaume des Lennig, wo Lychnis
viscaria später ihre brennend rothe Blüthenpracht entfaltet,
gar keine Seltenheit; und da diese Pflanze hier am Rhein
weiter verbreitet ist, so kann kein Zweifel sein, daß» auch
Col. leucapennella diese Verbreitung mit ihr theilt. Die Flug-
zeit des Schmetterlings bestimmt Roessler in den Schuppen-
flOglern richtig, wenn er ihn schon im April auftreten läßt:
ich fand gegen Ende dieses Monats zuweilen schon Exemplare,
die nicht mehr brauchbar waren.
28. '■■' Coleophora genistae Stt.
(Hein. 1. c. p. 559. Bei Hannover von Glitz und von mir
(Wocke) in Schlesien gezogen, Ende Juni und im Juli. Die
Raupe bis Anfang Juni an Genista anglica und pilosa).
Zu den zwei von Wocke angeführten deutscheu Fund-
orten tritt nun auch unsere Rheingegend hiuzu: Anfangs
September 1891 flogen auf der den südlichen Waldsaum
des Lennig begrenzenden Haide, wo ich schon früher eine
wahrscheinlich noch namenlose, den zu Rathe gezogenen
Autoritäten unbekannte größere Art dieser Verwandtschaft
gefangen, mehrere frische Exemplare, welche sich von einem
durch Hering's Güte erhaltenen französischen Stück der Col.
genistae Stt. in nichts unterscheiden. Die Nahrung ihrer
Raupe kann nur in Genista pilosa bestanden haben.
SteU. entoinol. Zeit 181)5.
40
Die ganz erliebliclie Differenz, welche zwifcheu Wockes
Angaben über die Flugzeit und meinem eignen Funde bestellt,
muß auffallen.
29. Coleophora vulnerariae Z.
(Hein. 1. e. p. 569, Verbreitet, von Ende Mai bi> Juni. Die
Raupe in Antbvllis vulneruria bis Mai. — Roc^tl. Verz. 367
(267), Fliegt Mitte Mai zahlreich gegen Sonnenuntergang um
die Blüthen von Cytisus sagittalis und ruht auf ihnen, sodaß
ich die Raupe daran vermuthe, obgleich der Sack nach Zeller
auch an Anthvllis vulneraria leben s^oli, die an den hiesigen
Fundorten fehlt. — Der». Schuppflgl. p. 30(). No. 1894, wo zu
den aus dem Verzeichniß heriibergenommenen Worten nur der
Zusatz gemacht wird: Hier war alles Suchen nach der Raupe
vergeblich).
Sie ist bei uns um Mitte Mai au allen warm gelegenen
Rainen und Abhängen, die mit Cytisus sagittalis bewachhcn
sind, die gemeinste Coleophora, sodaß man ^\a für gewöhnlich
nicht mehr mitnimmt — wolier mag es nur kommen, daß
sie in die neueste Staudiuger-Bang-Haas- Liste .so hochpreisig
eingestellt ist? Den Vermutliungen Roesslers über die Leltcns-
weise der Raupe schließe ich mich an.
30, '■- Coleophora albidella H.-S.
(Hein,-Wk. 1, c. p. ."»83. No. !)11. am Schlu.^seJ.
Diese bei Roessler nirgends erwähnte Art oder Form,
welche Wocke a, a. 0. sowohl als Sack wie als Schmetter-
ling im Unterschiede von Col. anatipennella Hb. gut gekenn-
zeichnet hat, ist auch bei uns heimisch, wiewohl, soweit es
bis jetzt scheint, nur als Seltenheit: aus 2 Säcken, die ich
im Mai 18b9 au die Zweige eines Saalweidenbusche.«, fest-
gespounen fand, erschien der einzige Schmetterling, breittlüg-
liger und daher ansehnlicher als die von Cotnneaster erzog<>nen
Stücke der Col. anatipennella Hb., den 24. Juni. Zur ße-
urtheiluug der von Wocke angezweifelten Artrechte reicht
dieses geringfügige Material natürlich nicht aus.
31. Coleophora robustella n. sp.
Schon 1879 ting ich auf dem OdinsnaoU, lÜ Minuten
vom Dürfe entfernt, eine ganz frische Coleopiiora aus der
»Vt7e/j^//rt Gruppe, auf welche sich keine der von Heinemann-
Wocke zu den Arten dieser Gruppe gegebenen Beschreibungen
beziehen läßt. Zeller. dem ich sie zur Meinungsäußerimg vor-
Stett. enluiuol. Zuit. 1S95.
41
legte, erklärte sie iür eine daliio gehürige ueue Art. Das
Stück blieb lange Jahre iu meiner Sammlung vereinsamt.
Nachdem ich aber, den 13. Juni 1891 auf den sonnigen Ge-
filden des Leiselfeldes 2 uud 8 Tage später, den 21. Juni,
un den Abhängen des Heimbachthales ein weiteres Stück er-
beutet hatte, sandte icli 2 meiner 4 Exemplare, die sämmtlich
ganz tVi.-ch sind, gelegentlich an Herrn Bang-Haas ein, welcher
Zellers Ansicht beipflichtete mit dem Hinzufügen, daß die Art
in der Staudinger'schen Sammlung nickt vorhanden sei.
Col. robustella ist vor allen Arten der S ilenella-G niytpe
durch ihre Größe ausgezeichnet, bezüglich deren sie diese Art
weit überragt, sowie durch ihre dunklen Hinterflügel (und
Hinterleib;, welche bei keiner Verwandten so dunkelgrau sind
wie bei ihr.
Vorderflügel 9 — 10 mm lang, breiter als bei der zunächst
verwandten Col. silenella H.-S., aber von ähnlicher Färbung:
licht lehmgelblich, nicht bräunlich, mit einer weißen, bis an die
VorderrandiVauzen reichenden und vor diesen verschmälerten
Vorderrandslrieme und breiten, wenig bestäubten weißen
Linien. Die Franzen sind V(m der Färbung der Flügel, die
am Vorderrand stehenden haben eine lichte Spitze, oberhali)
des Hinterwinkels sind sie grau, Hiuterflügel dunkelgrau, ihre
Franzen wenig lichter, besonders am Vorderrande. Das End-
glied der Palpen kurz und spitz, weißlich, das zweite Glied
oben ebenfalls weißlich, unten kurz und dicht gelbbräunlich
behaart, sein eng anliegender Busch erreicht fast die Spitze
des letzten Gliedes. Fühler weiß, bräunlich geringelt, am
schärfsten vorn, gegen die Spitze hin nur verloschen. Hinter-
leih dunkelgrau mit lehmbräunlichem Afterbusch.
32. Coleophora simillimella Fuchs, eine gute Art.
(Fuclis. Stelt. rnt. Ztu. 1881 p. 407 ff. — Herinu, Stett. «Mit.
Ztg. 1893 p. 112).
Herr Major Hering theilte in dieser Zeitschrift eine brief-
liche Aeußerung des Herrn Dr. Wocke über Col. simillimella
mit, aus deren Begründung heivorgeht, daß Herr Dr. Wocke
bei meinem Urlheile diese Art nicht vor sich gehabt haben
kann. Bei dem Gewichte, das dem ürtheile eines Kenners
wie Wocke zukommt, ist die Richtigstellung eines ihm trotz-
dem untergelaufenen Irrthums um so dringender geboten.
Wocke bochreibt, um darzuthun, daß Col. simillimella
Fuchs identisch mit Col. artemisiae Mhlg. sei, 2 Formen des
Raupensackes der Artemisiae: eine Form, bei welcher der
Sack, wie allgemein bekannt, mehr oder weniger in einer
S'elt. cniomol. Zei». 1895.
42
Hülle abgenagter Samentheilclien steckt, und eine nuckle
Form, die jeder, der die Col. artemisiae sclion erzogen liat,
auch kennen wird. Diese letztere, al?o nackte Form, erklärt
Wocke iilr den Sack der Col. simillimella; und wenn nun
au.s diesen Säcken Schmetterlinge schlüpfen, von denen ge-
sagt wird, daß sie von Col. artemisiae Mhlg. nicht zu trennen
seien — wen wollte das Wunder nehmen? Es kann Ja gar
nicht anders sein: aus den zu einer Art gehörigen Kaupen-
gäcken müssen sieh auch Schmetterlinge ein und derselben
Art ergeben. Aber die Deductionen des Herrn Dr. Wocke
leiden an einem Grundfehler, und dieser ist entscheidend:
Col. simillimella Wk. 1. c. ist nicht Col. simillimella Fuchs.
Die letztere ist eine ganz verschiedene Art, die nicht einmal
in die nächste Verwandtschaft der Col. artemisiae Mhlg. ge-
hört, sondern anders wohin.
Der Raupensack der Col. simillimella ist nie von den
Samentheilchen der Raupe umgeben, weder im ersten noch
im letzten Stadium seiner Entwicklung, also auch nicht so,
daß er, wie Wocke will, erst nach der Ueberwinterung nackt
würde; sondern er ist stets mit einem lichtgrauen Filze
bekleidet und der Länge nach gestreift; dieser Filz
ist aucli nach der Ueberwinterung noch sichtbar, der Sack
ist also nie nackt, der Mund 1—2. Durch alle diese Merk-
male unterscheidet sich der Rau])ensack der Col. simillimella
von denjenigen der Artemisiae Mhlg. so völlig, daß, wenn
man nur beide Arten wirklich vor sich hat, eine Verwech-
selung undenkbar ist.
Als Schmetterling ist ja Col. simillimella der Artemisiae
ähnlicli, aber das sind eben alle Arten dieser Gruppe untei^
einander. Trotzdem lassen sich auch die Schmetterlinge der
zwei verglichenen Arten unterscheiden und zwar auf den ersten
Blick durch ilire verschiedene Fiirhung, die bei Arte-
misiae stark in Grau zieht, bei Simillimella dagegen viel
lichter lehmgelblich ist Außerdem iülirt Col. simillimella auf
den Vorderflügeln breitere weiße Linien, die unter dem
Vorderrande zusammenfließen und nur sparsam dunkel
bestäubt sind, was bei Col. artemisiae in viel rpicherem Maße
der Fall ist*). Durch das Aulgclührte wird Col. simillimella
*) Ich besitze Col. inirtufsnic Mhljr. vom Autor selbst und von
hier. "Nach Keniitnißnnluix.- des von Wocki- abiregebemn Urtheils er-
bat ich von Baii<;-Haad 2 SU'u-k ans <ler mir sti ts mit großer Liberalität
zur Verfüguurr gestellten so unifaiigieicben Standingerschen Sammlung
und erhielt daraufhin ein v(jn Wocke selbst mit gewohnter Eleganz
prhparirtes Stück, dessen Raupensack ohne Umhüllung ist, und ein
Sloll. enliiniol. Zeit. IS'^S.
43
von der letzteren Art so sehr getrennt, daß sie trar in eine
andere Verwandtschaft zu stellen ist, nämlieli zu Argentula Z.
oder noch besser zu Succursella H.-S. und Absinthii Wk.,
Arten, denen sie i*i der Grundfarbe und dem reichlicheren
Weiß uleiciit, von welchen sie sich aber, ganz abgesehen von
den so unähnlichen Raupensäcken dieser Arten, auch als
Schmetterling wieder trennen läßt. i;. .
Es ist nach dem Gesagten ganz undenkba;i-:j Öa'ß Wocke,
als er an Hering so, wie dieser niittheilte, schiieb, die wirk-
liche Col. simillimella, wie ich sie seiner Zeit in dieser Zeit-
schrift bekannt machte, vor sich gehabt haben kann. In den
Sammlungen der Microlepidopterologen mllssen also Schmetter-
linge als zu meiner Art gehörig geiührt werden, die ich nicht
als Col. simillimella anzuerkennen vermag. Slaudinger hat
diese Art nie von mir zum Weitertausch erhalten, weil ich
sie überhaupt nicht in solcher Anzahl zog. Die ersten Stücke,
die er offerirte, waren ihm, wie er mir auf meine Anfrage
mittheilte, aus Frankfurt a. M zugesandt, also wohl von dem
inzwischen verstorbenen Mühlig, der danach den Irrthum
verschuldet haben könnte. (Vgl. Jahrg. 1881 d. Zeitschr.
p. 469, wo nachgewiesen wird, daß Mühlig auch schon früher
diese Art verkannte.) Um so erwünschter ist es, daß ich
gerade im letzten Herbste (1894) durch consequentts He-
klopfen der Artemisia absinthium ein halbes hundert Raupen
zusammenbrachte, sodaß ich, wenn ihnen der strenge Winter
nicht gescliadet hat, hoffen darf, den Interessenten im nächsten
Herbste die wahre Col. simillimella miitheilen zu können.
Die Raupe war 1894 nur auf Wermuth zu finden, nie auf
Artemisia campestris, an deren Blüthen und Samen ich sie
in einem der früheren Jahre auch einmal in Mehrzahl ge-
troffen hatte. Sie ist Ende September und Anfangs Okiober
erwachsen, also zu einer Zeit, wenn die ylHemisiae-Raupe
noch in ihrer Blüthenknospe steckt und mit dieser Umhüllung
umherkriecht, ohne ihren Sack schon gebildet zu haben.
Dieser findet sich bei uns erst 3 Wochen später. Ich habe
seine Entwicklung 1894 gut beobachten können, da ich von
Artem. campestris eine Anzahl Säcke dieser Art einsammelte;
aber es waren hier nur Col. artemisiae vorhanden.
von Eppelsheiin lierriihrendes, dessen Raupeneack die bekannte Be-
kleidung führt. Hiernach ergeljen sich die ol)en kurz namhaft ge-
machten Unterschiede, die sirh aber auch schon auf Grund der gut
gerathenen Beschreii»ung der Col. arlimisinc Mhlg. in Ileincmann-
Wocke II, 2, 2, p. 610 feststellen lassen. Von CW. simillimella ver-
gleiche ich 10 Exeniplarc.
Steif, entomol. Zeit. 1895.
44
Demgemäß erscheint Col. simillimella aucli als Schmelter-
ling frülier im Jalire, und zwar scliou im Juni, während
Artemisiae erst Ende Juli und im August ausbchlüpl't. Roess-
1er, der übrigens die Erscheinun^szeit der Raupe für unsere
Gegend zu früh angiebt (vgl. Schupptigl. p. 314, No. 1950),
erhielt den Artemisiae FeMer am 3. August 1876 aus der
Puppe. Wockes Stück (s. oben) führt auf der ihm beigegebenen
Etikette die Bemerkung 7. 78, das Eppelsheimsehe giebt aucli
über den Erscheinungstag Gewißheit: 30. Juli.
33. "' Elachista festucicolella Z.
(Hein. II, 2, 2, p. 473, No. 721. bei Glogau Ende Juni.;
Sie ist hier an gra.sigen Rainen verbreitet und lindet sich
sogar in der Nähe des Dorfes, aber bis jetzt selten. Wocke
giebt a. a. O. im Vergleich zu meinen Beobachtungen «lie
Flugzeit zu spät an: meine Exemplare sind gegen Mitte Mui
gefangen, z. B. 11. 5. 93, und beweisen durch ihre Ueber-
einstimmung mit Wockes guter Beschreibung die Richtigkeit
des mir von Bang-Haas gegebenen Namens. Aber vielleicht
gilt von unserer Art dasselbe, was von der nächstverwandten
EL argentella Clerck (ci/gnella Tr.) gilt, die eine lange Flug-
zeit hat; denn diese letztere lindet sich bei günstiger Witte-
rung schon Ende April, um ohne Unterbrechung bis tief in
den Juni vorzuhalten. So früh scheint Festucicolella niciit
aufzutreten; wenn ihre FluGzeit dufUr länger dauerte, so würde
dies der Gewohnheit ihrer sie an Größe ganz erheblich über-
ragenden Verwandten nur entsprechen.
34. ^ Elachista pollutella H.-S.
(Hein. 1. c. p. 474 und 47."). No. 72(>. In Oesterreich, im
April und Mai).
Nach Bang-Haas" Bestimmung.
Ich habe aus hiesiger Gegend 4 Exemplare, die um Mitte
Mai 1893 an den grasreichen Berglehnen des Leiselfeldes ge-
fangen sind.
Auch diese Art ist eine Bereicherung unserer Fauna.
35. Elachista anserinella Z
(Heiu.-Wk. I. c. p. 47(5 und 477, No. 7o(». In Böhmen und
bei Wien, im Mai und Juni. — Roessl. Verz. j). 383 (2g3j.
Bei Dotzheim einzeln in der ersten Hallte des Mai au Wald-
rändern; auch hinter der Walkmühle bei Wiesbaden. — Ders.
Schuppllgl. ]). 3'.i(), No. 2050. In der ersten Hälfte des Mai
an Waldrandern. Raupe unbekannt).
Stell, enldinol. Z,-U. 1S95.
45
Obwohl sclioi) das Verzeicliiiiß diese Art als bei Wies-
baden vorkommend kennt, so werden doch, wie aus dem
ersten der obigen Citate ersichtlich, in dem viel später er-
schienenen, von Wocke verfaioten Schlußbande des Heinemaun-
scheu Werk&s nur Wien und Böhmen als ihre Heimat ge-
nannt. Sie ist aber auch in unseren Rbeinbergen an crras-
reichen Waldrändern, z B dem südlichen Waldsaume des
Lennig, und an ebensolchen Berglehnen, z. B. an denen des
Leiselfeldes, allgemein verbreitet und an günstigen Abenden
kurz vor und während der Dämmerung bi.'^weilen so häutig,
daß icli sie in dem Wunsche, mir den Raum für andere
Arten nicht zu versperren, mitzunehmen verschmähte. Der
in der Stand ingerschen Liste fortgesetzt beibehaltene höchste
Preis spricht nicht dafür, daß sie anderwärts so verbreitet
\\\u\ Imufig sei wie bei uns in der Rheingegend.
36. •' Elachista collitella Dup.
(Heiu.-Wk. 1. c. p. 476, No. 783. Bei Wien. Regensburg,
im Juni).
Ein den 1. Juli 1892 an einem grasigen Raine nahe dem
Dorle gefangenes Stück wird von Bang- Haas zu dieser Art ge-
zogen. Seitdem kam sie nicht wieder vor.
37. Trifurcula serotinella H.-S.
(Hn.-Wk. 1. c. p. 726, No. 1166. Bei Regensburg zu An-
fang des Juli an Cjtisus. — Roessl. Verz. j). 395 (295j,
No. 1872. Anfangs Juli IStiij auf einer freien Waldfläche
mit besonders reichem Pflanzen wiicli.s gegen Sonnenuntergang,
1866 den 12. Juni ein frisch entwickeltes ,j an Cytisus
.sagittalis. 186 7 zaidreich um die Pflanze lliegend. — Ders.
Schu[)pll. p. 3o5, No. 2167. im Juni nicht selten um Cytisiis
sagittalis und daran ruhend. Die Raupe zu linden oder aus
eingetragenen Pllanzen den Schmetterling zu erhalten, gelang
bis jetzt nichtj.
Die BL'Obachtung der um C'vtisus sagittalis lliegendeu
Tii/urcula- Arien der schwierigen /'«//«rfe/to-Gruppc hat mich
in den letzten Jahren zur Flugzeit dieser zarten Thierchen
vorwiegend beschäftigt. Als ich 1879 das erste Exemplar,
das erst seit 1891 vi(?Ie (ienossen gefunden hat, zulallig iing,
gab Zt'ller, dem ich es .schickte, naclidem er die Unterschiede
von der zunächst steht-nden Tri/. palUdella Z. erörtert lialte,
sein Schlußurtheil dahin ab: mir ganz unbekannt; und wie
mir. so wird es noch mehreren ergehen: ich erkläre sie für
Stelt. entomnl. Zeil. 18P5.
4f>
neu. lu diet^er VermuthuQg täuschte er sicli nielit: auch
Wocke und Frey, denen ich mein Exemplar vorlegte, pflicli-
teten bei, der erstere mit dem ausdrücklichen Anfügen, daß
es Trif. serotinella H.-S., auf die ich hingewiesen, nicht sei.
Trotzdem trug iih Bedenken, mich diesem Urtheile hervor-
ragender Autoritäten anzusehließen, sondern mußte Roessler,
der dieselbe Art, die ich vor mir hatte und jetzt in einer
langen Reihe von Exemplaren in meiner Sammlung führe,
von HerrichSchaefter selbst als Trif. serotinella H.-S. bestimmt
erhielt, in seiner Ueberzeugung Recht geben, daß wir hier
nichts anderes als eben diese Herrich-Sclmeflersche Art besäßen,
und dies um so mehr, als auch Wockes a. a. 0. nach
Herrich -Schaefler gegebene Beschreibung ganz auf unsere
Exemplare paßt. Es scheint mir danach nicht angänglich,
Trif. serotinella H.-S., wie neuerdings von Wocke geschieht,
zu Trif. immundella Z. zu ziehen, die eine ganz verschiedene,
mit dem, was wir hier unter Berufung auf Herrich-Schaetfers
Autorität als Trif. serotinella H.-S. ansehen, nicht zu ver-
wechselnde Art ist. Hätte Wocke Recht, so wOrde ja nach
Zellers ürtheil unsere Art neu benannt werden müssen: aber
es bliebe in diesem Falle unerklärlich, wie eine Art, die Her-
rich-Schaeffer irrthümlicher Weise als seine Art anerkannte,
mit Wockes auf (rruud Herrich-Schaefferschen Angaben ge-
machten Beschreibung der Trif. serotinella H.-S. stimmen kann.
Ich halte also mit den Herren Dr. Staudinger und Baug-
Haas, welche die Art in den letzten Jahren von mir erhalten
und verschickt haben, für Trif. serotinella H.-S. diejenige
Art, die Herrich - SchaelVer meiuem verstorbenen Freunde
Dr. Roessler als diese bestimmt und Wocke a. a. 0. so
kenntlich beschrieben hat, daß kaum etwas hinzuzufügen ist:
„Wenig über halb so groß wie Pallidella, noch bleicher, die
Fühlermuschel weiß, die Vnrderflügel wenig gelblicher mit
einzelnen breiteren dunkleren Schuppen, besonders au der
Wurzel der Franzen.'*- Das stimmt alles so gut zu unseren
Exemplaren, daß an ihrer Zugehörigkeit zu der Art, die liier
als Trif. serotinella gekennzeichnet wird, nicht gezweifelt
werden kann. Faßt man die eiuzelueu Worte der Beschreibung
genauer ins Auge, so erkennt man, daß der i^usdruck:
dunklere Schuppi^n besonders an der Wurzel der Franzen,
auf eine gewisse Veränderlichkeit der vou Herrich SchaefFer
beschriebenen Exemplare hinweist, wie sie an hiesigen eben-
falls beobachtet wird : ihre Beschuppung ist nicht ganz gleich,
aber niemals so dicht, daß dadurch die sehr lichte Grund-
farbe verdeckt würde. Auch die Größe wechselt etwas, aber
Stett entomol. Zeit. 1895.
stets bleibt Tri/, serotitiella weit hinter Pallidella ziirilck.
Danach ergeben sich als augenlallige Unterschiede von dieser:
ihre constaiite Kleinheit und noch bleichere Färbung.
Der Färbung der Kopfhaare, die bei Wecke a. a. 0, für
Serotinella so beschrieben werden: .,lehmgelb, in der Mitte
braungrau,*^ kann ich eine erhebliche Bedeutung darum nicht
zuerkennen, weil selbst frische Exemplare in dieser Hinsicht
nicht übereinkommen.
Das V, deren ich 7 habe, scheint noch unbeschrieben zu
sein ■■■'), da die citirten Angaben Herrich-Schaeffers nur auf
das j, nicht aber auch auf das andere Geschlecht passen.
Diese sind noch kleiner als die (^, einzelne kaum halb so
groß, also nur winzig, aber sie sind entschieden dunkler
gefärbt: ihre Vorderflügel blaß ockergclblich, grobschuppig,
also die weißliche Grundfarbe ganz durch grobe, ockergelb-
lichc Schuppen verdeckt, HintertlUgel grau, die Franzen an
di-r Spitze wenig lichter, Hinterleib duukelgrau.
Trifurcula serotinella war in den beiden Jahren 1891
und 92 an einem mit Cvtisus sagittalis dicht bewachsenen
Rain 5 Minuten vom Dorfe gegen Ende Juni bis tief in den
Juli an 2ünstigen Abenden bisweilen gemein; ihre Flugzeit
begann in beiden Jahren am 23. Juni. Seitdem ist sie an
dieser Stelle verschwunden. Dafür Hnde ich sie jetzt an
anderen Rainen nördlich des Dorfes, hier aber viel seltener,
so daß man schon manchen Gang thun muß, um nur ein
Dutzend Exemplare zusammenzubringen. Das $ habe ich seit
1892 überliaui)t nicht mehr zu Gesicht bekommen.
38. ■' Trifnrcula confertella n. sp.
Unter der Vorhergehenden flogen namentlich 1892 zu
Anfang des Juli, also später als Serotinella beginnend, einzelne
mit auflallend gelben Vorderflügeln ausgestattete Exemplare
beiderlei Geschlecht.s, die, bei gleicher Größe und gleichem
Bau mit Trifurcula serotinella H.-S., doch nicht mit dieser
An vereinigt werden können, wenn man nicht die Diagnose,
welche Herrich-Schaell'er von seiner Art gegeben hat, in einem
wesentlichen Punkte umstoßen und bei Serotinella Stücke
unterbringen will, die dieser Autor offenbar nicht unter seiner
Art befaßt hat. Betrachtet man diese gelben Stücke durch
eine gute Lupe, so erkennt man die Herkunft ihrer gelben
Färbung: der weißliche Gruudton der Vorderflügel wird durch
ziegelfbrmig gestellte ockergelbliche Schuppen fast ganz ver-
*) Eben dasselbe scheint auch von dem PaUidella ^ zu gelten.
Stelt. eutoiTiol. Zeit. 1895.
48
(leckt. Diese Schuppen sind an ihrem breiten Ende bisweilen
dunkel anfgeblickt, wodurch die Beschuppung grob erscheint.
Einen andern Unterschied von Trif. scrotinella habe ich an
dem männlichen Geschlechte nicht auftinden können; aber
das $ ist größer als dasjenige dieser Art und fast ebenso
groß wie das ,j^, während Serotinella ^. rücksichllicli der
Größe betmchtlich hinter seinem o zurückbleibt. Auch ist
es noch lebhafter ockergelb, so daß es, abgesehen von seinen
dunkehl Hinterflügeln und dem dunkelgrauen Hinlerleib, aucli
im Punkte der Färbung mehr mit seinem ebenfalls gelben rj
übereinstimmt, als dies bei den beiden Geschlechtern der Trif.
serotinella der Fall ist, die in Größe und Färbung sehr von
einander abweichen. Hang-Haas, dem ich 2 meiner q vor-
legte, wollte in ihnen sehr kleine Tri/. pullideUa Z. sehen;
aber nach 2 männlichen Exemplaren dieser Art, die mir Herr
Major Hering auf meine Bitte aus seiner Sammlung zur An-
,'<ieht mittheilte, können sie unmöglich mit der Zeller'scheu
Art vereinigt werden, von der sie sich constaut, ohne jeden
Uebergang, durch ihre auffallende Kleinheit unterscheiden.
Daß die Raupe der neuen Art ebenfalls an Cvlisus
sagittalis lebt, wie dies Roessler von der iSero^if/je//« Raupe
annimmt, ist nicht zu bezweifeln; gelänge es, die Natur-
geschichte beider aufzuklären, so würde sich am Ersten Sicher-
iieit über ihr gegenseitiges Verhältniß ergeben.
39. Oxyptilus Loranus n sp.
(Roessl. Veiz. p. 263 (_1()3), No. 8()7 unter Ox\ obsciirus Z.
Die P'xemplare von Lorch und aus dem Dcnnelbachthal bei
Wiesbaden sind vielleicht eine eigene Art? In der Gröiie
erreichen sie manchmal Uieracii, doch meist kleiner, graue
Farbe von Tristis. im Uebrigen mit Obsciinis stimmend, doch
ausgezeichnet durch die schwarze Begrenzung aller weißen
Zeichnungen nach dem Körper zu. Die Spitze der Hinlerfedern
im A'erhällnifc zu Obscurus in läniiercm Räume mit schwarzen
Seluipiieii beiderseits besetzt und überhaupt größer. — Ders.
Schuppllgl. [). 222. No. 1123 unter 0. parriilarlylus Hw.
{obscurus Z. ). Zwei meiner Exemplare sind größer und
haben an den Unterilügeln längere Hinterfedern, deren dunkle
Spitzen durch Weiß wie ein Köpfchen von dem größeren
dunklen Tlieile abgesondert sind. Dabei sind die weißen
(Juerstriehe der Flügel nach dem Köiper zu schwarz begren/.l,
wie auf Heirich-Schaeflers Bild von Maryincllus. Da sie nicht
weil von Teucrium scorodonia gefansen sind, so dürften sie
Stell. cnloiDol. Zeit. 18!>5.
49
entweder zu einer neuen, noch nicht bekannt gemachten, von
A. Schmid bei Regensburii als Raupe an Teucrium gefundenen
oder zu der als Schmetterling mir fremden englischen Art
Tencrii gehören).
Hiermit soll eine Art aus der Parvidactylus Y erwdndt-
schaft zu ihrem Rechte kommen, die wir hier zu Lande, d. h.
Roessler und ich, schon fast seit einem Menschenalter kennen.
Den besten Unterschied von Parvidactylus, dem die Art zu-
nächst steht, giebt Roessler im Verzeichniß an, indem er ihre
graue Färbung betont, in der sie mit 0. tristis überein-
stimmt. Leider ist in den Schuppenflüglern dieser Sachverhalt
wieder verdunkelt, insofern hier die graue Farbe, die doch
das wesentlichste Merkmal der Art ist, ganz unerwähnt bleibt
und auf Teucrii^ welche übrigens nicht bloß in England vor-
kommt,' sondern von Reutti und anderen Karlsruher Klein-
faltersammlern auch im Badischen gefunden worden ist, ge-
rathen wird. Tencrii ist es nach 2 badischen Exemplaren,
die ich der Güte des Major Hering verdanke, bestimmt nicht:
diese ist nicht bloß dunkler als Loramis, wie Bang-Haas, dem
ich 2 meiner 8 Exemplare zur Begutachtung einsandte, er-
widerte, sondern zeigt auch das entschiedene Rothbraun des
0. parvidactylus, das 0. Loramis eben nicht zeigt. Außer-
dem ist Tencrii größer.
Danach muß es zur Charakterisirung unserer Art bei
dem, was im Verzeichnisse als das Wesentliche angeführt ist,
verbleiben: 0. Loranus hat hei aller unleugbaren Verwandt-
schaft mit 0. parvidactylus doch stets die gleichmäßig graue
Färbung des 0. tristis ohne Beimischung von Rothbrauu.
Die Querbinden der Vorderflügelzipfel sind niemals rein
weiß, sondern gelblich, wodurch sie sich von der lichten
Färbung des Flügels lange nicht so scharf abheben wie bei
0. parvidactylus. Die schwarze Begrenzung wurzelwärts,
von der Roessler redet, sehe ich an meinen Exemplaren nicht;
sie ist also keinenfalls entscheidend. Auch die Größe giebt
keiuen Unterschied ab, da diese wechselt. Dagegen scheint
ein biologischer Unterschied zu bestehen, den Roessler nicht
kannte: 189H flog nämlich 0. Loramis zweimal im Jahre:
zum ersten Male um Mitte Mai und zum zweiten Male in
Mehrzahl nach Mitte August, während ich von Parvidactylus
nur am 18. Autru'^t 1803 ein unter dem Einflüsse der Sommer-
hitze vorschnell entwickeltes x traf, bei dem die Unregel-
mäßigkeit seiner Entwicklung schon in der auffälligen Klein-
heit, die es wie verkümmert erscheinen läßt, zum Ausdrucke
Stett. entonidl. Zeil. 1895. *
50
kommt: die August-Exemplare des Loranus dagegen stehen in
keiner Hinsicht gegen die im Mai gefangenen zurück.
Ueber die Verbreitung des 0. Loranus selbst in unserem
Gebiete kann, da Roessler die ursprünglichen Angaben des
Vei-zeichnisses in den Schuppenflüglern insofern eingeschränkt
hat, als er hier nur von 2 Exemplaren seiner Sammlung redet,
zur Zeit noch nichts Bestimmtes mitgetheilt werden. Daß
Koesslei' die Art bei Lorch a. Rhein gefangen, also in meiner
Nähe, weiß ich von ihm persönlich: die Zugehörigkeit der ans
dem Dennelbachthale stammenden Stücke muß ihm danach
später wieder zweifelhaft geworden sein. Zunächst wird also
nur gesagt werden können, daß sich 0. Loranus von Lorch
abwärts im Rheinthale findet. An eine andere Raupen-
nahrung, als sie für 0. parvidactylus konstatirt ist, denke ich
nicht: 0. Loranus, wenn auch nach den bisherigen Beobach-
tungen nur lokal vorkommend, hat doch keine im Vergleich
zu jenei" Art streng gesonderten Flugplätze.
40. • Oidaematophorus lithodactylus Tr.
(Hein.-Wnv. II, 2, 2, p. 799 und 800. Verbreitet, im Juli. Die
Raupe an Inula salicina).
Ein wohlerhaltenes $ saß Anfangs August 18B9 Abends
auf blühender Haide am westlichen Abhang des Lennig.
Früher nie weder bei uns noch in der Frankfurter Gegend
gefunden.
41, Leioptilus tephradactylus Hb.
(Hein,-Wk. 1. c. p. 80/i. Wenig verbreitet, im Juli. Die
Raupe an Solidago virgaurea. — Roessl. Verz. 400 (300)
in den Nachträgen: Mitte Juni an der Mainkur bei Frankfurt,
Raupe Mitte Mai an der Unterseite der Blätter von Virgaurea,
die sie durchlöchert. — Ders. Schuppflgl. p. 223, No. 1183.
Nach Anton Schmid wird die Raupe bei Frankfurt Mitte Mai
an Virgaurea gefunden).
In unserer Gegend an grasigen Feldrainen, wo Solidago
virgaurea einzeln wächst, selbst in der Nähe des Dorfes all-
gemein verbreitet, doch nie häufig. Die Schmetterlinge fänden
sich 1894 von der zweiten Juliwoche an, geflogene Exem-
plare 1893 noch im August.
Die hiesigen Stücke, von Baug-Haas für diese Art erklärt,
stimmen, besonders was die Piinktafion der VorderflUgel an-
Rtett. entomol. Zeit. 189&.
51
langt, nicht ganz mit der von Woeke am angeführten Orte
gegebenen Beschreibung.
42. Leioptilus carphodactylus Hb.
(Hein.-Wk. 1. c. p. 804 und 805. Verbreitet, über nicht
überall häutig, im Juni und Juli. Die Raupe an Conyza
squarrosa. — Roessl. Verz. p. 265 (165). Fliegt Ende Mai
und wieder im August. — Ders. Schuppflgl, p. 223, No. 1131.
Die Raupe bis Mitte Mai zwischen Blätter der Conyzu squar-
rosa eiugesponnen. Im Juli in den Astwinkeln der Stengel
eingebohrt, nach Eppelsheim auch in den ßlüthen, woselbst
auch die Puppe aufrecht stehend sich findet. Am Neroberg
an einer Stelle nicht selten. Schmetterling Ende Mai und im
August).
Obschon Roesslers Verzeichniß vor dem Schlußbande des
Heinemannschen Werkes erschien, so hat doch die in jenem
enthaltene Angabe von der doppelten Generation des L. car-
phoductylus, die wenigstens für unsere Gegenden zutrifft,
keine Verwerthung darin gefunden. 1894 zeigten die Falter
der zweiten Generation durchweg einen uutfälligen Unterschied
von denen der ersten: sie waren erheblich kleiner und auch
bleicher gefärbt. Da ein älteres $ der Sommergeneration,
welches ich von früher her in meiner Sammlung führe, diesen
Charakter ebenfalls trägt, so scheint derselbe constant. Doch
habe ich darüber keine weiteren Beobachtungen, da ich der
bei uns um Conyza verbreiteten Art seit langer Zeit erst
1894 wieder nachgestellt. Die Falter kommen gegen Sonnen-
unlergang freiwillig aus ihren Schlupfwinkeln hervor; man kann
sie um diese Zeit auch da, wo man sie eine Stunde vorher
noch nicht sah, in der Nähe der Nahrungspflanze ihrer Raupe
mit leichter Mühe zuweilen zahlreich einsammeln. Frische
Exemplare fanden sich bis zum 8. September.
43. Aciptilia baliodactyla Z.
(Hn.-Wk. I. c. p. 808. In den süddeutschen Gebirgen und
in der Schweiz im Juli. — Roessl. Verz. p. 265 (165),
No. 879. Die grüne, mit weißen Stachclhaaren besetzte Raupe
entdeckte ich Ende Juni 1861 auf dem Blatt von Origanurn
vulgare. Die Puppe wurde wie die eines Tagfalters an der
Spitze hängend befestigt. Der ziemlich seltene Schmetterling
erschien am 26. Juli. — Ders. Schuppflgl. p. 224, No. 1238,
wo die thatsächlichen Angaben des Verzeichnisses einfach
wiederholt werden, nur mit Weglassung des ein nicht moti-
virtes Urtheil enthaltenden Zusatzes: y,ziemlich selten").
Sfett. entotnol. Zeit. 1895. 4*
52
In unserem Gebiete bis jetzt nur je ein Exemplar bei
Wiesbaden und Bornich.
Roessler hat in den Schuppenflüglern bei seiner Wieder-
holung der dem Verzeichnisse entlehnten Angaben den Zusatz:
„Der ziemlich seltene*' sc. Schmetterling, weggelassen, da es
sich ihm ofi'enbar nur um ein einzelnes Exemplar, das er er-
zog, handelt, also der ganze Zusatz in diesem Falle nichts be-
deutet. Zu diesem in unserem Gebiete bisher vereinsamt ge-
bliebenen Stücke kommt nun ein zweites hinzu: am 2. Juni
1893, also schon früh im Sommer, fing ich in einem Wiesen-
thaie zwischen hier und Dürscheid, welches mir vorher auch
schon Phtheoch. (Conchylis) aeneana gegeben, ein frisches ;^,
welches sich von einem durch Roesslers Güte erhaltenen in
nichts unterscheidet. Wie der frühe Faugtag zu erklären
sei: ob durch außergewöhnliche Witterungsverhältnisse, wie
sie 1893 allerdings vorlagen, oder ob er auf eine doppelte
Generation der Falter hinweisen kann, bezüglich deren bei
Wecke nichts bemerkt wird: die Entscheidung über diese
Frage muß in Anbetracht des aus hiesiger Gegend nur un-
genügend vorliegenden Beobachtungsmateriales offen gelassen
werden.
üescriptions
of
new species of Phytophagoiis Coleoptera
Irom ihe
Indo- and Austro-Malayan-Kepons*)
Martin Jacoby.
Sagra abdominalis sp. n.
Entirely black, antenuae long, thorax not longer thau
broad, impunctate, the anterior angles thickencd, elytra sub-
opaque, linely and closelj punctured and wrinkled, abdominal
Segments clothed with yellow pubescence.
Mas. Posterior temora long and slender with a long
tooth near the apex, tibiae curvecl at the base, the apex with
a stout and long tooth.
Leugth 91/2 lines.
*) All the species described here arc cuntained in raj' coUection.
Stett. cntomol. Zeit. 1S95.
53
Head impuuctate except iiear tlie eyes, antenuae extea-
dinu to tlie niiddle of the elytra, black, third and fourth Joint
equal, tlie following gradually increasing in length, tliorax
slightlv broader than long, the sides slightly concave, the
anterior margiu nearly straight, the angles thickened in shape
of a round and thick tubercle, the surface extremely fineiy
punctured anteriorly and at the sides with a central groove,
scutellum narrowly traa&^verse, deeply concave at the base,
elytra deeply depressed within the Shoulders, rather closely
punctured with two rows of stronger punctures at the side§
and two or three narrow smootli longitudiual Spaces near
the suture intermediate. femora thickened, their tibiae strongly
curved.
Hab. Pura, Mount Ator (Doherty).
The Single male specimen eontained in my collection
ditfers in several particulars from any species of Sagra with
which I am acquainted, in regard to coloratiou it can only
be compared Avith 8. nigrita Fab. but the thorax in that
species is longer and without the anterior blunt tubercles,
the posterior femora in the present insect are elongate and
but slightly widened at the niiddle being of nearly equal
width, lastly all the abdominal segments are furnished with
a row ol' yellow thick pubescence whicii I have not seen
any other species to posess,
Macrolema longicornis sp. n.
Flavous, the basal joints of the antennae and the tibiae
and larsi steelblue, head with one, thorax with two piceous
spots, tinely punctured, elytra black with violaceous gloss,
strongly punctate-striate, the interstices sparingly punctured.
Length 4 — 4i|.) lines.
Of elongate, parallel and convex shape, the head nearly
impunctate, with a piceous spot on the vertex, flavous, the
apex of the mandibles and the terminal Joint of the palpi
black, antennae more ihau two-thirds the length of the elytra,
black. the basal joints metallic blue, third Joint shorter than
the fourth, the latter equal to the fifth in length, thorax
al»uul one half broader than long, narrowed at the base,
without distinct lateral margin. the anterior augles produced
outwards, the surface very sparingly and fineiy punctured,
flavous, with an obscure piceous spot at each side, scutellum
narrow and elongate. Ilavous. elytra with a shallow fovea
below the base and a deeper one below the Shoulders,
Stett. entomol. Zeit. 1S95.
54
violaceous-black, regularly punctate-striate, the inlerstices finely
punctured, underside and legs flavous, the knees, tibiae and
farsi steel-blue, claws simple.
Hab. New South Wales.
This is the second species of this apparently rare t>eaus
which has come to my uotiee, the lirst having been described
by Baly more than thirty years ago (Journ. of Entomol. 1861).
The present species does not differ in an}' way in regard to
structural characters l'rom the type but entirely in the colour
of the elytra, in the absence of the two deep thoracic foveae
and in other details. I received two specimens from Dr. Stau-
dinger, in one of them the head and thorax is without spots.
Lema sumbawaeusis n. sp.
Black, above flavous, thorax with a basal Iransverse
black band, elytra deeply punctate-striate, flavous with a trans-
verse subquadrate band before the middle and the apex, black,
basal joints of the antennae and the legs flavous.
Length 3 lines.
Head flavous, impunctate, very shining, the vertex not
divided, the lateral grooves deep, the space surrounding the
eyes, rugose, the latter very prominent, deeply notched,
antennae not extending to the middle of the elytra. black, the
lower four Joints flavous, the third Joint slightly longer than
the second but shorter than the fourth Joint, the tifth and
foUowing joints opaque, pubescent, the others shining^ thorax
not longer than broad, the anterior portion strongly widened,
deeply constricted below the middle, the sides strongly oblique,
the anterior angles furnished with a very small tubercle,
bearing a Single hair, the basal suicus deep, the space below
it in shape of a narrow trausverse band, black, the anterior
portion flavous, the disc with .'^ome rows of very minute
punctures- ehtra much broader at the base than the thorax,
slightly depressed below Ihe former, very deeply and rather
closely punctate-striate, the punctures rather liner posteriori}'
where the inlerstices are also costate, the disc flavous, with
a subquadrate band immediately before the middle and not
quite extending to the suture and the apex black; legs
flavous, the underside and the tarsi (the latter obscurely ) black.
Hab. Sumbawa.
Of. this pretty and peculiarly marked species. Iwo ?-peci-
mens are contained in my collection.
Statt, entomol. Zeit. 1895.
Eiiinolpidae
Aulexis phüippinensis sp. n.
P'iilvous, denselj pubesceut, apex of the antennae and
tlie elytra black, thorax not visibly punctured, elytra densely
clothed with golden yellowish pubescence.
Length 3 liues.
Head densely clothed with yellowisii pubescence, fulvous,
antennae slender, the lower t'our joints lulvous, the rest black,
third and fourth Joint equal, thorax twice as broad as long,
the sides with three distinet teeth, the surface clothed with
long yellowish hairs, obscuring auy punctuation, elytra
blackish, pubescent like the thorax, legs entirely fulvous.
Hab. Philippines.
This species does not agree with any of those diagnosed
bv Lefevre inhabiting the Philippine islands, it seems closely
allied to A. pnberula bat that species is described as haviug
the elytra lougitudinally chanelled at the sides and with black
tibiae and tarsi. In the preseut insect no eculpturing is
visible on account of the long pubescence; a single specimen
is contained in my coUection.
Fiomera ornik.tipennis u. sp.
Black, with whitish spots, thorax subcylindvicus, vugose
with two longitudinal whitish bands, elytra coavsely punctured,
the interstices convex, a spot at the base, a curved band
froni the Shoulder to the middle, two spots near the suture
and an annular mark at the apex, whitish, femora dentate.
Length 2^1 4 lines.
Head clothed with whitish scales occupying almost the
entire surface, clypeus without scales, black, linely punctured,
its anterior margin emarginate at the sides and at the middle,
labrum fulvous, palpi tlavous, antennae rather slender, exten-
ding nearly to the middle of the elytra, second and third
joints equal, following joints slightly longer, scarcely thickened,
thorax subcylindrical, without lateral margins, the sides slightly
rounded and widened at the middle, the surface rugose, black,
the sides with an elongate ringlike band composed of white
scales, scutellum small, its apex truncate, elytra slightly
widened towards the apex, the latter pointed, the entire
surface strongly rugose and deeply punctured, black, the
white spots composed of scales and arrauged in the following
way, a trausverse spot at Ihe basal margin, followed by a
roundish spot before and bv another below the middle, near
Stetf, enlomol. Zeit. 1895.
56
the öuture. au S shaped band placed on tlie Shoulder sending
off a short brauch at riiiht angles below the middle and
lastly a large ringshaped mark near tlie apex: uuderside aud
legs likewise but rather sparingly elotlied with whit^ scales,
femora rather loug. armed with a slrong tooth, claws bifid.
Hab. Flores (collectiou M. Oberthur and my own.)
I have received t%vo speeimens of tliis handsome species
froni M. Obevthur.
S,hyparida limbatipennis ^i*. n.
Piceous. the head. antennae. thorax and leg'^ iulvous,
thorax impunctate. elytra stmugly aud dosely puuctale-striate,
the iüterstice.-^ costate, black, the lateral and apical margins
narrowly fulvous.
Var. Elytra fulvous. a spot on the Shoulders and two
or three short stripes at the sides. black.
Length 2^1 o lines.
Head broad, tinely grauulale, fulvous, clypeus more
distinctly puuetured, separated from the face by a shallow
transverse groove, transverseh' subquadrate, labrum fulvous,
mandibles black, eyes very large, sinuate at the inner mar-
gin, antennae very short (^) not extending to the middle of
the elytra, fulvous, the second Joint proportionately long, but
elightly shorter than the third. following joiuts more elongate,
thorax twice as broad as long, of nearly equal width, the
sides strougly rounded, fulvous. the surface seulptured like
the ver^x of the head, scutellum fulvous, elytra scareely
perceptibly depressed below the base, black, very strougly
puuctate-striate, the punetures closely approadied, the inter-
stices strougly costate at the sides and at the apex, those at
the former place joined before the apex and abbreviated, the
extreme lateral and apical margins fulvous. uuderside i»iceous,
legs fulvous.
Hab. Australia. Cape York.
At tirst sight, the variety or the speeimens upou wliich
I look as such, seems to represeut aoother species. but I fail
to lind any other difl'ereuee than that of coloratiou; of eaeh
form I possess four speeimens. those with black elytra mar-
giued with fulvous, 1 have takeu for the type, in the variety,
of the black colour, notliiug is leü but two or three short
streaks at the sides of eaeh elytron and a small spot on the
Shoulder, the species may be kuown by the eutirely impunc-
tate thorax, costate lateral elytral interstices and system of
coloratiou. although the latter i.- probably subject to greater
Stett. entoinol. Zeit. 1395.
57
Variation llian is shown in the material before me, ihe sculp-
turing of tlie thorax cau also not always be relicd ou as
iu a Single speeimeu belouging to the variety. this part is
spariugly and finely puuctured, no trace of this being visible
in the eight otlier speeimens.
Rhyparida coriacea sp. n.
Piceous, the antenuae and legs fulvous, head linely
strigose throughout, thorax closely and more strough' punc-
tured. opaque, elytra dark fulvous very deeply and closely
liuuctate-striate.
Length 2^1^ — 3 liues.
Head opaque, brownish-pieeous, very fiueh' lougitudinally
strigose and punctured, the clypeus separated from the face
by a transverse groove, subquadrate, more strongly and less
closely punctured than the head, its anterior margin deeply
emargiuate at the middle, eyes ver}' large, labrum aud palpi
fulvous. auteunae extending beyoud the middle of the elytra,
fulvous, all the joints, with the exception of the shorter
second Joint, of nearly equal length, thorax twice as broad
as long; of equal width, the sides evenly rounded, the angles
not produeed, the surface very closely punctured at the sides,
more finely and remotely at the middle of the disc, piceous,
opaque, scutellum broad with a few fine punctures, elytra
without basal depression, fulvous, with closely approached
rows of deep punetures which get very tine near the apex,
the two rows below the Shoulders are abbreviated anteriorly
and posteriorly and of more irregulär shape, the interstioes
at the sides are also slightly costate, underside piceous, im-
punctate, legs robust, fulvous.
Hab. New Guinea.
Of this species I received two speeimens from Dr. Stau-
dinger, the opaque colour of the head and thorax aud their
sculpturing as well as the very deep elytral punctuation will
help to distingnish the species from its uumerous allies.
Rhyparida depressa sp. u.
Black, two spots on the head, the autennae aud the legs
partly fulvous, thorax flatteued, impuuctate, elytra finely
puuctate-striate, black, the sides and the apex more or less
flavous.
Leugth 3 lines.
Stett. entoinol. Zeit. 1S95.
58
Head impunctate iit the vertex, the latter witli (wo
briülit tlavoiis spott;, clypeus separated t'rom the face^ broad,
very linely punctured, its anterior edge btit slightly emar-
ginate, labrum lulvoiis, palpi flavous, antennae extending
beyoud the middle of the elytra, piceous, the base and apex
of each Joint pale, third Joint scareely shorter than the
folknving joints, thorax uearly twice as broad as long, the
sides rounded, the angles in shape of a small tooth, the
surface flattened, black, with some obsolete depression, not
pereeptibly punctured, scutellum scareely longev than broad,
impunctate, black, elytra rather flattened at the anterior half,
slightly widened and more convex towards the apex. finely
striate-punctate, black. the sides and apex more or less flavous,
interstices flat and impunctate, underside, the apex of the
femora and the tibiae and tarsi to a greater or smaller degree,
black, basal portion of the femora fulvous, the anterior ones
with a distinct tooth {,^).
Hab. Java, 8500 feet (Fruhstorfer).
This is a species of rather flattened shape and peculiar
coloration which was obtained by Herr Fruhstorfer at a high
elevation; the three specimens before me do not differ from
each other in any marked degree, the ehtra are finely striate
and the Striae scareely visibly punctured, this, their colour
and that of the head will help to distinguish the species: in
the female the anterior femora are unarmed.
Rhyparida iridipennis sp. u.
Obscure metallic greenish or aoucous, antennae fulvous,
head and the sides of the thorax reddish-cupreous, the disc
Temotely punctured, elytra deeply longitiidinally sulcate, the
interstices convex, the sutural und lateral mari:ins more or
less cupreous, legs piceous, unarmed.
Var. Above dark greeu, legs fulvous.
Length 3 lines.
Head impunctate, with a short central groove between
the eye.«, the latter very large, clypeus distinctly separated
from the face, wedgc-shaped, impunctate, labrum and palpi
fulvous, antennae long and slender, , l'ulvous, thorax twice as
broad as long, the sides rounded, the angles dentiform, the
disc sparingly impressed with iine punctures, tlie sides nearly
impunctate, scutellum very broad, uearly subquadrate, elytra
scareely pereeptibly depressed below the base, deeply sulcate
without punctures except at the sides where the sulci are
abbreviated below tlie Shoulders, tlie latter prominent: under-
Stett. «rntoMiol. Zeit. 189:..
59
side blackish, more or less stained with metallic L>veea or
aeueous as well as the femora, libiae and tarsi fiUvous.
Hab. Borneo.
Nodostoma stigmosum n. sp.
Piceous or more or less flavou;?, liead aud thorax rugo-
sely punetured, the sides of the latter subangulate, elytra with
deep basal depression, flavoue, with deeply punetured piceous
Striae, legs flavous, spotted with black.
Var. Elytra uearly black, the inavgins lighter.
Length 2 lines.
Head strongly rugose, flavous, more or less stained with
piceous, clypeus scarcely separated from the face, its anterior
edge concave, palpi flavous, antennae long and slender, fuscous,
the lower joints flavous at the bai^e, third and fourth joints
equal, thorax twice as broad as long, the sides angulate below
the middle, the entire surface strongl}' rugose-punctate with a
transverse groove near the anterior margin, the disc generally
piceous, the margins testaceous; elytra pointed at the apex
with a deep depression below the base, the Shoulders promi-
nent, the sides with a short oblique costa, the disc deeply
punctate-striate, the Striae of piceous colour, underside of the
same colour or varied with flavous, legs of the latter colour,
the apex of the femora, part of the tibiae and tarsi more or
less piceous.
Hab. Java, Gede Mountain 6000 ft. (Fruhstorfer).
A good many specimens were obtained by Mr. Fruh-
storfer at this elevation, it is a very distinct species well
distinguished by the piceous Striae of the elytra, although the
colouration is rather variable, specimens ocurring with partly
or entirely confluent Striae; the species is further distinguished
by the rugosely punetured head and thorax. I have preser-
ved the name given to it by the late M. Lefevre whose
untimely death prevented the description of the species by
this author.
Lindinia Lefevrei sp, n.
Obscure fulvous or piceous, head aud thorax closely
longitudinally strigose, elytra strongly longitudinally costate,
the costae flavous, spotted with black, the interstices closely
punetured.
Length I1/2 Hne.
Head fulvous, the vertex with lougitudiual ridges or
strigae, the clypeus not .-eparated from the face, strongly
Stelt. enfomol. Zeit. 18C»ö.
60
rusose, eyes with a iiaii(»\v sulcut, auleauae two-thiids tlie
length of ihe body, t'ulvoup, tlie terminal four or live joiuts
black, slightly tliickened, second Joint shorter than the third,
thorax twice as broad as long, the sides slightly rounded,
narrowed towards the apex, the surface rather eonvex and
subcylindrical. dark fulvous or piceous. entirely covered by
longitudinal strigae. the interstices dosely and strongly punc-
tiired, öcutellum somewhat raised, not louger than broad,
elytra eonvex, distinctly transversely depressed below the
base with about ten very strongly raieed longitudinal tostae,
generally of flavous colour, the interstiees strongly punctured
at the sides only, the others nearly impunetate, the costae
varying in colour, fulvous at the sides, tlavous and with
some black spots near the suture and at the base, below
fulvous, the breast more or less black, the four posterior
tibiae emarginate at the apex, claws bifid.
Hab. Philippine Islands.
The genus Lindinia was eslablished by Lefevre on some
Eumolpidae from the Philippine Islands, having the appearance
of a lihyparida or Nodostoma but differing in the deutate
femora and the shorter second Joint of the antennae, both
characters which do not seem to me to be sufficient for the
establishment of a new genus, since they are variable and
ofteu show iutermediate stages of development, I have never-
theless retaiued Lefevres genus for the present, L. Lefecrei
seems closely allied to L. cornigata Lefev. but differs
entirely in the sculpturing and colour of the elytra and
other details; the specimens before me have unarmed femora
which does not agree with the tApical forms. Three epecimeus
are contained in my collection.
Phytorus Fruhstorferi sp. n.
Testaceous, varied with black. head nearly impunetate,
Hnely granulate, antennae nearly as long as the body. tiiorax
strongly transverse, impunetate, black and testaceous, elytra
testaceous, longitudinally sulcate, the base with a transverse
depression, niore or less maiked with hiack, anterior femora
with toolli.
Length 2 iiuo.^.
Of ovale .>hape aud very variable in coloralion, the head
minutely granulate aud extremely finely punctured at the
Vertex, the latter black, the sides flavous. clypeus distinctly
separated from the face, wedge-shaped, srulptured hke the
head, eyes large, strongly indented. surrounded by a narrow
Stell, enioinol. Zeit ISHö
6t
sulcus; labrum fulvous, antennae nearly extendiog to the end
of the eljtra, the lower three joints fulvous, the others blaek,
each Joint with the apex fulvous, third Joint distinctly shorter
than the fourth, thorax rather move thau twice as broad as
long, the sides distinctl}^ narrowed towards the apex, .slighll}^
rounded at the base, uearl}' straight in front, the angles acute,
forniiug a small tooth, the surface with some very minute
and remotely placed punctures, the disc to a greater or
smaller degree black, the margins more or less flavous, scutellum
not longer than broad, its apex pointed, impunetate, elytra
with a shallow transverse depression below the base, sulcate-
striate, the interstices slightly eonvex, more so at the sides,
the eighth and ninth sulcus abbreviated anteriorly and
posteriorly, the elytral depression marked with a narrow
black band, more or less interrupted, the suture and the base
also spotted or marked with blaek, underside and legs black,
more or less marked with flavous, sometimes entirely of this
colour, the anterior femora with a small tooth, the anterior
margin of the thoracic episternum slightly eonvex.
Hab. Java (Fruhstorfer).
To be t^eparated from its allies by the length of the
antennae and the finely granulate head and thorax as well
as by the markings of the elytra.
Heteraspis borneensis sp, u.
Below obscure cupreous, above dark aeneous, antennae
black, the basal joints fulvous, thorax short and transverse
remotely punctured sparingly pubescent, elytra remotely punc-
tate-striate near the suture, the sides irregularly punctured,
pubescent iike the thorax.
Length 'S^j^ lines.
Of a dull aeneous colour, the head extremely linely
punctured and pubescent, the base of the antennae and the
clypeus anteriorly bright metallic aureous, labrum and palpi
fulvous. antennae long and slender, extending to the middle
of the elytra, black, the basal three joints fulvous, terminal
joints elongate, not thickened, thorax more than twice as
broad as long, rather short, the sides rounded, the angles
acute, the disc rather concex, remotely impressed with strong
punctures and clothed with short grey pubesccnce, scutellum
broadcr than long, subpenlagonal, elytra punctured Iike the
thorax, the {)unctuation arranged in rows near the suture.
more dosely and irregularly at the sides, the interspaces
Stett. entomol. Zeit. 1895.
62
spariogly clothed witli short grey pubeseence: legs violaceous,
underside obscure cupreons. clothed witli long pubescenee.
Hab. Borneo.
Tlie Single specimen which I possess of this species is
quite distinct from the majority of its oongeners, on account
of the verv linely punctured head and the remote punctuation
of the thorax, the width of the latter and the general dull
aeueous colouv of the upper surface in connection with that
of the lea:s ect.
Heteraspis celebensis sp. n.
Metallic green, clothed with long white pubescenee, basal
joints of the antennae fulvous, thorax subquadiate closely
rugose-punctate, elytra coarsely and closely rugosely punctu-
red, the interstices tinely punctate.
Leugth 4 lines.
Head tlat. closely obliquely strigose at the sides, witii a
short cupreous gioovc at the middle, the clypeus strougly
punctured, its anterior margin slightly eniarginate, labrum and
palpi nearly black, antennae black, the baeal Joint metallic
green, the following two joints fulvous. fhird and fourth
joints nearly equal, terminal joints bul slightly widened; tho-
rax tiansverse, subquadrate, the sides straight, the surface
with a distinct tubercle near the anterior angles, clothed
with long greyish pubescenee, ver}' closely rugose-punctate at
the sides, the disc closely but not rugosely punctured.
scutellum obscure cupreous, elytra much broader than the
ihorax. the Shoulders very prominent, the surface much more
coarsely and strongly punctured than the thorax, the inter-
stices also minutely punctured: underside and legs slightly
less metallic than tlie upper surface, scarcely punctured.
Hab. Celebes.
The specimens contained in my collection were examined
and named by Lefevie but not described to my knowledge;
the species is very closely allied to the well known H. hirtus
Eab. from which it seems to difler in the longer antennae
and the more strongly and rugosely punctured upper surface,
the general colour above is also less bright, of a darker green
and the thorax is but little metallic, owing to the dense
pubescenee; in one specimen the labrum is not black but
cupreous.
Stett entomol. Zeit. 1896.
63
Cleorina nigrita sp. u.
Black, tlie anteiiuae, tibiae and tarsi fulvout^, thorax very
deeply puoclured, tlie punctures elongate, coufluent at the
sides, elvtra deepiy punctate-striate the interstices costate at
the side^.
Leogtli i liue.
Head very remolely but strougly pimetured, the elypeiis
uearly ^mooth, labrum fulvouB, auteuoae slender, exteodiiig:
beyoud the base of the elytra, fulvous, the basal Joint piceous
above. thiid and fonrth joints equaL terminal joints scareely
thickeued, thorax twiee as broad as long, tlie sides stmighl,
slightly narrowed anteriorly, the surface deeply impressed
with oblong punctures, which at the sides are more or less
contluent and the interstices convex, the anterior margin is
accompaiued by a row of tine punctures, the base in front
of the seutellum nearly impunctate, scutellum broader than
long, elytra with a rather deep transverse depressiou below
the base, strongly puuetate-striate at the sides and within the
depressiou, tinely punctured near the sutuve, the Shoulders
very prominent, the interstices at the sides raised into three
or four strong iongitudinal costae, the tibiae and tarsi fulvous,
prosternum transverse, the base with some deep punctures.
Hab. Borneo.
Allied <o C. fukipes Lefev. (Notes Leyden Mus. Vol. XII,)
but diflering in the entirely black not greenish-aeneous colour,
the similar coloiired l'emora and the lateral costae of the
elytra: (\ fulritarsis Lefev. (Notes Leyd. Mus. Vol. IX) is
anotiier closely allied species but dilfers equally in colour, in
having the thorax densely punctured at the disc and in the
apex of the tibiae being fulvous only.
Abirus speciosus sp. u.
BeloM- metallic bluish, above bright reddish-cuj)reous,
head and thorax strongly punctured, elytra finely punctate-
striate near the suture; the sides strongly transversely rugose.
Length 8 lines.
Head strongly and closely punctured, cupreous, the
dypeus slightl}- separated from the face by a transverse
deprcssion, antennae purplish, the terminal joints broadly
tlatteued and dilated, secoud Joint ilavous; Üiorax twice as
broad as long, the sides strongly deflexed, the lateral margins
greatly rounded, rather strongl}^ produced at the middle, the
antei-ior angles acutely produced, posterior margin nearly
straight, the surface bright cupreous, the sides strongly and
Stett, entornol. Zeit. 1895.
64
closely punctured, the diso more finely so, the extreme lateral
margins metallic blue, scutellum as broad as long, smooth,
elytra with about six rows of line punctures at the inner
diso, the sides very strongl}' transversely rugoee, the lateral
margins metallic blue, rest of the surface bright aureou?;
underside and lege metallic blue and more or les!< purplish.
Hab. New Guinea.
I have preserved the name given to this species by
Letevre who had it for examination, it iß much distinguished
by the bright enpreous colour of the upper surface.
Corynodes hirsutus sp. n.
Metallic green, above cupreous, linely pubeseent, antennae
and legs purplish, thorax extremely closely and finely punctu-
red, pubeseent, elytra more strongly but as closely punctured,
finely pubeseent, the sides with an obsolete costa.
Length 4 liues.
Head wilh a deep central groove, very closely and
rather finely punctured, as well as the supra-ocular grooves,
clypeus transversely subquadrate, rugoseh^ punctured, man-
dibles black, antennae purplish, the last five joints broadly
flattened, the dilatation gradually increasing, thorax twice as
broad as long, of nearly equal width, the sides straight at
the base, rounded in front, the surface extremely closely and
rather linely punctured, greenish - cupreous, the interstices
closely covered with short greyish pubescence, scutellum
broader thau long, elytra with a deep transverse basal and
inlrahumeral depression, reddish- cupreous, punctured and
pubeseent like the thorax, the sides and the base more
strongly punctured, with a lougitudinal ridge from the Shoul-
ders to the apex, the lateral margin rather broad, transversely
strigose, bluish; legs purplish, claws appendiculate.
Hab. Borneo.
Tliere will he no difliculty to recognize this species on
account of the general colour and the short pubescence of
its Upper surface which is only possessed by another species
fC. Dohrni).
Corynodes sumbawaensis sp. n.
Metalhc purplish, above obscure greenish-purplish, head
and thorax coarsely and subremotely punctured, elytra without
depression, closely and strongly semi-regularly punetate,
claws bilid.
Length 41/2 li»es.
Stett. entomol. Zeit. 1895.
65
üf broad, oblong-ovate shape, the liead witli a deep
central groove, verv coarsely and subconfluently punctured,
the clypeue separated hy a deep groove, subquadrate, closely
and subrugosely punctured, its anterior edge nearly straight,
labrum black, antennae purpbsh, the last six joints broadly
tlattened, thorax one half broader than long, the sides nearly
straight, the anterior margin not produced at the middle, the
surface irregularly impressed with deep punctures, the margins
nearly impunctate, the interior of the punctures purplisli, the
ground colour greenish, elytra with an extremely obsolete
depression below the base, rather less strongly punctured than
the thorax except at the base, the punctures arranged in
irregulär closely approached rows, the interstices finely
aciculate, the sides more deeply and irregularly punctured;
underside and legs purplish, linely and closely punctured.
Hab. Sumbawa.
Corynodes Lefevrei sp. n.
Bright metallic green, antennae purplish, thorax long,
sparingly punctured, elytra depressed below the base, closely
punctate-striate, claws appendiculate.
Length li/o lines.
Head rather closely punctured, the clypeus separated
tVom the face by a deep groove, wedge-shaped, closely
punctured, labrum metallic green, antennae extending below
the middle of the elytra, purplish-blue, the terminal tive joints
l»roadly dilated. thorax scarcely one half broader than long,
Ihe sides very strongly deflexed anteriorly, the lateral margin
straight at the base, slightly i-ounded in front, the anterior
angles strongly produced; the anterior margin produced at
tlie middle, the.surface sparingly and rather finel}' punctured,
the |)unctures irregularly distributed, the sides entirely im-
])unctate. scutellum ]turi)li.--h, oblong, with a central ridge,
elytra parallel: transversely depressed below the base with
closely approached rows of tine punctures, distinct to the
apex, the sides plightly tuberculate below the Shoulders, inter-
mediate femora with a distinct tooth, the tibiae dilated at
the apex, clotlied with thick fulvous pubescence, prosternun»
broader than long, longitudinally strigose and punctured.
Hab. Java.
The thorax in this species is longer than in any of the
Eastern forms wilh which I am acquainted, this character, the
ßparing piinctuation and the tine and closely approached rows
nj punctures ofthe elytra will help to distinguish the species.
Siett. cntomol. Zeit. 1890. 5
66
Corynodes multicostatus s.}». n.
Below metallic blue, above aureous or brassy. thorax
transverse, coarsely punctured, elylra subquadrale, closely and
ßtronglj" punctate-striate, the interstices longitudinally costate
throughout.
Var. Entirel}^ violaceous blue.
Leugth 31/2 lines.
Of broadly subquadrate sliape, the head strongly but
not closely punctured, the clypeus separaled b}' a deep traus-
verse groove, blue or greeu, closely punctured, antcuuae
scarcely extending beyond the base of the thorax, purplish,
the terminal tive joints broadly flattened; thorax twice as
broad as long, short, the sides evenly rounded, the anterior
rnargiü not produced at the middle, the surface moderately
convex with a narrow anterior deep groove accoinpanying
the anterior margin, the diso coarsel}', irregularly and rather
closely punctured, the extreme sides nearly impunctate,
scutellum slightly longer than broad, elytra strongly convex,
with a shallow trausverse depression at the sides below the
Shoulders, witli about eighteen or twenty rows of deep, closely
approached punctured, all the interstices longitudinally costate,
the last ones moi'e strongl}' raised than the others: undorside
and legs entirely violaceous blue, claws appendiculate.
Hab. Borneo.
I know of no other species with which to coniparc the
present oue, the short snbquadrate shape, the equally short
antennae and the numerous elytra costae will help in its
recoguitiou, the male does not seem to differ exccpt iu the
slightly less strongly raised costae of the elytra; there are
four specimens conlaiued in my collectiou of which three
reprcseut the briglit metallic aureous form und tiic »»liier
the dark blue variety.
Corynodes rug^ipennis sp. u.
Metallic green, antennae purplish, head strongl}' and
closely, thorax more iiuely punctured, elytra closely rugose-
punetate and sparingly pubescent, subopaque.
Length 5 lines.
Of parallel and moderately convex shape, brighl green,
the head strongly and moderately closely pimctured, clypeus
transversc, very closely punctured, labrum metallic green,
anteimae not extending to the middle of the ehtra, the
terminal five joints broadly ilatteued, purplish, thorax twice
as broad as long, snbquadrate, the sides slightly rounded
Stett. entumol. Zeit lä9S.
67
before tlie middle. nanowly marginale as well as tlie anterior
and basal margin, tlie surface irregularly and subremolely
punetured, the margins with a row of vStronger punctures,
scutellum ratlier longer than broad, elytra elongate, much
broader than the thorax, very strongly and closely rugose
punctate, the interstiees wrinkled and ^paringl) clothed with
greyish hairs towards the apex, the sides with a narrow biit
strongly vaised costa not extending to the base nor apex.
Hab. Siam.
Of this species, much distiuguished by the eiitirely rugose
surface of the elytra five specimens are contained in my
collection.
Chrysochus siamensis sp. n.
Metallic green, the ba8e of the head purplish, thorax
coarsely punetured, with a round purplish spot on the disc,
elytra strongly und closely punctate-striate, the suture poste-
riorly, the lateral margins and a broad transverse band before
the middle, purplish.
Length 'S^l.^ — Jij^ lines.
Head strongly and closely punetured, the upper half
purplish, the lower one metallic bright green, the middle
with a longitudinal short groove, cly])eus not separated from
the face, more coarsely punetured, labrum fulvous, antenuae
black, the lower four joints fulvous, the basal Joint metallic
gi*een above, tliird Joint longer than the fourth, terminal
joints slightly widened, not extending to the middle of the
eh'tra. thorax twice as broad as long, of equal width, the
sides slightly lounded at the middle, straight at the base, the
disc convex, very strongly and rather closely punetured,
metallic green or brassy.^ the middle with a large purplish
patch, scutellum purplish, elytra very closely and rather
strongly punctate-striate, the punctures stronger at the sides
below the base, the suture from the middle to the apex with
a narrow posteriorly gradually widened purplish band, the
lateral margin broadly of the same colour and a similar band
placed transversely oblique before the middle and widened
towards the sides: the breast and legs metallic green, Ihc
base of the femora and the ubdomen purplish, claws bitid,
anterior margin of the thoracic episternum convex.
Hab. Siam.
Two specimens of this very handsome species are
contained in my collection, in one the elytra are of a more
cupreous tint.
Sietf. eutomol. Zeit. 1895. 5*
68
Chrysomelidae.
Stethomela Balyi i^^p. n.
Reddish-fulvous, antennae (the basal Joints excepted)
black, thorax strongly aud remotelj piinctured, elytra metallic
greeu or cupreous, strongly punctate-striale, the interstices
(inely punctured, tibiae and tarsi metallic green.
Leogth 4 lines.
Head impunctate, fulvous, clypeus very short bonnded
above by a transvevse deep depression, antennae extending
to the base of the elytra, black, the basal two or three joints
fulvous, terminal joints tlattened, louger tliau broad, thorax
three times broader than long, the sides rounded at the
middle, the anterior margin deeply concave, the surface
rather convex, very sparingly punctured on the disc, the
sides more closely punctate, scutelium fulvous, triangulär,
elytra subquadrate, metallic green, strongly punctate-striate,
the interior of the punctures purplish, the rows sometimes
with extra punctures or the latter displaced, the interstices
finely and sparingly punctured, underside aud femora fulvous,
the tibiae and tarsi metallic green, the posterior tibiae strongly
curved, claws appendiculate, the inner division pointed, proster-
uum emarginate at the base, the apex scarcely produced,
anterior coxal cavities open.
Hab. Australia, Cooktown.
Closely alhed to S. julmcollis Jac. likewise from
Australia but smaller, of brighter metallic green colour and
the elytra with single not double rows of punctures as well
as the interstices linel}' ])unctured, there is also a round small
fovea visible at the lateral margin below the Shoulders.
1 have seen three specimens of this species.
Stethomela viridissinia sp. n.
Metallic bluish-black below, above bright metallic green,-
the clypeus, basal joints of the antennae and the legs fulvous,
thorax strongly punctured uear the base only, elytra regularly
punctate-striate, the base with two or three foveae below the
Shoulders.
Length 3 lincb.
Head impunctate, witli a deep triangulär fovea, the
clypeus in shape of a narrow transverse ndge, fulvous,
labrum fulvous, terminal Joint of the paipi transverse, truncate,
antennae black, the Iower three joints iulvous, terminal joints
scarcely widened, elongate, thorax three times broader thaa
Sfett. eatomol. Zeit. 1895.
69
loim. the sides rouiided betöre the middle, sliglith' uarrowed
at the base, tlie surfaee neurly impunctate anteriorly, the
base with some deep punetures inegularly distributed, the
anterior anulefi- fulvous within, elytra very regularly and
rather strongly punctate-striate, the Shoulders prominent and
tbllowed at the sides by several deep foveae, placed trans-
versely, the interstices very minutely punctured, legs fulvous,
the l'our anterior tibiae strongly eurved, claws appendieulate,
prosternum emarginate at the base, longitudinally sulcate.
Hab. Queensland.
To be distinguished IVom olher allied species by the
Julvous elypeus, the punctures at the base only of the thorax,
the ^hort autennae and the general bright metallic green
coloration of the upper surfaee; in both the specimens before
me, the anterior angles of the thorax are fulvous at the
inner side.
Stethomela olivacea sp. n.
Fulvous, anteunae (the basal joints excepted) black,
thorax strongly punctured at the sides, the disc sparingly
punctured. elytra olivaceous-green, very deeply punctate-
striate. the lateral margins purplish.
Length S^jo lines.
Head with a i'ew punctures at the lower portion, the
elypeus separated from the face by a transverse groove,
antennae extending nearly to the middle of the el^'tra, black,
the lower two joints fulvous, terminal joints elongate. thorax
niore than twice as broad as long, the sides nearly straight,
the anterior margin deeply concave, the disc sparingly and
rather tiuely, the sides strongly and rather dosely punctured,
fulvous, el3'tra metallic green, of an olivaeeous tint, the mar-
gins more or less distinctly purplish, the Striae very deep
aud regularly punctured, the interstices minutely punctate,
the Shoulders moderately prominent, bounded by a transverse
depression below, the punctures within this depressioii larger
than the others; underside and legs fulvous, prosternum
emaiginate at the base, th.e apex truncate and perpendicularly
produced.
Hab. Queensland.
Allied to S. Bahji but the sculpturing of the thorax
and that of the elytra quite ditferont as well as the colour
of the latter.
Stett. enloiiiol. Zeil. 1S95.
70
Chalcomela fulvipes sp. u.
Metallic green. the labrum, antennae and legs IuIvoun,
thorax linely and closely punctured, elytra strongly and regu-
larly punctate-striate, the sides strongl}^ lobed at the base,
elaws simple.
Length S^j^ lioes.
Head impunetate, clypeus not separated from tlie face,
the Space above the insertion of the antennae in shape of a
strongl}^ raised short ridge, labrum, maudibles and palpi ful-
vous, terminal joiut of the latter nearly as long as the prece-
ding one, antennae extending to the base of the elytra only,
fulvous, all the joints ^^hort, the iifth and following ones
tvansversel}" widened, thorax three times broader than long,
slightly widened at the middle, Ihe sides nearly straight, the
surface closely and linely punctured, with a row of deep
punctures on the basal margin, scutellum triangulär, elytra
with a strongly produced lateral lobe, ver}' regularly punctate-
striate, the punctures closely placed, nearly obsolete at the
apex, Shoulders not very acute, bounded by a deep depressiou
witliin, the last two rows with some deeper punctures below
the Shoulders, legs fulvous, prosteruum narrow, not raised,
longitudinally chanelled, claws simple.
Hab. Queensland.
Distinct from any of ils allies by the colour of the
antennae and legs.
Halticidae
Simaethea dimidiata sp. u.
Elongate, broad, robust, black, head, antennae and tho-
rax bright fulvous, thorax strongly and remotely punctured,
elytra deeply punctate-striate, the anterior half fulvous, the
posterior one, black.
Length 4'|o lines.
Head impunetate, fulvous, frontal elevations strongly
raised, clypeus narrowly transverse, palpi incrassate at the
penultimate Joint, tlavous, antennae not extending to the
middle of the elytra, flavous, third and fourth joints equal,
terminal joints slightly shorter aud thicker, thorax twice as
broad as long, subquadrate, the sides rounded in front, straight
at the base, the surface rather convex, coarsely and remotely
punctured, fulvous, scutellum black, elytra transversely depressed
below the base, coarsely punctate-striate, the third interstice
with some extra punctures, the anterior half fulvous, the
Stett. entomol. Zeit. 1895.
71
other blaek, undevside and the posterior legs black, the
anterior ones fulvous below.
Hab. Java (Fruhstorfer).
Nearly allied to S. Laportei Baly bat of dilTerent colo-
ration and the elytral punctuatiou deep and large instead of
fine as in that !^peeies. A Single Jrpecimen was obtained by
Herr Fruhstorfer,
fialerucidae.
Malaxia maculicollis sp. n.
Black, linely pubescent, the basal joints of the antennae
more or less testaceous, thorax flavous with a black spot,
linely rugose, elytra bright green, very finely rngose; legs
flavous.
Length 2— 2i|. lines.
Head broad, rugose at the vertex, the latter black as
well as the labrum, clypeus flavous, antennae as long as the
body, black, the third Joint shorter than the fourth, the latter
and the intermediate joints very elongate, terminal joints
shorler, the basal two joints testaceous below, thorax twice
as broad as long, the sides narrowed at the base, anterior
angles entirely obsolete and rounded, the surface transversely
rugose and sculptured like the head, flavous with a rounded
black spot at the middle of tlie disc and another at the sides
below, scutellum black, elytra parallel and narrow, bright
metallic green, finely rugose and transversely wrinkled, the
extreme lateral margin purplish; underside black, legs flavous.
Hab. New. Guinea.
This is a rather smaller species and of more slender
shape Ihau most of its congeners, and priucipally distinguished
by the tlavous thorax, spotted with black on the disc and
at the flanks below.
Anthipha (Dercetis Clark) quadrimaculata sp. n.
Flavous, the head black, thorax very sparingly punctured,
elytra distinctly semipunctate-striate, a transverse band at the
base and a smaller rounded spot below the middle, black,
breast more or less fulvous, the sides black.
Length 21/2 — '^ lines,
Head impunctate, the vertex black, frontal tuber«-les
oblic|uely transverse, carina widened in front, labrum flavous,
the third Joint one half longer than the second in tlie male,
twice as long in the female and half tlie length of the fourth
Stelt. e.ntomol. Zeit. 1895.
72
Joint: thorax more thaa twice as broad as long, the sides
neavly straight, the anterior angles slightly oblique, anterior
margin nearly straight, posterior one roiinded, the surface
sotnewhat eonvex, flavous, with a few tine punctures near
the anterior angles and at the disc, ^cutelkan tlavous, elytra
•with a slight depression near the suture, rather elosely and
diptinctly piinctiired in regulär rows which become more
obsolete near the apex, the base to the extend of one third
is occupied by a transverse black band interrupted by the
sutinal margin and slightly narrowed near that place.^ a
rounded spot is also placed below the middle, both these
markiugs are sHghtly edged with fulvous, the underside and
legs are flavous, the breast reddish fulvous more or less black
at the sides.
Hab. Java (^coUected by Mr. Fruhstorfer).
Allied to A. iplagiata Alld. bul differing in the eolour
of the head and of the breast and in the more regulär
punctuatiou of the ely(ra, in some specimens the posterior
elytral spot is nearlv obsolete or of a dark fulvous eolour as
well as the sutural margin.
Anthipha nigra Allard,
The type of this species is of au eutirely black eolour
<^the autenuae excepted) and a variety described by M. Allard
has the apical third portion of the elj'tra rufous, I possess
however eight specimens from Borueo in which only the
base of the elytra is black, the rest being rufous, as I
canuol distinguish Ihese specimens in any other way from
the typical form I must look upon them as another variety,
similar in coloration to so many other species belonging to
diftereut genera iuhabiting the Malayan Islands. The species
is also found at Perak and Öingapoor. A very closely allied
(if not identical) species i.s A. abdominal h Jac. in which
however the cntire abdomeu is fulvous as well as the apex
of the elytra, but it is quite possible that A. nigra is but a
black variety of that species.
Anthipha marginicoUis sp. n.
Fulvous, Ihe inlermediale joiuts of the anteunae and the
tibiae and tarsi black. thorax nearly iminiuctate, margined
with black, elytra cou^ ex. metallic dark greeu, lincly and
closely puüt'tured.
Leugth 3 lines.
SteU. eutomoL Zeit. lad:.
73
Head lulvou», the frontal tubeicles aud tlie clypeus
slrouül.v raised, the latter triaugiilar, aüteuuae extcnding beyond
tlie niiddle of the elytra, black, the tirst aud third Joint
and the apical two joints fiilvous, third Joint nearly as long
as the lirst but sligj)tly shorter than the fourth, thorax more
thau twice as broad as long, rather convex, the sides nearly
straigiit, the anterior angles oblique, the diso not perceptibly
puuetured, fulvous, all the margins navrowly black, scutelluin
lulvou.-, elytra convex, not depressed below the base, broader
thau the thorax. very fiuely aud closely punctured, dark
metallif green; uuderside testaceoiis, legs fulvous, the tibiae
and tarsi black, the metatarsus of the posterior legs longer
thau tlie following joints together.
Hab. Borneo.
Principally distiugnished by the colonr of the untennae
and thorax.
Anthipha Fruhstorferi ^p. u.
Testaceous, the anteuuae (the basal joints excepledj and
the tibiae and tarsi black, thorax impunctate, elytra distinctlj
puuetured in closely approached senii-regular lines.
Length 2'j2 lines.
Head impunctate. the frontal elevations distinct, anteunae
long and sleuder, black, the basal Joint (and sometimes the
followiug two joints) fulvous, the second and third Joint short,
equal in the male, the third slightly longer in the feinale, the
fourth Joint very long, thorax more than twice as broad as
long, the sides very slightly rounded at the middle, the angles
promiueut, the surface smooth aud shining, impunctate willi
the exceptiou of a few tine jtunctures anteriorly uear the
angles, elytra with an obsolete depressiou uear the suture
below the base, distinctly punctured in rows, tibiae and tarsi
black: male organ long and slendcr, curved upwards, the
poiut divided.
Hab. Java (Fruhstorfor).
Closely allied to A. Javana Jac. but the thorax without
any depressiou, the elytra more strongly punctured with
a basal deprepsion aud the uuderside entirely testaceous.
Three sjiecimens are contained in my collection.
Anthipha subrugosa sp. n.
Testaceous, the anteuuae. tibiae aud tarsi bla(;k, thorax
impunctate, shining, elytra very strongly and deeply punctured
Siett. entoiiiol. Zeit. 1S95.
74
in closfly approached rows. testaceou?, the extreme »nar-
siri"^ blaek.
Length 21/2 lines.
Head impunctate, the frontal tubercles oblique, antennae
tili» aud slender, black, the third Joint twiee as long as the
sei'ond biit one half shorter tlian the fourth Joint, thorax
Iwice as broad as long, the sides straight, the anterior augles
obliquely thickened, the surface with a few minute pimctures
at the sides, testaeeoiis, shining, eljtra not depressed below
tl»e base, coarsel}' and elosely punetured in semi-regular rows,
the Spaces between the punetures not larger than the pune-
tures themselves, with sonne traces of longitudinal smooth
lioes, all the margins very narrowly black, underside
testaceous, the breast also margined with black, tibiae and
tarsi of the latter colour.
Hab. Borneo.
This Anthipha may be known from other almost
sinnilarly coloured species by the strong and almost rugose
punctuation of the elytra, the specialen in my collection is
probably a female.
Aenidea longicornis sp. n.
Metallic green, the antennae (the apical Joint excepted}
and legs fulvous, thorax bifoveolate, minutel}- granulate and
very linely punetured, elytra more strongly and elosely pune-
tured in semiregular rows.
,j. The head with a deep excavation below the antennae.
Length 2i'2 lines.
Of narrow and elongate shape, metallic green, impunctate
at th(! Vertex, the entire low er portion occupied by a deep
excavation in the male, the interior of which is furui^hed
with some stiff bristles, eyes large and prominent, »-lypeus
and labrum black, antennae extending to the end of the
elytra, fulvous. the last Joint fuscous, the second Joint
extremely small, moniliform, third Joint Ihe longest, siender,
fourth and following joints thicker aud shorter: thorax scarcely
twice as broad as long, subquadrate. the disc very deeply
bifoveolate, minutely gi-anulate and very linely and sparingly
punetured, seutelhim broad, trigonate, elytra with a shallow
depression below the base, very elosely and rather strongly
punetured with some obsolete longitudinal Striae at the sides,
tlic punctuation at the apex tiuer and more remote. under-
side metallic ureen: impunctate. legs siender. fulvous, tibiae
St«tt. «DKiinol. Zti!. IfeSS.
75
unarmed, the tiist Joint of the posterior tarsi longer than the
following joints together, anterior cotyloid eavities closed.
Hab. Madura.
Allied to A. metallica Jac. from Borueo, but the head
entirely metallie green, tlie apical Joint of the antenuae blaok,
the thorax without punctures and tlie metatarsus of the
posterior legs much longer, the general size of the insect
also smaller; the female has a simple head and the third
and fourth joints of the antennae are of eqnal length.
Sermyloides philippinensis sp. u.
Oblong-ovate, convex, fulvoiis, the antennae and the four
anterior legs llavous, underside and posterior legs black,
tliorax impunctate, elytra rather strongly punctnred.
Length 31/2 lines.
Head impunctate, the frontal tubercles narrowly trans-
verse, antennae flavous, the second Joint extremely small,
moniliform, the third shorter than the fourth, like the following
Joints tlattened and of somewhat eiougate triangulär shape,
thorax narrowi}- transverse, the sides narrowed in front, the
anterior margin concave, the posterior one parallel, the anterior
angles oblique, the surfaee impunctate, fulvous, scutellum
broadly triangulär, fulvous, elytra convex, rather dosely and
strongly punctured; underside and the posterior legs black,
their tarsi fulvous, the four anterior legs flavous.
Hab. Philippines.
The shape and struetural characters of this species
agrees with tlie typical form S. hasalis Jac. from Sumatra
which is itself extremely variable in eoloration, but the shape
of the antennae in the present species of which I possess
a Single apparently female specimen differs from those of
the same sex in S. basalis in which the joints are not
flattened and widened and much less robust, moreover I have
not Seen amongst the many specimens from Sumatra I had
before me, one, coloured like the present insect in regard
to the legs.
Buphonida philippinensis sp. n.
Pale fuscous, closely pubescent, the intermediale joints
of the antennae black, head linely punctured, thorax short,
transversely sulcate, pubescent, elytra linely rugose-punctate,
closely pubescent.
Length 'S^j^ lines.
Stett. entomol. Zeit. 1895.
76
Kariowly eloogate, pale teslaeeous or fuscous. tlie liead
clos-ely punc'tiired, broad. tlie IVoutal elevatioüt^ transverse,
clypeus nanow, triangulär, sliining, autenuae lather long,
filiform, the lower and the terminal three joints more or less
testaceous, tlie others black, tbird Joint sliorter tban tbe fourtb,
thorax sliort. transverse, tbe sides straigbt, sliobtly subangulate
before tbe middle. tbe anterior angles dentiform, the posterior
ones oblique, surface transverseh" but ratber .sballowv sulcate,
finelv punctured, tbe punctuation nearly obseured bv tbe
close greyisb pubescence. elytra elongate, tbe apieal augles
acute, tbe sides vvitb a iongitudinal sballow sulcus, tbe surface
sculptured and pubescent like tlie tborax, epipleurae indi^tinct
below tbe middle, tibiae unarmed, tbe fir?t Joint of tbe
posterior tarsi longer tbaii tbe foUowing joints, claws bitid.
anterior eoxal cavilies closed.
Hab. Pbilippine Islands.
Candezea discoidalis i>j). n.
Obloiig-ovate, coiivex. fiiivou>. tbe intermediate joints of
the antennae and tbe legs black, bead and tborax rufous,
impunctate, elytra minutely punctured, black, tbe disc with
a trausver,-e pale yellow band or spot, the apex fulvous.
Mas. Elytra with a basal fovea, the last abdominal
Segment trilobate, the intermediate lobe concave.
Length 2 lines.
Head impunctate, rufous, the eyes very large, occupying
the entire side of tbe head. IVoutal tubercles distinct. poiuted.
palpi Idack, antennae slender, the tlrst Joint very long and
.elender, the second one short, the third twice as long, the
fourtb double the length of the preceding one, the lower three
or four joints more or less fulvous (sometimes nearly black)
the three apieal Joints flavous. terminal Joint more or less
black: thorax subquadratc, scarcely hmger than broad, the
margins straigbt. the surface cxtremely minutely and closely
punctured, reddish fulvous; elytra broader than the thorax
strougly convex aud wideued posteriorly. slightly more strongly
punctured than the thorax aud nearly as closely so, black,
the anterior portion occupied by an ovate pale llavous |)ntch
of variable size not extending to the niargin-. the apex more
or less rufous. epipleurae narrow but continued below the
middle. legs black. posterior lirst Joint of the tarsi exlre-
melv Ions.
* Hab. Perack.
Sictl. euioinoi. Zeit. lyib.
77
Cerophysa (l) facialis n. sp.
Fulvous, the apex of tlie elytra and the abdomen black,
antennae tlavous, thorax trausverse, impuuctate, transversely
sulcate, elytra finely and closely pnnctured.
Mas. The loM-er portiou of the face deeply exeavated,
furnished witli bristles, palpi greatly dilated, the fourth Joint
of the antennae aagularly emarginate.
Length 31/2 lines.
Elongate and parallel, reddish-fulvous, the head impuuctate
the frontal tuberi-les trigonate, distinctly raised, flavou;^, the
eatire lower portiou of the face deeply exeavated, the mav-
gins of the cxcavation furnished vvith long curved bristles,
the top provided with two hornlike projections, palpi flavous,
the terminal Joint enormously dilated, truncate at its apex
with a very short appendage inserted at the top, antennae
flavous, extending beyond the middle of the elytra, the firsl.
Joint long and slender, the second extremely short, the third
longer than the fourth, the latter deeply and angularly
emarginate, the apex projected into a point, the following
joints nearly equal; thorax twice as broad as long, the sides
widened and strongly rounded anteriorly, the angles not
})roduced, the surface with a rather shallow- transversa
depression, not extendig quite to the sides, impuuctate ,
fcfutellum broad, its apex somewhat truncate, elytra very
tinely and closely punctured, fulvous, the apex black,
their epipleurae very broad at the base, extending nearly to
tiie apex, tibiae unarmed, the first Joint of the posterior tarsi
as long as the following joints together, claws appendioulale,
the anterior cotyloid cavities open.
Hab. New Guinea.
It is probable thal this curious species of which 1 posess
two male specimens forms the representative of a new genus,
allhough I have at present placed it in Cerophysa with which
it agrees in most structural characters except in that of the
antennae, which in the male insect of Cerophysa have some
strongly dilated joints. The present species bears a great
resemblance to Platyxantha paUipes Fab. from which it only
differs in the structure of the antennae and in the open
anterior coxal cavities.
Cerophysa borneensis u. sp.
Metallic bhie, apical joints of the antennae flavous, head
and thorax metallic green, the latter bifoveolate, elytra dark
blue, closely and strongly punctured.
Stett. entomol. Zeit. 1895 .
78
,^. Anteunae \viih ihe Ihiid Joint strongly wideued and
thickened. its surtace deej)ly t-oneave. the toiiitli Joint Irans-
verse, hollowed out.
9.. Antennae simple, the apical two joints tlavous, thorax
remotely punctured.
Leugth 2 — 3 lines.
(^. Head metallic green, tlie vertex convex, longitudinally
grooved: impimctate, eyes very large, frontal tiibercles absent,
clypeus narrowly transverse, palpi thickened, antennae black,
pubescent, the apical Joint flavous, tirst Joint rather long,
second very short, moniliform, third mach widened, deeplj
sulcate above, fourtli tninsversely placed, spade-shaped, the
iollowina joints nearly equal, the seventh slightly curved,
thorax one half broader than long, the sides subangulate at
the middle, the diso deeply transversely sulcate, metallic green,
impimctate, scutellum broad, metallic blue, elytra elongate,
wider at tlie base than the thorax, dark biiie, closely rugose-
punctale, the punctures somewlmt arranged in rows, the inter-
stices slightly wrinkled, underside metallic blue or green,
legs nearly black: tibiae unarmed, üvM Joint of the posterior
tarsi as long as the following three joints together, anterior
cavities open.
Hab. Kina Bahi, Borneo.
This species diflers tVom C. nodicnrnis Wied. in iuiving
the third and fourtii joints of the antennae difformed instead
of the sixtli and seventh Joint, the thorax in the female is
remotely but dislincily punctured, the elytra are closely and
deeply punctured without being exactly rugose and the two
apical joints of the antennae are ilavons instead of the ter-
minal one.
Platyxantha rufomarginata n. sp.
Rufous, the antennae, tibiae and larsi black, thorax
impunctate, bifoveolate, elytra exiremely linely punctured,
black, the extreme lateral margin and the apex obscure ful-
vous or rufous.
Length 3 lines.
Head rufous, impunctate, frontal tuberdes transverse,
palpi moderately robust, antennae extending to the middle
of the elytra, black, the basal two joints rufous, the third
and following joints nearly equal, rather short and stout, the
terminal joints a little more elongate and thickened, thorax
about one half broader than long, the sides straight at the
base. subangulately rounded before the middle, the surface,
Stett. entomol. Zeit. 1895.
79
detlexod neur the anterior aagles. thf latler obtu.'-e. Ihe disc
with two foveae. impunctate, vufous, scutellum rufous. elytra
witli a distinct depres.sion below the base, the latler raised,
the surfaee verv miuutely puiietured, a httle more ^trongly
!^o withiu tlie depressiou, black, the sides narrowly and the
apex more broadly, obscure rufous, underside aud pjgidium
of the latter colour, tibiae and tarsi black, the first joini of
the posterior tar?i as long as the tollowing three joints.
Hab. Java.
AUhough I pot*8ehs three speeimens of thi» species, tliey
seem uufortunately all to be females, the males may probably
varv much in regard to the structure of the head and the
antennae, these latter in the specimeus before me have
comparatively short and thickish joints; the species can
therefore not be mistakeii for a variety of Mefelhis fulvicollis
which has long slender and fulvous antennae, Platyxantha
nigripennis Jac. is another allied species but has slender
antennae of fulvous colour as well as the legs and entirely
black elytra.
Yulenia bicolor n. sp.
Black, antennae fulvous, thorax (ransverse, impunctate
black, elytra reddish-fulvous, very iiuely punctured in irregulär
rows. breast more or less fulvous, claws bilid,
Length 3^ ., lines.
Hcad black, convex at the Vertex, impunctate, eyes
prominent and round, frontal elevations strongly raised, sub-
quadrate, nearly contiguous, dypeus strongly raised inlo a
triangulär ridge, labruiu fulvous. mandibles robust, black and
red. palpi fulvous, tliickened, antennae nearly extending to
the apex of the elytra in the male.^ fulvous, the terminal joints
rather darker, the basal Joint very long, curved and thickened,
the second, one third the length of the first, the third Joint
nearly as long as the latter one, longer than the fourth,
terminal joints much thinner and slenderer, thorax twice as
broad as long, the sides strongly widened and rounded at
the middle, the anterior angies slighlly prominent, the anterior
and posterior margins straight, the surfaee rather convex,
black, with a small round fovea at each side, impunctate,
scutellum black, broad, elytra rather convex, parallel, reddish-
fulvous, finely punctured in irregulär not very closcly
approached rows, underside and legs black, the breast fulvous,
the anterior tarsi in the male broad, tibiae unarmed, claws
biiid, anterior coxal cavities closed.
Hab. Perak.
Stett. entomol. Zeit. l->95.
80
This is the third species of this genus known to me,
agreeing with the others in all structural details, the most
important of whicli ave the biiid claws, the long antennae
and the transveipe thorax; three specimens ave contained in
my eollection,
Coeligethes unicolor n. sp.
Eiongate, eonvex, eotireh" tebtaceous, the apii-al joiuts of
llie antennae piceous, thorax impunetate, elytra distiuctly and
irreoularly punctured.
Length 4 — 6 iines.
(^. Entirel}^ flavous, the head impunetate, with a fovea
between the eyes, the latter very large, the space dividing
them, smaller than their diameler, clypeus triangulär, strongi}'
raised, palpi thickened, antennae very long and slender,
Havous, the apical three joints black, the second Joint small,
third Joint more than twice the length of the preceding one,
fourth Joint one lialf longer than the third, all the ibllowing
joints ver}' eiongate and slender, i)ubescent, thorax short,
parallel, more than twice as broad as long, the sides slightly
rounded, the angles obtuse, the .surface impunetate, elytra
linely and rather closely punctured witli some larger punc-
hires intermixed, the interstices smooth and shining, their
epipleurae extending below the middle, tibiae unarmed, the
first Joint of the posterior tarsi longer than the following
joints together, claws appendiculate, anterior coxal cavities
closed; the last segment of the abdomen trilobate, the median
lobe longitudinally sulcate.
Hab. Java, (Fruhstorfer).
There are now three species of this genus (deseribed by
me in the Leyden Museum Notes 1884) known to me; one
of them is C. robustus Allard Cplaced erroneously in Steno-
plalys); the present species is of very eiongate and almost
ugly shape, the female being of much larger and more
robust size.
Stett. enioniül Zeit. 1895.
81
üüsselkäfer
ans dem Malayischen Archipel
von J. Faust.
Dermatodina nov. gen.
■~ „ mtiosa.
^ Sphaeropterus elegans Guer.
* „ suaüis.
■"' „ turbidus.
'"' „ Gnerini.
■" „ batjanensis.
" „ subtilis.
'" „ Kükenthali.
'" „ migrans.
^' „ altirostris.
";• „ granifer.
■" Episomus celebensis.
„ ßmbriatus Pasc.
„ nobilis.
,, Kraatzi.
■" Rhinoscapha insignis Guer.
^ „ neglecta.
^ „ Heydeni.
* „ lunnlata Vollnh.
'" Pachyrhynchus Waterhousi.
* Spenomorpha fasciata.
"^ Aleides albocinctus Blanch.
^^ Aleides proßuens Pasc.
* Mechistocerns sollicitus.
'■^ Cyamobolus tricinetus
Omotemnus nigrocrinitus.
■" „ vicarius.
„ cinctus.
^' Protoeerius praetor.
'■' Diathetes Kükenthali.
Prodioetes genieulatus Chvrl.
„ singhalensis.
„ oetopustulatus.
„ lineanigra Chvrl.
„ borneanus.
„ quinquepustulatus.
„ Fruhstorferi.
^^ „ Kirschi.
„ Dehaani Gyll.
„ torridus Pasc.
„ geminus.
„ fallax.
„ gemellus.
„ carinensis.
„ tnterjectus.
Die mit einem * bezeichneten Arten sind ein Theil der
mir vom Senckenberg'schen Museum zur Bestimmung vor-
gelegten und von Prof. Dr. Kükenthal gesammelten Rüsselkäfer.
Dermatodina nov. gen. Cneorhininornm.
Corbulae tibiarum posticarum anguste cavernosae. Seg-
mentum seeundum abdominale tertio parum longius, primum
postice truncatum. Processus intercoxalis quam coxis posticis
aequilatus apice obtuse rotundatus. Metasternum diametro
coxarum intermediarum aequilongum, Articulus tertius tarsorum
dilatatus bilobatus; unguiculi basi connati; tibiae apice intus
mucronatae, quatuor anticae antice parum arcuatae. Elytra
Btett entomol. Zeit. 189S. 0
82
basi haud latiora, decemstriata, humeris nullis. Prothorax
basi vix bisinuatus, apice triincatus. Scutellum nullum.
Rostrum subquadraugulatum, basi traasversim canaliculatiim.
Oculi vix prominuli. Scrobes lineares postice uouuihil arcuati
suboculos flexi, Scapus antennarum medium oculi attingens
funiculo brevior.
Von Gyponychus Pasc, durch die den Augenuuterrand
tangirende Fühlerfurche und die erhaben umrandete, dreieckig
eingedrückte, nicht ausgeschnittene Rüsselspitze, von Ectatops
Seh. durch kürzeren Fühlerschaft, von beiden durch die
beiderseits leicht geschweifte Thoraxbasis verschieden. In der
Körperform gleicht Vermatodina der Gattung Proictes Seh.
Dermatodina vitiosa, Oblongo-ovata, convexa, dense
obscure ciuereo-vel vinaceo-squamosa, albo-viridi-maculata,
supra setis crassis erectis obsita; fronte canaliculata; rostro
latitudine paulo longiore, antice carinulato; prothorace qua-
drato lateribus rotundato, basi vix bisinuato, obsolete punctato-
granulato; eljtris ellipticis convexis, apice acute rotundatis,
punctato-striatis, interstitiis paulo convexis, dorsalibus uni-
seriatim remoteque setosis, singulo ante apicem vitta fascia
obliqua albo-viridi, intus abbreviata decoratis. Lg. 3 — 4.8,
lat. 1.4—2 mm.
Java. (Dr. Kükenthal.) Auch von Fruhstorfer gefangen.
Bei vier mir vorliegenden, nicht gut conservirten Stücken
ist die Beschuppung der Unterseite und der Beine heller als
die der Oberseite. Aehnlich wie bei Vermatodes stibfasciatus
Gyll. sind die Decken gegen die Spitze heller und hinter der
Mitte liegt auf jeder Decke eine helle Schrägbinde, die innen
bis zum vierten Streifen und nach außen breiter werdend bis
zum Außenrande reicht. Auf dem Thorax scheinen zwei
helle Längsbinden ein dunkles Mittelfeld einzuschließen.
Fühlerschaft an der Spitze verdickt, Geißelglieder 1 und 2
gleich laug und so lang als breit, die übrigen quer, die Keule
kurz oval. Thorax dicht vor der Mitte am breitesten und
hier gerundet erweiteii, Vorderraud und Basis gleich breit,
die Seiten zu letzterer hin sehr flach geschweift; oben körnig
punktirt, jeder Punkt (auch auf Kopf und Rüssel) mit einer
kurzen keulenförmigen Borste. Decken in der Mille am
breitesten und doppelt so breit als der Thorax, der Länge
und Breite nach gewölbt, hinten fast senkrecht abfallend; die
Punkte in den feinen Streifen nicht dicht, etwas länglich,
stellenweise undeutlich. Beine abstehend beborstet, Schenkel
ziemlich schlank, die hintersten den Apex kaum erreichend.
Stett. entomol. Zeit. 189S.
83
Sphaeropterus elegans Guer. Von Dr. Kükenthal bei
Oba auf Halmaheira gefunden. Eine in der Länge zwischen
3.5 und 7.5 Millimeter schwankende Art.
Die Thoraxsculptur ist in der Mitte feiner als an den
Seiten und besteht hier aus größeren Punkten, an deren einer
Kante ein kleines Körnchen mit einem kurzen quergelagerten
Börstchen liegt; ebensolche Körnchen stehen sehr weitläufig
einreihig auf den Deckenspatien, tragen aber ein längeres, nicht
ganz anliegendes und zugespitztes Borstenhaar. Der Decken-
rücken, die Spitze in größerer Ausdehnung, die Naht von der
Spitze bis zur hinteren Querbinde sind beschuppt, die zwei
hinteren kahlen Querbinden sind entweder am Seitenrande
durch die hinterste Schuppenbinde getrennt oder sie hängen
hier zusammen. Die vier Hinterschenkel zeigen auf der Außen-
seite eine dunkle Makel.
(^. Naht am Anfange der hinten weniger steil abfallen-
den Stelle mit fünf bis sechs abstehenden, leicht ab-
brechbaren Stachelborsten; Augen flach und con-
centrisch gewölbt; Fühlerschaft unmittelbar an der
Wurzel schnell verbreitert und bis zur Spitze nahezu
gleich breit.
$. Naht hinten an der steil abfallenden Stelle ohne
Stachelborsten; Augen etwas gewölbter, ihr höchster
Punkt dem Hinterrande genähert; Fühlerschaft dünn,
zur Spitze allmälig und wenig verdickt.
Ein einzelnes, von Dr. Kükenthal am Baram-Flusse auf
Borneo gefundenes Männchen unterscheidet sich nicht spezifisch
von den Halmaheira-Stückeu.
In einer Reihe von Halmaheira-Stücken meiner Samm-
lung linden sich einige Stücke beiderlei Geschlechts, bei denen
die typische grüne oder goldgrüne Beschuppung durch eine
röthlich-weiße ersetzt ist.
Sphaeropterus suavis ist eine neue, dem elegans Guer.
sehr ähnliche aber schmälere und daher gestrecktere Art, von
der Dr. Kükcnthal zwei Weibchen auf der Insel Batjan ge-
funden hat. Bei ihr sind die nackten Binden auf Thorax und
Decken verwischt, auf ersterem ist nur eine dunkle, zur Basis
breitere Längsbinde deutlich; auf den Decken ist die vordere
Hälfte mit unregelmäßig vertheilten grünglänzenden Schuppen-
flecken bestreut, so daß nur eine grün beschuppte und am
Hinterrande durch eine nackte Makel abgehobene Querbindc
hinter der Mitte einigermaßen deutlich hervortritt.
Bei 13 vorliegenden Stücken des elegans ist die Zeich-
nung recht konstant und verräth keinerlei Neigung iu die des
Stott. entomol. Zeit. 1895. Q*
84
suavis überzugehen, dennoch ist nicht ausgeschlossen, daß
letzterer eine lokale Abänderung des elegans ist (da er keine
weiteren Unterschiede von der Guerin'schen Art aufweist),
wenn nicht die Form des männlichen Fühlerschaftes eine von
der beim elegans Männchen verschiedene ist.
Sphaeropterus turbidus. Oblonge -ovatus, nouniliil eon-
vexus, niger, supra coeruleo-vel viridi-argenteo-et nigro-varie-
gatus; rostro ut fronte depresso supra squamosa: prothorace
remote dorso obsolete granulato, utrinque vitta lata antice
abbreviata viridi-squamoso; elvtris lateribus aequaliter rotun-
datis, postice acute ($) rotundatis, punctato-striatis, interstitiis
paulo convexis remote seriatim granulatis et setulis fere
adpressis, inaequaliter viridi-squamosis, squamis rotundatis
planis in maculam basalem et apicalem magis conc;estis.
Lg. 7—8, lat. 3.5—3.9 mm.
Von Soakonorra auf Halmaheira und von Ratjan
(Dr. Kükenthal).
Dem Sphaeropterus dives Boh. recht ähnlich; durcli
fehlenden Stirnpunkt, kürzeren und ungekielten Rüssel, unten
und an den Seiten unbeschuppten Kopf und Rüssel leicht von
jenem zu trennen.
Von der Seite gesehen, bilden Stirn- und Rüsseloberkante
eine uuunterbrochene flache Schweifung, die vorne durch die
hinten wulstig-halbkreieförmig abgesetzte Spitzenlläche begrenzt
ist. Fühlerschaft in beiden Geschlechtern zur Spitze
allmälig verdickt i), Geißelglied 2 das längste. Thorax so
lang als breit, seithch ilach und gleichmäßig gerundet, Rücken
mit mehr Punkten und weniger Körnern, neben den Vorder-
hüften weniger dicht, die beiden weit vor der Mitte abge-
kürzten Längsbinden dichter hell beschuppt. Decken in der
Mitte am breitesten, ihr Außenraud vor der Spitze von der
Seite gesehen kaum (rj) oder wenig ($) gebuchtet, von oben
gesehen die Seilen vor der Sj)itze in beiden Geschlechtern
etwas eingezogen, die glänzenden Körnchen auf den Spatien
rund und regelmäßig, Spatium 2 an der Basis sowie das
Spitzendrittel (dieses eine unregelmäßige dunkle Makel ein-
schließend) diditer grün beschuppt, Bauchsegment 1 an den 1
Seilen, 2 überall weniger dicht, die letzten drei unbeschuppt
und spürlicli i)unklirt, Seilen der Brust und die Beine bis auf
eine dunkle Makel auf der Außenseite der vier Hinterschenkel
dicht beschuppt. Alle Schuppen rund, tlach uud auf den
') Wie bei allen folgenden Arten.
Stett. entomol Zeit. 189B.
I
85
dichtesten Stellen etwas übereinander greifend, die auf dem
Fühlerschaft mit feinen gekrümmten Börstchen gemischt; die
Geißel lang weißlich behaart.
,^. Bauchsegment 1 und 2 flach und von den übrigen
kaum verschieden qiiergewölbt, aber auch nicht ein-
gedrückt, Analsegment hinten wie auch die Decken-
spitze breiter gerundet.
$. Bauchsegment 1 und 2 gegen die übrigen hoch beulig
gewölbt, letztere steil nach oben unter die Decken
gezogen und schwer sichtbar.
Sphaeropterus Guerini. Oblongo-ovatus, nonnihil cou-
vexus, niger, nitidus, inaequaliter viridi-squamosus; pedibus
rufo-castaneis femoribus dilutioribus subargenteo-squamosis;
rostro latitudine paulo longiore basi angulato-canaliculato,
dorso antrorsim nonnihil angustato transversim convexo nee
non a latere iuspecto fronte parum altiore, cum illa remote
squamoso; fronte inter oculos canicula insculpta, juxta oculos
densius squamosa; prothorace sat dense granulato, in inter-
stitiis dense squamoso; elytris late ellipticis, postice acuminato-
rotundatis, longitudinaliter minus convexis, dorso granulato-
striatis, interstitiis parum convexis granis et setis adpressis
sat dense seriatim obsitis, inaequaliter, margine exteriore
fasciaque postmediana dense squamosis. Lg. 8 — 9, lat.
3.5 — 4 mm.
Bei Oba, Todate, Patani auf Halmaheira und auf Ternate
in Mehrzahl von Dr. Kükenthal gesammelt.
Der vorhergehenden Art recht ähnlich, aber die dunklen
Stellen der Oberseite kahl und glänzend, die Sculptur gröber,
namentlich aber durch den quergewölbten und etwas höher
als die Stirne liegenden Rüsselrücken sowie durch die rothen
Beine und die deutliche Körnerreihe in den Deckenstreifen
von jener verschieden.
Rüssel an den Seiten unter der Fühlerfurche und der
Kopf unter den Augen mit einer dicht beschuppten Längs-
binde, die sich über die Vorderbrust bis zum Hinterrande
der Hinterbrust fortsetzt: die nur von einzelnen glänzenden
Körnchen durchsetzte Querbindc im Spitzendrittel der Decken
ist durch die Naht nicht unterbrochen und hängt mit dem
ebenso dicht beschuppten Außenrande zuweilen auch mit der
Spitzenbeschuppung zusammen, schHeßt dann aber auf letzterer
eine dunkle Makel ein; auf dem vorderen Theil wechseln be-
schuppte und nackte Stelleu unregelmäßig ab, die beschuppten
bilden mitunter auf der vorderen Hälfte von Spatium 3
eine Längsbinde; die Körner auf den Spatien sind auf dem
Stett. entofflol. Zeit. 1895.
86
mittleren Theil der Scheibe größer, zuweilen auch quer, da-
gegen zeigen die äußeren Spatien keine Körner und die pie
einscliließenden Streifen sind einfach punktirt. Tliorax etwas
länger als breit, an den Seiten wenig gerundet, die Räume
zwischen den Körnern durchschnittlich kleiner als diese. Die
abgeschrägte Spitzenfläche des Rüssels ist nach hinten stumpf
dreieckig verengt und durch keinen Wulst vom weitläutig
punktirten Riisselrücken abgesetzt. Auf der Unterseite sind die
ganze Hinterbrust, die Seiten und der Vorderrand des ersten
Bauchsegments dichter, das zweite Segment ganz aber weniger
dicht beschuppt.
Die Geschlechtsunterschiede liegen wie bei der vorher-
gehenden Art in der Deckenspitze und in der Wölbung des
Abdomens; erstere ist beim Weibchen des Giierini schnabel-
förmig nach unten gezogen, während das dritte, wahrschein-
lich auch das vierte Bauchsegment quernadelrissig und mit
langen abstehenden Haaren besetzt ist.
Sphaeropterus batjanensis. Oblongo-ovatus, uiger, sub-
nitidus, sat dense viridi- squamosus; rostro striga arcuata
a capite distiucto cum fronte canaliculata haud dense punctato
et squamoso; prothorace elongato lateribus rotundato dense
obtuse granulato; elytris ellipticis poslice acute rotundalis,
punctato-striatis, in striis dorsalibus granulatis, interstitiis parum
convexis granulis porosis et setis haud adpressis seriatim
obsitis; corpore subtus dense squamoso. Lg. 9, lat. 3.6 mm.
Ein Männchen auf Batjan von Dr. Kükentlml gefimden.
Von Batjan und Amboina in meiner Sammlung.
Der mir unbekannte ostentatus GjU. muß unsrer Art
ähnlich sein, soll aber einen kissenartig hochgewölbten Thorax,
vor der Mitte verbreiterte Decken mit tiefen Furchen und
beschuppten Vertiefungen haben.
Bei batjanensis liegt die grüßte Breite des Tiiorax und
der Decken in der Mitte, der Thorax ist flach gewölbt, die
Tiefe der Deckenstreifen auf dem Rücken ist durch kleine
Körnchen stark beeiuträchtigt und die Schuppen auf der Ober-
seite liegen weder in den Streifen noch in den Punkten, son-
dern umgeben nur auf den nicht vertieften Stellen die zahl-
reichen eingestochenen Körner. Rüssel um die Hälfte länger
als breit, der Rücken zwischen den seitlifheu Eindrücken
schmal und beinahe parallelseitig und von der Seite gesehen
ein wenig höher als die in der Mitte gerinnte Stirne und zur
Spitze in stumpfem Winkel abfallend. Die drei ersten Geißel-
glieder die längsten und gleich lang. Auf dem Thorax fließen
einzelne der flachen und nackten Körner zuweilen zusammen
Stett. entomol. Zeit. 1895.
87
und auf der vorderen Hälfte der Deckenspatien bilden die
Körner auf die Streifen übergreifende Querrunzeln. Unter-
seite (auch Kopf und Rüssel) bis auf die drei letzten Bauch-
segmente dicht grün beschuppt. Die Geschlechtsunterschiede
sind dieselben wie bei der vorhergehenden Art.
Sphaeropterus subtilis. Oblonge -ovatus, nitidus, niger,
sat densc supra viridi-et coeruleo-, subtus pallido-squamosus
squaniis chryseis immixtis; prothorace punctis vadosis squama
repletis dense, fronte rostroque minus dense obsiti.s; pedibus
tarsis exceptis rufis, femoribus dilutioribus; rostro latitudine
nonnihil longiore, basi sulco arcuato profundo a eapite
distincto, lateribus ante oculos tumidulo inter antennarum
inserliouem subito coutracto, dorso interdum obsolete tri-
carinulato, parte declivi apicali postice triangulariter angustato ;
fronte sulco profundo exarata; articulis tribus primis funiculi
aequilongis; prothorace oblongo lateribus rotundato; eljtris
ellipticis postice subsinuato-angustatis, obsolete granulato-striatis,
intcrstitiis subplanis dorsalibus granulis parvis nitidis basin
apicemque versus miuoribus medio hinc inde rugula trans-
versa efticientibus, nee non setulo adpresso seriatim obsitis;
segmeutis abdominalibus tribus ultimis vix squamosis. Lg. 7,5,
lat. 3.5 — 3.8 mm.
Minahassa auf Celebes (Dr. Kükenthal).
Diese und noch vier verwandte neue Arten wurden von
Dr, Kükenthal bei Minahassa gesammelt; sie haben folgende
Eigenschaften mit einander gemeinsam: Körper schwarz, Beine
bis auf die Tarsen roth, die Schenkel heller, mitunter die
Knie angedunkelt; Kopf und Rüsselseiten ebenso wie die
Körperunterseite, mit Ausnahme der drei letzten Bauch-
segniente dicht und wie die Beine heller grün oder blaugrün
beschuppt als die Oberseite; Seitenstreifen der Decken punk-
tirt, Körnchen auf den Deckenspatien mit von hinten ein-
gestochenen beinahe anliegenden Börstchen, • Deckenspitze mit
Haaren gewimpert; die abgeschrägte Spitzenfläche des Rüssels
geht ohne "Wulst stumpfwinklig in den Rüsselrücken über;
FUhlerschaft in beiden Geschlechtern zur Spitze etwas verdickt.
(^. Deckenspitze stumpfer gerundet, nicht nach unten
gezogen, Bauchsegmeute flach gewölbt, mitunter 1
. und 2 flach vertieft.
-V. Deckenspilze schnabelförmig nach unten gezogen,
Bauchsegmente 1 und 2 hoch geschwollen, 3 und 4
quergestrichelt, auch mit längeren abstehenden Haaren
besetzt und wie das Analsesmcnt nach hinten auf-
steigend und in die schnabelförmige Spitze eingezogen.
Stett. entomol. Zeit. 1S95.
90
Die ihrer Zeichnung wegen zu einer Gruppe gehörigen vier
Arten haben gemeiusam: eine deutlich zvveibuclitige Thorax-
basis, am Anfang der abschüssigen Stelle eine gemeinsame
dunkelbraune Querbiudc, eine gemeinsame herzförmige Makel
vor der Spitze, den Außenrand der Decken von der Basis
bis mindestens zur Hinterhüfteuhohe sowie zwei basale, vor
und mit der Querbinde zuweilen zusammenfließende birn-
förmigc Makeln von derselben Färbung.
11. Schildchen vorn von der Naht umschlossen 5 Geißel-
glied 7 länger als breit, zur Keule hin dicker; Decken-
naht bis zur Basis hell beschuppt, die basalen birn-
förmigen dunklen Makeln sind hinten und an den Seiten
von helltraubenkernlarbiger Beschuppung begrenzt;
2i. Decken von den Thoraxhinterecken ab schräg er-
weitert, die Schtilterecke durch eine Schweifung hinter
ihr abgehoben, Außenraud von der Basis bis zu den
Hinterhüften dimkel gefärbt, Marginalstreifen vertieft
fimbriatus Pasc.
2. Decken ohne Schulterecke erweitert, Außenrand und
Spatiiim 9 von der Basis bis über die Hiuterhiiftcn
hinaus dunkel gefärbt, Marginalstreifen nicht vertiel't.
Borneo nobilis n. sp.
1. Schildchen, wenn sichtbar, vorn von der Naht nicht
umschlossen; Geißelglied 7 kaum länger als breit und
zur Basis hin kaum verdickt; die helle Beschuppung
der Naht erreicht nicht die Basis, Außenrand und
Spatium 9 von der Basis bis zum zweiten Bauch-
segment dunkel gefärbt.
31. Die basalen birnförmigen dunklen Makeln hängen nir-
gend zusammen, die Schulterecke ist durch eine Schwei-
fung hinter ihr abgehoben, die grüne Beschuppung,
welche die herzförmige Makel vor der Spitze einschließt,
ist nach vorn auf der Naht nicht erweitert; Schildchen
nicht sichtbar celebensis u. sp,
3. Die basalen birnförmigen dunklen Makeln hängen hinten
unter sich sowie mit der dunklen Querbinde auf der
Naht und Spatium 1 zusammen, die Schulterecken
sind durch keiue Schweifung abgehoben, die grüne Be-
schuppung, welche die herzförmige Makel vor der
Spitze einschließt ist auf der Naht nach vorn und
hinten spitz ausgezogen; Schildchen deutlich, dunkel
beschuppt. Borneo Kraatzi n. sp.
Rhinoscapha insignis Gu^r. ist von Dr. Kükenthal in
großer Anzahl (mir liegen über 60 Exemplare beiderlei Ge-
Stett. entomol. Zeit. 1895.
91
schlechte vor) bei Galela, Oba, Patani, Soakonorra, Kan auf
der Insel Halmaheira und auf Ternate gesammelt. Die Länge
der Thiere schwankt zwischen 15 und 25, die Breite zwischen
6 und 11 Millimeter, die Färbung von grün oder goldgrün
über himmelblau bis weiß mit bläulichem oder rosa Anllug
oder bis silberweiß, ohne jedoch an bestimmte Lokalitäten ge-
bunden zu sein. Am häutigsten ist jedenfalls die typische
grüne, am seltensten die rein blaue oder die weiße Färbung
mit rosa Antlug. Ein Pärchen mit grüner Schuppenfärbung
liegt mir aus meiner Sammlung auch von Batjan vor.
Die Sculptur variirt in geringen Grenzen. Die Mittel-
furche des Rüssels ist meist ungekielt, die Stirn zeigt fast
immer einen flachen Quereindruck am Augenhinterrande und
eine unpunktirte Mittellinie. Thorax selten kürzer als breit,
sein Vorderrand hinter den Augen flacher oder weniger flach
gebuchtet; der mittlere Längseindruck zuweilen vorn tiefer,
im Grunde ge\vöhnHch mit unpunktirtcr Mittellinie, die selten
in kurzer Ausdehnung kielarlig wird; der Rücken beiderseits
nicht selten mit einem kurzen Quereindruek zwischen Mitte
und Basis. Decken gewöhnlich mit ziemlich grob, tief und
dicht punktirten Streifen, die Punkte zur Basis hin gröber,
mehr eingedrückt und gewöhnlich kahl, zuweilen auch mit
Schuppen undicht besetzt, die Spatien fast immer gewölbt,
fein punktirt, stellenweise auch gerunzelt, jedes Pünktchen
auf ihnen mit einem kurzen weißlichen Schuppenbörstcheu.
Die Beine bald feiner, bald etwas gröber und dann scheinbar
dichter gekörnt.
Bei der typischen Zeichnung der Decken ist die Be-
schuppung des Spatiums 2 nur zweimal unterbrochen, es
kommen aber auch Stücke namentlich männliche vor, bei
denen sie noch einmal hinter der Querbinde unterbrochen ist.
In beiden Fällen sind die Spatien 2, 7, 8, mitunter auch 6
hinter der Querbinde dicht beschuppt und die übrigen kahl.
Endlich kommen gedrungenere Stücke vor mit nur einer
breiten Unterbrechung vor dieser Querbinde, dann aber ist
die dichte Beschuppung der Spatien 2, 6, 7 hinter der Quer-
binde mehr oder weniger in einzelne Flecke aufgelöst, die
sich auch auf die zwischenliegenden Spatien ausdehnen; bei
solchen Stücken erscheint eine gemeinsame breite _L förmige
nackte Makel auf den Decken. Beim Weibchen ist Spatium 8
von der Basis bis zur Spitze fast ununterbrochen, bei den
meisten Männchen vor der hinteren Querbinde zweimal unter-
brochen beschuppt; überhaupt ist beim kleineren und schmä-
Stett. entomol. Zeit. 1895.
90
Die ihrer Zeichnung wegen zu einer Gruppe gehörigen vier
Arten haben gemeinsam: eine deutlich zweibuchtige Thorax-
basis, am Anfang der abschüssigen Stelle eine gemeinsame
dunkelbraune Querbindc, eine gemeinsame herzförmige Makel
vor der Spitze, den Außenrand der Decken von der Basis
bis mindestens zur Hinlerhüfteuhohe sowie zwei basale, vor
und mit der Querbinde zuweilen zusammenfließende birn-
förmigc Makeln von derselben Färbung.
11. Schildchcn vorn von der Naht umschlossen; Geißel-
glied 7 länger als breit, zur Keule hin dicker; Decken-
naht bis zur Basis hell beschuppt, die basalen birn-
förmigen dunklen Makeln sind hinten und an den Seiten
von helltraubenkernfarbiger Beschuppung begrenzt;
21. Decken von den Thoraxhinterecken ab schräg er-
weitert, die Sclnilterecke durch eine Schweifung hinter
ihr abgehüben, Außenraud von der Basis bis zu den
Hinterhüften dunkel gefärbt, Marginalstreil'en vertieft
fimbriatus Pasc.
2, Decken ohne Schulterecke erweitert, Außenraud und
Spatinm 9 von der Basis bis über die Hiuterhüften
hinaus dunkel gefärbt, Margiualstreifen nicht vertieft.
Borneo nobilis n. sp.
1. Schildchen, wenn sichtbar, vorn von der Nalit nicht
umschlossen; Geißelglied 7 kaum länger als breit und
zur Basis hin kaum verdickt; die helle Beschuppung
der Naht erreicht nicht die Basis, Außenrand und
Spatium 9 von der Basis bis zum zweiten Bauch-
segment dunkel gefärbt.
31. Die basalen birnförmigen dunklen Makeln hängen nir-
gend zusammen, die Schulterecke ist durch eine Schwei-
fung hinter ihr abgehoben, die grüne Beschuppung,
welche die herzförmige Makel vor der Spitze einschließt,
ist nach vorn auf der Naht nicht erweitert; Schildchen
nicht sichtbar celebensis u. sp.
3. Die basalen birnförmigen dunklen Makeln hängen hinten
unter sich sowie mit der dunklen Querbinde auf der
Naht und Spatium 1 zusammen, die Schulterecken
sind durch keine Schweifung abgehoben, die grüne Be-
schuppung, welche die herzförmige Makel vor der
Spitze einschließt ist auf der Naht nach vorn und
hinten spitz ausgezogen; Schildchen deutlich, dunkel
beschiippt. Borneo Kraatzi n. sp.
Rhinoscapha insignis Guer. ist von Dr. Kükenlhal in
großer Anzahl (mir liegen über 60 Exemplare beiderlei Ge-
Stett. eatoniol. Zeit. 1S95.
91
schlechts vor) bei Galela, Oba, Patani, Soakonorra, Kan auf
der Insel Halmaheira und auf Ternate gesammelt. Die Länge
der Thiere schwankt zwischen 15 und 25, die Breite zwischen
6 und 11 Millimeter, die Färbung von grün oder goldgrün
über himmelblau bis weiß mit bläulichem oder rosa Auilug
oder bis silberweiß, ohne jedoch an bestimmte Lokalitäten ge-
bunden zu sein. Am häufigsten ist jedenfalls die typische
grüne, am seltensten die rein blaue oder die weiße Färbung
mit rosa Auflug. Ein Pärchen mit grüner Sehuppenfärbung
liegt mir aus meiner Sammlung auch von Batjan vor.
Die Sculptur variirt in geringen Grenzen. Die Mittel-
furclie des Rüssels ist meist ungekielt, die Stirn zeigt fast
immer einen flachen Quereindruck am Augenhiutcrraude und
eine unpunktirte Mittellinie. Thorax selten kürzer als breit,
sein Vorderrand hinter den Augen flacher oder weniger flach
gebuchtet; der mittlere Längseindruck zuweilen vorn tiefer,
im Grunde gewöhnlich mit unpunktirtcr Mittellinie, die selten
in kurzer Ausdehnung kielarlig wird; der Rücken beiderseits
nicht selten mit einem kurzen Quereiudruck zwischen Mitte
und Basis. Decken gewöhnlich mit ziemlich grob, tief und
dicht punktirtcn Streifen, die Punkte zur Basis hin gröber,
mehr eingedrückt und gewöhnlich kahl, zuweilen auch mit
Schuppen undicht besetzt, die Spatien fast immer gewölbt,
fein punktirt, stellenweise auch gerunzelt, jedes Pünktchen
auf ihnen mit einem kurzen weißlichen Schuppenbörstchen.
Die Beine bald feiner, bald etwas gröber und dann scheinbar
dichter gekörnt.
Bei der typischen Zeichnung der Decken ist die Be-
schuppung des Spatiums 2 nur zweimal unterbrochen, es
kommen aber auch Stücke namentlich mänuliche vor, bei
denen sie noch einmal hinter der Querbinde unterbrochen ist.
In beiden Fällen siud die Spatien 2, 7, 8, mitunter auch 6
hinter der Querbiude dicht beschuppt und die übrigen kahl.
Endlich kommen gedrungenere Stücke vor mit nur einer
breiten Unterbrechung vor dieser Querbinde, dann aber ist
die dichte Beschuppung der Spatien 2, 6, 7 hinter der Quer-
binde mehr oder weniger in einzelne Flecke aufgelöst, die
sich auch auf die zwischenliegenden Spatien ausdehnen; bei
solchen Stücken erscheint eine gemeinsame breite J_ förmige
nackte Makel auf den Decken. Beim Weibchen ist Spatium 8
von der Basis bis zur Spitze fast ununterbrochen, bei den
meisten Männchen vor der hinteren Querbinde zweimal unter-
brochen beschuppt; überhaupt ist beim kleineren und schmä-
Btett. entomol. Zeit. 189S.
92
leren Männchen die Deckenzeichnung weniger vollständig als
beim Weibehen.
Unabhängig vom Fundort, von der Schuppenfärbung und
vom Geschlecht steigt bei der Mehrzahl der Stücke die Längs-
wölbnngslinie des Thorax und der Decken bis zur Mitte der
letzteren in ununterbrochener Linie an und fällt zur Spitze
ebenso in ziemlich gleichmäßigem Bogen ab. Gedrungene
Stücke mit etwas kürzerem Rüissel uud kürzeren Beinen, bei
denen diese Linie von der Deckenbasis mit einer Schweifung
bis zum höchsten Punkt etwas hinter der Mitte ansteigt,
ließen sich von ert>teren durch keine specifischen Merkmale
trennen, zumal sich in Bezug auf die Längswölbuugslinie
Stücke mit Uebcrgängen fanden.
Khinoscapha neglecta. Nigra, nitida, subtus pedibusque
griseo-vel caesio-squamosus, supra squamis argenteis fere
glaucinis maculatim et fasciatim, in punctis pilo albido adpresso
obsita; prothorace inaequaliter vadoso -impresso ex parte
ruguloso, medio longitudinaliter late impresso, vitla lalerali
squamosa antice abbreviata signato; scutello rotundato albo-
cinereo; elytris striato-punctatis, punctis antice foveiformibus,
postice gradatim minoribus, interstitiis parce punctulatis,
secundo quarto et sexto convexioribus, primo et alternis dor-
salibus ex parte coriaceis, opacis, nee non squamulis albo-
cinereis haud dense obsitis; singulo elytro maxima parte mar-
ginis exterioris, sutura apicem versus, maculis duabus auticis
transversim positis fasciaque parum obliqua postmediana in
intcrstitio secundo retrorsim et arcuatim suturam versus llexa
densissime albido-vel viridi-argenteo-squamosis. Lg. 15 — 22,
lat. 5.5 — 9 mm.
Batjan, Halmaheira (Dr. Kükenthal).
Man konnte geneigt sein, diese wie es scheint häufige
Art für eine Abänderung des hatjanensis Vollenh. zu halten,
bei der die charakteristische, mit der Querbinde im Winkel
zusammenhängende und ein Drittel der Flügeldecke einneh-
mende äußere Seitenbinde fehlt; aber einmal haben die mir
vorliegenden 36 Stücke beiderlei Geschlechts eine recht kon-
stante Zeichnung, d. h. bei keinem von ihnen verräth die
Querbinde eine Neigung sich an der Außenecke astförmig
nach vom zu erweitern und zweitens ist die graugelbe Be-
schuppung auf den zur Basis hin scheinbar vertieften Deckeu-
spatien 3, 5, 7, oder bei abgeriebenen Stücken die gegen die
sonst glänzende Oberseite abstechende matte Bodentläche dieser
Stellen zu aufiallend, als daß Vollenhoven sie in der Be-
sten, entomol. Zeit. 1895.
93
Schreibung des batjanensis i) nicht erwähnt haben sollte,
zumal ihm nach seinen Worten: ^jCette espece parait tres
commune'^ doch eine größere Zahl von Stücken bei der Be-
schreibung vorgelegen haben.
Die matt erscheinenden Stellen liegen auf Spalium 1 eine
kurze Strecke an der Basis, auf 3 von der Basis bis zu zwei
weißen Makeln im Basaldrittel der Spatien 2 und 3 und dann
wieder von der Querbinde nach hinten bis zur Schwielen-
steile, auf 5 von der Basis bis zur hinteren Querbinde, auf 7
eine kurze Strecke hinter der Schulterschwiele; in den dünnen
Schuppen auf diesen Stellen hängt gewöhnlich ein gelblicher
pollenartiger Staub, der sie gegen die weiße oder grünliche
Zeichnung aiitTallend erscheinen läßt; die zweite dicht be-
schuppte Makel im Basaldrittel liegt quer auf 6, 7, 8 oder
auf 6 und 7 oder auf einem dieser beiden allein; die Quer-
binde dicht hinter der Mitte beginnt meistens am Streifen 8,
selten schon auf dem halben Spatium 9, läuft wenig schräg
nach hinten bis zum halben zweiten, hier plötzlich in einer
vorn oftenen Bogenlinie bis auf die halbe Naht; der Spitzen-
theil zwischen dem weiß beschuppten Außeurande (von den
Hinterhüften ab) und der ebenso beschuppten, oberhalb der
Spitze leicht klaffenden Naht ist zuweilen imdicht weißlich
beschuppt und mit kleinen Punktmakeln bestreut; Schulter-
schwiele ohne beschuppte Makel. Die Längswölbungslinie
von Thorax und Decken bildet einen ununterbrochenen Bogen,
ihr höchster Punkt liegt wie auch die größte Deckenbreite
hinter der Mitte. Brust in beiden Geschlechtern, Abdomen
des Weibchens überall, des Männchens nur an den Seiten der
vier ei-sten Bauchsegmente dichter grau-, grünlich- oder bläu-
lich-weiß beschuppt und mit Borstenhärchen tragenden Punkten
bestreut. Namentlich sind es die punktirten Beine, die diese
Art von abgeriebenen insignis stets sicher unterscheiden lassen.
Wie bei allen Rh inoscapha Arien zeigt das zugespitzte
weibliche Analsegment an der Basis zwei schräg eingeritzte
kommaförmige Striche, die dem breit abgerundeten männ-
lichen fehlen.
Rhinoscapha Heydeni. Niger, opacus, supra dense nigro-
squamukitus, albido-maculatus et fasciatus; rostro frontoque
sulcatis ut anteunis nigro squamulosis et setulis albidis in illis
adspersis; articulo secundo iuniculi primo longiore; prothorace
') Ich besitze ein Farcheu einer Jlhinoscapha vüii Batjan, auf das
Vollenhoven's Beschreibung ausgezeichnet paßt, nur liegt die vordere
äußere Malcel nicht sous sondern sur le calus humeral. Vielleicht
hat sich der Autor verschrieben oder ungenau ausgedrückt.
Statt, entomol. Zeit. 1896.
94
fere quadrato rüde foveato -impresso, impressione apicale
utrinque albido-squamoso; scutello rolundato ocln-aceo-tomen-
toso; eljtris antice oblique ampliafis, basi transversim im-
pressis, margine basale reflexis, punetato-striatip, interstitiis
latis planis, secundo quarto et sexto alte acuteque carinatis,
sutura postice elevatis, singulo macula majori basali fasciis
duabus transversis abbreviatis hamoque ante apicale albido-
squamosis. Lg. 15 — 16, lat. 5.5 — 6 mm.
Oba auf Halmaheira (Dr. Kükeuthal).
Die nur in einem Pärchen vorliegende Art ist mit
carinatiis i) und scalaris Pasc. ^) verwandt. Mit letzterer
Art von Halmaheira hat Heydeni das weiß gemakelte Ab-
domen gemeinsam, kann aber mit keiner von beiden schon
der schwarzen Beschuppung wegen verwechselt werden.
Die breite und tiefe Rüsselfurche zieht sich allmälig ver-
flachend auf die Stirn bis zur Augenhinterrandhühe hinauf,
die Stirne hier mit einem flachen Quereindruck. Thorax mit
größter Breite vor der Mitte, zur Basis geradlinig und wenig,
zur Spitze gerundet verengt, die Augeulappen sehr breit und
flach gerundet; am Vorderraude steht ein groß und gruben-
artiger Eindruck und beiderseits am Vorderraude eine weiß-
liche Makel. Decken kaum doppelt so lang als breit, der
Vereinigungspunkt der Spatien 6 und 8 hinter der Basis
winklig, die flachen Streifen wie auch die länglichen ein-
gedrückten Punkte glänzend, jeder der Punkte im Grunde
mit einer kleinen weißlichen Borstenschuppe; eine kleine
T förmige Makel an der Basis innerhalb der Schulter, drei
kurze Strichmakeln im basalen Quereindruck auf den Spatien
2, 3 und 4, außer der hakenförmigen Makel vor der Spitze
und zwei Querbinden weiß beschuppt; die letzteren liegen
zwischen den Streifen 1 und 8, die eine in der Mitte, die
andere am Anfange der abschüssigen Stelle, beide aus ungleich
kurzen Makeln zusammengesetzt und auf dem flachen Spatium 5
unterbrochen; von drei glänzenden Kielen reichen die auf
Spatium 2 und 4 vorn bis zum Quereindruck, der auf 6 bis
zur Basis, alle drei hinten bis naiie zur Schwielenstelle; die
Naht auf der abschüssigen Stelle mehr, an der Spitze weniger
erhaben; die hakenförmige weiße Makel liegt vor der Spitze
auf den Spatien 2 und 8. Die kleinen und gerieften
schwarzen Schuppen liegen neben-, die größeren weißen etwas
übereinander, zwischen ersteren, besonders gegen die Spitze
>)'Jour. Lin. Soc. 1873 p. 5.
2) Ann. MuB. civ. Gen. 1885 p. 205 Tab. 1 F. 12.
Stolt. entomol. Zeit. 1896.
l
95
sind einzelne weißliehe Schüppchen und anliegende Borsten-
haare eingestreut. Die Mitte der Unterseite, die Basis der
Schenkel und die Vorderschienen auf der unteren Seite sind
bläulich, eine Seitenmakel auf allen Bauchsegmenten und ein
Strich am Außenrande der Hinterbrust weißlich beschuppt.,
sonst die Beine mit weißlichen und bläulichen Schuppen
bestreut.
Diese Art ist meinem verehrten Freunde Dr. L, von Heyden
in Frankfurt a. M. gewidmet.
Rhinoscapha lunulata Vollcnh. wurde von Dr. Küken-
thal in einem Pärchen bei Patani auf Halmaheira gefunden.
Sie wurde ursprünglich als Danaii (später im Münchner
Katalog in Laodice umbenannt) beschrieben, ist aber nicht
von Rhmoscapha zu trennen, denn ihr Fühlerschaft überragt
ebenso weit den Augenvorderrand als der der Rhmoscapha
Arten und der ungefurchte Rüssel ist nur ein spezifisches
Merkmal. Chevrolat hat in Ann. Fr. Bull, seances 1880
p. 140 zwei und im Naturaliste 1880 p. 330 eine dritte
Laodice beschrieben, von denen wenigstens die fmiebris und
die consueta unzweifelhafte Rhinoscapha-Arteu sind.
Pachyrhynchus Waterhousei. Splendide nigro-cyaneus,
margaritaceo-fasciatus; epimeris mesosterni pedibusque viridi-
aeneis, femorum maxima parte rufa; fronte prothoraceque
disperse punctulatis, hoc transversim bifasciato; elytris obsolete
remoteque seriatim punctatis, fasciis duabus transversis (antica
medio interrupta) annuloque apicale subelliptico maculam
nudam transversam includente denee squamosis. Lg. 10.5 — 12.5,
lat. 4.9 — 5.5 mm.
Halmaheira (Dr. Kükenthal).
Von der Körperform des Forsteni Vollenh., in der Zeich-
nung dem latifasciatus W^aterh. ähnlich, von letzterem durch
die nicht unterbrochene hintere Deckeubinde, die bis auf Basis
und Spitze rothen Schenkel und andere Thoraxzeichuung ver-
schieden. Mit der beschuppten Vorderbrust hängen die beiden
dicht hinter dem Vorder- und dicht vor dem erhabenen Hinter-
rande liegenden Querbindeu auf dem Thorax zusammen. Auf
den Decken sind beide Querbinden an den Seiten nach hinten
gebogen und setzen sich auf die Unterseite, nämlich die
vordere schmälere hinter der Basis auf die Hinterbrust, die
hintere breitere in der Mitte auf das zweite Bauchsegment
fort, so daß der Hiuterkörper gleichsam zweimal geringelt
erscheint; der hintere Ring ist nicht, der vordere oben und
unten gleich weit unterbrochen; Außenraud von der nicht
unterbrochenen Querbinde bis zur Spitze dicht beschuppt und
Stett. entomol. Zeit. 1896.
96
mit ihm zusammenhängend auf jeder Decke ein in die Breite
gezogener Anteapicalring, der gewöhnlich vorn einmal unter-
brochen ist. Der zur Stirn hin flachere Eindruck auf dem
Rüsselrücken, der Rüssel an den Seiten hinter der FUhler-
furche, der Kopf unter den Augen, der Mittelbrustfortsatz, die
Seiten des ersten Bauchsegments, theihveise auch die Mittel-
brustepimeren sind beschuppt. Fühler, Beine und der unbe-
schuppte Theil der Körperunterseite fein und spärlich punktii-t,
die fein gekörnelte Unterseite der Schienen dichter weißlich
behaart.
Sphenomorpha fasciata. Nigra vel aeneo-micans, nitida,
squamulis isabellinis variegata; fronte rostroque subtilissime
remoteque punctatis, illa inter oculos canalicula impressa, hoc
dorso late impresso; capite sub oculos parce squamoso; pro-
thorace praesertim feminae minus globoso vix puuctulato,
margine antico toto, basali extus nee non lineis duabus dor-
salibus litteram 0 formantibus haud dense squamosis; elytris
eUipticis ante apicem contractis, striato-punctatis, punctis basin
versus evanescentibus, fascia transversa communi extus
abbreviata, macula suturali basali suturaque in declivitate,
margine exteriore postice nee non macula parva postmediana
in interstitio quarto densius squamosis; femoribus interdum
rufescentibus. Lg. 9.5 — 10.5, lat. 4 — 4.7 mm.
Soakonorra (Halmaheira). Dr. Kükenthal.
In beiden Geschlechtern noch etwas breiter als nitidula^)
Pasc, hinten mehr zugespitzt und vor der Spitze zusammen-
gerafft, die Decken hinten mit deutlicher Schweifung ober-
halb der Spitze abfallend, beim Weibchen leicht aufgebogen
und die Naht stumpf zweispitzig, die an der Basis erloschenen
Punktreihen an der Spitze leicht furchenartig. Thorax beim
Männchen so lang als breit mit der größten Breite in der
Milte, beim Weibchen breiter als lang mit der größten Breite
vor der Mitte, der Vorderraud viel weniger erhaben als die
Basis, eine gebogene Längsbinde dicht neben den Vorder-
hüften und die Mitte der Vorderbrust dichter beschuppt als
die scheinbar leicht abreibbare Zeichnung ' der Oberseite;
so sind z. B. bei dem einen Stück ($) die beiden gegen-
einander gekrümmten Längsbinden bis auf zwei kleine Makeln
am Vorderrande erloschen. Dadurch daß der Rüssel nur
sehr flach eingedrückt ist und dieser Eindruck auch noch in
die Spitzenfläche hineinragt, geht letztere allmälig in den
Rüsselrücken über. Auf der Unterseite sind noch der Mittel-
») Jouru. Lin. Soc. 1871 p. 157.
Stett. eotomol. Zeit. 1895.
97
brustfortsatz sowie die Seilen der Mittel- und Hinterbrust
dichter beschuppt, die Seiten des ersten Bauchsegments mit
wenigen Schuppen bestreut. Der Außenrand der Decken ist
nur von den Hinterhüften bis zur Raffung und hier bis zum
siebenten Puuktstreifen nach oben gebogen dichter beschuppt.
Von allen bisher beschriebeneu Arten der Gattung durch
die gemeinsame, außen bis zum Punktstreifen 8 reichende
Querbinde ausgezeichnet.
Aleides albocinctus Blauch. Von Dr. Kükenthal bei Oba
auf Halmaheira gesammelt; auch von Ternate in meiner
Sammlung.
Diese ziemlich häufige Art ist in Größe, Zeichnung und
Färbung der Beine etwas veränderlich. Beim typischen albo-
cinctus hängt die vordere Quermakel auf den Decken mit
der Scutellarmakel nicht zusammen; mit bicinctns habe ich
Stücke meiner Sammlung bezeichnet, bei denen ähnlich wie
bei Bohemani Jekel und Bu7'meisteri Bob. die Verbindung
dieser beiden Makeln durch eine schräge Binde hergestellt ist,
und mit Blanchardi eine Abäuderung des bicinctus, die, von
Kükenthal bei Galela und Soakonorra gesammelt, bis auf die
Knie und Tarsen rothe Beine hat.
Aleides profluens i) Pasc. Stücke von Soakonorra
(Dr. Kükenthal) ^ind von meinen Stücken von N. -Guinea und
Batjan nicht verschieden; die Basis der Schenkel wird mit-
unter röthlich. Pascoe giebt in seiner Diagnose dem Thorax
nur eine beschuppte Mittellinie und bezeichnet nur den Zahn
der Vorderschenkel als crenulirt, während bei sämmtlichen
mir vorliegenden Stücken der Thorax zwei breitere "Seiten-
und eine mitunter undeutliche schmälere Mittelbinde aus
gelblich-weißen, einem Punkt entspringenden und fächerförmig
ausgebreiteten Schuppenhaaren zeigt und die Zähne aller
Schenkel crenulirt sind. Ob meine Bestimmung richtig, scheint
mir demnach zweifelhaft.
Meehistoeerus sollicitus. Oblongo-ovatus, niger, squamulis
cinereis, cervinis, nigris dense tectus; antennis brunneis; pro-
thorace transverso antice subito contracto, fortiter punctato,
margine laterale erecto-setoso, dorso vittis duabus subnudis
signato; scutello rotundato nudo; eljtris dorso obsolete punc-
tato-striatis, singulo fascia obliqua ramosa nigra antice albido-
terminata ornatis; femoribus ante apicem obsolete albido-
annulato. Lg. 7.5 — 9, lat. 3.2 — 3.5 mm.
Minahassa auf Celebes (Dr. Kükenthal).
>) Ann. Mus. civ. Genuva 1885 p. 239.
Stett. entomol. Zeit. 1896.
98
Unsre Art ist dem molatus ^) Pasc, in Form, Größe und
auch darin ähnlieh, daß der Thoraxseitenrand abstehend be-
borstet ist, von jenem aber hauptsächlich durch den parallel-
seitigen, vorn plötzlich gerundet-zusammeugezogeueu Thorax,
durch einfarbig beschuppte Schienen und andre nicht ganz
scharfe Deckenzeichnung verschieden; letztere besteht aus
einer schwarzen Schrägbinde, die hinter der Mitte beginnend
sich zwischen den Streifen 2 und 7 bis zur Mittelhüftenhöhe
erstreckt, hinten in zwei Zipfel auf den Spatien 2 und 4,
vorn in einen Ast auf 2, theilweise auch auf 1 erweitert
und vorn auf 3 und 5 durch eine weißliche Makel begrenzt
ist; auch an der Spitze von Spatium 4 ist eine weißliche
Punktmakel bemerkbar. Wie bei violatns trägt jeder Punkt
in deu Deckenstreifen eine kleine mit der Umgebung gleich-
gefärbte Borstenschuppe, diese Punkte sind aber bei sollicitus
au den Seiten kleiner und dichter, auf den dunklen Stellen
weniger bemerkbar, weil die ihnen entspringende Borsten-
schuppe von ihrem dunklen Grunde nicht absticht.
Cyamobolus tricinctus. Oblongo-ovatus, uiger, opacus,
squamis cervinis et uigris sat dense obsitus, albido-signatus;
scutello parvo convexo ochraceo-squamoso; fronte foveola
parva impressa; antennis piceis; rostro usque ad antennarum
insertionem densius punctato medio carinulato; prothorace
transverso ad latera subrecto antice sinuato-angustato utrinque
basi macula angusta transversa, margiue apicale et vitta
laterali postice abbreviata albidis; elytris parallelis postice
rotundato angustatis, dorso paulo depressis, antice foveolato-
striatis, interstitiis convexis, fasciis tribus angustis, sutura
postice utrinque macula commaeformi ante apicali albidis;
femoribus elongatis muticis.
Var. fasciis tribus elytrorum in puncta parva solutis . . solutus.
Auf der Insel Uliasser und bei Soakonorra auf Halmaheira
(Dr. Kükenthal).
Von dem ähnliehen bicinclus 2) Pasc, hauptsächlich durch
eine dritte Querbinde und die kommaförmige Makel auf der
Vereinigungsstelle der Deckeuspatien 4 und 5 verschieden.
Der Rüsselkaual ist von weißlichen Schuppen eingefaßt,
die Einfassung auf den Thoraxvorderrand bis zur Ausrandung
hinter den Augen fortgesetzt und hier winklig nach hinten
umgebogen in eine die Thoraxmitte beinahe erreichende Längs-
binde erweitert; ebenso weit von einander entfernt wie diese
Längsbinden sind auch die beiden basalen Quermakeln; alle
') Jüuni. Lina. 8oc. 1873 p. 44.
^) Jouru. Liun. Soc. 1873 p. 36.
Stett. eatomoL Zeit. 1896.
99
übrigen von dieser weißen Zeiclinung nicht berührten Punkte
der Ober- und Unterseite des Thorax sind durch eine flache
schwarze Schuppe nicht ganz ausgefüllt, mit Ausnahme einiger
neben den Vorderhüften, wo gelblich ausgefüllte Punkte eine
keilförmige Makel bilden. Tarsen sehr dicht, Mittelbrust-
epimeren, Mitte der Hiuterbrust und des Aualsegmeuts sowie
die Hinterschenkel außen weniger dicht gelblich-weiß beschuppt,
sonst nur mit einzelnen eingestreuten hellen Schuppen. Decken
mit einer basalen und einer postmedianen, außen den Punkt-
streifen 9 erreichenden, und zwischen beiden noch mit einer
dritten weißen Qiierbinde; die letztere ist einmal vom Spatium
2 ab nach hinten gebogen, also der hinter ihr liegenden ge-
nähert und zweitens nach vorn zwischen den zweiten Punkt-
streifen in einzelne Punkte bis zum ochergelben Schildehen
erweitert; vor dieser Mittelbinde stehen außen im achten oder
neunten Streifen noch eine oder zwei weiße Punktmakeln.
Die schwarzen körnerartigen Schuppen scheinen leicht abreib-
bar und liegen lange nicht so dicht als die flachen weißen.
Die Furchen sowohl als die Grübchen in ihnen werden zur
Spitze hin allmälig feiner.
Bei der Abänderung soluftis sind die vorderste und
hinterste Deckenbinde vielfach unterbrochen, die mittlere aber
in soviel unregelmäßige Punkte aufgelöst, daß von einer
Querbinde keine deutliche Spur mehr vorhanden ist.
Omotemnus nigrocrinitus. q. Om. principi^') Helleri
simillimus; rostro a latere inspecto medio late acuteque emar-
ginato; prothorace convexiore etiam lobo antiscutellare latius
rotundato, nee elevato- nee nitido-marginato, dorso maculis
duabis oblongis medianis nigris signato; eljtris sutura juxta
scutellum vix angustatis; femoribus tibiisque subtus longius,
margine apicale pjgidii nee non margine laterale segmenti
analis apicem versus brevius nigro-cihatis. Lg. 40, lat. 17 mm.
Kina Balu (N. 0. Borneo).
Diese Art gehört wie princeps zur sei'rirostris-Gruppe.
Der oben in der Mitte gleichsam eingeknickte Rüsselrücken,
der breite ungerandete Antiscutellarlappeu sowie die schwarze
Bewimperung der Schenkel, Schienen und der des Äualsegments
in derselben Ausdehnung wie bei serriroslris 2) genügen das
1) Entom. Nadir. 1894 p. 100.
^) Der typische seniruslris Fabr. hat zwei abgekürzte schwarze
Längsbinden auf dem Thora.x: bei der Abänderung scnhostris Oliv.,
den ich in Olirieri umzubenennen vorschlage, ist jede dieser beiden
Binden in zwei Makeln aufgelöst. Charakteristisch für beide ist der
außer der Thoraxbusis auch glänzende schmale, zum Schildcheu hin
breiter glänzende Nahtrand.
Stett. entomoL Zeit. 1896. 7<»
100
Männchen dieser Art von dem des princeps und des serri-
rostris zu unterscheiden. Das mir unbekannte Weib der
neuen Art muß sich von dem der letzteren beiden Arten
durcli die schwarze Bewimperung des Analsegments^ den un-
gerandeten und nicht glänzenden Antiscutellarlappen und von
dem Weib des princeps noch durch die vom Vorder- und
Hinterrande gleich v^^eit entfernten beiden schwarzen Längs-
binden auf dem ThoraxrUcken sicher trennen lassen.
Omotemnus vicarins. ^. Om. Swierstrae Rits. simiUimus^
ab lllo praecipue corpore breviore, prothoracis lobo anti-
seutellare minus producto nee non lata nigro- sed haud
elevato-marginato, elytrorum macula postmediana marginali
deficiente, pygidio vix conspicue punetato sed maculis duabus
rubris notato, epimeris mesosterni, episternis vittisque duabus
metasterni, articulo ultimo funiculi, rostri basi nee non magna
parte abdominis rufis distinctus. Lg. 30 — 43, lat. 12 — 17 mm.
Buitenzorg auf Java. Zwei Männchen von Dr. Küken-
thal gefangen.
Den (Rhynchophorus) Swierstrae i) Rits. von Ambarawa
(Ost-Java) kenne ich nicht, der Autor beschreibt den Mann
aber so ausführlieh, daß die Erkennung des vicarins als
eigene Art nicht schwer fiel. Beide Arten haben den
Cyrtotracheltis-fövm\oen Körper. Der geringste Nachdruck bei
Unterscheidung beider Arten ist jedenfalls auf das Fehlen der
schwarzen makelförmigen Erweiterung des Außenrandes gleich
hinter der Mitte zu legen, da mir z, B. ein unzweifelhafter
serrirostris vorliegt, bei dem die analoge Makel verschwunden
ist ohne daß die rothe Färbung sich auch auf andre Körper-
theile ausgedehnt hätte. Nach dem nicht unbedeutenden
Omo^e/n/iMS-Material meiner Sammlung zu urtheilen, ist anzu-
nehmen, daß bei einer Variabilität der Zeichnung auf der
Oberseite, die Farbenvcrtheilung auf der Unterseite bei der
Art konstant ist.
Während die Beine beider Arten gleich gefärbt sind, soll
die Unterseite bei der Ritsema"schen Art bis auf einen braunen
Fleck an den Seiten des ersten Bauchsegments ganz schwarz
sein, bei nicarius dagegen zeigen die Seitenstücke der Brust
eine rothe Makel, die Hinterbrust jederseits der Mitte eine
rothe Längsbinde, ferner ist das Analsegment ganz, 3 und 4
bis auf den Hinterrand, 1 und 2 an den Seiten breit roth;
letztere beiden Segmente sind an den Seiten fein gekörnelt,
die übrigen fein punktirt, 5 mit einem flachen dreieckigen
>) Not. Leyd. Mus. 1891 p. 151.
Statu entomol. Zeit. 1895.
101
Spitzeneindruck, dessen Seitenrand wenigstens hinten mit roth-
uelbeu abstellenden Haaren gewimpert ist; mit etwas dunkleren
Haaren ist auch die Spitze des Pygidiums gewimpert. Bei
beiden Arten ist der Rüssel in der Mitte kaum lialb so hoch
als an der Basis, der Rücken also wie bei der vorhergehen-
den Art in der Mitte breit und tief stumpfwinklig eingesenkt;
der Rüssel des vicarius weicht aber von dem des Swierstrae
dadurch ab, daß die Basis an den Seiten eine kurze Strecke
und oben bis zur Höhe der Fühlereinlenkuug punktirt und
roth ist, daß bei dem einen Stück der comprimirte zahn-
förmige Hocker hinter der Rüssclspitze eine etwas nach hinten
gebogene Spitze hat, nach vorn steil abfällt, nach hinten in
einen allmälig an Höhe abnehmenden stumpfen und flach
runzlig gekörnten Kiel erweitert ist, also flach und schräs
abfällt; beim zweiten kleineren Stück ist der Rüssel insofern
anders und anormal gebildet, als letztere kielartige Erweiterung
ohne zahnförmige Erhöhung zur Spitze hin allmälig verläuft.
Das siebente Geißelglied ist wie bei der Ritsema'schen Art
schmäler dreieckig als beim serrirostris, aber wie bei diesem
roth. Die beiden schwarzen Thoraxlängsbinden sind dem
breit schwarz gerandeten Vorderrande mehr genähert als dem
Hinterrande, bei dem kleinen Stück schmäler, bei dem großen
breiter als der sie trennende Zwischenraum. Das Pygidium
zeigt außer den beiden rothon Marginalmakeln sehr Hache
und weitläutige, mit Schuppenmasse ausgefüllte Punkte, die
bei Sipierstrae very dose together stehen sollen.
Omotemnus cinctus. 0. Fleutiauxi^) Fst. simillimus;
supra rubro-velutinus et nigro-cinctus, subtus niger nitidus
rufo-variegatus; rostro nigro dorso rufesceute, parte basali
incrassata remote punctato, lateribus ante oculos sat profunde
impresso; capife antice nigro postice rufo, medio area parva
impunctato; prothorace ovato basi scutellum versus rotuudato-
|)roducto tenuiter nigro-elevato-marginato, lobo utrinque vix
sinuato, parte antica tubulata obscure rufo, margine apicale
angustc nigro; scutello lanceolata medio vitta nigro-brunneo-
velutino; elytris anguste nigro-opaco-cinctis. margine exteriore
nigro pone coxas posticas et basi supra humeros expansis;
pygidio rubro lateribus vitta cuneata nigra notato; femoribus
basi apiceque, tibiis apice, tarsis totis nigris. Lg. 30 — 33,
lat. 10—13 mm.
Java. Ein Pärchen.
Schildchen, Fühler, Kopf und Rüssel sind denen des
Flentiauxi fast gleich, nur ist letzterer an den Seiten vor den
0 Ann. France 1893 p. 520.
ätett. entomol, Zeit. 1895.
102
Augen eingedrückt. Thorax nach vorn allmälig gerundet-
verengt, an dem vorderen halsförmig abgeschürten Theil nur
der Spitzenraud oben schmal schwarz gesäumt, die stumpfe
Seitenkante etwas gröber und dichter punktirl, die Quer-
wülbung beim Mann flacher als bei dem des Fleutiauxi.
Decken nach hinten noch etwas mehr verengt, an der Spitze
in der Mitte gemeinsam ausgebuchtet, die Streifen gegen die
Basis tiefer eingeritzt und deutlich punktirt, sonst schwärzlich
durchscheinend, Streifen 1 dem Schildchen, 3 und 4 einander
genähert, alle Ränder bis auf die Basis gegenüber dem Anti-
seulellarlappen Jtchmal schwarz gesäumt, der Außenrand gegen-
über den Mittelbrustepimeren in eine quere Makel über der
Schulterschwiele und von den Hinterhüften bis zur abgerundeten
Außenecke des Spitzenrandes über den neunten Streifen hinaus
verbreitert, beide Erweiterungen wie auch die schwarze Fär-
bung auf den Thoraxseiten von oben theilweise sichtbar.
Das Pygidium ist in beiden Geschlechtern ziemlich breit,
beim Mann breiter (aber schmäler als beim Fleutiauxi M&nn)
stumpf gerundet, dichter, besonders auf den Seiten sehr dicht
und fast körnig punktirt und wie der Spitzen rand mit kurzen
gelbrothen Börstchen besetzt. Prosternum am Vurderrande mit
einer breiten gemeinsamen und jederseits neben den Hinter-
hüften mit einer schrägen rothen Makel. Hinterbrust jeder-
seits zwischen Mittel- und Hinterhüften mit einer rothen Längs-
binde, die hinter den Mittelhüften nach außen umgebogen bis
zu den Episternen reicht. Bauchsegmenle 1 und 5 bis auf
den Vorderrand ganz roth, die drei mittleren bis auf eine
rothe Makel an ihrem Außenrande schwarz; Seitender letzten
Segmente, das Analsegment auch vor dem schwärzlichen,
beim Mann erhabenen Spitzenrande viel kräftiger auch dichter
punktirt als bei Fleutiauxi und beim Mann mit gelblichen
Börstchen besetzt. Die Körperseiten unten beim Mann fein
und ziemlich dicht gekörnelt, beim Weibe einfach und weit-
läufig punktirt.
Von dem javanischen miniatocrinitus ^) Chvrl. durch
die größtentheils schwarze Unterseite, den erweiterton schwarzen
Seitenrand der Decken, das nur in der Mitte rothe und in
beiden Geschlechtern stumpfspitzige Pygidium. den viel kürzeren
Thorax mit stumpferem und weniger nach hinten vorgezogenem
Mittellappen hauptsächhch verschieden.
Protocerius praetor. Elougato-ellipticus, niger, supra
rufus; rostro, antenuis, scutello et limbo prothoracis elytrorum-
1) Loc. c. 1883 p. 560.
Stett. entomol. Zeit. 1895.
103
que nigris; prothorace feminae punctulis minoribus et majoribus
sat dense obsito, maris densissime minutissime grauulato,
dorso niedio obtuse subcuriuulato; elytris octo-bruaneo-striatis,
quatiior iuternis feminae et quinque maris acute scarificatis,
exterioribus obsolete striolato-punctulatis, interstitiis feminae
lemote punctulatis maris densius minutissime granulatis, callo
humerale obsolete iufuscatis, limbo exteriore late nigris sed
dcsuper liaud conspicuis; corpore subtus lateribus punctulis
minoribus et majoribus maris densissime obsito. Lg. 41 — 51,
lat. 14 — 20 mm.
Bei Buitenzorg auf Java von Dr. Kükenthal in vier
Exemplaren gefangen.
Schmäler als der heros Oliv., von der Körperform des
fervidiis i) Pasc, und laetiis Vollenh. Bei den beiden letzten
ist der Deckenaußenrand nur schmal schwarz gesäumt und
die schwarze Färbung des Prosternums erreicht nicht die
Seiten, ist also nicht wie bei praetor von oben, wenn auch
nur wenig sichtbar; dieser ist von laetus außerdem durch
das Felden der schwarzen Thoraxmakeln, von fervidus noch
durch die bräunlich durchschimmernden Punktstreifen auf den
Decken verschieden. Rüssel beim Mann etwas weniger
gebogen als beim Weib, sein Rücken bis zur Fühlereiuleukung
flach gedrückt und ziemlich dicht punktirt, dann bis zur Mitte
mit einer flachen unpunktirten Furche, jede der beiden Seiten-
kanteu aber bis zum dicht punktirten Spitzenviertel mit einer
Reihe verschieden großer Tuberkel besetzt; der Rüssel des
Weibes ist überall fein und weilläufig punktirt, zwischen den
Fühlereinlenkungen mit einer flach eingedrückten ovalen Grube.
Thorax etwas länger als breit, der Vorderraud breit schwarz
gesäumt, die schwarze Färbung der Unterseite auf die Seiten
bis zur Höhe der Mittelbrustepimerenspitze hinauf gezogen,
aber nicht parallel dem Seitenrande abgeschnitten, sondern
flach zweibuchtig mit einer von oben etwas sichtbaren
stumpfen Spitze vor der Mitte, quer unterhalb dieser Spitze
auf schwarzem Grunde mit einem kaum bemerkbaren flachen
und durch seine Punktirung von der Umgebung nicht ab-
weichenden Eindruck. Decken nach hinten verengt, alle
Streifen und die sehr flachen Punkte in den äußeren nicht
vertieften Streifen wie auch die Schulterbeule bräunlich, das
Randspatium von der Basis bis vor die Hinterhüt'ten beinahe
in seiner ganzen Breite, dann aber noch bis vor die Spitze
auch das halbo achte Spatium schwarz. Die Punktirung der
1) Journ. Lin. Soc. 1871 p. 216.
Stett, entomol. Zeit. 189&.
104
weiblichen Beine sehr spärlich, die der männlichen sehr dicht.
Am wenigsten verschieden von einander ist in beiden Ge-
schlechtern die Punktirung des Pjgidiums. Vorderscliienen
des Mannes unten mit stumpfem Zahn.
Diathetes Kükenthali. Oblongus, depressus, nigro-veluiinus,
ex parte nitidus; capite punctulato rostroque nitidis, hoc
femoribuö anticis paulo longiove sed angustiore, confuse postice
sat grosse punctato; prothorace latitudine lougiore, autrorsim
sensim rotundato-angustato intra apicem lateraliter constricto,
dorso punctis vagis minutis latera versus gradatim majoribus
adsperso; scutello uitido elongato-triangulari, lateribus rotun-
dato; el3'tris oblongis anlice posticeque parum augustatis,
sulcatis, in suicis vix eonspicue puuctatis, interstitiis convexis
tertia parte anteriori nitidis, apice macula commuui ancorae-
formi olivaceo-velutiua ornatis; pygidio antice punctato postice
inaequaliter impresso et croceo-velutino; corpore subtus
lateribus obsolete cincreo-pruiuoso puuctisque grossis squamigeris
obsito, medio uitido vix punctulato. Lg. 22, lat. 9 mm.
Bei Patani auf Halmaheira von Dr. KUkentlial entdeckt.
Von der Größe des strennus^) Pasc, von ihm und den
bisher beschriebenen Arten durch die olivenfarbige anker-
förmigc Sanimetmakol an der Spitze der Flügeldecken ver-
schieden; diese Makel bedeckt über ein Drittel der Nah( länge,
den ganzen Spitzenrand der Decken und eine Erweiterung
dieses nach vorn auf den Spatien 4, 5, 6 bis zur Schwielen-
steile; ebenso tomentirte Punkte finden sich hinten auf den
vier äußeren Spatien; alle Sj)atien an der Basis und die
Schulterschwiele fein, die an der Basis breiteren und lieferen
Furchen deutlicher punktirt. Das glänzende Schildchen ohne
Punkte. Thorax mit ziemlich breit gerundetem Mittellappen,
die Seiten nach vorn fast geradlinig mit sehr geringer Schwei-
fung convergireud, vor der seitlichen Einschnürung halsförmig,
an der Spitze höchstens ein Drittel so breit als die Basis, die
größten der nach allen Seiten größer werdenden Punkte so
groß als die auf der BasalÜäche des Rüssels, die am dichtesten
auf dem Seitenrande. Rüssel in beiden Geschlechtern an
Länge und Sculptur kaum verschieden, wenig läuger als der
Vorderschenkel, zwischen den Augen mit breit eingedrückter
Längsfurche, auf dem verdickten Theil am gröbsten und
etwas ungleich punktirt, die Punkte zur Spitze hin allmälig
feiner. Geißelglied 7 länger als breit, parallelseitig, an der
Basis kurz gerundet verengt, die Keule höchstens ein Drittel
») Loc. c. 1873 p. 72.
Stett entomoL Zeit. 1895.
lOo
so lang und von der breiten Seite gesehen trapezförmig. Die
größten Punkte der Unterseite stehen auf den Hinterbrust-
episternen, die dichtesten auf den Mitlolbrustepimeren, auf den
Seiten und an der Spitze des Abdonnens; das Analsegment
an den Seiten vor der Buchtung mit oHvenfarbigem Sammct-
fleck. Alle größeren Punkte mit graugelber Sehuppenmasse
im Grunde. Von der Seite mit dem Licht gesehen erscheint
der Thorax und der nicht sammetarlige Theil der Decken mit
einem hauchartigen Reife bedeckt.
Schenkel und Schienen des Männchens unten mit röthlich
gelben Haaren gewimpert.
Prodioctes geniculatus ^) Chvrl. (Meroplus), Unter zehn
in der Färbung sehr veränderlichen Stücken beiderlei Ge-
schlechts von Ceram und Buru in meiner Sammlung finden
sich zwei die hellste Abänderung rcpräsentirende Weibchen,
auf welche Chevrolat's Beschreibung seines geniculatns von
Celebes sonst ausgezeichnet paßt, nur ist bei diesen Stücken
Spatium 4 etwas breiter und erhabener als die übrigen. Die
vier schwarzen Makeln auf dem Thorax liegen (je zwei hinter-
einander) zwischen den drei schwarzen Längslinien; auf jeder
Decke findet sich eine längliche Makel auf Spatium 4 und
eine rundliche im Punktstreifen 9, beide in gleicher Ent-
fernung von der Basis etwas vor der Hinterhüftenhöhe.
Zwischen so gezeichneten rothen und bis auf die Schenkel-
wurzel ganz schwarzen Stücken, die ich var. austerus ge-
nannt, finden sich alle Uebergänge. Schenkel und Schienen
von den Knieen aus, P^^gidium und Abdomen von der Mitte
aus werden zuerst von der zunehmenden schwarzen Färbung
ergriffen: am längsten widerstehen dieser Zunahme der
Thoraxvorderrand, das Schildchen und die Schenkelwurzel.
Bei einer Zwischenfärbung haben die zwei schwarzen Makeln
jcderseits auf dem Thoraxrücken sich vereinigt, verbreitert
und sich dann vorn und hinten mit den drei Längsbinden
vereinigt, so daß auf dem nun schwarzen Rücken acht röth-
liche Makeln (je vier in einer Querreihe) nachgeblieben sind.
Auf den Decken tritt die schwarze Färbung zunächst auf der
Schulterschwiele und vor der Spitze auf den Spatien 1, 4
und 5 auf.
Geißelglied 7 ist viel weniger zusammengedrückt als
z. B. bei meinem tristis 2) und kaum länger als die Keule,
Glied 1 länger als 2, die übrigen an Länge ab- und an Breite
1) Ann. Fr. 1885 p. 98.
2) Ann. Mus. Civ. Genova 1894 p. 337.
Stett. entomol Zeit, 1895.
106
zunehmend, 6 stark quer. Die Länge des Körpers schwankt
zwischen 12.5 und 15,5, die Breite zwischen 4.5 und
5.7 MilHmeter.
Prodioctes singhalensis. Oblongus, ruber, opacus; ore
prothoracis viüis tribus, eljtrorum vitta obhqua antica ab-
breviata et interrupta, macula rotundata in callo postieo,
trochanteris, macula sternah ante coxas omnes abdomineque
ex i)arte nigris; rostro basi scisso femoribus anticis uonniliil
longiore, arcuato; prothorace elongato, basi valde rotundato
vix marginato, dorso depresso remote albido-punctato; scutello
ovato piano; eljtris antice punctis sat grossis seriatis, postice
punctato-striatis; pvgidio remote fortiterque punctato, medio
carinato; corpore subtus femoribusque albido-, sterno seg-
mentoque primo abdominale fortiter punctatis; femoribus
calcaratis. Lg. 8, lat. 2.5 mm.
Colombo.
Das rothc Aveder ausgehöhlte noch eingedrückte Schildchen,
der auf dem Rücken weiß punktirte Thorax, das gekielte
Pygidium und die schwarz gemakelte Unterseite müssen unsre
Art von haematiciis ^) Chvrl. (gleichfalls von Ceylon) unter-
scheiden. Nach dej- Rüsselsculptur zu urtheileu, hat Chevrolat
das Männchen beschrieben. Ueber das Geschlecht meines
Stückes der neuen Art bin ich nicht sicher, da die Unter-
schiede zwischen beiden Geschlechtern der Arten dieser
Gattung nicht immer die gleichen und nicht immer ab-
solute sind.
Geißelglied 7 ist nur wenig comprimirt und wenig länger
als die Keule, l bis 6 allmälig kürzer und breiter. Die an
der Rüsselbasis ziemlich groben aber oberflächlichen Punkte
werden bis zur Mitte kaum feiner. Kopf sehr fein lederartig
und feiner punktirt. Thorax conisch mit bis zur Mitte leicht
geschweiften Seiten, dann gerundet verengt, au der Spitze
schwach halsförmig; die voneinander entfernten weißen, in
der Mitte größeren Punkte zur Basis hin entschieden, zur
Spitze hin wenig kleiner; die drei schwarzen Längsbinden
vorn und hinten abgekürzt, die äußeren von oben nur wenig
sichtbar, die mittlere in der Mitte am schmälsten. Decken
au der Basis tlach gerundet erweitert, nach hinten verengt,
an der Spitze jede schräg nach innen abgestutzt; die
schwarze Schrägbinde auf jeder Decke beginnt dicht unter
der Schulterschwiele im Streifen 9, zieht parallel der Thorax-
basi^ bis zum Nahtstreifen, ist aber auf Spatium 6 und 7
») Ann. Fr. 1885 p. 99.
Stett. entomol. ZeiU 1895.
107
unterbrochen. Vor allen Hüften steht eine schwarze Makel;
Bauchsegmeut 1 in der Mitle und eine Seitenmakel auf jedem
der drei mittleren Segmente schwarz, letztere lein und weit-
läufig, ersteres sehr grob und dicht punktirt; Analsegment an
der Spitze mit einer eingedrückten Grube.
Prodioctes octopustulatus. Oblongus, rufus, nupra de-
pressus, opacus; ore prothoraeis maculis tribus rotundatis
trunsver.sim positis, eljtrorum maculis quinque, vitta mediana
in segmentis secundo et tertio, vitta utrinque in tertio et
quarto, trochanteris, mesosterno basi coxisque medianis nigris;
rostro femoribus anticis breviore paulo arcuato; fronte inter
oculüs leviter transversim impressa; antennarum funiculo
elongato, articulis sex primis aequiangustis, septimo magis
compre'sso, breviter lateque trianguläre, clava trapezoidale illo
longiore; prothorace conico basi haud marginato, punctis
parvis albidis adsperso, dorso macula nigra signato; soutello
breviter trianguläre nitido; el3iris striato-punetatis, stria nona
impressis, macula communi mox infra scutellum, singulo
macula marginali sub humeros nitidos, altera postica trans-
versa nigro-notatis; corpore lateribus disperse punctato, medio
disperse punctulato, segmeato anale nonnihil densius punctato;
femoribus muticis. Lg. 13, lat. 4 mm.
Borneo.
Diese und noch zwei neue dem mir unbekannten linea
nigra^) Chvrl. ähnliche Arten sind rolh, die Decken haben
fünf schwarze Makeln, verlängerte Geißel mit gleich dünnen
sechs ersten Gliedern und deutlich comprimirtem siebenten,
Stirn vom Rüssel nur durch eine leichte Querfurche getrennt
und an den rothen Beinen sind die Trochanteren schwarz.
Folgende Tabelle giebt die Unterschiede jener drei Arten
von lineanigra:
|i. Decken mit vier schwarzen Makeln, von denen die
hintersten marginal stehen; Thorax mit schwarzer
Mittellinie; Pygidium an den Seiten aufgebogen, clava
globata! (siehe Chevrolafs Diagnose). Java
lineanigra Chvrl.
1. Decken mit fünf schwarzen Makeln;
21. Schenkel ungezähnt, Körper gestreckter; Rüssel kürzer
als der Vorderschenkel: Fühlerkeule trapezförmig;
Thoraxrücken mit einer ovalen schwarzen Dorsalmakel
in der Mitte und einer runden von oben nicht sicht-
baren Makel am Seitenrande; Decken mit einer ge-
1) Ann. Fr. 1885 p. 98.
Stett. entomol. Zeit. 1895.
108
meinsamen querovalen schwarzen Makel dicht hinter
dem Scliildchen zwischen den zweiten Streifen, die
Subhumeralmakel marginal, dip größere hintere etwas
vor der Sohwielenstelle zwischen den Streifen 5
und 8; Hinterbrustepisternen ungemakelt, Borneo
octopustulatus n. sp,
2. Schenkel deutlich gezähnt; Körper kürzer, Rüssel länger
als der Vorderscheukel; Fühlerkeule quadratisch spatei-
förmig; Thorax mit drei schwarzen Längslinien; die
gemeinsame Deckenmakel etwas hinter dem Schildchen
viereckig und nur zwischen den ersten Streifen auf der
Naht gelegen, die Makel unter der Schulter nicht
marginal; die Hinterbrustepisternen schwarz gemäkelt;
alle Punkte mit etwas weißer Schuppenmasse im
Grunde, die Punkte in den Deckenstreifeu zur Basis
hin größer uud tiefer, Spatien mit einer Reihe feiner
und weitläufiger Punkte; Prosternum unten grob, tief
und ziemlish diciit punktirt, die zwei Seiteubinden auf
dem Thorax erreichen die Basis, aber nicht den Vorder-
rand; Bauchsegment 1 und 2 in der Mitte mit breiter
schwarzer Längsbinde, 2, 3 und 4 am Außenrande
mit schwarzer Makel; Vorder- und Hinterhüiten größten-
theils schwarz; Segment 1 an der Basis, das Anal-
segment, die Vorder- und Hinterbrust in der Mitte,
erstere auch an den Seiten gröber und dichter punktirt.
31, Die Thoraxmittelbinde erreiclit den Vorder- und Hinter-
rand; die von oben thcilweise sichtbare Subhumeral-
makel auf den Decken bildet einen nach hinten ofteneu
Bogen zwischen den Streifen 5 und 9, die hintere
dreieckige mit abgerundeten Spitzen liegt zwischen den
Streifen 4 und 7, Außenrand von den Hiuterhüften bis
zur äußeren Rundung des Spitenrandes und eine Strich-
makel auf dem spärlich und oberflächlich punktirten
Pygidinm mattschwarz; Analsegment an den Seiten
uud Hinterbrustepisternen an der Lmenseite breit
schwarz gerandet, die Epimeren hinten mit einer kleinen
schwarzen Makel. Borneo. Länge 13, Breite 5 Milli-
meter borneanus n. sp.
3. Die Thoraxmittelbinde erreicht weder die Basis noch
die Spitze und ist wie die Seitenbindeu in der Mitte
unterbrochen; die rundliche Subhumeralmakel liegt auf
den Spatien 8, 7 und greift auf G über, die kleine
runde hintere auf 5 und theilweise auf 6, Außenrand
roth: Hinterbrustepisternen mit einer runden Makel am
Stett. entomol. Zeit. 1895.
109
Innenrande im Spitzendrittel; Analsegment seitlich an
der Basis mit einer schwarzen dreieckigen Makel;
Pygidium mit großen aher nicht tiefen borsteutragen-
den Punkten ziemlieh dicht besetzt. Java (Museum
Tring, Hartmann und Faust). Länge 10—12, Breite
3.8 — 4.8 Millimeter quinquepustulatus n. sp.
Prodioctes Fruhstorferi. c^. Anguste ellipticus, sub-
depressus, obscure rufus, griseo-pruinosus, atro-holosericeo-
maculatus, undique furfuraceo-punotatus; capite, rostro, femo-
ribus tibiisque dilute rutis, mesosterno coxisque nigris; rostro
arcuato supra aspcrato-punctato; prothorace oblonge dorso
medio macula elliptica postmediana, lateribus utrinque macula
rotundata atra notato; scutello ovato pruinoso; elytris sub-
tiliter punctato-striatis, interstitiis planis seriatim furfuraceo-
punctatis, maculis duabus rolundatis una humevali altera
postica inter striam tertiam et nonam atro-holosericeis.
Lg, 12, lat. 3 mm.
Java (Fruhstorfer).
Von sehr schlanker Form und scheinbar dem mir unbe-
kannten amoenus ') Pasc, ähnlich, von ihm aber durch ge-
bogeneu Rüssel, nicht horizontales Pygidium, durch die Mittel-
binde und die fehlende Seitenmakel auf dem Thorax sicher
verschieden.
Die sechs ersten Geißelglieder allmälig wenn auch nur
wenig breiter werdend, Glied 7 verkehrt kegelförmig etwas
kürzer als breit und etwas comprimirt, die Keule kürzer als
dieses Glied und trapezförmig mit leicht gerundeten Seiten.
Die weißgrauen etwas erhabenen Punkte auf dem Thorax
nicht kleiner als die Räume zwischen ihnen, die seitliche
runde, von oben nicht sichtbare schwarze Sammetmakel liegt
in der Mitte, die elliptische dorsale hinter der Mitte. Die
Decken sind fein gestreift, in den Streifen sehr fein, auf dem
Rücken kaum sichtbar punktirt, dagegen die gereihten er-
1) Ann. Mus. Civ. Genova. 1885 p. 300- Des geraden Rüssels
und des horizontalen Pygidiunas wegen kann diese Art kein Prodioctes
sein-, aller Wahrscheinlichkeit nach gehört sie zur Gattung Bdurlnjnus
Guer. mit dem auf Java und Sumatra heimischen Typus ocellalus Guer.
Vermuthlich gehört auch der mir unbcUannte Mer/aproctus avulus Gyll.
zur Guerin'schen Gattung, während extlainalionis Wiedm., afßnk und
ßlifurmis entschieden mindestens einer andern Gattung angehören.
Für exdamalionis wäre die Gattung Oxi/pi/giis Lac. beizubehalten, weil
ihre Bcschroibnng i)ei Lncordairc der VViederaaiui sehen Art angepaßt
ist. Belorlu/mis hat einen geraden Rüssel, ein horizontales scharf zu-
gespitztes Pygidium und ein drehrundes schmales kegelförmiges Geißel-
glied 7, das die kuppeiförmige Keule nur sehr wenig überragt.
Stett. entomoU Zeit. 1895.
110
habenen weißlichen Punkte auf den Spatien ebenso groß als
die auf den Thorax, der Unterseite und auf den Beinen; die
beiden schwarzen Makeln sind wenigstens vorn und hinten
von einem schmalen weißlichen Tomeutstreifen umgeben.
Pygidium ziemlich scharf zugespitzt, firstartig gewölbt und
ziemlich grob punklirt, jeder Punkt mit einem kurzen Börstchen.
Prodioctes Kirschi. V. Ellipticus, supra depressus, obscure
sanguiueo, oi)acus, uigro-maculatus; scutello, rostro, f'uniculo
pedibusque nitidis; rostro arcuato basi remote punctato; pro-
thorace apice band constricto, lateribus leviter lateque sinuato,
medio longitudinaliler lateque plano-impresso, in impressione
vitta angusta nigra uotato, dorso juxta impressionem sub-
tiliter remoteque j)unctulato, latera versus sat fortiter densiusque
punctato; scutello ovato nigro nitido; elytris remote punctato-
striatis, interstitio quarto nounihil convexis, Omnibus sub-
uuiseriatim puuctulatis, singulo maculis tribus nigris signatis,
anteriori submarginali post callum humerale, altera poslica
maxima antrorsim angustata, tertia parva antemediaua in
interstitio quarto; pygidio obtuse trianguläre remote punctato,
medio obtuse carinato; pedibus rufis geniculis tarsisque nigris,
femoribus clavatis dentatis; corpore subtus cinereo-pruinoso-
segmento anale apice vix impresso. Lg 12 — 13, lat.
4.2—4.7 mm.
Todalie (Halmaheira). Ein Weibchen von Dr. Kükcuthal
gefunden; ein zweites von Halmaheira in meiner Sammlung.
Von dem verwandten Dehaani Gyll. hauptsächHch da-
durch verschieden, daß der plane Dorsaleindruck des Thorax
nicht von zwei glänzenden Kielen eingeschlossen, daß die
äußere Kielkante vielmebr verwischt ist und die Kiele nur
durch ihre feine Punktirung angedeutet sind; bei einer weiter
unten erwähnten Art inferjectus aber ist auch diese An-
deutung der beiden Kiele verschwunden, indem die Umgebung
des planen Dorsaleindrucks keine feinere Punktirung zeigt als
die Thoraxseiten; damit ist aber auch der einzige Unterscbied
zwischen den Gattungen Pleurotliorax Clivrl. (1883) und
Prodioctes Pasc. (1873) verschwunden.
Die mit Dehaani verwandten Arten sind in der folgen-
den Tabelle zusammengestellt.
1^ Der plane Dorsaleiudruck auf dem Thorax ist entweder
durch zwei erhabene und dann meist glänzende, oder
durch zwei nicht erhabene und dann nicht glänzende
Längsstreifen eingeschlossen, die aber immer viel feiner
und spärlicher punktulirt sind als der außen daneben
liegende Theil des Thoraxrückens; Fühler schwarz; die
Stett. entomol. Zeit. 189S.
111
gereihten Punkte auf den Deckenspatien sind kleiner
oder wenigstens nicht größer als die in den Streifen,
Spatium 4 erhabener als die übrigen.
21. Die vordere schwarze Seitenmakel auf den Decken
liegt hinter der SchulterschwieJe.
31. Diese Subhumeralmakel erreicht den Punktstreifen 10,
aber nicht den Außenrand der Decken.
4'. Schildchen weißlich tomentirt, matt. Die vier inneren
Deckenstreifen furchenarlig vertieft und zur Basis hin
tiefer; die etwas sichelförmige Subhumeralmakel liegt
quer zwischen den Streifen 5 und 10 mit nach hinten
offenem Bogen und ist theilweise von oben sichtbar;
die hintere Makel zwischen den Streifen 3 und 9 liegt
ebenfalls quer und ist nach innen verengt Die Punkte
innerhalb und außerhalb der beiden erhabenen und
glänzenden Längsstreifen auf dem Thorax sind flach,
groß und ocellenartig ganz mit Schuppenmasse aus-
gefüllt, die schwarze Mittelbinde nimmt beinahe die
ganze Breite zwischen diesen Längsstreifen ein. Java,
Borneo Dehaani G jll.
4. Schildchen kahl glänzend. Die vier inneren Decken-
streifen fein und zur Basis hin nicht tiefer; die vier-
eckige Subhumeralmakel liegt zwischen den Streifen 8
und 10 und ist von oben nicht sichtbar, die hintere
Makel erreicht den Außenrand. Alle Punkte auf dem
Thorax innerhalb und außerhalb der fein punktirten
Längsstreifen sind eingestochen, kleiner und zeigen nur
im Grunde etwas Schuppenmasse, die schwarze Mittel-
binde nimmt höchstens ein Drittel der Breite zwischen
den Längsstreifen ein.
51. Die beiden Längsleisten auf dem Thorax sind glänzend
und sowohl innen als außen stumpfkantig. Körper
heller und namentlich die Unterseite des Körpers
größtentheils fauch die Hinterbrustepisterneu und Seiten
des ersten Bauchsegments) roth; die schwarze Seiten-
binde auf dem Prosternum in der Mitte unterbrochen.
Ins. Aru torridus Pasc.
5. Die beiden Längsstreifen auf dem Thorax sind matt
und nur innen stumpfkantig, während die Außen-
kante erloschen ist und die feine Punktirung allmälig
in die gröbere übergeht. Körper dunkel blutroth,
unten an den Seiten schwarz, die schwarze Längs-
binde auf dem Prosternum nicht unterbrochen. Hal-
maheira Kirschi n. sp.
Stett entomol. Zelt 1895.
112
3. Die Subhumeralmakel erreicht den Äußonrand und innen
den Punktstreifen 8 der Decken und ist von oben nicht
sichtbar, die Antiapicalmaliel Hegt zwischen dem dritten
Streifen und dem Außenrande ohne diesen und hinten
die Vereinigungsstelle des dritten und achten Streifens
zu erreichen. Die Längsleisten auf dem Thorax breit
erhaben, die Punkte innerhalb und außerhalb flach und
ocellenartig mit Toment ausgefüllt. Schildchen kahl,
glänzend. Auf den Decken sind uur die vier inneren
Streifen fein gerinnt, die Punkte in ihnen breiter als
die daher undulirt erscheinenden Streifen, die übrigen
Streifen nicht oder kaum vertieft mit ocellenartigen
Punkten. Schenkel gezähnt. Prosternum an den Seiten
und wie auch sowohl Mittel- als Hinterbrust jederseits
vor den Hüften mit einer schwarzen Makel. Bauch-
segmente 1 bis 5 jederseits, 5 auch in der Mitte mit
schwarzer Längsbinde, 2 mit großer, 3 und 4 mit kleiner
schwarzer Makel in der Mitte. Köi'pergrundfarbe wie
bei Dehaani.
6^. Vorderbrust und Schenkel mit flachen ocellenartig tomen-
tirten Punkten, die auf letzteren au der Spitze sehr
dicht stehen und zur Basis hin kleiner werden. Die
gereihten ocellenartigen tomentirteu Punkte auf den
Deckenspatien flach und kaum kleiner als die in den
Streifen. Schenkel, Schienen und Seiten des Hinter-
körpers roth, Bauchsegment 1 in der Älitte roth, selten
mit einer kleinen schwarzen Makel vor dem Hinterrande.
7^. Die Mittelbrust bis auf den Spitzentheil ihres Fortsatzes
und die Hinterbrust am Hinterrande zwischen den Hüften
schwarz. Die schwarze Seitenbinde des Prosternums
ist nur in der vorderen Hälfte von oben etwas sicht-
bar und die schwarze keilförmige Längsbinde vor den
Vorderliüften reicht bis zur Querfurche hinter dem
Vorderrande. Die Pjgidiumspitze ist in beiden Ge-
schlechtern abgerundet und nicht eingedrückt.
8^ Die dorsale Mittelbinde auf dem Thorax nimmt die
halbe Breiti^ des Raumes zwisclien den Läugsleisten ein,
die Punkte außerhalb der letzteren sind groß und dicht
gestellt. Der zwischen der Basis und der Antiapical-
makel erhabene Theil des vierten Deckenspatiums breit
und mit deutlichen Tomentpunkten besetzt, der Vorder-
rand der Anliapicalmakel ist zwischen den Streifen
9 und 5 horizontal, dann zwischen 5 und 3 schräg
nach innen abgestutzt. Länge 11 — 12, Breite 3.8 — 4 mm.
Java (Mus. Tring, Hartmauu, Faust.). . . geminus n. sp.
Stett. eatomoL Zeit. ISBC.
113
Schmäler als der vorhergehende. Die dorsale Mittel-
binde auf dem Thorax nimmt beinahe die ganze Breite
des Raumes zwischen den Längsleisten ein, die Punkte
außerhalb der letzteren sind klein und undicht gestellt.
Der zwischen der Basis und der Antiapicalmakcl er-
habene Theil des vierien Deckenspatiums schmal, scharf
kielförmig, unpunktirt schwärzlich uud glänzend, der
Vorderrand der Antiapicalmakel ist zwischen den Streifen
9 uud 3 horizontal abgestutzt. Länge 9 — 11.5, Breite
2.6 — 3.5 mm. Perak. (2 q i^ in meiner Samm-
lung) fallax n. sp.
Die Mittelbrust in der Mitte roth. Die schwaize Seiten-
binde des Prosternums ist in ihrer ganzen Länge von
oben etwas sichtbar, die schwarze keilförmige Läugs-
binde vor den Vorderhüften reicht uur bis zur Mitte
der Vorderbrusl. Das Pygidium ist au der Spitzen-
wölbung der Länge nach ziemlich tief aber stumpf
eingekerbt, weshalb die Sj)itze von oben gesehen zwei-
höckerig erscheint. Länge 9 — 1L5, Breite 2.6 — 3.5 mm.
Perak (2 ,j^,^ in meiner Sammlung. .. g^emellus n. sp.
Vorderbrust mit vertieften Punkten, deren Boden allein
mit Toment bedeckt ist. Die gereihten Punkte auf
den Deckenspatien viel kleiner als die in den Streifen.
Schenkel sehr weiflünlig punktirt und bis auf die rothe
Basis schwarz. Unterseite größtentheils schwarz, nur
drei schmale Längsbinden auf der Vorderbrust, die
Seilen der Mittelbrust, der Vorderrand der Hinterbrust
und des ersten Bauchsegmentes sowie je zwei Makeln
auf den Segmenten 3 und 4 roth. Thorax schwärz-
lich, die sammetschwarze Mittelbinde nimmt mehr als
die halbe Breite des Raumes zwischen den beiden
etwas glänzenden Längsleisten ein und die großen
Occllenpunkte sind ziemlich aber nicht ganz gleich-
mäßig dicht gestellt. Decken röthlieh, die gereihten
Punkte auf den Spatien viel kleiner als die in den
Streifen und der erhabene Theil des vierten Spatiums
sciimal kielförmig, schwärzlich, unpunktirt und glän-
zend. Die Antiapicalmakel am Vorderrande wenig
schräg nach innen abgestutzt, die glänzende Schulter-
schwiele angeduukelt. Der Käfer hat die breite Form
des Dehaanl, ist aber kürzer. Länge 11, Breite 4 mm.
Carin Cheba carmensis i) n. ep.
') Dicä ist (.lieselbc Art, die ich in Ann. Mu3. Civ. üenuva 1894
[>. 335 als Anapijyus Üeliuani üyll. angesprochen habe.
ätett. ontomol. Zeit. 1896. 3
114
2. Die vordere schwarze Seitenmakel der Decken liegt
auf der Schulterscliwiele. Java eximius^) Guer.
1. Der Dorsaleindruck auf dem Thorax ist nicht durch
erhabene und fein puuktirte Längst-treifen eingeschlossen,
alle Punkte des hellrothen ziemlicli schmalen Körpers
mit Ausnahme derer in den Deckenstreiten sind ocelleu-
artig tomentirt. Fühler roth. Die gereihten Punkte
auf den Deckenspatien sind größer als die iu den
Streifen, Spatium 4 flach gewölbt und kaum erhabener
als 3, 2 und 1. Körper und die ganzen Beine roth, nur
die Thoraxmittelbinde und eine Makel auf den Seiten,
das Schildchen, zwei Makeln auf jeder Decke, die
Mittel- und Hinterbrust sowie die Mitte der drei mitt-
leren Bauchsegmente schwarz. Fühlcrgeißel schlanker
als bei den übrigen Arten in dieser Tabelle und zum
siebenten hin weniger verdickt. Thorax nicht ganz
doppelt so lang als breit, an der Spitze halb so breit
als an der Basis, diese mit breitem fast abgestutztem
Mittellappen und beiderseits flach geschweift, die
schwarze dorsale Längsbinde in den planen Eindruck
durch eine unregelmäßige Reihe dicht aneinander
gelegter Ocellenpunkte begrenzt, die Punkte an den
Seiten des Rückens dichter als neben dem Eindruck
und dichter auch gröber als auf der Vorderbrust.
Schildchen schwarz glänzend. Decken reichlich doppelt
so lang als breit nach hinten wenig verengt, die vier
inneren Streifen fein vertieft, die Punkte in ihnen kaum
breiter als jene, die Naht schwarz, alle Spatieu bis
auf das vierte flach, die runde Humeralmakel zwischen
den Streifen 6 und 9, von oben etwas sichtbar, die
doppelt so große Antiapicalmakel rundlich zwis-chen
dem Streifen 4 und dem Außenrande diesen jedoch
nicht ganz erreichend und von der Spitze weiter ent-
fernt als bei allen Arten iu dieser Tabelle. Das
Pygidinrn des einzigen mir vorliegenden Stückes mit
unpunktirter kaum erhabener ölittellinie, jederseits mit
kleineren Borstenpunkten, die Spitze dagegen beuiig nach
liiuten vorgezogen und gekörnelt. Unterseite pruinös und
in der Mitte viel feiner punktirt als an den Seilen,
Analsegment an der Spitze mit breitem rundem Eindruck.
Länger und schmäler als die andern Arten dieser Tabelle.
, Länge 10, Breite 2.8 mm, Perak . . . interjectus n. sp.
*) Ist mir bisher nicht vorgekommen.
Stett. entomol. ZeiU 1896.
115
Reiseskizzen
von
Fred. Gudniaitn in Kopenhagen.
I.
Die Westindischen Inseln,
Wie den Lesei-n der Stettiner entomologischen Zeitung
erinnerlieh sein mag, hielt ich mich mit Herrn von Hedemann
auf den dänisch-Avestindischen Inseln in den Monaten Miirz,
April und in der ersten Hälfte vom Mai 1894 auf, um Micro-
lepidoptera einzusammeln. Als Herr v. Hedemann sich den
12. Mai nach Europa zurückzukehren entschloß, konnte ich
mich noch nicht vom herrlichen Sammlerleben in den Tropen
losreißen, sondern bcscliloß mit dem Hamburger Packetboot
„Alemannia-^ nördlich um die Insel St. Domingo herum nach
der Hauptstadt Port au Prinee zu gehen, indem ich hoffte,
auf diesen so wenig untersuchten Inseln viele interessante
Micra zu finden, welche Hoffnung sich auch in schönster
Weise erfüllte.
In dem Gedanken, daß es einzelne Leser dieses Blattes
interessiren konnte, ein wenig von meinen Erlebnissen
in jenen von dem Entomologen selten oder niemals be-
tretenen Gegenden zu hören, mache ich hier einige Auszüge
aus meinem Tagebuch in der Hoffnung später Gelegenheit zu
erhalten, die dort von mir gefundenen neuen Pyraliden und
PlnjcidceH zu beschreiben, während Lord Walsingham die
Freundlichkeit gehabt hat, die Beschreibung und Bestimmung
meiner Ausbeute an Tineiden zu übernehmen.
An Bord der ..Alemannia^' verließ ich also St. Thomas
am 13. Mai früh Morgens und nachdem wir im Laufe des
Tages an den felsigen Küsten Puerto Rico's vorüberpassirt
waren, liefen wir am folgenden Morgen in die große Bucht
von Samana hinein. Schon am ersten Tage mußte ich die
traurige Erfahrung machen, daß alles Präpariren an Bord so
gut wie unmöglich war wegen des über das ganze Hinter-
schiff ausgespannten Sonn(>nsegels, welches die Kajüten
allen Lichtes beraubte. Ich hatte nämlich noch einen Theil
meines auf St. Croix gesammelten reichen Zuchtmaterials
übrig, und an diesem ersten Tage meines Aufenthaltes an
Bord krochen mehrere Exemplare einer sehr schönen Gracilaria,
Stett. eatomol. Zuit. 1896. 3*
HG
einer Cosmoptcryx uiul eiiipr Ergatis Art aus, deren Prä-
parirung ich indessen nach verseliiedenen mißlungeneu Ver-
suchen aufgeben mußle. Nachdem wir an den üppig be-
wachsenen Ufern des Savannahgolfes vorübergefahren, ankerten
wir vor der Stadt Sanciies und ich heeiUe mich, eines Boots
habhaft zu werden um ans Land zu kommen, ungeduldig
einen Einbhck in die Fauna der Gegend zu thun. Ich
richtete meine Schritte nach einem niedrigen Gebüsch, welches
am Saume eines weitgcdelmten, üpi)igen Waldes lag. Die
Ausbeute war verhältnißmäßig gering: allein alles war mir
neu und ein Umstand, der mich wunderte, war, da^ nicht
einmal die auf den dänischen westindischen Inseln gewohnhchstcu
Arten hier repräsentirt Avaren. Von Raupen fand ich zwei
Arten der Uyponomeutiden, ganz wie unsere europäischen
gesellschaftlich im Gespinnst lebend; erklärlicherweise gelang
es mir aber nicht dieselben an Bord zur Entwicklung zu
bringen. Am folgenden Morgen ging ich in eines der Schifl's-
boote in Gesellschaft des ersten und zweiten Maschinisten,
um einen Jagdausflug auf den beiden Flüssen, die unfern der
Stadt Sanches ausmünden, zu unternehmen. Wir steuerten
zuerst auf den kleineren zu; an der Mündung desselben war
aber so viel Schlamm abgelagert, daß wir alle über Bord
mußten um das Boot vor uns her zu schieben. Glücklicherweise
dauerte dies doch nur kurze Zeit; bald konnten wir wieder
das Boot besteigen, um den schmalen dunklen Fluß langsam
hinaufzugleiten, nur dann und wann von gefallenen, von Ufer
zu Ufer reiclienden Baumstämmen aufgehalten, welche aber
den kräftigen Axtschlägeu der Matrosen bald weichen mußten.
Einen äußerst eigenthümlichen Eindruck machte diese Fahrt
den Fluß hinauf: zu beiden Seiten, soweit das Auge reichte,
die dunklen Mangrovenstämme mit Tausenden von langen,
nackten Wurzeln, auf welchen Schaaren einer ganz kleinen,
grauen Krabbenart balanciiten, während größere Repräsen-
tanten derselben Familie, an Farbe von Dunkelblau bis
Karmoisin variirend, überall am Erdboden im Begrifl' waren
in ihre Lücher zu verschwinden. Eine eigenthümliche Stille
ruhte über diesen sumptigen Gegenden, nur ab und zu vom
Flügelschlage eines Vogels unterbrochen, auf den dann in der
Regel der Knall eines Gewehrs und ein Platsch im Flusse
oder am schlammigen Ufer folgten.
Die entomologische Ausbeute war hier nur gering wegen j
der einförmigen Vegetation; einzelne Spezies, z. B, eine
Lavernide und eine Eryalis Art fanden sich jedoch in einer
geradezu staunenswerthen Zahl von Individuen. Wir kehrten
St&tt. eatomol. Zelt. 1895.
117
iiim ziiiiick iitul lioueii in den Naclib.U'llitß „Jiina- liineiu,
d'.'i' wcüiMi i-iiiicr IJrc'ite und seiner ü|)pi;ic'n Ufer einen viel
veriini'mlielieren Anhliek gewährt als die dunkeln SünipCe, die
wir soeben verlassen hallen. Als wir am späten Naelimidag,
(las Boot mit mildem Geflügel gefüllt, znrüekruderlen, bot der
Fluß einen durehaus feenhaften Anblick dar, indem die Sonne
ihre Strahlen anf die schlanken Königspalmen und die reich-
blühenden lUiselie des Ufers warf, und zu meiner großen
Freude hatte ich hier das Glück, ein Paar prachtvoller Reprä-
sentanten des Genus Cafaclijsta zu fangen, welche mich immer
an diesen herrlichen Ausflug erinnern werden. Gleich nach
unserer i\ückkehr an Bord des Dampfers wurde die Maschine
geheizt und am folgenden Morgen früh vor der Stadt Porto
Plata Anker geworfen. Ich ging sogleich ans Land und
folgte dem flachen Ufer, wo ich öfters eine dunkelfarbige
Cirindela aufscheuchte, und hier fand ich das glänzendste
Feld für einen Sammler, das ich auf meiner ganzen Reise
angetroflen habe. Erstens fand ich in den Palnien-
wäldern eine große Gracilaride mit langen schmalen Flügeln
und außerordenllit'h langen Fühlern. Man konnte sie in
großer Zahl aus den Blättern der Cocuspahne herausklopfen,
und bei einer Untersuchung der letzteren fand ich eine Menge
äußerst eigeulhümlicher, zum größten Theile verlassener Minen,
welche wahrscheinlich dieser Art zuzuschreiben sind. Nach-
dem man den sehmalen Palmenwald paseirt hat, gelangt man
zu einem kleinen sandigen Bache, über welchen es in den
Vormittagsstunden leicht ist zu springen^ des Abends dagegen
schwillt er wegen des steigenden Meerwassers stark an und
wird dann ziemlich unpassirbar. Jenseits dieses Baches be-
ginnt eine ausgedehnte Wiese, an einigen Stellen dürr und
saudig, an anderen aber feucht und sumpfig, ein wahres
Eldorado für den Microsammler. Mit jedem Schritt scheuchte
ich ganz unbekannte Thiere auf, z. B. drei Pterophoriden,
zwei Lt/oncfiden, drei Spezies Gracllaria, eine sehr schöne
braune Tortricide mit einem goldenen Streifen über die
Vordcrflügel und außerdem eine Menge kleiner Tinciden,
deren Genus ich meistens nicht kannte. Hier tlogen auch in
großer Zahl Ktiella /.inkendla Tr. und die schöne Bolys
vibicalis Z. Endlich gelang es mir auf meinem zweiten und
letzten Ausilug nach dieser Lokalität ein E.Kcmplar der pracht-
vollen feuerrothen Hott/s cpiscopalis H.-S. zu fangen. Ich
hatte auf meiner ersten Wanderung ein paar Mal dieses rothc
Insect zwischen den Gräsern umherfliegen sehen; es war mir
aber nicht gelungen, desselben habhaft zu werden, weil es
Stett. entoraol. Zeit. 1895.
118
eine eigenthilmliche Fähigkeit besitzt, plötzlich im hohen
Grase zu verschwinden, und ich, indem ich mir die Möglich-
keit nicht dachte, daß es ein Kleinschmetlcrling wäre, mein
Suchen schnell aufgegeben hatte. Während ich nun dieses
prachtvolle Thier im Glase betrachtete, ärgerte ich mich
gründlich über meinen Irrthum. Schon am Donnerstag
Morgen mußte ich zu meinem großen Leidwesen die herrliche
Stätte verlassen, wo ich mit Freude einen Monat verweilt
hätte, und die noch einmal wiederzusehen immer das Ziel
meiner Wünsche bleiben wird.
Der nächste Platz, den wir anliefen, war die Stadt Monte
Christy, deren Umgegend einen fast wUstenähulichen Ein-
druck macht, besonders wohl im Vergleich mit den Stellen,
die ich soeben noch besucht hatte. Ich ging ans Land in
Begleitung eines Theils der Besatzung des Schiffes, und
trennte mich dann von jenen, um das Terrain zu recognoscieren.
Eine Stunde wandelte ich am Ufer hin, aber so weit das
Auge reichte, war ödes Land mit spärlicher Vegetation, nur
hier und da von Mangroveusümpfen unterbrochen. Ein Paar
Pterophoriden ausgenommen, sah ich auf dieser Wanderung
fast keine Micra und fing deshalb an Käfer zu sammeln,
welche massenweise die blühenden Mangrovensträucher auf-
suchten, die eine ähnliche Anziehungskraft wie unser Weißdorn
zu haben scheinen. Während ich hiermit beschäftigt war,
hatten sich die Wolken zu einem tropischen Regengusse zu-
sammengezogen und ich mußte mich deswegen eiligst auf den
Weg machen, um einigermaßen trocken die Stadt zu erreichen.
Dies gelang mir auch, insofern ich bei einem leeren Schuppen
an der Grenze der Stadt eben in dem Augenblicke anlangte,
als der Regen herabzuströmen anfing. L-h eilte hinein, und
hatte ich an diesem Tage bis jetzt keine Kleinfalter gesehen,
so sollte ich hier dafür entschädigt werden. Ich hatte bisher
geglaubt, daß wegen der spärlichen Vegetation sowohl wenige
Arten als wenige Individuen in dieser Lokalität zu linden
wären, allein während ich hier im Schuppen stand, strömten
sie zu Tausenden herbei und im Laufe ganz kurzer Zeit hatte
ich alle meine Gläser voll und mußte mich einer unerträg-
lichen Passivität hingeben. Unter den dort aufgefimdenen
Mieros mögen vier schöne Ergalis Kv^an besonders hervor-
gehoben werden und von diesen war namentlich eine Art
mit weißen und rotlicn Zeichnungen in großer Zahl vor-
handen. Nach einer halben Stunde hörte der Regenguß auf
und ich konnte mich wieder an Bord des Dampfers begeben,
welcher bald darauf abfuhr, um den folgenden Morgen Cap
Stctt. entomol, Zeit. 1895.
119
Haiti, die erste Stadt der Republik Haiti, zu en-eichen. Die
Scliwarzen i:;ind sehr streng uud niemand durfte das Schiff
verhisseu, bevor der schwarze Doktor die ganze Besatzung
und die Pas.'-agiere gemustert hatte. Unsere Namen wurden
der Reihe nach vorgelesen und der Doktor studirte sorg-
faltig die Liste der Passagiere und Mannschaft, zählte
sehr genau die aufgestellten Personen und sagte endhch zu
uusrer eroßen Freude: „Es stimmf-', obgleich fünf oder sechs
uicht zugegen waren. Möglicherweise ist er im Zählen nicht
ganz sicher gewesen. Denn freilich reisen die Aerzte von
Haiti ihrer Ausbildung wegen nach Paris, aber nach beendigten
yjStiulieii" erhalten sie das sehr bezeichnende Testimonium
«,gut zum Praktizireu auf Haiti", und viele komische Berichte
wissen die Euro^jäer von den Thaten der schwarzen Aerzte
zu liefern. Nachdem die Erlaubniß endlich gegeben war,
ließ ich mich an Land bringen und trieb mich in den
nächsten Umgebungen der Stadt ein Paar Stunden umher
ohne etwas neues zu liuden, weshalb ich mich entschloß auf
(las Schiff zurückzukehren, ohne zu ahnen, daß ich hier zu
meiner lebhaften Entrüstung den größten Theil meiner Samm-
lungen von Ameisen völlig aufgezehrt sehen sollte. Als
illustiirendes Beispiel erwähne ich, daß ich zwanzig Exemplare
der großen Gnicilaride an den Cocuspalmeu bei Porto Plata
gefangen hatte, und von diesen zwanzig war nur ein einziges
Exemplar verschont worden. Wie großen Reiz das Sammler-
leben in den Tropen auch immer hat, so kann doch dieser
unablässige Kampf mit den Ameisen zur Verzweiflung
bringen; bis jetzt hatte ich meine Sammlungen durch häufige
und reichliche Anwendung von Aether und Chloroform ver-
iheidigt, aber hier in Cap Haiti muß ich wohl zu lauge Zeit
haben verstreichen lassen, eine Nachlässigkeit, welche leider
SU hart bestraft werden sollte.
Unsre nächste Station war das Städtchen Gunaives, wo-
selbst das Schiff nur so kurze Zeit liegen sollte, daß ich mich
auf eine ganz kleine Exkursion in die Umgegend der Stadt
beschränken mußte. Die Ausbeute war infolge dessen auch
ziemlich karg und bestand in einigen Tineiden und einer sehr
schönen violett-grauen Pterophoride. Bemerkenswerth ist es,
daß ich auf meiner Reise um St. Domingo herum immer neue
Plerophoriden auf den verschiedenen Plätzen fand, dagegen
niemals dieselbe Art an zwei verschiedenen Stellen, so daß
meine Ausbeute während des kurzen Aufenthalts auf
St. Domingo neun Species von Vterophorideii ausmachte,
und zwar drei in Porto Plata, zwei in Monte Christy, eine in
Gunaives und endlich drei in Port au Priuce.
Stett. entomol Zeit. 1895.
120
Kurz nachdem icli an Bord gekommen war, lichteten
wir die Anker, um demnächst erst in der Hauptstadt Port
au Prince anzuhalten, woselbst ich etwa 14 Tage zu ver-
weilen beschlossen hatte, um Schiffsgclegenheit nach New-York
abzuwarten und einen Entschluß zu fassen, ob ich über
Havanna gehen oder die Route über Mexiko nehmen sollte.
Nachdem ich die ziemlich eingehende und lästige Zollrevision
überstanden hatte, begab ich mich auf die deutsche Dampf-
schiffsexpcdition, wo man mich mit gioßcr Liebenswürdigkeit
empfing und mir anrieth, mit einem deutschen Dampfer,
welcher binnen zehn Tagen abgehen sollte, nach Mexiko hin-
überzugehen, ein Rath, dessen Befolgung ich wahrlich nicht
zu bereuen hatte. Man unterrichtete mich zugleich darüber,
daß von den beiden Hotels der Stadt das eine an der Grenze
der Stadt liege, und da diese Lage für den Zweck meines
Aufenthaltes die vortheilhaftere war, hegte ich darüber keinen
Zweifel, welche Wahl ich zu treffen hätte. Nachdem ich
Abschied genommen und eines Wagens habhaft geworden
war, durchfuhr ich die Stadt um das Hotel Bellevue zu
erreichen und daselbst einzukehren. Die Stadt, welche vom
Meere betrachtet einen so reizenden Anblick darbietet, macht,
wenn man ihre Straßen betritt, einen im iiöchsten Grade
schmutzigen und widerlichen Eindruck. Im Hotel, das eben-
falls einen nichts weniger als reinlichen Eindruck bot, erhielt
ich ein kleines und schlechtes Zimmer, wo ich, weil kein
Mosquitonetz da war, den größten Theil der Nacht in hoff-
nungslosem Kampfe mit diesen blutdurstigen Ungeheuern ver-
brachte. Das Reinmachen der Zimmer war dem schwarzen
Dienstmädchen ganz fremd und der einzige freilich schwache
Yersuch dieser Art, den ich beobachten konnte, war, daß sie
jeden Morgen mein schmutziges Waschwasser über den Fuß-
boden hinschüttete. Allein das Hotel hatte auch seine Licht-
seiten; erstens war das Essen vortrefflich, zweitens, was für
mich die absolut grüßte Bedeutung besaß, es halte eine pracht-
volle Lage. Die Fayade ging auf eine sehr große spärlich
bewachsene Wiese hinaus, avo einzelne Cnitnbidrii und Pjira
liden in großer Zahl aufgescheucht wurden. Hinter dem Hotel
lag, wenn man einen schmutzigen Hof passivt hatte, ein alter
verfallener Garten mit Mimosengebüsch und Mangobäumen,
wo ich eine glänzende Ausbeute hatte; ich hebe besonders
eine sehr schone Vyralide mit rothen Vorderllügeln und gold-
gelben Hinterllügeln hervor, welche Herrn Snellens Meinung
nach in ein neues den Endotricha nahestehendes Genus zu
stellen ist. Von Raupen fand ich liier in großer Zahl sowohl
Stett. entomol. Zeit. 1895.
121
an Brefterzäimen als aul" den Mangoslämmen einen großen
Sackträger, dessen Sack dem unsrer Talarparia pscudohomhy
cella in hohem (.Jrade ähnlich sah, aber etwa andeithail) Mal
so groß war; wegen meiner baldigen Abreise gelang es mir
leider nicht, denselben zur Entwicklung zn bringen. Nach
dem Passiren dieses Gartens, wo ich täglich Neues fand,
gelangt man in den äußersten Tlieil der Stadt, wo kleine
Wälder und Hutweiden mit einander wechseln, hier und du
durch den Garten einer Villa oder einer kleinen Plantage unter-
l)rochen; das Ganze bietet eine so prächtige Lokalität dar,
wie ein Entomologe sie nur wünschen kann. Eine etwas
entlegene Grasebenc mit Mimosengebüsch und vereinzelt da-
stehenden Guavabäumen, wohin man auf einem schmalen, zu
beiden Seiten von leichblühonden Hecken umgebenen Pfade
gelangte, besuchte ich täglich wenigstens ein Mal und kehrte
jedes Mal mit vielen neuen und interessanten Sachen zurück.
Hier flogen z. B. drei Pfernphoriden, eine sehr schöne, ihrer
Form nach echt troj)isclie Tortrix, eine niedliche, kleine gelbe
Tortricide mit erhabenen Schuppen auf den Vorderfiügeln,
zwei Species vom Genus Gracilaria, eine sehr schöne kleine
Opostega, blendend weiß mit einem schwarzen Punkte an der
Spitze des Vorderflügels, und sonst noch eine Menge irrten,
deren Zugehörigkeit mir völlig unbekannt war. Auf den
Halmen umher saß in großer Zahl Cydosia nobilifella in den
prachtvollsten Varietäten, und zwischen zusammen gewickelten
Blättern auf einem kleinen orangenähnlichen Strauche fand
ich hier nicht selten eine ziemlich große chokoladenbrauuc
Raupe mit schwarzem Ko{)fe, die mir zu meiner großen Freude
während meines Autenthaltes in Mexiko mehrere Exemplare
einer sehr schönen Psecadia lieferte.
So verbrachte ich Iner in emsiger Geschäftigkeit etwa
zehn interessante Tage, als ich plötzlich die Nachricht erhielt,
daß der Hamburger Packctdampfcr auf der Rhede von
Port au Princc geankert habe und daß ich di'n folgenden
Morgen an Bord gehen müsse, um nacli dem wunderschönen
Mexiko zu ziehen, wo neue interessante entoniologische Erleb-
nisse n)ifh erwarteten und wo ich meine Sammlung mit zahl-
reichen Formen vermehren sollte, die unsern europäischen
Arten weit iräher stehen als diejenigen, die ich soeben auf
den westindischen Inseln frefunden hatte.
Stelt. entomol. Zeit. 1895.
122
Bdlrae: zur Kdiiiliiiss der Aiilbrikidae
von
Dr. K. Joi'dan, Tring, England.
11.-^)
Durch die fronndliehe Vermitllims; des Herrn Majors a. I).
Ed. Herinti sind mir die Anthribidae des Stelliner Museums
zur Durchsieht und Bearbeitung anvertraut worden. Es war
mir um so lieber, dieses Material zu erhalten, als eine große
Keihc von Arten unter C. A. Dohrn's Manuskriptnamen in
den Sainmlunjicn stecken und auch einige dieser Spezies,
z. B. von Lacordaire, publizirt worden sind. Ich werde soweil
als thunlich die von C, A. Dohrn vorgeschlagenen Namen
für die neuen Arten annehmen.
Die T3pen der hier als neu beschriebenen Anihribiddc
sind im Museum des Herrn Walter von Rothschild in Tring,
sofern nicht besonders gesagt ist „Typus in Mus. Stettin"'-.
Zu den Beschreibungen neuer Gattungen und Arten habe
ich Bemerkungen über Sjnonymie, generische Charaktere,
(iruppirnng der Arten innerhalb gewisser Genera etc. gelügl.
Außer den Pascoe'schen und einigen Walker" sehen Typen sind
im British Museum noch „typische^' Exemplare der von
.Jekel beschriebenen Arien; da mir ferner durch die Güte des
Herrn Prof. Dr. Aurivillius eine Reihe Bohemanscher,
Fahraeus'schcr etc. Typen vorgelegen haben, so holl'e ich in
der Deutung der Arten nicht oft Fehlgrille gethan zu haben.
1. Ptychoderes rugicollis sp. nov.
,^ $• f'f- iiiger, infra cinereo-, supra subaibo-tomenlosus,
lateribus ochracco-fuscis. Pronotum transverse rugatum, ante
basim forlissime, pone apicem levius impressum, parte i'levata
intra impressiones alta. Seutelhim alhum, quadrangidare.
Elvtra retrorsum ,^ maximo leviter, ,j minore et .^ vix an-
*) ]. Siehe Nuvitates Zoolugicae J. p. 501—051 (1891).
.«Leu. entoinol. Zeit, 1895.
123
gustata, ante apicem fortiter tiiberculata, dimidio basali granu-
lato-rugala, Prosternum iiiacciuale, pimctatum, subnigalum,
8ulro anlecoxall liaiid piorimdo. ^ segmenlo basali abdo-
niinis gutta pilosa apici segmenii longe reinota.
,^. Loug."'') 21 mm, rostr. 4i|'2, eljtr. 15, lut, 7.
?• . 181/, „ „ 6, „ 13.
Hab, Cbiriijui, Panama (Typus); Chontales, Nicaragua.
U5
5 -V.
In der Färbung kommt diese Art dem Pt. fricostifrons
Fahrs. am nächsten; das helle Kückenband ist last weiß und
setzt sich schart' gegen die braunen Seiten des Halsschildes
und der Flügeldecken ab. Durch diese Färbung erhält das
Tliier ein von Pt. callosus Jek., dem es in der Struktur sehr
ähnlich ist, verschiedenes Aussehen. Beide Arten, rutjicoüis
und callosus. haben eine sehr krallige Skulptur des Hals-
schildes und der Flügeldecken; der mittlere Theil des erstem
zwischen den beiden Vertieftmgen ist stärker erhöht als in
den andern Arten der Gattung; die Decken sind der Länge
nach schwach eingedrückt und vor den kräftigen Endliöckern
ziemlich stark abschüssig. Die Querfurche der Vorderbrust,
welche sich vor den Vorderhüften herzieht, ist tiefer in
Pf. callosus Jek. als in Pt. ruf/icollis sp. nov.; der ovale
Beleck auf dem ersten Hinterleibssegmeute steht in Pt. rugi-
collis m. weiter von dem Hinterrande entfernt als in Pt. callosus.
Von beiden Arten haben mir eine beträchtliche Anzahl
Stücke von verschiedenen Plätzen vorgelegen. Uebergänge
in der Färbung scheinen nicht vorzukommen, ich würde sonst
den Pf. ruf/icollls als die central-amerikanische Form des
süd-amerikanischen Pt. callosus angesprochen haben.
Von den Pf i/choderes Arten mit (außerhalb der Ein-
drücke) (|uergerurrzeltem Halsschilde {Pt. deprcssus Jekel,
uii.iius Jekel, loufjicollis Jord., brcvis Jord., vitlatus Jord.,
callosus Jekel und ruyicollis Jord.) haben die ,^,j von
PI. obsolclus und Pt. ciltatus nicht den eigenthUmlichen,
gerundeten, behaarten und schwach eingedrückten F'leck auf
dem ersten Hinterleibsringe, der in (h:\\ andern Spezies vor-
handen ist.
*) Kopf und Rüssel sind l>ei den Angaben der Länge (li.'V Thiere
nicht eingcschloösen.
Statt, catomol Zeit. 1896.
124
Hypselotropis Jekcl, lus. Saund. I. p. 40 und 65 (1855).
Tvpus; Phloeotragns afumlirornis Falirs., S.'liünli. Gen. C'nr. Y.
p. 181 n. 7 (1839).
Mit ünrcclil hat Lacordairc (Gen. Col. VII. j). 480,
1866) die^e Gatlung mit Ptychoderes Schönli. vc'roini!;l; die
Arten, welche iiierher gehören, sind auf den ersten l>lick als
7////).sc/o</'op/.s -Spezies an der Rüsselbildung und der Länge der
sehlanken Füße zu erkennen. Die Hauptmerkmale von
Jli/psolotropis sind:
Rüssel viel schmäler als der Kopf, in der Mitte der
Länge nach breit eingedrückt; diese Längsfurche beiderseits
durch einen Kiel begrenzt, welcher viel mehr seitlich steht als
der ihm entsprechende Kiel von Plfirhodercs; die Fühlergrube,
welche in Ptjirhoderes eine lange Furche darstellt, ist hier
kurz, weil der untere Theil nur schwach markirt oder nur
als punktförmige Vertiefung vorhanden ist. Stirn mit starkem
Mittel-, ohne Seitenkiele. Beine länger und dünner als in
Ptychoderes: erstes Fußglied wenigstens viermal so laug als
an der Spitze breit, im ,j liäutig von der halben Länge der
Schiene. Die Länge der Augen ist veränderlich nach den
Arten. Die S])ezies lassen sich wie folgt unterscheiden:
A. Unterseite des Rüssels der Länge nach eingedrückt, odi'r
wenigstens abgeflacht, rauh gerunzelt-gekörnt.
a. Vorderbrust mit einem breiten, tiefen, einfachen (^hier-
eindruck vor den Hüften.
a^. Seitenkiele des Rüssels scharf erhaben. Fühler
des ,j kaum die Basis, die des $ etwas die
Mitte des Halsschildes überragend: H. nnnulicornis
(Fahrs.), 1. c.
b'. Seilenkicle des Rüssels und die seitlichen Uückcn-
kiele nach der Basis hin schwach und etwas
Tmdeutlicher werdend; Fühler des ,^ wenigstens
die Mitte, die des $ den Basalrand der Decken
überragend: H. batesi Jekel, 1. c p. 66 (1855),
b. Vorderbrust stark puiiklirt, mit einer schmalen,
schwach vertieften, beiderseits vor den Hüften ge-
bogenen Querfurche: //. albatus sp. nov,
B. Rüssel unterseits mit einer glatten Längserliöhung;
Vorderbrust ohne Querfurche: //. pectoralis sp. nov.
2. Hypselotropis annulicornis (Fahrs.), 1. c.
Von dieser Art hat mir der Typus vorgelegen. Das
3. bis 6. FUhlerglied sind ziemlich abgeflacht; die Spitze des
Stett. entomol. Zeit. 1895.
125
7., das ganze 8, und der größte Tlieil des 0. .^ind weiß; das
10. Glied ist breiter als lang. Das Ilalssoliild ist dicht und
lein punktirt, jedoch ist die Skulptur durch die Besehuppung
zumeist verdeckt. Die Oberseite des Thieres ist ziemlich gleich-
mäßig grau-giün. Die Vorderbrust ist vor dem (^)uereindrucke
rauh gerunzelt-j)unktirt. Der Mittelbrust-Fortsatz ist gerundet
dreieckig und kaum länger als an der Basis breit. Der
Hinterleib trägt in der Mitte außer einer dichten und feinen
l'unktirung noch zerstreute, größere Punkte.
Ich kenne diese Art vom oberen Amazonenstrome und
von Ca3enne.
3. Hypselotropis batesi Jekel, 1, c.
Außer durch die Fühler und Rüsselbildung (siehe oben)
ist dieses Thier noch durch die nach hinten deutlich verengten
Decken, den längern und schmälern Zwisclienhüftenfortsalz
der Miltelbrust und das schwächer und spärlicher punklirte
Halsschild zu unterscheiden. An den Fühlern ist das 7. Glied
nicht weiß an der Spitze, das 10. ist wenigstens so lang,
meistens länger, als breit. Das erste Fußglied ist länger als
in H. nnnuliconiis (Fahrs.). Der erste dunkle Fleck der
Flügeldecken steht weiter nach vorn als dort. Der Stirnkiel
i-t stärker erhaben und vorn fast plötzlich abgesetzt, da der
basale Theil des Mittelkiels des Rüssels ziemlich schwach ist;
jedoch tritt diese Form des Kiels auch zuweilen bei H. annuli-
cornis auf. Die Seitenkiele des Rüssels, zwischen FUhler-
grube und Auge, sind in manchen Exemplaren stärker als
gewöhnlich, jedoch stets viel schwächer als in der verwandten
Art. Die Fühler des (^ variiren sehr in der Länge, sie sind
zuweilen dop))elt so laug als der Körper.
Der Farbe des Toments nach lassen sich zwei Formen
unterscheiden, von denen ich eine größere Reihe von Exem-
plaii'u aus derselben Gegend (oberer Amazonenstrom) ver-
gleichen konnte; Zwischenstufen in der Färbung sind mir noch
unbekannt:
a. Oberseite schmutzig Ichmfurben. . . . //. balesl Jekel.
b. Oberseite, ähnlich wie in //. annuliroruis, grau-
grün ab. assimiiis m.
5. Hypselotropis albatus spec. nov.
r^. //. niger, pedihus rufesceutibus, ])ube alba vestitus.
Rostrum apice subito sernihiuatim, subtus pone mentum longi-
Stett. eutomol. Zeit. Iä9&.
126
trorsum impressum ac paucis punctis grossis notatum; ulrisque
cariiiis lateralibus duabus supevioribus autice confluentibus.
Caput carina froiitali aequaliler elevata versus occipul
evauescente iüstruclurn, album, iufi-a sparsissime punctatum
ferc laeve, ante prosternum autem transverse rugulosuin.
Antcnnae (rj) coi'pore vix longiores, articulo 2« oculorum
margineni anticum subatlingeute tertio parum breviore,
10^ dimidio noni, hoc longitudine secuodi, 8^ basi cxcepta
albo-piloso. Oculi sat breves.
Prothorax latitudine paulo longior, couicus, carina ante-
basali lateribus angulatim prominente instructus, dorso bi-
impressus (antice profundius quam postice), spatio intra im-
I)ressioiies haud impresso.^ apice punctulatus, basi Icvissime,
intra latcra foriius riigatus, medio longitrorsum douse, latror-
sum sparsim, albo-piibcscens; carina anlebasaH dorso uiiifor-
miter concava, lateribus angulo valde obliquo rotundalim an-
trorsum prirao parum versus dorsum, deinde versus apiceui
flexa, parte laterali iudistincla.
ScuteUum subrotunchnn, luteo- album. Elytra convexa,
dorso usque ad interspatium tertium leviter inipressa, parallela,
interstitiis punctorum striarimi antice parum rugatim transverse
elevatis; plaga communi ante medium in utroque eljtro
sinuata, pone hunc sinum fere ad margineni lateralem extensa,
plaga altera communi apicali ad suturam cum prima conjuncla
albis sjgnata.
Pygidium longitudine latius, apice truncalum, angulis
rotundatis, medio carina apicem haud attingeute notatum.
Prosternum ante coxas biarcuatim impressum, rugalo-
punctatum, utrinque plaga albo- lutea signatum. Processus
mesosternalis declivis, anguste triangularis, apice rotundatus.
Abdomen, sicut meso- et mclasternum, lateribus sparsim albo-
pubescens, segmcnlo anali medio lale non profunde impresso,
iarsorum articulus primus duobus sequenlibus quarta parte
longior, quarto fere brevior.
Long. 19 mm, rostr. 3, elytr. 10, lat. 41,2-
Hab. Bebedero, Costa Rica (ünderwood, 1894\ 1 ^.
Der Mittelkiel der Stirn ist weniger erhaben als in den
andern Arten; die Seitenkiele des Rüssels sind nicht parallel
wie in //. <nunilir<inna und batesi, sondern die beiden obern,
welche allein deullich sind, laufen nach vorn hin zusammen.
Die Fühlerglieder 3 bi- (i, die in den übrigen Spezies von
Jlypsclotropis deutlich zusammengedrückt sind, sind hier rund.
In der Form des Halsschildes kommt H. albatus m. den
8tett. entomol. Zeit. 1895.
127
Tribotropis conicicollis Jekel uml T. punctulatus Jekel nahe,
besonders weil der Basalkiel, seitlich wo er nach vorn um-
biegt, von oben gesehen stark, fast zahnlovmig vorspringt.
Die Bescliiippung des einzigen mir vorliegenden Stückes
ist theilweise abgerieben, und es mag deshalb die Fai'benver-
llieiliing. wie sie in der Beschreibung angegeben ist, für reine
Exemplare nicht ganz zutreffend sein.
6. Hypselotropis pectoralis sp. nov.
,^$. //. (iiniNlironiis Falirs. statura et indiimcnlo, sed
siruclura facile distinguendus: Carina media rostri in fronte
1 apitis minus quam in vostro elevata, utraeque carinae laterales
dorsales usqiie intra antennas haud divergentes; rostrum infra
inodio longitrosum glabrum ac rotiindato-carinatum. Antennae
muito tenuiores quam in H. annitlicorni, articulo ullimo
longitiidine noni, hoc et 8"^ et lO" (sine apice extremo) albis,
Ij) prollioracis basin nou attingentes, ($) parum breviores.
Prothorax conicus, ante basim vix latior quam in basi;
iiupiessione dorsali antica minore, ac minus profuudata quam
in H. anmdicorni; carina luterali minus sinuala.
l'roslerniim punclatum, ante coxas haud trans^verse sul-
catum. Processus mesosternalis sat parvus, triangularis, apice
autem rotundatus. Metasternum parum convexo -elevatum,
(r^) medio postice longitrosum impressum ac bi-subtiiberciilatum.
Abdomen ((J) medio distincte depressum, segmento basali
scnsim binodoso, (V) basi convexum, segmento anali sparsim
l('vi>sime grauulato-ijunctato. Tarsorum articulus primits 2»
ac o" vix aut paido longior.
Long. 11 mm, rostr. 2, elytr. 7, lat. 31/2.
Hab. Oberer Amazonenstrom, 1 ,J^, 1 $.
//. pectoralis m. unterscheidet sich von den übrigen
Si)czics Iciclit durch das Fehlen der (^ucrfurche vor den
Vorderliüften und durch die kurzen, dünnen Fühler, deren
8., 9. und 10. Glied (mit Ausnahme der Spitze des 10.)
weiß sind und deren letztes ülied kaimi länuer als
das 9. ist.
In Farbe und Zeichnung stimmt die neue Arl mit
//. unniiHcornis Jekel überein, ist aber etwas grüner. Die
oben beschriebene Struktur der Mitlelbrust und des Hinter-
leibes ist eigenthümlich für diese Art.
stell. eDtomoI. Zeit, 1895.
128
Tribotropis Jckel, 1. c. p. 40 und 68 (1855).
Typus: Phloeotragus prasinafus Faliis., Scliönh. Geu. Cure. V,
p. 182 u. 8 (1839).
Diese von Hypselotropis Jekel nur durch deo seitlieli
zwischen den Augen und der Füiilercrube nicht liokieUen
Rüssel zu unterscheidende Gattung eutiiält zur Zeit acht Arten,
welche nach der Form des Mesosternalfortsatzes in zwei
Gruppen gebracht werden können, die später vielleiclit zu
Gattungen gemacht werden müssen:
A. Zwischenhüttenfortsatz der Mittelbrust einfach abschüssig
wie in Ptychoderes und Hypselolropis.
a. Hinterbrust hinter der nahe dem Vorderrande stehen-
den Querfurche kaum höher als zwischen den Mittel-
hiiften: Hierher geh(nen T. punrlnkitus Jekel und
conirirollis Jekel.
b. Hinterbrust stark erhöht, ihr Fortsalz zwischen den
Mittelhüfteu viel tiefer liegend als der Haupttheil der
Hinterbrust.
ai. P'ühler einfarbig: T. pustulalus (Fabr.),
b^ Achtes Fühlerglied weiß: T. snß'usus sp. nov.
B. Fortsatz der Mittelbrust zapfen- oder höckerförmig, oder
wenigstens stark convex.
c. Mit gradem, dorsalem, hellem Längsbande in der Mitte:
T. i'illulus Kirsch.
d. ohne Läugsband.
ci. Vorderbrusl mit tit'fer, breiter Querfurche vor den
Hüften; erster Hinterleibsring des ,^ einfach.
a^. Decken vor der Spitze ohne starke Höcker:
T. speciosiis Klug,
b'-*. Decken vor der Spitze mit stark vorspringen-
den Höckern: T. prusiiialus (Fahrs.), 1. c,
d'. Vorderbrust ohne deutliche Querfurche; erster
Hinterleibsring des ,^ mit einem Höcker:
T. cornpressicornis sp. nov.
Außer den hier angegebenen Arten sind mir noch einige
(neue) bekainil. deren Beschreibung erst später erfolLien kann.
7. Tribotropis suifusus sp. nov.
(^$. T. niger, lulvo-lutososipiamosus, supra squamis iu
maculis male determinatis dispositis, infra medio glaber; an-
tennis articulis 8*^ toto et 9^ basi in utroque sexu albo-hirsutis.
Struetura T. pustuldii (Fabr.), sed rostro parum breviore,
fronte capitis latiore, cariiia latcrali jtrothoracis loDgiore,
Stett. entomol. Zeit. 1895.
129
eh-lvis postice minus angustatis, interspatio tertio minus elevato,
lateribus corporis infcri lutoso-squamosis, haud cinereo
puhescentibus, distinguendus.
Q. Long. 17 mm, rostr. 5, eljtr. 12, lat. 6.
ö^ / 101/2 . „ 2, „ 7, „ 3^1,.
$. „ 17 „ „ 31/2 „ 111/2 „ 51/2.
Hab. Oberer Amazonenstrom. 8 r^, 8 $.
Die Vevtheiluug der Farben ist eine ähnliche wie in
T. piistiilafus (Fabr.); jedoch sind die Flecke der Oberseite
weniger scharf umgrenzt. Die schwarz beschuppten Stelleu
der Flügeldecken bilden in der Mitte eine schiefe, unbestimmte
Binde, welche die Naht hinter der Mitte erreicht.
Der Farbe nach haben wir hier grade wie in Hypselo-
irupis balesi Jek. zwei Formen, eine lehmfarbene, typische,
und eine grau-grüne, welche mit ersterer zusammen vor-
zukommen scheint und die ich ab. comparilis m. nenne.
10. Tribotropis compressicornis sp. nov.
^. Tr. niger, tomento luteo-viridi dense vestitus. Rostruin
structura ejus Tr. speciosi Klug, sulco mediano profundiore
cariiuilam mediam distinetam includente, lateribus sat rugosis.
Frous capitis carinala. Oculi latitudiue parum longiores.
Antennae elytrorum apicem haud attingentes, nigrae, articulo
8° dimidio apicali albo-pubescente, articulis compressis, utrimque
subsulcatis, S** et 4« apicem versus caeteris minus dilatatis,
10° longitudine parum latioi'C, 11° apice acuto longitudine
secundi.
Prothorax ab apice ad carinam autebasalem fere aequa-
Hler convexam lateribus (a supero visam) angulatim pro-
minentem in medio laterum abbreviatam conicus, parte post
carinam vix versus basim angustata; dorso duabus impressio-
nibus longitudinalibus ab apice ad carinam extensis carina
mediana separatis instructus, antice posticeque utrimque lineola
nigra notatus.
Scutellum luteo-pubescens, subregulariter pentagonale.
Elytra fere ut in Tr. specioso; sed interspatiis 3o callo
Icvi, .50 altero fortiter elevato sat acuto ante ajjicem munitis;
bis tuberculis puncto nigro notatis; siugulo elytro praeterea
nonnullis punctis nigris ornato: tribus et in interspatio 3'^ et
in 50- interspatiis 1", 3^, 5«, 9'^ parum dilutius pubescentibus,
90 etiam indistiucte nigro-notato.
Prosternum conicum, ante coxas haud Impressum. Meso-
sterni processus intracoxalis tuberculiformis. Abdomen
Stett. entomol. Zeit, 1806. q
130
inaequaliler punctatum, segmentis lo lubevculo apicali im-
pressionc rotunda instructo notato, iiKimo late impresso apice
truncato. Pedes nigri.
Long. 131/2 mm, rostr. Si/,, elytr. 10, lat. 41/2.
Hab. Columbia. 3 (^.
Der Höcker auf dem ersten Hiuterleibssegmente trägt auf
der Spitze eine runde Vertiefung, welche ganz an die gerun-
dete, dicht behaarte Vertiefung auf demselben Leibesringe der
Männchen von Plychoderes erinnert. Weibchen nnbekannl.
Phloeotragus Schönh.
Der Macrocephalvs cinereus Olivier (Ent. IV, n, 80
p. 4 T. 1 F. 2a, 2b), welchen Lacordaire (Gen. Col. VH.
p. 489 Note 1, 1866) iür einen Ancylolropis Jekel hielt
und den Gemminger und Harold (Cat. Col. IX. p, 2739,
1872) unter Vcuterocraies Lahr, und Imh. gestellt haben,
ist trotz des verzeichneten Halsschildes und der zu dünnen
Fühler unzweifelhaft ein Phloeotrayiis und scheint eine helle
Aberration von P. prashnis Duvivier (Ann. Soc. Ent. Beige
p. 59, 1892) von West-Afrika, oder eine dem prasinus ver-
wandte Art zu sein. Olivier (1. c.) hielt Cerambyx longi-
cornis Fabricius (Spec. Ins. I. p. 215 n. 28, 1781) für iden-
tisch mit seinem M. cinereus; der Tvpus von C. longicornis
Fabr. ist aber noch in der Banks'schen Sammlung im British
Museum erhalten und ist ein Deiiferocrates. Dieser Fabricius-
sche longicornis steht also im Gemm. und Harold am rich-
tigen Platze; er ist nicht zu verwechseln mit Anthribns langt
cornis Fabr. (Ent. Svst. Suppl. \). 160 n. 1, 1798), der ein
Phloeobius ist.
Phloeotragus heros (Fabr.) und gigas (Fabr.) sind von
Quedenfeldt (Berl. Ent. Zeitschr. XXX. p. 303 und 304,
1886) richtig erkannt worden, wenigstens diejenigen Arten,
welche Fahraeus (Schönh. Gen. Cure. V. p. 174, 1839) als
heros (Fabr.) und gigas (Fabr.) beschreibt. Quedenfeldfs
sinrilis (1. c. p. 305) ist aber dasselbe wie imhof/i Boh.
(Schönh. Gen.' Cur. VIH. 2, p. 344, 1844), wie die aus-
führliche und gute Beschreibung von sinrilis und der Typus
von inihofß zeigen. Diese Art wurde von Labram und
Iinholf (Gen. Cure. L n. 37, 1842) als heros (Fabr.) abge-
bildet; die Figur ist schlecht, sie ist zu lebhaft und die Decken
sind zu schlank.
/*. raricornis Fahraeus (Oefv. Vet. Ak. Förh. p. 437
n. 9, 1871) ist der Rüssel- und Fühlorbildung nach ein
Pecataphanes Lahr, und Imh.
Stett. entomol Zelt. 1896.
131
P. riafor Fahrs. (1. c. p. 436 n. 8, 1871) ist auf ein
etwas abgeriebenes, ziemlich kleines und schlankes Männchen
von hottentottiis Sehünh. (Gen. Cure. V. p. 177 n. 4, 1839),
der nach einem Weibchen aufgestellt wurde, gegründet* die
Fühler sind nicht „totac atrae^', wie Fahraeus sagt, sondern
zeigen auf der Unterseite, trotzdem sie ziemlich stark abge-
rieben sind, deutlich dieselbe Behaarung wie in sckönkerri,
den ich aber nur nach der Beschreibung identilicirt habe.
Fabraeus sagt: „rostrum thorace duplo longius"; statt
thorace muß es capite heißen. Durch die helle Farbe der
Oberseite erinnert riator lebhaft an den madagassischen
albicans Fahrs. und wird deshalb am besten als aullallige
Aberration (P. hotlentolttis Schönh. ab. viator Fahrs.) stehen
bleiben,
P. varicolor Fahrs. (Schönh. Gen. Cure. V. p. 178
n. 5, 1839) unterscheidet sich im Wesentlichen von P. hotteri-
tutlifs Schönh. nur durch die geringere Größe und durch das
Fehlen eines deutlichen Mittelkieles innerhalb der Rückenfurchc
des Rüssels; die Größe ist aber sehr veränderlich bei den
Arten dieser und der meisten andern ylw//t/'/6/(/e/i Gattungen,
und die kielförmige Erhöhung in der Mitte des Rüssels zwischen
den Fühlern liudet sich bei allen weiblichen Stücken, die hier
in Betracht kommen können, und ist zuweilen auch bei
manchen großen und kleinen Männchen schwach angedeutet.
Da die Färbung der Arten von Phloeotragus durchaus nicht
ganz konstant ist, so kann ich aus der Schönherr'schen Be-
schreibung von hottentoltus keinen weitern wesentlichen Unter-
schied von varicolor Fahrs. herauslesen, und sehe mie-h daher
genöthigt, varicolor Fahrs. als synonym mit hottentottiis
Schönh. zu betrachten. Meine Ansicht, daß hottentottiis Schönh.,
varicolor Fahrs. und viator Fahrs., welche dasselbe Fauneu-
gebiet bewohnen, zu einer Art gehören, wird dadurch be-
stätigt, daß nach einer fast immer auffällig zutreffenden Regel
im Tliierrcich ganz nahe verwandte Spezies einer nicht arten-
armeu Gattung nicht denselben Bezirk bewohnen.
Die drei von Thomson (Arch. Ent. II. p. 110, 111, 112,
]8r)7) beschriebenen Arten (brei'is, sparsiitus und siib-
J'asriculatusj sind nach den Beschreibungen nicht erkennbar,
und ich sehe mich in Folge dessen genöthigt, mehrere wahr-
scheinlich neue Spezies unbeschrieben zu lassen, bis ich durch
die Güte des Herrn Rene Oberthür Gelegenheit gehabt habe,
die 'J'homson'schen Typen zu sehen.
Die mir bekannt gewordenen Phloeotragus Avicn lassen
sich bequem in zwei Gruppen bringen:
Stett. entomol. Zeit. 1896. g^'»
132
I. Seitenkiel des Halsschildes über die Mitte hinaus bis
zu der apikalen Qtierfalte oder der Eiuschnürunii verlängert.
o mit kleinem, rundem, crliölit-umrandetem, behaartem Fleck
auf den Ilinterhüfleii, der dem Fleck auf dem ersten Hinter-
leibsringe vieler Ptychoderes gleicht {Pt. clongatus Germ.,
tricostifrons Fahrs. etc.). Hierher gehören P. albicans Fahrs.,
hottentottus Schönh., imhofß Boh.
H. Seitenkiel des Halsschildes nicht über die Mitte hinaus
verlängert. ^ ohne den vorhin erwähnten Charakter. —
Hierher kommen (?) P. cinereus (Oliv.), gigas (Fabr.), heros
(Fabr.) luid prasinus Puviv.
Eugigas Thoms., Arch. Ent. H. p. 435 (1857).
Typus: E. schutiherri Thoms., 1. c. p.
Die beiden einzigen echten Eugigas- Aricn^ schöfihcrri
Thoms. und golialhiis Thoms., unterscheiden sich von den
andern Spezies (sitlphurca (Waterh.), harmandi Lesne, white-
headi sp. nov., pupa sp. nov.) sehr wesentlich dadurch, daß
bei ihnen das Kinn in der Mitte des Vorderrandes einen in
srhöfiherri breiten und ausgerandeten, in goliathus schmälern
und einfachen, großen Zahn trägt; auch ist das erste Hinter-
leibssegment des ,^ von schutiherri und goliathus nicht mit
dem dicht behaarten Fleck auf der Mitte versehen, der sich
in dem (^ der andern Formen findet.
Polichoccra Gr-dy (1832) kann wegen Dolichoccra Latr.
(1829) nicht für diese Grattung angewandt Averden.
11. Eugigas harmandi Lesne.
Von dieser in Cochinchina entdeckten Art habe ich Stücke
von Assam und Calcutta vor mir, die sich dadurch von dem
typischen harmandi Lesne unterscheiden, daß die Zeichnungen
der Oberseite viel weniger zusammen geflossen sind: in der
Struktur scheinen keine Unterschiede zwischen dieser Form
und harmandi zu bestehen. Da ich aus Mangel an Material
noch nicht im Klaren darüber bin, ob E. harmandi sich
wirklich specilisch von E. stdphurca (Waterh.) trennen Uü!it,
so unterlasse ich es auch, die neue Form näher zu beschreiben
und zu benennen, bis mir mehr Stücke von ihr und harmandi
vorgelegen haben.
12. Eugigas pupa sp. nov.
$. £. niger, nigro- et olivaceo-russo- et cinereo-variegalus.
Rostrum cum capile su])ra luteo-griseo-pubeseens, latitudine
Stett. entomol. Zeit. 1895.
133
apicis vix longius, medio longitrorsum levissime Ruicatutn,
apicc medio oonvexum; inlVa atriim, fortiter piinctatum. Caput
poslice ulrinqiie niucula biunneo-nigra triangulari notatum.
Antennae nigrae, apice briinneo-pubesceutes, articiilo 3^ quarlo
ininime breviore, 8^ griseo.
Prothorax longitudine sexta parte latior, apice subito
angustior, ab angulo carinae basali iisque ad medium sub-
rec'tus, deinde rotundato-angustatus; dorso biimpressus, im-
l)res8iouibus apicem baud attingeiitibus ante carinam basalem
lateraliler obliquam prolundioribus, subreniformibus, utrinque
guttis tribus apicali, mediana, basali brunneo-nigris, lineola
laterali mediana et gutta ante eam et signaturis irregularibus
eodem colore vitta mediana impressiones fuscas et lineolam
mediauam basa'em iucludente signaturisque lateralibus lutco-
cinereis.
Scutellum rotundatuni, luteo-cinereum. Elytra robusta,
convexa, ad suturam versus apicem levissime impressa, leviter
slrialo-punctala, inlerspatiis 1^, 3o, 5", 7^, 9" nigro- et albo-
(•in(>reo-tesi^ollatis, caeteris olivaceo-russis unicoloribus; pube
albo-cinerea poue scutellum, ante ac post medium elytri
couspicuore.
Pygidium regulariter rotundatum, olivaceo-russum, margine
lenuitcr griseo-cinctum. Corpus infra lutco-griseum, brunneo-
maculatum, abdominc quinque scriebus maeularum, maculis
mediunis majoribus, notato. Processus mesoslernalis apice
rotimdato-truncatus. Pedes luteo-cinereo-pubescentes, sub-
nigro-annulatis.
Long. 25 mm, eivtr. 17, lat. iO^jo.
Hab. Buru (1 $f W. Doberty leg.).
In der Zeichnung der Oberseite stimmt diese Art fast
genau mit Tbomson's Bilde von E. yolialhus Thoms. (Arcli.
Ent. I. p. 436 T. 17 F. 2 ($), 1857) übereiu; der Haupt-
unterschied zwischen den beiden Thieren liegt in der Bildung
des Kinnes (siehe oben).
13. Eugigas whiteheadi sp. nov.
^$. E. niger, dense albo-cinereo-pubescens, nigro- et
luteo-signatus. Rostrum linea mediana tenuissima baud carini-
l'ormi nigra usque in i'rontis medium continuata instruclum.
Vertex utrinque lineola nigra ocidum non attingente notatus.
Antennae (,J^) corpore paruin breviores, articulis apice infra
cinereis, sed ultimo sal longe piloso, intermediis parum arcuatis;
(-Y) breves, prothoracis medium vix attingentes, articulo 8*^
luteo-pubescentc.
Stett. entomol. Zeit 1895.
134
Prothorax latitudioe (medio maxima) haud longior, apice
fere coQstricto-angiistatus, deinde rotundalo-ampliatus; dorso
parum depressus, ante carinam, sed eam haud attiugente,
utriuque impressione subreniformi postice bene circumcripla,
antrorsum autem gradatim cvanescente instructus; macula
basali ulrinque dorsah elongata auticc cum gutta in illa im-
pressione sita conlhia, ahera utriuque apieale etiam elougata
l)arum minore uigris ornatus, praeterea luteo-nebulosus; carina
dorsali medio interrupta e regione impressionum antrorsum
llexa ac deinde subsemicirculariter versus apicem curvata.
ScuteHum longitudine muUo latius. Eljtra levissime
seriatim punctata, interspatiis 2», 4^, 6*^, 8«, 10»^ totis aut ex
parte lutco-, aUeris albo-cincreo-pubescentibus, bis nigro-signatis:
angulo bumerali, duabus Hneohs postbasalibus, duabus majori-
bus medianis, duabus anteapicahbus, omnibus in interspatiis
4» et ßo sitis magis conspicuis, praeterea dispersis guttis
punctisque nigris dispersis, ad f^uturam in singulo marc
densioribus notata.
Pygidium medio nigro-vittatum. Corpus subtus dense
pubescens, lateribus macuHs parvis nigris hiteo-cinctis notatum.
Processus mesostcrnalis latus, convexus ab autico visus ob-
longo-rectaugularis, maigine apicah vero rotundato. Ab-
domen (o*) medio levissime depressum, segmento 1° medio
gutta iusco-pilosa notato, segmento anali truncato, angulis
rotundatis ut in segmento anali fcminae. Pedes lutco-ciuereo-
vel cinereo-pubescentes, i'emoribus medio et apice, tarsis ante
medium et in apice, tarsorum articulis l", 2«, -lu apicibus
nigris.
Long. 27 mm, elytr. 19, lat. II1/2.
Hab. Nord Luzon (J. Whitehead, 1894). 1 ^, 1 $•
Ich benenne diese ausgezeichnete Art nach dem Entdecker
derselben, Herrn J. Whitehead, dem bekannten Kina-Balu-
Erforscher, welcher neuerdings auf den Philippinen mehr als
20 neue Anthribiden erbeutete.
In der Zeichnung hat diese Art viel mit E. childreni
Gray gemein, ist jedoch viel plumper gebaut; der Rüssel ist
oberseits nicht stark punktirt wie in E. chililrrni: die Fühler
des Männchens sind viel dicker und länger- das Halsschild ist
breiter, an den Seiten stärker gerundet und durch die oben
erwähnten Eindrücke auf der Rilckenseite ausgezeichnet; das
Schildchen ist viel breiter; der ZwischcuhUitenfortsatz der
Mittelbrust ist aufVällig gewölbt, nicht der Länge nach ein-
gedrückt', und die Querfurche am Vorderrande der Hinter-
brust ist sehr schwach.
SteU. eutomol. Zeit. 1895.
135
11. Mecotropis nigropictus sp. nov.
.9. M. niger, densu pube uibo-cinerea vestitus, miiciilis
niii;ris fulvo-luteo-cinctis signatus.
Kosirum breve, lateribus intva oculos antice tvuncatos et
anloniias clonaatas prothoracis basim sui)erantes obli((ue sul-
caliini, suk'O postice sat dilatato, supra eum laeve; dovso ut
in M. brcFirosfri profunde sulcatum, sed sulco ante oculos
abbreviato band in frontem capitis ascendente; infra sulco
anteoiMiIari brevi, mento margine antico medio leviter in-
cra?sato.
Caput inlra oculos leviter carinatum, vertice utrinque
macula nigra adoculari notatum. Antennae inaequalitcr eincreo-
[iiibesccntes.
Prolliorax öuticc magis quam postice augustatus, maxima
laliludine sat longe pone medium; dorso ante seutellum purum,
ante carinam paulatim concavam lateraliter angulaiim autror-
suni llexani vix depressus; utrinque pone apicem macula
majore, basi macula elongata trans carinam prolongata, gutta,
dorsali postmediana ac puncto dorso-laterali mediano nigris
jiUis minusve fulvo-luteo-cinctis, linea mediana et utrinque
signatura disci indistiuctis albo-cinereis, signatus.
Elytra sat brevia, striato-punctata; puncto postscutcllari,
nonnullis alteris medianis et postmedianis suturalibus, non-
nullis medianis versus latera sitis, gutta liumerali, altera laterali
postbumerali, tertia laterali anteapicali, tribus maculis parvis
lateralibus aequidistantibus, prima ante, secunda pone medium
sitis, tribus maculis parum majoribus dürsulibus, basali, mediana,
postmediana, nigris fulvo-luteo-cinctis irregularibus, saepe pro
parte obsolet is ornata.
Pygidium medio nigro-vittatum.
Corpus infra dense albo-cinereo-i)ubesccns, lateribus nigro-
notalum, abdomine (segmento anali utrimque unimaculato
excepto) biseriatim nigro-maculato. Prosternum ante eoxas
band suleatum, laevc. Pedes albo-cincreo-j)ubescentes, femo-
ii[)us posticis apice, tibiis medio et apice, tarsorum articulis
primo basi et apiee, secundo et tertio totis nigris.
Long. 13 mm, el^ir. 9, lat. 5.
Hab. Nord Luzon (J. Wliitchead, 1804). 3 $.
Als etwas Besonderes, das dieser Art allein zukommt, ist
bcrvorzuheben, daß die Stirn deutlich gekielt ist, während
in den übrigen Arten sich die Miltelfurche des Rüssels bis
über die Augen hinaus fortsetzt.
Stett. entomol. Zeit. 1895.
136
15. Mecotropis marraoreus sp. nov.
(J. M. niger, briinueo-olivaceo-pubescens, albo-cinereo-
signatus.
Rostrum latitudine apicis parum loagius, dorso ulrimque
carina intra antennas valde elevata oblique versus oculi sinum
sat maunum descendente ac evaneseente instructum, lateribus
Ibrliter puuctatum; infra i'ortiter rugatum, punctalum, pone
mentum prolunde trausverse suleatum. Autenuae uigrae,
corpore fere triplo longiores, articulis basalibus apice leviter
albo-pubescentibup, 1^ brevi, crasso, oculorum marginem an-
ticum attingeute.
Prothorax latitudine — maxiina sat longe j)one medium —
multo longior, apice magis quam basi angustatus, dorso autice
posticeque levissime depressus, cariua dorsali niedio convexa,
lere a medio antrorsum llexa; vitta mediana medio guttam
olivaceam includente, antice posticeque sinuata, irregulari,
Iribusque maculis parvis ulrimque una post alteram sitis irre-
gularibus.
Scutellum quadrangulare, lougiludine insensim anguslius.
Elytra parallela, seriato-, sensim striato-punctata, inlerspatiis
postice levissime elevatis ac serie punctorum instructis, inter-
spatio primo obvie dej)resso; irregulariter sat dense albo-
c'inereo- Signal a, nempe: maculis punctis lineolisque male
circumseriptis, plus minusve confluis, Iribus maculis ad suturam
sitis una antemediana, altera mediana, tertia anteapicali
majoribus.
Pygidium apice rcgulariter rolundatum, medio i'usco-
viltatum.
Prosteruum autice miuulissime trausverse strigulosum,
ante coxas liaud sulcatum. Processus intracoxalis mesosterni
angustus, triangularis. Segmentum anale abdominis apice
rotuudatum.
Femora basi rufa; tarsi nigri, articulo l" basi extrema,
2" fere toto albo-pubescentibus.
Long. 131/2 mm, elytr. 81/2, lat. 41/3.
Hab. Borneo. 1 q.
Durch den kurzen Rüssel, der auf der Unterseite hinter
dem Kiun eine tiefe, grade (Juergrube hat und auf der Ober-
seile zwei Kiele trägt, welche zwischen den Fühlern hoch
sind, einander fast berühren und von da sehräg nach hinten
und unten allmählich verlaufen, ohne die Augen zu erreichen,
ist diese Art vor den übrigen Mecotropis Alien ausgezeichnet.
Der HalsBchildkiel hat auch eine eigenthümiiche Form, da er
in der Mitte vor dem Schildchen etwas konvex ist und dann
St«tt. entomol, Zeit. 1895.
137
sofort anfängt, nach vorn umzubiegen, sodaß der dorsale Theil
des Kieles nicht mehr oder weniger der Ilalsschildbasis
parallel, sondern beiderseits sehr schräg verläuft und deshalb
seitlich auch keinen Winkel bildet, wie ein solcher oder eine
Andeutung desselben bei den andern Arten da vorhanden ist,
wo der dorsale Theil des Kieles seitHch nach vorn umbiegt.
In der Zeichnung erinnert das Thier an M. iiisif/nis Pasc-
infolge der hellen GruudfVirbc und der wenig lebhaften Flecke
heben sich diese uiclit sehr deutlich ab, sodaß die Zeichnung
mehr verschwommen aussieht. In der schlanken Gestalt und
dem kurzen Rüssel kommt die Art dem M. fruhstor/eri Jord.
am nächsten.
16. Mecocerus philippinensis sp. nov.
t^ $. A M. gazclla Gyll. pronoto postice magis depresso,
prosterno (,^) impressione parum transversa bipartila instructo,
spinis medio intra coxarum cavitates et marginem apicalem
pronoti sitis, band coxis approximatis, ($) sulco et, plicatura
antecoxali obsoletis, metasteino margine antico ante sulcum
Iransversum multo minus incrassato praeeipue distinguendus.
Long. 19 mm, cljtr. 13, lat. Gi/a-
Hab. Philippinen: Mindanao (Typus; 2 ^^, 1 S^\ Nord
Luzon (J. Whitehead, 1894; 3 .^, 1 $.
In der Färbung, welche wie in andern Arten von
Mecocerus ziemlich veränderlich ist, ähnelt die neue Art
dem M. gaz-ella Gyll.; die beiden schwarzen Flecke an der
Basis des Halsschildes treten in schwach gelblich grauen
Mindanao-Stücken sehr stark hervor, ebenso sind die grauen
Theile der Beine schärfer gegen die schwarzen Theile abge-
setzt als in den Luzon-Slücken. Auf den Decken sind die
ungeraden Zwischenräume braun-schwarz gewürfelt wie in
J/. gazella Gyll., aber die dunklen Fleckchen sind weniger
zahlreich.
Das Halsschild ist oben besonders in der Mitte vor und
hinter dem Querkiel liefer eingedrückt als in jener Art, und
der Kiel scheint deshalb in der Mitte höher zu sein.
Die Grube der Vorderbrust des Männchens ist ziemlich
dach und breit, auch in ganz großen Stücken; die beiden
Dornen sind verhältnißmäßig kurz und stehen dem Vorder-
rande etwas näher als den Hüften, wodurch sich M. philippi-
nensis von allen andern bisher bekannt gewordenen indo-
malayischen Arten sofort unterscheidet und worin er dem
afrikanischen, sonst ganz verschiedeneu M. aler Jord. ähnelt;
im Weibchen ist die Querfurche vor den Htlften schwach,
Stett. entomol. Zeit. 1805.
138
elwa wie in }f. bascüis Jord., der aucii auf Mindanao vor-
kommt. In beiden Gesciileclitern ist der Vorderrand der
llinterbriist nur gering, in der Mitte zuweilen kaum siehtbar
verdickt.
17. Mecocerus assimilis sp, nov.
(^$. M. gazellae specimiiiibus parvis pube cinereo-alba
fusco-variegata obtectis eolore simillimus, sed structura faeile
distinguendus: Rostro obvic punctato, carina dorso-laterali
dimidio basali sat obsoleta, mediana pone apioem interrupla
paulo elevata versus basin tenuissima-, iufra longitnu-sum
rugato ae medio impresso. Fronte medio carinata ut in
M. simulalor Pasc. Antennarum articulo seeundo longiore
quam in M. gazella. Prolliorace dorso iinea media antiee
tcnui, medio interrupta, ante scutellum latiore, fusca notato,
forma et structura ei J/. fjaz-ellac und siniulatoris simiii.
Elytris singulis basi (ut in M. simnUilor Pasc.) mullo niagis
rotundis, sutura parum depressis. Pygidio (J^) sublriangulari
apice rotundato ut in specie praedicta. Prosterno ut in
M. Simulator sine sulco transverso et plicalura, laevi.
Long. l2»|o mm, elytr. H, lat. ().
Hab. Java merid. (Frtihstorfer, 1891; Q-Tvpus in Mus.
Tring; V-Tj'pus in Mus. Brüssel).
Obgleich diese Art kleinern aschgrauen, auf den Decken
dunkel gescheckten Stücken von M. ga'iella GyW. in der
Färbung sehr ähnlich sieht, steht sie in Wirklichkeit dem
M. simnlalor Pasc, mit welchem sie die in der Mitte gekielte
Stirn und die glatte, nicht mit tiefer Querfalte versehene
Vorderbrust gemeinsam hat, nahe. Außer durch die aschgraue
Clesammtfarbe, die dunkle Mittellinie des Halsschildes und die
schwachem Kiele des Rüssels, unterscheidet sich M. assimilia
von jener Art noch durch das Fehlen des kleinen Höckers,
der in J/. Simulator auf dem dritten Zwischenräume vor dem
hintern Absturz jeder Flügeldecke steht. Das Pygidium ist
länger als in M. gazella, aber kürzer als in M. Simulator.
Das Weibchen, welches ich vor mir habe, ist nicht ganz
rein, gehört aber zweifellos zu dieser Art.
18. Mecocerus gibbifer sp. nov.
^ ^. M. niger, nigropubesceus, subprimulaceo-maculatus,
maculis bene expressis. Rostrum medio c;ninatum, carina in
IVontem ascendente, intra autcunas ubi rostrum profunde latc
impressum obsoleta, carina utrinque doreo-laterali oculum haud
-attingeute extus sulco sat profunde marginata, iulra antennas
oStetU entomol. Zeit. 1895.
139
clevata instructum. AnteuDarum aiticulus pritnus octiloriim
medium attiniiens. Ca])iit cum rostro primiilaceo - cinereo-
[)ub('.scen.s, ante et [)Ost oculos nigrum.
Prothorax ante et post carinam medio depressus, [yallide
pvimulaceus, 14 macidis nigris signatus: 4 basalibus ponc
carinam, 4 basalibus ante carinam, 4 apicalibiis linearibus,
2 in medio disci cum duabus mcdianis apicalibus et cum
4 ante carinam plus minusve confluis.
Eh'tra dorso intra suturam et striam 3ifim pone medium
tuberculo instructam depressa, nigra, conspicue primulaeeo-
maculata, maoula miuuta circumscutcilari subcordiformi nigra.
Prosternum utrimque leviter elevatum, (,_J) haud spiuosum.
Processus mesosternalis marginibus lateralibus et apicalibus
leviter sed sensim emarginatus. Corpus infra primulaceo-
cincreo-pubescens, stcrnis nigro-maculatis; abdominalibus seg-
mentis basi nigris, praecipue ad latera. Segment um anale
nigrum, lateraliter maculalum (in ,j^) ut pygidium sat tri-
anguläre.
Long. 11 mm, rostr. 3i/j, eljtr. 71/2, lat. ö^/o.
Hab. Philippinen (Typus in Mus. Stettin). 2 ,^, 1 V-
Kommi in der gekielten, nicht gefurchten Stirn und den
mit zwei Höckern versehenen Flügeldecken dem J/. simvlafor
Pasc, am nächsten, ist aber leicht an den an der Naht breit
und tief eingedrückten Decken, deren Hocker auch viel höher
sind, und der scharfen, nicht verwischten Fleckcnzeichnung
zu erkennen.
19. Mecocerus vestitus sp. nov.
,^. M. mechowi Qued. valde aflinis. Prothorax ad
carinam dorso reclam angustior, pube brunneo-luliginosa
vestitus. Elytra nigra, plus quam triente apicali pube pronoti
obtecto, fascia angusta transversa postbasali completa in mela-
sternum abeunte lutoso-albida ornata.
Long. 11^/2 ^^^1 i"Ostr. 4, elytr. 8, lat. ö^j^.
Hab. Monrovia, Liberia (Typus in Mus. Stettin). 2 ,^.
In der Struktur steht diese Art dem J/. mechowi Qued.
sehr nahe; das Hulsschild ist aber schmaler, der Kiel ist in
der Mitte vor dem Sehildchen nicht schwach gebuchtet, son-
dern grade und an den Seiten gleichmäßiger gerundet;
in beiden Arten ist das llalsschild gekörnelt. In M. mechowi
ist die Naht und der Basalrand der Flügeldecken hell grau,
das Querband tlieilt sich an den Seiten der Decken in zwei
Aeste und setzt sich nicht auf die Hinterbrust fort; in restitus
sind *die Naht in dem schwarzen Theile der Decken und der
Stett. entomol. Zeit. 1895.
140
Basalrand schwarz, das Qiierband ist seitlich nicht gegabelt
und ist auch auf der Hinterbrust deutlich entwickelt; die
beiden kleineu, schwarzen Fleckchen vor der Spitze der
Decken von mechoici fehlen in vestitus.
20. Mecocerus oculatus sp. nov.
.^. M. niger, pube grisea vestitus, elytro singulu plaga
rotunda mediana nigra subalbo-cincta signato. Forma et
struclura M. fasciato Jord. similis, sed pronoto convexiore,
eljtris parum brevioribus, impressione prosterni minus pro-
fundata.
Long. 11 mm, rostr. 4, eljtr. 71/.,, lat, 5.
Hab. Französisch Congo. 1 ,j.
Diese Art stimmt in der Zeichnung au Hallend mit
Anacerasfes bimaculatus Jord. und einer Varietät eines Bock-
kiifers (Äcmocera varians Jord ) iiberein.
Tophoderes Schonh., Gen. Cur. V. p. 150 (1839).'
Der T. funcbris (Klug) ist irrlliUmlicli als Weibchen zu
T. J'renaius (Klug) gezogen worden; er ist aber eine von
frenatus ganz verschiedene Art. In frenatus haben beide
Geschlechter den kräftigen Seiteuzapfen des Halsschildes und
einen breit -concaven Zwischeuhüfteufortsatz der Mittelbrust,
während in fimebris das Halsschikl in beiden Geschlechtern
einfach und der Millelbrust-Fortsatz fast senkrecht und nicht
concav ist. Das (^ von fimebris hat außerdem kürzere
Fühler und Füße und die Zeichnung der Arten ist nicht ganz
dieselbe. Die Ilinlerecken des Halsschildes von fimebris sind
sjiitz; die Scheibe ist convex mit schwachem Mittelhöcker.
21. Tophoderes sikorae sp. nov.
^^$. T. niger, pube fusca luteo-ochraceo-variegata obtcctus.
Rostrum latitudine apicis vix longius, basiu versus paulo
angustius. Anteunae breves, prothoracis basin vix (j), vel
medium (^) attingentes, ,^: arficulis 2" et 3«^ aequilongis,
4*> paulo longiore, 8^ parum breviore lougitudine i)rimi,
9" latitudine haud dimidio longiore; $: 2" tertio crassiore,
band breviore.
Prothorax lateribus autrorsum rotundato angustatus,maxima
latitudine mox pone medium, angulis posticis subrectis, haud
acutis, carina dorsali recta utrimque leviter convexa, lateribus
in angulo recto, ejus apice autcm rotundato, versus apicem
Stett. entomol. Zeit. 1895.
141
producta, in medio lateris flexuosa; disco convexus, medio
seusim dopressus, panim inaequulis, tnberculo mediauo et
altero laterali obsoleto antemediano uotatus; lateribus disci
magis quam medio ocliraceis.
Elytra sat brevia, dorso parum deplanata, apice fortiler
roiuiidato-declivia, seriatim punctata, lateribus striatis; plaga
magna ab bumeris ad medium suturae extensa, triangulari,
male determinata, ocbraeeo-Iutosa, pubc fusca in apice declivi
etiam dense lutoso mixta; interstitio suturali bitoso-ochraceo
basi excepta nigio-))cnicillato; interspatiis S«, 5», 70 penicillato-
tubereulatis, nempe 3»: tuberculo sat magno basali, altero
parvo antemediano, tertio et quarto mediano et postmediauo,
quinto anteapiealij 5": postabasali, antemediano, postmediano,
duobus ante declivem apicem; 7«: humerali, et tribus vel
quatuor minulis inter humerum et apicem declivem; praeterea
nno sat magno in iuterspatio 8° sat longe post medium;
tuberculis nigro-et luteo-ocbraceo-pilosis, minutioribus saepe
totis nigris.
Processus mesostevnalis perpendicularis, concavus, angulis
productis, Abdomen (^^ segmentis 1^ — 3" bi-, ultimo uui-
tuberculatis, tuberculis segmenti 2i altioribus, li obsolet is;
($) segmento ultimo ad apicem transversa impresso.
Pedes breves, fusei, femoribus tri-, tibiis bi-rufo-lutoso-
annulatis, tarsorum articulo primo in utroque sexu secundo
et tertio simul sumtis band longiore basi excepta rufo-lutoso-
pubescente.
Long. 13 mm, rostr. 2, eljtr. 9, lat. 61/ o.
Hab. Antananarivo, Madagascar (F. Sikora leg.). 2 r^, 2 $.
Die Struktur des Hinterleibes läßt diese Art leicbt von
den übrigen unterscbeiden.
22. Sintor philippinensis spec. nov.
S. uiger, infra pube grisea, supra brunneo-nigra vestilus
albo-signatus. Rostrum granulato-punctatum, dorso medio
carina basi abbreviata instructum, supra antennarum sulcos
cariuula niinuta niarginatum. Caput linea media et utrinque
vitta parum latiore ad rostruna descendente albo-griseis notatum.
Antennae nigrae, basi brunneae, protboracis basin attingentes.
I ' Prothorax conicus, medio ante carinam lateralem desi-
nentem sat subito angustior, carina dorso levissime concava
lateraliter valde rotundatim antrorsum et versus inferum llexa,
tribus lineis angustis albis et puncto utroque in disco signatus.
StetU entomol. Zeit. 1895.
142
Scutelliim album. Elytra subovalia, dorso convexa, ante
medium ad apicem declivia, stnalo-j)unctata, interspatiis,
1", S% 50, 70, 90 gat dense albo-guttiilatis. Pygidium sub-
semicirculare, linea media angustissima alba.
Corpus infra cum pedibus unicolor.
Long. 7 mm, vosir. I1/2, elytr. 41/2, lat. 21/2.
Hab. Nord Luzon (J. Whitehead, 1894). 2 ^ (?).
Der Rüssel ist äbnlieh dem von Sintor hicallosus Lac.,
aber kürzer, d. b. er ist in der Mitte uiebt der Länge uacb
vertieft wie in S. quadrilineatus Fabrs., viüatus Kirf^cb,
guttatus Kirst'b und qitaclrimaculatus Jord., sondern ist bier
scbwacb konvex und gekielt.
Anhelita gen, uov.
Sulcis antennarum medianis, oblongis, lateralibus, antror-
sum angustatis ac bae parte ungiislata subdorsali. Oculi vakle
oblong! obbqui. Carinae protboracis parte laterali obliqua
brevissima. Processu mesosternali intracoxali angustissime
acute triangulari.
Diese Gattung geliört in die Verwandtscbaft von Sintor
Scbönb. und Jdiopus Lac, und unlergcbeidet sieb von beiden
dureb die oben angegebenen Cbaraktere. Im Habitus erinnert
die einzige mir vorliegende Art an kleine Diastatolropls, die
mit ibr zusammen vorkommen.
23. Anhelita lineata sp. uov.
^ $. A. nigra, sat sparsim pubescens. Rostrum basi
capite multo angustius, versus apicem sat fortiter dilatatum;
margine laterali supra antennarum sulcum convexo, apicali
medio leviter emarginato; fortiter rugato-punctatum, dorso
carinis tribus leviter elevatis laevibus, uua mediana planata
apicem attingente, duabus alteris lateralibus parum niagis
elevatis versus basini medio gradatim approximatis intra an-
tennas abbreviatis. Caput medio linea tenui alba longitudina-
liter densissime subtiliter rugulosum. Oculi latitudine fore"
duplo longiores supra et infra albo-marginati. Antennae in
niroque sexu protliorucis basin band attingentes, pallide rufae,
arlieulis duobus primis bninneis, 2" |)rimo liaud (j) aut ])aulo
($) longiore, 3" omnium longissimo, 8" nono panlo (,S) aut'
multo ($) breviore, 9^ — 11" Jatis, 9» latitudine triente longiore,
10" nono triente (,^) vel dimidio (^) breviore, 11^ decimo
fere duplo longiore.
Stett. enlomol. Zeit. 1895.
143
Protlioiax a carina, doiso medio lale svü levissinie cou-
cava versus latera recte transversa sine parte cons))icua lon-
gitudinali laterali, ad apicem eonicus, lalitudiue (ad carinam)
vix longior, densissime granuloso-rugiilosus, ad latera ipsa ut
in prosterno subnitens punctis profundis densis inslriictus, lineis
tribiis angustis rectis albo-griseis signatus.
Sciitelliim subrotundum, albo-griseum.
Elytra parallela, elongala, dorso parum depressa, fortitor
slriato-pimctata, punctis in striis densissimis, interspatiis basi
subeonvexis, serie punctorum basali in interspatio 1^ fere
medium elytri attingente, inters})atiis alternis pro parte et
margine reflexo laterali densius griseo-pubescentibns.
Pygidium rotundatuni. Corpus infra unicolor, meso-meta-
sterno lateribus profundis punctis sat densis notatis. Ab-
domen (,^) basi medio levissime depressum. Pedes pallide
ruli vel brunnei, tarsorum articulo 1° (in rj $) elongato;
tibiis postice macula alba signatis.
Long. 7 mm, rostr. l^fg, elytr. 41/2, lat. 21/0.
Hab. Antananarivo, Madagascar (A. Sikora coli). 2 ,^, 1 $.
Die Punktreihe auf der Basis des ersten Zv^'iycheiiriuimes
der Decken ist durch ihre Länge sehr eigenthümlicli.
Telala gen. nov.
Rostro elongato, subrotundo, capite angustiore, apice
(lilalato, dorso longitrorsuin leviter uni-carinato, intra oculos
et autennas lateribus uni-sulcato, margine apicali leviter sinuato,
infra medio carinato; antennarum sulcis oblongis apicalibus.
Oculis oblongis lateralibus haud obliquis. Antennis ut in
Sintoris quadrUineati Fabrs. mare, sed articulo 9o octavo
breviore.
Prothorace oblougo, dorso tuberculo alto penicillato notato,
carina valde concava ionge ante basim sita medium lalcrum
attingente sed nine parte longitudinali laterali.
Eljtris parallelis, basi rectis, Ruj)ra lale deplanatis, utrisque
uiite apicem in spinam longam productis. Pygidio parvo,
semicirculari.
Processu mesosternali angusto apice leviter coiivcxo; al)-
(iominis segmento anali penultimo paulo longiore; larsoiuni
articulo !<> cacteris parum breviore, parte <|uarta tibiae vix
longiore.
Tyi)us: T. armigera sp. nov.
Unterscheidet sich von Sinlur Schünh. und Idiopus Lac.
durch die auf der Unterseite des Rüssels nicht bis an den
Stett. entomol. Zeit. 18li5.
144
Mittelkiel verlängerten Fühlergrnben, welche älinlich wie in
Eczesaris Pasc, gebildet sind. Letztere Gattung -hat aber
einen etwas mehr abgeflachten Rüssel und einen der Basis
genäherten, seitlich winkelförmig nach vorn gebogenen Hals-
schildkiel, welcher in Telala m. seiner Form nach au den
von Ancylotropis Jekel erinnert, jedoch höher ist, weiter von
der Basis entfernt steht und an den Seiten des Ilalsschildes
als Höcker vorspringt. Von allen hier erwähnten Gattungen,
sowie von Plintheria Pasc, weicht die vorliegende Art ab durch
den hohen Höcker auf dem Halsschilde und die zwei langen
schräg nach oben und hinten gerichteten spitzen Zapfen, in
welche die Decken vor der senkrecht abfallenden Spitze aus-
gezogen sind.
Das einzige Exemplar, nach welchem ich die (Gattung
und Art beschreibe, scheint ein ^ zu sein.
24. Telala armigera sp. nov,
(^ (?). T. nigra, ochraceo-variegata. Kostrum cum ca))ite
fortiter rugato-puuctatum ac medio vitta ochracea notatum;
Caput ad oculos parum fulvo-pubescens. Antennae brunneae,
clava nigra singulis pilis longioribus vestita.
Pj'Othorax latitudine vix longior, densissime rugato-punc-
tatus, linea mediana ochracea ante medium alte (>levata
ochraceo-, ejus lateribus fusco-pilosis; nigro-variegatus, puncto-
laterali minuto ochraceo.
Scutellum subrotundum, ochraceum.
Elytra latitudine plus dimidio longiora, dorso fulvo-,
])arum maculatim, pubescentia, lateribus nigris, hie et inde
fulvo-variis, lineola obliqua autemediana intra strias lani et 3iani^
fortiter striato-punctata, interspatiis densissimis granulis minutis
adspersis, spinis anteapicalibus longius nigro-pubescentibus.
Corpus infra fortiter dense punctatum, metasterno lateribus
ochraceo -pubescente. Pedes ruß, femoribus basi excepta,
tibiis basi et medio brunneo-uigris.
Lon2'. 61/2 mm., rostr. 2, elvtr. (spinis excl.) 4i/.,, lat. 23/^.
Hab. N. S. Wales. 1 Stück.
25. Litocerus philippinensis sp. nov.
f^$. L. variegalo Jord. aflinis; prothorace disco linea
mediana lata, altera transversa pone sulcum sita, hac utrinque
])er lineam obliquam cum illa ad carinam antebasalem, saepe
etiam per lineam plus minusve obsoletam cum illius parte
apicali connexa, hoc modo intra sulcum transversum et carinam
Stett. eulomol. Zeit. 1895.
145
figurum tiapezoidalem duas guttas fuscas incliidentern forman-
tibiis; cariuae antebasalis angulo laterali recto levissime votun-
dato; elylris subtilius piinelato-stiiatis, similiter signatis, sed
iilroque macula conspicua mediana giiseo-rulvo-ciucla nigra
nolato; pedibus pallidioribus.
Magiiitudo A. cariegati Jord.
Hab. Luzon (J. AVbitehead). 7 ,^, 6 $.
Obwohl die Unterschiede zwischen dieser Art und
A. varicgatus Jord. nicht sehr aiiftallig sind, so scheinen sie
doch konstant zu f-ein, wie die Serien von 26 Exemplaren
der einen, und 13 der andern im Museum Tring zeigen.
Im Slettiner Museum sind vier Exemplare von Cevlon,
welche sich in der Zeichnung wie folgt von den Philippinen-
Stücken unterscheiden :
Die Seiten des Halsschildes sind breiter .gelblich behaart,
die schwarze Zeichnung, welche von dieser Behaarung um-
schlossen ist, ist kleiner; das gelbliche Mittelkreuz ist breiter,
die schiefe Linie, welche jederseits den Arm des Kreuzes mit
dem Kiel des Halsschildes verbindet, ist untei-brochen oder
ganz abwesend; die Decken haben ein schwarzes Querband
vor der Mitte, zusammengesetzt aus einem ziemlich großen
Suturalticck, der in philippinensis ganz reducirt ist, und einen
graden, nicht schiefen Querfleck zwischen dem zweiten und
siebenten Streifen; dieser Querfleck hängt gewöhnlich an den
Seiten mit zwei kleinen, etwas weiter nach vorn .stehenden
Seitenflecken zusammen; die basale schwarze Makel auf dem
zweiten und dritten Zwischenräume ist in drei oder zwei
Fleckchen aufgelöst; die Beine sind viel dunkler als in
philippinensis m. Da ich keine strukturellen Unterschiede
linde, halte ich dieses Ceylon-Thier für eine Lokalform von
phitippinensis und nenne es L. philippinensis crucicnllis m.
(Typen (,j^, _V) in Mus, Stettin).
26. Litocerus plagiatus sp. nov.
r^. L. niger, pro maxima parte luteo-ochracco-tomentosus,
bis partibus et pedum annulis rulis. Kostrum ut in L. dnvsali
Jord.; Caput luteo-ochraceum, in vertice et pone oculos nigrum.
Anlennae rufae, versus apicem brunneae, articulis h^ — 11" sub-
ac(piilongis.
Prothorax ut in L. dorsali, sed lateribus a carina, dorso
paulatim convexa lateralitcr angulo recto ejus apice ipso autem
leviter rotundato antrorsum llexa, ad apicem minus rolmi-
datus; dorso vitta mediana lata pone carinam angnstiore ac
Stett. entomol. Zeit. 1S9J. ^Q
146
guttiformi, versus apicem etiam angustata, lateraliter tribus
punctis, apicali, incdiano, l)asali, praeterea linea flexuosa ad
carinam lateralem, luteo-ocliraeeis siguatus,
Eij'tra rotrorsum angustata, ad suturam (bai^i excl.) im-
pressa, rufa, luteoochraceo-tomenlosa, plaga magua lalerali
mediana usque ad iiiterspatium teitium (a sutura) exteusa,
uoniuillas guUulas hiteo-ocliraceas iucludente, postico cum linea
transversa irregiilaii anleapicali conti na, nigris uotata.
Pjgidium latitudine longius, trianguläre, apice rotundo,
rufum, medio vitta nigro-brunnea. Corpus infra i)ro maxinia
parte rufum, luteo-ochraceo tomentosum; metasternum latera-
liter nigro-macnlatum; abdomen utrinque serie punctoruni
nigrorum signatum, segmeuto primo absque tuberculo. I'odes
rufi, femoribus medio, tibiis basi et apice, tarsorum arliculn
1" (basi exciusa) brunneo-nigris.
Long. 7 mm, elytr. 4i/\i, lat. 31/.,.
Hab. Nord L.izon fJ. Whitehead; 1894). 2 ,^.
Diese in der Färbung der Decken an L. dorsalis Jord.
erinnernde Art ist leicht an dem sehr breiten Mittelsireilen
des Halsscliildes und an dem Mangel eines Höckers auf dem
ersten Abdomen-Segment zu erkennen.
Ji7. Litocerus picturatus s\). nov.
$. L. picto Pasc, colore similis; niger, ex parte rufiis.
Rostrum cum capite et elytrorum parle apicali declivi lluvo-
pubescens, breve, dorso tribus carinis inter iintennas abbre-
viatis, lateralibus basi leviter arcuatis notatum. Oculi regu-
lariter ovales, obliqui, subapproximati. Antennae elytrorum
basin superantes brunneae, artieulis duobus primis toti.s,
30 — 8*' apice luteis, 10<^ uono paulo breviore.
Protborax longior quam in L. picto, conicus, dorso .^ulco
transverso arcuato iustructus, carina antebusali dorso recla
lateribus leviter versus apicem rotundato-llexu; indnmenio
capitis, linea irregulari infero-laterali, altera subinterrupta
discoidali, lineola utrinque juxta medium intra sulcuin tr;ms-
versum et ba.^iu sita postice cum linea dorsali conllua,
l)uuctoque autebapali dorso-laterali nigris.
Scutellum leviter transversum, griseum. Elytra ialitiidinc
fere duplo longiora, retrorsum parum angustata, sat forliter
striato-punctata, stria tertia basi excepta magis impres.'^a,
grisea pubeseentia, interstitiis 2% 4^, 60, 9", sutura basi,
cueteris interstitiis hie et iude, l'aseia transsversa ante ])arlem
llavam apicalem .'5ila in sutura antrorsum triangulariter dilatala,
lateribus sinuata guttaque discoidali postbasali uigris siguatu.
Sletl. enloniul. Zeil. 1895.
147
Pygidium rufum, granulosum, latitudine brevius, regulariter
rotundatum. Corpus infra griseum, immaculatum. Pedes rufi,
femoribus apice exceplo et übianim apice nigris vel subüigris.
Loug. 9 mm, eljtr. G, lal. S^j.2.
Hab. Perak. 1 $.
Die drei Kiele des Rüssels sind imgeluhv gleich hoch,
der mittlere ist nur vorn scheinbar niedriger, weil der Rüssel
hier deutlich eingedrückt ist. Der kurze Rüssel, das lange
zehnte Fühlerglied und die längeren Flügeldecken unterscheiden
diese Art von dem ähnlich gefärbten L. plctus Pasc, der mit
ihr zusammen vorkommt.
28. Litocerus annulipes (Dohrn i. coli.), sp. nov.
f^. L. niger, supra fusco-pubescens, luteo-griseo-signatus,
infra luteo-griseus, lateribus insensim fusco-notatus. Rostrum
rugato-punctatum, lougitudine apice paulo angustius, dorso
quinque-cariuatum, carinae medianae diniidio apicali obliterato,
carinula laterali ab oculo ad apicem continuata intra antenuas
interrupta, intermedia brevi. Caput fuscum, puncto occipitaii
ad-oculari et genis luteo-griseis. Oculi parum approximati.
Antennae elytrorum medium fere attingentes, basi parum
brunnescentes, articulis 3'> — 8" paulatim descrescentibus, 9*^ tertio
parum breviore, 10" fere lougitudine octavi.
Prothorax retrorsum fortiter dilatatus; carina dorso parum
convexa, medio ipso autem leviter concava, lateribus valde
rotuüdatim versus apicem et prosternum flexa; fortiter punc-
tatus, dorso sulco transverso antemediano, totis lateribus
(duobus punctis minutis exclusis), macula basali mediana tri-
angulari, altera lineari postapicali, duobus punctis ad sulcum
desinentem, duobus alteris ad carinam sitis, luteo-pubescentibus.
El3tra sat brevia, dorso ante medium purum depressaiy
pimctato-striatä, lineolis minutis sparsis griseis, quatuor guttulis
lateralibus, humerali, mediana, postmediana, anteapicali, lineola
geminata postmediana in interspatio quarto sita, notata.
Pygidium punctulatum, unicolor. Tibiae cum tarsis nigri-
pubescentes; illarum annulus angustus antemcdianus et apex
extremus, horum articuli primi apex extremus cioerei.
Long. 7 mm, elytr. 4'^/ 3, lat. 3>/^.
Hab. Ceylon (Typus: Mus. Stettin). 2 ,^
Durch das stark punklirte und mit Querfurche versehene
Halsschild leicht von den übrigen Litocerus Arien zu unter-
scheiden. Der nächste Verwandte ist L. paciei Lesne.
StetU entomol. Zeit. 169&. ]^Q<^
148
29. Acorynus frontalis sp. nov.
(^$. A. sulcirostri Boh. siniilis- froiile eapiti^s (V)rliiis
cariuata, auteniiai-um (J:{) articiilo S"^ breviore, ))yGidio uni-
colore, corpore iufra couspicue ])allide flavo-inaciilato, se<i-
nieuto anali (,j) cariua lougitudinali instructo, eodem semnenlo
fV) apice ipso rotiindato, sed ad medium maruinis apiealis
luberculo miaute notato, diustinguendus.
Magnitudo A. sulciroslris Boh.
PI ab. Perak (Typus) uud Sumatra (Soekaranda, Dohrii,
Jan. 1894); 37 Exemplare.
Auf der Oberseite ganz den verwandten Arten A. stilci-
rostris Boh., i'usticiis Pasc, und striolatus Jord. entsprccliond
gezeichnet, der Rüssel ist dünner gelblich behaart als in snlci
rustris, die Seiteubiiide des Halsschildes ist in vier meist von
einander getrennte Flecke aufgelöst (1, 2, 1), die grauen
Striche der Decken haben dieselbe Stellung wie in striolatus,
das Pygidinm ist einfarbig wie in letzlerer Art, die Unter-
seite des Körpers ist sparsamer grau behaart und zeigt selir
deutliche gelbe Flecke: jederseils einen auf der VorderbrusI,
zwei kleinere auf der Mittelbrust, einen sehr großen auf der
Hiuterbrust, welcher mehr nach der Mitte steht, und zwei
Reihen von Flecken auf dem Abdomen.
Die Punktirung und Querfältelung des Halsschildes ist
besonders in großen Exemplaren sehr stark. Der Stirnkiel
ist höher als bei den andern Arten. Im ^ ist das Anal-
segment mit einem Längskiel versehen, der beinahe die Basis
des Segments erreicht; in siilcirostris Boh. ist dieser Kiel
schwach angedeutet, in striolatus Jord. steht er in dei- hin-
tern Hälfte des Ringes, ist von hinten nach vorn allmählig,
aber stark erhöht uud ähnell von der Seite gesehen dein
Kamm des Brustbeins eines Vogels.
Im $ ist der Hinterraud des Analsegments einfach ge-
rundet, in der Mitte, dicht am Rande, steht aber ein kleiner
Höcker, der besonders deutlich ist, wenn man das Anal-
segment von hinten her betrachtet; in sulciroslris ist dieses
Höckerchen nicht vorhanden; in striolatus ist die Mitlc des
Hinterrandes selbst zahnartig vorgezogen uud der Rand bcider-
.seits neben dem Zahn ausgebuchtet.
30. Acorynus emarginatus sp. uov.
,^. A. niger, uigro-pubescens, pube pro certa luce levitcr
brunuescente, cinereo-guttatus, Rosirum lalitudine diinidin
longius, rugulosum, quinquecarinatum, carina mediaua apice
Statt, eatoiuol. Zeit. 1895.
149
(li.^tiiictu basi obliterata, carina iutermcdia baeali brevi, ad
ociilos obsolcla, carina dorso-laterali iudistincta, rostium intra
caiinas utra^quo intornicdias late profunde, ac utrinque intra
c-arinas iutcrmediam et dorso-lateralem profunde Impressum.
Caput fronte siibtilisj-ime canaliculatuni, sulculo in basiu rostri
abeunte; macula minuta ocripilali adoculari, fronte, genis cum
lateribus rostri lutosis, genis sine sulco angullformi.
Antennae elytrorum basin attingentes, brunneae, apice
nigrae, articulo 8'' lougitudine dimidii tertii, 7<^ octavo dimidio
longiore, 6'' et 7", 4^ et 5'^ aequilongis, bis parum longioribus
quam illi, 9*^ tertio dimidio longiore, 10*^ octavo vix breviore.
Protiiorax punctatus, transverse rugulosus, carina parum
c'oncava lateribus oblique et rotundatim antrorsum flexa
iustructus, tribus maculis medianis: lineola postapicali, macula
triangulari ante carinam, gutta post carinam sitis, gutta utrinque
in medio disci, tribus maculis lateralibus: apicali, basali, tertia
postmediana magis laterali, cinereis vel luteo-einereis notatus.
Elytra protborace latiora, retrorsum angustala, ad suturam
sat depressa, punctato-striata, cinereo-vel luteo-ciuereo-guttata:
tribus guttis suturalibus, ante- et postmediana et anteapicali,
gutta basali marginali intra strias lam et 3ifi»i, altera post-
basali in interspatiis 1'' et 2^, interspatio 3io tribus guttis:
antemediana minuta, mediana, tertia ante declivitatem apicalem,
iutersp. 5" etiam tribus guttis ejusmodi dispositis, intersp.
ti'' gutta adhumerali, 7" gutta anteapicali, 1^ — 9^^ gutta
antemediana, 8*^ — 'W^ guttis tribus: bumerali, postmediana,
subapicali.
Pygidium rotundatum, punctatum, fuscum, basi utrinque
luteo-pubcscens.
Corpus infra lateribus cinereo-vel luteo-cinereo-macnlalinn.
Prosternum fortiter, meso-metasternum abdomenquc subtilius
jtunctata. Segmentum ventris anale apice sinuatum.
Pedes nigri, femoribus pro maxima parte, tibiis annulo
lato antemediano, tarsis articulo primo (basi excepta) pube
cinerea vestitis.
Long. 91/2 mm, elytr. ßijg, lat. 41/2.
Hab. Pliilippinen (1 ^; Typus in Mus. Stettin; 1 ,^^
oline Fundort, in Mus. Triugj.
Das Felilen des Hasaltbeils des Mittelkiels des Rüssels,
das Felden der Waugenfurclie, die fein gefurcbte, uiclit gekielte
Stirn, das ininktirte Halsschild, die mit runden Flecken ver-
sebeneu Decken und das ausgeschnittene Aualsegment sind
die Hauptkennzeichen dieser Art.
Stett. entomol. Zeit. 1395.
150
3.1. Acorynus laevicollis pp. nov.
r^$. A. niger, lutoso-, vel riifo-lutoso-pubesceus, Rostnitn
apice fortius trian2;iilariter dilatatum quam in A. sulcirnstris
Boh, dicto, mcdio longitrorsum minus imi)ressum, cariua medio
altiore, aide medium interrupta, ejus parte a))icali latiore
leviore, cariua laterali versus apicem gradatim obsolcta, apicem
liaud atliugente, intra antennas haud iuterrupta; lateribus
cariüula dorso-laterali iustructis, Oeuli a lalere vis! modiee
prominentes, in (rj^) magis quam in ($) approximati. Antennae
nigrae, articulis basalibus basi brunneseeutibus vel subrulis,
(.S) 5« — 11'^ latioribus, 5« et 6*) sat compressis.
Protborax laevis, conicus, sat augustus, cariua dorsali
levissinie concava, lateribus vaide obliqua; vitta mediana an-
trorsum fortiter angustata, medio interrupta, apicem pronoti
non attingente, fascia laterali ut in A. stdcirostri postice
bamata lutosis vel rufo-luteis.
Ehtra parum elongata. dorso subdepressa, punetato-
striata, striis apice obsoletis, annulo basal! callositatem basalem
dorsalem cingente, pone eum puncto in stria 3^ sito, altero
parum versus basim intra strias 4aTn et 5«"^, maeula obliqua
pone callum bumeralem, lineola suturali antemediana cum
maeula angusta obliqua mediana intra strias 'iam et 5«m sita
conjuncta, fascia angusta transversa muUitlexuosa ante decli-
vitatem apicalem, in striis cum fascia altera irregulär! ante-
apicali connexa, lineolis lateralibus ante- et postmedianis liberis
vel cum signaturis approximatis confluis, luteis vel rufo-
luteis siguata.
Pygidium nigrum, lateribus luteo-pubesceutibus, (,j) lali-
tudine vix brevius, apice rotundatum, medio insensim cmar-
ginatimi. Processus mesosternalis sat angustus, rotundato-
declivis, medio longitrorsum sensim impressus, apice truucatns.
Abdomen lateribus nigro-maculatum, segmento anali (,j) longo
apice impressione et ante eam tribus tuberculis instructo,
($) simplice, triangulariter rotundato.
Pedes nigri, femoribus apice luleo-pubescentibus, libiis
ruti, basi apiceque nigris, quatuor anlicis (,j) apice deute
armatis, larsis basi subrutis.
Long. 11 mm, elytr. 7'|o, lat. 4.
Hab. Sumatra. 1 ,j, 1 $, von H. Donckier, Paris,
Aebnelt den ecbten Acorynus-Arleu in Form und Zeicli-
nung; das glatte Halsscbild unteiscbeidet es aber von ilinen
sofort (^4. svlcirostris Bob., riisticus Pasc, striolatiis Jord.,
Stett. entomol Zeit, 18'Jf'.
151
rjiiffains Jord.). Die Verhreilenmg der mittleren Filhlerglieder
im ,j ist P.'hr tiufrallend, ebenso die Slruktur des letzten
Hinlerlei bsseitnents desselben Geschleclits: der Analring ist
ziemlich lang, an der Spitze erseheint er ein wenig aus-
gerandet iiiiolge eines dachen Eindrucks, der eine länglich
trapezüidale Form hat; die Seitenränder dieses Eindrucks, der
die Mitte des Segments nicht eri'eicht, sind von hinten her
allmählieli erlöht, und der querstehende Vorderraud der Grube
bildet drei deitliche Höcker.
32. Acorynus dohrni sp. nov.
,^ V. .4. U-unnens, supra pube lutco-ochraeea obtectus,
brunneo-et nigrvsignatus, infra grisescens. Rostrum perpen-
dicuhuc, planun, latitudinc parum longius, inlra ocidos et
antenuas reetun, cariuula dorso-laterali instruetum, medio
panmi depressun, carinula antice abbreviata, in frontem
capitis ascendentt notatum.
Oculi in utrcque sexu distaiites, subrotundi, pauIo pro-
minuli. Antennat (J*) fere longitiidino corporis, on)nibus
articulis ci-assis, 3> — 7" subaequilongis, 10" dimidio octavi,
hoo sepfimo paruii breviore; ($) elytrorum medium haud
attingentes, sat g-aciles, 9'' — 11'' crassioribus, brunneis,
iO" octavo paulo beviore.
Prothorax longtudine Cere dimidio latior, lateribus an-
irorsum recte angusttis ad carinam parum rotundatis; dorso
pone medium parui, magis quam ad apicem convexus;
8 guttis brunueis notaus: quatuor dorso in quadrangulo sitis,
una mediana in utroqu latere, duabus basalibus post carinam
intra medium et anguKi laterales; carina basi ])arallela, medio
concava, utrimque covexa, lateribus fere semicirculariter
antrorsum paulo versv, prosternum llexa, medium lateris
subatlingeute.
Elytra convexa, cjlidrica, prothoracis basi haud latiora,
a medio ad apicem dccvia, leviter punctato-striata, nigro-
signata: gutta postbasali, jbbositatem postbasalem occupante,
altera humerali, tertia nnuta adhumerali in Stria quinta,
(juarta posthumerali laterä^ macula (juadratica submcdiana
altera minore postmediana, otra strias unam et quintam sitis,
hac cum liueola latcrali suapicali conjuncta, gutta mediana
laterali cum macula dorsali ibmediana conllua vel libera.
Pvgidium latitudinc brevis, rotundatum.
Corpus inlVa cum pedibus nicolor; abdomine (j) simplice,
tibiis^intermediis (,^) apicc detatis.
Long. 41/0 mm, elytr. 3, vt. 2.
Hab. Ceylon (Typus: J itMus. Stettin, ¥ i" Mus. Tring).
StetU entomol. Zeit. 1895.
152
Mit A. cincraceus m. imtersclicidut sich diese Art von den
übrigen Äcorynus S[iez\es durch das Fehlen desjenigen Rüssel-
kiels, der sonst zwischen der Mitte und den Seiten des Rüssels
steht. Die Männchen von A. cineraceus m. und dohrni m.
erinnern durch die gleichmäßig dicken Fühler an LUncenis
histrio Gyll. und torosns Pasc.
Benannt zu Ehren C. A. Dohrn"s, in dessen Sammhing
die Art unter einem schon vergebenen Manuskript ramen steckte.
33. Acorynus apatenioides sp. noi^.
\^$. A. rulus, hiteo-pubescens, nigro-sigqSitus. Rostrum
latum, apice paulo dilatatum, latitudine apicis/ parum longius,
planatum, tribus cariuis intra antennas abbni'iatis aequaliler
elevatis notatum. Oculi (,^) antice subapprojimati. Autennae
rufae, articulis tribus ultimis brunneo-nigris,' ,j corpore phis
dimidio breviores, graciles. /
Prothorax latitudine (maxima ad angujbs acutos posticos
veros) brevior, conicus, dense j)unctatus,) carina antebasali
dorso paulalim concava lateraliter valde olundo-arcuata an-
Irorsum; disco quatuor guttis brunneis, duibus ssubapicalibus
approximatis, duabus ante carinam sits longe separatis,
praeterea utrinque duabus dorso lateralibuj una ante- et altera
postmediana, notatus.
Elytra sat elongata, retror.^um angutata, post basin inier
strias l'^m et 4aiiQ sal gibbosa, sat pro/inde striato-puuctata,
nonnulHö guttuUs nigris, una marginaü ppthumeraH conspicuore,
rnacula magna postmediana eljtris c^muni plus minusve
transverso-ovali, atl striam sextam exten*, nigro-velutina signata,
Pjgidium rufum, $ sub-f^emicirciare, apice rellexo-mar-
giuatum, ,j longius, apice subtruncto-rotundatum. Sterna
niedio subnigra. Abdomen J me&> depressum, basi Im-
pressum, segmento anali simplice. i*edes pallide rufi, femo-
ribus rnacula nigra uotalis, libiis qiiluor anlicis apice dente
instruclis.
Long. 6 mm, clylr. 4, lat. 2^ .
Hab. Perak. 2 ^, 1 $. /
Durch den schwarzen Fleck Anter der Mille der Flügel-
decken iihnelt diese Art Apatenit centralis Pasc.
34. Acorynus punc^pennis sp. nov.
,^% A. cylindrico Jord. ainis; rostro latiore apice multo
minus diiatato, cariuis tribus d^salibus ad margincm apicalem
Stett. eptomol. Zeit. 1895.
153
proloDgatis, eanim parlibus apicalibiis aiilem Icvitcr flevatin;
antennis bninneo-nigris; protliorace i)ariim lonuiore, crassius
punclato, earina sensiin concavu, signaturis niiiioribiis; elytris
longioribus, signaUiris sparsioribus, grossi-ssime piinctatü-.slriaii.s,
iiiterstitiis convexis; pygidio longiore, rnavginc basali tenui,
latero-apicali atque apicali liiteo-ocbraceo-pubescente^ abdomine
phis miniisve nigro, lateribus nifo-rulvo-maciilato, segmento
anali (j) medio tiiberculo rotiiudo armato.
Lon». 7 mm, elytr. 5, lat. 3.
Hab. Perak. 3^ ,^, 5 $.
Die Zeichnungen sind spärlicher und besonders kleiner
als in A. cylindricus Jord., die schwarze Farbe herrscht bei
weitem vor. Das Halsschild hat eine zweimal unterbrochene
dünne Miltelbiiidc,. welche sich hinter dem in der Miltc deut-
lich konkaven Basalkiel sehr verbreitert, daneben auf der
Scheibe vor der Mitte jcderseits ein "undeutliches [^rundes
Fleckchen, seitlich sieht eine oft in der Mitte unterbrochene
Längslinie, welche hinten mit einem an dem Kiel in seiner
Umbiebungs^telle entlang laufenden Fleck zusammenhängt. Von
dem vor der Mitte der Decken bei A. cylindricus Jord.
stehenden, lehmfarbenen, schwarze Fleckchen einschließenden
Bande sind hier nur Reste vorhanden; besonders ist ein Stricli auf
dem ersten Zwischenraum deutlich; vor der Spitze der Decken
betindet sich eine Querbinde, die der Hauptsache nach aus
zwei dünnen Querbänderu besteht, die hier und da mit ein-
ander verbunden sind. Das Pygidium trägt in der Mitte ein
großes schwarzes Dreieck, dessen Spitze nach hinten gerichtet
ist; meist ist das Dreieck an seiner Basis jederseits bis zum
Seitenrande des Pygidiums erweitert, sodaß die lehmfarbene
Pubescenz der Basis gesondert stellt. Die Ausdelmung der
lehm- oder erdfarbenen Behaarung der Unterseite ist sehr
verschieden; das Mesosternum und Abdomen sind zum größten
Theile schwarz.
Die Punkte des Halsschildcs, welche in .1. cylindricus
Jord. auf der Scheibe quer-länglich sind, haben hier eine
runde Form, sind größer und tiefer. Die Punktstreifen der
Decken sind sehr grob; die Zwischenräume sind erliöht, mit
Ausnahme der hinteren Hälfte des zweiten. Das Pygidium
ist länger als in A. cylindricus. In beiden 'Arten sind die
Vorderschienen des ,^ an der Spitze mit zwei neben einander
stehenden Zähnen versehen.
35. Acorynus biguttatus sp. nov.
r^. A. niger, robustiis, j)ube griseo-lutosa vestitus. Rosirum
crassum, latitudine apicali brevius, medio intra antennas im-
Stett. entomol. Zeit. 1895.
154
prcssum, qiiinqiiecarinaliim, euriiia mediana a lateve visa
niagis elevata, omnibiis iutra antonnas abbicvialis, apice
jiraelerea utrimque cariniformi elevutione dcmidata instriic-td.
Oculi anticc siibai)pioximati. Caput medio et poiic oculos
iiisc'iim. Antennae brunaeae, medio ruf'ae, craseae, eh'trorum
basin paulo siiperantes, articulis 1", 2^, 3", 4" aequilongis,
5"' — 80 decrescentibus, 9" octavo, septimo, sexto simul sumtis
longiore, lOf" iongitudinc vix angustiore, 11^ uoüo parum
breviore.
Prothovax latiludine quarta parte brevior, pimctulatus,
carina antebasali dorso recta lateribus rotundutim versus inferum
et apieem ilexa, lateribus (maculam l'uscam l'onna cominatis
inc'Uidente) et crux magna disci subisabellino-pubescentibus;
i^ulco transverso autemcdiauo distincto.
Eljtra latiludine basali phis dimidio iongioia. ad suturam
depressa, sat tbriiter punetato-striata, griseo-lutoso-])ubes('entia,
maeula disci postbasali, altera humerali punctum album porlante,
faseia lalissima poslmediana, anlice ad slrias 2ani, (iam, Sfim,
postice ad suturam et striam 6'"« sinuata, in utroque elytro
guttani magiiani albam iucludenle, })raeterea noiuiullis maculis
minutis apit-alibu.s et uua inarginali postbumeraü, nigris uolala.
Pj'gidium granulüsum, rotundalum. medio obseuvius quam
lateribus. Corpus infra immacuJattim. Abdomen medio leviter
depressum. Pcdes rufi, iemoribus basi exeepta brunneis.
Tarsorum articulus primus apiee griseo-pubescens, tibiarum
medio mullo brevior. Tibiae intermediae apice subdentalae.
Long. 11 mm, eljtr. 71/2, lat. 4i|2-
Hab. Borneo. 1 $.
Gehört zusammen mit A. albo(/uflatns Jord., üisroidalis
,T(n-d., ceylonicus Jord., apicalis Jord., punctalus Jord. und
similis Jord. zu einer Gruppe von Arten, welche sich durch
gedrungene Gestall und kurzen Rüssel auszeichnen. Von dem
,j von A. albogvttatus, der auch einen weißen Fleck hinter
der Mitte jeder Decke hat, untersclieidet sich die neue Art,
außer durch viele Einzelheiten in der Zeichnung, besonders
auiFällig durch die stark genäherten Augen, den in der Mitte
der Basalhälftc eriiöhlen und gekielten Rüssel, die kürzern und
dickern Fühler, deren drittes und zehntes Glied kürzer sind,
durch den seitlich im ganz ilachen Bogen nach unten und
wenig nach vorn gebogenen Kiel des Halsschildes und das
breiter abgeflachte Abdomen.
.Stett. entomol. Zeit. 1895.
155
36. Acorynus carinifrons sp. nov,
-f. A. uiger, fuseo-pubesccns, lutoso-signalus. Rostriim
ciassum, apice paulo dilatatum, nigatum, quinquecariualiim,
carina mediana apioe abrupte leviore, postice Iraus fioulcm
capitis iu vertieem ascendente, parle frontali autem teuuiore,
carina intermedia usqiie ad apicem abeunte, sed iutra antennas
oblique iutcrrupta, carina laterali oculum non aitingente supra
auteunarum sulcum abbreviata. Caput fuscum, supra ad oculos
tcnuiter lutoso-pubescens, geuis lutosis, sine sulco angulifornii.
Oculi sat distantes.
Antennae elytrorum basin attingentes, sat erassae, arti-
culis 40 — 80 basi extrema rulis, 9^ octavo plus duplo longiore,
10" octavo fere dimidio breviore.
Protliorax couicus, antrorsum tbrtiter angnstatus; carina
dorso leviter, latcribus ibrtius concava, hie paulo versus apicem
flexa; disco fortiter puuctatus, sulco arcuato antemediano
transverso instructus, vitta mediana pone suleum iutcrrupta,
utrinquc macuJa apicali dorso-laterali, altera post carinam ad
unguium lateralem basis sila, guttula ad suleum desinenlem,
macula minula obliqua ante carinam magis versus latus quam
medium sita, puuctulis nonnullis dispersis, lutusis, parte laterali
carinae antice lutoso-marginata.
Elytra protliorace latiora, parallela, medio ad suturam
sat depressa, fortiter punctato-striata; parte declivi apicali,
duabus niaculis irregularibus exclusis, plaga basali ex lineolis
et guttulis irregulariter composita cum macula parva anguli-
formi suturali (elytris communi) antemediana connexa, macula
l)arva transversa mediana intra strias 3iam et 5ii»i sita, guttulis
minutis in interspatiis 1", 3", 5", 7", O** sitis, macula mediana
parva in interspatio S", lutosis.
Pygidium breve, fere semicirculare, utriuque macula
lutosa notatum.
Corpus infra sparsim cinereo-pubescens. Sterna punctata,
abdomen punctulatum. Pedes nigri; femoribus cinereis; tibiis
tarsisque nigris, bis articulo primo basi excepta rufo, cinereo-
pubescente, illis annulo antemediano eodem colore notatis.
Long. 93/4 mm, elytr. 7, lat. 41/4.
Hab. Kbasia Hills, Assam. 1 $.
Im Habitus stebt diese Art dem A. apicalis Jord. (Nov.
Zool. p. 623^n.|,55,'[.1894) von Sikkim und dem A. ptinctatns
Jord. (1. c. p.^.652 u. 53, 1894) von Sumatra nalie; erstere
Art bat wie die neue ein stark punktirtes und zu gleicher
Stett. eatomol. Zeit. 1895.
156
Zuit mit Qucrfureht" versehenes Halsschild, aber eine gefurchte,
nicht gckiellc Stirn; die zweite Spezies besitzt eine nnge-
furchte Stirn und ein stark pmiUtirlcs, aber ungefiirchtes
Halsschild. A. apiralis Jord. hat eine Wangcnfurclie, welche
den beiden andern Arten mangelt. Der Mitlclkiel des Rüssels
ist in A. carinifrons sp. uov. viel stärker als in A. punc
tatus Jord.
37. Acorynus lineolatus Jord.,
Nov. Zool. p. t>20 n. 47, 1894 ^Perak).
Hei der Beschreibung dieser Art habe ich vergessen zu
Ixinierken, daß die vier vorderen Schenkel, welche im ,j mit
Ausnahme der Oberseite blaß-gelblich sind, im 1^ kaum eine
S])ur dieser Färbung zeigen.
38. Acorynus luzonicus sp, nov.
.j$. A. punctata Jov6. colore similis. Rostrum prolhorace
brevius, apice sat dilatatum, medio longitrorsum late levitcr
impresöum, carina mediana tenuissima. Caput nigruni, oculis
hileo-griseo-cinctis. Hi (,j) antice approximati. Antennae
brunneac, articulis 1« et 2'' totis, 3'^— 8« basi rulie, 10" lon-
gitudine vix angustiore, 9^ septimo et octavo longiore.
Prothorax minus quam in A. alhoguttata Jord. antror-
snm angustatus, impunctatus, sulco autemediano arcuato trans-
verso prof'undo instructus, carina antebasali dorso subrecta
laleribus semicirculariter versus latus inferum et apicem Üexa;
linea mediana, saepe incompleta, ante scutellum guttitormi,
utrimque lineola transversa pone sulcum sita, duabus lineis
lateralibus poslice contluis, exteriore antice etiam cum pube
lateris inl'erioris connexa, linea intra angulo laterali carinae
luteis vel luleo-griseis.
Eljtra convexa, dorso haud depressa, sutura ad apicem
impressa, striato-punclata, intersi)atiis ex parte levissime con-
vexis; maculis lineolisque minutis rutis luteo-pubescentibus
numerosis signata, ad apicem plus miuusve contluis: macula
laterali posthumerali, altera laterali postmediana interdum
magis conspicuis, gutta disci postmediana intra strias Siam
et 4am sita fere ut in A. punctata Jord., albaguttato Jord.
Pygidium latitudine paulo brevius, utrimque vitta irre-
gulari lutea notatum. Corpus infra luteo-cinercum, metasterni
epipli'uris fusco-bimaculatis. Abdomen (,^) medio longitrorsum
dcpressum; segmento anali medio pilis aliter dispositis hoc
modo plagam subsericeam exhibente.
Stett. entumol. Zeit. 1895.
157
Pedcs uigri, tibiis medio (arsorumqiie articulo primo rufis;
tibiis iutermediis (^) apice valde deiitatis.
Long. (>'|o mm, eiytr. 41/3, lat. 2^14.
Hab. Nord Luzon (J. Whitehead, 1894). 3 ^, 2 $.
In den ä hu liehen Arten A. alboyuttatus Jord., biguttntus
.lord., ctpicalis Jord. und punctata^ Jord. sind wie in dieser
neuen die drei mittleren Kiele des RüspcIs zwischen den
Fühlergruben abgekürzt- punctatus hat keine Querfurehe auf
dem Halsschilde; von den übrigen drei Arten ist lnz>onicns
leicht durch die gleichmäßig gewölbten Decken zu unterscheiden.
39. Acorynus analis sp. nov.
r5^$. A. uiger. Roslrum versus apicem gradalim dila-
tatuni, dimidio basali dorso utriuque carina alta instructuni,
medio late imj)resfeo subtiliter cariuulaium, rufum, apice nigro
deplanato ruguloso leviter biimpressum. Oculi oblougi, (^)
autice contigui. Frons triangularis. Antennae basi rufae,
apic<'. brunneae, articulo 9*^ oetavo paulo breviore et decimo
dimidio longiore.
Prothorax conicus, longitudine triente latior, carina dorso
(unvexa lateraliter semicirculo antrorsum arcuata; lateribus
ruiis luteo-ociiraceo-])ubescens cum puncto nigro subapicali,
disco niger, linea mediana tcnui interrupta et macula ad
sulcum transversum antemedianum desinentem luteo-ochraceis
signatus.
Elytra subparallela, dorso subplanata, apice subito rotun-
dato-declivia, sat fortiter punctato-striata; parte apicali declivi
(punctum nigrum iucludente), gutta suturaii antemediana,
macula magna humerali, parva macula laterali mediana, striis
pro parte luteo-ochraceis.^ puncto humerali ipso nigro.
Pygidium latitudine aequilongum, rufum, luteoochraceo-
lomentosum. Corpus infra luteo-ochraceum. Pedes ruii,
femoribus posticis apice, tibiis omnibus medio, tarsoruin
articulo primo basi brunneis.
Long. 6^/2 mm, elytr. 41/3, lat. 3.
Hab. Nord Luzon (J. Whitehead, 1804). 7 ,^, 8 ?.
Unterscheidet sich von Litocerua picltis Pasc, der am
besten zu Acorynus gerechnet wird, durch die bedeutendere
Größe, verhältnißmäßig größere Breite, die tiefe (Querfurehe
auf dem Halsschilde, die schmale Mittelbinde und die breit
gelblich tomentirten Seiten des letztern, und durch die anders
gezeichneten Flügeldecken. Diese zeigen besonders einen
großen Schulterfleck und vor dem gelblichen Apicaltheil ein
Nahttleckchen, welche in J. pictus (Pasc.) nicht vorhanden
Siett, catomul. Zu!t. 18'J&.
158
sind. lu dieser Art sind die ersten zwei Drittel der Decken
ziemlieh gleii'hmäßiu' mit urauen Linien bedeckt, die hier und
da einen rnnden schwarzen Fleck [freilassen; vor dem gelb-
lichen Ai)icaltheil sind die'^Decken^ungefleckt, sodaß'hierjdie
schwarze Grundfarbe eine Qiierbinde bildet, welche in A. analis
schmäler und an der Naht durch den oben erwähnten Fleck
unterbrochen ist.
40. Acorynus cineraceus s]). nov.
r^, A. niger, piibe pliimbaceo-cinerea vestitus, nigro-
guttatus. Rostrnm ante anlennas sat dilatatum, latitudine
apicali quarta parte longius, planum, dorso pone insertionem
antennaruni transverse leviter depressum, ecarinatum, medio
subtiliter canaliculatum, sulculo antice abbreviato, postice in
fronten! ascendente, lateribus carinula dorso-laterali minuta
anteoculari instructum. Caput nigrum, ad oculos distantes
subrotundos cinereum. Antennae fere longitudine corporis,
crassae, compressae, articulis 4" — 8" clava non tenuioribus,
i^ pyriibrmi secundo duplo longiore, 3" omnium longissimo,
9" octavo breviore, et decimo duplo longiore et uudecimo
aequilongo; nigrae,
Prothorax brevis, conicus, antrorsus valde angustatus,
longitudine dimidio latior, carina antebasali dorso utriuque
leviter retror.sum curvata, lateribus angulo rotundo magis
versus apicem quam versus latus inferum ilexa; sex guttis
indistiuctis nigris: quatuor basalibus ante carinam et una
mediana in utroque latere notatus, vel unicolor.
Eljtra fouvexa, retrorsum leviter angustata, subtilissime
seriatim punctata, vix striata, praeter guttam suturalem ante-
medianam in utroque elytro sex guttis nigris signata, hoc
dispositis: 2, 2, 2; guttis 3 et 4, 5 et 6 conjunctis vel liberis.
Pygidium latitudine vix brevius, unicolor, ai)ice rotun-
datum. Corpus infra unicolor; abdomen (j) hasi insensim
depressum. Pedes nigri; tibiis intermediis apice valde dentalis;
tarsis posticis albo-, caeteris albo- vel cinereo-pubescentibu«.
Long. 51/1 mm, elvtr. 3i/o, lat. 2i/o.
Hab. Nord Lnzon \j. Whitehead, 1894). 2 ,^.
Diese Art ist vor allen andern durch das Fehlen der
Uückenkiele des Rüssels ausgezeichnet, lu der Kürperform
kommt sie dem A. luz-onictta sp. nov. am nächsten, unter-
scheidet sich aber durch die dicken Fühler, durch das Fehlen
der (^uerfurche auf dem Halsschilde und durch die Zeich-
nung sofoi-t.
S(t!(l. entoinul. Zeit. 1895.
159
41. Acorynus pallipes ^p. uov,
V. A. iitigioso Pasc, affinis; elytris subtilius piinclato-
striatis, postice minus abrupte declivibus. riitis, liiteo-cinereo-
pubescentibus, siünaturis nigris: gutta postbasali dovsali, altera
liumerali, tertia marginali majore postbumerall, quarta miuuta
poirtbasali in iuters-patio sexto, macula transversa autemediana
intra strias 2am et 6am^ macula geminata parva mediana
marginali, fascia postmediana transversa sinuosa latera versus
angustiore, gutta auteapicali, praeterea macula suturali mediana;
jK'dibus luteis, femoribus posticis apice nigro-brunneis, omnibns
tibiis annulo mediaiio brunneo notatis.
Long. 51/2 i"»i, elytr, 4, lat, 2^1^.
Hab. All)ay, S. Luzon (J. Wbitehead). 2 $.
Rüssel, Halsscbild und Fühler haben dieselbe Form wie
im V von A. litigiostis Pasc, und bafjancnsis Jord. (Nov.
Zool. 1). 625 n. 58, 1894). Die Fühler sind blaß röthlich,
mit drei braun-schwarzen Endgliedern. Das Halsschild hat
eine helle ununterbrochene Mittelbinde, an welche sich in der
Mitte jederseits ein ebenso gefärbter Fleck anschließt; au den
Seiten steht eine breite, helle Binde, die hinter der Mitte ein
braunes Fleckchen einschließt und vorn mit der mehr asch-
grau behaarten Unterseite der Vorderbrust zusammenhängt.
Von A. litigiosua Pasc,, batjanensis Jord. und analis m.
(ff. 11. 39) unterscheidet sich diese neue Art hauptsächlich
durch die viel feiner punktirten, anders gezeichneten und
hinter weniger steil abschüssigen Decken.
Cornipila gen. uov.
,^$. Rostrum perpendiculare, versus apicem liaud lalius,
iiiargine laterali supra antennarum sulcos inferolaterales magnos
submedianos jjarum dilatato, morgine apicali rocto, absque
carinis. Oculi f,j et V) contigui, subrotundi. Antennae
elytrorum basin superantes (,^, $), pilosac, arliculis 1" et 2"
crassis, simul surnlis tertio breviore, 4" — 8" descresct'utibus,
H" minuto, clava lata artieulis 8" — 6" ptiulo longiore, lO** nono
purum breviore.
Prothorax brevis, longitudine dimidio latior, cariua dorso
convexa laleribus trans medium ascendenle. Elyira convexa,
retrorsum rolundato-angustata. Pedes elongati. Processus
mesosternalis latus subperpendicularis. Abdomen maris simplex.
Typus: C. iuteipes sp. uov.
Stell, entomol. Zeit, 1895.
160
Von Acorynus, Litocerus und Hypseus durch den kiel-
losea Rüssel, die in beiden Geschlechtern einander berührenden
Augen und durch die behaarten, ihrer Form nach ähnlich
wie in Tropideres Scliönh. gebildeten (aber viel längern)
Fühler hauptsächlich zu unterscheiden.
42. Cornipila luteipes sp. nov.
r^$. C. rufo-brunuea, grisea pube signata. Rostruni, caput
corporisque latus inferuni griseo-pubescentia, unicoloria. An-
tennae ciava nigro-brunnca. Prothorax maxinia latitudine ad
angulos aequaliter rotundalos carinae, lateribus antrorsuin
rotundato-anguslatis: vitla mediana ante medium late inter-
rupta, gutta utriuque in disco, lateribusque (macula hamata
exclusa) griseis.
Elytra subtiliter striato-punctala, interspatiis 1'^, 3", 7", 9"
pro maxinia parte pube grisea liueolas plus minusve coufluas
l'ormante vestitis, hac pube in caeteris interspatiis rariore.
Pygidium rotundato-triangulare, longitudine parum latius,
brunneum, basi utrinque macula ruf'a griseo-pubeseente uotatum.
Pedes luteo-ruii.
Long. 2i|2 mm.
Hab. Perak. 3 .j^, 2 $.
43. Hucus laetus sp. nov.
rj $. H. niger, pube rufa vestilus, brunneo-uigro-maculatus.
Rostrum fere longitudine prothoracis, pone iusertionem anten-
narum multo lenuius quam in caeteris speciebus, carinis dor-
salibus lateralibus rectis (haud basi subflexuosis). Oculi oblon-
giusculi, valde approximali, ad i'rontem subparalleli. Antennae
crassiusculae, uigrae, articulis duobus primis apice subrulis,
{(S) elytrorum medium superantes, clava sat lata, articulo 9"
octavo paulo longiore; ($) elytrorum basim parum superantes,
clava lala, ejus articulis aequilongis, articulo tertio 7" et 8^
simul .sumtis aequali.
Prothorax brevis, subcouicus, lateribus leviter rotundatus,
carina dorso recta, versus latera leviter retrorsum deinde
rotundatim antrorsum arcuata, rufo-pubeseens, disco lala villa
nigra crucem ruläm includenle, duabus guttis lateralibus una
j)0st aheram silis etiam nigris. Elytra subtilissime striato-
punctala, rufo-pubescentia, nigro-guttata: duabus guttis suturali-
bus, uua postbasali, altera autemediana, quatuor discoidalibus
aeijuidistantibus inter se pro parte linea albo-grisea conjunctis,
earum 2a majore, in ,j singulo cum gutta septima discoidali
antemediana contlua, 8» mediana versus latus sita, 9» et 10a
SteU. cutoiuol. Zeit. 1^95.
161
hiimeralibus coufliiis, ll^i marginali posthiimerali, 12a niar-
giuali niediana, 13a anteupicali arciiata discoidali, 14a aute-
apicali.
Pygidiiim rufiim, subsemicirculare. Corpus iufia imma-
culatum. Pedes subuigri, fenioribus basi apieequo, tibiis (apice
excepto) riilis.
(^. Long. 31/2 mm, ehtr. 22|3, lat. l^l^; $ paniin major,
Hab. Pcrak. 1 ^, 2 ?.
Der längere und scbmale Rüssel, die länglicben, einander
selir nabe stellenden Augen und die dicken Fübler unter-
scheiden diese Art von den vier übrigen der Gattung, Die
dunklen Flecke der Oberseite sind meistens von grauer Be-
haarung schmal umrandet; die Naht der Decken ist an der
Basis weißlich, ebenso wie der dritte Zwischenraum zwischen
den dunklen Flecken. Letzlere sind zum Theil quer zusammen-
geflossen und bilden besonders in dem einzigen mir augen-
bliclvlicb vorliegenden q in der Mitte der Decken eine Art
gemeinsamer Querbinde.
44, Hucns lineatocollis sp, nov.
$, //. uigor, supra fusco-pubescens et albo-griseo-lineatus;
infra cum pedibus unicolor, albogriseo pubeseens.
Rostrum cum maudibulis longitudine prothoracis, valde
inclinalum, dorso intra antennas a latere visum leviter trans-
verse depressum, medio subtiliter canaliculatum apice excepto,
carinis duabus utriusque laleris dorsi ad oculos ineipientibus
intra antennas abbreviatis, hie duabus interioribus approximatis
dilatatis. Oculi leviter ovales spatio ^J2 mm lato separati.
Caput fuscum, linea media obsolela grisea, oculis luteo-griseo-
cinctis. Antennae nigrae.
Prothorax ut in //. melanostoma Pasc, dicto, carina ante-
basali autem medio fere recta et lateribus in angulo acuto, apice
ipso rotundato, antrorsum flexa, tribus lineis rectis distantibus
tenuibus albo-griseis ornatus, praeterea linea dorso-laterali ad
carinam lateralem sita male circumscripta cum pube lateris
inferi confhia notatus.
Scutellum trausversum, album.
Elytra sensim striato-punctata, convexa, interstitiis 1*^,
30, 5", 70, 9", 100 albo-griseo-lineolatis ac guttulatis, bis
signaturis irregularibus.
Pygidium semicirculare, unicolor.
Long, 42/3 mm, elvlr. 3i|^, lat, 21/3.
Hab. Nord Luzon '(J, Whitehead, 1894;. 1 $.
SieU, entomol. Zeil. ISOä. lj[
1G2
Diese duich den stark nach hinten geneigten Rüssel aus-
gezeichnete Alt zeigt auf den Decken in den ungraden
Zwischenräumen, aupDerdoni in dem zelinten und an dem auf-
geworfenen Seitenvaude, viele weiß-graue Fleckchen, die mehr
oder weniger zu Längslinien zusammenfließen.
45. Hucus vestitus sp. nov,
^^. H. melanosloma Pasc, dicto forma similis, minor,
prothorace breviore, ejus carina parum minus convexa, elytris
parallelis, convexioribus.
Niger, gri8eo-i)ubescens; supra brunneus, pube rufo-grisca
vestitus, brunneo-guttatus. Occiput brunneum, linea tenui
grisea mediana nolatum. Antennae ohscuriores quam in specie
altera. Prothorax antice posticeque juxta medium indislincU;
brunneus, lateribus gutta brunnea signatus, angulo lalerali
cariuae antebasalis aculo. Elytra 11 guttis brunneis ornata:
la et 2a gemiuatis subbasalibus, dorsalibus, 3» humerali,
4a laterali anlemediana, 5a mediana suturali, (Ja et 7a geminatis
discoidalibus medianis, 8a laterali postmediana, 9a subsuturali
et 10a laterali ante declivitatem apicalem, IIa subapiculi in
medio intra suturam et marginem externum sita. Corpus infra
cum pedibus pube unicolorc vestitum, femoribus leviter
rufescentibus.
Long. 31/ j mm, elvtr. 2, lat. li/o.
Hab. Perak. 1 ,j.
Außer durch die ganz andere Zeichnung unterscheidet
sich //. vestitus von der Pascoe'schen Art hauptsächlich durch
das kürzere Halsschild, dessen Kiel viel weniger gebogen ist.
Der breite Kopf, welcher die viel weniger als in manchen
Acorynns und Litocerus genäherten gerundeten Augen fast
ganz auf der Vorderseite trägt, und der vor der Fühlcrgrube
ähnlich wie in Cedus plötzlich erweiterte Rüssel unterscheidi'u
die Gattung Hurifs recht wohl von Litocerus Sciiünh. Mi(
Ifypscus Pasc, Apatenia Pasc, und Nessiara Pasc, hinler
welche sie im Cat. Gemming. und Harold p. 2735 gesetzt ist,
hat Hucus nichts zu thun.
46. Hucus lateralis sp. nov.
f^$. H. niger, hie et inde brunnescens, supra brunneo-
olivaceo-pubescens, luteo-flavo- et griseo-signatus, infra albo-
griseus. : Rostrum longius quam in H. melanosloma Pasc, el
//. ornatus Jord. dictis, Antennae nigrae, basi rufescentes, (,j^)
corpore dimidio vel lere dimidio longiores, articulis 3 ultimis
Bimul sumtis 80 brevioribus vel aequilongis, ($) dimidio cor-
Stctt. entouiol. Zeil. 1805.
168
poris lougiliidiiiis (cap. exol.), articulis 9" — ll^ latioribus,
l()o nono breviore, 8" uono longiore. Caput rufo-bnmueiim,
oculis luteo-grisco-cinctis.
Prothorax longitudine dimidio latior, antrorsnm minus
quam in spcciebus mclanostoma et ornatus dictis angustatus;
carina antebasali paulatim coiivexa, medio tenuiter coucava,
juxfa angulos laterales rectos minus couvexa; brunneus, linca
media tcuui grisca, plaga magna basali antrorsum triangulariier
angustata apicem subattingen^e luteo-flava signatus.
Elytra eonvexa, subtilissime striato- punctata, griseo-
liueolata: iulerspatio 1" lineola longa basali; 2" tribus bre-
vioribus: postbasali, po.simediana, subapicali; S^quatuor lineolis:
basali, submediana, anleapieali, subapicali; 4"^ duabus: ante-
et postmedianis; 5" duabus: basali maculilbrmi, altera minuta
antemediaua; 6^ tribus: humerali, ante-, poslmedianis;
7" tribus: humerali, antemediana, anteapieali; 8"^ duabus:
postbumerali, apieali; 9" duabus: submediana et })0.<tmediana;
10" quatuor: basali, postbumerali, submediana, posimediana.
Pygidium sub-semicirculare, unieolor.
Corpus infra unieolor. Pedes lulei, (arsis subnigris.
Long. 4 mm, elytr. 3, lat. 2,
Hab. Perak. 4 ,^, 5 $.
Die Zeichnung des Halsschildes und der Decken ist ziem-
lich konstant, obwohl auf den letzlern der eine oder andere
der oben aufgezählten Fleckchen fehlen kann oder in einigen
Exemplaren eine etwas andere Stellung hat. Die Länge der
Fühler des ,3^ ist verschieden, überschreitet aber in allen vier
Exemplaren dieses Geschlechts das Kürpermaaß; in den
übrigen Arten von Jliicns sind die Fühler der ,^, soweit ich
diese kenne, kürzer als der Körper.
47. Cedus torvus sp. nov,
rj. C. niger, ochracco-maculatus. Rostrum ut in C. au
(louini Fahrs., dorso utrinque intra antennas sulco longi-
tudinali irregulari apicem subattingciitc ad ejus latus dorsale
carinula lenui marginato iuslructum. Frons magis quam in
C. audouini inclinata, Oculi magis prominentes, ad occiput
et genas ochraceo-marginati, subrotundi. Antennae longissimae
ut in C. audouini, basi rufo-brunneae vel brunneae, articulo
1'^ oculorum medilim superante,
Prolhorax ante carinae angulum rotundatum lateralem
leviler, band profunde, siniiatus, toto apice et medio cxccptis,
punctis magnis notatus, sulco antemediano transverso valdc
coneavo instruetus, vitta mediana sat angusta ad cariuam
stell, entomol, Zeit. 1895. H*
164
parum latiore, liueola trausversa indistincta suleum occupaute,
liuea longitudiuali laterali mcdio inlerrupta, utiinque iu disco
duobus piuu'tis miiuUi?, uuo apicali, altero basali inagis versus
lineam lateralem sito, ochraeeis signatus,
Scutellum luteum. Elvtra lougiora quam iu C. audouini,
subtilius punctato-striata, margine basali juxta liumenim haud
sinuato, duobus tuberculis altis, uno basali, altero subsuturali
niediano instructa, inicrspatiis 3o et 5^ ante apicem, 5*^ etiam
ante medium levissime elevatis, baud tubereulatis; irregulariter,
sed coaspicue ocbraceo - maeulata. Prosternum punctatum;
Processus mesosternalis margine superiore medio rotundatus;
meso- et metastemum lateribus ocbraceo -maeulata, sparsis
punctis magnis notata. Abdomen medio sensim tenuiter im-
l)ressum, segmento anali brevissimo segmento penulümo vix
longiore. Pedes nigro-brunnei, libiis bi-, tarsorum urliculo
1*^ uni-luteo-anuulatis.
Long. 71/2 mm, elvtr. 5, lat. 3^J2.
Hab. Antananarivo, Madagascar (A. Sikora leg.). 2 ,^.
Unterscbeidet sieb von den Männehen aller andern
Acoryniden Madagascars (C audouini Falirs.. Litocerus
mado(jascariensis Faiisl, Acorynus leacosiictus Klug) durch
das sehr kurze Analsegment des Ab'^omeus; von den Höckern,
welche auf den Flügeldecken von C. audouini und Litocerus
madagaacariensia Faust stehen, sind hier nur zwei auf jeder
Decke deutlich entwickelt.
Mecocerina gen. nov.
(^ $. Rostrum crassum, prothorace (mandibulis excl.)
brevius, medio canaliculatum, apice medio late depressum,
margine apicali medio emargiuato sulcis autennarum luni-
formibus in parte postica apicis dilalati sitis, eoruni antica
parte dorso-laterali. Oculi magni, paulo prominuli, irregulariter
ovati, subfrontales, Frons capitis linearis. Prothorax apice
])aulo angustatus, dorso acquaHter leviter oonvexus, carina
antebasali dorso plus minusve recta lateribus rotundatim versus
apicem flexa ac Irans medium latcrum asccndente. Processus
iutercoxalis mesosterni latus.
(^. Anteunae corpore longiores, articulo l" piriformi
elongato oculos attingcnte vel superante, 3*^ — flf> longis, IQO
et 11*^ brevibus.
$. Antennae elytrorum medium haud altingentes, articulo
1^ piriformi secundo duplo longiore, hoc latitudine parum
longiore, S»— 8^ decrescentibus, 9o — 11» latioribus, 9'' et 11«
longitudine tertii vel eo longioribus, 10'^ uouo trienle breviore.
Typus: Mecocerina xenoceroides sp. nov.
Sictt. entomol. Zeit. 1896.
165
Ich muß diese GtiUung erriL-hlea, um zwei Arien uuler-
hriugeu zu können, wek-lie in keine der bisherigen Gattungen
passen; nämlich Aconjtius amabiiis Pasc, und die hier nach-
l'ülgend beschriebene neue Art. Vielleicht wird amabiiis später
in eine eigne Gattung gebracht werden müssen; im ,^ von
amabiiis ist nämlich das zweite Fühlerglied sehr kurz imd
die Glieder 3, 4 und 5 sind der Länge nach eingedrückt,
während im ,j von M. xenoceroides das zweite Glied der
sehr viel längern Fühler nur etwas kürzer als das dritte ist,
welches ebenso wenig wie das vierte Glied einen Längs-
eindriuk hat; in beiden Geschlechtern von M. amabiiis ist
der Forlsatz des Mesosternums zwischen den Hüften in der
Mitte der Länge nach, besonders am Oberrande, erhöht, in
der neuen Art dagegen ist der Fortsatz gleichmäßig und
äußerst schwach konvex.
In der Form des Kopfes, der Augen und des Rüssels
erinnert diese Gattung an Mecocerus Schönh.
48, Mecocerina xenoceroides sp. nov.
,j $. M. uiger; subtus griseo-albo-pubescens, unicolor;
supra pube olivacea tectus, lineis griseo-albis ornatus. Rostrum
griseo-album, partibus elevatis nigris exceptis basi medio late
elevata, hac elevatione canaliculo mediauo biparlita, antrorsum
gradatim evanescente utrinque cariniformi; hujus elevatiouis
causa rostrum ante oculos impressum apparet; dimidio ai)ic'ali
impressione lata intra antenuas fortiter (,j^) constricta instruc-
(iim; rugato-punctatum, lateribus ante oculos carinula arcuata
notatum. Caput brevissimum, pone oculos olivaceum. An-
tounae (,^) corpore (cap. excl.) sextuplo longiores, articulo 2*^
apice dilatato, ($) elytrorum medium haud attingeutes.
Prothorax subcjliudricus, latitudine (medio maxima)
paruni longior, lateribus sensim rotundatus, punctulatus, carina
dorso recta, lateribus valde oblique antrorsum et versus
inferum arcuata; tribus lineis angustis griseo-albis signatus,
(iuabus lateralibus antrorsum levissime iuclinantibus.
Elyira subcjlindrica, versus apicem paulo angustiora,
convexa, dorso haud depressa, striato-punctata; margine basali
intra suturam et striam 7am, dimidio basali suturae, linea
disci basali in interspatio 7'\ antice cum margine basali,
postice (in medio elylrij per lineam recte transversam saepe
parum undulalam cum vitta suturali connexa; hoc modo elytra
figura quadratica communi per vittam suturalem bipartita
ornata sunt; praeterea fasciola transversa postmediana disci
minuta, saepe abseute (form, typ.) in interspatio 3« cum
SlcU, entomol. Zeit. 1896.
166
figura quadratica plus miuusve coujuncüi, lineola sat longa
apicali in eodem interspatio in pygidium riigulosum longi-
tudine panini latius abeunte, griseo-aibis signata.
Pedes elongati, larsorum anticoruni articulo prinio (.j)
tibiis parum longiore, ($) paulo bveviore, articulo 2^ brevi-
tibiarum apex et tarsi nigri, avliculo primo auteni dimidio
apicali griseo-albo, >
Long. 81/ 2 ™ni, rostr. 2, eljtr. 51/2, lat. 31/2.
Hab. Nord Luzon (J. Whitehead, 18943. l".^^ 4 ?.
49. Directarius convexipennis sp. nov.
$. J). rufo-brunneus, iufra griseo-, supra brunneo-pubcsceus,
griseo-signatus. Rostruni latitudine brevius, basi cum fronte
convexum, apice depressum. Caput ad oculos parum oblongos
ac obliquos griseum. Autenuae ($!) elytrorum medium
superantes, articulis 9^ — 11 <> sub-aequilongis, nigro-brunneae,
basi rufae,
Prothorax slructura ei D. signaii Jord. similis- linca
mediana antice subinterrupta, duabus maculis iu utroque disco
una apicali, altera ante carinam, signaturaque dorso-laterali
irregulari albo-griseis notatus.
Elytra retrorsum leviter angustata, convexa, dorso ad
suturam poue basim paulo depressa, striato-punctata, inter-
ppatiis 1" toto, 3", 5», 7«, 9" lineolatim albo-grisco-nolatis,
lineolis tribus dorsalibus Iransverse dispositis ante declivitatem
apicaleni sat conspicuis.
Pedes rufi, tarsis obscure brunneis.
Long. 31/2 vam.
Hab. Perak. 1 $.
Diese Art ist in den Flügeldecken weniger gestreckt und
mehr gewölbt als J). signatus Jord. Scheitel, Stirn und
Rüsselbasis sind zusammen gleichmäßig gerundet, wäiircnd in
P. signatus Stirn und Rüssel in einer Ebene liegen und einen
abgerundeten Winkel von etwa 70« mit dem Scheitel bilden.
Die Augen sind auch mehr liinglich in D. convexipi'iniis als
in D. signafKs.
50. Stenocerus testudo Jckel ab. nigritarsis ab. nov.
Vom Vulkan Chiriqui, Panama, habe ich drei Exem-
plare eines Stenocerus vor mir, welche strukturell nicht von
St. testudo Jekel abweichen, aber einen vollständig schwarzen
Kopf und Thorax und schwarze Tarsen haben. Der hell-
tomcutirte Ijasaltheil der Flügeldecken erreicht au der Naht
die Mitte nicht und ist einfach breit dreieckig. Hell-tarsige
StcU. cntomol. Zeit. iSPi.
167
testudo aus Cenlral-Amerika sind mir nichl bcUai)iU und es
ist muu;licli, daß ab. nigritarsis eine nördliche Form des
süd-ameiikanisc'heu typischen Icsludo Jekel ist.
51. Stenocerus paraguayensis sp. nov.
$. St. fulvipedi Germ, colore similh'mus. Multo minor;
l>iothorace cavina laterali levitei' sinuata antice rotuudato-
j)rüniineute; elvtiis dovso ad suturam multo profuudius im-
}>ressis, basi post scutellum ante impressionem fortius trans-
vcrse elevatis; processu inlracoxali mesosterni latissimo, alti-
ludine fere duplo latiore, perpendieulari, margine supero
lotundato incrassato.
Long. 9113 mm, rostr. 2, eh'tr. 6, lat. 5.
Hab. Paraguay (Dr. J. Bohls leg.). 1 $.
Durch den breiten, senkrechten, am Oberrande etwas
verdickten,^ aber nicht höckerförmigen (wie in St. J'ulvipes
Genn., testudo Jekel) Mesosternalfortsatz von allen Stenocerus
verschieden.
52, Gymnognathus compar sp. nov.
$. G. dorsonotato similis, rostro cum capite toto coccinoo,
hoc sine vitta fusca mediana; prothorace trivittato, autrorsus
multo fortius angustato; elytris basi Jatioribus, sutura late
j)rofundeque depressis plaga grisea longiore (ut in A. discoidea
Fahrs.), macula A-formi apice approximata utrinque intra
suturam et striam Si^im extensa, puncto in callo apicali sito
cinereis, absque macula coecinea suturaH apicali; pygidio
vitta latisgima mediana coecinea notato, apice medio depresso
utrimque reflexo-bimucronato; processu intercoxali mesosterni
latiore; segmento anali haud spinoso, tarsorum articulo l*^
breviore distinguendus.
Long. S mm, elytr. 5i|.2, lat- 3.
Hab. Oberer Amazonenstrom. 1 ^.
Der Mittelkiel des Rüssels ist sehr stark; auch auf der
Unterseite ist der Längskiel kräftig erhöht und länger als in
(j. dorsonoiatus Fahrs., besonders weil die Seiten des Rüssels
in der Verlängerung der Fühlerfurchen eingedrückt sind. Die
Mittellinie des Halsschildes ist hinten etwas verbreitert, die
Seitenlinien sind hier etwas nach außen gebogen, füllen den
von dem Basalkiel gebildeten Winkel aus und hängen an der
Basis mit den dicht behaarten Seiten der Vorderbrust zu-
sammen. Die Decken sind stärker eingedrückt als in den
verwandten Arten; die Zeichnung derselben ist ähnlieh wie
in Analotes discoidea Fahrs., G. dorsonotatus Fahrs., G. deco-
Stett. entomoU Zeit. 1895.
168
7'afus Perr.^iind a. A.; auffällig ist besonders, daß hier kein
Fleck an der Spitze neben der Naht steht. Das Pjgidinm
ist an der Spitze gerundet vertieft und beiderseits in eine
kurze, etwas nach oben gerichtete Spitze ausgezogen; das
Mittelband ist von der Farbe des Küsseis und so breit als in
A. discoidea Fahrs.^ es läßt einen nur schmalen Kand frei.
53. [Gymnognathus cincticollis sp. nov.
(^ $. G. niger, pube luteo-alba vestitus. Rostruin lali-
tudine apicis paulo longius (sine mand) apieem versus parum
dilatatum, punctato-, basi longitudinaliter rugulosum, medio
carinula anlice abbreviata notatum, acqualiter sat sparsim
luteo-pubescens. Caput cum rostro ac prothorace rubrum,
fronte oeulorum distantium rotundatorum longitudine latiore,
infra ac supra ad oculos dense luteo-pubescens, fronte medio
carinulatum, lateraliter longitudinaliter rugulosum. Antennae
prothoracis basin aut (,^) superantes aut ($) attingentes,
nigro-i'uscae^ articulis duobus primis (,j) rutis.
Prothorax latitudine baseos vix longior, subconicus, carina
basali anteriore recta, lateribus autem parum retrorsum deinde
angulo recto levissime rotundato antrorsum flexa medio pro-
thoracis abbreviata, carina posteriore primae purallela medio
late interrupta, instructus; dorso antice parum convexus,
postice linea media impressa notatus; tribus maculis basalibus
post carinam majorem, linea transversa ante hanc carinam
sita parum concava, altera apicali convexa medio angustata,
utrisque lineis in prosteruo approximalis ac latioribus, linea
mediana abbreviata in impressione longitudinali, luteo-albo-
pubescentibus oruatus.
Scutelluni album. Elytra cum prothoracis basi obscure
rufescentia aut subrufa; macula circumscutellari usque ad
humeros extensa utrimque interru])ta, altera marginali sub-
humerali, interdum eliam puncto apicali grisco albis; signatura
V-foi'nii basali elytris communi, gutta laterali antemediana
brunneis signata; dorso usque ad interspatia (juinla depressa,
rufo-griseo tomentosa, interstitiis alteruis vcl striis saepe griseo-
pubescentibus.
Pygidium fuscum, (,^) longitudine parum angustius, apice
medio subtruncalo lateraliter rotundato, (-9) brevius quani in
(j), apice rotundato; utrimque vitta alba noiatum.
Prosternum vittis transversis prouoti evanesceutibus late-
raliter notatum. Mesosternum macula laterali magna alba,
processu intracoxali retrorsum gradatim paulo rotundatim
angustato. Metastei-num subalbum, lateribus vitta obliqua
Stctt. entomol. Zeit. 1892.
169
brunnea cum puncto latcrali untcmediauo clvlroium continua
abbreviala cinctum. Abdomen lateribus albo-maculaüim,
maciilis briinnco-circiimscriptis; seiimenlo anali aj)icc rutundato.
Pedes nigri, femoiibus apice ruiis, spari^im griöco-pubesccnley.
Long. 61/2 mm, elytr. 4, lat. 2i|jj.
Hab. Oberer Amazonenstrom. 6 Ex.
Der Rüssel ist zuweilen schwärzlich. Die beiden Qiicr-
bänder des Halsscliilde.s lassen die^e Art leicht von den übrigen
Spezies unterscheiden.
54. Gymnognathus robustus sp. nov.
$. G. niger, capitc cum rostro et prothorace rufescen-
tibus, elytris brunnescealibus.
Kostrum latitudinc vix longius, apicem versus paulatim
ampliatum, crassum, rugoso-punctatum, carina media apice
dilatata obsolela; cum capite utrimque vitta luteo-pilosa ociilos
supra marginante signatum. Antennac basi et apice rufae,
protlioracis medium vix attingentes. Oculi anlice oblique
subtruncati.
Prothorax loiigitudine latior, conicus, dorso convexus,
huea transversa ante carinam antebasalem sita utrimque in
anguio huius carinae parum latiore, linea secunda utrinique
in medio lateris inl'erioris incipiente oblique autrorsum ascen-
dente prunotum antice marginante ubi tenuiore, linea tertia
longitudinali mediana apice abbreviata, macula antescutcllari,
luteis ornatus; dorso ante carinam et in linea mediana parum
impressus; carina anteriore basi bisinuatae parallela, utrimque
anguio recto apice minutissime rotundato anhorsum flexa,
medio lateris abbreviata; carinula posteriore i)rimae ai)proxi-
mata et parallela, medio late interrupta, sat obsoleta.
Scutellum luteum. Eljtra prothorace vix latiora, retror-
sum anguslata, dorso medio usque ad striam tertiam parum
impressa; striis i)unetatis l« — 3*^ et P« — 10" diniidio basali
obviis, dimidio apieali sicut caeteris striis obsoletis; impressione
parva basali humerali, iuterspatio 2^' antice, ö^ et 8" pone,
100 infra humerum, lineola marginali submediana, stria 4" pone
basim luteo-tomentosis.
Pygidium rufo-pubescens. lateribus puucis pihs griseis
signatum, latitudinc basali band longius, apicem rotundatum
versus angustatum. Processus mcsosternalis perpendicularis,
latus, apicem subtruncatum versus vix angustatus, medio apice
parum convexus. Metasternum lateribus antice et postice,
abdominis segmenta 2» — i'^ macula laterali basali triangulari
Stett. entomol. Zeit. 1895.
170
liilei«. Segmenlum anale utrirnque spina acuta sat longa
armatum, margine apicali mcdio intra spinas rolimdato. Pedes
uigri, sicut corpus infra sparsim gnseo-pubesceutes.
Long. 71/4 mm, elytr. 5, lat. 31/4.
Hab. Para, Brasilien. 1 $.
In der Zeichnung des Prouotums ähnelt diese Art
G. cinvticollis m. Das Analsegment ist aber jederseits in
einen langen scharfen Zahn ausgezogen.
55. Gymnognathus acutangulus sp. nov.
,^. A G. cincticolli sp. nov. difTert: Rostro sat dense
subochraceo-tomentoso longiore; antennis multo brevioribus
prothoracis medium paulo superantibus; prothorace conico
longiore, carina antebasali medio levissime siuuata lateraliter
fortius retrorsum deinde angulo acuto antrorsum flexa, aliter
colorato : vitta media basal! valde abbreviala triaugulari, lineola
basali lalerali obliqua, linea laterali poue oculos incipienlc
oblique versus prosternum abeunte luteis; pygidio breviore
luteo-eircumcinto; prosterno utrirnque vitta indistineta longi-
tudinali lutea notato; maculis lateralibus meso- et metasterni et
abdominis male expressis, maculis abdominis conti uis; processu
mesosternali intracoxali lateribus magis rotundato; segmento
anali apice sublruucato multo breviore quam in G. cincticolli:
femoribus tibiarumque basi rufis.
Long. 7 mm, elytr. 4, lat. 21/2.
Hab. Oberer Amazonenstrom. 1 ,^.
56. Gymnognathus clathratus sp. nov.
$. G. niger, pube grisea sparsim vestitus. Rostrum apiecm
versus vix latius, latitudine baseos vix longius, medio Iraus-
versim depressum, rugoso-puuctatum, basi longitudiualiter
oblique rugulosum, carina media obtusa apicem haud attingeutc
in capite gradatim evanescente iustructum, sat sparsim luteo-
tomentosum, subnigrum htc et inde cum basi mandibularum
rufum. Caput plaga magna triangulari rufa utrirnque in fronte
carinulis antice gradatim approximatis ac vitta lutea super-
ciliari determiuata, infra oculos lineola alba notatum; fronte
latissima oculi latitudine plus duplo latiore. Antennae nigrae,
articulo basali rufescente, clava brevi lutea, prothoracis medium
paulo i,^) aut non ($) superantes.
Prothorax conicus latitudine haud longior, basi fortiter
bisinuatus, carina antebasali anteriore valde elevata basi
parallela, lateribus angulo recto haud rotundato antrorsum
ilcxa ante medium abbreviata; carioula posteriore dorso lata
Stett. cntomol. Zeit. 1895.
171
cum prima conflua apparente; medio anlo carinam iniprcssus,
i^uk'O Iransverso mediano coucavo instriiclus, his iinpressioiiibiis
ac tribus maeulis basalibus, macula angulilbrmi iitrimque in
anguio cariuae sita, fasciola obliqua basali utrimque in dorso,
autiee cum linea transversa coullua, vitta transversa infero-
laterali apicah', macula postmediana infero-Iaterali iuteo-
[)ubescentibus; dimidio apicali pronoti rui'o.
ScutelUim subpentagonale, apice rotuudatum, luteo-album.
Elytra retrorsum angustiora, subrufa, regione scutellari parum
elevala nigra, medio sat depressa, callo humerali et gutta
laterali poslhumerali nigris, griseo-rufo-pubescentia, iuterspatiis
alternalis basi luteo-tomentosis, striis ipsis saepe griseo-
pubescentibus.
Pygidium brunueum latitudine vix longius, postice an-
gustius, lateribus rectis, apice emarginalo, augulis spinosis,
liuca media angusta alba.
Processus mesosternalis latus, a medio sat abrupte an-
gustatus, apice truucatus. Metasternum lateribus album, vitta
transversa in plaga alba sita brunnea uotatum. Abdomen
lateribus albo-maculatum; segmeutum anale (r^) medio pla-
natum, rut'cscens, in utroque sexu lale emarginatum ac fortitcr
bispinosum. Pedes uigri.
Long. 7 mm, eljtr. 41/25 ''^t. S^j^.
Hab. Oberer Amazonenstrom. 1 3^, 1 $,
57. Gymnognathus ornatus sp. nov.
.^. G. clathrato similis, sed rostro apice conspicue dila-
tato, longiore; area capitis rufa antice latiorc haud triangulari;
antennis protboracis basin attiugentibus, clava fusca clongata;
prolborace minus conico, cariiia lateraliter valde rolundatim
antrorsum flexa, parte laterali declivi band recta, toto mar-
gine antico luteo-ciliato, linea mediana coinplcla impressa
utrimque impressioue dorsali antemediana irregulavi cum linea
mediana hiteo-piloba oblique versus carinam ramum emittente,
duabus maeulis basalibus in utrisque lateribus, una dorso-,
altera infero-Iaterali, hac macula cariua bipartita, macula trans-
versa infero-Iaterali antemediana in prosterno evanescente,
supra cum signatura dorsali plus minusve conflua; scutello
basim versus angustato; elytris magis elongatis, basi minus
olevatis, striis griseis basi ex parte densius pubescentibus,
interstitio quinto basi luteo-pilosoj pygidio niediu cariuato;
processu meso.^ternali angusto, apice medio parum impresso,
subpcrpendiculari; maeulis metasterni et abdominis lateralibus
flavo-albis; abdomine praeter maculas laterales bene cir-
Stett. entomol. Zeit. 1895.
172
cuinscriplas utrimque in segmcntis triljiis basalibiip maciila
alba notato; segmeutis 4» et 5« luteo-pubesecnlibus, illo apice
medio luberculato, hoc lateribiis ad pygidium albo-margiuato
apice profunde sinuato ac foititer bispinoso.
Long. 8 mm, eljtr. b^j^-, ^'^^- '^^U-
Hab. Oberer Amazonenstrom. 1 ^.
58. Gymnognathus bohlsi sp. nov.
$. G. ornato Jd. affinis, sed prothorace praeter maculas
laterales quinque lineis longitudinalibus griseis ornato, eljtris
grisoo-striatis spatio cruciformi sine pube grisea sat conspicua
signatis, pvgidio linea media teuui grisea et iitriuque maoula
basali lutea notato distingueudus.
Long. 6i|2 mm, elytr. 41/4, lat. Si/j.
Hab. Paraguay (1 $; Dr. J. Bohls leg.).
Wie in dem Männchen von G. ornafus sp. nov. trägt
hier der vorletzte Hinterleibsring einen kleinen Höcker in der
Mitte des Hinterrandes; von dem Höcker des Analsegmenls,
der im ,^ von G. ornatns vorhanden ist, ist hier (im $)
nichts zu sehen, und der Höcker ist jedenfalls ein Männchen-
Ciiarakter.
Die Spitze des Rüssels ist roth, wie der Kopf. Die
Zeichnungen des Halsschildes sind nicht verlieft; auf dem
Rücken befindet sich eine nicht abgekürzte Mittellinie, die
nach der Basis zu ein wenig breiter wird, ferner jcderseits
eine grade weder den Vorderrand noch den Basalkiel
erreichende Linie; eine dritte läiitY schräg vom Vorderrande,
arade hinter den Augen beginnend, den Rand selbst nicht
ganz erreichend und vorn kurz hakenförmig umgebogen, nach
der Stelle des Basalkieles, wo die zweite Linie, wenn ver-
längert, den Kiel treffen müßte; jcderseits an der Basis, etwas
entfernt von dem Seitenwinkel des Kiels, steht ein dreieckiger
Fleck; auf der Unterseite befindet sich gleichfalls jcderseits
an den Hintereeken der Vorderbrust ein Fleck, der sich
schräg nach oben und vorn über den Seitentheil des Kieles
hinweg hinzieht und fast den freien Theil des Hakens der
dritten Linie erreicht; außerdem trägt die Vorderbrust vorn
jcderseits einen runden gelblichen Fleck, und ist von dem
Zwischenhüftenfortsatz an dichter grau behaart.
Da in den nächst verwandten Arten die Geschlechter
oleich gezeichnet sind, so kann die gegenwärtige Art, welche
k'h zu'.? Ehren'C des Herrn Dr. J. Bohls, der bekanntHch den
beriihmteujj' Lungenfisch Lepidosiren parailoxus wieder auf-
eefimdcn hat, benannt habe, kaum das Weibchen zu
U. ornatus m. sein.
StoU. entomol. Zeit. 1895.
173
59. Gymnognathus flexuosus sp. uov.
(J. G. obscure rufus, rulb pubescens, albo-signatus. Rostrum
latitudine basali pariim longius, supra anlennavum sulcos
matiiios trianguläre levissinie roliindatiim, apice ipso subito
paiilo dilatatiim, vugulosum, basi medio teuuiter cariiuiliini,
cum capite ruguloso utrinque vitta hitea notaturn.
Antenuae corpore triente breviores, nigrae, articulis 1"
niiuuto, 2" pvriformi latitudine duplo lougiore, caeteris com-
pressis, 3^ longiorc, tribus ullimis latis, 10" longitudine l'ere
duplo latiore, 11" apice emarginato subbispinoso.
Protborax couicus, parum latior quam longus, maxima
laliludiuc ad unguium rectum carinae antebasalis medium
latoris protboracis liaud attingeutis dorso rectae, longitrorsum
dcnse (apice ipso excepto) striolato-rugulosus, vitiis tribus
luteo-albis signatus: mediana postice parum dilatala, utrinciuo
laterali postice cum latere infero eadem pube vestito contlua.
Scutellum luteo-album, postice rotuudatum, versus basim an-
gustatum,
Eljtra convexa, retrorsum leviter angustata, ponc mar-
ginem basalem transverse depressa, striato- punctata, inter-
spatiis dcnsissime subtilissime granulosis, macula transversa
marginem basalem occupante ad bumeros interrupta, lata,
versus scutellum angustiore, vitta suturali basali continua,
cum fascia primo parum oblique versus posticum usque in
medium elytri abeunte, dcinde (ad striam 4am) rotundatim
versus latus et parum versus anticum flexa supra metasterui
apicem elytri marginem lateralem attingente fascia altera ante-
apicali aequilata complcta, guttaque apicali, albis.
Pvgidium latitudine longius, lateribus rectis, apice trun-
cato, medio albo-luteo-vittatum.
Subtus subalbus; macula laterali metasterni, altera
segmenti primi abdominis, tertia scgmeuti analis, praeterea
l)iinctis lateralibus minutis segmentorum 2" — 4" rufis. Pedes
sparsim albo-pubcscentes, femoribus lutco rulis; tibiis fuscis,
tarsis subnigris, s
Long. 41/., mm, elytr. 3, lat. I2I3.
Hab. Oberer Aniazonenstrom. 2 ^.
In der Form der Füblcrglieder stimmt dieses Tbier besser
mit Systaltocerus als mit Analotes und Gijmiwgiialhua ilbor-
ein; icb ziebe aber vor, dic-e und die folgende Art zu (him-
notjnullius zu stellen, da aucb in andern Arten dieser s|)äter
aufzulosenden Gattung Abweicliungen in der Füblerbiidung
vorkommen.
.StclL cntomol. Zeit 1895.
174
Eiu Exemplar von demselben Fundorte, welches, wie ith
glaube, zu dieser Art gehört, weicht von dem Typus in den
folgenden Punkten ab: Rüssel räch der Spitze hin flach
eingedrückt; Fühler fast von Körperlänge, Rückenkiel des
Halsschildes nicht grade, sondern seitlich deutlich konvex; der
Seitenwinkel des Kiels ist etwas größer als ein rechter; das
basale Viertel der Deckennaht ist nicht weiß; die erste Quer-
binde beginnt im ersten Viertel der Decke frei zwischen
dem zweiten und dritten Streifen; das Pjgidiurn und der
letzte Ilinterleibsring sind nicht einfach abgestutzt, sondern die
Ecken ragen als schwache Zähnchen vor; auf der Unterseite
herrscht die braune statt der weißen Farbe vor; die Reine
sind viel dunkler, die Schenkel fast schwarz.
Trotz dieser Unterschiede k;uin ich das Thier nicht arllich
von G. Jlexuosus trennen bis ich größeres Material habe.
60. Gymnognathus variicornis sp. uov,
(^. A specie praecedcnle diflert: prothorace breviore an-
trorsum multo minus angustato maxima latitudine pone medium,
dense granulato-rugato, vittis lateralibus magis obliquis autice
abbreviatis, ])raeterea vitta laterali subapicali oblique ab infero
versus dorsum ascendente pone oculum abbreviata, margiuem
apicalem haud atlingenle, noialo; carina dorsali busi parallcla,
i. e. utrinque convexa; elytris dorso parum depressi.s macuki
basali intra strias 3ara et oam sinuata, ad suturam dilatata,
macula antemediana triangulari intra strias lam et 4am, ])uncto
laterali antemediano, macula postmediana elongata, obliqua,
a Stria 1^^ ad 5am extensa saepc cum puncto altero laterali
anteapicali connexa fasciiformi; vitta pygidii latiore; iufra
sparsim albo-pubescente, lateribus luteo-albo-maculatis; femori-
bus subnigris.
Long. 4 mm, clytr. 2^/3, lat. i^j^.
Hab. Oberer Amazonenstrom. 7 ,^.
Die Fühler variiren in den sieben vorliegenden Exem-
plaren (alle Männchen) von über dopi)eller herab zu halber
Kör])erlünge; die Glieder der kurzen Fühler sind sehr breit
und flach und tragen jederseits einen Eindruck. Die Mittel-
binde des Halsschildes, welche oft sehr stark verkürzt ist,
ist an dem Kiel durch eine weiße Behaarung nach den
Seiten hin fortgesetzt. Die Zeichnung der Decken ist nicht
konstant; recht autfällig sind die beiden neben der Naht
vor der Mitte stehenden Flecke, welche vorn grade abge-
schnitten sind.
SteU. enlorool. Zeil 1895.
175
' 61. Nessiara flavosignata sp. nov.
f^ $. N. nigra, cinereo-pubescens, uigro- et ilavo-signata.
Rostnini longitudiue fcrc diiplo latius, riigulosiim, absquc
carina mediana; laleribus versus apicem valde rolimdalo-
angustatis, supra antennas paruni ampliatis. Caput linea
oceipitis mediana et utvinque macula ad-oculari flavis signaluni.
Oculi valde oblongi, in (r^) magis quam in (?) approximati;
frons triangularis. Antenuae brunneae, medio albo-grisco-
pubeseentes, avticulis I^ et 2^ rufis.
Prothorax hilitudine quinta parte longior (in /^ longior
quam in $) Iateiil>ns a medio ad apicem angustatis, ante
augulos postieos subliliter emarginatis, carina dorsali paulatim
convexa, medio leviter sinuata, lateralitcr rotundatim versus
apicem et parum versus latus inferum flexa, cinereo- et nigro-
variegatus, gutta antescutellari luteo-alba, lineola brevi mediana
ante carinam, gutta parva laterali mediana, maculaqne majore
irregulari iiifero-laterali etiam mediana flavis signatus.
Elytra versus apicem leviter angustiora, ad suturam
sensim depressa, interspatiis 3o et 4*^ praecipue ad basim
parum elevatis, margine basali rufescente intra scutellum et
striam 4»™ valde rotundato-producto, striato-punctala, inter-
spatiis 1», 3", 50, 7^, 9" uigro-tessellalis, 3" lineola mediana
ilava conspicua, liic et inde liueolis flavis minutis. Pjgidium
granuloso-punctatum, basi utrinque puncto flavo notatum.
Corpus infra punctis magnis haud densis instructum;
metasterni episternis, abdominis scgmcntorum basalium lateribus
llavo-pubescentibus. Pedes brunneo-uigri, griseo-pubesccntes,
libiis nigro-triannulatis.
Long. 91/2 »im, elylr. 6, lat. Si/o.
Hab. Perak. 3 ,^, 2 $.
Aehnelt in der Gestalt der Apatenia tessellcUa Kirsch,
hat aber einen viel kurzem, nicht gekielten Rüssel und
unterscheidet sich leicht durch die stark gerundeten nicht
scharf spitzwinkligen Seiteuwinkel des Halsschildkieles, stärker
punklirt-gestreifte Decken und durch die in obiger Be-
schreibung angegebenen gelben Flecke. Von den echten
A'e.s.siam- Arten weicht die neue Art durch die kürzere
liehaarung der Fühler und Beine und durch die nicht
kiell'ürmig, sondern breit und schwach erhöhte Mitte der
Unterseite des Rüssels ab. Der Rüssel trägt in frischen
Stücken auf der Oberseite eine weiße, .seidenartig glänzende
BehaaruDg.
Stelt. entomol. Zeit. 1895.
176
62. Phaulimia lineata sj). nov.
Ph. biuiinea, cinereo-pubescens. Rostrum lateribus aiiie
autennas rectis cum capite ruguloso-punctatum, sparsim luteo-
pubesceus. Caput ad oculos et iu medio luleo-pubesceus,
geiiis griseis. Oculi valde distantes, leviter obliqui, iufra
versus anteunas truueati. Auteuuac prothoraeis basin suj)eraute.s,
brunneae, articulis 1«, 2», 7o, 8" pallide rufis, 8" loügitudine
noni, boc latitudine longiore.
Proihorux eonvexus, conicus, longitudine triente latior,
maxima latitudine ad carinam basi approximatani el parallelam,
medio leviter eoncavani, laleraliter angulo recto apice rotun-
dato usque ad medium protboracis asceudenlem^ margine
apit'ali rotundato ac cariua tenuiter cinereo-margiuatis, liuea
mediana angustissima medio interrupta et multis signaturis
disci coulluis cinereis; cum ehtris subtilissinie densissime
rugulosus.
Scutellum cinereum. Elvtra pone basim magis couvexa,
retrorsum declivia, subtilissinie seriatim punctata, margine
basali reflexo et 9 — 10 lineis in utroque eljtro bic et inde
interruptis, duobus punctis anlemedianis et duobus postmedianis,
dorsalibus, macula luniformi upicali transversa, cinereis signata.
Pjgidium rolundalum, lere totum luteo-cinereum.
Corpus infra cinereum. Pedes rufo-brunnei, femoribus
tibiisque medio obscurioribus.
Long. 22/3 mm, lat. I2I3.
Hab. Perak.
Ist von Ph. rufescens Jord. am leicbtesten durcli die
regelmäßigen grauen Linien der Flügeldecken und durcb die
ziemlicb dicbt stebenden, unregelmäßigen, zusammenfließenden
Flecken der Scheibe des Halsscbildes zu unterscheiden.
Gibber gen. nov,
A genere Jlypseus Pasc, diclo differt:
Rostro basi magis constricto, intra anlennas lateribus
rotundato:^ oculis valde elevatis maxima alliludine postice,
valde obliquis, compressis; clava autennarum angustiore; carina
j)ro(horacis basi longe remota pone secundum trieutem lon-
gitudinis sita, lateraliter vix antrorsum flexa; eljtris parallela,
apice rotundato-truiicata, tuberculata; processu mesosternali
lato brevi; pedibus ut in Ilypseo.
Tjpus: (j. tuberciildtus sp. nov.
In der Stellung und F'orm des Halsschildkielcs erinnert
diese Gattung ganz an Directarivs Jord., hat aber den Rüssel
ähnlich gebildet wie Uypseus und Phaulimia Pasc. Die Unter-
6tett. euloniul. Zuit. 1895.
177
schiede der letzleru beiden Galtungeu voa eiuauder sind sehr
schwach und werden sich, wenn erst die große Zahl der
hierher gehüiigen kleinen ^4/>rt/e/iirt-artigeu Authribiden, die
in den Sammhingen unbenannt stecken, bekannt gemacht ist,
kaum als stichhaltig erweisen.
Der Rüssel und die Stirn der neuen Gattung liegen fast
in derselben Ebene und bilden einen Winkel mit dem Scheitel.
63. Gibber tuberculalus sp. nov.
G. brunueus, pube luteo- cinerea variegatus. Rostrum
lalitudine t'ere dimidio brevius, apice truncatum, angulis
rotiindis; linea mediana ad occiput ascendente, macula anguli-
t'ormi antice concava, ejus apice in linea mediana sito,
transverso, sicut caput circa oculos sat longe luteo-cinereo-
pubescentibus. Antennae pallide rufae, clava brunnea, pro-
(horacem vix superantes.
Profhorax lutitudine triente brevior, a carina versus basim
et apiccm valde, ad apicem ipsum sat subito angustatus,
couvexus, dorso medio levissime planatus et tuberculo minuto
instructus, densissime subtilissime granulosus, fusco- et ciuereo-
varius, linea tenui laterali antemediana obliqua albidiore.
Elytra prothorace haud latiora, sutura versus apicem
sat late depressa, striato-punctata, basi truncata, humeris parum
elevatis, in utroque eljtro 2 tuberculis dorsalibus: uno basali
crisliformi, altero postmcdiano sat parvo, notata; praeterea
interspalio .5o ante apieem leviter elevalo; fusco et luteo-
cinereo-variegata, macula minuta obliqua humerali conspicuore;
sutura fusca, griseo-subtessellata.
Pygidium rotundatum, latitudine paulo brevius, luteo-
ciuereum, basi fusco-trimaculatum.
Corpus infra fusco et cinereo variuni, Pedes cinereo-
annulati.
Long. S'^/a mm, lat. l'^j^.
Hab. Perak (2 Stücke, ,S'0-
64. Habrissus asellus (Dohrn i. coli.) sp. nov.
4. H. nigro-bruimcus, fusco-el cinerco-pubescens. Rostrum
basi levissime tri-carinulalum, nnte oculos lalc impressum.
Caput medio carinatum, carina intra oculos sat alta. Antennae
rufae, articulis 9» et 10'^ brunneis, 11" luteo. Elytra striato-
punctata, grisea, plaga scutellari sat magna^ fascia lata ante-
mediana, obliqua, transversa, mullis lineolis anteapicalibus
Slett. enlomol. Zelt. 1P05. ]^2
178
plus niinusve confliiis fuscis. Pjgidiiim loiigitudine lalius,
apice rotimdato-tnincatum, medio carinatum, cinereum, plaga
mediana fusca notatum.
Corpus iufra cinereum ; episternis metaeterni dense fortiter
punctatis- pedibus rufo-brunneis, cinereo-pubesceiitibus, tibiis
apice, tarsorum articulis 1^ apice, 2°, 3"que totis bruuneo-
uigris.
Long. () mm, eljtr. 41/3, lat. 21/2.
Ceylon (Typus in Mus. Stettin; 2 $).
Kommt in Größe dem //. omaiHoides Pasc, ungefähr
gleich. Die Hauptkennzeichen von asellus m. sind der
schwächer gekielte und vor den Augen stärker eingodrücktc
Rüssel, das helle Endglied der Fühler und die Zeichnung der
Decken. Das Halsschild ist fast wie in H. sellatus Lac, den
Lacordaire von C. A. Dohrn erhielt, gebildet; es ist etwas
kürzer, deutlich stärker gewölbt, die Seiten sind mehr ge-
rundet, der Kiel springt seitlich weniger hervor, ist weniger
stark nach vorn umgebogen; die Zeichnung des Halsschildes
ist eine sehr unbestimmte: einige mehr oder weniger zusammen-
geflossene Seitenfleeke und eine in der Mitte unterbrochene
Mitltlbinde sind aschgrau und heben sich nur sehr schwach
von der bräunlichen Grundfarbe ab. Die Flügeldecken sind
vom ersten Drittel ab nacii hinten hin abschüssig; die abwech-
selnden Zwischenräume der kräftigen Punktstreifen sind
schwach erhaben; der große, dunkle, gemeinsame Basallleck
ist im Typus zweilappig, ziemlich scharf umschrieben, und
von der gemeinsamen dunklen, bogenförmigen Querbinde
getrennt, während er in einem zweiten Exemplar mit der
Binde zusammenhängt; in den hell tomenlirten Theilen stehen
dunkle, in den dunkel tomentirten helle Fleckchen, Die Seiten
des Prosternums sind sehr kräftig punktirt.
65. Habrissus fasciatus sp. uov.
$. Ji. niger. Rostrum fortiter tricarinatum fusco-pubes-
cens, carina mediana in verticem usque ascendente. Caput
supra lutosum, genis albo-cinereis. Antennae elytrorum basin
superantes brunneo-nigrae. Prothorax ut in //. sellato Lac,
brcvior, dorso ante carinam fortius depressus, subtiliter punc-
latus, fuscus, inconspicue cinereo-albo-signatus, quinque gullis
minutis transverse dispositis medianis magis conspicuis.
Elytra breviora quam in H. sellato, postice magis an-
gustata, ad suturam poslicc parum impressa, olivaceo-nigra,
interstitiis striarum punctatarum alternatim albo-tcssellatis,
tertia parle apicali subargenteo-pubescente fa^ciam irregulärem
transversam et nonnulias gutlas nigras ineludeute.
Stclt enlouiol. Zeil. 1895.
179
Pygidiiiin elongaliiin, apicem versus angustatum, latitudine
parum loagius, subaigonteo-pubescens, apice macula nigra
iiotatum.
Corpus infia ciuereo-albo-tomentosum; prosterno fere
hievi; tibiis apice, larsorum articulis 3" et 4» bninneo-nigris.
Long. 91/0 mm, eljtr. ßi/o, lat. 4i/..
Hab. Malacca. 1 $.
66. Apolecta depressipennis sp. nov.
,^$. A. aspericolli Kirsch aftinis; cariua mediana fron-
lali minus elevata; capite cum prothorace utriuque vitta dor-
sali iuteo-fulva continua nolato; prolliorace minus punclalo;
ol} Iris sublilius striato-punctatis, minus nigro-variegatis, dorso
fortius depressis, interspatiis 2», 3", 4" pone basin fortius
elevatis nigro-tomentosis, ante partem declivem apicalem ma-
cula tranversa nigro-veiutiiia intra slrias 2aiii et ßa»' expansa
augustiore siguatis, processu mesosternali latiore, distinguendus.
Hab. Borneo. 3 ^, 2 $.
Es mag sich l)eim Vergleich einer größern Reihe von
Exemplaren von A. aspericolHs Kirsch und depressipennis m.
herausstellen, daß wir es hier doch nur mit der Borneensischcn
Lokalform des aspericolHs^ der sich in Malacca und Sumatra
lindct, zu tliun haben, und daß die neu beschriebene Art end-
gültig als Subspecies unter dem Namen A. aspericolHs de-
pressipennis Jord. zu stehen haben wird. Li den 5 Exem-
plaren der einen, und den 4 der andern Art, welche in unserer
Sammlung sind, zeigen sich die angegebenen Unterschiede aber
konstant.
67. Apolecta puncticollis sp. nov.
?. A. nigra, pube cinerea vcstila, fusco-variegata. Rostrum
cum capite et prothorace dorso luteo-cinereo-pubescens, intra
antennas utriuque minus <(uam in A. aspericolli Kirsch ele-
vatum, pone haue clevalionem levius, haud abrujjle, trans-
verse Impressum, lateraliter et infra uigrum, ante oculos dense
crasse ruguloso-punctatum. Caput dorso ruguloso-granulatum.
Antennae nigrae, corpore paulo longiorcs.
Prolhorax latior quam in A. aspericolli Kirsch, lateribus
sensim rotundatus, dorso longitudiualiter biimpressus, medio
elevatus, dense fortiter granulato-puuctatus, carina dorsali
minus quam in asperiroUi Kirsch, nietneri Lac, jatana Jord.
arcuata, basi medio minus approximata.
Stett. entomol. Zeil. 1896, j^2*
180
Eljtra regulariter convexa, postice legulariter rotuüdato-
declivia, interspatiis 4^ et 5o basi snturaque depres.sis, brunnco-
nigro-tessellata, guttiilis mcdio parum densius sitis.
Pjgidiuni laüUidiiie parum brevius, luteo-cioereum, medio
longitrosum inipressum, niargine laterali utrinquc ante apiccni
elevalo-penicillalo.
Iiifra fere unicolov, punclis (in metasteruo grossis dispersis)
iüstructa; processus mesosternalis lateraliter canaliculalus,
medio convexus, subtuberculatus- segmentum anale apiee sat
late emarginatum. Pedes nigri, spar^im cinereo piibescenles,
tarsis articulo 1" et 41^ apicibus execptis albo-ciuereis.
Long. ll'|2 mm, eljtr. 9, lat. 5.
Hab. Borneo. 1 ^.
Diese Art ist besonders ausgezeicbuet durch die starke
Punktirung des Halsschildes, dessen Dorsalkiel wie in A. gra
ciliima Pasc, ziemlich von dem Basalrande entfernt ist, ferner
durch die gleichmäßig gerundet-konvexeu Decken, das jeder-
seits mit einem aus langen Haaren zusammengesetzten Pinsel
versehene Pygidium, den schwach höckerförmigeu Zwischen-
hüt'tenfortsatz der Mittelbrust und den ziemlich breit aus-
gebuchteten Analriug. Auf den aschgrauen Decken treten
besonders eine schwärzliche ßasalmakel und eine unbestimmte
Mittelbinde hervor.
68. Apolecta fasciata sp. nov.
,^^. A. nigra, cinereo-, aut luteo- cinereo-, pubescens,
nigro-signata. Rostrum cum capite dorso luteo-cinereum, late-
ribus et infra nigrum, intra autennas depressum, medio carinu-
latum, utrimque ad antennarum sulcos parum elevatum. C'ai)ut
sat longum sublaevc, carinulis lateralibus brevibus antice cum
carina mediana frontis confluis; occipite linea mediana tenui
nigra. Antennae nigrae, articulis 1" cinereo, sed saepe denudato,
100 et 110 (,^) vel 110 ($■) albo-cinereis.
Prothorax lateribus leviter rotundalus, maxima luliludine
pone medium, laevis, disco postice biimpresso, medio elcvato,
carina dorsali ut in A. nietneri Lac, javana Jord, etc. medio
basi fortiter approximata; macula mediana inira carinam et
apicem pirilormi, diiabus parvis lateralibus, uua apicali, altera
postmediana ovatis nigris uotatus.
Eljtra fere ut in specie praecedente, sed interspatiis
40 et 50 basi minus dcpressis, minus convexa, aliter signata:
cinerea vel fulvo-cinerea, lascia postbasali in sutura et inter-
spatio 50 interrupta, fascia media, tertia postmediana subnigris,
Stelt. entomol. Zelt 1895
181
inlerstitiis 2» et 8" inlei- lias lUsclas sacpe magis albin, praelcrea
diiobus piiiiftis nuugiiialibus, ante et post medium sitis, et
cljtrorum apice pro parte, i'usci.s.
Pygidium medio vitta nigra apiee latiore notaliiin,
(v) apiee sat louge piloso, medio leviter impressuni. Corpus
intVa eiuei'cuni, lateribus iudi^tiucte uigro-maeulatum, sublaeve.
Processus mesosternalis simplex, medio tenuiter impressus.
Segmentum auale ($) abdominis sat longum apice leviter
sinuatuin.
Femora, annulo nigro mediane excepto, cum tibiarum
medio, tavsorum articulis 1^ et 4", apieibus exceplis, cinereo-
pubeseentia.
Long. 101/2 mm, elytr. 71/2, lat. ^.i.
Hab. Nord Luzon (J. Wliitehead leg., 1894; 6 j^, 5 ^J.
Die Zeichnung der Decken ist nicht konstant; die dunklem
Querbinden, welche sich übrigens nicht stark von dem grauen
Grunde abheben, sind zuweilen in rechteckige Flecke auf-
gelöst. In der Form des Rüssels und der Decken steht diese
Art der vorhergehenden am nächsten, hat jedoch das Hals-
xhild so geformt wie A. nietneri Lac, aspericollis Kirsch,
jacana Jord. und depressipennis Jord.
69. Apolecta minor sp. nov.
,^$. A. brunneo-nigra, parva, luteo-cinereo-pubeseens.
Rostrum cum capite cinereum, intra antennas transverse
elevatum, basi cum frontis parte anteriore late rotundato-
depressum et medio tri-carinulatum. Caput infra et post oculos
densius pubescens, intra oculos po?tice convexum. Oeuli trans-
versi. parum obliffui, fortiter compresso-elevati. Antennae
rufae, articulis 10° et IP brevibus brunueis, ut in caeteris
speciebus longissimae.
Prothorax longitudine tertia parte latior, maxima lati-
tudine ante basim, a carinae dorso reetae lateraliter rotundato-
flexae antrorsum angulo laterali versus apicem leviter, pone
angulos anticos fortius, rotundato-angustatus; granulato-punc-
fatus, disco utrimque eonvexus, medio parum biimpressus,
intra impressiones, praecipuc in medio, elevatus; irregulariter
indietincle luteo-griseo- et brunoeo-variegatus, ante carinam
medio duabus maculis luteo-griseis postioe approximatis in
( j) magis conspicuis.
Scutellum album, rotundatum. Eljtra convexa, maxima
altitudine medio, fortiter striato-puuctata, interslitiis in (j)
sat convexis, S« in utroque sexu magis elevato poue basim
Siett. entoniol. Zeit. 1895.
182
et iu mcdio tiiberculifoitni ac nigro-piloso, pone luberculum
posteriorem albo-pubescente, omnibus inter.^patiis griseo et
luteo et bruniieo lessellatis, signaturis variabilibus.
Pjgidium luteum, basi utrimque macula brunnea triangulär!
notatum, in utroque sexu brevissimum, (j*) temicirculare,
($) vix longius, apice medio depre«.^um.
Corpus infra griseum, lateraliter indistincte brunneo-
maeulatum. Processus mesosterualis subquadrangularis, apice
truncatus. Abdomiuis segmentum basale (J^) sine spiois
caeterarum specienim, Pedes rufi, femoribus tibiisque medio
rut'o-bruuneis.
Long. 41/3 mm, elytr. 3, lat. li/g.
Hab. Perak. 1 ,^, 2 $.
Obwohl diese kleine Art iu der Form der Augen, des
Halsschildkieles und (im ,^) durch das Fehlen der beiden
spitzen Hocker auf dem ersten Hinterleibsringe ziemlich er-
beblich von den übrigen Apolerfa- Arten abweicht, stimmt sie
doch iu der Rüssel- und Fühlerbildung so weit mit ihnen
überein, daß sie wenigstens vorläufig nicht generisch abge-
trennt zu werden braucht. Außer deu drei in der obigen
Beschreibung erwähnten parallelen Läugslinien der Rüsseibasis,
welche glatt und etwas erhaben sind und sich nach hinten
bis etwa zur Augenmitte fortsetzen, ist im Männchen noch
jederseits eine ähnliche, aber schräg stehende, nach vorn der
RUsselmitte genäherte Linie sichtbar, welche im Weibchen
von der Pubescenz bedeckt ist.
Ein etwa halb so großes Stück von demselben Fundorte
unterscheidet sich nur durch die viel blassere Farbe des
Chitins von den beiden andern Exemplaren.
Xenocerus Schönh., Gen. Cure. l. p. 117 (1833).
In Nov. Zool. 1. j). 63G (1894) habe ich in Folge eines
Versehens die Synoujmie von A'. arciferus Blanch. nicht
korrect angegeben. Blanchard beschreibt in Vov. Pole Sud. IV.,
p. 195 (18r)3) einen Xenocerus von den Molukken, den er
im Text Anthrihus arciferus nennt; das Tliier ibt Taf. 13
Fig. 3 dos Werkes abgebildet, ist hier aber A/ithribus albo
lineafus genannt. Im Gcmm. und Harold ist diese Art unter
Phloeohiiis Schönh. aufgeiührt. Auf Seite 196 desselben
W^erkes beschreibt Blancliard einen Xenocerus arciferus von
den Salomon Inseln, den er auf Taf 13 Fig. 4 als Anthribus
arciferus abbildet; diese Art ist wahrscheinlich, wie ich a. a. 0.
Stett. cntomol. Zeil. 189S.
183
UL'-agt habe, ein Ecelonerus Schönh. Im Genim. und Harold
steht lelzteiL' Speeies untei- Xcnorerus Sehtinh. Die Synonymie
der beiden Arten ist also folgende:
1. Anthribus arciferus Blanchard, I. c p. 195 (1853).
Aiithribiis olbolincatus id., 1. c. Tai'. 13 Fi-. 3 (1853).
VIdoeobius arrijer, Gemm. und Har., Cat. Co). IX.
p. 274-i (1872).
Diese Art ist ein Xenocerus und scheint ziemlich liäutig
auf den südliehen Molukken zu sein.
2. Xcnoconis arciferus Blanchard, 1. c. j). 196(1853).
Anthribus arciferus id., 1. c. Taf. 13 Fig. 4 (1853).
Xenocerus areifer, Gemm. und Har., 1. c. p. 2740
(1872).
Ecelonerus (?) areifer, Jordan, Nov. Zool. I. p. 636
(1894).
Der Figur nach zu urtheilen muß diese Art zu Ecelonerus
Scliönh. gehören.
70. Xenocerus puncticollis Jord.,
Nov. Zool. I. p. 642 n. 84 (1894) (Manila).
Von dieser Art habe ich jetzt eine Anzahl Exemplare
beider Geschlechter von Nord-Luzon vor mir, welche zeigen,
daß das Thier in die Gruppe von Arten gehcht, -welche ich
als //rtc/ßZ/rt/MS- Gruppe bezeichnet habe; die Männchen haben
(las dritte Fühlerglied von etwa Rüssellänge; in kleinen Exem-
plaren mit kurzen Fühlern ist das Glied kürzer als der Rüssel.
Zu der Beschreibung der Art (I. c.) habe ich nur hinzu-
zufügen, daß die Querbinde der Flügeldecken in der Breite
veränderlich ist und in den meisten Exemplaren nicht breiter
ist als die übrigen weißen Linien der Decken.
71. Xenocerus latifasciatus Jord.,
1. c. p. 645 n. 91 (1894) (Philippinen).
Herr J. Whitehead fand in Nord Luzon von dieser
interessanten Art eine Anzahl Männchen und Weibchen, welche
eine nur geringe Veränderlichkeit in der Zeichnung zeigen. In
einem kleinen Männchen hat das Halsschild einen kleinen
weißen Fleck in der Mitte vor dem Basalkiele. Die Abdominal-
riuge sind meistens seil lieh mit einem weißen Fleck versehen;
die Basis der Mittel- und Hiut(!rschenkel ist weiß, oft auch die
Spitze. Die Fühler des Männchens variiren sehr stark in der
Länge, das zweite, vierte und fünfte Glied sind nach der Spitze
hin ziemlich breit und flach, das dritte Glied ist breiter als lang.
Stett. entouiol. Zeit. 1Ö95.
184
72. Xenocerus barbicornis Gestio, Ann. Mus. Civ. Genova
p. 1018, 1875.
Von dieser schönen Art, deren Tjpus mir durch die
Güte des Autors vor'i.elegen hat, ist ein ,^ im Stetliner
Museum ohne Fundort^ das Exemplar unterscheidet sich vom
Typus dadurch, daß die postmedianen Flecken der Decken
zu einer Querbinde zusammengeflossen sind, welche ungefäiir
am vierten Punktstreii'en nach vorne umbiegt und sich mit
der dorsalen Längsbinde vereinigt.
73. Xenocerus scalaris Jord., 1. c, p. 640 n. 81 (1894).
Der FiMidort dieser aufläliig gezeichneten Species, die ich
nach einem j beschrieb, war mir bisher noch unbekannt; im
Stettiner Museum ist ein .^ und ein ^ von den Philippinen
(Semper leg.), welclie mit dem Tvpus übereinstimmen. Sie
weichen nur dadurch ab, daß von der ersten schwarzen
Schrägbinde jeder Decke ein dorsaler, basaler, runder Fleck
abgeschnürt ist. An den Fühlern des ^ ist die Basis des
vierten und lunl'ten, die Spitze des siebenten und das ganze
aclite Glied weiß; das vierte Glied ist länger als das erste
bis dritte zusammen.
74. Xenocerus khasianus sp. nov.
(^ $. A'. niger, infra cinerco-pubescens, su])ra luteo-cinereo-
maculatus. Rostrum fere ut in A'. andmnanensi Jord. sculji-
turatum, minus granulatum, impressione laterali anteoculari
melius circumscripta. Caput medio profunde sulcatum, trivit-
tatum. Antennae (,j) corpore longiores, articulis 2» — fi" com-
pressis, sulcatis, ciliatis, 4» et lO«* basi, 8« et 9" totis albo-
pubescentibus; (_V) articulis 4^ — G^* compressis, pilosis, 1", 2",
3" subaequilongis, 7^ et 8'' albis, 8" septimo paulo breviore,
11^ decimo dimidio longiore.
Prothorax dorso trivittatus, vitta mediana ante carinam
parum latiore, lateralibus tri-interruptis.
Elytra basi sub-truncata, levitcr seriatim punctata; vitta
suturali ad slriam tertiam extensa duos tiüentes suturac occu-
pante |)one basin et latius profundiusque in medio elytrorum
emarginata, ejus parte posteriore lere hastil'ormi; lineola basali
adhumerali parum oblifjua; praeterea, utroque elytro novem-
maculato: (huibus gultis in interspatio quinto, ante- et post-
niediaua; duabus in interspatio septimo, posthumerali et anteapi-
cali; una mediana in inter^-patio octavo; tribus lateralibus, post-
basali, anteniediana, apicali; iineolaque anteapicali in inter-
spatio secundo.
Stolt. cnlomol. Zeit. 1895.
185
Pjgidiiim ciucreo-pubescenf;, villa mediana apicem luuid
altiugente et maciila parva laterali uigris.
Processus mesosternalis intcrcoxalis augusto-triangularis.
Abdomen gtittis lateralibiis nigris uotatum. Pedes cincrei;
femoribus medio maoula parva fiisca signatis; tibiis larsoriim-
que articiilis l^, 2", 4'^ apice, 3" tote nigris.
Long. 12 mm, elytr. 8, lat. -i.
Hab. Kbasi Hills, Assam. 2 ,j^, t $.
Die Decken sind weniger niedergedrückt neben der Naht
als in A'. andatNanrnsiü Jord. (Nov. Zool. p. G73, 1894^ und
mehr cylinderfürmig; ihr Basah-and ist viel weniger gerundet.
Das zweite und dritte Fühlerglicd des V sind ungefähr gleich-
lang, während in X. andamancnsis das zweite Glied doppelt
so lang als das dritte ist.
75. Xenocerus molitor sp. uov.
,^'^. X. niger, dense cinereo-albo-pnbescens, nigro-signatus.
Rostrnm su|)ra tolum, infra lattiribus cinereo-album, intra
anttnuas medio modice vel uon elevatum; caput infra atrum,
ad oculos albo-maeulatum, supra cinereo-album, occipite (q)
nigro-bimaculatum. Antennae uigrae; (J) articulis 4*^, 5'^-basi,
8" dimidio apieali albis, 2" infra brevissimc ciliato, 5" apice
infra breviter barbato; (^:) sat longae, articulis 4« et b^
dimidio basali, 7^ apii-ali, 8" toto albis.
Prothorax apice leviter constrictus, lateribus sensim rotun-
dato-ampliatus, maxima latitudine pone medium, laevis, dorso
longitrorsum praecipue postice impressus, carina basali medio
parum concava vel subreeta versus latera fere convexa;
cinereo-albus, duabus maculis antice et postice angustatis intus
subpurallclis in (q) longioribus quam in (v) dorsalibus, vitla
infralatcrali in {^) compicta, in ($) postice abbreviata uigris
notatus.
Elytra punctato-striata, (j) ad suturam leviter, (.9) haud
dcpressa; (j) callo luimerali, macula subrotunda dorsali post-
basali, altera parum versus posticum et latus sita, tertia ante-
mediana snbsuturali cum puncto minuto suturali postbasali
connexa, quarta laterali mediana ad limbum elytvi iisque ad
apicem melasterni asccndentc ubi cum macula metasterni con-
tinua, quinta snbsuturali anlea[)icali versus basin tenuiter pro-
longata, sexta anteapicali laterali ad limbum versus basin
et apicem dilatata, septima longitudinaii apicali cum scxta et
quinta connexa; ($) maculis peius circumscriptis, tertia et
quarta conflua fasciam traiisvcrsam undulatam formanlibtis,
sexta et septima minutis.
Stett. entomol Zeit. 1895.
186
Pygidimn ciucieo-albutn, mcdio nigro-vitlatum, (V) (euuiler
nigro-cinctum, (j) lalitiidine vix brevius, ($) sulco basali
longo. Corpii.s iiifra unicolor, (,^) metasterno et abdomine
maculis lateralibus, Gj^$) segmento anali pro maxima parte
uigris. Prosternum laeve. Processus mesosternalis in (^)
magis quam in (V) triangularis, apice rotundatus, rotundato-
dct'livie, praecipue iu ($). Pedes cinereo-albi, femoribus
aunulü mediane.^ libiae et tarsorum articulis l« et 4» apieibus,
2« basi excepta, 3^ toto nigris.
Long. 11 mm, el3^tr, 7, lat. 4^1^.
Hab. Nord Luzon (J. Wiiitehead, 1894). 1 ,^, 3 ^\
Die Weibchen weichen von dem Männchen in der Form
der pcliwarzen Zeichnungen des Hal?schildes und der Flügel-
decken etwas ab und stimmen auch unter sich nicht völli"-
überein.
76. Xenocerus perplexus sj). nov.
j-V. X equpstri Pasc, structura et colore similis; clytris
ad suturam i)arum fortius impressis, processu mesosternali
apice triangulari retrorsum flexo, elytrorum signaturis divcrsis:
vitta suluraii angusla pone medium ulrinquc usque ad mar-
ginem lat oralem abeuuto, ubi cum lascia angusta recta ante-
apicali in margine ipso antrorsum curvata conjuucta, ad basin
elytri usque juxta callum luimcralem, deinde a humero oblique
versus medium marginis lateralis abeunte, pone basin ramum
teniiem intra strias sextam et tertiam situm, ejus apieali parte
brcvi autem longitudinali, emittcnte; sat lacilc distiugucndus.
Long, et lat. X equestris Pasc.
Hab. Aru Inseln. 1 ,^, 2 $.
Die Unterschiede zwischen perplexus m. und equestris
Pasc, liegen hauptsächlich in der Zeichnung: in perplexus
läuft der weiße Nahtstreif der Flügeldecken weniger weit
nach hinten als in equestris Pasc., am Basalraude ist er nach
den Schultern hin umgebogen und läuft von der Basis des
vierten Zwischenraumes schräg nach dem Seiteuraude der
Decken, den er iu der Mitte erreicht; etwa 1 mm vor dem
Apicalrande steht eine Querbinde, welche am Seilenrande
nach vorn umbiegt und sich (am Rande) meist mit den
Seitenästen des Nahtbandes vereinigt; die in der Basalhälfte
der Decken stehende weiße, dorsale Linie ist vorn mit der
Schlüterlinie zusammengcllossen, und steht schräg zwischen
dem sechsten und dritten Punktstreifen, iu welch letzterem
sie vor der Mitte der Decken eine kurze Strecke entlang läuft.
.Stctt. ealoiuol. Zeit. 1895.
187
77. Xenocerus sambawanus >p. uov.
j. X. lincalo Jord. slriictiira ot i)ic(iiVH similis, sed vertice
sine maciilu incdituui, ])rotlioirt('e latcribus niagis rolimdalo,
vilta mediana angustiore, carina doisali basi niagis approxinmla,
vitia sutmali elytroriiin latiore et longiore, ad aiarginein
ba.salem haud cum liuea flexuosa lougitudinali disci conjuncla,
fascia transversa magis versus apiceni sita, ulrinque sensim
antrorsum flexa antiec sinuata, lineolis tfibus apicalibus
(mediana in sutura sita) mullo brevioribus, proeessu meso-
sternali magis rotiindato distinguendus.
Long. 12 mm, elytr. 8, lat. 41/3.
Hab. Sainbawa. 1 ,^.
Das Halsschild ist hier wie in X. lineafus Jord. auf" der
Scheibe kräftig und diciit punktirt; es hat die größte IJreite
vor der Mitte, wo seine Seiten viel deutlicher als in
X linenius gerundet sind. Das dritte Fühlerglied ist wie in
lincalus Jord. und cylindricoUis Fabr. länger als der Rüssel.
78. Xenocerus decemguttatus sp. nov.
,^ ^. A. niger, pube grisca (-jat sparsim vestitus. Antennae
nt in Ä'. frtihsforj'eri Jord., rufac; (j) articulis lOo apice,
11" tolo brunneo-nigris; ($) 1", 2**, 9" — 11" brunneis, parum
crassiores quam in A. fruhstorferi, articulo 2" parum breviore
quam in hac specie.
Protliorax et elytra forma et structura A. friihslorj'eri;
ille unicolor; haec in utro<|ue eljtro 5 gultis uigro-vehitinis
notala: hi humerali, 2a dorsali postbasali, 3» majore parum
transversa mediana dorsali, 4a et 5'» ante apicem declivem
transverse dispositis.
Pygidium et latus inferum corporis unicoloria. Processus
mesosternalis medio canaliculatus, perj)cndicidaris, in medio
autcm fortiter retrorsus fractus, angustus, triangidaris.
Pedes riifi, coxis, femoribus apice basique nigris; tarsorum
arliculus primus dimidio longior quam secuudus, quartus (apice
briinneus) elongatus longitudine primi.
Long. 16 mm, elytr. 11, lat. 5.
Hab. Sumatra. 1 ^, 1 $.
Diese eigenartig gezeichnete Species steht strukturell dem
A. Jrnhslorferi Jord. (Nov. Zoo), p. 645, 1894) von Java
ganz nahe. Der Rüssel der neuen Art ist zwischen den
Füidern beiderseits neben der Mitte etwas mehr erhöht, das
zweite Fühlerglied des $ ist ein wenig kürzer, das dritte des
(^ etwas länger und das erste und vierte Tarseuglied ist sicht-
bar schlanker und länger als in A. Jrnhslorferi Jord.
Stell, enlomol Zeil. 1895.
188
Die rnthlichen Fühler und Beine, der eintönig grau schiefer-
farbig behaarte Körper und die schwarz gefleckten Decken
lassen diese Art leicht erkennen.
79. Rawasia communis spee. nov.
^^ $. Diiabus spcciebus hujus geueris iliardi Roel. et
rilseniae Roel. dictis statura et colore similis, sed auteunarum
articiilo 7^ niulto tenuiore, in mare articulo 6" aequilongo,
elytris ante apicem declivem intra strias 2am et 5»'" maciila
atra sat longe hirsuta notatis facile distinguendus.
Hab. Khasi Hills, Assam. Einige hundert Exemplare.
Die Fühler sind, mit Ausnahme der schwarzen Keule,
röthlieh-braun und tragen eine weiße Pubescenz. Das zweite
und dritte Fühlerglicd sind von gleicher Länge; das vierte ist
das längste von allen, das fünfte ist etwas länger als das
folgende; im j hat das siebente, welches in R. diorili Roel.
und rilsemae Roel. nach der Spitze hin stark verbreitert ist,
die Form der vorhergehenden Glieder; im ^ ist das siebente
Glied etwa um die Hälfte kürzer als das fünfte und i^t nicht
breiter als das sechste.
Die Flügeldecken sind ziemlich stark punktirt gestreift ;
die Naht und die ungraden Zwischenräume sind grau und
tragen in der Basalhälfte je drei bis vier schwarze Würfel-
fleckcheu, welche aus steifen Haaren zusammengesetzt sind;
vor dem abschüssigen Spitzeutheil, dessen Würfelfleckchen
weniger zahlreicli und augenfällig sind, steht auf jeder Decke
eine ziemlich lang behaarte, schwai-ze Makel.
Die Unterseite ist dicht und mäßig lang behaart. Die
Behaarung der Beine ist steif und an den Spitzen der Schienen
kaum sichtbar verdunkelt.
Die Größe des Thieres schwankt beträchtlich wie in den
andern Arten.
80. Rawasia annulipes spec. nov.
$. R. nigra, pube sparsa cinerascente et pilis erectis
densis vestita. Rostrum cum capite dorso utrinque vitta an-
gusta griseo-alba notatum, latitudine non longius, apice trun-
catum, grosse puoctatum, linea media subtiliter elevata in-
structum. Frons subconvexa. Antennae elvtrorum marginem
basalem attingentes, uigrae, articulis o*" dimidio apicali, 6" apice,
T*' tolo albis, 3° secundo multo longiore, 5" — T** aequilongis,
clava sat angusta, singilis pilis longis albis notata.
Protliorax non lougior quam latus, a earina laterali in
medio lateris subito desinente ac prominente ad apicem rotun-
Stett. entomol. Zeit. 1895.
189
datim augustatus, dorso eoiivexus, ante earinaii» in medio
subanuulatam transverse dejiressus, grosse dense punctatiiP,
linca media iudistiucte elevata, albo-sex-punctatus : quatuor
punctis in disco, uno mediauo utrinqiie versus latus sitis.
Scutellum griseum. Elytra usque ponc medium pavallela,
forliter piinetato-i^tiiala, noimullis punctis albis notata: diiobus
in iuterspatio 3*^, tvibus in 9'' couspicuoribus, iuter baec puucta
saepe pube magis brunnea vestitu.
Prosternum medio subconvexum, punctis magnis densis
fortissime impressis in medio subconfluis iustructum. Pedes
griseo-pubescentes, tibiis basi medio apieeque fuseis.
Long. 10 mm, elytr. Ti/., lat. 4.
Hab. Carin Cbeba, Biima (900—1100 m, L. Fea leg.,
Mai— December 1888; 5 $).
Das Kinn, welches in den übrigen Arten drei Zäbncben
trägt, einen in der Mitte des Vorderrandes und je einen am
Seilenrande, ist liier zwar uneben, selir stark runzelig, aber
nicht gezähnt.
Das dritte Tarsenglied ist etwas weniger aufTälHg breit
als bei ritsemae, communis und diardi, jedoch immerhin viel
breiter als bei den Arten der Gattung Eucorynus Jek.
Dendrotrogus Jekel, Ins. Saund. I. p. 80 (1855).
Außer J). hypocrita Jekel und T). perfolicornis Fabr.
gehören noch Eucorynus colligens Walk, und die beiden
unten beschriebenen neuen Arten in diese Gattung. J). hypocrita
Jekel habe ich nach einem im British Museum betindlichen
Exemplare, das wahrscheinlich der Typus der Art ist, be-
stimmen können. Leider hat Jekel es unterlassen, je ein
Individuum seiner Arten als „Typus'^ zu bezeichnen — und
viele Entomologen des Kontinents thun das ja auch heutzutage
noch nicht — und da er in den meisten Füllen, trotz der
langen Beschreibungen, die leicht faßbaren Charaktere nicht
angiebt, so ist es selten möglich, von einer Reihe ähnlicher
Arten diejenige auszumachen, welche Jekel vor sich gehabt
hat; Lacordaire hielt z. B. den coUiyens Walker für hypocrita
Jekel und in den meisten Sammlungen, welche ich gesehen
habe, steht perfolicornis Fabr. als hypocrita Jekel. Es
kommt noch hinzu, daß bei einer so schwierigen, ich möchte
fast sagen charakterlosen Familie wie es die Anthribidae
sind, von altern Autoren recht häutig eine Anzahl Arten als
zu einer Art gehörig beschrieben wurden, und wenn in solchen
Fällen nicht ein Individuum als die Art rcpräsentirend (als
„Typus") gekennzeichnet ist, so ist der Unsicherheit, auf
Stett. entomol. Zeit. 169&.
190
welche Speeies der betreffende Name bezogen werden muß,
und damit den verluißtcn Scliwankungen in der Nomenclatuv
Tliür und Tiior geöllnet. Ich kann es nicht unterkissen liin-
zuzufügen, daß alle diejenigen, welche sich nicht einbilden,
fehlerlos zu arbeiten — und nur denen sind keine Irrthümer
nachzuweisen, welche nichts vcröll'entlichen — doch dem
Vorgehen der englischen Autoren folgen sollten, nur ein
Exemplar als „Typus" zu bezeichnen nnd sich und ihren
Schülern einzuprägen, solche „Typen" und ihr Etiquett als
heilig zu betrachten; nur so kann eine Stabilität in der Nomen-
clatur wenigstens der noch zu beschreibenden Arten erreicht
werden.
Im gegenwärtigen Falle halte ich das oben erwähnte
Jekersche Exemplar deshalb für den Typus von [). hyporrila
Jekel, weil Jekel diese Art nach einem weiblichen Stücke
beschrieb, dessen Habitat er als „ex India?" angab, was
beides bei dem erwähnten Exemplare zutritlt.
Als „Typus" seiner Gattung l)endrotro(jus gicbl Jekel
}). fallax Jekel an; dieses ist ein Manuscriptname, unter
welchem Jekel vor der VerüH'entlichung der Gattung und
Species den hypocrita versandte.
Die Geschlechter der fünf mir bekannten Arten der
Gattung unterscheiden sich recht leicht: bei alk-n iMünnchen
ist das Pygidium groß, gewölbt und, abgesehen von einer
ziemlich feinen Punktirung, glänzend glatt, während es in dem
weiblichen Geschlechte mehr oder weniger halbkreisförmig,
flach oder schwach eingedrückt und in Folge einer runzeligen
Punktirung rauh ist; nur in J). perfolicornis (Fabr.) ähnelt
das Pygidium des q in der Skulptur dem des $. Außerdem
weisen einige der Arten noch eigenthümliche Geschlecbts-
uuterschiede auf: im c^ von:
1. P. perfolicornis (Fabr.) sind die vier vorderen
Schienen je mit einem langen, etwas gekrümmten
Zahn an der Spitze versehen;
2. f). colUgens Walker trägt der letzte Hinterleibs-
ving an der Spitze einen schwach vertieften, dicht
behaart (Ml (Juereindruck;
3. l). aiKjuslipennis spec. nov. haben die drei Hasal-
ringe des Abdomens einen dicht behaarten Fleck
in der Mitte;
4. I). Iniporrila Jekel und
5. J>. fcae spec. nov. sind, ausser der Form und
Strucktur des Pygidiums, keine besonderen Aus-
zeichnungen vorhanden.
Sied, euloinol. Zeit. ls9S.
191
Die letzteru beiden Arten lassen sich am Icichlesleu da-
durch von einander unterscheiden, daß die Mitte und Basis
der Schienen in 1). Jene m. braun sind, sodaÜ in dieser Art
die Schienen geringelt erscheinen, während sie in hj/pocrila
einfarbig sind.
81. Dendrotrogus angustipennis spec. nov.
rj^$. D. rulo-brunneus vel brunneus, luteo-cinereo vel
hitoso maculatus. Rostrum cum capite fortiter rugato-punc-
tatuni, basi medio impressum, linea mediana glabra leviter
elevata, saepe obsoleta, poslice in fronteni asoendente, poue
apicem sulculo includente, notatum.
Antennae unicolores. Prothorax fortissimc ruguto-pune-
tatus, dorso lonuitudinaliter leviter sed distincte bi-impressus;
carina dorso coucava ante scutellum subanguliformi lateribus
angulo valde obliquo apice rotundato autrorsum llexa; linea
mediana valde interrupta, macula antemediana utrinque in
disco, utrinque macula apicali et duabus lateralibus: prima
antemediana, altera antebasali, luteo-cinereis vel lutosis signatus.
Scutellum cinereum. Elytra sat elongata, parallela, grosse
striato-punctata; plaga magna oblique ab humero versus
suturam extensa, altera eljlris communi, ad suturam autem
plus minusve interrupta ante apicem declivem sita marginem
lateralem saepe attingente, recte transversa, utrisque ex lineolis
et ))unctis plus minusve confluis, saepe separatis, compositis,
praeterea lineolis punctisque nonnuUis apicalibus lateralibusque
luteo-cinereis vel lutosis, notata.
Abdomen maris macula pilosa in medio segmentorum
li et 2i, tertia miuuta saepe obüterata in medio 3ü notatum.
Tedes brunnei; tibiis rufis apice et basi parum brunneis.
Long. 10 mm, elytr. 61/2, lat. 31/2.
Hab. Carin Ciieba, 400 m, und Teinzo, Birma (L. Fea
leg); Cochinchina. 18 Exemplare.
Diese Art hat längere Decken als JJ. hypocrita Jekel und
unterscheidet sich außerdem durch die deutlichen, aber Ilachen
Eindrücke auf Rüssel und Ilalsschild, durch die blassern
Zeichnungen der Decken, welche auch viel weniger ausgedehnt
sind, und durch die Haurflecke auf den Basalsegmenten des
Abdomens, welche hypocrita fehlen.
J). colligens (Walker) kommt dem angustipennh m. in
der Zeichnung sehr nalie, imd hat auch den flachen Eindruck
auf dem Basaltheile des Rüssels wie die neue Art; colliyens
besitzt aber längere Fühler, deren viertes Glied etwa i|:,
kluger als das dritte und deren siebentes Glied länger als breit,
Stett. enlomol. Zeit. 189,"..
192
kegelförmig, nicht gerundet kuopfförmig, ist. Die Tarsen von
colligons sind gleichfalls länger; das erste Glied der Vorder-
tursen ist z. B. kürzer als die Schienen an der Spitxe breit
sind in anguslipennis, während die Länge dieses Gliedes der
Breite der Schiene in colligens gleichkommt oder sie über-
steigt. Das Halsschild von colligens besitzt nicht die deut-
lichen Längseindrücke, die Decken sind feiner punklirt-gestreift,
der Nahtstreif ist weniger eingedrückt und das Männchen
hat keine Haarfleckc auf den Basalsegmenten des Abdomens,
sondern einen solchen Fleck auf dem Anahinge.
82. Dendrotrogus feae spec. uov.
rj$. Speciei praecedenli simillimus, sed differt: antennis
longioribus; tibiis rufo-brunneis, ante basin et in apice aunulo
griseo ornatis, in mare abdomine simplice.
Hab. Teinzo, Birma (L. Fea leg.; 2 ^, 1 $).
Die Fühler sind ähnlich wie in D. colligens (Walker)
gebildet; das vierte und siebeule Gli(;d sind also augenfällig
länger als in angnstipennis. Das Abdomen des ,^ hat wie
in hypocrita Jekel keine Haarilecke in der Mitte. Die Scliieuen
sind geringelt wie in perfolicornis (Fabr.), jedoch ist der
braune Mittelring bedeutend mehr ausgedehnt.
Ich nenne diese Art zu Ehren des Herrn L. Fea, dem
die Zoologie so viele Neuheiten aus Birma verdankt (siehe
die zahlreichen, inhaltsreichen Abhandlungen über Fea's Aus-
beule in Annali Mus. Civ. Genova).
83. Litotropis pustulosus sp. nov.
$. L. niger. Rostrum cum capite dorso fuliginoso-
pubeseene, versus apicem dilalatum, latitudine apicali brevius,
margine apicali mcdio sinuato, rugato-punctatum, basi medio
impressione ejongala instructum et ulrinque carinula in fronlem
ascendente, apice planatum, medio subearinalum.
Caput puncto verticis subnlbo notatum, fronte postiee
medio carinata. Antennae nigrae, graciies, prothoracis basim
altingentes, griseo- j)ubesceutes, articulis 'S*^ — 8" gradatim
decreseentibus, O» jongitudine octavi ac seeundi, 10" latitudine
paulo longiore, 11" (piarto aequilongo, clava modice dilalata;
singulis pilis sparsissimis longioribus vestitae. Oculi subovati,
antice truncali.
Prothorax longitudine basi latior, a basi trans medium
recte paulatim deinde fortius angustatus, densissime rugulosus,
Siett entomni Zeit 1896.
193
uiger, vilta mediana lata iiidistiucta autice et postice augustata
fiiliginosa aut ciuereo et l'uligiuoso varia, duobus punetis ante-
medianis albo-ciuereis notatus.
Elytra cylindrica, pustulis seriatim dispositis e pilis lon-
gioiibus compositis numerosis instructa, griseo-alba, margine
basali pro parte, plaga magna mediana laterali, ad marginem
versus basim et apicem dilatata, macuiaque transversa ante-
apicali nigris, ai)ice ipso fuliginoso.
Pygidium fuliginosum. Prosternum piinclatum. Corpus
infra sparsissime griseo-pubescens, lateraliter submaculatum,
ubdomine seriebus macularum grisearum male circumserip-
tarum notato.
Pedes nigri; femoribus pro parte cinereo-pubescentibus;
tibiis annulo submediano rufo iuteo-fuliginoso-tomentoso signatis;
tarsis colore bujus annub, basi articulorum nigra.
Long. 13 mm, rostr. 2, eljtr. 9, lat. 5.
Hab. Antananarivo, Madagascar (A. Sikora leg.; 2 $).
Außer durcb die Größe unterscheidet sich diese Art von
L. laterU'ms Fairm. (Le Naturaliste 1880 p. 316 und Ann.
Soc. Ent. Fr. 1880 p. 337) durch die dunklen, viel längern
Fühler und durch die Haarbüscliel der Flügeldecken; die
Rüsselbildung ist in beiden Arten fast dieselbe, jedoch steht
der von der eigentlichen Fühlergrube abgetrennte, der Mitte
des Rüssels auf der Unterseite genäherte lochförmige Eindruck
in L. laleritius unmittelbar hinter dem Ende der das Kinn
seitlich begrenzenden tiefen Ausbuchtung, während in L. pustu-
losus dieser Eindruck viel weiter nach hinten gerückt ist.
In dem einzigen mir vorliegenden Exemplare von later'dius
Fairm., das mit der Beschreibung sehr gut übereinstinmit,
jedoch eine Länge (ohne Kop() von 61/3 mm, anstatt 4 wie
Fairmaire augiebt, erreicht, ist die Vorderbrust in der Mitte
etwas eingedrückt.
84. Litotropis semiustus sp. nov.
.^$. A L. lateritio Fairm. elytris sine punetis nigris,
apice toto nigro, multo subtilius striato-punctatis, pedibus
nigris tarsisque brunneis distinguendus.
Hab. Ceylon (Typus in Mus. Stettin).
Im 1^ sind die Fühler länger als im $.
Es scheint mir dieses nur eine geographische Form des
lateritins Fairm. (Madagascar) zu sein; da jedoch die an-
gegebenen Unterschiede in einer größeren Reihe von Exem-
plaren, die mir aus verschiedenen Sammlungen vorgelegen
SteU. entomol. Zeil. 1896. 13
194
haben, konstant und leiclit sichtbar sind, so führe ich das
Thier als besondere Art unter dem Namen ein, unter welcliem
es in der C. A. Dohrn'schen Sammhing (Stell in) steckt.
In der Zeichnung sind alle drei Arten dem Xijlopoemon
lateralis Lac. ähnlich; noch überraschender ist aber die Ueber-
eiustimmung zwischen L. pustulosus und Tophoderes sliyma
Klug, welch letzterer auch gehöckerte Flügeldecken hat.
85. Basitropis lutosus sp. nov.
r^$. B. supra niger, pube lulosa vestitus, nigro-variegatus,
infra brunneus, pallidius pubescens. Rostrum punctalum, lati-
tudine dimidio brcvius; basi cum fronte capitis sulco nigro
instructa. Caj)ut poslice duabus maculis minutis triangularibus
fuscis notatum.
Antenuae funiculo brunneo- nigro, clava nigra, hac in
utroque sexu triarticulata, sed in {<^') articulis 7« — 8" funiculi
parum latioribus quam in (V).
Prolhorax lateribus dimidio basali rectus, a medio an-
trorsum primo paulatim, deinde Ibrtiter angustatus; dorso basi
depressus, structura pubesoentiae causa obscura, carina tenuiter
nigro-linibata, duabus fasciis longitudinalibus dorsalibus irre-
gularibus medio interruptis et in utroque latere puncto ante-
mediano nigris.
Elytra elongata, leviter striato-punctata, nigro-variegata,
macula mediana dorsali, altera i)arva laterali posthumerali,
nonnullis maculis contluis antcapicalibus maculam lutosam
cingentibus, nigris signata.
Pygidium subsemicirculare, medio carinatum, unicolor.
Corpus infra unicolor, (,_J) abdomine medio fusco. Segmenlum
abdominale anale (3) Ibrtiter impressum, sicut caetera seg-
menta sat louge pilosum apice emarginatum, ($) apice sinuato-
impressum.
Pedcs pube corporis lateris inferi tecli nigii vcl briiunei,
lemoribus su])ra macula basali, libiis basi extrema plus minusve
nigris; (,5*) tibiis antice inIVa longa deuse, caeteris minus,
pilosis, apice band denlatis.
Long. 11 mm, eljtr. 8, lat. Si/g.
Hab. Nord Luzon (J. Whitehead, 1894, 1 r^, 4 $) und
Manila (1 ,j^, 2 ^).
Der an der Basis gefurchte Rüssel, die langen Flügel-
decken, das ausgerandete Analsegmenl und die innen lang
und (licht behaarten Vorderschiencu des Männchens lassen diese
Art leicht von den übrigen bisher beschriebeneu unterscheiden.
Stell, enlomol. Zeit. 1895.
195
86. Gyuandrocerus puncticollis sp. nov.
,^^. G. niger, iiilVa cinereo-pubescens, supra albo-cinereo-
variegatus.
Rostrum basi medio sulcatum, sulco postice parum iu
froutem asceudente, (^) rugato-punctatum, (o) sublaeve.
Caput parum (^) aut sat forliter ($) puiictatum, in medio et
ad oculos sicut dorsum rostri griseo-album. Anteunae pro-
thoracis basin (^) aut medium ($) paulo superantes; ,^ : arti-
culis 3io et 4*^ aequilougis, 5" — 7'' parum brevioribus, 8^ lon-
gitudine septimi versus apieem gradatim dilatato et nono
multo lougiore, 3" — 7'^ apice griseis, If griseo-serieanle;
$: 6^ — 70 brevioribus, 8" nono breviore.
Prothorax brevior quam in G. antennato Lac, lateribus
versus apieem magis rolundatis, punetatus, maculis ii-regulari-
bus parviö albo-cinereis signatus, duabus medianis, una apicali,
altera basali, elongatis conspicuoribus.
Sculellum album. Elytra sat fortiter punctato- striata,
macula obliqtia postbasali a humero ad suturam exteusa,
irregulari, interrupta, e punctis conÜuis composita, altera
dorsali posi mediana valde irregulari, punctisque dispersis, ad
latera i)arum densioribus, albo-cinereis notata.
Pygidium vitta mediana excepta albo-cinereum.
Abdominis segmentum primum apice medio carinulatum.
Pedes rufo-brunnei, gri.seo-])ubescentes, fusco-anuulati;
articulo primi tarsorum parum longiore quam in G. anten-
nato Luc.
Long, ß^li mm, elytr. 4i|2, lat. 2^/2.
Hab. Süd-West-Madagascar. 1 ,^, "l $.
Durch den längern Rüssel, die dünnern und im ,^ kürzern
Fülller, deren Endglieder weniger verbreitert sind, durch das
punktirle Halssehild, das mit einem deuHic-hen Kiel versehene
erste Hinterleibssegment des ,_^, und durch die Zeichnung von
G. antennatns Lac. zu unterscheiden.
87. Aneurrhinus cyhndricus sp. nov,
,3. A. niger, pubc fusco-cinerea hie et inde brunuescente
vestitus, albo-griseo- et nigro-variegatus ac tessellatus.
Rostrum apice levissime emarginatum, carinula mediana
tenuissima in im[)ressionc levissima longiludinali sila notatum.
Antennae nigrae, articulis 7" et 8*^ griseis.
Prolhorax cum elytris cylindricus, reticulato-rugosus.
Elytra prothorace haud latiora, valde elongata, subtiliter
punctato-striata, iuterspatiis 1", 3o, 5", 7", 9" albo-griseo- et
fusco-tessellatie.
SteU. entomol. Zeit. 1695. 13*
196
Pygidium albo-giiseiim. Corpus infra eadem pube vesti-
tum, lateribus fu.sco-maculatiim.
Pedes uigi'i, albo-griseo-pubescentes, femoribus medio,
tibiis basi extrema, tarsorum arÜculo 1^ basi, 2*> toto, nigris.
Long. 141/2 rnrn, elytr. 10, lat. 5.
Hab. Antananarivo, Madagascar (A. Sikora coli.). 1 ^j.
Die auffallend regelmäßig cylinderförrnige Gestalt diese»
Thieres unterscheidet es leicht von den Arten dieser und der
verwandten Gattungen.
88. ^Ozotomerus rugicollis sp. nov.
f^ $. Speciei tcaterhousei Pasc, dictae valde affinis;
capite prothoraceque fortius, hoc longitudinaliter, rugulosis;
earina laterali prothoracis longiore; clytris fortius punctalo-
striatis, i)()ne medium in utroque elytro intra sirias 1»'" et 7i»in
macula rotuudata nigra notatis, humeris exceptis plus minusve
griseo-albo-nebulosis; anlennis pedibusque obscurioribus, sub-
nigris.
Long. 81/.. mm, elytr. 61/3, lat. 3.
Hab. Palawan (1 ,^, 4 $); Kina Balu, Nord Borneo (I ,^)
In C. iraterhonsei Pasc, trägt das Halsschild auf der
Obevseile am Vorderrande drei weiße Striche, von welchen
die beiden seitlichen in vorliegender Art undeutlich sind. Die
Decken sind, mit Ausnahme der Schultergegend, besonders um
den schwarzen Fleck herum etwas grau -weiss. Das in
0. iralerhousei, ebenso wie der hinterste Theil der Decken
und ein nicht sehr scharf begrenztes, vom Schildchen nach
der Mitte des Seilonrandcs laufendes Band, M-eiß behaarte
Pygidium ist in nn/icoUis dunkel.
89. Ozotomerus discoidalis sp. nov.
$. 0. niger, albo-griseo-pubescens. Caput et rostrum
rugata, hoc album, illud griseo-et fuliginoso- varium. Sub-
mentum minus profunde quam in caoteris spcciebus sinualum.
Antennae rufae, clava nigra.
Prolhorax rugulosus, angulis anticis acute rectis; fiiligi-
noso-brunneo-griseo-variegalus, disco plaga magna bene cir-
cumscripta subcirculari magis griseo immixta centro fuliginoso.
Elytra breviora quam in caeteris specicbus, punctato-striata,
griseo-alba, area triangulari humerali magna magis albescente,
j)laga apicali circulari magna subnigro-circumcincta ochraceo-
ct nigro-varia luleo-alha niaxime conspicua, interspatiis 1"
dislincte, 3", 5°, 7**, 9" indistincte sparsim fusco-guttulatis.
SioU. enlomol. Zeil 189&.
197
Pygidiuin Iiitcd-albiim. I'edcs riili, uequuliler griyeo-ulbo-
[uibeseenlcs.
Long. 7i|2 mm, elytr. 5i|3, lat. 3.
Hab. Nord Luzon (J. Whitehead, 1894; 1 $).
Das Halsscliild ist etwas kürzer und weniger gciunzolt
als iu den übrigen Arten der Gattung, vielleicht mit Aus-
nahme von D. japonicus Sharp (Tr. Ent. Soc. Lond. p. 320.
1801, Japan), den ich nicht kenne. Die flachere Ausrandung
des Kinns ist ziemhcli auffällig. An den großen, fast krcis-
üder rautenförmigen hellen Fleck auf der Scheibe des Hals-
sehildes, der von der Basis bis fast zum Vorderrande reicht,
sowie durch den mehr weißen, ebenso großen Fleck an der
Spitze der Decken ist diese Art leicht zu erkennen.
90. Phloeobius pallipes sp. nov.
j. P. brunneus, tomento sordide luteo-cinereo vestilus.
Koslrum medio leviter Impressum. Caput fronte indislincte
bicarinulatum. Oculi antice angustati ac sat forliter approxi-
mati. Antennae pallide rufae, eljtrorum medium (j^) parum
superantes, apice brunneo nigrae, articulis ßo — S'' plus minusve
albo-griseis, W^ nono paulo longiore.
Prothorax dorso convexus, rugulosus, lateribus basi paulo
sinuatis, carinae angulis lateralibus rectis; disco fuscus, ante
haue plagam fuseam cinereo-pubescens et duobus punclis
albidioribus notatus; basi utrinque tribus punetis in triangulo
sitis, apice duobus punetis fuscis signatus.
Scutellum quadrangulare, griseum. Eljtra parallela, pro-
thorace haud latiora, subtiliter striata, Stria la magis impressa,
pone basin subtuberculata et geminatim nigro-penicillala, dimidio
apicali (apice unicolore excluso) in interspatiis 1", 3", 5", 7»
gullis longius nigro-pilosis notata: una in interspatio 3" post-
mediana conspicuore.
Prosternum ante coxas sulco transverso anguliformi beue
circumscriplo instructum, ac utrinque ad hunc sulcum sub-
tuberculatum.
Corpus infra unicolor. Pedes pallide rnfi; tarsorum
arliculus li"' apice brunneus.
Long. 8 mm, elytr. 51/2, lat. 81/2-
Hab. Perak (1 ,^); Sumatra (1 $).
In allen übrigen mit kleinen Haarbüscheln versehenen
Arten dieser Gattung ist der hintere Thcil der Scheibe des
iialssehildes ziemlich stark eingedrückt oder abgeflacht und
die Mitte selbst wieder erhöht und mit einem Haarbüschel
Stett. entomol Zeit 1895.
198
versehen. In pallipes sp. nov. hingegen ist das Halsschild
geformt wie in Ph. gigas Fabr. und alfernans Wied., d. h.
es ist vor dem Scliildciien zwar etwas niedriger als in der
Mitte der Scheibe, aber nicht eingedrückt. Das kurze F-nd-
glied der Fühler hat pallipes mit allernans Wied. und albes
cens sp. nov. gemein.
Ein weiblicher Phloeophilus von Sumatra, den ich zu der
gegenwärtigen Art reebnen muß, unterscbeidet sich von dem
,^ durch die Fühler, welche bis auf die drei Endglieder blaß
röthlich sind, und durch die schwarzen Fleckchen der hintern
Hälfte der Decken, welche hier fast ganz verschwunden sind.
Unter dem Materiale des Slettiner Museums sind 2 V
dieser Art, gefangen in Soekaranda, Sumatra (Dohrn, Januar
1894), und von demselben Fundorte 3 ,J^ und 8 $, welche
einer andern Art anzugehören scheinen. Die ,^^ haben viel
längere Fühler als pallipes m.; die Schienen und Tarsen sind
länger behaart; die weiße Behaarung der Oberseite ist mehr
ausgedehnt; das Halsschild und die Decken sind breiter;
letztere sind vor der Spitze deutlicher eingedrückt und im
letzten Viertel mehr gehöckert; die Zeichnung des Hals-
schildes ist eine andere. Das Halsschild hat jederseits wie
gewöhnlich den dunklen Basalfleck und in der Mitte der
Scheibe einen ziemlich großen, schwächer dunklen Halbmond,
dessen Hörncr mit den Kasaltlecken verbunden sind; davor
steht ein zweiter, kleinerer Halbmond, der gleichfalls jederseits
durch eine unregelmäßige IJogenhuie mit der Basis verbunden
ist; außerdem ilndet sich noch jederseits eine unterbrochene,
häufig abgekürzte Linie; die Zeichnungen machen den Ein-
druck von konzentrischen Halbkreisen. Ich l)etrachte diese
Form vorläufig als Aberration von pallipes und nenne sie
Phl. pallipes ah. pilipes ab. nov. (T\pus in Mus, Stettin),
91. Phloeobius albescens sj». u v,
,^ $. Speciei P. gigas Y'Ahr. diclae statura bimilis; niger,
albo-])ubescens. Rostrum brevissimum lateribus parum minus
quam in P. gigas angulatum. Caput breve inter oculos absque
carinulis. Anfeunae rufae, clava tota et caeteris articulis apice
nigris, tj) urticulo ultimo decimo circiter triente longiore
apice extremo curvato.
Prolhorax brevior quam in P. gigas Fbr., antice minus
angustatus augulis anticis magis distinctis, granulato-punctatus
haud rugalus, albus subochraceo-, seu subochraceo-albo-,
variegatup, basi utrimquc macula parva quadrangulari bene
exprcssa nigra uotatus.
Stctt. cn(oiuoI. Zeit. 1896.
190
Elytru leviter puiKlalo-striata, obvic impressa, subooliraceo-
pubescenlia, allenialiin iutcisliliis albo- et apioc subnigro-
les.sellatiti, parle declivi apicali ac regioue postbasali transversa
paruin magis albidis.
Infra unicolor. Pedes rufi, fenioribus siipra et tarsis apiee
subuigris, tibiis medio intevdiim inconspicue ruscesccntibus.
Long. S'/i mm, elytr. 61I3, lat. S'-^j^.
Unterscheidet sich von P. gigas Fabr. besonders dnrch
die nicht geiiielte Stirn, das verhähnißmäßig kurze Endglied
der Antennen des j, den kürzeren und vorn breiteren Pro-
thorax und durch die scliwächer gestreiften Decken, welche
jode einen deutlicheren Eindruck vor der Spitze haben. Der
abschü>sige apicale Theil der Decken und ein post basales
Querbaud, das zwischen den fünften Zwischenräumen steht
und vorn ziemlich scharf abgegrenzt ist, sind dichter weiß
behaart als der Rest der Decken.
P. nigroiingulalus Gyll. scheint näher mit (jigas als mit
albescens verwandt zu sein^ die Art, welche ich als nigra-
nngiilalKS Gvll. auflasse, hat eine deutliche Stirnfurche, ihr
Halsschild ist ziemlich auffällig gekörnt-gerunzelt, die Decken
sind wie in gigas ziemlich auffällig gestreift, und das Endglied
der Fühler des ,^ ist sehr lang.
Fabricius, Ent. Syst. Suppl. p. i60 (1798), sagt von
seinem „Anfhribiis longicornis"^: Statura et magnitudo sequen-
lium fniveiroslris, roboris, pubesceiis).
Gyllenhal, Schüuh. Gen. Cure. V. p. 130 (1839), dagegen
vergleicht die Art, welche er als A. longicornis Fabr. be-
schreibt, mit Anlhribns albimis L. Ich glaube daher, daß
A. longicornis Gyll. etwas anderes als A. longicornis Fabr.
ist und zwar, da Gyllenhal angiebt, daß das letzte Fühlerglied
des ,^ wie in A. alternans Wied. kurz sei, mag Gyllenhar«
longicornis dasselbe wie mein albescens oder wenigstens eine
ähnliche Art sein.
92. Phloeophilus decoratus sp. nov.
j. P. niger, albo-signatus. Rostrnm crassissimum,
parallclum, ad marginem apicalem triangulariter sinuatum im-
pressum, medio cum fronte capitis sulcatum, bicarinulatum-
dorso cum capite, macula occipitis nigra exclusa, all)um.
Oculi prominentes, liaud obliqui, leviter emarginati. Antennac
longitudine corporis, articulis 3^ — 7" apice, S'^ toto albis,
2*' dimidio tertii vix longiore, 9" et 10'' symmetricis clava nigra.
Prothorax retrorsum ampliatus, pone medium leviter
sinuatus, fortiter rugatus, dorso basi rotundatim impressus,
vitta lata mediana ad marginem apicalem et in impressione
Stett. «Dtomol. Zeit. 1895.
200
dilatata, pone carinam utrinque leviter convexam deinde irre-
gulariter rottindatini antrorsiim flexatn mcdiiim lateris band
attiDgentem liibiis punctis notatus, mediano majore, praeterea
tribus punctis etiam miuutis lateralibus utrimque in disco
sitis, albis.
Scutellum album. Elytra parallela, pone basin sat gibbosa,
striato-punetata, iutcrstiis band elevalis; fascia basall a margine
basali juxta humerum circuni gibbositatem ad sutiiram flexa
ramum brevissimum latum bumeralem margincm lateralem
non attingentem, praeterea ramum alterum longitudinalem
primo intra strias lam et 4am^ deinde multo angustatam intra
strias 4am et 5am fere ad medium elytri ascendentem, emittente;
fascia altera sinuosa communi postmediana a limbo laterali
oblique versus suturam ascendente, ubi cum macula apicali
conjuncta; macula parva mediana suturali; bis signaturis albis.
P^'gidium longitrorsnm subsulcatum, album.
Corpus infra subtiliter cinereo-pubescens. Prosternum
fortiter rugatum. Processus mesosternalis fere parallelus, apice
emarginatus. Metasternum latoribus punctis magnis instructuni,
sicut niesosternum utrimque una vel duabus maculis minutis
albis notatum, Abdomen segmento l" uni-, 2^ — 4" utrinque
bi-albo-maculatum.
Femora apice macula alba signata; tibiae basi apiceque
exceptis cum tarsorum articulo primo (basi extrema exclusa)
albae.
Long. 14 mm, elytr. 9, lat. S^/o.
Hab. Antananarivo, Madagascar (F. Sikora coli.; 1 J*).
Diese auftallig gezeicbnete Art. deren Zeicbuung übrigens
veränderlicb zu sein scbeint, kommt dem Phl. aiigillatus
Fabrs. der Boscbreibung nacb nabe, unterscbeidet sieb aber,
außer durcb Einzelbciten in der Zeicbnung und Färbung,
dureb den kurzem Seitenkiel und die breite dorsale Vertiefung
des Halsscbildes.
Gulamentus gen. nov.
jV. Rostrum brevissimum, apice leviter emarginatum,
inclinatum, dorso planum. Caput brevissimum. Oculi magni,
})rotboracem attingentes, vix convexi, rotuudi, antice autem
anguste emargiuati. Sulci anlennarum laterales magni, margine
postico tuberculiformi. Antenuae (j) corpore longiores, gra-
ciles, articulis 2^ — 8" apice incrassatis, 2» primo dimidio
longiore, tertio breviore, 3« — 7" snbaequilongis, S"' vix bre-
viore, 9" — 11" paulo lalioribus, 9" ac ll*^ longitudine octavi,
100 paiilo breviore; ($) eljtrorum basin superantes, articulis
Stett. enlomol. Zeit. 1805.
201
3" — 8" tenuibus, 2'* tertio ciassiorc et parum longiorc, olava
lata, articulo 11" nono et decimo simul siimtis acquilongo.
Prothorax paulatim loliindato-ainpliatus, convexiis, carina
(lorso levissime bitlcxuosa, lateialiter rolundatim flexa, usqiie
ad apioem ascendente. Scutellum magniim, sub-semicircularc.
Eljtra cyliudrica, aequalitev coiivexa.
Pygidium (3^) mucronatum, ($) apice truncatum.
Prosteruuni brevissimum, simplcx. Processus mesosterni
brevis, triangularis. Abdomen (^) medio depressum; (j^, $)
segmento auali leviler emargiuato-truncato. Tarsonim artieuliis
primiis (3) elongatus.
Der Hinterrand der Fühlergrube ist höckerförmig eriiöht
und setzt sich auf der LTutcrseite des Küssels als feiner Kid
bis zum Kinn (Submentum) fort. Letzteres ist an der Basis
sehr stark eingeschnürt. Der Kopf ist nicht rüsselartig ver-
längert.
Unterscheidet sich von Phloeobiiis Schönh. durcli die
Form des Kopfes, der Fühler, des Halsschildes und des
Pygidiums.
93. Gulamentus cylindricus sp. nov.
,^^. G. niger, subtus cinerco-, supra olivaceo- et cinereo-
pubescens, Antennae clava nigra, articulo S"* subalbo. Caput
medio longitrorsum subtilissime rugulosum. Prothorax lati-
tudine parum brevior, ad apicem paulo angustior quam ad
basin, cum eljtris coriaceus; linea mediana apicali et utrinque
duobus vcl tribus punctis lateralibus subalbis. Elytra vix
striata, sine signaturis conspicuis, ad humeros et in medio
parum magis cinerea, puncto anteapicali eliam albidiorc. Corpus
subtus unicolor. Articuli 2, — 4. tarsornm nigri.
Long. 6 mm, elytr. 4, lat. 3.
Hab. Kuilu, Franz. Congo (1 >S^ 1 ?)•
in der Farbe und dem allgemeinen Aussehen erinnert
diese Art an kleine Phloeophilus.
94. Caccorhinus lateripictus sp. nov.
j -V- ^. riifus, supra dense albo-luteo-pubesccns, infra
pro maxima parte niger. Antennae prothoracis medium haud
superantes (J^) seu vix attingentes ($), rufae, elava nigro-
brunnea, articulo 11'' decimo plus duplo longiore. Prothorax
conicus, lateribus medio, ubi carina desinet, subangidato-
angustatis, apice ipso subconstrictis, basi dorso bisinuatus,
lobo antescutellari angulato-rotundato.
SteU. entomol. Zeit. 1895.
202
Elylra couvexa, t^iidira jiuü iinpressa, sciialiin iiiiiu'tala,
subslriata, puiiclo ininulo iu inedio margiuis basalis bruuneo,
maciila lateiali postluimerali versus dorsum ad slriam sexlam
exlen^^a ac in maigine ad angulum humeralem dilatata
uigra nolala.
Pygidiuni ($) semicirculare, (J^) parum longiiis.
Slcrna nigra, hie et inde riifa; prosternum lateribus antice
fortiler punctatum; moso- et nietastenium latcraliter piibe
hitea maculala. Abdomen lateribus et apice exceplis nigrum,
(j) medio seosim Impressum, ($) convexum.
Pedes nigri, iemoribns ad apicem, tibiis ante basim rufis;
tibiis et tarsis infVa sat longe pilosis.
Long. 81/2 ^^1 eljtr. 6, lat, 31/3.
Hab. New-Guinea: Stephansort und Dorey (3 j, 1 ^)^
N. Queensland (l -9).
Die Gattung Caccorhinus Sharp, Tr. Eni. Soe. London
p. 321 (1891), steht Craloparis Sehönh. der Beschreibung
nach sehr nahe. Sharp stellt sie in die Nähe von Basitropis
Jek, Ins. Saund. I. p. 90 (18.55), der nach unten verlängerten
Fühlergruben wegen, welche in Craloparis nach Lacordaire,
Coleopt. VII. p. 579 (_1866), .^Covoilbrm" sein sollen, was
sie aber nicht sind; in allen mir vorliegenden amerikanischen
Cratoparis- Alten ist die Fühlergrube vor den Augen direkt
nach unten verlängert, jedoch ist die Grube sowohl wie die
Verlängerung nicht so tief als iu Basitropis, und ihre Furchen-
Ibrni ist daher weniger leicht zu sehen. In Caccorhinus sind
die Augen sehr grobkörnig wie in Cratoparis; die kurzen
Fühler, die Beine etc. sind gleichfalls gebildet wie in Crato-
paris. Das Kinn von Caccorhimis ist grade abgestutzt und
nur an den Vorderecken etwas vorgezogen; dieser eigen-
ihUmliche Charakter ist in einigen amerikanischen Cratoparis-
Arten, wenn auch nicht stark, angedeutet, z. B. in C. lunatus
(Fabr.). In einer Ceylon-Art von Caccorhinus, die viel-
leicht (?!) mit Cratoparis brunncipennis Motsch. identisch
ist, zeigt das Kinn eine deutliche, aber sehwache Ausrandung,
und es scheint mir demnach kainn ein Charakter übrig zu
bleiben, durch den man Caccorhinus von Cratoparis in dem
jetzigen Umfange dieser Gattung unterscheiden kann. Wie
schon Lacordaire (1. c.) gesagt hat, lassen sich aber die
Cratoparis-A-vien nach der Form des Mesosternal-Fortsatzes
in zwei Gruppen bringen, von denen die erste mit höcker-
formig vorgezogenem Mesosternum die typischen Arten um-
faßt, während zu der zweiten Gruppe die Arten gehören,
-SteU. entomol. Zeit 1395.
203
welche eine eiui'aih ab.s(•llii^^bigc MiUelbnisl, wie CaccorhiuNs
haben; es wird vielleicht das Beste sein, vorläiiliu, diese ganze
zweite Gruppe von Crafoparlü /u Caccovhinns zu ziehen.
Die oben i)eschriel)eue Carcorh iniis- Avt ist sehr aullalliü;
durch die gclblich-sahnelarbenc dichte Behaarung der Ober-
seite, welche ein braunes Pünktchen in der Mitte des
Basalrandes jeder Flügeldecke und einen mäi!)ig großen,
schwarzen Randfleck zwischen Schulter und Mitte des Seiten-
randes zeigt.
95. Caccorhinus disconotatus (Dohrn i. collj sp. nov.
Q$. C. brunneus, supra rufo-brunneus, griseo-pubescens,
rufo-brunneo- et brunneo-variegatus. Antennae paliide ruiae,
clava subnigra apice articuli lli excepto. Prothorax an-
trorsum rolundato-angustatus, basi bisinuatus, augulis posticis
rectis summo apice rotundatis, punctalus, rugulosus; ad
basin utrimque brunnescens, pube grisea hie et inde dcnsiore.
Elytia subc3lindrica, leviter striato -punctata, interstiis
planis alternatim haud conspicue l'usco- et griseo-tessellatis,
niacula parva dorsali mediana intra strias lam et 4iiiii libera
vel cum macuia elytri alteri conlliui, nigro-brunnea notata.
Prosternum dense fortiter punctatum, medio ante coxas
pliea levi instructum. Processus mesosternalis rotundato-
triangularis. Metasternum laleribus punctis grossis notalum.
Abdomen minulissime punctulatum, lateraliter paruin dcnsius
f(uam in medio pubescens; (^) medio vix dcpressum. Pedcs
brunneonigri, fcmorum posticorum apice, tibiarum omnium
medio, lere toto articulo primo tarsorum ruds griseo-pubes-
ccntibus.
Long. 6^/1 mm, eljir. 4i,L, lat. 21/2-
Hab. Ceylon (Typus in Mus. Stettin).
Diese Art erinnert an Craloparis hfridiix Fahrs., unter-
scheidet sich aber durch die viel mehr wal/.cnlormigen und
schwächer gestreiften Decken und durch die nicht spitz vor-
gezogenen Ilinterecken des Halsschildes.
Araeocerus Schönh., Gen. Cure. V. p. 273 (1839).
Von den Walker'schcn Ccvlon-Arten ist A. biforeahis
Walker, Ann. Mag. N. H. (3). III. p. 2(52 (185!)) ein Dlrcc-
tarins Jord. und unterscheidet sich von D. conrexipcintis
Jord. (S. 167) durch die schmälere Gestalt, zahlreichere und
daher dichter stehende Flecke der Oberseite, durch den vor
Stctt entomol. Zeit- 1895,
204
dem Schildclien winkligen und nach den Seiten hiu släiker
nach hinten gebogeneu Halssc-hildkiel, der außerdem in einen
kurzen, aber deuthchen Seilenkiel verlängert ist. Die Schenkel
von J). bifovcafiis sind dunkel; die Schienen hell lüthlich.
Zur Gattung Araeocerus Schönh. gehört dagegen Walker's
Hylesinus irresolutus, 1. e. p. 2(5 1 (1859) von Ceylon.
Ueber Agrias- Arten
von Heinrich Riffarth.
Von Herrn Albert Schulz, Para, erhielt ich in diesem
Frühjahr ein ajii 10. April 1894 daselbst geiangenes Af/rias-'^^
welches ich nach Slaudingers Beschreibung (Staudiuger Exot.
Sclimelterl.) lür Claudia Schulz hielt, aber gleich als zu
Sardana paliis Bates gehörig erkannte. Daher kommt es, daß
Herr Fruhstorler auf meine Veranlassung in den Entomol.
Nachrichten Heft 10. 1895 die Mittheilung machte, daß Sardana-
palus ,^ zu Claudia $ gehöre. Da nun Herr Fruhstorfer
im Stuttgarter Museum einen echten (^laudia j gefunden hat,
so ist obige Vermuthung hinlallig geworden. Beim Vergleichen
dieser beiden Thiere stellte sich heraus, daß der Claudia-^
mit meinem ^ nicht übereinstimmte und dieses $ unbedingt
zu Sardanapalus gehört.
Beschreibung:
Sardanapalus Bates i^: Länge des Vorderflügels 45 mm.
Oberseite: Das Scharlachroth der Vorderflügel ist ohne
blauen Schiller, verläuft aber sonst genau so wie beim ^.
Von der Mitte des Vorderrandes geht dasselbe im Bogen bis
zu M. 1 und bleibt von da ab ca. 1 mm vom Außeurande
entfernt. Zwischen SM und Innenraud tritt es in der
äußeren Hälfte nur als stark rothe Bestäubung auf, die Ader
selbst schwarz lassend. (Bei der echten Claudia ist an der
Wurzel etwas Schwarz vorhanden, das Roth nimmt zwei
Drittel des Vorderrandes ein und geht von da ab in gerader
Linie nach dem Außeurande hin, so daß die schwarzbraune
Apicalspitze ein fast rechtwinkliges Dreieck bildet.) Die
maltgelbe Apicalbiude ist sehr deutlich und besteht aus drei
Fleckchen. Die HinferflUgel sind tief schwarzbraun mit sehr
großem rothen Läugstleck, der nach außen hin etwas strahlen-
Stelt. entomol. Zeit. 1895.
205
förmig verläuft und dieselbe Ausdehnung hat, wie das Blau
des j, jedoeh am Innenrande bis ungefähr an M. 2 vom
Schwarzbraun verdrängt wird.
Unterseite: Vorderflügel wie beim ,j^, nur ist der zunächst
der Apicalbinde stehende helle bindenartige Vorderrand fleck
um die Hälfte breit<'r und zieht sich bis zum Roth, liinter-
llügel genau wie beim ,3. Auch befindet sich hier der für
Sanlanapaltis und verwandte Arten so charakteristische, am
Basaltheil des Vorderrandes stehende schwarze Halbbogenstrich.
Sammhmg: Riffarth.
Was die von Herrn Fruhstorfer ausgegrabene Agr. Annetta
Gray anbelangt, so ist offenbar wohl nur die Form von Rio
darunter zu verstehen, während die Form von St. Calharina
als Claudianus Stgr. weiter bestehen kann. Letztere stimmt
auch mit der Staudinger'schen Abbildung vollkommen über-
ein und hat derselbe die männliche Form als Unterlage bei
der Beschreibung benützt, während das $, welches er als von
Rio stammend beschreibt, mit Annetta $ vollständig überein-
stimmt. Nachfolgend die Vergleichung beider Arten:
Annetta Gray c? : Gröl3e wie Sardanapalus ,^.
Oberseite: Das rothe Feld der Vorderflügel ist wie bei
Clavdianus etwas violett schillernd, aber am Innenrande
weniger ausgebuchtet und zieht sich näher zum Innenwinkel
hin. Auch ist es breiter wie bei Claudianus. Die Apical-
binde ist kaum angedeutet. Die Hintertlügel sind tief schwarz-
braun mit l^jo cm breitem hochrotheu Fleck, welcher nach
der Basalhälfte hin strahlenförmig den Adern folgt. Auch
tritt an dieser Stelle etwas blauer Schiller auf, der sich noch
über den dritten Theil des Roths hinzieht. Bei Claudianus j
tritt das Roth auf den Ilinterflügeln nur sehr spärlich oder
gar nicht auf. Die Flügelform ist etwas breiter und mehr
gezähnt wie bei Claudianus, besonders sind die Apicalspitze
der Vorderllügel und der Innenwinkel der Hinterflügel spitzer.
Unterseite: Dieselbe stimmt mit Sardanapalus sowohl in
Zeichnung als in Färbung vollkommen überein, während bei
Claudianus alle Zeichnung, welche bei Annetta schwarzbraun
ist, violetlschwarz wird. Das graugrüne Basalfeld der llinler-
flügel sowie die ebenso gefärbte Mittelbinde werden bei Clau-
dianus violettgrau und dieser Ton zieht sich auch über die
gelbe Zeichnung. Der Unterschied in der Färbung der Unter-
seiten beider Arten ist so groß, daß sich dieselben auf den
ersten Blick unterscheiden lassen.
Stctt. entomol. Zelt. 1895
206
Claudianus Stgr. $: Größe wie Sardanapalus $.
Oberseite: Das $ stimmt im Allgemeinen mit dem ,j
überein, nur ist das Roth der Vorderflügel heller und ohne
violetten Schiller. Auf den Hinterflügeln tritt das Roth gar
nicht oder doch nur sehr schwach auf, während bei AnneUa ^
das Roth sehr deutlich voriiauden ist.
Unterseite: Die düstere Färbung der Unterseite stimmt
genau mit der des q überein.
Nach vier Exemplaren Annetfa und Clmidianus aus meiner
Sammlung, ein Exemplar Clatidianiis ,^ von Herrn Dr. Stau-
dinger und ein Exemplar Cldudiainis $ aus der Sammlung
des Herrn Suffert, Friedeuau.
Ich möchte hier noch einige charakteristische Merkmale
erwähnen, die darauf schließen lassen, daß Claudianus,
Anneita, Sardanapalust und Lugcns Stgr. alle zu einer Art
gehören und nur als Lokalformen von einander zu betrachten
sind. Wenn wir mit der subtr()])ischcn Form Sardanapalus
beginnen, bei welcher das Roth der Vorderllügel l)is an den
lunenrand geht und die andern Formen der Reihe nach,
nach ihrem südlichen Vorkommen vergleichen, so finden wir,
daß dieses Roth sich vom Innenraude entsprechend zurück-
zieht, je mehr wir uns von der subtroj)ischen Region ent-
fernen. Ebenso nimmt dasselbe nach dem Apex zu ab und
auch der blaue Schiller läßt nach. Auf den Hinterflügeln
tritt bei den subtropischen Formen Blau auf, welches sich bei
den im Süden vorkommenden Exemplaren in Roth verwandelt
und bei der südlichsten Form Claudianus verschwindet auch
dieses. Einen schönen Beweis dafür, daß das Blau sich in
Roth umsetzen kann, giebt Annetia ,j und die neue Godmani
Fruhstorfer von Mato Grosso, bei welchen beiden Arten Blau
und Roth zugleich auf den Hinterflügeln auftritt. P^benso zeigt
dieses Sardanapalus-^., daß sich das Blau des rj in Roth
verwandelt. Die Unterseiten sind bis auf Lugens fast ganz
gleich, nur bei der südlichsten Form verdunkeln die Farben,
während die Zeichnung vollständig erhallen bleibt. Bei Lugens
ist die Unterseile der Hinterflügel matter und die schwarzen
Zeichnungen werden nach Außen zu braun und verwaschen.
Fühler, Palpen, Füße und Körperzeichnung stimmen in allen
vier Arten vollkouimen überein. W^enn also Saudinger seine
Lugens als Lokulforni zu Sardanapalus zieht, so ist die Be-
rechtigung vorhanden, daß noch besser übereinstimmende Arten
ebenfalls als Lokalformen anzusehen .sind und da nun Anneffa
Gray die älteste Form ist (1832 Kirbj), so würden die drei
anderen Arten als Lokalformen zu Annetta zu ziehen sein.
Siett. eniomul. Zeit. 1895 .
207
Eine neue
Epicopeia aus den ßaUakbergen Sumatras.
von Dr. H. Dohru.
Epicopeia Battaka.
Nigra, capite, thoracis coUari, coxis, lateribus segmentonini
alidoniinaliiim, mavginc postico pegmentorum pemiltinii et
Ultimi venlralium, pygidioque toto sangiiincis; alac anticae
griseae, basi tota, vcnis et vittis interpositis pone cellulaui
nigris, posticae nigio-cyaneae, interstitiis venarum excepta
parte costali et niargine exsterno difl'use carneo vittatis, anti-
oaruiii margiuc externo rotundato, postiearuin ante apicem
exciso, postice lobato,
Expansio alarum 104 mill.
Eine ^ erhielt ich von den Battakern am Sinabong
(circa 1300 Meter Höhe). Bei der großen Variabilität der
indischen Arten, namentlich in der Form der Hintcrnügel,
würde ich Bedenken getragen haben, auf ein bisher einzelnes
Weibchen eine neue Species zu gründen, wenn nicht die
lächerl'ürniige fleischfarbene Bemalung der Hinterllügel von
der Fleckenfärbung der bekannten Arten typisch verschieden
wäre. In der Form äimelt mein Thier am meisten der Forin
E- excisa Butler.
Inh alts- Verzeichniss.
Einige neue Luzon-Curculioniden des Museum Tring von
J. Faust. S, 3. — Kleinschmetterlinge der Loreley-Gegend
v(in Pfarrer A. Fuchs in Bornich. S. 21. — Descriptions
(tf ncw species of Phytophagous Colcoptera from the Indo-
and Austro-Malayan llegions by Martin Jacoby. S. 52. —
Küsselkäfer aus dem Malayischen Archijiel von J. Faust.
S. 81. — Reis(!skizzen von Fred. Gudmann in Koj)enhagen.
Ö. 115. — Beitrag zur Kcunlniß der Anlhrihidae von
Dr. K. Jordan, Tring, England. S. 122. — Ueber Agrias-
Arten von Heinrich Riffarth. S. 204. — Eine neue
Epicopeia aus den Battakbergen Sumatras von Dr. H. Dohrn.
S. 207. -^ Inhalts- Verzcichniß. S. 207.
Stett. enioiuul. Zeit. 1895.
Entomologische Zeitung
herausgegeben
von dem
enloiiiolos:i8cliei) Vereine zu Sleltiii.
Pi,e(lac ti on : ^'i Connuission bei den Buch-
r» . ii„: • 1. n i._ ^^ -t j liandl. Ff. Flcisclier in Leipzig u.
Dr. Heinrich Dohni, \ orsitzcnder. p i.,:,ais,wiar * Sni.. in Rpriin
R. Friedläiider & Sohn in Berlin.
No. 7—9. 56. Jahrgang. JuH- September 1895.
Ueber die Hypenodes-Arten
von 7 Carl Reutti in Carls ruhe i. B.
(aus seinem Naclilass verüü'entliclit).
Unter diesen Arten besteht einige Verwirrung.
Dr. Staudinger giebt in seinem Catalog 1871 S. 142
folgende Nomenklatur an:
Genus 301. Hypenodes Gn.
2011. Costaestrigalis Siph. 111. IV. 21, t. 27 f. 772
(1834j; Wd. Ind. 772; Gn. Delt. 42.
Acuminalis Wk. Bresl. Zeit. 1850, 'J\ 5, IG;
HS. G19; Taenialis Spr. geogr. Verbr. IL 24G, 2G5
(certo non Hb. Pyr. 151).
2012. Albistrigatus (Alhislrigatisj Hw. Lep. Br, p, 308;
Wd. Ind. 771 !; Gn. 1. c. ?.
Dr. Herrich-Schiiffer giebt Bd. II S. 442 die Nomen-
klatur wie folgt an:
Genus CXCIV. Cledeobia.
782. Acuminalis m. Deutschi. Ins. — Sppl. 619. —
Cuslaestriyalis Wood 775. — Albistrigaiis Wood
772 gehören beide hierher, keiner zu Schrankia
tnrfoscdis.
Dr. Staudinger führt die von Dr. Ilerrich-Schäller citirtc
Beschreibung und Abbildung der Acuminalis nicht an; sie
befindet sich in Panzer, Fauna insectorum Germaniae, fort-
gesetzt von Dr. Herrich-Sohäirer, Heft 1G3, f. 2, wie ich sie
in meiner „Uebersicht der Lepidopterenfauna des Großhcrzog-
thums Baden" 1853, S. 109 citirt habe. Die Fortsetzungs-
Stett. entomol. Zeit. 1895. ^4
210
hefte von Herrich -SclmiTer 111—190 wareu 1829—1841
erschienen, Heft 1^3 alf-o sclion Ende der 1830er oder Anfang;
der 1840er Jahre. Die Autorschaft des Namens acuminalis
gebührt sonach zweifellos Herrich-Schätrer, nicht "Wocke. Das
Panzersche Werk und die Fortsetzung Heprich-SchäfTcrs fehlte
der Bibliothek Dr. Staudingers 1871, wodurch sich die Ueber-
gehung des Citats im Catalog erklärt. — Mit dieser Abbildung
stimmt genau jener in HS. Sppl. G19 überein.
Die Priorität gebührt aber immerhin den englischen
Namen Cosfaeslngolis und Alhistrigatis oder — wie HS.
schreibt — Albislrigalis, und Staudinger verbessert — Älbi
slrigatus: Slephen's Illustrations erschienen 1827 — 1835,
Haworth's Lepidoptera Brilannica 1803 — 1829, Wood's Iudex
entomologicus 1833 — 1839.
Herrich -Schäffer kannte ohne Zweifel das Wood'sche
Werk und konnte sich ein Urtheil über die Zusammen-
gehörigkeit der Fig. 775 (richtig, wie Staudinger durch das !
andeutet, 771) und 772 erlauben. Aber auch Staudiuger
kannte dasselbe ohne Zweifel, und er trennt die zwei Arten,
Während nun aber Hcrrich-SchäfTer für Fig. 775 — recte
771 — den Namen Coslaestrigalis Wood und für Fig. 772
den Namen Albistrigalis Wood angiebt, ist das bei Slaudinger
gerade imigekehrt, er giebt für Fig. 772 den Namen Coslae-
strigalis Slph. und für Fig. 771 den Namen Albistri-
gatus Hw. an.
Als Cosfaestrigalis galt die deutsche Art. Staudinger
bezeichnet sie als selten im nördlichen und mittleren Deutsch-
land; außerdem in Galizieu, Ungarn, Holland, Belgien, iMiglaud
und im südöstlichen Frankreich — alles übereinstimmend
mit Spejer's Angaben, nur ist das südliche Deutschland weg-
gelassen — , da die Art, wie Spejer auch mittheilt, in Baden
bei Freiburg, Lahr, Karlsruhe gefangen war.
Die Herren Dr. Ad. Speyer und Aug. Speyer, „die
geographische Verbreitung der Schmetterlinge Deutschlands
und der Schweiz^' 2. Th. 1862 S. 256 recipiiten für diese
Art {Coslaestrigalis Stph.) den Namen Taenialis H., auf
Kößler"s Autorität hin. „der auf's Bestimmteste versiciierte, daß
Taenialis H. Pvral. 151 unverkennbar Acuminalis HS. vor-
stelle. Daß Rößler"s Falter wirklich mit Coslaestrigalis Haw.
oder Acuminalis HS. identisch ist, beweist ein uns von Wies-
baden Gesandtes Exemplar". (M. s. die Aum. 286 in Speyer
S. 265/66.)
Dr. Ad. Rößler selbst: „Die Sehuppenflügler des Re-
gierungsbezirks Wiesbaden" 1881 (erste Ausgabe: „Ver-
sion. cu(üiiiol. Zbi(. 180r.
211
zeichniß der Schmetterlinge des Herzogtluims Nassau"-'- 18G6)
sagrS. 124 zu Hijpenodes taenialis H. (Cosfaestrigaüs St.):
^Hübner's Bild 151 kann nach Flügelumriß und Verlauf
der Haupllinien nur diese Art sein. Es ist aber zu hart und
feliltTihm der Schatten am Vorderrand bei Kegiun der dritten
Querlinie. Es hat entweder ein sehr schlechtes Exemplar
oder eine Varietät zum Vorbild gehabt.^-
Dem „ccrto non Hb. Pvr. 151" Dr. Staudiuger's wird
also von Rößler widersprochen. Und doch liat Staudinger recht!
Ich habe in Baden im Verlauf der Jahre diese Art —
ich will sie vorläufig mit dem Cumulativ-Namen aciimiiialis
bezeichnen — an vielen Orten und wohl in mehr als 50
Exemplaren gefangen; sie stimmten alle zu den Herrich-
Schäfler"scheu Abbildungen — weit entfernt von Hübner's
Taenialis F. 151. Die Wood'schen Abbildungen kenne ich
nicht. In hiesigen Sammlungen befinden sich aber von
Dr. Staudinger bezogene Exemplare als Costaestrigaiis Stph.
und als Albistrigatns Hw., die ich alle (mit HS.) für zu-
sammengehörig halte. Die Albistrigatns -Exemplare in der
einen Sammlung (Daub) sind kleiner als die Costaestrigaiis-
Exemplare in derselben und diese auch scliärfer gezeichnet;
bei jenen in der andern Sammlung ist kein Größenunterschied
und scheinen mir umgekehrt die Albistrigatus-'E,xemp\diYe
schärfer gezeichnet zu sein, als die CostaestrigaUs-lEixemTphve.
So mehr oder weniger scharf gezeichnet kommt die Art aber
auch bei uns vor, nur die größere Form erhielt ich nicht.
Auf Anfrage schrieben mir die Herren Staudinger und Bang-
Haas, „es möge richtig sein, daß ihre Jhjpenodes albistrigatns
(von Livonia) die costaestrigalis sind; durch eine zufällige
Namen -Etikette- Verwechslung in der Sammlung sind die
Doubletten auch so vers^andt worden.''
Ich besitze und kenne keine Beschreibung oder Abbildung
von Ilypenodes albistrigatns Hw. Ich habe aber ein von
Frl. Mayer bei Geißlingen (bei Waldshut) gefangenes Exem-
plar, das ich bisher als albistrigatns angesprochen liatlc,
glaube nun aber, daß Hübner's Fig. 151 Pyral. taenialis
meine Art darstellt und beschreibe sie nach meinem badischen
Exemplare:
Ilypenodes taenialis Hb. Spannweite 2 cm, erheblich
größer als costaestrigalis, Vorderilügel breiter, Vorderrand
etwas gebogen, Saum gerader, nicht geschwungen, ohne vor-
gezogene Spitze. Farbe und Zeichnungsanlage der Uypena
rostralis ähnlich, hellbraun, nahe der Wurzel ein dunkles
Fleckchen am Vorderrand, bei etwa 1/3 eine braune, wurzel-
Stett. entomol, Zeil. 1895, 14*
212
>värts liolloi' ungelegte Querliuie erst sautnwäits, duuii mit
scharfer Ecke und mit mehreren Zacken nach dem Innen-
rand lanfend; diesen parallel eine weißliche, wurzelwärls
scharf dunkelbraun, saumwärts leicht braun eingefaßte Quer-
linie bei ^la, von welcher wurzelwärts die Grundfarbe dunkler
bräunlich, saumwärts bandartig heller ist. Der Grund dahinter
wird von einer hellen, nicht scharf begrenzten dritten Quer-
linie durchzogen. Im Mittelfeld unter dem Vorderrand, nahe
der zweiten Querlinie steht ein dunkelbraunes dreieckiges
P'lockchcn, ähnliche kleinere stehen am Saum zwischen den
Rippen. Am Vorderrand befinden sich zwischen der hellen
Begrenzung der zweiten Querlinie und der in der Spitze ver-
laufenden hellen Binde hinter derselben drei weißliche häekchen-
artige Fleckchen. Die Flügelspitze ist nicht getheilt. Die
Fransen sind erst hell, dann dunkelbräunlich, wie die Grund-
farbe. Die Hinterflügel bräunliehgrau mit verloschenem Mittel-
Heck. Unterseile bräunlich, Vorderflügel am Vorderrand
dunkler mit denselben hellen Fleckchen wie oben; Hinter-
tlügel etwas heller, gegen Vorderrand und Saum wenig ver-
dunkelt.
Hübner"s Abbildung ist bunter als mein Thier und weicht
namentlich durch die graue Farbe der Hinterflügel ab. Ueber
die Jlijp. lac'iiialis Hb. ist nach mir gewordener Mittheihing
der Herren Dr. Staudinger und Bang-Haas seither nichts
Corrigirendes veröllentlicht worden. Ich bin der Meinung,
daß meiner Art unbedenklich der Hübner'sche Name iaenialis
gehört.
Socbs neue Ciirciilioiiidcii-GaHuiigeii
hikI
ein neuer Grlochinorliinns.
Von J. Faust.
' Megachirus nov. gen. Megarhininorum i).
Corpus subrhomboidale convexum. Pygidium detectum.
Unguiculi hasi counati. Antennae submedianac funiculo clavuni
Ncr.sus vix incrassato. Segmenta ahdominis quatuor prima
ad latcra truncata, primo posticc medio profunde emarginato,
1) Triyunocvlitles Luc.
Stett üutuiiiol. Zuil. 1»9&.
213
seeundo ((nam (ertid el quiirlo siiniil siimplis paiilo hi'eviorc.
Ca[)ul orbiciilahiin. Ro.slriirn olongalmn eyliiulricurn. Scrobcs
liuearcp oldiqiii maruinem inferiorem oeuli vcr.sus ducti, siibdis
liaud ooiiÜuentes. Protliorax basi apiceque bisioiialus lobis
ocidaribus distinetis. Eljtra protbovace latiora apice fere
conjunctim rolundata, decemstriata. Coxae anticae prope
basin pvostenii insertae contiguae. Processus abdominalis
pafalielus apice subtruncatus, mesosternalis antice verticalilcr
declivis. Metasternum brcve episternis latis. Pedes robusti
lemoribus subtus tibiisquc apice muticis, tarsis valde dilatatis.
Der Fiihlerschaft erreicht in beiden Geschlechtern nicht
ganz das Auge, dieses an den Seiten des Kopfes rund und
flach. Schildchen vorhanden. Deckenaußenrand für den
Episternenkopf etwas ausgeschnitten. Hinterbrust zwischen
den Hüften kaum so lang als der Mittelhüftendurchmesscr,
etwas kürzer als der Abdomiuallbrtsatz breit, dieser schmäler
als die Hinterhüften und Jederseits an der Spitze etwas ab-
gestutzt. Hinterbruetepimeren wenig sichtbar. Trochanleren-
borste vorhanden. Schenkel gekeult, an Länge wenig ver-
schieden, die hinteren den Apex nicht ganz erreichend.
Schienen kräftig, gerade, beinahe so lang als die Schenkel,
an der abgerundeten Spitze kaum erweitert, die Körbchen der
hintersten offen. Tarsenglieder 1, 2, 3 von gleicher
M reite und etwas breiter als die Schiene, 1 und 2
quer und an der Spitze flach dreieckig ausgeschnitten, 3 bis
zur Mitte gespalten, 4 überragt wenig das dritte. Pygidium
ohne Falz für die Decken.
Nach Lacordaire gehört diese Gattung des vorn steil ab-
l'allenden Mittelbrustfortsatzes wegen zu seinen Tru/onocolidc»,
der entwickelten xVugenlappen wegen zu seinen Ceralopides.
Ebenso gut und meiner Meinung nach besser kann man nach
Lacordaire die Ti'iyonocoUdes zu seinen Cnrculionhles phatte
ro(/n(tthes aposlasimcridea und zwar in die Nähe der Nerffio-
pidea und Laemosdcides bringen; wohin meiner Meinung
nach auch die Gattungen J/e/«/?/(/cs, Vhysarclms und Zantes^)
Pasc, gehören.
Megachirus fuscovarius. Rhomboidalis. convexus, nigro-
piceus, squamis tlavescentibus et fuscis variegatim tectus;
rostro dimidio corporis longitudine subrecto, maris pone
insertionem antennarum paruni arcuato, postice punctato-
sulcato, quinquecarinulato: fronte foveola parva impressa;
prothorace transverso conico, antice ad latera contracto, lobo
1) Ann. aud Mag. 1888 p. iU.
Stett. entomol Zeit. 1895.
214
antescutellan postice emargiaato, medio linea vel carinula
obtusa iustructo; scutello ovato; elytris latitiidiue nomiiliil
louuioiibus, autice oblique ampliatis, retrorsim rotimdalo-
augdstatis, maxima latitudine et allitiidine pone basin, i)iinctato-
striatis, interstitiis subplanis; articido secuudo funiculi primo
plus quam dimidio longiore, reliquis transversis. Long. 8,
lat. 4.5 mm.
Redescar Bay (Bi*. N. Guinea) 5 vom Museum Tring
erluilten.
Von der Körperform des afrikanisclien Snphicus varie-
gatus Pasc.i^). Rüssel in beiden Geschlechtern an Lange kaum
verschieden, oben zwischen den Fühlereinleukungeu mit einer
abgekürzten Längsfurche, von hier bis zur Spitze fein punk-
tirt, kahl, glänzend, zur Basis fünfkielig, zwischen den Kielen
])unktirt und mit quer anliegenden gelblichen Härchen besetzt;
beim Weibchen gerade, beim Männchen an der Fühlerein-
lenkuug etwas gebogen. Der kugelförmige Kopf dicht be-
schuppt. Fühlerkeule in der Mitte so dick als die Schenkel-
wurzel, nach beiden Enden zugespitzt und so lang als die
beiden ersten Geißelglieder zusammen. Thorax mit scharf-
winkligen Hinterecken, seine Basis jederseits des für das
Schiltichen ausgerandeten Mittellappens äußerst wenig geschweifi,
seitlich bis zur Mitte geradlinig-, dann gerundet- und vorn
geschweift verengt, die flach gerundeten Augenlappen gelblich
gewimpert, mit dem höchsten Punkte der tlacheu Längs-
wölbung an der Basis, unten neben den Hüften mit einer,
auf dem Rücken mit zAvei verwaschenen bräunlichen Längs-
binden auf gelblichem Grunde, letztere Binden vom Vorder-
rande bis hinter die Mitte reichend. Schildchen weißlich gelb
beschuppt, jederseits durch einen flachen basalen und dunkler
gefärbten Eindruck zwischen den dritten Deckenstreifeu ab-
gehoben. Decken mit schräg abfallenden Schullern, innerhalb
derselben bis Streifen 4 eingedrückt und dunkel beschuppt,
der höchste Punkt ihrer Läugswölbungslinie gleich hinter den
basalen Eindrücken, die Punkte in den Streifen länglich; drei
ungleich große dunklere Makeln zwischen dem ersten und
füniten Streifen bilden mit drei kleineren, gegen erstere nach
hinten verschobenen drei unregelmäßige, unterbrochene und
bis zum Seitenrande reichende bräunliche (^uerbinden, die
breiter sind als die zwischen ihnen liegenden hellen gelblichen.
Unterseite und Beine weißlich, nur die Seiten der Mittelbrust,
ihre Epimeren, die Hintcrbrustepisternen vorn und hinten
0 Jour. Liii. öüc. XIX. 1886 p. 335 Tab. XLI. 1". 4.
Stctt. entomol. Zeit. 1895.
215
dunkler, Abdomen in der Mitte weniger dicht beschuppl.
Die Schuppen sind stabförmig, auf dem Thorax zugespitzt,
aut (Ion Decicen abgestutzt. Die kräftigen Schenkel an der
dicksten Stelle dicker als die Tarsen breit.
,^ Analsegment mit zwei zur Basis niedriger werdenden
Längswülsten aus sehr dicht gestellten abstehenden Haaren.
Sphaeracus nov, gen. Cholininorum Lac.
Coxae auticae quam intermediae fere magis distantes.
Epimera mesothoracis haud ascendentes. Nee prosternum nee
mesosternum canaliculatum. Rostrum elongatum rectum basiu
versus nonnihil crassius (r^). Mandibulae exsertae faleatae
medio acute dentatae. Oculi magni rotundati laterales vix
convexi. Antennae septemartieulatae, submedianae; scapus
oculum fere attingens; articulus primus fuuiculi elongatus-
c'lava elongata biconica articulo primo corneo reliquis lougiorc.
Scrobes laterales recte ad oculorum centrum ducti. Caput
globosum. Prothorax permagnus eljtris latior, basi sub-
bisinuatus apice valde oblique truncatus. Scutellum sat magnum.
Elytra pygidium obtecta, stria nona et decima pone coxas
(onlluentibus. Mesosternum elongatum medio eanalieulatum,
episternis sat latis parallelis, epimeris triangularibus. Processus
abdominalis quam coxis posticis angustior apice utrinque
oblique truneatus. Segmentum primum abdominale postice
emarginatum, secundum tertio et quarto simul sumptis fere
ae(juilongum. Femora haud clavata parum eompressa medio-
criter denlata, duo antiea longiora et crassiora, postica anum
vix superantes; tibiae intus plus minusve bisinuatae, anticae
tantum mucronatae, posticae corbulis apertis. Artieuli duo
primi tarsorum aequilongi et aequiangusti, tertius dilatatus
profundissime scissus, quartus elongatus uuguiculis divaricatis
liberis.
Der gerade Rüssel hat des vorn sehr schräg abgestutzten
Tlioraxvorderrandes und der getrennten Hüften wegen die
Möglichkeit sich an die Brust zu legen. Die Fühlerfurche
läiift parallel zur Rüsselunterkante. Die Vorderhüften sind
nahe dem Hinterrande des Prosternums eingefügt und um die
Rüsselbreite, die mittleren kaum um weniger, die hintersten
um das doppelte von einander entfernt. Hinterhüften durch
die ziemlich großen Epimeren vom Deekcnaußenrande getrennt.
Die Trochanteren ohne Starrborsle. Die drei ersten Tarsen-
glieder gleich lang, das dritte bis auf den Grund gespalten.
Vorderrand des Prosternums sehr kurz gewimpert.
Stett. entomol. Zeit. 1895.
216
Gleiche Rüssel- und Filhlerbildung so'l auch die Gattung
Jloplorhinus^) Clivrl. haben. Ueber die Bewehrung der
Scliieueuppilzen, die relative Länge der Hauchsegmente, die
Länge der Hiuterbrust und die Breite ihrer Episternen ver-
lautet in der Beschreibung letzterer Gattung nichts, dagegen
glaubt der Autor sie zu den Afilliarhitiides Lac. stellen
zu sollen. Wahrscheinlich ist es, daß beide Gattungen zu
einer Gruppe zwischen den Menemachides und Cholidea Lac.
vereinigt werden müssen. Für eine solche Vereinigung könnte
aucli der Umstand sprechen, daß die beiden von Chevrolat
beschriebenen Jloplorhinus- Arten ihm und die vorliegende
Sphaeraciis-Avt mir (letztere als Hoplorhini/s carbonariiis}
von Dejrolle zugegangen sind. Von einer Identität beider
Galtungen aber kann insofern schon keine Rede sein, als bei
der Chevrolat'sclien Gattung die Hinterbeine stärker entwickelt
und kräftiger gezähnt sein sollen als die vorderen.
Sphaeracus carbonarius. j . Elougato-oblongus, convexus,
niger, opacus undique tenuissime coriaceus, supra pubc brevi
nigra, subtus flavescenti band dense obsitus; antennis tarsisquc
rufo-brunneis; rostrum rectum elj'trorum fere longitudine fronte
inter oculos depressa aequilato, basin versus sensim altiore,
(lor.-^o bisulcato et tricarinato, curinis extorioribus tuberculis
parvis remote obsito: prothorace latitudine vix longiore, basi
subbisinuato leviter reflexo, lateribus valde rotundato-ampliato
maxima latitudine postmediana, antrorsim valde angustalo,
confertim punctulato; scutello magno rotundato subilavido-
."criceo-pubescente; ehtris latitudine duplo longioribus pro-
ihorace multo angustioribus, margine exteriore parum retlexis,
convexis, confuse punctulatis; femoribus anticis longioribus
crassioribus subtus dentatis; tibiis anticis intus apicem versus
pilis rufo-flavis, dense ciliatis, tarsis pube longiore obsilis, mcta-
sterno impressione latissima utrinque carina alte elcvata ler-
niinata^ coxis intermediis intus dense ruIb-Jlavido-pubescenlibus.
Lg. 10. lat. 3 mm.
Brasilien. Ein Männchen,
Hoplorhinus carbonarius Devr. i. lit.
Li der Korperform erinnert die Art etwas an schmale
Clierrus- Arien. Von oben gesehen ist der Körper matt
schwarz, nur das Schildchen und die Schulterschwiele dichter,
die Mitte der 'J'horaxbasis undicht mit gelbweißcn seidenartigen
anliegenden Härchen besetzt. Fühlergeißcl etwas länger als
der Schaft, Glied 1 das längste, die drei folgenden an Länge
») Ann. Fr. 1878. Bull. p. CVJll.
Stell, enlomol. Zeit 1895.
217
etwas abnehmend, 4 aber noeh um mindestens ein Drittel
langer als breit, jedes der gleich kurzen letzten noeli so lang
als breit; Keule so lang als das erste Geißelglied und d()p[)elt
so breit als die Geißel, mit der größten Breite etwas vor der
■Mitte, naeh beiden Enden zugespitzt, das erste Glied hornig
und länger als die drei übrigen. Thorax mit der größten
Hreite und höchstem Punkt der Längswölbung hinter der
Mitte, hier um etwa ein Viertel breiter als die Decken, an
der Spitze nur ein Drittel so breit als die aufgestülpte, flach
zweibuchtige, in der Mitte schmäler, au den Seiten breiler
gefalzte Basis, die Hinterecken gerundet eingezogen, die Läugs-
wölbungslinie bis an die halbe Spitzenbreite hinter dem Vorder-
randc ziemlich gleichmaßig, dann schnell nach abwärts gewölbt
und unten abgeschnürt, der Spitzentheil daher gleichsam nach
unten gebogen; Rücken auf der hinteren Hälfte mit einem
nach vorn breiter werdenden aber kaum angedeuteten Längs-
eindruck. Decken mit kurz gerundeten Schultern, nach hinten
sehr wenig verengt, an der Spitze gemeinsam fast halbkreis-
förmig gerundet, ebenso hoch quer, auf dem Rücken aber
kaum längsgewölbt, zur Basis zwischen den Schultern schnell,
hinten lang gerundet abfallend, der feine Außenrand leicht
aufgebogen; die inneren Streifen deutlicher als eingedrückte
unpunktirte Furchen angedeutet als die äußeren. Schenkel
von der Basis bis zur Zahnstelle allmälig und fast geradlinig
verdickt, dann zur Spitze tief geschweil't verengt, der Zahn
der kräftigeren Vorderschenkel kielartig mit einer Buchtung
bis nahe zur Spitze verlaufend. Unterseite wie die Oberseite
sculptirt, nur etwas langer und heller anliegend behaart. Die
Oberseite ist von der Seite gesehen mit kurzen zuges[)itzten
schwarzen und nicht ganz anliegenden, der Spitzentheil des
Thorax mit etwas längeren und aufstehenden Borstenhärchen
besetzt.
Die Rüsselsculptur, die rothgelb bürstenartig behaarten
Mitlelhüften und die breite durch zwei hohe glänzende Längs-
kiele zwischen Mittel- und Hinterhüften begrenzte mulden-
förmige Vertiefung der Hinterbrust sind wohl als Merkmale
des männlichen Geschlechts anzusehen.
Solenobathys nov. gen. Sophrorhinorum Lac.
Rima pectoralis us(|ue ad marginem posticuni coxarum
iutermediarum ducta, hie non, inter coxas anticas et inter-
medias lateribus alte elevato-marginata. Metasternum inter
coxas latitudine coxarum intermediarum longius. Processus
abdominalis latitudine coxarum posticarum aequilatum. Seg-
Slett. entonool. Zeit i895.
218
menluin piinium abdominale posticc Iruncatum, secundum
tcrlio et quarto simiil sunipUs loiigiiis. Femoi-a linearia
uonniliil compressa mulica vel dcntc parvo armata, postica
corporis apicem attingentes; tibiae lineares basi arcuatae.
Pcdes antici maris valde elongati, articulis tarsorum pilis
longis linibiiatis, Reliquum ut in geuere Mechislocero Fauv.
Mit Rhadhiomerus Fst.i) bat die neue Gattung die
linearen Schenkel und Schienen gemeinsam, ist von ihr jedoch
durch längere Hinterbrust, noch breiteren Abdominalfortsatz,
längeres zweites Abdominalsegment, durch den Aedemomis-
artigen Körper und durch den an der Basis auf eine kurze
Strecke nackten Schenkelriicken verschieden,
Solenobathys sollicitus. Elougato-oblongus, paulo do-
pressus, nigro-pieeu,-^ uudique dense cinereo-s(|uamosus, nigm-
variegatus; antennis rufis, articulo tertio tarsorum bruuuoo;
fronte foveola rotunda insculpta; rostro femorum anticorum
aequilongo ($), vel multo breviore (,^), arcuato, a basi usque
ad medium dense punctato et basi ereeto-, maris lafiore et
toto squamoso; antennis in medio ($) vel in tertia parte
antcriorum rostri insertis, articulo secundo funiculi primo
set^quilongiore; prothorace (juadrato, postice parallelo, antice
sinuato-angustato et transversim late impresso, basi bisinuato,
sat fortiter minus dense punctato, punctis squama repletis,
margine autico fasciculoque parvo dorsale utrinque ereeto
squamoso, basi nigro-bimaculato; elytris prothorace latioribus
})arallelis; postice rotundato-angustalis, punctato-striatis, iuter-
stitiis alternis convexis nigro-muricatis et erecto-squamosis,
dorso depressis obscure cinereo-, plaga communi basali cum
scutello utrinque macula mediana nigro-holosericeis; femoribus
libiisquc quatuor postieis nigro-brunneo-maculati?. illis subtus
deute parvo armatis; segmentis tribus ultimis abdominis nigro-
brunneo-, tertio et quarto lateribus cinereo - squamosis.
Lg. 8.2—10, lat. 3.2—4 mm.
Keren (Abyssinien). Von Dr. Steudner gesammelt und
vom Berliner Museum zwei Weibchen eingeschickt. Ein
Männchen von Alitiena (Abyssinien) in meiner Sammlung.
Unsre Art muß dem mir in natura unbekannten Aedemonus
ctninenfcpunctatiis Bob. vom Kap der guten Hoffnung, der
nach Lacordaire einer anderen Gattung (wahrscheinlich
Snlonobafhiis') angehört, sehr ähnlich sein, sich von ihm aber
durch die tiefe punktlörmige Stirngrube, schmälere Decken,
») Stett. cnt. Z. 1892 [>. 215.
SteU. eotomol. Zeit. 189&.
219
den miückiclten fasoikiilirteu Thorax mit 8clir kurzen schwarzen
Hasahiiakehi, ferner diireh die schwarze Basahnakel aul' den
Decken unterscheiden lassen.
Jeder Punkt der Ober- und Unterseite trägt eine kleine
coüvexe Schuppe; die übrigen den Körper bedeckenden,
etwas übereinander greifenden Schuppen sind klein, nicht
ganz rund und lassen die Oberseite etwas rauh erscheinen.
Die auf der Oberseite etwas dunklere Schuppenfärbung läßt
die schwarzen Makeln auf den Decken weniger scharf her-
vortreten, umsomehr als die Makel auf jeder Decke zwischen
den Streifen 1 und 5 nicht scharf umgrenzt und die Decken
sonst auch mit unregelmäßigen schwärzlichen Punktmakeln
bestreut sind.
Geißelglied 2 um mindestens die Hälfte länger als 1,
die übrigen an Länge allmälig abnehmend, 7 noch so lang
als breit. Fühlereinlenkung beim Männchen im Spitzendrittel,
beim Weiltchen in der Mitte des Rüssels. Der Thorax mit
flachem Rücken, bis zur Mitte parallelen Seiten und hier mit
einer Gruppe abstehender heller Schuppen, dann geschweift
verengt, der Vorderrand halb so breit als die Basis, diese bis
zu den Hintereeken mit einem Falz, die bis zur Mitte gröberen
Punkte etwas größer als die Räume zwischen ihnen, die auf
der Spitzenhälfte feiner und weitläuiiger, der breite Qiier-
eindruck hinter der Spitze ziemlieh tief. Das Schildchen
ebenso wie seine Umgebung zwischen den ersten Punktstreifen
sammetschwarz. Decken höchstens um ein Viertel breiter
als der Thorax und doppelt so lang als breit, die Schultern
kurz schräg gerundet, bis zum Spitzenviertel kaum verengt
und fast ohne Längswölbung, die hintere Schwiele durch
einen Ilachen Eindruck angedeutet, die Punkte in den Streifen
kleiner und flacher als die auf dem Thorax, die flachen
Spatien weitläufig einreihig, die gewölbten (von diesen das
vierte hinter der Basis abgekürzt) dichter und unregelmäßig
punktirt; jedem dieser Punkte, von denen die auf den ge-
wölbten Spatien au der Spitze kleiner Körner stehen, ent-
springt eine dicke helle oder dunkle aufstehende Schuppe.
Hinterbrust, Abdomen und Beine undicht punktirt, jeder Punkt
mit einer schmalen Schuppe oder Borste.
Solenobathys strenuus. $. Oblongus, niger, undique
dense llavo-cinereo-scjuamosus, nigro-brunneo-signatus; antennis
rufis, rostro antice rufo-brunneo; fronte foveola rotnndaia
vage impressa; prothoracc quadrato intra aplcem subito eon-
tracto, margine antico medio purum emargiuato, punctis
minoribus squama rcplctis remote obsito, medio carinida
SteU. entomol. Zeit. 1895.
220
squamosa praedito, subtus hitoiibiis vitta iisqiic ad elytroniui
medium hinc oblique sutiiram versus diicta, dorso maculis
duabus busalibus ut sculello uigro-brunneo-squamoso; ehiris
remote punclato-striatis, interstitiis dorsalibus aUernis clevalis
iiec uon squamis erectis subuniseriatim obsitis: corpore subfus
pedibusque remote punctatis; fcmoribus muticis duobus
posterioribus extus macula tibiisque omnibus prope basin
annulo nigro-bruniieo-signatis. Lg. 8, lat. 4 mm.
Elmina.
Ehvas kürzer als der vorbergeheude. Rüssel wie bei
jenem von der Fübiereinienivung ab bis zur Si)itze nackt, fein
und spärlich puaktirt. Geißelglied 2 nur um ein Drittel
länger als 1. Thorax bis vor die Mitte parallelscitig, hinter
der Spitze ohne Quereindruek, sonst wie bei sollicitus am
Vorderraude und seitlich am Anfang der Verengung mit ab-
stehenden hellen Schu})pen. Die Decken sind kürzer als bei
der letzteren Art. die Spatien nicht tuberkulirt, die Pimkle in
den Streuen nicht kleiner als die auf dem Thorax und bis
zur Spitze hin gleich klein. Die von oben nicht sichtbare
dunkle Seitenbinde auf dem Prosteruum setzt ^^ich auf das
achte und neunte Deckenspatium bis zu den Hinterhüften fort
und erweitert sich hier zu einer den zweiten Punkistreifen
erreichenden Schrägbinde. Das ganze Abdomen ist bis auf
die Seiten der vier ersten Segmente und bis auf die I>asis
des ersten dunkel beschuppt.
Sclerolips nov. gen, Cryptorhynchinorum.
Rostrum elongatum arcuatum depressum. Antennae posl-
mcdianae, scapo oculum attingente, funiculi articulo secundo
eloügato, clava ovata articulata. Prothorax basi bisinuatus,
apice nonnihii prod actus. Rima pectoralis post coxas anticas
jugo elevato mesosterni terminatus. Scutellum rotundatum.
Elytra prolhorace latiora ad latera parallela, stria dccima
pooc coxas evanescente. Femora dentata antica reliquis non-
nihii longiora, sublinearia, parum compressa^ subtus in medio
dentata; tibiae basi arcuatae, compressae, apicem versus an-
gustatae. Reliquum ut in genere Blepiarda Pasc.
Hinterbrust zwischen den Hüften so lang als der Mittel-
hüftendurchmesser. lutercoxalfortsatz des Abdomens oval.
Bauchsegmeut 2 so lang als 3 und 4 zusammen. Der Rüssel-
kanal reicht ebenso weit und ist hinten ebenso begrenzt wie
bei Blepiarda, Euthyvhinus, Chaetecfetonis und Syrofelus
Pasc.i). . Von den beiden ersten Gattungen unterscheidet sich
') Journ. liin. Soc. 1873 p. 38.
Stett. entomol Zeit. 1895.
221
die neue durch deu hinter den Hillteu luideuüichen zeiiuten
Punktstreifen und durch die Decken, die breiter als die Tliorax-
basis sind, von Chactectelorus durch gezähnte Schenkel, von
allen dreien durch gebogenen Rüssel, von Syrotelus Pasc,
mit gebogenem Rüssel hauptsächlich durch breitere Decken
lind kürzere Hinterbrust,
Sclerolips sticticus. Elongato-quadratus, convexus, sat
dense ochraceo-squamosus, supra subalbido signatus; antennis
rufis; fronte convexa cum basi rostri subalbido-el nigro-
squamosis; hoc maris obsolete tricarinulato; prothorace trans-
verso maxinia latitudine mox ante medium, margine autico
nigro-bifasciculato, vitta mediana albida ante medium abbreviata
et fasciculo nigro tcrminata, utrinque nigro-punctato; scutello
magno rotundato albido; elytris latitudine longioribus, humeris
rotimdato-rectangulatis, maxima altiludine ante medium, seriatim
puuctalis, punctis unisquamosis, interstitiis subplanis, secundo
suturaque ex parte crista e squamis erectis nigris praeditis;
pedibus maxima parte nigro-squamosis. Lg. 5.5 — 7.5, lat.
3 — 4 mm.
Perak.
Diese mir von verschiedenen Seiten i) zugegangene Art
hat im Habitus Aehnlichkeit mit VereUosus arklus'^) Pasc.
Der gewölbte Kopf ist größtentheils weiß beschuppt mit
zwei schwarzen, von einigen w^eißen Schuppen durchsetzten
und auf der Stirne sich vereinigenden Längsbindeu. Thorax
von der breitesten Stelle (etwas vor der Mitte) nach vorn
schnell gerundet zusammengezogen und au der Sj)i(ze höchstens
ein Drittel so breit als die Basis, zu dieser hin ilach gerundet
und wenig verengt, die Hinterecken nicht scharf, der Rücken
flach quer und längsgewölbt, zerstreut punktirt, die Punkte
neben der weißen Mittelbinde mit einer kleineren schAvarz-
brauneu, die am Seitenrande mit einer größeren, von ihrer
Umgebung nicht verschieden gefärbten hellen Schuppe. Decken
kaum um die Hälfte länger als breit, bis zum Spitzendrittel
parallelseitig, hinten gemeinsam gerundet, in den gerundeten
Schultern breiter als die breiteste Stelle des Thorax, ihre
Längswölbungelinie an der Basis schnell und schräg bis vor
die Älitte ansteigend, von hier bis zur Spitze flach schräg
abfallend, hinten vor der Spitze beiderseits deutlich ein-
gedrückt, fast doppelt so hoch quergewölbt als der Thorax,
der Rücken zwischen, vor und hinter den Erhabenheiten auf
*) U. A. auch vüvu Dresdner und Triug' Museum.
2) Joui-n. Lin. Soc. 1871 p. 184 tub. VIII. f. K).
Stett. entomol. Zeit. 1890.
322
Spatium 2 weiß gefleckt, auch am Seitenrande mit kleinen
weißen Schuppenilecken; die Spaticn 1, 3, 5 auf der liinteren
Hälfte etwas gewölbt und einreihig mit sehr weitläufigen
schwarzen Borstenschuppen besetzt, die Schuppe in den
Punkten der inneren Reihen schwarz, in denen der äußeren
mit der Umgebung gleichfarbig. Die ganze Obei'seite von der
Seite gesehen wie auch der Schienenrücken rauh. Unterseite
einfarbig, die Vorderbeine fast ganz schwarz, die vier hinteren
mehr ocherfarhig und weiß gesprenkelt beschuppt.
Das Männchen ist vom Weibchen nur durch den an der
Hasis deutlich gekielten und liier von der Seite gesehen flacli
ausgebuchteteu und von der Fühlereinlenkung bis zur S])itze
punktirten Rüssel zu unterscheiden.
Cryptocordylus nov. gen. Sphenophorinoruni.
A genere Ichihyopisihen Auriv. femoribus anticis in
utroque sexu quam intermediis longioribus, tibiis omnibus
arcualis, segmeuto anale apice elevato-marginato, articulo
septimo funiculi tornato-conico antice rostri apice angusfiore,
apice oblique truncato, clava immersa a latera inspecta haud
conspicua, elytris opacis diversus.
Die von der Seite unsichtbare Keule hat unsre Gattung
mit Cyrtopistheu Auriv., Conopistheu Fst. und Achents^)
Roelofs, den drehrunden Querschnitt des siebenten Gcißel-
gliedes mit den beiden letzteren gemeinsam.
Zu der neuen Gattung gehören sehr wahrscheinlich
Oxyopisthen lineaaiba Tlioms. und vittatum Roelofs, beide
^) Not. Leyd. Mus. 1891 p. 173. — Ich besitze ein weibliches,
mir von Roelofs als Ackcrus »ü/rirans var. bezeichnetes Stück mit
rothcn Schenkeln und dünnem, geradem Rüssel. Der Autor beschreibt
loc. c. p. 174 das ]\Iännchen (nicht das Weibchen) mit schwarzen
und loc. c. 1892 p. 37 das Männchen der Varietät mit rothen Schen-
Icoln. Charakteristisch für die Gattung ist der nicht abgeküiv.tc zehnte
Deckenstreifen, das fehlende vierte Tarsenglied, die Form des siebenten
Geilklgliedes imd die letzteres Glied nicht übori'agende Keule. Das
siebente Geißclglied hat nämlich einen nahezu kreisförmigen (Quer-
schnitt, ist verkehrt kegelförmig, an der Spitze schräg abgestutzt,
letztere etwas vertieft und mit weißlichem Toment ausgefüllt. Wenn
Roelofs Ausdruck „los jambes ont de petites cötes clavces" zutrelVcnd
ist, so weichen die Schienen meines rothschenkligeu Stückes, das ich
femoralis genannt, dadurch ab, daß sie neben und parallel dem Unter-
niude eine Hache, unpunktirte, durch einen feinen Kiel begrenzte
Furche, sonst nur dichte Reihen weißer Tomentpunkte zeigen. Zu
bemerken wäre noch, daß beim fcmorfilis-Weibchcn die Mittelschiene
mehr, die vordere xuid hintere kaum gebogen ist, daß die vier Vorder-
schcnkel näher der Mitte, die hintersten näher der Spitze gezähnt,
und die Fühler mit weißlichen Tomeutpunktcn besetzt sind.
Sieft. cntninol. Zeit. 181.'..
223
mit (bis auf die glänzenden Schultern) matten Decken.^ dem
an der Spitze erhaben gerandeten Analsegmeut und mit dem
verhäituißmäßig dünnen, drehrunden siebenten Geißelgliede;
letztere beide Arten wurden übrigens bereits von Aurivilliiis
in OelVes. Vet. Akad. Förh. 1891 p. 3G8 unter genus novum?,
also als von Ichihi/opislhen verschieden, von Roelofs aber in
Not. Levd. Mus. 1892 p. 34 wieder als Ichthyopisthen Arten
angesprochen.
Cryptocordylus quadrimaculatus. Elongatus, nigcr, nitidus;
tibiis anticis apice rufo- brunneis, nonnunquam femoribus
brunnescentibus; elvtiis opacis (humeris exeeptis) rufo-quadri-
maeulatis; prothoraee basi vittaque lata laterali, pygidii vittis
duabus, corporis vitta laterali epimera mesosterni et episterna
metathoracis etiam latera segmenti primi abdominalis tegente,
niacula in angulo postico metathoracis, altera basali laterali
in segmeuto anale prostcrnoque medio dense albido-tomen-
tosis; antennis rostro muUo brevioribus articuio ))rimo l'uniculi
secundo brcviore, septimo rotundato conico quatuor praece-
dcntibus aequilongo, clava a latere inconspicua; prothoraee
subcylindiico dense punctato; scutello parvo rotundato, nigro,
nitido; elytris prothoraee nonnihil longioribus apice truncatis,
punctato -striatis, dorso nonnihil depressis, interstitiis planis
alutaceis, uniseriatim remote punclulatis; pygidio acuto-
triangulare punctato, tricarinato, carina media postice alte
elevata, a latere conspecta supra parum sursum flexa, apice
subtus emarginata; femoribus dentatis.
,j Femoribus Omnibus tibiisque duabus anticis subtus
dense ciliatis, metasterno segmentoque abdominale primo medio
longitudinaliter impressis.
Zwischen dem Stanley-See und Lukolete gesammelt.
Rüssel so lang als Kopf und Thorax zusammen, stark
gekrümmt, spärlich und fein, beim Männchen etwas deutlicher
punktirt und seine Spitze breiter als beim Weibchen. Geißel-
glied 2 das längste und etwas länger, 3 das kürzeste und
etwas kürzer als breit, 7 so lang als die vier vorhergehenden.
Kopf fein und mäßig dicht punktirt, zwischen den Augen mit
einem lanzettförmigen Eindruck. Thorax reichlich zweimal
so lang als breit, bis zur Mitte parallelseitig, dann zur Spitze
allmälig und gerundet verengt, letztere etwas breiter als die
iialbe Basis, der Vorderrand in der Mitte flach ausgerandet,
die Basis jederseits schräg fast abgestutzt, die Ilintcrecken
etwas eingezogen, unten und an den Seiten grober und dicht,
auf dem Rücken etwas feiner, am Vorderrande sehr fein
und spärlich, eine vorn und hinten abgekürzte Mittellinie gar-
S(eU. entomol Zeit. 1895.
224
nicht pimktirt; die brcsite seiüiclie weiße Tomentbinde ist zur
Spitze verengt, von oben ganz sichtbav, fein und spärlich
punktirt, zwischen beiden Binden mit einer ebenso gefärbten
mitunter die Tlioraxmitte erreichenden Tomentniakel, die mit
ersteren ganz oder nur theilweise zusammenhängt. Decken
um etwa zwei Fünftel länger als der Thorax, die Punkte in
den leicht vertieften Dorsalstreifen feiner und undichter als
die in den seitlichen ; von den beiden rothen Makeln auf
jeder Decke liegt die vordere kleinere und viereckige bald
hinter der Basis zwischen den Streifen 3 und 6, die hintere
von der Naht nach außen und hinten schräge dicht hinter der
Mitte zwischen den Streifen 1 und 6. Das Pygidium zeigt
in beiden Geschlechtern gleiche Sculptur und gleiche Form;
von oben gesehen ist es scharf keilförmig mit dornartig aus-
gezogenem Mittelkiel wie bei den Oxyupisthen- Arien, nur ist
dieser Kiel un(en an der Spitze tief ausgebuchtet. Hinter-
bvust und Abdomen sind in der Mitte spärlicher und feiner,
die zwei Vorderschenkel etwas dichter als die übrigen, die
Körperseiten gleich grob, die Vorderbrust am dichtesten
punktirt.
f^ Vorderschenkel ohne deutlichen Zahn, alle aber wie
die Vorderschienen mit längeren gelben Haaren dicht gefranzt.
Bis auf die vier rothen Deckenmakeln ist unsre Art dem
0. vitlütum R. und Ihieaalba Thoms., der fehlenden weißlichen
Deckenmakol wegen dem riilatum sehr ähnlich, kann aber
schon deswegen nicht als eine Abänderung dieses aufgefaßt
werden, weil weder die Punkte auf dem Thorax noch die in
den Deckenstreifen mit weißlichem Toment ausgefüllt sind.
Das in beiden Geschlechtern unsrer Art gleich gestaltete
Pygidium läßt darauf schließen, daß die beiden andern Arten
gegen die Ansicht Roelofs spezitisch von einander ver-
schieden sind.
Symmorphorhinus nov. gen. Litosominorum Lac.
Corpus angustum modice convexum. Rostrum longum
rectum, tenue, cyliudricum maris basi supra abrupte in-
crassatum. Autennae elongatae rostro breviores ipse anle
oculüs insertae, scapo iuniculo breviore, articulo septimo i'uni-
culi elongato pedunculato haud compresso, dava ovata spon-
giosa. Oculi supra distantes, subtus fere contigui. Caput
globosum. Prothorax basi apiceque truucatus, gula sat pro-
funde excisa et limbriata. Scutellum acuminatum. Elytra
prothoraee nonnihil angustiora apice Iruncata i)ygidium haud
obtegentes, decemslria(a. Stria decima haud abbreviata. Pedes
Stell. cnloiiKil. Zeit. 1895.
; 225
eloimali, untico longissimi; Icmoia mulicu, <|iiatuor postit-a
paiilo inerasisala, duo ultima apicem oorpovi.s supenuites, duo
antica lineares; tibiac lemoribus brcviores, suicatae et carinii-
latae; articulus priimis tar?oriim anticonim veliquis niiuime
aequilongus, terlius dilatatus liaud bilobatiis; iinguiculi liberi.
Reliquum ut in genere Eugnoristus Scliöulieni.
Ungeachtet der basalen Fülilercinlenkung sowie der ge-
furchten, gekielten und an der Spitze zweihakigen Schienen
wie bei Eugnoristus gehört die neue Gattung der neben-
einanderliegenden, s])itz vorragenden Mandibelu sowie der ver-
längerten Beine wegen zu den Lifosomides Lac. Von den
drei zu dieser Gruppe gehörenden Gattungen Litosonius,
Toxorhinus und Auloiiopls unterscheidet sich Si/tiiinor pliorh iuus
hauptsäclilicli dui-ch den geraden cylindrischen Rüssel, die an
der Küsselbasis eingelenkten Antennen und die breiter ge-
lrennten VorderhüCten, von Äutonopis ^) Pasc, noch durch
liinter den Augen nicht verlängerten Kopf, durch an der
Spitze ganzrandiges drittes und sehr viel längeres erstes
Tarsenglied.
Der in der Breite des Fortsatzes zwischen den Vorder-
hüften ausgeschnittene Kehlrand gestattet dem Kopf mit dem
Ilüssel eine freiere Bewegung in senkrechter Richtung.
Symmorphorliinus bilineatus. Elongato-oblongus, uiger
supra opacus subtus elytrorumque liueis duabus plerumque
medio interruptis sat dense subalbido-squamosus; antennis
obscure brunueis; rostro cjhndrico recto eljtrorum longitudinc;
articulo secundo funiculi septimo aequilongo; protliorace
obovato maxima latitudine post medium, apicem versus magis
rotundato-angustato, basi elevalo-marginato, intra apicem con-
stricio convexo, densissime punctalo, dorso antice linea lon-
gitudinaliter obsolete impresso; elytris paulo minus convexis
protliorace angustioribus, retrorsim gradatim parum angustatis
acute punctato-striatis, interstitiis plauis punctis sat magnis
sed vadosis dense uniseriatis, quarto usque ad declivitatem
posticam dense albido-squamosis; pygidio declive dense
punctato utrinque squamis albidis adsperso. Lu. 4 — 8, lat.
1.1-2.2 mm.
Madagasear.
Auf der Unterseite ist der Hinterrand der Vord(M-brust,
der Vorderrand der Miltelbrust, ein Streifen der Hinterbrust
') Jouni. Lin. Soc. 187:5 i'. 75. lab. IV. f. KJ, 10a. Außer
dieser Gattung giebt es unter den L'tiUtudiiiwn \m jetzt nur udcli zwei
mit hinter den Augen stark verlüngerttni K(j[jl', uänilicli Cunnvfphahis
S(;li. und Cylindrocyla Fst.
Sictt enlomol Zeit. 1805. J^5
226
neben dun Episleriicii, das vordere Drittel der letzteren und
eine Qnerbinde auf jedem der drei letzten Bauehsegmente
kahl, von den übrigen Tlieilen die Hinterbrust in der Mitte
am wenigsten dicht gelblich weiß beschuppt. Hinterbrust mit
zwei parallelen den Vorderrand nicht erreichenden, am Hinter-
rande sich aber vereinigenden eingeritzten nackten Längs-
linien und jederseits mit einer schräg nach innen gerichteten
und kürzeren vor den Hinterhüften. Schenkel nicht dicht,
zur Spitze dichter punktirt, jeder der Punkte mit einer kleinen
Schuppenborste, der Rücken der hinteren mit etwas abstehen-
den, der zwei vorderen mit anliegenden weißHchen Schuppen
besetzt; Scliienenrückeu mit einer feinen Furche und zwei
Kielen, jede der Seiten mit zwei punktirteu Furchen und
einem Kiel, die Kiele auf einer Seite mit einer Reihe weiß-
Mcher Scluippenbörstchen, unten mit einer Reihe sehr kleiner
spitziger und eine kh;ine Borste tragender Körnchen. Drittes
Tarscnglied quer dreieckig mit abgerundeten Ecken, das
zweite beim Weibchen an allen Beinen, beim Männchen an
den vier hinteren das kürzeste, das erste und längste an den
vier Hinterbeinen so lang, an den zwei vorderen länger als
die übrigen zusammen. Decken reichlich zweimal so lang
als breit, an der Basis schräg und wenig verbreitert mit ab-
gerundeten Schultern, hier schmäler als die breiteste Stelle
des Thorax, nach hinten geradlinig aber wenig verengt, die
Spitze gerade abgestutzt mit abgerundeten Außenwinkeln,
Rücken bis zum Si)itzenviertcl ohne Längswölbung, dann
gerundet abfallend, die Punkte in den Streifen etwas größer
und tiefer als die auf den Spalien, das vierte von der Basis
bis zur Höhe der hinteren Schwieleustelle, meistentheils in der
Mitte unterbrochen, dicht beschuppt. Thorax länger als breit,
an den Seiten gerundet, mit der größten Breite zwischen Mitte
und Basis, zu dieser hin kürzer und weniger verengt als
zur halsförmig abgeschnürten Spitze, diese nur halb so breit
als die Basis, der Rücken Jängsgewölbt und höher liegend
als der Deckenrücken. Rüssel so dick als Geißelglied 7 an
der Spitze, der des Männchens oben körnig punktirt und mit
einer aufgesetzten beborstelen Erhöhung, die kürzer als breit
und in der Mitte tief gefurcht ist und deren Furchenkanlcn
<'twas lappenfürmig nach oben gezogen sind; beim Weibchen
ist der Rüsirel glänzend, unpunktirt und die basale Erhöhung
ist auf zwei spitze Körnchen reducirt, die scheinbar aus der
grob punktirteu Slirne hervorragen. Fühlerschaft an der
Spitze leicht gebogen, nicht dicker als die sechs ersten Geißcl-
glieder und wie diese an der Spitze schwach knotig, Geißel-
Slclt. enlümol. Zeit. 1895.
227
glied 1 auriinglicli cyliudi-isch, daiiu zur st-hiäg abliest iiUlfii
Spitze kegelförmig erweitert; die Keule länger als dick, oval,
zugespitzt und hinter der Mitte noch etwas dicker als Geißel-
glied 7 an der Spitze.
Die Gescldechtsunterschiede sind hier stärker ausgeprägt
als bei Enfjnorislns nionachus'^) Oliv., indem der niänniiclic
Rüssel oben zweireihig fein granulirt, das erste Vordertarsen-
glied um die Hälfte länger als die drei folgenden und wie
das zweite unten fein, etwas zottig behaart ist. Heim Weibchen
sind die beiden Hornhacken an der Spitze der zwei Vorder-
schienen besonders kräftig entwickelt.
Glochinorhinus Cooki. Oblongus, niger, opacus, dense
cinereo-squamosus; vertice ccnvexo; prothorace antiorsim
rotundato, maxima latitudine post medium, dorso ncc tuber-
culato nee carinato, punctis vadosis impresso; elytris dorso
seriatim punctatis lateribus foveolatis, basi transversim pro-
funde impressis, interstitiis quatuor internis inaequaliter gra-
nulatis. Lg. 11.5 — 15, lat, 3.8 — 5 mm.
Cooktown.
Diese hübsche Art ist von Doiibledayi Watrh. haupt-
sächlich durch die feine Sculptui- der Oberseite zu unter-
scheiden. Von den beiden Längseindrücken auf dem Thorax
des JJoiiblcilaiji, die hinter dem Vorderrande besonders tief
sind und den Mittelkiel tiankiren, wie auch von den groben
Körnern an den Seiten ist bei der neuen Art keine Spur,
von dem Mittelkiel liöehsteas am Vorderrande eine Andeutung
vorhanden. Der Thorax des Cooki ist ziemlich gleichmäßig
gewölbt, äußerst fein lederartig gerunzelt, auf dem Rücken
durch von vorn eingestochene Punkte dichter reibeisenartig
punktirt; diesen Punkten entspringt ein beinahe anliegendes
schwarzes, den von einander sehr entfernten der Seiten ein
gelbgraues Härchen. Auf den Deckenspatien 5 bis 9 sind
weder Körner noch Tuberkel vorhanden, auf Spatium 2 da-
gegen stehen zwei kammartige Erluiliungen an derselben Stelle
wie bei l)oubl('d(iiji, nur sind sie aus kleineren Körnchen
zusammengci-etzt und der hintere Kamm ist nicht unterbrochen;
Spatium 3 zeigt neben dem vorderen ein, neben dem hinteren
drei und 4 eine ganze Reihe von kleinen Körnern, während
diese auf 5 nur durch von hinten eingestochene IJorstenhaare
*) Nach I.acordairo liegt der Uiiterdchied beider ücschlechler
inu" in der wenig verschiedenen RiissclUingc. Ein entschieden siclieres
Merkmal bieten aber die Krliöluing an der Riisselbasis, die beim
Männchen reichlicli so lang, l)eim Weibchen nur iialb so lang als breit
ist, sowie die beim Männchen etwas längeren Vorderbeine.
SieU. enloraol. Zeit. 183Ü. 15«
228
angedeutet t^ind; durcli das güiizliche Fehlen der Köinergnippc
auf der liinteveu Schwiele erscheint diese auch viel weniger
erhaben als bei der Waterhouse'schen Art.
Bei beiden Arten ist die Bildung der Beine, des Rüssels,
der Fühler, die Färbung der drei mittleren Bauehsegmente
und der Unterschied der Geschlechter gleich; die drei Bauch-
segmente zeigen zwei breite nackte Längsbiuden und an den
Fühlern ist Geißelglicd 2 länger als 1 und etwas kürzer als
das verkehrt kegelförmige, gestielte und an die Keule ge-
schlossene Glied 7, das von Lacordaire als erstes Keulenglied
angesprociien ist.
Reiseskizzen
Von Dir. Seitz, Frank liirl a. M.
IV.
Treze-de-Maio.
Es mag sonderbar erscheinen, daß ein Datum zugleich
Scliini])lwort ist; aber in Amerika ist Manches möglich. Der
13. i\lai ist nämlich der Tag, an dem im Jahre 1888 die
Freiheit aller Sklaven von der brasilianischen Regierung
decretirt wurde; ein Akt, verkehrt genug, um den wackligen
Kaiserthron umzuwerfen. Die Sklaven, die meist keine Ahnung
davon hatten, daß ein freier Mensch auch wenigstens etwas
arbeiten müsse, um nicht zu verhungern, durchzogen nun
nach ihrer Befreiung das schöne Land Brasilien, und da
ihnen Speise und Trank nicht in den Mund wuchsen, so ver-
schafften sie sich dieselben auf andere Weise, die mit den
Bestimmungen des Strafgesetzbuchs wenig harmonirte.
Solche jMenschen nannte man, nach dem Tag ihrer Ent-
stehung, Treze-de-Maio's. Es braucht wohl nicht besonders
betont zu werden, daß es zu jener Zeit, wo solche Horden
die Wälder durchzogen, keine reine Freude war, Schmetter-
linge zu fangen, besonders in abgelegeneu Gegenden. Da ich
damals in Brasilien weilte, so beschränkte ich meine Sammcl-
thätigkeit mehr auf die Umgebung der großen Städte, die
dem Entomologen immerhin Stoff genug liefert.
Arn 13. Mai 1888 selbst aber befand ich mich in
Bahia, oder San Salvador de Bahia de todos os Santos, wie
die Stadt vollständig heißt. An diesem Tage brauchte man
Sicll. cnloiiiol. ZcU läOS.
229
ilic Trozc-de-McUu's nicht /,u lÜrcliU-ii, (Iciiii die, wcb/lic ca
L'bon aeworden waren, waren inelii- geueiii,!, jedem Erden-
wanderer um den ilalo zu lallen, als ihn zu bei'uuben: erst
spätei- wurden sie echte Landstreicher, und ihi" Name gleieh-
liedeulend mit „Lump".
Ich war am Morsen des denkwUrdio-en Taoes von Rio
in Bahia eingetroffen utid hatte Mühe, schnell aus dem
S[)ektakel der aufgeregten Stadt ins Freie zu kommen. An
der Stelle, wo ich landete, liefen mächlige Onisct/s, von der
Größe unsier Garneelen an den Quadern des Kai umher und
ein spitzdügliger Seeranbvogel — vermuthlich Nauclenis —
schwebte in zahlreichen Exemplaren über dem Hafen. Einige
Libellen, die es in Bahia zu Milliarden giebt, umschwebten
schon meinen Kahn vor dem Anlegen und eine Ilesperide
mit langem Schwalbenschwanz schnellte mehrfach über meinen
Kopf liinweg. Es war eine (ioiiiuris oder Eudcimus, in
welche Gattung Watson durcii seine Hesperiden-Arbeit in den
i'roeeedings (Jan. 180:^) die langsehwänzigen Tliymdc Kirby's
einreiht. Ihr Flug ist nl)eraus rapide, schnurrend mit nur
kurzen Intervallen; saugend aber wird das wenig scheue
riiier leicht gefangen.
Man mag sich glüeklicii schätzen, wemi Bahia die erste
Stadt ist, die man von Brasilien zu sehen bekommt, da die
Herrliehkeil dieses Wunderlandes uns dort gänzlich unvor-
bereitet überrascht. In der nächsten Umgebung der Bai ist
niimlich die Küste wenig schön, steil und hoch, an manchen
Stellen schroff und zerklüftet. Zu Fuß m der anstrebenden
Felsparthie dehnt sieh schmal, bandartig eine Art von Düne;
dürftiges Gestrüpp und wenig Bäume bilden hier unten die
Vegetation. Nur aus einer Entfernung von mehreren Minuten
gewährt der Ausblick eine Uebersicht auch über die Ober-
.stadl, die mit ihrem prachtvollen Grün, ans dem villenartig
die weißen Häuser hervorschauen, oberhalb des Dünenviertels
sich hinzieht; der Genuß aber, diese Sehöidieit im Einzelnen
erblicken zu kiinnen, bleil)t dem yVnkümmling vorbehalten,
bis er noch eine kleine Reise hinter sich hat.
Langt man am Ufer selbst an, so sieht man nichts mehr
von dem schönen Bilde, Die hochgebauten Comptoirhäuser
reihen sich, eine lange Hauptstraße bildend, aneinander, und
fast nichts, das den Entomologen interessireu könnte, verirrt
sich in diesen Theil der Stadt, in die sogenannte Praia, in
der 'das Geschäftsviertel gelegen ist.
So schnell als möglich durchkreuzte ich dieses öde Revier
und trat in eine Halle, in welcher sich der Aufzug belindet.
Stett eutomol. Zeit 1»95.
230
Dort setzte ich mich in den Kasten, der etwa die Grüße
einer Kiit?clic hat; die Lichter wurden angesteckt und (Vn-
Falirt hcgann — senkreclit aufwärts.
Naclideni der Weg von immerhin einigen liundert Fuß
.so zurückgelegt war, blinkte das Tageslicht wieder. Jetzt
erst sieht der Ankömmling, wenn er den Aufzug verläßt, daß
er in Brasilien ist. Vor ihm dehnt sich ein wundervoll
grüner Platz. Herrliche Bäume erglänzen im Schmucke
scharlachrothcr Blüthen; an den Gittern der umgebenden
Gärten ranken sich großblumige Aristolochien und gelbe Com-
positen zeigen dem Lepidopterologen sofort, wohin er sich
zunächst zu wenden hat.
Auf den freien Plätzen Bahia's fliegt im Mai ganz be-
sonders häufig eine niedliche Arctiide, J)eiopeta ornalri.v.
Sie erinnert sehr an große Stücke unsrer pulchella, doch sind
die Vordertlügel nur am Saum gezeichnet, in der Mitte aber
weiß, mit ganz schwachem rosenfarbuem Hauch. Dieser
Hauch kommt vom Durchschimmern der Unterseite her, die
auf den Vordertl (igeln prächtig carmoisinroth ist. Diese
kleinen Bären setzen sich mit Vorliebe an ein niedriges, stach-
liges Kraut, das sehr geeignet ist, das Netz zu zerreißen.
Wiewohl Bahia nicht sehr viele Papilioniden zu besitzen
scheint, so fliegt doch thoas im Mai recht häufig. Besonders
häufig kommt er in die Gärten, um an den Chrysanthemum
zu saugen, die man hier kultivirt und um die Obstbäume,
besonders die Orangen, mit seiner Brut zu beglücken. Die
Ihoa.'i VOM Bahia sind sehr groß, und es macht einen \m-
posantcn Eindruck, fünf bis sechs Exemplare dieser gewaltigen
Schmetterlinge gleichzeitig an einem Asterbeet saugen zu
sehen. Eigentlich springen sie mehr, als sie fliegen, von
einer der dichtgestellten Astern zur andern, unaufhörlich mit
den steil aufgerichteten Flügeln fächelnd. Dabei fällt es auf,
wie außerordentlich hochbeinig diese graeiöscn Thicre sind, — •
Außer thoas sieht man von Papilio nur noch den polydamas
häulig und besonders dessen Thais-ariige Zapfenraupe an
Aristolochien.
Von Weißlingen fliegt in Bahia sehr häufig Pirris
}ii(iiiiisfe. Diese Art gleicht in ihrer Lebensweise sehr unsrer
/*. brassicae, aber die Puppe ist dadurch auffallend, daß an
der Stelle, wo sich bei den FlUgelscheiden der Innenwinkel
der VorderflUgel befindet, ein aufgerichteter Dorn steht.
Gezeichnet ist die w?o/j//.<^'-Piippe ähnlich der unsrer P. rapae,
aber längs Außen- nud Inuenrand der FlUgelscheiden läuft
breit eine bandartige, bruune Zeichnung.
Stcit. cnioniol. Zeil. 1895.
231
Außer einigen 7V/"/«.s', Moniiiler vürmigsweise clalhea hei
Huliia liiüifm', Iridl man noch besonders die Angehörigen der
Gattung Leuculla. Die.'^c winzigen Pieriden — manelie meiner
llaiiia-Slüeke messen mit anfgeppannten Flügehi nur 20 mm —
erinnern im Fliegen an eine Miniaturausgabe unsrer Leu-
cophasia. Sie sind äußerst zart und bewegen sich nur an
solchen, meist im Walde geiedcnen Stellen, wohin kein Wind
dringt, deim ein solcher würde ilnien den Flug sehr er-
schweren.
An einer andern Stelle"') habe ich gelegentlich den Flug
der Weißlinge besprochen und der 'JMiatsache Erwähnung
gelhan, daß bei den Weißlingen die besten und die schlech-
testen Flieger unter den Tagfaltern vorkommen. Als Heispiel
der ersleren mögen die Tachi/rh gelten, die von ihrem reißen-
den Fluge den Namen erhalten haben, denen dann die Lcn-
rklia gegenüberstehen. Beide Gattungen tridl man bei Bahia
/,u gleicher Zeit und am gleichen Orte.
Von einem mit der Pferde- resp. Maulthierbahn leicht
erreichbaren Platze, dem Praza de Grace, sehlug ich ilen
\\'eg nach dem Friedhol' ein. Ueberall flogen zahlreiche
H\eni})lare der südlichen Form von Danais archippuii und
als Nahrungsquelle bevorzugten sie die Blüthen von Asclepias,
an denen die Raupe lebt. Ich fand gleichzeitig Schmetter-
linge, Eier und Kanpen in allen Größen. Die Eier sind kegel-
lormig, die zebraartig gelb und schwarz gestreiften Raupen
sitzen auf der Unterseite der Blätter. Wie sie ihre vorderen
zwei weichen Anhänge als Fühler benutzen, habe ich an
anderem Orte*'') mitgetheilt. Der Flug von l). archippus
ist, wie der aller Danaiden, unkräftig. Wollen die Thiere
gegen den Wind, so müssen sie unaufhörlich tlattern. Ein
rasches Dahinschießen mit ausgebreiteten Flügeln, wie bei
LimcnUis, Neptis oder Vanessa, giebt es nicht bei ihnen,
Wühl aber ein Gaukeln, wie bei anigefächelten japanischen
Papierschmetterlingen, d. h. ein Segeln mit halbaufgerichteten
Flügeln. Sie sind absolut nicht scheu und haben ein so zähes
Leben, daß es immöglieh ist, sie wie andere Schmetterlinge
mit den Fingern todt zu drücken. Drückt man sie nicht fest,
so fliegen sie wieder fort, sobald man sie losgelassen hat.
Diese Lebenszähigkeit ist übrigens wichtig, und nach Trimen
eines jener Merkmale, worin sich so häuiig die geschützten
■■') Dus Fhe.t^en der l'ische, in: ZodIu^. Jahrli. Ablli. f. Svstt'in. etc.
V. p. 36«).
•'*) Lepidopterologisclie Studien im Auslande; in: Zoolog. Jaiir-
bücli., Abth. f. Syst. etc. IV, p. 775.
SUUt. entomol. Zeit. 1895.
232
Falter, die sogenannten Modelle, von ihren oft iuißerlicli iinien
sehr ähnlichen mimetischcn Nachahmern unterscheiden'''). Bei
ßahia ling ich keinen Falter, den man als eine Copie von
D. archippus auflassen könnte. In Nordamerika aber kommt
ein solcher vor, nämlich Limenilis archippus.
Früher glaubte ich, daß der Schutz der sogenannten
Modelle bei der Gattung Danais sieh im Geruch verrathen
müsse, wie dies bei gewissen Helicon'ms der Fall ist. Ich
konnte* aber bei den bahianiscben Danaidcn, ebenso wie bei
vielen indischen, einen solchen nicht konstatiren, wie ich
bereits (1. c.) mittheilte. Im Jahre 1891 ling ich auf einer
in Gemeinschaft mit meinem leider zu früh verstorbenen
Freunde Haase in Hinterindien unternommenen Excursion eine
Danais agleoides, die gleichfalls keinen besonderen Geruch
hatte; Haase aber zerbiß sie und bezeichnete den Geschmack
als stark säuerlich und adstringirend.
Das ganze Jahr bindurch, aber ganz besonders häutig
im Mai, fliegen in Kahia zwei Falter, zwischen denen gleich-
falls eine mimetischc Aehnlichkeit herrscht, nämlich Colarnis
Julia, und Eucidcs aliphrra. Ich untersuchte beide Arten auf
oinen widrigen Geruch, den ich bei Colaenis nie, wohl aber
hei einigen Stücken der Eueides aliphera fand, wenn auch
nicht stark. Trolzdem bin ich heute üherzeugt, daß die
Eueides die Copie, die Colaenis das Original ist"'), denn die
Verwandten von Eueides aliphera c o p i r e n alle a n d r n
Falter. So ahmt Eueides dianasa den Ueliconius eurrale
nach; Eueides parana die Acraea anleas: Eueides ruU/i-
J'ormis die Callithomia hezia; Euedias Arten der Gattung
Olyras etc., ja es giebt vielleicbt gar keine Eueides, die nicht
ein erborgtes Kleid trüge, so daß vielleicht keine einzige Art
dieser Gattung sich eignet, aus ihrer Färbung auf die ursprüng-
liche Tracht dieses Genus rückzuschließen.
Wie sehr man durch die Erscheinung der Mimicry irre
geleitet wird, kann man erst begreifen, wenn man die Tropen
besucht hat: und zwar deshalb, weil alle Lepidopterologen,
welche hier zu Lande etwa eine Sesia zu beobachten Gelegen-
heit haben, deren Erscheinung bereits aus Hüchern und von
Allbildungen her kennen. Hätte Jemand keine Kenntniß von
der Existenz der Sesiiden, er würde Dutzende dieser kleinen
Geschöpfe in der Natur übersehen, ohne diese Täuschung
*) Vgl. Haase, Untersuchungen über die Mimicry, p. 3.
* ) iii meiner vor einigen Jaliren erschienenen Arbeit über tlie
Sc hmetterlihge des Corco vado-Berges (s. Stett. Zeit. 189U,
p. 93) ließ ich diese Frage oUcn.
Sieti. eniomol. Zeil. 1895.
233
illx'rhaiipl uvwalir /,u wcrdcMi. Die UeheiTascliiiiig luiii, ganz
andere Tliiere im Netze vorzufinden, als man zu fanden be-
absichtigt hat. blüht Einem im sciimetteilingsreichen Brasilien
täglich.
Es gab in Bahia ganz andere Thiere zu fangen, als die
praclit- und werthlosen Angehörigen der Gattung Calopsilia.
An den meisten Arien dieser Gattung hatte ich mich im
Süden satt gefangen, vor allem an C. aryante, die überdies
an jenem Tage in Bahia ziemlieh abgeflogen war. Ich
ignorirte diesen Proletarier grundsätzlich, nur als eine Co[)ula,
fest vereinigt, über mich wegschwebte, winkte ich mi.t leisem
Netzschlage die Thiere herab. Jetzt wollte ich mir das
Weibchen besehen, das gerade bei C. aryanle beträchtlich
variirl. Und ich fand — eine Varietät? Nein, aber anstatt
eines Citronenvogels hatte ich eine Nvmj)halide aus der
r7<///Y/.r<\<-Grn[)i)e, eine Aiiaea, nahe der ^1. opalina, gefangen.
Ich war so überrascht, daß mir das Männchen, welches sich
im Netze vom Weibchen losgemacht hatte, entwischte. Ich
hielt das Weibchen krampfhaft fest und sah verdutzt zu, wie
das davoneilende Männchen ganz dunkle Flügel entfaltete, die
allerdings mit dem Citronenfalter aryünle recht wenig Aelui-
lichkeit hatten. Jetzt jagte ich nur noch Calopsilia ar</anle,
aber meine Hoifuung, wiederum so augenehm getäuscht zu
werden, verwirklichte sich nicht. — Erst bei einer späteren
(Jclegenheit fiel mir auf, daß Felder schon eine Art dieser
tnii unserm Schillerfalter verwandten Gattung Anaca callidnjas
genannt hatte, und da „Callidrijas"' der Boisduvarsche Name
für die tropischen Citronenfalter ist, so muß diese sonderbare
Aehnlichkeit sehou jenem Forscher aufgefallen sein.
Imposant nehmen sich die riesigen llesperiden der alten
Gattung Achlyodcs aus, wenn sie, alle vier Flügel gespreizt,
auf weißen Spiraeeu sitzen. Eantis busiris, die größte, bis
(! cm klafternd, kommt bei Bahia nicht selten vor, aber
doch mehr einzeln, während z, B. K. Ihraso im Süden oft
schaarenweise die Büsche umschwärmt. Es ist überhaupt ein
äuläerst interessantes Schauspiel, in fremden Ländern Schmelter-
lingsgruppcn zur Herrschaft gelangen zu sehen, die bei uns
gleichsam unterdrückt zu sein scheinen, wie eben die llesperiden.
Als ich in Brasilien sammelte, interessirten mich gerade die
Hesperiden weniger; heute, wo ich zuweilen die Mannig-
faltigkeit in meiner damals gemachten Beute bewundere, be-
daure ich, nicht vorzugsweise diese für Amerika so charak-
teristische Faltergruppe berücksichtigt zu haben.
Sto»f. eutomol. Zeit. 1895.
234
Als ich den giüii,2,esüninleii Hohlweg, der iuif dui» Fried-
hof mündel, diireiischrilt, sah ich zuweilen seillieh am Wege
niedere Büsche stehen, die vollständig gebeugt standen von
der Masse buntgeileckter Heuschreckenlarven, die nesterweisc
das Laub verzehrten. Stieß man einen solchen Straucli an,
!-o si)rangen die Thicre mit einem Male nach allen Seiten
davon; der Busch explodirte förmlich, so plötzlich stoben sie
auseinander.
In Baliia war es das erste Mal, daß ich vaseubildende
Mimosen kennen lernte. Gleich hochgewölbtem Moospolster
bauscht sich eine Icbhaft-grünblätlrige Art dieser emplindlichen
Pflanze über dem Boden auf. Geht man rasch über einen
solchen grünen Platz, so ziehen sich an den Fußstapfen
schleunigst die Pflanzen zusammen; es entstehen Löcher im
Rasen, die etwa 2—3 Minuten anhalten; dann steht die ängst-
liche Pflanze allmählich wieder auf. Ihre Emptiudlichkcit ist
sehr groß; wo ein Heuhüpfer einiällt, wo ein Blatt nieder-
fällt, ja sogar wo sich ein Schmetterling setzt, entsteht ein
Loch im Käsen, denn eiligst zieht die Mimose den berührten
Zweig zurück, den sie abwärts an den Stengel klappt. Wo
ein reiches Insektenleben ist, ist der Rasen unaufliörlich in
Bewegung. Auch auf einen kräftigen Windstoß hin schließt
die Mimose ihre Blätter und so lauge es regnet öffnet sie die-
selben gar nicht.
Neben den zahlreichen Heuschrecken, \velche den Mimosen-
rasen bewohnten, tlel mir auch ein mittelgroßes Thier auf,
das auf den ersten Anblick an eine größere Art der auch
hei uns in Deutschland einheimischen Galtung Tetlix (Schild-
schrecke) erinnerte. Aber es war ein Schmetterling, eine
Ilesperide. Die Vordcrilügel sind nämlich sehr schmal und
die Hinterllügel vielfach gefaltet, so daß das Thier mit ge-
schlossenen Flügeln eine beträchtliche Länge — vom Kopf
bis zum Apex und Afterwinkel des sitzenden Thiers gemessen
— erreicht. Diese Thiere fliegen nun nicht, wie die anderen
Ilesperiden, sondern sie liUpfen mehr, indem sie rasch in
die Höhe schnellen und 2 — 3 Meter weiter im Bogen auf
den Boden fallen. Oft springen drei oder vier solcher
Ilesperiden von einem Platze, direkt vor den Füßen des
J>aliiusclireilenden auf und stieben auseinander, ganz wie die
Acridier im Herbst auf unsern Grasplätzen.
Höchst sonderbar muthen noch die milchweißen Hesjjeriden
<ler Gattung Leiirorh'üotira (Watson hat diese Eiutheilung
wieder umgestoßen) an, die gerade bei Bahia im Mai ziemlich
liäulig fliegen; auch eine Nymphalide aus der Gruppe der
Stett. eatomol. Zeit 1895.
235
Eurjifelinen, mit uinur pieridenarlig weißen Färbnim, die
Cyaliiipura liiipeniineslrd. sieht rocht iVcmdiändiseh aus. Ihre
näcli.'-te Verwiuidte durt, Didonh biblis, sainnil -schwarz mit
rothem liinlerlliigelrande, ftingt sich als häufigstes Opfer in den
Netzen riesiger Spinnen. Ein Entkommen aus diesen last
garnstarken Netzen ist für den zarten Falter unmöglich; sah
ich doch sogar riesige Mistkäfer aus der Gattung Mimns in
diesen Spinnweben luiugeu bleiben und außer Stande, mit
ihren dornigen Grabfüßen das starke GcAvebe zu zerreißen.
So verstrich mir unter interessantem Beobachten der
Tag, an dem die Bevölkerung Brasiliens sich im Freiiieits-
taumel berauschte. Die Devise, die man überall mit Kreide
an die Häuser schrieb „viva a liberdade", machte auf mich
nicht den geringsten Eindruck; sah doch jeder Fremde nur
zu deutlich die Folgen jener übereilten Politik vor Augen.
Es gehörte kein besonders prophetisches Talent dazu, im
Geiste den Kaiserthron wanken und das in der späteren
Revolution vergossene Blut Hießen zu sehen. Jedenfalls war
ich dauuils glücklich, nicht Politiker, sondern Naturforscher
zu sein. Als ich durch das herrliche Grün der bahianischen
Vegetation dahinschritt, wandten sich tneine Gedanken ganz
ab von den drohenden Schreckbildcrn der Zukunft und ich
genoß ungetrübt die ganze i'racht des herrlichen Tropentages
^Treze-de-Maio*'.
Das Aiifueiclicii j^ctrocknelci' Faller
von Ed. Hering^.
Die diesjährige Januar-Nummer des Monthly Magazine
bringt eine beaehtenswerthe Notiz zu obigem Thema von
Dr. H. Guard Knaggs, welche schon deswegen verdient, be-
kannter zu werden, weil sie eine Methode des Aid'weichens
ohne Anwendung von Wasser behandelt. Der Verfasser
bemerkt zunächst, daß er sich längere Zeit mit der Frage
beschäftigt habe, eine Flüssigkeit oder nicht wasserhaltige
Dämpfe auslindig zu machen, womit getrocknete Insekten-
exemplarc genügend erweicht werden könnten, um sie um-
zuspannen oder aus dem unpräjuirirlcn in den für die Auf-
bewahrung in der Sammlung wünschenswerthen Zustand zu
bringen ohne Benutzung des Sandlopfcs ödes des — in Eng-
Stolt. entoniol. Zeil. 1895.
236
land gcbiäuclilichcn — Kirschlorbcor- Hafens, bei weUlicn
beiden Sebimmel und Zerlall dci* geweiehten Tiiiere in Folge
von Fiiulniß niclit immer zvi vermeiden seien. Mr. Clark in
Ilacknej hat ihm dann kürzlieh eine Methode niitgetheill,
welehe das Präpariren in erfolgreieher Weise ohne Anwen-
dung von Wasserverdunstung geslatten soll.
Das Verfahren dabei ist Folgendes:
Man nimmt das ges])ießte Exemplar, die Oberseite des-
selben naeli unten gehalten, in die eine Hand; mit der andern
hat man einen in Holzspirilus"') getauchten Kameelhaarpinsel
ergrilfen und bestreicht mit diesem zu beiden Seiten des
Thorax die Stelle der Flügeleinsätze, bis der Spiritus sich bis
etwa auf die Hälfte der Flügel ausdehnt. Das so behandelte
Thier wird für 3 — 4 Minuten bei Seite gestellt, wonach es
weich gcnng sein soll, um gespannt werden zu können.
Sollte dies nach Größe, Alter oder sonstiger BesehaiVenhcit
des Exemplars noch nicht in genügendem Maaße der Fall
sein, so M'ird die Manipulation für 1, 2 bis 4 Minuten wieder-
holt, um nun nach des Verfassers Behau])tnng sicher zum
Ziel zu führen. Derselbe räth noch an, ein Spannbrett bereit
zu stellen, um gleich mit Beginn des Erweichens die Prozediu-
des Spannens beginnen zu können. Nach 12 — 24 Stunden
sollen die Spannstreifen schon wieder abgenommen werden
können und das behandelte Exemplar danach keine Neigung
zum Zurückschnellen, auch keine Spur von zurückgebliebenen
Flecken zeigen. Die Füiiler sollen sich mit dieser Erweiehungs-
mcthode in jeder wünschenswerthen Stellung llxiren lassen.
In einer Fußnote giebt der Verfasser noch eine interessante
Beobachtung aus der letzten Oktober-Nummer des Entomologist
auszugsweise wieder, wonach sich frisch gefangene Insekten,
auf Naphthalin gelegt, selbst im troi)ischen Klima für einige
Tage präi)arirfähig erhalten. Er bemerkt aber auch, daß sich
dies nur auf nicht schon trocken gewesene Thiere beziehen
könne, da andernfalls die Anwendung von Naphthalin in den
Sammhmgsbchränken ausgeschlossen sein müßte.
Für beide Notizen scheint es geboten, daß ausgiebige
Erfahrungen die Vorlheile und etwaigen Naclitheile der in ilinen
empfohlenen Methoden einer genauen Prüfung unterworicn
werden. Bei der ersteren ist a priori schon ersichtlich, daß
sie sich vorwiegend, wenn nicht ausschließlich, für größere
Thiere und für solche eignet, die schon in frischem Zustande
*) Wood uaplitiia, pyroxylic spirit: nach meinen
geholten Erkundigungen = MethjMalkohul.
Stelt, entomul. Zeit. 1895.
237
gespießt waren, al^o niiht für die kleineren und zarten Arten
und aueli nicht für solche, die in DiUen oder sonstwelclier
Verpackiinu mit nach unten oder au den Leib angelegten
Flügeln übersaudt, erst ein Aufweichen nöthig machen, um
gespießt werden zu können. Auch bleibt zu ermitteln, wie
zartgefärbte Thiere, z. B, LA'caenen, grüne Geometriden
u. dgl. die Aufnahme des Holzspiritus vertragen.
Der von dem erwähnten Autor angesponnene Faden wird
dann in der Februar-Nummer desselben Magazine's von
Mr. W. Farren in der Art aufgenommen, daß er zunächst
eine neue, von ihm erprobte Methode des Aufweichens an-
führt und diese mit der vorhin beschriebenen sowie beide
mit der allgemein üblichen in Vergleich stellt. Mr. Farren
wendet zum Weichmachen von Faltern einen Strahl von
Wasserdampf an, welchen er in einem einfachen kleinen
Kessel über der Spiritus- oder besser Gas-Flamme herstellt.
Der Strahl wird auf die Einsatzstelle der Flügel des zu er^
weichenden Falters geleitet. Hierzu muß der Kessel mit
einem entsprechend geformten Mündungsrohr versehen sein.
Der Kessel ist zum Einfüllen des Wassers mit einer Schrauben-
versclilußöffnung versehen. Der Falter daif nicht zu nahe
an die Ausströmungsstelle der Dämpfe gehalten werden. Alle
übrigen Manipulationen bei diesem Verfahren muß die prak-
tische Anwendung desselben lehren.
Der Verfasser macht mit Recht darauf aufmerksam, daß
es bei seiner wie bei der Methode von Dr. Knaggs geboten
erscheint, die ungespießten Thiere, um sie überhauj)t erst
spießen zu können, etwa 12 Stunden auf nassen Sand zu
legen. Dann sollen auch die größten und härtesten unter
ihnen nur noch einer Anwendung von Dampf bez. Holz-
spiritus für etwa 3 Minuten bedürfen, um völlig w(;ifh und
nachgiebig zu sein.
Daß beide Methoden gegen das bisher übliche Verfahren
des Aufweichens auf feuchtem Sand eine gesteigerte Com-
plikalion darstellen, ist wohl ohne Weiteres ersichtlich. Ebenso
läßt sich sofort vei'muthcn, dat beide deswegen wesentlich
zeitraubender sein müssen, weil nur immer ein Exemplar
nach dem andern und Jedes derselben auch nur für eine
geringe Zeitdauer präparirfähig gemacht werden kann, wäh-
rend bei dem gewöhnlichen Verfahren eine größere Anzahl
derselben auf einmal erweicht wird und in diesem Zustande
für längere; Zeil verbleibt, sofern nur die Glasglocke sofort
nach Entnahme eines Exemplars wieder über den vorhandenen
Vorrath von Thieren gedeckt wird. Immerhin aber mögen
Sicit. en(üaiol. Zeit 1895.
238
die beiden Methoden sich bei sehr harten und widerstands-
fähigen Arten, z. B. Spliingiden, Hesperiden u. s. w. iils
zweckmäßig erweisen, zumal wenn es darauf ankäme, be-
sonders werthvolle Individuen dieser Kategorie ausnahmsweise
sorgfältig und ganz für sieh zu präpariren.
Wie mir scheinen will, haben die Autoren beider Methoden
zu übertriebene Hefürchtungeu vor den unliebsamen Neben-
wirkungen des Aiifweichens auf feuchtem Sand, d. h. der
Schimmelbildung und dem Zerfall der geweichten Thiere.
Nach unsern sehr umfassenden Erfahrungen wird diesen Neben-
wirkungen aber durchaus vorgebeugl, wenn der nasse Sand
mit einigen Tropfen Salic^ispiritus befeuchtet wird. Man
kann dabei die aufzuweichenden Thiere, ohne Schaden in
dieser Hinsicht, 2 — 3 Tage unter der Glocke belassen, was
bei mangelhaffeu Beleuchtungsverhältnissen, wie namenllicii
an trüben Wintertagen, ein großer Yortheil ist. Viele Thiere
nöthigen geradezu dazu, sie länger als 24 Stunden erweichen
zu lassen. Bei der Mehrzahl genügen 12 — 16 Stunden, nach
meiner Erfahrung aber schwerlich eine geringere Zeitdauer,
wie dies wohl gelegentlich behauptet worden ist.
Die große Umständlichkeit beider im Monthly Magazine
vorgeschlagenen Methoden wird wohl Jeden, der genöthigt
ist, läglich eine größere Zahl von Exemplaren hintereinander
fort zu präpariren, von ihrer Anwendung abschrecken. Eine
andere Frnge läßt sich aber sehr wold an dieselben knü])fen,
nämlich diese, ob es nicht von Vortheil wäre, den zum Auf-
weiclien zu benutzenden Sand, statt mit Wasser, mit Methyl-
alkohol oder mit gewöhnlichem Spiritus, event. unter Zusatz
von Wasser und Salicyl anzufeuchten. Ich muß jedoch be-
kennen, daß mir das Bedürfniß für einen derartigen Versuch
noch nicht entstanden ist, weil ich seither das gewöhnliche
Verfahren für völlig ausreichend ansehen durfte.
Dagegen ist mir in anderen Richtungen Gelegenheit ge-
boten gewesen, seitdem ich meinen kleinen Aufsatz über das
Präpariren u. s. w. (Stelt. Ent. Ztg. 1893 S. 152) verütVent-
liciite, weitere Erfahrungen durch Präpariren von mehreren
Tausend in Düten erhaltener exotischer Kleinfalter zu sam-
meln: Erl'ahrungen, welche meines Eraehtens für den Sammler
eine wesentlich höhere Bedeutung haben, als solche über die
beste Methode des Aufweichens. Sie bezichen sich namenl-
licii auf das damals für mich nocli ungelöste Problem, die
aufge\veicli(en und auf dem Spannbrett beliudlicncn Fallei' in
der ihnen gegebenen wünschenswerthen Flügelhaltung stand-
fest zu macheu, also das überaus widerwärtige und ent-
StcU. entomol. Zuil 1S9&.
239
inutlngende Zurück- bez. Iiuliehühc-Schnollcn der Flügel, sei
es unmittelbar nach dem Losen der Spannstreifen, sei es
einige Tage später, definitiv zu beseitigen. Die Anregung zu
den von mir in diesem Sinne seit jetzt länger als einem Jahr
angestellten Versuchen verdanke ich Herrn W. von Hedemann
in L'oijcnluigen und verfehle nicht, ihm an dieser Stelle meinen
aufVirhtigen Dank abzustatten, wie ich andrerseits im Interesse
Aller, welche sich mit dem Präpariren exotischer Falter be-
schäftigen und ein derartiges Mittel nicht kennen, seine Ver-
üf!'entlichuug für geboten halte. So naheliegend es war und
in dem citirten Aufsatz von mir auch als zu Versuchen
geeignet bezeichnet wurde, die erweichten Thiere an der
Stelle ihrer Flügeleinsätze mit einem zweckentsprechenden
Klebemittel zu lixiren, bedurfte es für mich doch erst der
erwähnten Anregung, nm daraufhin umfangreichere Versuche
zu machen, die denn von bestem Erfolg gekrönt waren.
Anfangs experimentirte ich mit verschiedenen Sorten von
sog. Fischleim, denen aber nicht die ervvüuschte dünnflüssige
Consislenz zu geben war und welche namentlich öfters Spuren
ihrer Anwendung zurückließen. Beide Uebelstände waren
sofort beseitigt, als ich den von der Firma Dr. Staudinger
und Bang-Haas erhältlichen sog. weißen Insektenleim
{k Flasche zu 50 Pfennig) zu benutzen anfing. Dieser aus-
gezeichnete, dünnflüssige Leim — vermuthlieh aus Gummi
tragant und Terpentin der Hauptsache nach hergestellt —
wird nach dem Spießen der erweichten Thiere von der Unter-
seite her auf die Flügelansätze und deren Einsatzstelle am
Thorax aufgestrichen, wofür ich ein zugespitztes Streichholz
oder bei kleineren und ganz kleinen Thieren die Spitze einer
starken lusektennadel benutze. Der Leim saugt sich nach
kurzer Zeit völlig in die bestrichenen Theile des Falters ein,
ohne merkliche Spuren seiner Anwendung zu hinterlassen.
Nur wenn er besonders dünnflüssig ist und ailzureicldich auf-
getragen wird, habe ich bei zartgefärbten Thieren ein Durch-
dringen der Flüssigkeit nach der FlUgeloberfläche hin uüd
dann auch ein Verfärben der betroffenen Stellen bemerken
können. Da aber der Leim leicht verdunstet, ist es nicht
schwer gemacht, ihn in Kürze auf die entsprechend stärkere
Consistenz zu bringen, welche diesem Uebelstand vorbeugt,
ohne seine Wirkung zu beeinträchtigen. Daß dieses Mittel
sich auch bei den größten und sprödesten Faltern mit Vortlieil
anwenden läßt, konnte mir nach gleichzeitig angestellten zahl-
reichen Versuchen an solchen (Ornithoplera, Spliingiden, Ik;-
sonders auch großen exotischen Hesperiden), von Herrn Rektor
Stctt. cutomol. Zeil. 1805.
240
Schröder hier besliitigt werden. Wir haben ferner gefunden,
daß die so vorbereilelen Thiere für das Präpariren noch an
GesclimeidigUeil gewinnen, wenn man sie 1 — 3 Minuten
d. h. bis zum vüUigen Eindringen des Leims in den Körper
des Fahers auf nassem Saud stellen läßt. I>ei solchen Exem-
plaren, welche mit herabhängenden bez. an den Leib nach
unten zu angelegten Flügeln gespießt werden mußten, läßt
sich der Leim ohne merklichen Schaden, wenn auch vielh'iclil
nicht mit gleich guter Wirkung, auf der Oberseite der Flügel-
wurzelu aul'streichen. Es bedarf wohl kaum der Erwähnung,
daß die Spannbrett-Weite so ausgewählt werden muß, daß ein
Ankleben des Falters an den Seitenwändeu ausgeschlossen bleibt.
Die zum völligen Trockenweideu der präparirten Tiiiere
erforderliche Ruhe derselben auf den Spannbrettern kann
nach unseru Erfahrungen ohne Schaden recht erheblich
— von sonst 10 — 12 Tagen auf nur 4 — G — abgekürzt
werden, was denn als Zeitersparuiß sehi' bedeutend ins Ge-
wicht fällt. Ganz unvergleichlich aber gewinnen die so be-
handelten Exemplare an Standlestigkeit. Wir haben bei vielen
Hunderten derselben kaum jemals eine merkliche Veränderung
der Flügelhaltung gegen die bemerken können, welche den
Thieren unter den Spannstreifen gegeben worden war, und
wo sie dennoch eintraft, durften wir mit Recht vcrmuthen,
daß die Anwendung des Leims nach dem Spießen vergessen
worden war. Unverkennbar bleiben auch die in dieser Weise
behandelten Objekte gegen die Einflüsse der Aufbewahrung
unter minder günstigen Umständen weniger empfindlich, als
die nicht geleimten. Ich Avill in dieser Richtung nur erwähnen,
daß mir vor Anwendung des Leims eine größere Suite tadel-
los präparirter Java-Pyraliden, soweit nachweisbar, nur da-
durcli wieder ganz besonders stark aus der Spannung schnellfe,
daß sie in einen sonst durchaus trochnen Kasten übergeführf
wurde, welcher im kalten Zimmer aufbewahrt gewesen war.
Die Thiere rcpräsentirten aber das Produkt einer etwa anderl-
halbnionatlichcn mühevollen Winterarbeit, die so mehr oder
weniger enlwerthet war. — Am Augenfälligsfen wird der
Unterschied unter den Klcinfaltern bei den anerkannt unge-
fügigsten Gattungen, z. B. Phahelltira, Ghijthotlcs. Mar<jaroma,
Cuitphalocrocis und ähnlichen, bei welchen außerdem das zu
starke Erweichen oder das nochmalige Aufweichen durch
ihre theils iridisirenden, theils metallisehen oder sonst sehr
zarten Farben und die ganze Beschailenheit der Flügel recht
mißlich erscheint. — In sehr angenehmer Weise lassen sich
auch durch den frisch aufgestrichneu Leim die nanienthch
bei den langbeinigen l'.vralidcn leicht abbrechenden oder als
Stell. CDtomol. Zeit. 189&.
24 t
uhgobroclieii in den Dutcn vovgeinndenen Beine, desgleichen
Fühler und Fiiiilert heile wieder befestigen. Es empliehlt sieh,
beiderlei Extremitäten mit dem Thier zusammen aufzuweichen
und ihnen vor dem Ankleben die gewünschte Form durch
Biegen mit Hülfe der Pincette zu geben, wobei oft aucii ein
Brechen der im Cvankaliglase eingekraliten Gelenke not big
wird. Sehr lange Fühler (wie bei der Gattung Filodes und
deren Verwandten), welche sich nach der Entnahme der ge-
weichten Falter vom feuchten Sande bemerklich schnell eiiir
zurollen ptlegen, bestreiche ich deswegen, d. h. um ihr zu
schnelles Trockenwerden zu verhindern, mit absolutem Alkohol,
lasse sie auch möglichst über den Spannst reifen, wobei dann
ihre Form durch halblange feine Nadeln lixirt wird. Werden
sie unter den Spannstreifen belassen, so brechen sie fast regel-
mäßig schon beim Lösen der Spannstreifen oder bei der Ent-
iiulune der Falter vom Spannbrette ab. — Zur Empfehlung
drs weißen Insekteiileims möge hier noch bemerkt werden,
(laß er das beste mir bekannte Mittel repräsentirt, um ab-
uebrochene Flügel wieder anzukleben und Risse in denselben
zu leimen. Er ersetzt hier wie auch beim Ankleben abge-
brochner Leiber, wenigstens bei kleinereu Thieren, auf das
Vollkommenste jeden anderen von mir versuchten Klebestoll".
Schließlicii soll aber auch ein \'on mir bemerkter Uebelstand
bei seiner Anweiulung nicht unbemerkt bleiben, nämlich der,
daß durch ihn die für einzelne Pyraliden-Arten charakteristischen
Ilaarllocken an der Basis der Vorderflügel -Unterseite zu-
-ainmeugeklebt, nlso deformirl werden. Hiergegen habe ich
ncich keine Abhülfe linden können, nehme aber diesen Uebel-
stand lieber in den Kauf, als den des Zurückschnellens
ungeleinit piäparirfer Exemplare.
In dem vorhin citirten Artikel halte ich schon die
Schwierigkeiten berührt, welche sich bei kleinen und ganz
kleinen Faltern für das Spießen namentlich dann ergeben,
wenn deren Flügel nach oben zusammeng(;schlagen sind, wie
dies bei Diitenexeni[)laren meist der Fall ist. Da dann der
kleine Thorax fast niemals sichtbar bleibt, ist man darauf
iingewiescn, das Spießen auf gut Glück auszuführen, und^
wenn der Falter zwischen Daumen und Zeigelinger tixirt.
wird, ist auch die Anwendung der Handlu[)e so gut wie
ganz ausgeschlossen, diejenige der Stativiujx; aber meist sehr
uid)e((iieiii. Es lag nahe, um nicht vorwiegend schlecht ge-
spießte, also auch schwer präparirbare Exemplare zu erhalten,,
hier auf Abhülfe zu sinnen, die ich denn in einem sehr ein-
fachen und leicht herstellbaren Apparat gefunden zu haben
glaube. Ich schneide an etwa 4 cm langen Stücken, von
SieK. cnlomol. Zoii. 1305. j^n
242
starkem Heliaiitluismark oben und unten parallele Flächen alj,
dergestalt, daß dazwischen ein möglichst starker Kürj)er übrig
bleibt. In letzteren wird der Länge nach je eine Rille von
dreieckigem Querschnitt eingeschnitten, ganz so wie es bei
den kleinen Spannbrettern für Nepticula-Arten aus dem gleichen
Material wohl geschieht. Zur Auswahl für die zu spießenden
Minutien nach Maßgabe ihrer Flügelhaltung, Beinlänge u. s. w.
stelle ich mehrere dergleichen Unterlagen mit mehr oder
minder flachen oder tiefen Einschnitten her, eine davon auch
ganz ohne Einschnitt, also mit glatter Oberfläche, und be-
festige sie der wünschenswerthen Stabilität wegen neben-
einander auf einer dickeren Korkplatte, mit je vier Stiften
an den äußersten Ecken. Das zu spießende Exemplar wird
nun mit der Pincette in die Rille und hier in die für da^i
Spießen bequemste Lage gebracht, meist so, daß das Thicr,
den Leib nach hinten gerichtet, eben nur noch mit dem
Brusttheil in der Rille autliegt, wälirend Palpen und Fühler
darüber hinausreichen. Läßt die abnorme Länge der Beine
ein Abbrechen derselben belürchten (z. ß. bei den kleinsten
Oligosligma- und Cataclysta-Arten') so empfiehlt sich auch
die entgegengesetzte Lagerung des Exemplars, oder bei diesen
wie bei Thieren. welche mit dachförmig bez. flachgelagerten
Flügeln gedütet worden waren, die Benutzung der Unterlage
ohne Einschnitt.
Das Spießen kann nun sehr bequem unter Anwendung
der Handlnpe und bei zweckmäßigster Unterstützung der
spießenden Hand so erfolgen, daß nur höchst selten sich
dabei schräg- oder sonstwie schlecht gespießte F^xemplare
ergeben. Blieb der Thorax auch nach dem Aufweichen noch
durch die Vorderllügel verdeckt — meist ptlegen sich die-
selben beim Weichwerden etwas zu ölTnen. — so i^<t es an-
gebracht, daß S|)ießeu unter der Stativlui)e auszuführen, um
die linke Hand für die Handhabung einer gestielten Nadel zum
Auseinanderhalten der Vordertlilgel frei zu haben. Wenn die
Thiere genügend weich waren, die Rille zweckmäßig ausgewählt
wurde und einige Vorsicht beim Einstecken der Nadel nicht
fehlte, so läßt sich das Abbrechen der F'ühler, Palpen und
Beine so gut wie ganz vermeiden. Ich glaube, daß dieser
sehr einfache Apparat auch eine allgemeinere Anwendung bei
kleinsten Insekten anderer Ordnungen sowie namentlich bei
frischgetödteten dergleichen Minutien zuläßt und für alle die-
jenigen empfehlenswerlh sein wird, deren abnehmende Augen-
schärfe , das Spießen ohne Benutzung der Lupe nicht mehr
zuläßt.
Stell, cntomol. Zeit. 1S95.
243
Biolo2;isclie Mittlieilungeii über einige
Klein falter
vfin H. Disque in Speyer a. Rh.
1. Oecophora Borkhausenii Z.
Die Lebensweise der Raupe dieser prächtigen Art war
meines Wissens bis jetzt nocli nicht bekannt. Man ver-
muthete nur, daß sie an Kiefern lebe, da der Falter fast stets
an deren Stämmen gefunden wurde. Anfangs Juni d. J. fand
ich etwa sechs kleine weißliche, sehr schlanke Räupchen, die
zwischen der sich abschiefernden Rinde genannten Baumes
unter dünnem mit Raupenkoth gemischtem Gespinnst lebten.
Am 15. Juli und 1. August schlüpft« je eine Borkhausenii,
die mich um so freudiger überraschte, als dieser Falter nocli
nie hier oder überhaupt in der Pfalz gefunden worden war.
Die Raupe ist schlank, weißlich mit durchscheinendem dunkeln
Darmkanal, braungelbom Kopf und Nackenschild. Aiterschild
nur augedeutet.
2. Oecophora formosella F.
Unter der Rinde von Apfelbäumen und Akazien findet
sich die Raupe dieser häufigen Art bis in den Juni hinein.
Farbe zart hellgrau, die Ringe, welche in der Mitte fein
getheilt sind, etwas dunkler. Vor dem ersten Ringe an den
Seiten zwei schwarze Piuikte, auch auf der Mitte des ersten
und zweiten Ringes je zwei kleine, kaum sichtbare Punkte.
Kopf und das getheilte Nackenschild hell kastanienbraun,
Afterschild dunkler.
3. Oecophora lunaris Hw. und
4. Oecophora procerella Schiff.
eraog ich einigemale aus Akazienrinde. Eine Beschreibung
der liaupe konnte ich bis jetzt noch nicht aufnehmen.
5. Oecophora similella Hb.
Im Oktober 1893 erhielt ich durch Vermittlung eines
befreundeten Forstmannes aus Lothringen eine Anzahl Tannen-
abschnitte mit grindigem Auswuchs, sogenannte Weißtannen-
krebse, die stets die Raupe der Graph, coniferana beherbergen.
Stett. entomol. Zeit. 1395. lg«
244
Zwischen den kranken Stellen fand ich einige graue Raupen,
die der von Harp. bracfella ähnlich sahen und welche ich des-
halb für diese hielt. Im Juni nächsten Jahres entwickelten
sich jedoch daraus einige Stücke obiger Orcophora. Die
Raupen waren, als ich sie erhielt, bereits erwachsen,
6. Oecophora pseudospretella Stt.
fand ich im November 1883 in dem Herbarium des Besitzers
einer Samenhandlung, welches sie gänzlich zerstört hatte.
Auch im Samenmagazin war sie zahlreich an trocknen Erbsen
und sonstigen Sämereien in Gemeinschaft mit der Raupe der
Kiiilrosis lacteella. Beide Rauj)en ähneln sich sehr. Sie sind
weißlich mit kastanienbraunem Kopf und gelbbraunem Nacken-
schild. Die der lacteella hat das Afterscliild angedeutet, was
bei pseudospretella nicht der Fall ist.
Als einige Jahre später die Samenbehälter einmal gründ-
lich gereinigt wurden, verschwand pseudospretella vollsändig.
7. Grapholitha corapositella F.
Von der Raupe dieses hier auf Kleefeldern überaus
häufigen Wicklers wurde bisher nur vermuthet, daß sie an
Klee lebe. In der That fand ich vom 6. — S, August d. J.
an Medicago sativa drei Raupen dieser Art, von denen der
erste Falter am 24. desselben Monats sich entwickelte. Die
Raupe lebt zwischen den Gipfelblättern, von denen sie zwei
bis drei der Länge nach zuf^ammenfaltet und leicht verspinnt.
Sie ist weißlich mit gelblichem Kopf, schmalem, kastanien-
braunem Nackenschild, Aftersehild angedeutet. Vor dem Ver-
])iippen wird die Raui)e röthlich, Sie kroch in ein zu diesem
Zweck gegebenes Stück Torf, aus welchem bei der Ent-
wicklung das braune PUppehen hervor stand.
September 189').
Stett. entomol. Zeit. 1S95.
245
Zur Kenntniss der Anthribidae.
III.
Dr. K. Jordan, Trhig, England.
1. Decataphanes punctipennis sp. nov.
Q. Niger, griseo-albo-pubesceus, sparsim olivaceo-varie-
§atus. Rostrum latitudiue triente longius, medio intra an-
tennas elevatum, basi subplanum. Caput longitrorsum rugato-
stiiatum. Oculi leviter sed distiuete emarginati. Antennae
•corpore plus triplo longiores, articulis tribus basalibus totis,
•caeteris apice albido-pubescentibus, 2" — 9'' fortiter erescentibue,
10*' indistiacto longitudine latitudini aequali, 11^ fusco-
pubescente longitudine seeundi.
Prothorax latitudiue longior, a medio ad apicem angustatus,
dimidio basali laterum fere reeto, angulis basalibus rotundatis,
<3or80 depressus, medio parum elevatus, transverse fortiter
rugulosus, uuicolor, pube albida hie et inde densiore; carina
-dorsali recta levissime triflexuosa, medio tenuissime interrupta,
in angulo leviter obliquo parum rotundato antrorsum ad coii-
.-strictionem apicalem usque flexa.
Elytra retrorsum leviter sed sensim augustata, convexa,
ad 8uturam haud depressa, fortiter striato-punctata, punetis ad
apicem usque profundis conspicuis; pube albida in inter-
spatiis alternis iu.sensim liueolatim disposita, plaga dorsali
postmediana inconspieua (in singulo elytro) olivacea.
Pygidium apice truncato-rotundatum, latitudiue brevius.
l'rosternum medio transverse rugatum, ante coxas late pro-
fundeque impressum. Processus mesosternalis declivis, simplex.
triangularis, apice rotundatus. Abdomen convexum, segmen-
torum basalium medio haud impresso. Tarsi long!, art. 1'^
primi paris tibiis anticis longitudine fere aequali.
Long. (cap. excl.) IG mm, elytr, 11, lat. 5.
Hab. Loanda, W. Afrika, I ,^.
Die stark gestrcift-j)unktirten Decken sind wie der übrige
Körper mit einem fas^t weißen Toment bekleidet, das hier und
da, besonders in den abwechselnden Zwischenräumen, kurze
linienförmige Fleckchen bildet; es ist mit olivenbruunem Toment
untermischt, welches gleich hinter der Mitte der Decken
zwischen der Naht und dem sechsten Streifen etwas deut-
licher hervortritt, ohne einen scharf begrenzten Fleck zu bilden.
Stett. enlomol. Zeit. 1896.
246
In der Rüssellänge steht das Thier zwischen Phloeotragus
Schönh. und Deitterocrates Lahr, und Imh.
2. Decataphanes occultus s]). nov.
,^$. Niger, albido-pubescens, fusco-variegatus. Rostrum
latitudine paulo longius, basi depressum, intra antennas trans-
verse elevatum. Caput cum rostro albido-pubescens, unicolor,.
longitrorsum striatum, striis pube obteclis. Oculi levissime
emarginati. Antennae f^*) corpore parum longioribus, arti-
culis 3» — 70 longit'idine subaeqiu\libus, 2'-' et 8»^ parum bre-
vioribus, albido-pubescentes, pube in basi articulorum 3*^ — 8"'
sparsa, 9^ toto albido apice autem cum lO^ et ll» nigro,
10'^ vix ab 11** separate, 11" longitudine secundi; (V) pro-
thoracis basin attingentes, 8^ — S" gradatim descrescentibus,
2'^ longitudine quinli, 8" latitudine trieute longiore toto albo,
30 — 70 apice albidis, clava longitudine art. 6i vi 8i, ejus arti-
culis vix separatis, fusca basi extrema excepta,
Prothorax ab angulo rotundato carinae antebasalis dorso
utrinque juxta augulos convexae medio vix interruptae ad
ui>icem subrolundatim angustatus, dorso impressus, medio
loniiitrorsum elevatus, rutrulosus, albidus, pube ad latera fusco
mixta, duabus maculis basalibus fiiseis^ margine basali cum
larlna latorali ])er carinulam rotundatam conuL-xa-
Elytra parallela, convexa, dorso haud dei^ressa, punctato-
striata, punctis postice obsoietioribus, angulo humerali macula
adscutellari, ])laga indistincta mediana altera auteapieali magi»
fuscis, macula adliumerali basali, plaga antemediana altera
postmediaua elytris communibus magis albidis.
Pvgidium rotundatum, (j) apice levissime sinuatum.
Prosteruum lateribus vitta dense albido-pubesceute signatum,
parum punclatum, haud Impressum. Processus mesosternalis
apice rotundatodilatatus. Abdomen (?) omnino, (o) lateribus
punctatum, (j*) segmentis 1° aj)ice, 2« et 3** toto medio im-
j)ressis. Tibiae basi medio a])iceque fuscae. Tarsi breves^
art. 1" primi i)ans hititudiue duplo, secundi paris triplo, tertii
paris duplo longiore, 1" — 3" apice fuscis.
Long. 9 m^m, roslr. li|.^, elvtr. ßi/a, lat. 3.
Hab. Gabun, W.-Afrika, l",^, 1 $.
Die Zeichnung der Decken ist fast ganz dieselbe wie ia
Vhloeotratjiis (jigas Fabr., hcros Fabr. etc. Das fa^^t rein
weiße 'l'oment ist vorlierrschend. Das zehnte Glied der Fühler
des Q ist mit dem elften fast vollständig verwachsen, die
Trennungslinie ist sehr scliwer sichtbar; im ^ sind die drei
letzten Glieder verwachsen.
SteU. entomol. Zeit. 1895.
247
3. Decataphanes fuliginosus sp. nov.
,j$. Niger, fuliginoso- et fusco-variegatus. Rostnmi pla-
iiatum, (j) inlra aütennas paiilo, ($) liaud (.'levatum, cum
capite fiiliginoto-piibescens. Frons striata, striis pube obtectis;
occiput fusco-bimaculatum. Antennae (j incompletae) arti-
fulo 50 apicern eljtrorum attingeates, 3*^ — 7^ longitudine sub-
acqualibus, 2« breviore, apice albido-pubeseeutibus; ($) ely-
Irorum margiuem basalem paulo superantes, art, 3« — 8*^ gra-
dalini decrescentibus, nigris, 7« apice, 8'' toto albis, 9<^ — 10*^
iiigris liaud separatis.
Prothorax antice fortiter oonstrictus, ante et post medium
leviter sinuatus, maxima latitudine in medio, dorso late pro-
funde impressus, ante medium sat subito elevatus, densissime
rugalo-punctatus, sparsim pubescens, duabus maculis apicalibu.s
approximatis, duabus alleris juxta elevationem medianam,
linea mediana iiitra banc elevationem et basin fidiginosis;
carina antebasali medio subtiliter interrupta biconcava utrinque
leviter couvexa lateraliter valde rotundatim antrorsum flexa.
Elytra parallela, dorso haud depresta, couvexa, basi
Ibrtiter, postice levius punctato-striata, fusco-pubescentia, macula
obliqua adliumerali, plaga communi autemediani ad suturam
cum plaga altera postmediana antice posticeqiie subnigro deter-
rninata conjuncta fuliginosis.
Pvgidium lateribus fuliginoso-pubescens. Prosternum (,^)
antice ferc laeve, lateribus dense, medio s))arsius punetatum.
Procesf-us mesosternalis ut in specie praecedente. Abdomen
lateribus basi segmentorum exceptio fuliginosum, punetatum,
segmentis duobus ullimis totis punctis asperis; (^) segm.
l" et 2« apice, 3*^ toto medio impressis. Femora et tibiae
l'uliginoso-pubescenles, iJla annulo bene expresso fusco, hae
basi et apice et medio fuscae: tarsi pariim longiores quam in
specie praecedente, grisei, art, 1« a[)ice, 2« fere toto, S" toto,
4^ basi ajjiceque nigris.
Long. 12 mm, rostr. 2. elytr. Si/,, lat. A^l^.
Hab. Transvaal ( I J in Mus. Tring, 1 !^ in Mus. Stettin).
Der abgellachte Pi.üs.sei, die Form des Halsscliildes und
die Färbung des Tomenis unterscheiden dieses Thier von
J). orciillas m. \üi\ JJ. picfus Lahr, und Imh. ist es nur
durch den mehr abgellaciitcn Rüssel und die Färbung ver-
schieden und i.-t vielleicht nur eine südliche Form jener Art.
Die Galtung l)ccalai)Iia>ies Lahr, und Imh. und Deulevo-
cralcs Laltr. und Inili. gehören unmittelbar hinter Phloeo-
lr(i;/ii.-i Schünli.
Stctl. euiuiiiul. Zeil. Ib'JO.
248
Commista ueu. nov.
$. Rostriim latum deplanatum longitudin« lalitiidiiii aeqnali,
apice dilatatum, margine apicali emargiuato, leviter tricari-
iiaturn. Oculi valde distantes, laterales, fere rotiindi, j)ro-
.minuli, insensim obliqui. Anteunae prothoracis basiii attiu-
gentes, tenuissimae, articulis 1" brevi, 2" latitudiue triplo
Jougiore, 3» secundo plus dimidio longiore, 4" et b^ tertio
brevioribus iuter se aequalibus, 6" et 7" quinto paulo bre-
vioribus, oetavo paulo lougioribus; dava coinpressa sat lata
Iriaiticulata; art, 9» lougitudine quiiiti, basi lenui apiccm
versus dilatato niaxima latitudiue in apiec ipso; lO» longi-
tudiui latitudiue aequali, quadrangulato: 11<> basi deciuii
latitudiue, a medio versus apicem sat subito angustato, dimidif»
apicali acute triaugulari. Anteunarum foveae laterales. Prfi-
thorax carina antebasali parte mediana concava, e regione
striarum quiatarum utriusque elytri augulatim retrorsum cur-
vala, deiüde rotundatim autrorsum flexa pone medium pro-
thoraeis desinente ac subangulatim (a supero visa) prominula;
lateribus a carina desiuente ad apicem angustatus disco im-
pressus. Elytra parallela, postice rotuudata, dorso deplanata,
tuberculis armata. Pygidium parum convexum, medio longi-
trorsum Impressum. Pedes sat validi, tibiis apicem versus
•dilatatis ac breviter birsutis, tarsis breviter liirsutis, art. 1'*
latitudiue duj)lo longiore, lateribus subparallelis, 2" primo plus
•dimidio breviore, magis triangulari, 3o bilobo i)arvo sed oltvio.
Typus: C. latifrons sp. nov,
4. Commista latifrons sp. nov.
$. Niger, irregulariter macidatim lerrugineo-lutoso-pubes-
cens, fusco-variegata. Kostrnm cum capite rugose punctatum,
medio depressum, omnino sparsim lutoso-pubesceus. Antennae
vui'ae, clava i)arum obscuriore. Protborax latitudiue (ad
earinam lateralem desiuentem maxima) parum brevior, rugose
granulato-punctatus, impressione dorsal! ante carinam pro-
fund iore versus apicem evancscente, fere totum discum
•occupante, liuea mediana parum elevata subferrugiuea, omnino
irregulariter ac sparsim ferrugiueo-liitoso-i)ul)escens.
Elytra latitudiue fere dimidio longiora, punctato-striata,
Stria cSa profundiore, iuterstitiis alteruis angustioribus, 5" basi
medio ac ante apicem, 7" tote elevatis, tuberculo basali altero
postmediauo sat compressis altis nigris: liic et inde nigro-
tessellata.
Corpus inferum Ibrtiter rugose punctatum. Processus
mesosternalis longior qumn latus, lateribus subparallelis, apicc
Atett. entomol. Zeit. 1S95.
249
riiliindo. iiiedio loiiiiilrdrsiim leviter impresso, lere perpen-
•diculaii-. Scgmentuin anale apice i-ütimdato-tnincatiiiu. Pila
crassa tibiariitn tai>oiinn(|iie l'usca.
Long. 0 mm, rostr. 1i|o, elytr. (ii,o, lat. 4.
Hab. Nord-Ausli-alieo (Typus: Mus. Sfeltiii), 2 $.
Erinnert sehr an Phides .vanlltudarlylus Pasc, von den
Fiji-Insein und au geluickerte Äpalenia- Arien -^ ist aber be-
sonders infolge der andern Form des Küsseis, der Augen und
Heine von ihnen geueriseli verschieden.
.'). Gymnognathus molitor sp. nov.
Facies (i. fahraei Fahrs.: parum majoi-. Rostrum jila-
iiatum; medio depressutn apice dilatatum, latiludine apicis
})aulo longius, carinula mediana subtili in fronte capitis ])aulo
altiore, vitta mediana lata in occiput ascendente ubi latiore
duas maculas trianguläres fuscas includente signatum. Oculi
subrotundi, valde distantcs. Antennae ut in G. fahraei breves,
Protliorax longior quam in G. fahraei, magis conicus,
lateribus medio haud angulatis, albo-pubescens, vitta lata dorso-
laterali lineolani albam basalem obliquam includente et maeula
lineari latevali a carina latcrali desinente ad marginem apicalein
cxtensa fuscis.
Elytra longiora et postice minus abrupte deelivia quam
in specie affini: margine basali valde rotundato-producta,
impressione suprahumerali forti- fusca, plaga magna alba
totam depressionem dorsalem occupante, basi usque ad mar-
jiinem lateralem dilatata, ])0stice ante apicem declivem in
sutura sinuata, guttam parvam suturalem antemedianam inclu-
dente; duabus guttis apicalibus sat magnis, duabusque mar-
ginalibus, mediana et aute-apicali, etiam albis.
Pygidium latitudine basis longius, apicem truncato-rotun-
datum versus obvie angustalum, album, maeula j)arva iri-
angulari apicali marginal! fusca. Corpus infra omnino albo-
j)ubescens, medio metaslerni et abdominis subnudo, sub-
filissime punctato, metasterno ntrinque duabus maculis parvis,
segmeuto {)rimo abdominali maeula basali sat magna intra
medium et marginem lateralem sila, praeterea Omnibus seg-
mentis gutta laterali marginal!, in segmentis ultimis majoribus,
fuscis notatis. Processus mesosternalis triangularis, apice
rotundatus, Tibiae rufae, femora et larsi nigri.
Long. 101 1.2 mm, rostr. 2, elytr. 7i|.,, lat. f).
Hab. Cayenne, 1 V-
Stett. untümol Zeit. 1S95.
250
6. Gymnognathus brevirostris sp. nov,
A. 6'. cicino Jek. rostro loQgitudine fere latiore ciiüi
capite medio occipitis excepto albo-griseo; oculis magis distaii-
tibus; prothorace latitudine pariim breviore, dorso ruguloso-
l)unctato, vitta mediana angusta, laterali lata, absque vittis
abbreviatis basal ibus, cariaae angulo laterali reclo; pygidio
apice medio truncato angulis rotundatis; corpore infero omnino
albo-griseo; segmento auali apice leviter emargiuato angulis
rotuudatis, distinguendus.
Long. 41; 2 mm, e\ytv. 3, lat. 2.
Hab. .^Brasilia/'
In der Rüssel- und Kopfbildung stimmt diese Art mit
G. mciit'trical Bob. überein; letztere Art bat aber einen
schmalen, dreieckigen Mesosternalfortsalz und ein wenig er-
höhtes Meso Metat-ternum, während brecirostris sich in dieser
Beziehung wie vicinus Jek. verhält. Die Längsrunzeln auf
dem Halsschilde von G. vicinus sind in brecirostris vielfach
(pier verschmolzen, sodaß die Scheibe des Prothorax gerunzelt
punktirt erscheint. Die Zeichnung der Decken erinnert an
die der Decken von vicinus: die graue Pubesceuz nimmt die
zwei ersten Drittel ein mit Ausnahme eines runden Fleckchens
auf der Naht in der Mitte, eines Schulterflecks, eines dorsalen
postbasalen Fleckchens und eines Seitenflecks vor der Mitte;
eine dreieckige gcmeinsciiaftliche graue Makel vor dem ab-
tichüssigen Deckenende hängt mit der grauen Basalpubesceiiz
breit zusammen und berührt seitlich fast einen grauen Mar-
ginalfleck; jedes Deckende trägt einen grauen Längsstricb,
der den Apioalrand erreicht. Das Pygidium ist wie in
ficinus bekleidet.
7. Gymnognathus tenuis >p. nov.
Rostrum latitudine dimidio longius, lougitrorsuni ini-
pressum, vitta mediana lutosa bene exjiressa inira oculo-;
parum latiore cum vitta ])rüthoracis mediana continua in
occipite liaud interrupta noiatum, apicem versus paululatitn
dilatafum. Prothorax couicus, latitudine parum longior, sub-
tilissime punctulatu.«, tribus vittis signatus, utrinque vitta late-
rali plus minusve conflua cum j)ubesceutia ]u-t)sterni; carina
d(»r.-ali leviter flexuosa angulis j)arum minoribus quam rectis,
i-ed apice ipso rolundatis.
Klytra elongata, ])laga lutosa communi basi maigines
laterales attingente, medio usque ad striam tertiam exlen-a,
pitne medium ad striam sexlaui dilalata, i)0.-lice ail sutiiratu
Stell, cutuuiul Zeit. lb\)b.
251
^inuata, gutta marginali antemediana, altera(iLie upicali. Pygi-
dium et segmeutum anale ventrale longe spinosa, illud lulosum
mediana gutta excepta.
Corpus subtus lateraliter dense lutoso-pubescens Pro-
ce.ssus mesosternalis lateribus lere rectus, apice rotundatus,
niedio leviter emargiuatus. Pedes pallide ruti, tansis obs^curis.
Long. 41 '2 mm, elvtr. 3, lat. l^j-^.
Hab. -Brasilia.^
8. Gymnognathus affinis sp. nov.
Rüstrum latitudiae qiiarta parte longius; medio intra an-
tenuas leviter Impressum, biviltatum. Caput utrinque supra
oeulos vitta angu?ta signatum. Antennae (,j) elytrorum basin
attingentes. Prothorax latitudine paulo longior, diseo iougi-
trorsum carinulatus, trivittatus, vitta mediana lata antrorsum
angubtata, lateralibus intra medium et angulum fere rectum
carinae positis angustis rectis.
Elytra postite paulo angustata, macula valde elougata
a basi usque trans medium abeuute, in basi ad humerum
usque dilatata, poue scutelkim suturam tangente intra strias
laui et 3iam sita, medio paium versus latus flexa striam
quintam attingente, litterae C parum simili^ triangulo post-
mediano libero trausverso.
Pjgidium a])ice truncatum, band spinosum, vitta mediana
angusta apicem versus tenuissima. Corpus iniVa omiiiuo griseo-
])ubescens, metasterno et segmento basali abdominal! maeula
laterali brunnea siguatis; pioeessiis mesosternalis apice trun-
catus, sicut segmentum anale. Pedes ruli, tibiis apice tarsis-
que nigris.
Long. 5 mm, elytr. S^/j, lat. 2.
Hab. Para, Brasilia (Typu:.: Mus. Stettin).
Wälireud in dem typi'^clien Exemplare von Para die
Flügeldecken nur die in der obigen Besclueiltung angegebenen
Makeln besitzen, zeigen sie in einem Exemplar vom obern
Amazonenstrom noch je einen Fleck vor der Spitze und einen
zweiten in der Mitte des Seitenrandes; auch ist in diesem
Exemplare der dreieckige Nilitlleck seillieli bis zum Seiten-
rande der Decken bindenformig verlängert.
9. Xenocerus aluensis sj). nov.
,^.9. X. punclkoUi Jord. (Nov. Zool. ]>. G42 n. 84,
1894) valde aninis; vitta suturali basi lunid cum linea dor-
sali connexa, ramis postmedianis juiino valde oblique a sutura
SIett. entoniol. Zeil 1805.
252
ad striam tertiam iisque abeunlibus, deinde subito transversis
abbreviatis, haud cum lioea subinarginali conjunctis: sulura
intra apicem et vittani bipartitam non albo-niarginata.
Hab. Alu, Salomons-Insehi, 8 r^, 5 $.
10, Xenocerus australicus i^p. nov.
rj$. A praecedenti diffp.rt : vitta sutm-ali cum linea dorsali
ad mai'ginem basalem connexa, ramis i)ostmediani.s ut in illa
specie, sed marginem lateralem attingentibus, linea submar-
ginali ante et j)ost hos ramos longe interrupta.
Hab. Sommerset, N.-Austnilia (d'Albcrtis leg., Jan. 75).
1 ^, 1 $ (Typus: Mus. Stettin).
Es wird sich später vielleicht heraus^^lelIen, daß die hier
als Arten aufgeführten A'. aluensis m. und auslralicus m.
nur lokale Formen eines über die ganze malayisch-papuasische
Region verbreiteten Xonocerus sind, in dessen Formenkreis
-wahrscheinlich auch A'. luctificns Fairm., oUraceus Motsch.,
itperacerus Montr. und rquesfris Pasc, gehören.
Xylinades Lat.
A. Marmoratus -GrupTpe: Prothorax in beiden Ge-
schlechtern mit einer Längsfurche unterhalb
des S e i t e n k i e I c s.
11. Xylinades granulatus sp. nov.
,^$. A'. marmoralo Roel. structura similis; front is carina
media sulco bipartita: antennariim articulo terlio longiore;
prothorace anticum versus minus dilatato, disco rugis trans-
versis ac granulis sat dense adsperso, carina autebasali magis
arcuata cum carina laterali fere continua; eljtris basi pro-
fundius emarginatis, ad apicem usque granulis distinctis notatis,
plaga nigra mediana multo majore distinguendus.
Hab. Penaug (Typus). 1 ,7^; Perak, 1 ,^-. Sarawak,
Borneo, 1 §.
Das ,^ hat die Innenseite der Fühler sparsam mit langen
Haaren besetzt, von denen ich in den mir vorliegenden
Sumatra- und Java-Exemplaren von A. mannoratus Roel.
(Notes Leyd. Mus. II. p. 237, 1881) keine Spur linde. Die
regelmäßige Zciciinung des Halsschildes von A. mannoratus
iA in granulatus kaum angedeutet. Der in marmoratus ein-
fache, kurae Mittelkiel der Stirn ist in der neuen Art längs-
getheilt und wird außerdem durch die etwas verlängerten,
sich hinter dem Kiel fast vereinigenden Sehenkel der mittleren
Stirn-Rüs.scilurche vom Hinterkopfe getrennt. Die glatten
Stell. CDtomol Zeit 1S9S.
25a
llOcker in den beiden ersten Streifen der Decken sind bis
zur Üeckenspitze deutlich, die der übrigen Streifen sind in der
Mitte undeutlich, treten aber auf dem abschüssigen Decken-
theile wieder auf.
B. Chei'rolafi-GrupY>e: Protiiorax in beiden Ge-
schlechtern mit einer tiefen Grube liinter der
Mitte der Scheibe.
12. Xylinades impressus sp. nov.
(5^$. X. uiger, j)edibus rufescentibus. Rostruin earinis
leviter elevatis instructum, crasse punctatum, lateribus cum
vitta dorso-laterali capitis rufo-tomentosis. Capitis frons punc-
tata, earinis obsoletis.
Prothorax pone apicem constrictus, lateribus leviter rotun-
datis, maxinia latitudine ^-at longe ante medium, dorso for-
tissime irregulariter foveolatus, fovearum interstitiis elevatis,
spatio apicali mediano laevi, fossa transversa profunda ante
carinam tres ramos versus anticum emitteutc notatus, ramis
lateralibus parum arcuatis, mediano leviore recto; carina ante-
basali fere recta medio interrupta cum carina lateraü continua;
tribus lineolis apicalibus, tribus maculis basalibus atque utrinque
macula dorsali majore irregulari saepe in nounullas guttas
divisa rulis.
Elytra ut in A. checrolaii Kits, sculptuiata. sed striis
dorsalibus fortius foveolato-punclatis; pube rufa in maculis
sat sparsis disposita vestita: macula humerali minuta, duabus
lateralibus etiam j)arvis, quarta ante apicem declivem sita
obliqua Iransver.-a piinetis niiimtis nigris notata, ([uinla apicali
magis distinctis.
Pro>tcrnuni loveolalum, sulco trausverso antccoxali bi-
arcualo iustructum, rufo-tomeutosum. Processus intercoxalis
niesostcrni anguste triangularis. Abdomen lateribus obvie
piiuctaluin ac macidi> magnis nigris signatiim. Pedes rufo-
tomentosi, lenioribus ai)ice subtus macida nigra noiatis, tibiis
apice tar.-isque miiuis rutis.
Long. 14 mm, elytr. 10, lat. 5.
Hab. Khasia Hills, Assam, 4 ,j, 3 >; Sikkini (Maiidclli
leg.), 1 c:.
Unterscheidet sich von A. checrolaii Kits, (Notes Lej'd,
.Mus. IV. p. 7, 188o), den das Triug-Museum von Java und
.Malacca besitzt, leicht durch die tiefen Gruben des Halsschildes
und des Basaldrittels der Decken, durch das in ziemlich spar-
same und kleine Flecke aufgelöste rüthliche Toment der Ober-
seite, sowie durch den tiefern und anders geformten dorsalen
Eindruck des Pronotums. Dieser Eindruck besteht aus einer
Slett. entomol. Zeit. 1895.
254
tiefen Querfiiiche, die beiderseits grubenförmig vertieft ist,
iind drei von ihr ausgelienden Längsfurchen, welche weniger
tief sind und etwa die Mitte der Scheibe erreichen; die beiden
seitlichen Längpfiirchen sind gebogen, mit der Concavität ein-
ander zugekehrt, und treffen die Querfurche zwischen deren
Ende und Mitte: (JJ.
C. ]Vestermanni-Gvup\)e: Halsschild einfach.
Die im Folgendon gegebene vorläufige Eintheilung dieser
umfangreichen Gruppe ist eine zum Theil rein künstliche und
soll nur dazu dienen, die Bestimmung der im Habitus ein-
ander so ähnlichen Arten zu erleichtern.
a. Stirn mit Mittelkiel.
ai. Zehntes Fühlerglied zwei bis dreimal so
breit als lang.
a^. Stirn, außer dem Mittelkiel, ohne
deutliche Skulptur.
13. Xylinades moluccensis sp. nov.
$. A'. niger, pube lutoso-cinerea et nigra variegatus.
Rostrum lutoso-cinereum, carinis levibus, niediis in fronte
capitis indistinctis, sulcis lateralibus interruptis. Caput medio
macula triangulari fusca uotatum, fronte carina mediana
instructum. Antennae marginem basalem jjrothoracis vix
attingentes, articulo yio quarto vix longiore, 4" — 8" descres-
centibus, 8^ longitudine paulo angustiore, clava art. octavo
plus triente latiore, art. 0» longitudine septimi, 10» longitudine
fere triplo latiore, 11** triangulari nouo paulo longiore. Oculi
cmarginati.
Prothorax latiludine vix longior, lateribus regulariter
modice rotundatus, maxima latitudine in medio: figura sub-
rhomboidali mediana et nonnullis punctis lateralibus pallidius
lutoso-pubesceutibus. duabus maculis apicalibus sat late separatis
nigris: pronolo granulis medio densius quam versus latera
sitis }»unotisque haud conspicuis instructo, apice laevi; carina
antebasali medio leviter interrupta concava cum carina laterali
continua, angulo obliquo distincto.
Elytra dorso insensim deplanata, subtiliter striato-puuctata,
basi et dorso granulis parvis notata, pube lutoso-cinerea ad
humcrum, ante et post maculam nigram postmedianam obvia,
Jineola suturali scutellari conspicua.
Submentum aspere puuctatum. Corpus subtus lutoso-
y)nbe8cens. Prosternum medio macula nigra marginali et
punctis ievibus et suico transverso instructum. Melasternuni
laterdliter nigro-notatum. Abdomen serie macularum lateralium
Siett. cntomol. Zeit. 1895.
255
<-onlliianim nigianini sianatiiin, fegmento ultimo triangulavi
den.'^e punclato. Tihiae basi niedio'iue nigrae; tar.sornm
arficiilis 1. prinii paris longitiidine liaud diiplo, tertii paris
luiud triplo Inngior.
Long. 13 mm, elytr. 9i,'.,, lat. i'^U-
Hab. Buru (Typus; W. Doherty leg.), 4 $; Amboina, 2$.
14. Xylinades philippinensis sp. nov.
(J$. Femina huius speciei ab lioc sexu praecedentis
differt: carinis mediis rostri subinterruptis, fere bituberculi-
formibus; occipite bi-fusco-maculato; prothorace spavsius tuber-
culato, angulis lateralibus carinae magis rotundatis: submento
multo majore subtiliter punctato; abdomine utrinque biseriatim
maculato, segmento anali breviore. Antennis maris basia
flytrorum parum superantibus, articulis 6" — 10^ infra pilosis.
Hab. Nord-Luzon (J. Wliitehead leg.), 2 ^, 12 $.
Während in der vorhergehenden Art auf der Oberseite
die dunkle Farbe vorherrschend ist. tritt in philippinensis
das graue Toment mehr hervor: der dunkle, runde Fleck
hinter der Mitte der Decken ist sehr unscheinbar. Die mittlem
Kiele des Küsseis sind am Anfange und Ende mehr als in
der Mitte erhöht, ähnlich wie in A'. westermmmi (Tyll.
15. Xylinades andamanensis sp. nov.
,^S^. A. A. weslermanni Gyll. diflert: autennarum arti-
ndo 3i'> breviore; prothorace fortius densiusque rugato-tuber-
rulato: elytris plaga magna nigra dorsali communi notatis.
Hab. Andamanen, 6 j. 2 ^.
Dieser sowie die beiden vorhergeheudeu Xylinades sind
wahrscheinlich nur lokale Formen von X. wesfermanni G3II.
In andamanensis ist wie in molnccensis das Schwarz auf
«ier Oberseite vorherrschend; die beiden großen Flecke auf
den Decken sind in andamanensis zu einem großen gemein-
samen Fleck zusammengeflossen; die Schienen sind nicht
schwarz in der Mitte; das Abdomen hat jederseits zwei Reihen
schwarzer Flecke.
16. Xylinades annulipes sp. nov.
o^. A'. niger, tomento inciirnato vel lutoso vel cinerco-
liitoso, ac nigro vestitus. Kostrtim cum capite bivittatum,
suicis integris, carinis mediis postice subgradatim evanescen-
(ibus, Frons medio carinata, utrin<jue punctata. Antennae
Stett. «Qtomol. Zeit. 1S05.
256
crassae; q: prothoracis basin vix superanle.«, inIVu liaud
])ilosae, articulis 2" et 3io longitudine iere aeqiialibus 5" — 8'*
subglobosis, 8^* longitudine latitudiui aequah", 9^ octavo band
longiore multo latiore, 10*^ longitudine triplo latiove, ll^nono
longioie triangulari; $ ut in q, sed breviores, minus eras.^ae.
Protborax latitudine paulo ('l^ mm) longior; lateribus
leviter rotundatus, maxima latitudine ante medium, disci medio
le^'iter, versus lateia fortius loveolatim punctatus, medio tuber-
culis niodice elevatis sat spaisis instructus, quatuor maeulis
apicalibus, duabus medianis usque ad medium |)i(iioni:alis ubl
dilatatis, «juinque maeulis ante earinam sitis, tnedia uiaj(»i-e,
tribus basalibus, praeterea utrinque gutta latevali antemediana;
earina antebasali concava cum oarina laterali continua, angulo'
valde obliquo.
Elytra prothorace Iriente laliora, convexa, ^at leviter
l'oveolata, basi omnino, ac in slriis 1" et 2" usqne trans medium
tuberculata, ut in A. weslermanni Gjll. signata.
Submentum deplanatum, fere laeve. Prosternum antice-
nigrum, medio insensim sculpturatum, lere laeve, sed ante
coxas transverse sulcatum. Mesosternum nigrum, processu
mediano apice rotundalo ac episternis rulis vel ilavo-lutosis.
^letasternum marginibus antico et postieo lateriliuscpie pro
l)arte exceptis nigrum. Abdomen utrinque duabus seriebus
macularum nigrarum notatum, seriebus medianis saepe con-
tluentibus: segmeuto j)rimo sulco levissimo. Femora apice
rui'o-inearnala maeula nigra notata; tibiae rufo-inearnatae, basi
et apice et annulo mediano nigris; supra vix sulcatis; tarsi.
nigri, articulo 1" ])rimi paris longitudine parum angustioro.
Lono. 17 mm, elytr. 12, lat. 61/4.
„ 10 ., ; 7, ,, 31/2.
Hab. Kliasia Hills, Assam, 6 j, 3 $; Caleutla, 1 J.
Die Zei ebnung des Hinterleibes ist ziemlicb variabel; es
sind stets zwei Reiben schwarzer Flecke vorbanden, von
denen die seitliehen meistens rechteckig sind; die beiden
Flecke des vorletzten Segments sind fast immer verschmolzen,
die der andern Segmente seltener; die Flecke der beiden
Mittelreihen sind zuweilen mit einander vereinigt und bilden
dann ein ziemlich breites Mittelband.
Das last glatte Submentum, die in der .Milte nicht i)iiuU-
lirte VorderbrusI, deren Vorderrand schwarz ist, und die
seichte undeutlich begrenzte Furche des ersten Abdomiiial-
segmeuts sind di(> am leichtesleu faßbaren Uutcrscheidiiniis
merkmale dieser Art.
Stell, enlomol. Zeit. 1895.
257
17. Xylinades plagiatus sp. nov.
,j $. A specie praecedenti difrert: Carinis medianis lostii
postice magis abrupte evanesci-ntibus, carina frontis altiove
Lievioreque; aiitennis gracilioribus, articulis praeeipue in r^
iiiulto laiaus incrassatis, (,j^) art. 6^ — lO*^ iufra pilosis; pro-
tliorate breviore latioreque, lateribus multo magis rotundato,-
dorso fortiter rugato et tubercidato; elytris dense pallide
iiicaiuatü-tomenlosis, maculis nigris multis speciebus com-
iniiDibius sat niagnis, paucis guttis nigris; submento punctato;
tibiis baud auiiulatis.
Long. 13 mm, elylr. 9, lat. (protb.) 8^/4, lat. (elytr.) 5,
Hab. Khasia Hills, Assam, 1 ,^, 'S $.
Die vier vorliegenden Stücke sind alle dicht mit einem
blaß ileiscbfarbenen") Tomente bekleidet und erinnern durch
das starke Hervortreten der schwarzen Deckenmakeln an
A'. chevvolali Rits. Die Wülste und Höcker der Halsschild-
scheibe stehen niciit sehr dicht, sind aber hoch und heben
sieh stark ab. Die runden Halsschildseiten hat diese Art mit
A. siilcifnuis m. gemein. Das einzige ,j hat einige Punkte
in der Mitte des Prosternums.
18. Xylinades foveatus sp. nov.
1^^. X. niger, pedibus leviter rutescentibus. Supra pube
sordide lutosa et fusca variegatus. Rostrum carinis duabus-
niediis retrorsum gradatim evauescentibus, sulco dorso-laterali.
iutra antenuas i'oveii'ormi, omnino lutosum. Caput vilta super-
ciliari notatum, fronte punctata, carina mediana sat longa
instructa. Antennae levissime pubesceutes; ,j : elytrorum basim.
superanles, articulis 6" — 11" infra pilosis, 3io latitudine fere
triplo longi(jre, 8'^ longitudine angustiore, clava angusta,
virt. 9" longitudine oclavi, 10" vix dimidio breviore, 11" tri-
angulari uono trieute lougiore; V-: elytrorum marginem basalem
altingentes, articulis tere ut in ,j, sed parum brevioribus.
Prothorax latitudine haud longior, lateribus sat fortiter
rotundatus. nuixiina latitudine mox ante medium, vitta mediana
lateribusque lutosis, ajjice excepto ibveis parum transversis
magnis, interstitiis leviter tuberculi- et rugiformibus adspersus;
carina anlebasali concava cum cafina laterali lere contiuua.
Elytra cylindrica, nigro et lutoso varia, maculis duabus
inargiualibns ante- et postmedianis, interdum confluis, terlia
*) R,iilg\vay, Nonioncliilurc ut" ColoiiVri [>]. VII. n. 18.
Stett. eotoaiül. Zeil. lHä&. , ]7
258
majore rotiinda, interdum abseilte, quaita basal! marginali
magis conspicuis; fortiter foveolato-striata, ^patiis iuter foveas
basi vix tuberculatim elevatis.
Prosternum maguis punctis notatum, punctis medio aate
margiuem coxalem saepe in sulcum confluis. Abdomen late-
libus maculis sat magnis ad basin segmentorum sitis siguatum,
(q) medio leviter depressum, (^) segmento anali rotundato-
triangulari. Pedes unicolores, tibiis siipra vix suleatis, tar-
fcorum articulo 1" plus duplo (primi pavis) vel triplo (tertii
paris) latitiidine longiore.
Long. 131/2 mm, elytr. 9, lat. 4^1^.
Hab. Kbasi Hills, Assam, l ^, 3 '$.
Die Furche des ersten Abdominalsegmeuts i.>-t wie in
A'. sulcifrons m. gebildet. Die nach hinten allmählich aus-
laufenden Mittelkiele des Rüssels, der ziemlich lange Stirnkiel,
die großen Gruben des Halsschildes und der Decken, die
kaum höckerartig hervortretenden Grubeuz wischenräume der
Decken und die tiefe Furche des ersten Abdomensegments
bilden die hauptsächlichen strukturellen Merkmale dieser Art.
b^, Stirn, außer dem Mittclkiel, unregel-
mäßig gerunzelt -gekielt oder geruii-
zelt-punktirt.
19. Xylinades aspericollis sp. nov.
,^. Slructura ro.'^tri et pronoti X, rugoso Gyll. similis;
antennis autem multo longioribus, infra haud pilosis, articulo 8"
longitudiue angustiore, clava elongato-ovali, articulo ll** tri-
augulari latitudine parum longiore apice subrotundato; elytris
sutura depressis, striarum rnodice foveolatim puncfatarum inter-
stitiis tuberculis rolundis glabris adspersis: abdomine medio
depresfto; tibiis extus minus quam in rugoso ^ulcatis, lateribus
vix impressis.
Long. ISif* mm, elytr. 9, lat. 4^ 2-
Hab. Borneo, 1 q.
Die Zeichnung dieses Thieres stimmt fast genau mit der
von i'ugosKS Gyll., jedoch sind fast alle Gruben des Hals-
schildes, welches keine gelbliche Mittelbinde an der Basis hat,
und der Decken mit gelblichem Tomente ausgefüllt^ auch die
Unterseite und die Beine sind mehr tomentirt als in rtjgostis.
Das Halsschild ist beträchtlich länger als breit und hat seine
größte Breite vor der Mitte, ähnlich wie in A'. marmoratus
Roel. Der vordere Theil der Scheibe ist in aspericollis und
rugosiis nicht glatt wie bei den meisten Xylinades-Avten^
sondern nur wenig schwächer als der Rest des Pronotums
skulpturirt. Der Bsiealkiel des Halsschildes ist stark gerundet,
9te(t. eatomol. Zeit. 1395.
259
nicht unterbrochen, und bildet mit dem Seitenkiele einen sehr
stumpfen Winkel, Auf den Decken treten außer einem Fleck
auf der Schulter und kleinen unbestimmten dorsalen Fleckchen
im ersten Drittel, ein Seitenfleck vor der Mitte, eine unregel-
mäßige Binde kleiner Fleckchen vor dem abschüssigen Deckea-
ende, ein das Ende des achten und dritten Zwischenraumes
einnehmender Winkelfleck und zwei Nahtstriche vor der
S[)itze hervor.
Die Hinterländer der Abdomensegmente sind seitlich gelb-
lich tomentirt. Die Außen- und Seitenflächen der Schienen
sind viel schwächer eingedrückt als in rugosus Gyll.
20. Xylinades rugiceps sp. nov.
2- Rostrum cum capite supra rugose fortiter punctatum,
utrinque lutoso-vittatum, carinis mediis punctatis postice gra-
datim evanescentibus. Carina media frontis sat brevis. Oculi
vix emarginati. Antennae robustae, articulis 3iü quarto parum
longiore, 9*^ longitudine octavi, lO** longitudine triplo latiore,
ultimo triangulari.
Prothorax latitudine, ante medium maxima, parum longior,
leviter eordatus, duabus vittis dorsalibus antice posticeque
approximatis lutosis signatus, foveolato-rugatus, rugis sat longis
irregularibus, apice tuberculatus haud laevis; carina antebasali
concava, cum carina laterali continua, angulo valde obliquo.
Elytra foveolato-striata, basi dorsoque tuberculata, ad
suturam levissime depiessa, fere ut in X. westermanni signata.
Submentum valde transversum, antice reflexo-marginatum,
pone sulcum elevatum, medio transverse depressum pauce
[)unctatum, lateribus autem punctis asperum. Prosternum
lateribus fortissime foveolatum, medio insensim sculpturatum.
Abdomen lateribus una serie macularum nigrarum notatum,
Segmente ultimo rotundato- triangulari et lateribus segmenti
penultimi grosse punctatis. Tibiae unicolores; tarsi eis
A'. tcestermanni Gyll. longiores, art. 1^ tertii paris latitudine
triplo longiore.
Long. 131/ o mm, elytr. 9, lat. (proth.) 41/4, lat. (elytr.) 5i|2.
Hab. Slam, 1 !^.
Die rauhpunktirte Stirn und das auch im apicalen Theile
gehückerte Pronolum sind die Hauptkennzeichen dieser Art.
21. Xylinades aruensis sp. nov.
$. Rostrum carinis mediis intra antennas Interruptio in
oeciput ascendentibus ubi dilatatis evanescentibusque instructum.
Carina media frontis longa, Oculi leviter emarginati. An-
Stett. entomol. Zeit. \M'o, \ji.-
2G0
tenuae graciles sed sat breves, articiilis 3'"^ et 4" longitudine
lere aequalibus, clava sat lata ovata, ait. Kj" longitudine
tviplo latiore.
Prothorax intia apicem et trientem basalem modiee rotiin-
datus; dorso medio rugis transversis haud densis, versus
latera tubeiculis sparsis adspersus, spatio ante carinam et apice
laevibus; carina autebasali concava haud interrupta, cum
oarina laterali non coutinua.
Elvtra ad suturam leviter depressa, punetato-stiiata, basi
grauulata, maeula nigra postmediana dorsali cum maculis
ante- et postmedianis lateralibus eooflua.
Corpus iufra sat deuse lutoso-pubescens, haud nigro-
maculatum. Prosternum lateribus subtiliter, medio insensim
pnuctatum, ante coxas medio sulcatum. Abdominis segmeutum
basale sulco proiuudo angusto instructum, segmentum anale
breve impunclatum. J'ibiae unicolores; tarsorum articulus
primus primi paris latitudine vix dimidio, tertii paris plus
duplo longiore.
Long. 10 nmi, elytr. 7, lat. (proth.") 23/^, lat. (eljtr.) Si/^.
Hab. Wanima Dobbo, Aru-Inseln (C, Ribbe leg.), 1 $.
b^. Zehntes Fühlerglied kaum um die Hälfte
breiter als lang.
22. Xylinades striatifrons sp. uov.
$. Kostrum cum capite, oecipite excepto, lutoso-pubescens;
earinis mediis usque in occiput dislinctis; intra eas et carinam
mediam frons capitis utrinque duabus carinulis instructa. An-
tennae sat graciles, articulis 2^ — 8*^ subconicis, 3io quarto
triente longiore, 8*^ dimidio tertii paulo longiore, clava angusta,
art. 9"^ longitudine septimi, 10" nono dimidi(» breviore,
11" triangulari longitudine tertii.
Prothorax latitudine vix longior, lateribus obvie rotun-
datis, maxima latitudine ante medium, duabus maculis iuscis
et tribus liueis lutosis apicalibus notatus, disco omnino sat
sparsim lutoso-pubescens; triente apicali excepto disco sub-
transversim fortiter foveatus et luberculatus; carina antebasali
medio interrupta leviter eoueava cum carina laterali eontinua,
angulo valde rotundato.
Elytra cylindriea ad suturam levissime depressa, striato-
punctata, basi foveolata et tuberculata, dorso medio rugis
transversis adspcrsa, parum lutoso-pubescentia, i)raeeipue jjone
maculas postmedianas fuscas.
Submentum rugit< punctis granulisque asperum. Pro-
sternum anlice laeve, poslice et ad latera punctis magnis ut
latera meso- et metasterni notatum. Abdomen lateribus singulis
Stell, eutoinol. Zeit. 189&.
261
puuctis cra.ssis in segnieutis posterioribus deusius sitis iu-
structum, lutoso-pubescens, lateraliter serie macularum fuscarum,
basali majore, notatum; segmento ultimo triangulari. Tavsi
densius quam femora et tibiae, quae macula incouspicua sub-
fusca mediana signatac, lutoso-pubescentes, graciles, cum
unguiculis tibiis longitudine subaequales, avticulo 1" primi paris
latitudine duplo, tertii paris plus triplo longiore.
Long. 13 mm, elytr. 9, lat. A^j^.
Hab. Khasi Hills, Assam, 1 $.
Die be'den mittleren Kiele des Rüssels sind zwischen den
Fühlern etwas genähert, verlauten dann schräg nach hinten
und hören erst in gleicher Höhe mit dem hintern Augenrande
auf. Der Mittelkiel der Stirn ist sehr lang; zwischen ihm
und den vorhin erwähnten Kielen finden sich jederseits zwei,
hinten durch einen mehr oder weniger deutlichen Eindruck
getheilte Kiele, sodaß die Stirn mit sieben Kielen versehen
ist. Die Gruben des Halsschildes stehen in nicht ganz regel-
mäßigen Querreihen. Der zweite Zwischenraum der Flügel-
decken ist deutlich vertieft. Die stark hervorstehenden Augen
sind sehr schwach ausgerandet. Der Basalrand des ersten
Hinterleibssegments ist in der Mitte braun lomentirt; die Furche
des Segments ist sehr seicht. Die Fühler sind länger als im
$ von A'. armatus m.; die Decken haben nur an der Basis
runde Höcker und die Zeichnung ist eine andere.
2;?. Xylinades armatus sp. nov.
o $. A. niger, antennis pedibusque rufescentibus, tomento
cinereo vel rosaceo et fusco variegatus. Rostrum cum capite
cinereum vel rosaceo-cinereum. Carina frontis a rostri basi in
occiput ascendens longissima glabra. Antennae pubescentes,
infra breviter sparsim pilosa; ^: articulo 3io secundo fere
duplo, quarto parum longiore, 4° — 8" gradatim descrescentibus,
ft** latitudine dimidio lougiore, 9° — llocaetcris parum latioribus,
9'^ longiore quam lato, 10" vix breviore quam longo, ll" tri-
angulari nono paulo longiore; ^' : articulis 2" et 4'' aequalibus,
3" iis plus dimidio longiore, 4'^ — 8" descrescentibus, 8^ lati-
tudine longitudini acfiuali, clava .ut in mare angusta, arti-
<'ulo 9'^ latitudine liaud longiore, 10" latiore quam longo,
1 l" parum minus quam in ^ triangulari. Oculi levissimc
«■marginati.
Pnithorax maxima lalitudiae pone medium, cinereo- vel
vinaceo-cinereo-tomentosus, linea media obvia, duabus maculis
apicalibus, duabus basalibus fuscis; di.«co foveis magnis deusis
instructus apice excepto, interspatiis elevatis glabris; carina
Stctt. enlomol. Zeit. 1895.
262
antebasali medio levissime interrupta concava lateruliter valde,
regulariter, rotundata usqiie ad apicem continuata.
Elytra dorso parum deplanata, granulis striarum sat
fortium longe Irans medium distinctis; pube cinerea lineolas
formante, praecipue in interspatiis terlio et quinto, in lioc
interspatiis lineola basali conspicua; macula indistincta dorsair
j)Ostmediana fusca.
Corpus subtus unieolor, cinereum vel subvinaeeum, ab-
domine lateraliter maculis magnis, tibiis medio extus macula
rainuta fuscis notatis. Prosternum fortiter foveolatum, fossa
brevi antecoxali notatum. Tarsi graciles, articulo 1^ primi
paris latitudine triplo, tertii paris quiutuplo longiore; q articulo
secundo primi et secundi paris intus dente aeuto longo armato.
Long. 101/3 mm, eljtr. 7, lat. 3i,',.
Hab. Java occ, Sukabumi, 200Ü Fuß (H. Frubstorfer
leg. 1893), 1 ^; Java or., Montes Tengger, 4000 Fuß
(H. Frubstorfer leg. 1890), 1 '$.
Diese eigentbümlicbe Art, eine der zablreichen Ent-
deckungen des Herrn Frubstorfer, ist in beiden Geschlcclitera
ausgezeicbnet durch den langen Stirukiel, die schmalen Fühler-
endglieder, das verhältnißmäßig lange zehnte Fühlerglied, die
langen Tarsen, den seitlich ununterbrochenen und im weiteu
Bogen zum Vorderrande gehenden Halsschildkiel, und die
linienförmige Vertheilung des grauen oder röthlich -grauen
■^roments. Im Männchen ist das zweite Glied der Vorder-
tind Mitteltarsen an der Innenseite in einen scharfen, ziemlich
langen, nach unten gebogenem Zahn versehen; auch ein unter
-den bis jetzt bekannten Xylinades einzig dastehender Charakter,
b. Stirn mit Mittelfurcbe.
24. Xylinades compar sp. nov.
$. A specie praecedenti differt: sulco laterali rostri brevi,
haud in frontem ascenden'e, carinis dorsalibus lateralibus intra
antennas altis scd in fronte capitis obsoletis, haud interruptis,
fronte sine carina media, occipite medio fusco; antennis omnino
tomentosis, sine pilis longioribus, articulo 3i<>, 8^', 9'', 10<*
brevioribus; prothorace diseo minus profunde foveolato, carina
lateraliter angusle interrupta; elvtris convexis multo levius
granulatis, granulis in basi solum distinctis, macula fusca
dorsali medio el\ tri ap])roximata, utroque elytro plaga elongata
laterali niarginali a medio versus humerum extensa notato;
prosterno foveis minoribus instructo, metasterno levius, ab-
domine vix punctatis, segmento anali multo breviore, haud
triangulari, apice subtruncato.
Hab. Java mer., Palabuan (H. Frubstorfer leg. 1892), 1 $.
Stctl. entomol Zeil. 139i.
2(;:5
Das letzte Bauchf^egment i?t kürzer als bei dem Weibchen
der andern Xylinades-AvteD. Das Fehlen des Mittelkiels der
Stirn hat diese Art mit der folgenden gemein. Die Scheibe
des Halsschildes trägt außer der Mittellinie noch jederseits
zwischen Kiel und erstem Drittel zwei gelblich-graue Linien,
Die Beine sind einfarbig tomentirt, bis auf einen dunklern
Fleck vor der Schcnkelspitze.
25. Xylinades sulcifrons sp. nov.
Q $. X. niger, antennis pedibusque rufescentibus. Rostruni
carinis duabus internis continuis, lateribus luteo-pubescens.
Caput supra vitta laterali et linea mediana luteis; suico mediano
rostri in frontem ascendente; fronte punctata, ecarinata.
Oculi leviter emarginati. Antennae graciles, clava angusta;
f^: trientem basalem elytrorum attingentes, articulis 6^ — lO»
infra pilosis, 3io secundo triente, quarto parum longiore,
8*^ longitudine secundi, 9^ longitudine octavi vel paulo breviore
vix latiore, 10» dimidio noni aequilongo; $: elytrorum
marginem basalem attingentes, articulo 11" longiore quam
in mare.
Prothorax lateribus sat fortiter regulariter rotundatus,
in $ magis quam in ^J, ad basim paulo latior quam ad apicem;
linea mediana ante medium interrupta lutoso-pubescente,
praeterea apioe lateribus, disco hie et inde sparsissime, basi
post carinam pube lutosa vestitis, maculis duabus apicalibus,
duabus basalibus fuecis^ dorso fortiter fovcolatus apice exccpto,
foveis pro parte transverse confluis, interspatiis granulis
adspersi.s, ante carinam antebasalem transverse depressus, ad
carinam lateralem subsulcatus; carina antebasali subrecta,
medio anguste interrupta, cum carina laterali non continua.
Elytra ejlindrica, modice punctato-striata, granulata, gra-
nulis sat parvis, sed dorso usque trans medium distinetis,
sutura et interstitiis allernis lutoso-lineolatis ac nigro-guttatis,
plaga laterali antemediana et altera dorsali postmediana
rotuuda fuscis.
Corpus subtus lutoso-vel fulvo-lutoso tomentosum. Pro-
sternuni fossu triangulär! et punctis magnis densis instructum.
Abdomen utrinque duabus seriebus macularum fuscarum
notatum, lateralibus saepe semihuiaribus. Pedes lutoso-tomen-
tüsi, fenioribus macula subapicali, (ibiis mediana fuscis; tarsis
gracilibiis ut in specie praecedenti.
Loug. 11 mm, elytr. T^/j, lat. 8^/2.
Hab. Khasi Hills, Assam, 14 (^, 9 ?.
Siett. emuuiol. Zeil. 18&S.
264
Stellt der vorigen Art nahe, ist älinlich jjezeiclinel und
hat wie jene keinen Stirnkiel. Die Fühler sind aher dünner,
ihre Endglieder weniger breit, das Halsschild ist viel mehr
gernndet, die Scheibe hat viel größere Gruben, der Trans-
versalkiel ist grade, die Grube des Prosternnms ist tiefer und
kürzer, das letzte Abdominalsegment ist etwas länger, und der
Hinterleib hat jederseits zwei Reihen dunkJer Flecken. Die
Furche hinter dem Vorderrande des ersten Abdominalsegmcnts
ist scharf begrenzt und tief, die beiden Schenkel der Furche
Hießen aber in der Mitte, nämlich in der dreieckigen medianen
Erweiterung des Segments, nicht zusammen, oder eine Vcr-
•einigung ist nur angedeutet.
26. Apolecta maculata sj). nov.
,^$. A. niger, pube cinnamomeo-isabellina vel cinnamomea
vestitus, nigro-maculatus. Caput medio nigro-vittatum, carinulis
frontis lateralibus autice valde approximatis leviter arcuatis.
Prothorax lacvis, longitudine parum angustior, antrorsum
obvie sed haud ibrtiter angustatus, dorso medio impressuni,
elevatione mediana sat angusta longa pone medium latiore
altioreque instructus, carina ut in .1. depressipcnni Jord.
medio margini basali valde approximata; vittis tribus, mediana
Jata, dorsalibus maculaque infero-laterali nigris.
Elytra fortius quam in A. depressipenni striato-i)unclalu,
'Cons|)icue nigro-maculata: macula rotundata basali intra strias
lam — 4ara, altera humerali, tertia quadratica posthumcrali
intra strias 5»™ — Ttmi^ duabus lateralibus ante et post medium
sitis, sexta dorsali mediana, scptima semilunari obliqua ante
apicem declivem intra striam 1'"^™ et marginem lateralem,
uonnullis apicalibus atque multis lineolis plus minusve confluis
in depressione suturali intra strias tertias utriusque elj'tri.
Pygidium vitta apicem versus dilatata mediana nigra
signiitum, apice (,^) truncatum, ($) emarginatum. Corpus
infra medio fuscum; metasterno utrinque duabus lineolis fuscis
notato. abdomine lateribus una serie macularum ol)li(]uarum
fuscarum signato; (,j*) segmentis tribus basalibus medio bituber-
culatis, ultimo medio levissime longitrorsum impresso apice
subtruncato; (9) ultimo leviter sed distincte emarginato.
Long. 81/3 mm, cljtr. 6, lat. 3.
Hab. Manila, Luzon (Typus: Mus. Stettin); 1 q, 2 $.
Steht der A. depressipofnis Jord. (Stctt. E. Z. p. 179
1895) am nächsten; untersclieidct sich aber von ihr
durch die deutliche Fleckung der Decken, die sch\Tcirz ge-
ileckten Seiten des Abdomens, die im J mit je zwei Höcker-
SteXi. entomol. Zeit. lSd5.
205
chen veiv^elieueo drei basalen Abdomeiisegmente und das im
!;- leicht aber deutlich ausgerandete rvgidiiim und letzte
Hatu-hsegment.
27. Araeocorynus eurous sp. uov.
.1. bruMueo-niger, pube fiisca bruiiiiea liitosa varicgatus.
b'ostrum cum capite unicolor, lutosum. duabus raaculis oecipitis
liiseis approximalis. Oculi poslice altiores quam antice. An-
tpuuae prothoracis basin attingentes ferrugineae, clava fusca.
Prolliorax latitudine (ante basin maxima) quarta parte brevior,
lateribus a basi ad apiccni rotundato-augustatiis, carina basali
uugulis lateralibus rotundis, convexus, ante scutclhim dei)laMatus,
Jutoso-pubescens, area mediana ad basin, band ad apicem
extensa antice plus minusve rolundata, utrinque duabus macuiis
clongatis irregularibus uua post altei-am sitis maculaque potft-
apicali latcrali l'uscis, area mediana hie et inde lutoso-signata.
Elytra longitudiue triente angustiora, convexa, medio
j)aulo latiora quam basi et apice, hoc late rotundato, punctalo-
striata, interstitiis alternis sparsim iusco et cinereo vel lutoso
iessellatis, basi magis ferruginea, regione ante apicem declivem
pauIo magis cinei-ea.
Pygidium trianguläre, apice rotundato. latitudine haud
longius, dense lutoso pubescens. Corpus infra Ibrtiter puuc-
latuqi, lutoso einereum. Processus mesosternalis retrorsum an-
gustatus, apice truncato-emarginatus. Segmeatum anale in
utroque sexu breve. Pedes elongati; femoribus medio. tibiis
basi, medio, ai)ifeqiie, tarsorum articulo l** ante apicem, 2" toto
fuscis; tibiis apice paulo diiatatis, anticis iutVa muUi-dentatis
vel spino^^is; tarsorum art, 1" primi paris tibiarum apice vix
latiore, latitudine plus duplo longiore, 2'^ longitudine non an-
gustiore primo ]iarum latiore; articulis tertii paris iis primi
paris angiistioribus.
Long. 6 mm, elytr. 4, lat. 3.
Hab. Cap Vork, X. -Austrai. (Typus: Älus, Stettin),
2 Exemplare.
Unterscheidet sich (vielleicht generisch) vcm A. curninc/i
Jek. (Philippinen) durch die längern Fühler, die runden Seiten-
winkel des Halsschildkiels, der sich Jcderseits etwas von der
Jiasis entfernt, das kurze Aualsegmeut und die nicht stark
verbreiterten Schienenenden, welche außerdem nicht in einen
kräftigen Zahn ausgezogen sind. Die Zeichnung der Oberseite
ist variabel.
Stett. entomol. Zeit. Iä95.
266
Einige
neue Mfer der Indo-Auslralisclieii Kegion
in der Sammlung des Tring-Maseums.
I>r. K. Jordan, Tring, England.
1. Coryphocera blanda sp. nov.
Nigra, supra parum brunnescens, viridescenti-rubro-signata,
maculis pro luce versicoloribus. Caput rubrescenti-viride, sim-
])lex, ch'peo quadrangulari angulis rotundatis, densissime punc-
tatum. Antenuae brunneae.
Prothorax antrorsum fortiter regulariterque angustatus,
ad angulos posticos rotiindatos fere triplo latior quam ad
apicem, latitudine longitudine fere duplo majore, convexus^
di-nsissime crasse punctatus, punctis ante scutellum sparsioribus;
viridescenti-ruber, duabus vittis nigris ante scutellum approxi-
inatis vel confluis, antrorsum angustatis, marginem apicalem:
lere attingentibus, vel attingentibus, extus convexis, intus parum
eoncavis, notatus.
Scutellum viridescenti-rubrum, basi utrinque et apice
cxtremo parum nigrum, regulariler acute trianguläre, nitidum,
lateribus ])aucis punctis crassis instructum.
Eijtra retrorsum fortiter angustata, basi fere duplo latiora
quam supra segmenti quarti abdominalis basiu, suturaii angula
late breviter dentato, deusissime punctata, punctis ad humeros
plus minusve longitrorsum confluis, laterum dimidio apicali
et apice toto transverse strigosa ac umbilicatim punctata;
macula transversa mediana suturam haud attingente, altera
plus minusve rotundata aj)icali viridescenli-rubris signata.
Pj'gidium transverse aciculatum, apice ipso Impressum,
utrinque rubro-flavo-bimaculatum, maculis ad apicem confluis.
Corpus inferum nitens; lateribus prosterni longitrorsum
aciculatis; metasterno medio sublaevi, lateribus unibilieato-
punclato ac strigoso, episteruis dense umbilicato-punctato:
segmcnto ultimo transverse strigoso; cpimeris mesosterni apice^
processu mesosternali lato apice rotundato, macula utrinque
in medio metasterni, margine laterali crassato et parte mediana
coxarum posticarum, maculis lateralibus abdominis segmen-
torum yii, 4i, 5i ac mediana magna 5', femoribus quatuor
anlicis infra, posticis macula basali alteraquc apitali, tibii-is
Stell, cülüuiol. Zeil ISOS
267
macula magna submediana, viridescenti-rubris. Pedes punctis
strigisque foititer adspersi, tibiis anticis versus apicem dilatatis^
ante apicem dente parvo armatis, intermediis et posticis
medio dentatis.
Long. (cap. excl.) 18 mm, cap. Si/g, elytr. 14, lat.
(1mm.) 91/2.
Hab. Kiukiang, China, July 1887 (Pralt leg.)
Infolge der starken Punktirung besitzt die Oberseite ge-
ringen Glanz. Die Größe der Makeln ist nicht constant. Die
Haare der Unterseite sind blaß gelb.
Itra gen. 110 V. Colpoderinorum.
Palpi labiales maxillaribus breviores, articulis ac iis
maxillarium palporum latitudine subaequalibus, Mandibulae
(,j) fere longitudiue capitis, regulariter arcuatae, apice ipso
bidentato; ($) dimidio latitiidinis capitis foriiter arcuatae,
interne uni- vel bidentatae. Caput antice transverse fortiter
depressum, depressione postice linea concava quae medio cum
linea longitudinali mediana capitis couflua determinata.
Antennae longitudine dimidii corporis (^), vel parum
breviores ($); articulo 1° crasso, 2« brevissimo, 3^ quarta
ad decimum dimidio vel fere dimidio, 1 1*^ tertio longioribus.
Prothorax rectangularis transversus, (,^) versus basin
levissime angustatus, lateribus parum reilexis crenulatus, disco
medio subplanatus, utrinque convexo-elevatus.
Eljtra parallela, pone humeros parum inflexa, in quarta
parte apicali rotundato-angustata, apice (singuli elytri) cxtus
valde rotundato, intus fere rectangulato haud dentato.
Wie in Vorx Newm., welcher Gattung die neue am
nächsten steht, haben die Tarsen ein kleines aber deutliches
fünftes Glied am Grunde des Klauengliedes. Die Form der
Taster, Mandibeln, des Halsschildes und der Fühler haupt-
sächlich unterscheiden Itra von Dorx Newm.
2. Utra nitida sp, nov.
f^$. Nigro-castanea, nitida, supra omnino glabra. Man-
dibulae sparsim punctatae, punctis versus marginem internum
densioribus. Caput antice punctatum, fronte ad oculos bi-
impressum, occi[)ite utrinque sparsis punctis instructum, pon«
oculos pilosum.
Scapus anttiinarum latitudine paulo longior, paucis punctis
notatum, cactcri aiticiili magis punctati, duo ullimi densis
fovei.s olfactoriis instructi.
Sieti. enlomol. Zoil. 1805.
268
Prothorax laevis (,^) ad angulos auticos sat dense, posticos
multo sparsius punctatus, (1^) paiicis punctis iu angulis sitis
iustructus: margiue antico medio late emarginato, angulis
anticis paruni productis sed rotundatis; angulis posticis in (q)
magis quam in ($) recurvatis; margine basali Juxta angulos
posticos bisinuato.
Scutellum transversum, imj)unctaüim. lalc rotundatum.
Elytra impunelala, (q) regione transversa postbasali rugosa:
basi ad luimeros impressa; lateribus vetlexo-marginatis.
Submenlum rugatum. Prosternum subtiliter dense punc-
latum, processu inlercoxali fere borizontali fortiter marginato.
Meso- et metasternum lateribus breviter pubescentia ac punc-
tata. Abdomen in (?) postice paucis punctis nötatum, in (q)
segmenti primi basi, secundi tertii quarti spatio parvo laterali
sat bene circiiinscripto dense punctatis, Pedes i)auc'is punctis
instructi.
rj. Long. (mand. excl.) 58 mm, mand. 10, pi-oth. (medio) 9,
eljtr. 37, lat. (protb). I81/2, lat. (bum.) 20.
$. Long. (mand. excl.) 57 mm, mand. 6, protli. (medio) 8,
eljtr. 39, lat. (prolli.) 15, lat. (lium.) 20.
Hab. Nord Australien: Port Darwin (Typus. 1 ,^, 1 $),
Cairns (1 $).
Dieses auffallende Thier erinnert durcb seinen Glanz an
die atrikanisclien Vertreter der Coipoderinen und durch seine
breite Gestalt an Mallodon.
3. Merionoeda amabilis sp. nov.
V- A M. nigriceps White dicta capite auranliaco flavo,
antennis totis nigris, prothorace latitudine longiore, tibiisque
posticis apice fusco exceplo flavis Cacile distiuguendus.
Long, (cum cap.) 13 mm, elytr. A^j.), lat. (hum.) 3.
Hab. Khasi Hills, Assam, 1 $.
Einfarbig orangen-gelb; Augen, Fühler, äußerste Spitze
der Decken und ein Ring vor der Spitze der Hinterschenkel
schwarz; Spitze der Hinterschienen briiunlich; Hiulertarsen
bräunlich-gelb. Kopf in der Mitte vor den Fühlerhückern mit
einem Quer-, zwischen den Höckern mit einem Längseindruck,
beide Eindrücke zu einer in der Mitte ziemlich tiefen drei-
eckigen Grube zu.sammeugellossen; fein, neben den Augen
stärker punklirt. Erstes Fühlerglied glatt und gläuzend. Hals-
schild glatt, länger als breit; die mittlere Erhöhung mit einem
Grübcheu vor der Basis. Flügeldecken das erste Viertel des
ersten Abdominalsegments erreichend, von der Mitte ab
klaffend, glänzend, der Länge nach eingedrückt, Schultern glatt
Slett. enlomol. Zeit. 1S9.5.
26^
und vorstehend, mit unreirelmäßig gereihten, haartragendea
l'iinUten spärlich besetzt, Uulertlügel im basalen Theile gelb,
im apicalen Theile schwarz.
Unterseite glänzend.^ wie die Oberseite ziemlicii sparsam
uud mäßig lang behaart: Abdomen zerstreut aber deutlich
puuktirt.
4. Xylotrechus carinicollis sp. nov.
Ruib-tuligiuosus. Caput sordide ilavo-pubesceus, carina
mediana longitrorsum (parte antica excepta") canaliculata nigra
notatum. Autennae crassae, articulis 1" — 5^ rufis, 6*^ — ll**
brunneis. 2" latitudine multo longiore. Prothorax subglobosus^
maxima latitudine mox ante medium, disco medio carinatus^
granulatus, margine apicali angusto et fascia transversa ante-
mediana ad coxas usque descendente brunneis, fascia ante-
basali utrinque maculatim dilatata subnigra, mavgine basali
llavo-pubesceute.
Scutellum flavo-pubescens, sub-semicirculare. Elytra
retrorsum angustata, apice angulo exteriore dentato, interiore
rotundo, margine basali (lat. 1 mm) et quarta parte apicali
rufo-fuliginosa excej)tis nigra: fascia antemediana recta (lat.
'■^li mm) altera postmediana versus latera parum retrorsum.
dexa prima paulo ungustiore flavis completis.
Cfirpiis infra tlavo-pubescens, macula basali prosterni,.
episternis mesosterni, luteribus et margine postico metasterni,
segmentorum abdominis margine posteriore densius pubescen-
tibus. Processus mesosternalis tuberculiformis, medio niger.
Metasternum pio maxima parte et segmenta abdominalia basi
nigra. Pedes ruti.
Long, (cum caj).) 15i;o mm, proth. 4, elytr. l<>'/25 'i^^»
(proth.) 4, elvtr. Hium.) 4i,'...
Hab. Khasi Hills, Assam, Juli 94.
ö. Cyriocrates amoenus sp. nov.
A speciebus C. t-onator Thoms. et medcnbaclii Kits, dictis
autenuarum articulis Septem ultimis totis nigris; prothoracis
tuberculi dorsali postmediano latiore altioreque, impressione
transversa antemediana latiore, elytris intra humeros et
scutellum granulis majoribus sed s])arsioribus, sine linea elevata,
granulis regione iiumerali S|)arsis obsoletis, lateribus ab humeris
ad apicem vi.x puuctatis parum rugulosis, dorso puuctis sparsis
basin versus t'requentioribus piliferis notatis, jnlis longis, macula
basali intra scutellum et humerum, callo humerali, quatuor
fasciis transversis rectis, macula transversa anteapicali (in
utroque eljtro), glabris diversup.
Stctt. entomol Zeit. 1895.
270
Long, (cum cap.) 40 mm, protli. 6, elytr. 30, lat.
(hum.) 14.
Hab. Kina Balu, Nord-Borneo (A. Everett leg.), 1 ^.
Die Pubescenz ist grau-grüo, seidenschimmernd, mit einem
Stich ins bläuliche; die nackten Stellen sind grünlich-schwarz.
Der Höcker auf der Scheibe des Halsschildes ist nackt und
zeigt auch unter starker Vergrößerung keine Punktirung;
zwischen diesem nackten Mittelfelde und den Seitendornen
findet sich jederseits noch ein schwarzer, dreieckiger Fleck;
die Basis des Pronotums ist ganz tomentirt.
Von den vier vollständigen nackten Binden der Flügel-
decken ist die zweite die breiteste und etwa so breit als die
zweite beschuppte, schmäler als die dritte (mediane) beschuppte
Binde; die vierte nackte Binde steht weiter von der Spitze
entfernt als in medenbachi Kits. (Notes Leyd. Mus. p. 39,
1881) ihr Vorderrand endigt an den Seiten oberhalb der
Mitte des vorletzten Abdominalsegments; die fünfte auf zwei
Flecke reduzirte Binde fehlt den andern Arten.
Das erste und zweite Fühlerglied und die Basen der
beiden folgenden sind grau-grün, die andern Glieder sind un-
geringelt; das vierte und fünfte Glied ist an der Spitze nur
schwach verdickt, viel weniger als in C. medenbachi Rits.
Die längern Haare der Decken haben etwa eine Länge
von 11/2 mm. Der Neniophas malachiticus Nonfried (B. E.
Z. XXXVL p. 380 n. 25, 1892) ist ein Cyriocrafes und
i>t wahrscheinlich mit C. medenbachi Rits. identisch.
6. Glenea flava sp. nov.
$. Brunnea, dense tlavo-tomentosa, nigro-maculata. Caput
linea nigra mediana sub prothoracis marginem apicalem dilatata
signatum. Antennae nigrae, unicolores. Prothorax longitudine
triente latior, post apicem et ante basim lateribus leviter con-
strictus, dorso quatuor maculis in quadrangulo positis maculaque
laterali nigris. Elytra pallide rufa, deuse tlavo-tomentosa basi
paueis punetis sub tomentum obviis instructa, juxta carinam
humeralem usque pone medium abeuntem seriatim crasse
punctata, angulo suturali apicali subrecto, exteriore brevissime
dentato; utroque elytro quatuor maculis nigris in serie una
dispositis notato: la in parte quarta basali elytri rotundo,
2^ paulo ante medium paruni majore, 3*^ omnium minima
magis versus latus sita, 4a omnium maxima apicali sed mar-
gines ni euturalem ni lateralem tangente.
Stctt. entomol. Zeit. 189i.
271
Corpus inferum lateribu? obscuriiis, metasteruo lateribus
maculis denudati.s, atri?, segtnentis 4 basalibus abdominis late-
raliter basi nigris. Pedes luteo-rufi, pallide flavo-pubescentes.
Lons:. (cum cap.) 15 mm, elvtr. \0^j.->, lat. (hum.) 6.
Hab. Sikkim, 1 $.
Aehnelt in Struktur und Farbe sehr der G. maculifera
Thoms, Das Halsschild ist etwas kürzer, an der Basis breiter,
seine Flecke sind kleiner: die Decken sind anders gezeichnet
und ihre Spitze ist innen nicht, außen schwach gezähnt. Der
schwarze Stirnflek der maculifera fehlt, dagegen ist die ganze
Mittellinie des Kopfes schwarz.
IBeiträse zur Ivenntniss
der
nielitopbiliii Laiiielliconiier (Coleop(era).
Von H. J. Kolbe.
V.
Kurzer Entwurf zu einer Eintheilun^ der (etoniiden.
Eine Untersuchung und Vergleichung der Cetoniiden hin-
sichtlich der Bildung der hinteren Tarsen hat das folgende
Ergebniß.
Erstens. Bei Goliathns, Goliathinus und Verwandten,
bei JJypselogenia, Rhyxiphloea, Bhinocoefa, Heteroclita etc.,
Snmalibia. Stalagmosoma, Phoxomela, Psacadoptera, Pseiido
prnfaetia, Annplochilus und Verwandten, bei Polichostethus,
Tephraea, A plasia, Polystalactica, Aethiessa, Trichostetha,
Elaphinis etc. — sind das erste oder die ersten Glieder der
hinteren Tarsen mehr oder weniger compreß, am Ende ver-
breitert und hier im oberen Winkel in einen Dorn ausgezogen
oder lang zugespitzt. Auch die untere Ecke am Ende der
Glieder ist mehrfacli so beschafVen. In manchen Gattungen
ist außerdem das erste Glied größer als das zweite. In einigen
Gattungen ist die geschilderte Bildung der Hintertarsen nur
im weiblichen Geschlecht zum Ausdruck gelangt, im männ-
lichen Geschlecht sind die Glieder der Hintertarsen einfach
cylindrisch, z. B. bei Ischnostoma und Odontorrhina.
StetU eatomol. Zeit. 1895.
272
Ferner sind die Hinterscliienen am Ende gewöhnlich
erweitert und liier kräftig ausgebildet. Der Hinterrand des
Pronotums ifct in der Mitte gegen das Scutelliim hin vor-
gezogen und seitlich schräg abgestutzt oder ausgerandet. Am
Vorderrande des Pronotums entspringt in manchen Gattungen
ein mittlerer Höcker, der im weiblichen Geschlecht oft deut-
licher ist (Cloliafhus, GoUathinns, lleyennis, Hypseloycnia,
Jiliyxiphloca, Bhinocoeta, Haematonotus, Pltoxoniela u. a,);,
oder statt des Höckers tritt eine n)ittlere Längsleiste hervor,
die vorn deutlicher ist (Pseudoprotaetia, Epicometis, Anoplo-
chüus, Sonialihia, Odontorrhina hispida, Elaphinis u. a).
Uebrigens ist ein mittlerer Höcker auch auf dem Pronot un»
von Mycterisies, Phaedimus. Neophaedimus, Theodosia u. a,
vorhanden, aber ganz anders beschalFen und zu einem großen
nach vorn gerichteten Hörn ausgebildet.
In einigen größeren Gattungen hat nur ein Theil der
Arten einige der erwähnten Bildungen, In der Gattung
Euphoria z. B. ist bei basalis das erste Glied der Hinter-
tarsen breiter und oben am Ende zugespitzt; auch sind die
Hinterschienen am Ende breiter, und der Körper ist kürzer
imd gewölbter, ähnlich wie bei den oben erwähnten Gattungen.
Das ist ähnlich der Fall bei Euphoria pulchella, childreni
und variegaia. Dagegen ist der Körper schlanker, flacher,
die Hinterschienen schlanker, das erste Glied der Hintertarsen
nicht breiter bei Euphoria westermann i, lafreUlei, hirida,
leueographa u. a., also wie bei den übrigen Cetoniiden be-
schallen.
Auch in der Gattung Glyct/phana giebt es zwei Arten-
griippen, wie in der Gattung Euphoria. Auch hier haben
die kurzen, dicken Arten eine ähnliehe Tarsenbilduug wie die
mit d-en Goliathiden verwandten Gattungen, während die
schlankeren Arten auf die echten Cetoniiden hinweisen. Ebenso
sind aus der Gattung Pachnoda in gleicher Weise einige
Arten abzusondern und in die erste Abtheihing zu verweisen
{interrupla Oliv., cincta Geer), wie das von Kraatz bereits
früher mit 1'. leucomelaena geschehen ist (Gattung Psaca-
doplerd). Noch andere Gattungen sind zu reinigen.
Zweitens. Die große Masse der übrigen Cetoniiduu,
an deren Spitze die Ceratorrhiniden stehen, haben stets
schlanke Hintertarsen, das erste Glied ist dünn, cjlindrisch
und kürzer als das zweite. Die Hinterschienen sind schlank,
am Ende dünn. Der Prothorax ist in den meisten Gattungen
hinten der ganzen Breite nach in gerader Linie abgestutzt
und gebuchtet. Die kurze, kom})akte Körperform tritt hiiT
Stelt entomol. Zeil. 1S95.
273
zurück gegenüber der etwas schlankeren und llaohereu. Die
liabituelle Aehnliehkeit zwischen Ceratorrhina (5) und Celonia
ist eine viel gröbere als zwischen Ceratorrhina ($) und
(joliathus, Goliathinus, Ueyemus ($). Und diesen stehen
habituell Hypselogenia, lihyxiphloea, hchnostoma, Anoplo-
chilus etc. recht nahe.
In Folgendem sei eine skizzenhafte Uebersicht gegeben.
1. Die prototypischen Cetouiiden: Tarsi pedum
posticoruni basin versus leviter compressi et dilatati^
metatarso majusculo, trigonali. apice supero an-
gulato et acuminato vel aculeato, interdum meta-
tarso breviore, rarius in mare subcjlindrico. Tibiae
posticae ad apicem plus minusve ampliatae. Corpus
consuete crassum vel crassiusculum. Prothorax
postice plerumque late rotundatus vel utrinque
oblique truncatus.
Hierher: .die Goliathinen, Ischnostomatinen,
Phoxomelineu, Anoplochilinen, Tephräinen, Aethies-
sinen, Elaphininen, ein Theil der Glvcyphaninen^
dann Psacadoptera, Pseudoprotaelia u. a.
11. Die echten Cetouiiden: Tarsi postici graciles;
metatarso tenui, brevi, ejus apice obtuso. Tibiae
))0sticae j)lerumque graciles, apice haud ampliato.
Corpus minus incrassatum, saepe gracile. Pro-
thorax postice in plerisque generibus late trun-
catus, ante scutellum sinuatus.
Hierher: die Ceralorrhininen, Heterorrhininen^
Lomapterinon, Schizorrhininen, Gymnetinen, Ceto-
niinen, ein Theil der Glycyj)haninen. die Diplogna-
thinen und Cremastochilinen.
Die weitere Auslühi'ung dc^ Planes und die eingehendere
l iilersuclMing vieler Gattungen uiufc noch vorbehalten werden.
Die vorstehende Darlegung ist nur ein kurzer Entwurf des
Gedankens, eine Kintheilung in dem beregten Sinne zu ver-
suchen. Wie unhaltbar das System der Cetouiiden in seiner
jetzigen Gestalt ist, zeigt die Thatsache, daß Gattungen ganz,
verschiedener Formenty|>en nahe beieinander stehen. Goliathus
hat nichts mit Mt-cynorrliina, Dicranorrlüiia. KudicelUi u. s. w.
zu thun, aber im System sind sie nur durch die Iropisch-
iudischeu Gattungen Pliaedimus, Adrycius, Mycterisles, Dicra-
nocephaliis u. s. w. getrennt. Dagegen stehen Ueteroclitu,
Jihyxipliloca, lihinocoetu, AnoplochUus, Soiiialibia u. a. thal-
sächlieli den Gattungen Uolialhua, Fornasiintia etc. viel näher
SieU. cntomol. Zeil. 1895. IH
274
als den übrigen Cetoniiden. Hypselogenia ist bereits als nahe
verwandt mit Goliathus erkannt, von anderen aber auch
wieder verkannt.
Es ist vielleicht noch interessant, darauf hinzuweisen, daß
die Gattungen der I. Abtheiluns; artenarm und ihre Arten
meist weniger häufig oder nur vereinzelt und nicht weit ver-
breitet vorkommen, während die Gattungen der IL Abtheilung
großentheils artenreich sind, und zu ihren Arten die häufigeren
und weit verbreiteten Cetoniiden gehören. Letztere Abtheilung
steht offenbar in der Blütheperiode, die gekennzeichnet ist
durch reichliche Entfaltung in Arten und Varietäten.
VI
Neue Arten und Varietäten aus Ost- und C'entral-Aftika.
Megalorrhina harrisi Westw. Rasse peregrina n.
M. harrisi formae eximiae Aur. simillima, fronte autem
utrinque prope oculos singulo callo subelongato minuto exstructa,
tibiis anticis in mare tantum bidentatis, dentc tertio (superiore)
uullo vel toto mutico; eljtris ut in eximia Aur. coloratis,
atro-opacis vel viridi- vel fusco-atris, seriatim longitudinaliter
flavo-guttatis. — Long. corp. 35 — 44 mm.
Ost-Afrika: Nguelo in Usambara; Tanga (Reimer).
Auffallender Weise kommt die Megalorrhina harrisi.
eine der bekanntesten größeren Cetoniidenarten aus der Gruppe
der Ceratorrhininen, auch in Ost-Afrika vor, obgleich sie bis-
her auf West-Afrika beschränkt zu sein schien. Diese Ent-
deckung beweist, wie unbekannt zum großen Theile bisher
noch die ostalVikaui.sche Fauna war und wolil theilweise
noch ist. Diese Unbekanntschaft bezieht sich zum nicht ge-
ringen Theile auf die Berglandschaften des Ostens, nament-
lich Usambara. Je mehr diese Gegend ersciilosscn wird, um
so mehr erkennen wir, daß ein großer Thcil der früher für
i-ein westafrikauisch gehaltenen Arten und Gattungen auch in
Ost-Atrika vorkommt. Das ist jedoch nur unter geeigneten
natürlichen Bedingungen möglich, und diese bieten die be-
waldeten Berge und Berggegenden Ost-Afrikas. Es sind des-
wegen an Waldungen gebundene Thiere, welche vom Westen
bis zum Osten verbreitet sind, unter den Culeopteren z. B.
Cerambyciden und Cetoniiden. Die Steppenfauna i\at jedocli
ihre eigenen Formen; daher kommt es, daß artenreiche
Galtung;eu Süd- und Ost-Afrikas nicht oder nur in wenigen
Arten bis West-Afrika verbreitet sind. Wir dürfen daher
Stetl. eQtomoi. Zeit. 18l>&.
275
nichl eiu ostafrikani? dies Fauaeugebiet vou einem
west afrikanischen unter.>?cheiden, sondern nur einer
Waldfaiina eine Steppenfauna gegenüberstellen.
Megalorrhina harrisi war bisher nur aus Ober-Guinea,
Kamerun und dem Kongo-Gebiet bekannt und hier in mehreren
Rassen verbreitet, worüber ich schon früher einige Mittlieiluugen
gemacht habe (Berliner fJntom. Zeitschr. 1884. S. 90 bis 93
und Sitzunosberichte d. Gesellsch. naturforsch. Freunde. 1892.
S. 243—245).
Es sind in dieser Art folgende Rassen zu unterscheiden:
1. die eigentliche harrisi Westw. (Guinea), 2. die Rasse
exivtia Aur. (Kamerungebirge), 3. die Rasse mukengiana m.
(centrales Kongo-Gebiet und 4. die Rasse peregrina m.
(Usambara, Ost-Afrika). Von der eigentlichen harrisi Westw.
sind mir noch keine Stücke aus Ober-Guinea bekannt geworden,
wahrscheinlich gehören aber die Formen haroldi Thoms.
{poggiana m.) und procera m. als Varietäten zu der eigent-
lichen harrisi. Auch ein Stück von der Jaunde- Station
(Hinterland von Kamerun) ist hierher zu ziehen.
Wie schon oben mitgelheilt, ähnelt die ostafrikanische
peregrina am meisten der eximia und unterscheidet sich von
ihr durch das Vorhandensein je einer kleinen länglichen höcker-
artigeu Schwiele neben dem inneren Augenrande auf der
Stirn, wovon bei eximia keine Spur vorhanden ist. Die
eigentliche harrisi mit den Var. haroldi und procera und
die Rasse mukengiana sind durch je ein zahnartiges Hörnchen
beiderseits neben den Augen ausgezeichnet; es ist offenbar
nur eine hornartige Ausbildung der Schwiele der peregrina.
Durch die Bildung der Vorderschienen weicht peregrina von
der eximia, welche an diesen drei scharfe Zähuchen aufweist,
merklich ab, denn der dritte Zahn fehlt ganz und der zweite
ist meist kurz, gerade wie bei der genuinen harrisi und
mukengiana.
Wenn wir bei Betrachtung dieser Formenverhältnisse die
sexuelle Differenzirung ins Auge fassen, so bemerken wir,
daß sich eximia auf der untersten Entwicklungsstufe befindet,
denn beim ,j sind die Vorderschienen scharf dreizähnig,
ähnlich wie beim V, uQtl die Stirnhörnchen fehlen, gleichwie
beim V. Bei der genuinen harrisi besitzt das rj zwei Stirn-
hörnchen und von den Schieneuzähnen ist eigentlich nur der
apicale, höchstens nocii der zweite entwickelt. Die $ aller
Rassen haben dreizähnige (zum (Jraben) eingerichtete Vorder-
schienen und keine Stirnhörnchen, noch Höckerchen. Auch
<lie ostafrikanische Form peregrina ist viel ditl'erenzirter als
Stett. entomol. Zeit. 1895. 18**
i76,
cximia. Wie aber kleinere o bei den Cetouiiden (und
Luc-aniden ii. s. w.) sich durch die Ausbildung der secundärea
Geschlechtsuuterschiede von den größereu (ausgebildeten) ,^
entfernen und den $ ähnlicher scheinen, so ist dies auch bei
der Rasse peregrina der Fall; denn bei einem kleineren ,^
(35 mm) ist die kleine Längsschvviele neben den Augen bis
auf ein Rudiment fast verseh wunden, und die Vorderschieneu
sind an der Außenseite ziemlich scharf dreizähnig. Dieses
Stück ist dadurch der cximia vom Kamerungebirge außer-
ordentlich ähnlich geworden.
Es liegt auch eine der betreffenden Varietät der west-
afrikanischen Rassen (var. haroldi und limbata) parallele
Varietät der peregrina vor, nämlich eine Form, bei der die
ockergelbe Färbung, die sonsi nur in gelben Tüpfelreiheu auf-
tritt, überhand nimmt und die Grundfärbung der Flügeldecken
ausmacht, während höchstens nur unvollständige Längsreihen,
schwarzer Flecken übrig bleiben. Diese Varietät möge be-
xeichnet werden als
Var. pallescens n.: elytris pallide ochraceis, maculis
duabus (humerali et apicali) atris^ intevdum seriebus guttarum
atrarum ornatis. — Long. corp. 35 — 44.
Es liegen nur ,j vor, die mit den percgrinaSiücken bei
Nguelo und Tanga in Usambara gefunden wurden.
Es handelt sich hier um eine V^arietät, wie sie auch
eximiu Aur. in der Var. limbata m. und die genuine harrisi
in der Var. haroldi Thoms. aufweisen. Aber nach dem in
der Königl. Sammlung vorliegenden Material nimmt bei Var.
jiallescens die ockergelbe Färbung noch vielmehr überhand
als bei ^'a^. limbata und Var. liarohli.
Smaragdesthes oertzeni n. sp.
Früher wurde diese ostafrikanische Art für die west-
afrikanische N. afrirana Drury gehalten (Cierstaeeker, Jahrb.
d. uaturhist. Mus. in Hamburg. L 1884. S. 46). Herr
E. von Oertzen, der diese Art aus Usambara erhalten
hatte, theilte mir mit, daß dieselbe von den we^tafrikauischeu
Arten der (Gattung gänzlich verschieden sei, worin ich ihm
beistinjmen muß. Hnn zu Ehren sei daher die Art benannt.
Die iS. oertzeni kommt in glänzend smaragdgrüner, blau-
grüner, violetter und azurblauer (lasurblauer) Färbung vor.
Die Unterseite der blauen und violetten Exemplare ist blau-
grün bis blau und violett. Von den verwandten west-
afrikanischen Arten von grüner und grünlicher Färbung
(africana, mntica, smaragdina, blanda, mridi-cyanea) ist die
Siett. entomol. Zeit. 1896.
277
neue Art durch die auf der Rilckenseite unregelmäßige und
feinere Punktirung der Flügeldecken unterschieden. Statt der
ziemlich kräftigen regelmäßigen Punktreihen lindet sich auf
•den Flügeldecken nur eine feine reichliche Punktirung, die
nai'h der Naht zu ganz unregelmäßig ist, während sie auf der
Scheibe und nach außen hin einige regelmäßige Punktreihen
und (namentlich neben dem Außenrande) feine unregelmäßig
stehende Pünktchen aufweist.
Die Bildung des Clypeus und des kurzen Höckers auf
demselben ist fast wie bei africana Drury. Der Vorderrand
des Clypeus ist in der Mitte etwas lappig vorgezogen; der
«nittlere Längswulst der Stirn ist so breit wie bei africana.
Diagnose :
Oracilis, angusta, elougata, smaragdina vel viridi-cyanca
vel violaeea vel azurea, clypeo antice tarsisque nigris; capite
supra latera versus distinctius, medio subtilius punctato; clypei
margine anlico reflexo, medio leviter lobato, callo medio anle-
marginali abrupto, elevato, breviter porrecto; pronoto sat
large mediocriter punctato; elytris subtiliter et large, plerumque
irregulariter punctatis, seriebus tantum dorsalibus distinctis et
l)rofundioribus, punctulis marginibus suturali et exteriori pro-
pioribus irregulariter positis. — Long. corp. 21 — 24 mm.
Ueber Deutsch-Ostafrika verbreitet und anscheinend die
Rerglandschaften bevorzugend; es liegen Exemplare vor aus
Tewe in Nord-Üsambara (Meinhardt), Mhonda in Usegua(Hac-
quard), Zanguebar (IjC Roy) und Ragamoio (Dr. G. A. Fischer).
Anderweitig wird diese Art auch für die sehr wenig-
bekannte S. viridi cyanea Palisot de Beauvois (Insect. rec.
en Afrique et en Amerique. Paris 1805. S. 28. Taf. 5.
Fig. .5. — Burmeister, Handb. f. Ent. III. S. 231) angesprochen.
Diese Art ist nach Stücken vom Oware in Nieder-Guinea
beschrieben und wird auch von Sierra Leone in Ober-Guinea
aufgeführt. In der Königlichen Sammln Dg befindet sich ein
Exemplar aus alter Zeit, welches von der Erman'schen Reise
stammt und mit yjsle de Prince'-' (einer Insel im Guinea-
Busenj bezettelt ist, aber vermulhlich auf dem benachbarten
Festlande gefunden wurde. Der Körper des vorliegenden
Exemplars dieser Art ist breiter als bei den verwandten Arten;
die Flügeldecken sind wie bei africana Drury punktirt, näm-
lich die Punkte sind alle reihenförmig geordnet und noch
etwas stärker als bei dieser Art. Die Angaben von Palisot
und Bur meist er stimmen hiermit Uberein. Die Palisot'sche
Figur der Art ist entweder zu schmal oder bezieht sich nur
auf das männliche Geschlecht, welches in dieser Gattung
Stett. entoiiiül Zeit. 1895.
278
übrigens sonst kaum schlanker ist als das weibliclie. Das
Stück der Königlicheu Sammlung ($) ist sichex* die echte
ciridi cyanea Palis.
Die Färbung der Oberseite dieses Exemplars ist ein.
schönes Lasurblau, erscheint aber bei gewisser Haltung gegen
das Licht theilweise grün. Die Unterseite i^t rein dunkel-
grün. Der Buckel auf der Mitte des Clypeus ist ganz anders
als bei den verwandten Arten, er verläuft nämlich vorn all-
mählich und ist hier nicht plötzlich abgesetzt und demgemäß
nicht höckerförmig, wie bei allen Verwandten der Gattung,
Die Art gehört aber zu Smaraydesthes und ist gleich anderen
Arten der Gattung den obengenannten grünen weniger nahe
verwandt.
Burmeister's Beschreibung {\. c.) der ciridi cyanea
lautet: „Diese Art gleicht zwar der C. africana sehr, ist
indeß etwas kürzer und erscheint deshalb breiter. Sie hat
dieselbe Punktirung, aber die Punkte schienen mir etwas
stärker und gröber zu sein. Ihre Farbe ist ein schönes, aber
helles Lasurblau, welches sich an manchen Exemplaren ins
Grüne verwandelt." „Die Zähne an den weiblichen Vorder-
schienen sind noch stumpfer als bei der vorigen Art, dagegen,
haben die vier hinteren Schienen am Innenrande eine längere
ilaarbekleidung.-' Diese Angaben passen vollständig auf das
Erman'sche Exemplar der Königl. Sammlung.
Die ostafrikanische S. oertzeni n. sp. ist aber, wie aus
Vorstehendem hervorgeht, von der viridi cyanea Palis. ganz
verschieden.
Pachiioda discolor ri. sp. ,^,
Supra discolor, infra straminea, nitida, capite nigro-
viridi, clypeo stramineo postice vittas tres, mediam longiorem,
emittente, margiue clypei medio antico rufo; pronoto obscure
nigro-viridi, antice lateraliter laete llavo-limbato, macula postica
autescutellari lata, brevi, fere trigonali, antice plus niinusve
angulata aut obtusata, laete flava, margiue autcm ipso aute-
scutellari obscurato; scutello nigro-viridi lateraliter tlavo-
limbato; elytris ad partein rufo-testaceis, plaga magna antica
communi fasciaque anteapicali brunneis, nigro vel nigro-viridi
cinctis, maculis utrinque duabus, transversim positis, sub-
medianis, nigris, apice elytrorum pygidioque rufo-brunneis,
hoc transversim albo-quadrimaculato; ped.ibus stramineis,
tibiis insuper visis tarsisque plus niinusve rufescentibus; ab-
domine infra medio angnste longitudinaliter margiuibusque
Idtcralibus rufobrunneo atllatis, segmentis quatuor lateraliter
macula transversa alba ornatis.
S'ett, entomol. Zeit. 1895.
271)
Forma 1\ pyijiiHieae Kr. et rufocirenlis Qued.; cupite
antice subtiliter dense punctulato, fronte longitudinaliter strigata;
pronolo scutelloque impunctatis; proeessu mesostevnali trans-
versim rotundato, metasterno laevi latera versus grosse nee
profunde punctato; elytris punctalis, punctis discoidalibus
seriativS, sutura elevata. angulis apicalibus fere rotundatis;
tibiis anticis ad partem apiealein breviter bidentatis; abdomine
infra laevi, nitido, latera versus punctulato, medio longitudi-
naliter profunde impresso. — Long, corp. 22 mm.
Tewe in Nord-Usambara, Ost-Afrika (Meinliardt).
Vom Habitus der P. pygmaea Kr. und der rnfovirens
<^ued., oberseits bunter gefärbt.
Oxyrrhaphia n. g. Cetoniinarum.
Im Jabre 1878 beschrieb Baron v. Harold eine o-t-
afrikanisclie Cetonidenart hildebrandti u., die er in die Gattung
Tephraea stellte, allerdings mit der Angabe, daß manche
Merkmale gegen die Zugehörigkeit derselben zu dieser Gattung
sprächen, z. B. die Form des Prothorax und die Bildung der
Sporne an den Hinterschienen (Monatsber. Akad. Wissensch.
Berlin. 1878. S. 213). In der That gehört Tephraea zu der
Abtheilung der prototypischen Cetoniiden, hingegen die Spezies
hildebrandti Har. zu den echten Cetoniiden; diese kann dem-
nach nicht zu Tephraea gehören. Unter den Cetoniinen ist
sie am nächsten mit Protaetia und Cetonia verwandt. Sie
ist eine Cetonienform, die wie Protaetia in Asien und Pach-
noda in Afrika, als eine Abzweigung vom Hauptstamme zu
betrachten ist. Oxyrrhaphia steht in demselben Verhältnisse
zu Cetonia, wie Anelaphinis und Macrelaphinis, beide gleich-
falls kleine Gattungen, die in dem äthiopischen Gebiet hei-
mathen (Stettin. Ent. Zeit. 18!)2. S. 13.t— 136). Vergl. auch
Kraatz (Deutsche Ent. Zeitschr. 188{). S. 173).
Von der Gattung Protaetia ist keine Art in Afrika ge-
funden; Oxyrrhaphia n. g. steht ihr jedoch nahe, unterscheidet
sich von ihr aber schon habituell. Die Form des Prothorax
und die Bildung der Elytren sind andere; die Rippen der
letzteren treten deutlich hervor, und der anteupicale Callus
derselben sjiringt nach hinten höckerförmig vor. Der zahu-
artig nach hinten vorgezogene hintere Nahtwinkel der Elytren
trägt am meisten zu der Aehnlichkeit mit Protaetia bei.
Der Gattung Anelaphinis steht Oxyrrha\)}iia ebenfalls
nahe; diese ist jedoch von jener verschieden durch den vorn
aufgebogenen Clypeus, die kürzeren Tarsen, die innenseitig
nur kurz und gröber gefransten Mittel- und Hinterschienen»
Stell, cntuiuol. Zeit. 1SÜ5.
1280
den slunipfon und oft unscheinbaren Zahn am Außenrandc
der Voiderschienen, die deuUichen Rippen der Elytren. den
.'stärker vorspringenden anteapicalen Callus derselben und die
verstreuten Scliuppen oder Schuppenhaare auf den Seiten der
Brust und des Abdomens.
Charakteristik von Oxyrrhaphia:
Generi Anelaphini aftinis, clypeus aulem antice elevatus,
TeÜexus; tibiae posticae intus breviter tantum cihatae; tarsi
l)aulo breviores; eljtra subcostata, oaUus anteapicahs distinctior,
fuberilbrmis, productus, anguhis suturalis posterior prolongatus,
jicutus. Pronotum elytris angustiiis et tere octangulatum,
angulis medianis lateraHbus rotundatis, margine postico utrintpie
obHquato, niedio antescutellari sinuato, anguHs utrinque posticis
rotundatis. Tibiae anticae bidentatae, dente apicali elongato,
acuto, dente anteapicaU brevi, subacuto vel indistincto vel
tere nullo. Tibiae posticae dente brevi transverso submediano
armatae. Pectoris et abdominis latera phis minusve sctis
squamiformibus aut pihformibus dif^pcrsis vestita.
Die Arten gleichen in der Färbunci den Arten Poecilophila
(DiplognalhaJ hebraea und maculatissima.
Die typische Art der Gattung ist
0. hildehrandti Harold, Monatsbcr. Akad. Wissensch.
Berlin. 1878. S. 213 (sub TcpJiraea), = Piplof/iiatha spini-
pennis Fairmaire, Annal. Soc. Ent. France, 1887. S. 132.
Exemplare dieser Art liegen vor von dem Festland e
von Sansibar, 6" s. Br. (Hildebrandt); von Dar-es-Salaam;
Korogwe, Mitte Mai 1893 (0. Neumaun) und von der
Delagoa-Bai in Südost- Afrika (Rosa Monteiro). — Fair-
maire's Beschreibung seiner Diplof/nnfha Kpinipennis paßt
genau auf Oxyrrhaphia hildebrantlti Har.
Ferner gehört hierher
0. helota u. sp. — Obseura, opaca, rufo-fusca, dense
atro-variegata, maculis dorsalibus viridcscentibus, supra sparsim
albo-sticta, pronoto praesertim latera versus, capite pedibusque
ferrugineis; scutello brunueo albo-sticto, maculis tribus atris,
et quidem duabus basahbus, una apicali, ornato; elytris leviter
costatis, slriis squamifbrini-punctatis neque totis regulariter
duplicatis; sutura elytrorum postice elevata; abdoinine nigrino,
uitido, lateraliler albo-squamulato; setis pectoris al)dominisque
lateralibus coxarumque posticarum pilitbrmibus. — Long. corp.
14 — 17 mm.
Malange in Angola (Dr. M. Büchner, Dr. P. Pogge),
Pungo Andongo (v. Mechow), Mukenge, Balubaland
im Congogebiet (April 1883, Dr. P. Pogge).
Ütett. emomol. Zeit. 1S9S.
281
Der ostafrikanischen Verwandten is-t ü. helota selir ähnlicli,
al)er die schwarze Zeichnung der Oberseite erscheint reiclilicher
und dichter. Die Scluippenhaare auf den Seiten der Brust, der
Hinlerhiiften und des Hinterleibes sind alle borstenförmig,
schmal, bei hildehrandti kürzer und oval.
Pseudinca fischeri n. sp.
Bisher war die von Kraatz 1880 in der Deutschen
Entom. Zeitschr. 24. Jahrg. S. 158 aufgestellte Gattung nur
in einigen Arten aus Westafrika bekannt. Es liegen jetzt
auch zwei ostafriUanische vor. Die P. fischeri ist der admixltia
Hope ähnlich, aber durch die hell zimmlfarbige Oberseite
und die geringere Ausdehnung der schwarzgrünen Zeichnung
derselben, ferner durch die mehr zugespitzten Vorderecken
und die beiden vortretenden Zähnchen in der Mitte des
Vorderrandes des Cljpeus, sowie durch den viel schmäleren
Mesosternalfortsatz verschieden, wenigstens an dem einzigen
vorliegenden Exemplar. Auch ist die winklig vorspringende
Ecke in der Älitte des Seitenrandes des Prothorax mehr ab-
gerundet als bei admixfus: dagegen stehen die Hinterecken
mehr vor und sind nicht so breit abgerundet wie bei admixlus.
Der Callas des Clypeus ist sehr erhaben und etwas vor-
gezogen, vorn abgerundet; der Vorderrand des Clypeus etwas
aufgebogen und in der Mitte mit zwei aufgerichteten Zähnchen
versehen.
Rufo-fulva, opaca, jilagis direptis atris vel viridibus supra
signata, maculis minutis albis paucis hinc et illinc disseminatis,
capite rufescente, callo fronteque fuscis; pronoto rufo,
plagis ornato magnis trigonalibus, obscure viridibus, vitta
angusta media longitudinali separatis, utrinque punctis 4 albidis,
in linea curvata positis, quae ab angulis posticis utrinque fere
usque ad marginem anticuni pertinet; scapuÜs vufescentibus,
in medio fuscis; elytris rufo-fulvis, plagis maculisque direptis
atris vel atro-viridibus, maculisque paucis minutis albidis
plerum(jue ad latera versus dispersis; corpore subtus
olivaceo, pectoris laleril)us, prosterno femoribusque flavo- vol
rufo-fulvis, abdotnine lateraliter pilis brevibus obsifo; pedibus
fulvis, nitidis, femoruni tibiaruinque plaga media apiceque
fusco-viridibus; — clypei angulis anticis aeutis, margine antico
denticulis duobus niediis exstructo; callo clypei discoidali sat
elevato, leviter j)rodiict(), autice rotundalo: prothorace late-
raliter medio obluso-rotundato, minus augulato, angulis posticis
fere exstantibus, obtuso-rotundatis; processu mesosteruali an-
gustato, ferb acuminato. — Long. corp. 24 nun.
Stett. enlomol. Zeit. 1805.
282
Südöstlich vom Victoria-Njansa von Dr. G. A. Fischer
auf seiner letzten Reise entdeckt, von der er den Todeskeim
mit nach Berlin brachte, wo er gleich nach seiner Heim-
kehr starb.
Pseudinca heinsenius n. sp. $.
Besondere Merkmale dieser Art sind die beiden scharfen
Querkiele auf der Stirn, der dreispitzige Vorderrand des
Clypeus, der kurze stumpf abgerundete Mesosternalfortsatz und
die anders gestellten Zähne am Außenrande der Vorder-
sehienen ($). Die Oberseite ist dunkel chokoladenfarbig und
reichlich mit zerrissenen isabelfarbigen und dunklen Flecken
gezeichnet.
Obscura, fuliginea, supra maculis plurimis direptis gilvi»
et nonnuliis, in disco elytrorum positis, sericeo-nigris orna'a;
pectore abdomineque nigro-viridibus lateraliter itidem gilvo-
maculatis, illo fulvo-piloso: femoribus nigro-viridibus, tibiis,
tarsis antennisque nigris; fronte carinis duabus sat altis
transversis, patelliformibus, arcuatis armata; margiue clypei
antico tridentato, dentibus erectis, medio alteris (angulos
laterales formantibus) altiore: fronte media pone carinam
j»osteriorem foveolata; pronoto lateraliter bisinuato; pro-
cessu mesosternali brevi, obtuso-rotundato; elytris quadri-
carinatis, apice suturali dentiformi; tibiis anticis extus acute
dentatis. dente medio denli apicali propiore quam dcnti
posteriori. — Long. corp. 25 mm.
Nguelo in Usambara, Ost-Afrika (Dr. Heinsen).
Polystalactica affinis n. sp. $.
Fusco-olivacea, subnitida, pronoto elytrisque griseo-macu-
latis, subtus nigra, nitida, lateribus griseo-maoulatis; capite
dense punctato, clypeo fere quadrato antice parum reflexo,
angulis anticis rotundatis, margine antico minime sinuato;
pronoto grosse punctato, foveolis compluribus in fuudo
maculam albam praebentibus, ante scutellum parum sinuato;
scutello anguslato et acumiuato, basin versus lateraliter
punctato latenl)usque macula media notatis; elytris costatis,
costis glabris et nitidis, laxe vel minime punctatis, interstitiis
alternis dorsalibus latioribus, costa iuterstitii primi postice
minus elevata, angustata; proces8u mesosternali glabro,
nitido, plus minusve fere semicirculari, antice rotundato, late-
raliter minus late exciso quam in P. puncltilata: tibiis
anticis extus bidentatis, vestigio dentis superioris fere distincto.
— Long. corp. lO^/o — 11 mm.
Sielt. cQtuniul. Z«:it. UOö.
283:
Mukenge in Balubaland, Congo-Gebiet (Juli bis Augut-t
und November 1882, Dr. Pogge).
Die Art unterscheidet sich von P. stellata Har. und
stipatrix m. durch das in der Basalliälfte neben dem Seiten-
rande punktirte Scutellum, von piinctulata durcli die deutlich
gerippten Flügeldecken. Das Scutellum ist schmal. Die Ober-
seite ist mehr oder weniger glänzend.
Polystalactica musculus n. sp.
Diese Art ist der vorigen sehr ähnlich, unterscheidet sich'
aber von ihr durch die mattgraue Oberseite, das breitere,
etwas kürzere und weniger zugespitzte Scutellum, die hinten
abgestumpfte Flügeldeckennaht, den fast abgestutzten Meso-
stevnalfortsatz, die Behaarung desselben hinter der breiten
Spitze und das weniger glatte Abdomen.
Praecedenti affinis, murina, opaca, minime albo-griseo
maculata; capite dense punctato, juxta oculos transversim
striato; clypeo subquadrato, angulis anticis rotundatis, antice
et lateraliter reflexo; pronoto fere grosse punctato, foveolis
plerisque obsoletis, duabus antebasalibus distiuctioribus, ante
scutellum parum sinuato; scutello minus angustato, lateraliter
basin versus punctato; elytris costatis, interstitiis alternis
latioribus, costis distincte punctatis, costa prima dimidia parte
postice abbreviata, interstitio hujus costae piano, angustato;
pectore abdomineque nigris, lateraliter grisco-maculatis,
metasterno segmentis(|ue abdoniinalibus punctatis; processu
mesosternali brevi, late rotundato-obtuso, ante marginem
anticum glabrum setoso; tibiis anticis bidentatis, vestigio
tertii dentis superioris nullo. — Long. corp. 10,5 mm.
Mukenge im Balubaland, Congo Gebiet (August 1882^
Dr. P. Pogge).
Polyplastus bicolor n. sp.
Leviter elougatus, supra fere depressus, nitidus, niger,
lateribus prothoracis latis, puncto medio laterali exceplo, ab-
domine femoribusqiie ruiis, apice extremo elytrorum et parte
tibiarum eodem modo rufis, abdomine bat-in versus piceo.
Capite subplanato, clypeo quadrato, dense rugoso-punc-
tato, margine antico paulo reflexo, sinualo, fronte parcius
punctato, lateraliter glabro; prothorace transverso, antrorsum
(nee po.^tice) attenuato, angulis posticis acutis, marginibus
lateralibus rotundoto-subangulatis, margine i)ostico bisinuato,
dorso ubique sparsim grosse punctato; scutello trigonali,
clongato, glabro, sparsim subtiliter punctulato; elytris prope
SlcIt. entomol. Zeil. ISftS.
^84
basin et margines depressis, lateraliter paulo ampliatis, utroque
elytro c;eminate quadrifariam striato-piinctatis, interstitiis striarum
nonnihil convexis, laevibus, callis humeralibus et apicalibus
elevatis et laevibus, apice extremo elytrorum aciculatorugoso:,
processu mesosternali breviter producto, apice lotundato:
tibiis anticis augustis, extus prope apieem tridentatis;
pygidio producto, rotundato-acuminato, leviter convexo, parcc
Irans versim breviter strigoso: pectore et venire breviter flavo-
pilosis. — Long, corp 14 mm.
Bei Bataibo am DuiiifluB, westlicli vom Alb er t-
Njansa (7. November 1891, Dr. F. Stublmann), 1 Exemplar.
Gehört anscheinend zu Polyplastus Janson (Notes Leyden
Mus. X. 1888. S. 114); doch fehlt der angebliche spitze Yor-
jiprung am Prosternum zwischen den Vorderhüften.
VII.
Leiicocelis Burm. (Oxythyrea Muls.)
nebst verwandten und ähnlichen Gattungen.
Die (lattiing Levcocelis enthält noch eine Anzahl ab-
weichender Formen, die entweder als Untergattungen in der
Gattung verbicilx.'n müssen, wenn sie nur geringe Abweichungen
vom Tj'pus der Gattung zeigen, oder selbstständige Gattungen
bilden, wenn sie überhaupt nicht in die nächste Verwandt-
schaft von Lcucocelis gehören. Bei naher Verwandtschaft
mit dieser Gattung mag es zweifelhaft bleiben oder auch
gleichgültig sein, ob man sie als Untergattungen oder als
nahestehende eigene Gattungen betrachtet und bezeichnet.
Mit Recht hat bereits Kraatz im Jahre 1882 eine Rei-
nigung der Gattung Leucocelis vorgenommen (Deutsche Ent.
Zeitschr. Bd. 26). Es sind hier von ihm die Gattungen
Leptothyrea für Oxythyrea perroutli Schaum (S. 72), Acrn-
Ihyrca für l.cucncelis rufofemorafa Gory, Burm. (S. 76),
Micrnlhyrca für 0. eustalacta Burm. und amabilis Schaum
(S. 76) aufgestelh. Oxythyrea ist iWr funesta Poda {stictica L.),
cinctella Schaum u. a. l)eibehalten, während zu Leucocelis
die Arten haenwrrhoidalis F., adspersa F. u. a. gehören.
Im Folgenden ist diesem Gegenstande noch einige weitere
Aufmeik>^arnkcit gewidmet.
Leucocelis, Subg. Grammopyga n.
Die hierher gehörige Art ist oberseitn ganz matt farbig,
unter.'-cheidet sich aber vcn \maurina (p. 285) durc!; die gleich-
Stelf. entomcil. Zeit. 1895.
285
mäßige Streifung der Elytren, das fein (juerstrichelige Pygidium
und das glatte Metasteruiim.
Prouotum elytraque opaea: illius margo posterior rotun-
dattis, ante seutellum integer, lalera ante angulos postieos
^inuata, liis obtuso-rotundatis.
Elytra aequaliter et regulariter striata, striis haud geminatis,
interslitiis 3. et 5. postice paniin elevatis; apex suturalis
muticus, dorsiim posticum ad suturani haud impressum.
Pygidium subtilissime trausversim strigatum.
Metasternum cum episternis, seapulae, abdomen, glabra,,
pilis destituta.
Die einzige Art ist
Leucocelis (Grammopygaj cincta n. sp.
Tota viridis, lobis duobus clypei anticis brunneis; limbo
jjronoti toto, scapulis, pectoris marginibus, segmento abdominali
sexto, pedibus (ad partem viridibus) pygidioque luteis; pronotL
margine i)ostico extremo viridi maculisque discoidaiibus in-
distinctis luteo-fuseis; clypeo et fronte punctatis, hoc juxta
oculos iongitudinahter impresso, transversim rugoso et punc-
tato. — Long. corp. 11,5 mm.
Njain-Isjam (Bohndorf): von Schlüter in Halle erhalten.
Leucocelis, Öubg. Erythro derma n.
Processus mesosternalis lere orbicularis, valde pro-
duetus; segmentum abdominale sextum postice in ,j sub-
uugulatoproductum, in '4. obtusnm. Pygidium postice pla-
natum, ul in .-peciebus generis typicis. Pronoti margo posticus
rotundatu.-^.
Hierher geliört nur l.p.ucorrUs rubra Oory et Pcrch.
aus dem Caphuui.
Leucocelis, Subu. Amaurina n.
Hierher gehören einige Arten, wek-he, wie bei Grumino
injiia, durch matte Färbung der Oberseite ausgezeichnet sind.
Prouotum elytraque <»|)aca, margo posterior illius lotun-
datus, ante >cutelhim nonuunquam obtusus: elytra postice
jtrope suturam minime vel vix impressa, ad apicem snturaleni
acuminata, striis punctorum dorsalibus dislincte geminatis.
Pygidium [)unctis ocellatis dense inslructum.
1, Corpus supra concolor, marginibus pronoti lateralibus
jiilosis, scapulis pectoreque hirtb. — Hierher L. spoiiula
Ihuold.
Sictt. enluniol. Zeit. 1895.
286
2. Corpus supra albopictuni, pronoti marginibus lateralibus
glabris, pectore scapulisque minus dense vel sparsim pilosis. —
Hierher L. lunala Reiclic, cognata Harold, polysticta m.,
nnnulipes m. u. a.
Leucocelis, Subg. Cyrtothyrea n.
Corpus breve; pygidium eonvexum, subbiuodosuin; elytra
in dorso postico ad suturam impressa, angulo suturali postico
produeto; segmentum abdominale sextum postice obtusum.
Die hierher gehörige Art ist ii, a. namentlich durch einen
kurzen Körper und das doppelschwielige Pygidium ausge-
zeichnet; sie weicht dadurch von den übrigen Arten der
Oatlung ab und bildet wohl mit Recht eine eigene Unter-
gattung, welche gegründet ist auf
Leticocelis brevis n. sp. $.
Brevis, convexiuscula, tota nigra, nitida, supra albo-
•guttata, pronoti margiue jjostico ante scutellum sinuato; elytvis
subbicostatis, costa interiore abbreviata, distincte et fere rüde
punctato-striatis, striis quinquies geminatis, puuclis ad partem
semicirculariter exsculptis; pygidio utriuque macula alba
signato, annulato-punctato; venire et pectore nitidis, vsparsim
llavo-pilosis, in medio glabris. — Long. corp. 8,5 mm.
Transvaal, Thaba Mossegu des Königs Sekukussi.
Stichothyrea Kraatz.
Eigentluimlich ist die von Kraatz auf seine neue Art
picticollis aufgestellte und gut begründete Gattung Stichothyrea
(Deutsche Ent. Zeitschr. 1882. S. 73). Die Hiuterecken' des
Pronotums bieten nämlich den seltenen Fall, daß sie zahn-
artig vortreten, während unmittelbar daneben der Hinterrand
ausgeschnitten ist. Der Clypeus ist wie bei Leucocelis geformt.
Das Prcinotum ist vor dem Scutellum schwach ausgerandet.
Die Flügeldecken sind nach hinten schwach verengt, ihr
liinterer Suturalwinkel ist nicht in eine Spitze ausgezogen.
Das Mesosternum ist ohne Fortsatz zwischen den Mittelhüflen
lind setzt j-ich mit einer (|ueren Kante au den Metasternal-
fortsatz an; dieser ist zwischen den Mittelhüften breit und
nicht eingeschnürt. Der Köper ist weniger schlank als bei
den Arten von Leucocelis.
Hierher gehört außer
St. picticollis Kraatz 1. c, die in der Köuigl. Sammlung
aus dem Djur-Gebiet und Njam-Njam vorliegt, noch
'SV. guttifcra Afzel. aus Ober-Guinea, welche bisher unter
Leucocelis aufgeführt wurde. (Stettin. Ent. Zeit. 1892 p. 133.)
Stett, entomoL Zeit. 189S.
287
Mausoleopsis Luii^-berge.
Diese Gattung gründete van Laus berge auf Leucocelis
amabilis Schaum und eustalacta Bunn. (Compt. rend. Soc.
Ent. Bclg. 1882, Februar. S. 29). Die Hinterschienen des
Männchens .>^iud innen erweitert. Das fünfte Abdominalsegment
trägt in beiden Geschlechtern jederseits am Seitenrande ein
nach hinten gerichtetes Zähnchen.
Kraatz schuf für dieselben Arten fast gleichzeitig die
Gattung Microthyrea (Deutsche Eiit. Zeitschr. 1882. S. 76,
April) Und hebt die für diese Gattung charakteristische, von
Lansberge nicht erwähnte eigenthümliche Bildung der Krallen
an den männlichen Vorderfüßen hervor.
Es müssen in dieser Gattung, wie mir scheint, zwei
Gruppen von Arten unterschieden werden :
1. Die Hinterschienen des Männchens sind innen der
ganzen Länge nach erweitert und mit einer von
zwei hohen Rändern begrenzten tiefen Furche längs
des Innenrandes versehen. Das Pronotum ist hinten
ganz gerundet. — Hierher gehören amabilis Schaum
und eustalacta Burm.
2. Die Hinterschienen des Männchens sind außenseits
am Ende verbreitert, inuenseits etwas erweitert, ohne
Furche. Das Pronotum ist hinten gerundet, vor dem
Scutellum etwas ausgerandet. — Hierher gehören
albomarginata Lansb , funebris Lansb., recoili Lansb.
und oculata Lan.sb.
Für die 2. Gruppe als Untergattung ist ein Name nöthig,
etwa Elassochitoii sbg. n.
Leucocelis rubriceps Raffr. gehört weder zu dieser noch
zur folgenden Galtung. da das Zähnclien jederseits am
.">. Abdominalsegmenl fehlt.
Homothyrea g. n.
Die beiden hierher gehörenden Arten Leucocelis thoracica
Schaum und helenae Schaum sind die nächsten Verwandten
von Mausoleopsis, aber eigenartig gefärbt und gut unter-
.schieden.
Pronotum posrtice fere late rotundatum, ante scutellum
minime sinuatum, angulis posticis obtusis. Processus meso-
sternalis latus, productus, antice dilatatus. apice rotuudato-
obtueus. Tibiae anticae extus bidentatae, posticae maris sim-
plices. Segmentum quintum abdominis utrinque dente laterali,
retrorsum prominulo, instructum. Scutellum sat parvum, postioe
acutum, Elytrorum angulus suturalis ad apicem productus.
Stett. cntomol. Zeit. 1395.
288
Diese Gattung unterscheidet .sicii von Mausoleopsis
namentlich durcli die einfachen Hinterschienen des Männchens.
Trichothyrea n. g.
Corpus robustulum, j)ostice vix attenuatuui, ad magnam
partem (quod attinet caput, pronotiirn, ))ygidiuni, pectus,
scapulas, abdomen ventrale, pedes) flavo-hirtum. Clypeus
oblongus, attenuatus, antice emarginatus, ut in genere Leu-
cücelide. Pronot um postice rotundatum, ante scutclhun j)arnm
sinuatum, angulis posticis distinctis. Elytra in doreo i)Ostico
j)rope suturam minime impressa, seriebus punctorum regularibus.
Processus mesosternalis latior, quam in genere Leucocelide,
apice dilatato, obtuse rotundalo.
Diese Gattung glaube icii lilr die Leticocelis mulsanti
Guer. aus Abyssinien annehmen zu müssen.
Die Körperform, das Haarlileid, die Bildung der Eljtreu,
deren Sculptur, der Mesosterualfortsatz ^viderstreiteu einer
Zugehörigkeit zu Leucocelis.
Pseudoprotaetia Kraatz.
Deutsche Entom. Zeitschr. 1882. S. 70.
Beim q sind die Hintertarsen länger, beim $ kürzer als
die Schienen. Beim t^ sind auch an den Mitteliüßen die
Tarsen viel länger als die Schienen. Die Vorderscliioneu sind
bei einem $ dreizähnig, da der obere Zahn deutlich ist,
bei einem anderen $ zweizähnig, da der obere Zahn fehlt
und an seiner Stelle nur eine o;erin2:e Erweiterung bemerkbar
ist, gerade wie beim ,^.
Homalothyrea g. n.
Bisher wurde auch die Spezies J'ranh'i Jans, aus dem
Lande der Herero in Südwest-Afrika in der Gattung Leucocelis
aufgeführt; sie ist aber von dieser ganz verschieden und gehört
einer ganz anderen (trup|)e der Cetoniiden an, denn das
erste Glied der hinteren Tarsen ist compreß und oben an»
Ende in eine Spitze ausgezogen. Nur die Färbung der Ober-
seite und der kleine Körper scheinen die vermeintliche Zuge-
hörigkeit zu Leucocelis begründet zu haben. Die darauf zu
gründende (iattung mag folgendermaßen gekennzeichnet werden.
Lcucocelidis generis speciebus j)rimo adspectu similis,
>ed civpeus nn'nus af.enuatus; pronotum postice arcuatum,
subrotundatum, ante scutellum minime trisinuatum, fere ob-
tusatum, angulis posticis fere nullis; elytroium angulus suturalis
Sietl. entomul. Zeit. 1895.
289
posticiis simplex; pecliis et abdomen minime pilosa; processus
mesostenialis late obtusatus; tibiae anticae bidentatae, dentibus
inter se magis remotis; tarsorum posticorum articulus primus
compressus, angulo superiore postico brevi, acuto Co )■> elongato,
dcntiibrnii ($).
Die Bildung der Hintertarseii verweist die Gattung in die
Abtheihing der prototypiscben Cetoniiden. Mit den Leucoceliden
bat sie einige Aebnlichkeit im Habitus und in der Färbung,
auch in der Form des Clypeus und des Scutellums, weicht
aber ab durch die Bildung der Hintertarseo, des Mesoslerual-
fortsatzeSj die Stelkmg der Zäline au den weniger schlanken
Vorderschienen und die am Ende verbreiterten Hinterschienen.
Lonchothyrea n. g.
Die TepJtraca (üxytlnjrea) inouimhica Bertoloni (Nova
Comment. Bouon. 1849. T. 10. S. 125; Sep. lllusirat. rerum
uaturalium Mozamb. Diss. III. 1849. S. 47) hat einen ziem-
lich breiten, merkwürdig llach gedrückten Körper und einen
breiten Clj-peus; und sie ist ohne Zweifel recht weit von
Leucoccüa entfernt. Sie steht durch diese Bildung auch ziem-
lich isolirt da. Der Clj'peus ist bei gleicher Körpergröße
breiter als bei Pseudotcphraea ftirfurosa Burm. und erinnert
in keiner Weise an die schmale längliche und vorn verjüngte
Form bei LeucoceÜK; er ist fast quadratisch, weniger lang
als breit, fast tlach, nur beiderseits der Länge nach etwas
eingedrückt und längs der Mitte etwas convex, am Vorder-
rand(; ab'iestutzt und gerandet, an den Vorderecken abge-
rundet. Das Prouotum ist fast wie bei Mfinsolcopaia funebris
Lansb. und albomarf/inata Lansb. gestaltet; nur sind die
Hinterecken abgerundet. Der breite und Hache Mesosternal-
fortsatz ist am Ende verbreitert, aber zwischen den Hüften
nicht eingeschnürt. Die Aehnlichkeil mit dem gleichen Organ
von Oxyllnp'ca slirrira ist groß, nur ist es flacher und vorn
mehr vorgezogen, auch an der breiten gerundeten Spitze mit
einem erhabenen Rande versehen und innerhalb des Randes
an der Randnaht behaart. Die Trennungslinie zwischen dem
Mesosteinalfortsatz und dem Metasterniim ist deutlich. Das
freie Endsegment, welches das Pjgidium bildet, greift als
kurzer Ilalbring seitlich nach unten über und ist sogar durch
eine Randleiste von der Oberseite des Segments getrennt.
Corpus depressiiisculum. Caput latiusculum, clypeo lato
et fere planato, anlicc obtuso; marginc clypei minime reflexo.
Pronotum trapezoidale, antice modice anguslatum, basi band
arcuata, ante scutellum truncatum, murginc utro<|ue lateral!
Steft. cn(nmoI. Zeit. 1895- 19
290
ante angulos posticos rotundatos sinuato. Elytra depressa,
subcostata, vix attenuata, feriebus punctorum geminatis, angulo
suturali apicali paruru producto. Tibiae anticae extus biden-
tatae; tarsi pedum posticorum in utroque sexu tibiis breviores,
feminae minus graciles. Processus mesosternalis latus, depla-
natus, apice rotundato, dilatato, marginato. Scutellum postice
acutissimum.
Die einzige Art dieser Galtung ist mozambica Bertol.
Leucocelis plebeja d. sp.
Ex affinibus L. aeneicoUis, minor, brevior, subcuprea,
eljtris viridibus, pronoto, iateribus parleque elytrorum postica
saepe alboguttatis; disco elytroruni planato; pronoto distincte
punctalo, ad latera striato; elytris pone callum posticum fusco-
reticulatis, in disco regulariter fusco-punctatis, striatis, striis
geminatis, interstitiis totis pianis, punctis striarum pierumque
semi-annulalis, stria quarta abbreviata, a stria tertia tota
aequaliter remota, striis punctorum externis regularibus;
pygidio dense annulato-puuctato; venire ad magnam partem
fere dense punctato, metasterno medio planato. — Long,
corp. 7,5 — 9 mm.
Mukenge in Baluba-Land (Congo-Gebiet) im August
und November 1882 (Dr. P. Pogge); Bukoba am Westufer
des Victoria-Njansa (16.— 19. November 1890, Dr. F. Stuhl-
mann); in den Ländern des Nordufers und des Ostufers des
Victoria-Njansa (0. Neumann).
Breiter und kürzer als L. aoicicoUis: Zwischenräume
der Flügeldecken nicht abwechselnd convex, der Zwischen-
raum der zweiten Pnnktreihe nicht eingesenkt, sondern alle
flach und nur auf der hinteren Hälfte neben der Naht ein-
gedrückt. Hinter dem Eudbuckel sind die Flügeldecken
rcticulirt. Pronotuin grüber punktirt. Pygidium dicht mit
ringförmigen Punkten bedeckt.
Stücke von Bukoba sind unterseits weniger und schwächer
punktirt.
Leucocelis albosticta n. sp. o^.
Nigra, nitida, prothoracia Iateribus, pygidio anoque rufis,
elytris viridibus ut pronoto albostictis; corpore infra imma-
culato, nigro; capite dense, vertice autem laxe i)unctato; pro-
noto latiore quam longiore, distincte, minus dense, propc
marginem uuticum densius punctuto, punctisqiic utrinque disci
tribus albis ornato; elytris similiter maculis compluribus a tcu-
lello usque ad apicem obsitis, seriebus punctorum discoidalibus
Stett. entomol. Zeit. 1895.
291
gcminatis, :}. et 4. postioe iuler ae approximativ, seriebus
marginalibus icgularibus; abdomine medio mediocriter impresso;
segmenlü pacnultimo medio postice protruso. — Long. corp.
10 mm.
Mombassa in Oslafrika (liildebrandl).
Der 7>. citlicoUis Boii. äiinlicli: die schwarze mittlere
Längsbinde des Pronotums ist liinten breiter, die Punktirung
desselben feiner : die weißen Flecke der Flügeldecken sind
zahlreicher. Auch durch das Vorhandensein weißer Flecke
auf dem Pronotiim und den schwachen mittleren Läugseindruck
ist die neue Art von der ritticollis verschieden.
Die L. hiklebrandti Kr. hat eine abweichende Flügel-
deckensculptur; die schwarze mittlere Längsbinde ist hinten
nicht verbreitert und erreicht bei manchen Exemplaren auch
nicht den Hinterrand. Die Unterseite ist rothbraun.
Var. atrocoerulea n. ,^.
Elytris atrocoevuleis, ut pronoto albomaculatis.
Flügeldecken ganz dunkelblau, mit den gleichen Flecken
wie albosticta. Auf dem Pronotum befinden sich acht weiße
Flecke, nämlich zwei Längsreiheu mit je drei Flecken auf
der Scheibe und je einem Fleck außerhalb in der Nähe des
mittleren Flecks. — Länge des Körpers 11 mm.
Sansibar (Hildebrandt).
Die mir unbekannte Lcticocelis alboyuHala Lansb. (Bull.
Ent. Belg. 1882. S. XXVII: Revoil's Faune et Flore des pays
Comalis. Co). S. 34) scheint eine sehr ähnliche Art zu sein.
Es paßt auf unsere albosticta aber nicht die Beschreibung
jener: „thoracis margine anlico fulvo": ,.la ponctuation irre-
guliere vers les bords lateraux des elytres^'; ^abdomen forte-
ment creusc au niilieu dans le male'^
Leucocelis elegans n. sp. qV.
Nigra, elytris viridibus, supra albo-sticta, pronoto nigro,
seriebus macularum albarum 4, exterioribus e maculis 2,
interioribus e maculis 3 compositis, pygidio segmentisque
duobus ultimis rufo-brunneis, peetore coxisque posticis punctis
singulis albis lateralibus, segmentis abdominalibus utrinque
prope marginem singulo puncto albido signatis; pronoto haud
confertim punclato, punctis discoidalibus et antescutellari-
bus subtilioribus: elytris subcostalis, striis distincte Irifariam
geminatis, serie punclornm qiuula ad callum pertinente;
segmento abdominali sexto (i. e. sex<o oculis aperto) postice
rotundato-obtuso.
Stett. entomol. Zeit. 18 i5. 19*
292
^ Segmente abdomiuali quinto tuberc mediauo jjubelevulo
glabro, transversal!, exstructo.
$ Eodem segmento piano, lacvi.
Long. corp. 10 mm.
Südöstlich vom Victoria - Njansa auf seiner letzten
Reise von Herrn Dr. G. A. Fischer gefunden; auch aus San-
sibar (im Innern de« Coutinent;-?) (Uildebrandt).
Leucocelis niansana n. a\).
Nigra, nitida, margine prouoti lateraü auguste rulb, elvlrii<
viridibus, horum dimidio apicali punclis raris albis miniiniv^
adsperso, pjgidio segmentisque duobus ultimis rufo brunneis;
punctis frontis utrinque rugosis, rugulis obliquas strias for-
mantibus; elytrorum striis trifariam geminatis, striis qualuor
interioribus fere aequaliter inter se approximatis, stria quarta
usque ad i-allum pertinente, striis cxterioribus rcgularibus,
tenuibus, minule ])un('tatis; abdomiue infra medio longitudina-
litcr impresso; pectorc punctis albis lateralibiis singulis, coxis
posticis segmentisque abdominalibus utrinque uuo puncto lateraü
albo signatis; segmento abdominali quinto (i. e. <|uinto oculis
apcrto) laevi. — Long. corp. Il^j4 mm.
Südöstlich vom Victoria-Njansa (_l)r. G. A. Fischer).
Diese Art gehört zur Verwandtschaft der L. hacmor-
rhoidalis und unterscheidet sich von dieser namentlich durch
die in Punkte aufgelösten Streifen der Flügeldecken, den nicht
abgekürzten vierten Punktstreif, die weißen Punktllccke auf
den Flügeldecken und dem Pygidium und die einzelnen weißen
Flecke an den Seiten der Unterseite des Körpers.
Leucocelis discolor n. sp.
Nigra, subaenea, pj'gidio segmentisque duobus ultimis
inferiuribus rubris, pedibus nigris subaeneis; pronoto rubro,
vitta mediana lata usque ad margines anticum et posticum
jtertinente; elytris viridibus vel cyaneis vel amethystinis,
albomaculatis; pronoto vitta submarginali obliqua, irregulari
vel direpta, maculisque quatuor discoidalibus signato, postice
rotundato, ante scutellum integro vel minime subsinuato; striis
elytrorum punctatis geminatis, stria quarta usque ad callum
posticum pertinente vel abbreviata, interstitiis in dimidio dorsi
anteriore planis: pronoto fere toto mediocriter, antice dense
punctato, Stria dorsali mediana longitudinali deticiente; pygidio
l)unctis annuliibrmibuö regularibus, inter se separatis, instructo. — ■
Long. corp. 8,5 — 9,5 mm.
StctI. cnlomul. Zeit. 189S.
293
Trausvaal (Niemeyor). Einige Stüci<e von Henu
Dr. 0. Thiome erhalteu.
Der L. adspersa F. iiliulich uud folgendermaßen von
dieser verschieden. Aul" rothem Grunde ist die schwarze
mittlere Läng.sbinde des Prouotums scharf abgegrenzt. Hei
L. adspersa verbreitet sich die dunkle Färbung weiter über
den Rücken des Pronotums und geht allmählich in die rothe
Färbung der Seiten über. Die Punktirung des Pronotum.'<
ist weniger grob und läßt keine glatte Mittellinie frei, wie
das bei adspersa der Fall ist. Die Rippen der Flügeldecken
treten nur sehr schwach hervor. Das Pygidium ist mit deut-
lichen eingegrabenen kleinen Ringen versehen. Bei adspersa
Hießen die Ringe dichter zusammen, so daß das Pygidium
dicht runzlig-sculptirt erscheint.
Leucocelis aeneicollis Schaum, var. minor n.
Gracilis, minor, capite et pronoto lucido cupreis, virides-
centibus, clytris viridi-olivaceis vel subauranliacis, maculis
pronoti elytrorumque, interdum obsoletis, albidis. — Long,
corp. 8 — 10 mm.
Delagoa-Bai (Rosa Monteiro).
Der typischen L. aeneicollis ähnlich, aber kleiner; die
dunkle Färbung nimmt die ganze Fläche des metallisch glän-
zenden Pronotums ein, bei aeneicollis nur die Mitte.
Leucocelis aeneicollis Schaum, var. nigroaenea n. V-
Corpore uigro-aeneo vel cupreo, pronoto ad latera
rubresccnte; elytris obscure miniatis, apice suturali producto'
ai)ice abdominali supra et infra rubro. — Long. corp. 10 mm'
Kitui in Ukamba, Deutsch-Ostafrika (Ilildebrandt).
Siett. ciiIomimI. Zci(. 18U5.
204
B. AVasmann's
kritisches Verzeicliniss der myrrnekophilen
und termitophilen Arthropoden*
Mit Angabe der Lebensweise uud Bescliveibuug neuer Arten.
Berlin, Verlag von Felix L. Daraes. 1894. Gr. 8. XV. und 231 Ö.
Preis 12 Mark.
Von H. J. Kolbe.
Obwohl die lusektenwelt schon im Allgemu^inen durch
die große Mannigfaltigkeit ihrer Formen und die Verschieden-
artigkeit iiirer Lebensverhältnisse außerordentlich interessant
für alle Diejenigen ist, die sich mit ihr oder mit einem Theil
von ihr beschäftigen, so thut sieh doch demjenigen eine
ganz eigenartige Welt auf, dem es vergönnt ist, auf gewisse
einzelne Gebiete des Insektenreiches einen tieferen Blick zu
werfen, die uns die Besonderheiten aus dem Leben dieser
Kleiiithiere vor die Augen führen. Zu solchen Spezialbetrach-
lungen laden namentlich diejenigen Insekten ein, welche bei
den Ameisen und Termiten Wohnung genommen haben. Das
Zusammenleben verschiedenartiger Thiere hat in den meisten
Fällen ein Geben und Nehmen auf beiden Seiten im Gefolge.
Aber dieses Verhältniß, die Symbiose, ist bei den ver-
schiedenen Arten in sehr verschiedenem Grade entwickelt.
Es sind bei der S^'mbiose, dem echten Gastverhältniß,
Wirth und Gäste zu unterscheiden. Wirthe sind stets die
Ameisen und Termiten; gerade diese sind es, welche je
nach ihrer Art, in großer Individuenzahl zusammen leben und
ein Gemeinwesen, eine Kolonie bilden. Das ist nur bei wenigen
anderen Insektenarten (Bienen, Wespen) der Fall.
Da das Wirthsverhältniß also bei den Ameisen und
Termiten liegt, so sind die mit diesen zusammen wohnenden
Insekten stets Gäste. Indeß leben auch verschiedene Ameisen-
arten nicht selten zusammen. In den wenigsten Fällen ist
jedoch die eine Ameisenart als Gastameise zu betrachten; in
den meisten Fällen bilden die verschiedenen Ameisenarten
gemischte Kolonien (Wasmanu 1891). Einige Ameisenarten
gelten als Diebsameisen, da sie nicht, wie die Gastameisen,
nehmen und geben, sondern bloß nehmen. Ueber Diebeameisen
schrieben Forel und Wasmann.
Stett. enlomol. Zelt. 1895.
295
Eine wichtige Tliatsaclie ist die besondere äußere Orga-
niü^ation vieler Gastinsekten. Da diese eine, von derjenigen
ihrer nnter gewöhnlichen Bedingungen lebenden Verwandten
abweichende Lebensweise führen, so sind sie, namentlich
wenn ihr Gastverhältniß ein intimes ist, in ihrer körperlichen
Ausbildung, ihrer besonderen Lebensweise entsprechend, recht
eigenartig spezialisirt.
Gewisse Gastkiifer (ClavigerJ, welche sogar von den
Ameisen gefüttert werden, da sie nicht die Fähigkeit zu be-
sitzen scheinen, sich selbst ihre Nahrung zu suchen, haben
verkürzte Mundtheile, die gewiß nicht ausreichend zum Auf-
suchen und Aufnehmen der Nahrung zu gebrauchen sind.
IManche Gäste sind sogar augenlos.
Von den meisten Gastinsekten, die gemeiniglich Myr-
mekophilen und Termitophilen genannt werden, haben wir
keine ausreichende Kenntniß hinsichtlich ihrer Lebensweise.
Da sie aber stets bei Amei.-en beziehungsweise Termiten ge-
funden wurden und einen eigenartigen Körperbau und gewisse
Abzeichen besitzen, so ist es zweifellos, daß sie echte Myr-
mekophilen sind. Aber viele früher für Myrmekophilen ge-
haltene Lisektenarten mußten aus der Liste derselben ge-
strichen werden, weil sie nur aufällige Besucher von Ameisen-
kolonien waren.
Schon in den Jahren 1841 und 1844 veröfFentlichte
Märkel ein Verzeichniß der damals bekannten Myrmekophilen.
Im Jahre 1874 erschien Andrc's Verzeichnis, welches jedoch
nicht kritisch genug gehalten ist, um eine Anschauung von
den wirklichen Myrmekophilen zu liefern, da der größte Theil
keine wirklichen Myrmekophilen sind.
Es war an der Zeit, dieses interessante Forschungsgebiet
kritisch zu beleuchten, den Stoff zu sondern und ein über-
sichtliches Werk über diesen Gegenstand wiederum und nach
neueren Gesichtspunkten auszuarbeiten. Was mann, einer
von den wenigen Naturforscheru, die sich gegenwärtig ein-
gehend mit diesem Zweige der Biologie beschädigen, hat
es unternommen, wohlausgerüstet durch langjährige Vorarbeiten,
die Bearbeitung eines solchen Werkes zu übernehmen. Ein
(lankenswerthes Unternehmen !
Der I. Theil des Wasmann'schen Werkes bietet ein reich-
haltiges Vei-zeichniß der Litteratur der Ameisen- und Termiten-
freunde auf S. 3 — -.56, und zwar in alphabetischer Reihenfolge
der Autoren und chronologischer Aufzählung der Publikationen
dieser Autoren. Wir ersehen daraus, daß zahlreiche Beobachter
diesen biologischen Verhältnissen mehr oder weniger ihre
Slett. entoniol. Zeit 1890.
296
Aufmerksamkeit gewidmet haben; Wasmann selbst hat schon
früher in 37 Abliandhingen seine SpeziaUbrschungen über die
Ameisengüste dargelegt. Im letzten Jahrzehnt hat infolgedessen
die Kenntniß von den myrmekophilen Arthropoden einen
ziemlich bedeutenden Umfang angenommen, allerdings haupt-
sächlich durch Wasmann selbst.
Den II. Haupttheil des Werkes bildet das Artenverzeichniß
der myrmekophilen und tei'mitophilen Arthropoden auf
S, 57 — 202. Darnach sind jetzt 1240 mjrmekophile und
105 terniKoiihile Arthropoden bekannt. Die meisten Myr-
mekophilen .stellt die Ordnung der Insekten, nämlich 1177,
während 60 Arten auf die Arachniden (Spinnen, Milben) und
9 auf die Crustaceen (Asseln) entfallen.
Von den 1177 Insektenarten gehören allein 993 zu den
Coleopteren (meist Staphyliniden, Paussiden, Pselaphiden,
Clavigeriden, Scydmaenidcn, Silphiden, Histeriden u. s. w.),
1 zu den Streiisi|)teren, o9 zu den Hymenopteren, 27 zu den
Lepidopteren, 18 zu den Dipteren, 7 zu den Orthopteren,
1 zu den Pseudoneuropteren, 72 zu den Rhynchoten und 20
zu den Thysanuren.
Unter den 105 termitophilen Insektenarten sind 87
Coleopteren (meist Staphyliniden, einige Carabiden, Pselaphiden,
Histeriden, Scarahaeiden etc.), G Hymenopteren, 2 Dipteren,
2 Orthopteren, 4 Pseudoneuropteren, 3 Rhynchoten und
1 Thysanure.
Jede der aufgeführten Arthropodenfamilien ist durch eine
Uebersicht über die Lebensweise der ihr angehörenden Myr-
mekophilen und Termitophilen eingeleitet, so daß der Leser
ein anschauliches Bild von dem Leben dieser interessanten
Thiere bekommt. Bei jeder Art ist die Wirthsameisc oder
Wirthstermite angegeben, und, wenn möglich, auch der gesetz-
mäßige Wirth. Auch ist bei jeder Art der litterarische Ver-
merk beigefügt, wo über die Biologie dieses Insekts, soweit
sie auf die Myrmekophilic oder Termitophilie Bezug hat, die
nöthige Mittheilung zu linden isi. Auch biologische Anmer-
kungen linden sich bei vielen Arten. Ferner sind zweifel-
hafte oder ungenaue, aus der Littcratur entnommene Angaben
als solche mitgetheilt.
Wasmann will unter echten Myrmekophilen nur solche
Gäste verstanden wissen, die von den Wirthsameiscn gastlich
geptlegt, nämlich geiüttert und beleckt, bezw. wenigstens
gefüttert oder beleckt werden. Es giebt auch indifferent
geduldete, ferner zufällige Gäste, auch Parasiten und gewaltsam
sich aufdrängende Einmiether. Da in vielen Fällen die Natur
Stett. entomol. Zeit. 1896.
297
der Ijetreffeiiden Vergesell-^cliaftung noch nicht oder nur un-
genau bekannt ist, so schien es dem Verfasser unvermeidlich,
von der inneren Natur der betreflenden Symbiose (ob Para-
sitismus, Synökelismus, MyrmcUoxenie u. s. w.) abzusehen
und einfach die Thatsaehe der gesetzmäßigen Symbiose zwischen
Ameisen (bezw. Termiten) und anderen Arthropoden zur
Grundlage zu nehmen.
Als Kriterium für die Gesetzmäßigkeit der Symbiose
erkennt Wasmanu mit Recht nicht nur das bloße thatsäch-
lich beobachtete, regelmäßige Zusammenleben, sondern vor-
nehmlich die sogenannten Anpassungscharaktere bei einem der
beiden Symbionteu. Zu diesen Chaiakteren rechnet Wasmanu
z. I). die Dorsalüffnung des 11. Segments bei den myrme-
kophilen Lvcaenidenraiipen. ferner die gelben Haarbüschel,
Thoraxgruben, durcbbolirten Stiniliörner u. s. vv. der Paussiden,
die Bildung der Mundtiieile und der Fühler, die Entwicklung
der Abdominalgruben und gelber Sekretionsbüschel, die dichten
selben Haarbüschel einiger Histcriden (Helaerins tristriattis
Hörn, Tylois Irilunalus Mars., die Arten von Chlamydopsis)
und weniger Staphyliniden (z. B. Lomechnsa}.
Der Herr Verfasser führt deswegen fast sämmtliche be-
kannten Arten z. B. von Paussiden und Clavigeriden auf,
weil sie solche ifinpassung.scharaktere besitzen, obgleich sie zum
großen Tlieil noch nicht bei Ameisen gefunden worden sind.
Es geht hieraus hervor, daß die für die Biologie der
Myrmekopbilen sich interessirenden Entomologen noch ein
weites Feld zur Bethätigung vorfinden. Das Wasmann'sche
Werk und seine vielen Sj)ezialpublikationen sind hierfür von
grundlegender Bedeutung. Das Werk hat übrigens nicht den
Zweck, ein bloßes Verzeichniß der myrmekophilen und ter-
mitopbilen Arthropoden und deren Wirthe zu liefern, sondern
CS will auch in die Biologie derselben gleichzeitig einführen.
Deshalb sind die vielen eingctlochtenen biologischen Bemer-
kungen gewiß auch denjenigen Lesern willkommen, die
weniger Werth auf das Verzeichniß der Arten legen.
Die Ausstattung des Werks und die Ucbcrsichtlichkeit
des Stoffs sind augenscheinlich sorgfältig vorbereitet und durch-
geführt. Man sieht daraus, daß der Herr Verleger Alles
gethan hat, um dem werthvollen Buche auch äußerlich den
Stempel der Güte aufzudrücken.
Im Folgenden füge ich noch einige Beispiele von myr-
mekophilen Coleoptcren an, die mir außerdem noch bekannt
geworden sind :
S(e(t. cnlomol. Zeit. 189S.
298
1. Hycrea rillosa Pascoe, eine Art der Teaebrionideu.
Nach E. Duges lebt diese Art. als Larve, Nymphe
und Käfer in den Nestern von Atta cephalota, wo
.'-ie inn Februar und März zu finden ist. Ihre Nah-
rung besteht vermuthlich aus dem Detritus der
Acacia albicans, aus dem die Nester dieser Ameisen-
art großentheils zusammengesetzt sind. (Annal. Soc.
Entom. Belgique. XXIX. 1885. S. 51—54.)
2. Oniticcllnü nionstrostis Bat., ein eigenartiger Käfer
aus der Familie der Mistkäfer, der erst vor einigen
Jahren entdeckt worden ist, lindet sich in Mexiko,
und zwar nur in Ameisennestern. (Biol. Centr.
Americana. Vol. II. Part 2. 1886—1890 p. 391).
3. Ptichopus aiujulalus Perch., eine Art der Passaliden.
Herr Richard Becker, der eine Reihe von Jaliren
in Mexiko lebte und eifrig dem Sammeln und Be-
obachten der Celeopteren oblag, fand diesen ziemlich
großen Passaliden nur in Ameisennestern und zwar
in großer Anzahl. Andere Passaliden, z. B. Arten
von lihodoranthopiis, wurden von einem Käfer-
sammler des Herrn Becker gleichfalls in Ameisen-
nestern gefunden.
Ueber das Vorkommen von S(ai)liyliniden hei Ameisen
ist in dem Werke Godmans und Salvins „Biologia
Centrali- Americana** nichts mitgetheilt. Wie es heißt, soll es
schwierig sein, in den Nestern der vielfach sehr bissigen
Ameisen Mexikos nach mitbewohnenden Kleinthieren zu
suchen. Wahrscheinlich trägt aber das Wasmann'sche
Buch dazu bei, auch in außereuropäischen Ländern noch
mehr als bisher den myrmekophileu und termitophilen
Arthropoden einige Aufmerksamkeit zu widmen.
Berlin, Oktober 1895.
8tott, enlomol Zeit. 18'j^
299
Vereins - A-ng-eleg-enheiten.
Als neue Mitglieder wurden in der Sitzung vom 15. Octobcr
luifgenommen:
Herr Heinrieh Riffartii in Berlin und
Friedrich Mühling, Landschaftsmaler in Stettin.
Seinen Austritt aus dem Verein erklärte:
Herr Kaufmann Sclimidt in Stettin.
Durch Tod verlor der Verein:
Herrn Emil Ragonot, Präsident der Societe Entern,
de France in Paris und
„ Professor Dr. Bert kau in Bonn.
Zu Vorstandsmitgliedern wurden gewählt:
Herr (reheimer Sanitätr^rath Dr. Sclileicli und
,. Rechtsanwalt Ritschi in Stettin.
Wie in früheren Jahren wurde das Stiftungsfest des
Vereins am 2t). November von den hier ansässigen Mitgliedern
durch ein gemeinsames Abendessen gefeiert und vorher dem
Herrn Vereinsrendanten für die Kassenverwaltung Decliarge
ertheilt.
Dr. H. Dohni.
Notiz.
In Folge erneuter Anfragen auswärtiger Mitglieder über
den Zahlungsmodus für den Jaliresbeitrag wiederholen wir
die Bitte, denselben mit 9 Mark pro Jahr i)ränumerando,
spätestens nach Empfang des 1. Viertel jalirsheltes vom laufenden
Jahrgang, per Post an den Vereinsrendanten. Herrn Kaufmann
Gustav Schulz, Stettin, Pölitzerstrasse 3, II, einsenden zu
wollen.
Die Redaction.
Sl«tl. cnlomol. Zeit. 1805.
300
Inhalts -Verzeiclmiss.
Uebcr die Hypenodes- Arten von Carl Reutti in Carls-
nihe i. B. S. 209. — Sechs neue Curculioniden- Gattungen
und ein neuer Glochinorliinus von J. Faust in Libau. S. 212.'? —
Reiseskizzen von Dir. Seitz in Frankfurt a. M. S. 228. — • Das
Aufweichen getrockneter Falter von Ed. Hering. S. 235.' —
Biologische Mittheihingen über einige Kleinfalter von H. Disqu6
in Spej'er a. Rh. S. 243. — Zur Kenntniss der Anthribidac
von Dr. K. Jordan, Tring, England. S. 245. — Einige neue
Käfer der Indo-Australischen Region in der Sammlung des
Tring-Museums von demselben. S. 266. — Beiträge zur Kennt-
niss der melitophilenLamellicornier(CoIeoplera) von H. J. Kolbe.
S. 271. — E. Wasmann's kritisches Verzeichniss der myr-
mekophilen und termitophilen Arthropoden, Mit Angabe der
Lebensweise und Beschreibung neuer Arten von demselben.
S. 294. — V^ereins-Angelegenhciten. S. 299. — Inhalts-Ver-
zeichniss. S. 300,
SictI. eutomol. Zeit. 1896.
Entomologische Zeitung
iierausgegebeii
von dem
eiitoiuolos:isclien Vereine zu Slettiii.
Redaction:
In Commission bei den Huch-
Dr. Heinrich Dohni, Vorsitzender. ^^^'f: Jf.: Fl«» «r in Leipzig u.
' R. Fnealander & Sodü m Berlin.
No. 10-12.
56, Jahrgang. Oktober— Dezember 1895.
Curculioniden
der Aethiopischen Region
von «f. Faust.
Afrika.
Megamastus nov. gen.
,, ephippiger.
Ithyportts aridus. ^
Mecliislocenis tnacuUpes.
., ruralis.
,, Fanreli.
Slroniborhinus nov. gen.
., sellafus.
., biiinicronalus.
Cyllupliorus imitatnr.
Telephae undahiinda.
Parisorordiili/s nov. gen.
bifasc latus.
„ gabonicus.
Madagaskar.
Metrioderus nov. gen.
„ mrginalis.
Stigmafrach ein s S iko ra i .
„ lineatNS.
„ nubifer.
„ tessellatns.
Brachycyiius cicur.
Homalepfops fasciatus.
"Megamasliis iitsidarls.
"Rhytidophlüeus an n ulipes.
Pseudobalaninus leucocomus.
„ bicruriafus.
Codmius nov. gen.
"" .. llildcbrandli.
''•Pcrisaodercs collaris.
Megamastus nov. gen. Hylobiinorum.
A genere Orthorhinus Seh. ociilis Mibtus approxiniati.'^,
(•Oxis anticis nicdiuuis laliiis di.'-tuntihiis, .seginoiitis tribiis
inlerniediis uequilougis, scgnicnto prinio poslice Inincalo, incUi-
^) Die Arlcu von Mndni^iisknr oliiu;
Sfelt entiuiK.l. Zeil. IbM.
sind \iiii Sikura ;4t'saniin<'ll.
20
304
bterno cüxaiiiin inediaaarum latitndine vix lougiore, urlieiilo
lertio tai^onim laiitum su1)tii.s spoiiiiioso et minus dilatalo,
feinoribus poslicis corporis apicem attingenlibus, lobis otulari-
bus prothoraciö band timbriatis di versus.
Die mebr an die Unterseite des Kopfes gerückten, bier
mn weniger als die Hüsselbreite von einander entfernten Augen,
die breit gefreniilen Vorderbüften sowie die drei gleiclilangen
mittleren liaucbsegmente unlerscbeiden diese Galtung bin-
reicbend von der ibr nabestebenden Orlhorhinus, mit der sie
u. A. den beinabe ganz geraden und cvlindriscben Rüssel
sowie die Filiilerbiblung gemeinsam bat. Die Vorderbeine
sind gleiciifalls länger als die bintt-rcn, wenn aucli nicht in
dem Maße, als bei der Scliönherr'schen Gattung.
Megamastus ephippiger. Oblongus, subcyliodricus, niger,
dense subtus griseo-, supi-a nigro-squamosus et griseo-albido-
fasciatus; fronte cönvexa; rostro tibiarum anticarum longi-
tiidine, subrecto, cylindrico, dense seriatim punctato; antennis
rufo-brnnneis medianis; prolborace convexo longiludine aequi-
lato, ad latera rotundato-dilatato, ntrinque vitta obsoleta pone
medium abbreviala signalo; scutello oblongo band elevato
subalbido; eljtris lalitudine duplo longioribus, dorso paulo
depressis, punctato-striatis, interstitiis alternis nonnibil elevatis
et tuberculis parvis obsitis, macula obliqua bumerali fasciaque
lata postica albido-squamosis:^ femoribus nonnibil clavatis dente
parvo armatis, tibiis basi late nigro-aunulatis, quatuor posticis
aequibrevibns. Long. 6.3, lat. 2 mm.
Bismarckburg bei Togo, von Conradt zwischen dem
21. März und 30. April gesammelt. Im Berliner Museum
und in meiner Sammlung.
Von oben geseben einem kurzen Camplorhinus sebr
äbnlicb. Rüssel kaum so dick als die Vorderscbienen breit,
bis zur Füblereinlenkung sebr dicbt gcreibt punktirt und mit
lein gekielten Räumen zwiscbeu den Reiben; an der Basis
wie der Kopf grau bescbuppt. Geißelglieder 1 und 2 an
Länge kaum verschieden, die sclmial ovale und zugespitzte
Keule kaum so lang als die drei letzten Geißelglieder. Thorax
mit der größten Breite in der Mitte, bier gerundet, zur leicht
gerundeten Basis weniger geschweift verengt als zur Spitze,
diese in der Mitte über den Kopf vorgezogen und hinter den
Augen tief gebuchtet, auf dem Rücken längs und quer gewölbt,
die Mitte mit kaum angedeutetem Längseindruck, die vcrhält-
nißmäßig großen Schuppen flach tricbterförniig verlieft. Decken
in den rechtwinkligen und kurz gerundeten Schultern etwas
breiter als die l'boraxmitte, parallelseitig, au der Spitze stumpf
S(äl(. eutomol. Zeit 1H95.
305
ubLicruiidol, die LäiigswüllnuiL; Hadi, an der liiibis kiuz ye-
lundet uusleigend, hiiilen laug und seliräg ablallend, die
Streifen wenig verlief'l, jeder der dieliten und ilaelien Punkte
mit einer anliegenden weiiien Horste, die Spaiien wenig ge-
wölbt, von den dorsalen 2 am deutlichsten, 6 am undeut-
lichsten tuberkulirt, die Naht deutlieh erhaben; alle Schuppen
auf den Decken übereinander greifend, die auf der Unterseite
dicht nebeneinander liegend. Schenkel ziemlich grob punktirt,
die hintersten außen mit einer dunklen Makel. Der senk-
rechte Horniiakcn der llintersehiene entspringt nahe der Außen-
kante und i>t nur an der Spitze gebogen; Vorderschienen
innen an der Basis \ iel tiefer und kürzer ausgerandet als
gegen die Spitze.
Bei den beiden mir vorliegenden weiblichen Stücken ist
das nur von unten sichtbare Pygidium gegen das Aualsegment
umgebogen, welches letztere nicht länger als Segment 4 und
dessen Hinterrand abgestutzt erscheint.
Ithyporus aridus. Oblongus, depressus, niger, supra
umbrino-squamosus, squamulis fnscis et tlavidis adspersus;
rostro femorum anticorum longitudine, tibiarnm latitudine, sub-
striato-punctato, basi striato-rugoso, medio carinulato; pvo-
thorace ad latera aequaliter rotundato, densissime punctato,
umbrino-squamoso squamulisque fuscis passim in linea media
densius obsito: scutello rotundato llavido; elytris parallelis
apice obtuse rotundatis, dorso depressis, postice declivibus,
punctato-striatis, interstitiis parum convexis, alternis paulo
elevatioribus et minutissime granulatis, umbrino-squamosis
fcquamulis()ue fuscis et flavidis adspersis, in hnmeris, in inter-
stitio tertio et in fascia obsoleta post mediana magis conden-
satis; corpore subius pedibusque flavido-squamosis, abdomine
medio longitudinaliter nigricante; femoribus extus nigro-
trimaculatis, tibiis nigro-biannulatis. Lg. 10, lat. 3.8 mm.
Von Dr. Steudner bei Keren in Abyssinien gefunden
(Berl. Mus.); vom Port Nalal in meiner Sammlung.
Etwas schmäler und ilacher als si(/iiafiis Fhrs., die Beine
dünner, auf der Oberseite die dunklen Schuppen vorherrschend
und die Decken ohne gemeinsame weißliche Makel, der
KUssel dünner und länger, die Fühlerkeule kürzer.
Von der Seite gesehen bildet der 'l'horax- und Decken-
rUcken eine an der Basis kaum unterbrochene Linie. Stirne
zwischen (Ivn Aug('n leicht (pu;r eingedrückt. Fühlerk«.'ule
kurz oval, nur wenig länger als breit. Thora.x last länger
als Ineit, zur Spitze etwas mehr verengt als zur Basis, seit-
lich hinter dem Vorderrande abgesclmtlrt, die schmalen Räume
stell, euloiiu.l Zeit. 180f. 20'*
306
zwischen den dit-lilen, durch eine Scliuppe ausgcfüMten Pnnklen
als leine, nadele nnd nnivgelmäßige Runzelhnien erseheinend
und die durch rothbraune Schuppen nuirkirte Mittellinie im
Spitzendrittel fein kielartig. Decken an der Basis gemeinsam
ausgerandet, bis zum Spitzendrittel j)arallelseitig mit kurz
gerundeten Schultern, die Pmikte in den Streifen reichlich
doppelt so breit als die feinen Haehen Streifen, auch größer
und tiefer als die Punkte auf dem Thorax und im Grunde
mit einer kleinen Schuppe, die dunklen Schuppen auf den
Spatien und Brückchen dicht neben-, die hellen wenig über
einander liegend, nur auf der Basalhälfle der abwechselnden
Spatien von kleinen glänzenden und mit einer von hinten
eingestochenen Schuppenborste verseheneu Körnchen durch-
brochen. Die vier Hinterschenkel mit einer längeren dunklen
Makel an der Basis, einer gegenüber der Zahnstelle und einer
dritten an der Spitze; auf den Vorderschenkeln fehlt die
Basalmakel. Schienen mit zwei dimkien Ringen.
Mechistocerus maculipes. .1/. adumbvato Fst. simillimus
et aflinis, ab illo roslro carinulato, prothorace margine apicale
medio emarginalo. dorso subtiliter punclato fere immaculato,
scutello elevato nitido, segmenlis abdominalibus quatuor ultimis
medio nigro-brunneo-squamosis, femoribus Omnibus tibiisque
brumieo-maculatis diversus. Lg. (>.5 — 8, lat. 2.2 — 2.8 mm.
Ein Männchen zwischen dem 24. Juni und 0. Oktober
von Conradt bei Bismarckburg gefunden (Bcrl. Mus.); ein
zweites Männchen von Daliome in meiner Sammlung.
Rüssel von der Basis bis zur Fühlereinlenkung dicht
punklirt, fein fünfkielig und graugelb beschuppt, dann bis zur
Spitze kahl glänzend, viel feiner und undicht punktirt. Alle
Schenkel außen an der Zahnstelle, die vier hinteren auch an
der Basis, die zwei hintersten auch innen di(;ht hinter der
Spitze mit einer braunschwarzen Makel; alle Schienen iiinter
der Spitze breit braunschwarz geringelt. Das Abdomen zeigt
eine breite, dunkel bescluippte Längsbinde, die sich von der
hinteren Hälfte des zweiten Segments bis zur S])itze des Anal-
segmenls erstreckt. Der Thorax zeigt auf dem Rücken aul5er
einem basalen Ansatz zu einer helleii Längsbinde gegenüber
dem vierten Deckenspatium keinerlei helle Zeichnung, dagegen
auf der Unterseite in der Mitte nahe dem Seitenrande eine
helle Punktmakel. In demsellxMi Verhält niß als die Thorax-
punktiruug feiner ist als bei (Khiiiihraliis ist es auch die der
Deckenstreifen. Die hintere belle Querbinde auf den Decken
ist vielfach von dunklen Schuppen durchsetzt und außerdem
ist noch eine helle, kurze und nach innen gebogene Schulter-
Stctt. enloinnl. Zeil. 1&9!;.
3o:
hiudo brineiUluir. Oliiio die gemakelton Heine und Abdoniinal-
segmente könnte nnni »Kiriili pra i'iir dtiis Miinnclien des
adumhratuü luilten.
Mechistocerus ruralis. $. Oblongo-ovatu.'?, minus eon-
vexus, niuro-pieeuy, cinereo-srjuatnosus, nigro-bruuneo varie-
gatus; untenuis lufo-lestaceis; rostro brunneo apice diludore
fenioribus anticis longiore, arcuato, basi dense punctulato;
prothorace maxima latitudiue pone basin, kititudine fere lon-
giore, basi vix bisinuato, dorso macula obsoleta magna basali
noiato; scutello einereo-squainuloso; elvtrjs prothorace kitioribus,
batsi oblique ampliatis. reniote punctato-striati.«. jjuncti.s in
striis squama repletis, interstitiis subplanis setis cvast^is reclinatis
iioiseriatim obsitis, dor^o nigro-bruuneo variegatis; j)edibus
dense cinereo-squamosis, fenioribus dentatis, duobus posticis
extus, tibiis omnibus basin versus macula brunnea signatis^
corpore subtus haud dense !=quaniost>. Lg. 5.7, lat. 2.8 mm.
Zwei Weibchen von E. Baumanu im April auf dei
Misahöhe bei Togo gefunden (Berl. Mus.).
Eine kleine unansehnliche, auf dem Rücken etwas Hache
Art mit verhältuißmäßig schmalem Thorax und die von der
Mehrzahl der bisher beschriebenen Arten dadurch abweicht,
daß die Körperunterseite undicht punktirt und beschuppt ist.
Auf der Hinterbrust und dem Abdomen sind die Räume
zwischen den Schuppen mindestens ebenso groß als diese und
die Segmente 3 und 4 sind bis auf die Seiten ganz von
Schuj)j)en entblößt; dagegen ist der Thorax oben und unten
la>t gleicii dicht bescliuppt. Von der Seite gesehen stehen
die Schuppenborsten auf der Rüsselbasis und dem Thorax-
vorderrande etwas, auf den Deckenspatien mehr ab und auf
der Stirue sind wenige dunkle Schuppeu eingestreut. Thorax
fa^t länger als breit mit größter Breite vor der Basis und
hicrjgerundet, die Hinterecken leicht eingezogen, nach vorn
anfänglicii wenig und gerundet, dann stärker und geschweift
verengt, an der Spitze kaum halb so breit als an der Basis;
die ziendich großen und dichten Punkte auf dem Rücken sind
durch je eine geriefte Schuppe ausgefüllt, die dunklen Schuppen
herrscheu liier vor und bilden eine nicht scharf begrenzte,
von hellen Schuppen hin und wieder durchsetzte breite Üorsal-
makel, die sich bis zum Spilzendi'ittel erstreckt. Decken an
der Basis fast um die Hälfte breiter als der Thorax und um
die Hälfte länger als i)reit. von den etwas schräg abfallenden
und ziemlich scharf winkligen Schultern bis zum Spitzen-
viertel parallelseitig, dann gerundet verengt, hinten vor der
Spitze ohne Schwiele, die Punkte in den Streifen etwas läug-
Siett. cnloiiiol. Zeit. 18'J5.
308
lieli. vit'l kleiner ah die auf dem Thorax und mit einer
schmalen Schuppenbor8te im (Grunde; die Schuppen auf den
Spaticn und ßrückclien rundlieh, meibt etwas abgestutzt,
gerieft und etwas übereinander greifend, die Seiten gelbgrau,
der Kücken dunkler rehfarbig mit drei nicht scharf begrenzten
schwarzbraunen Quermakeln auf jeder Decke neben der Naht,
nämlich eine etwas vor, eine dicht hinter der Mitte und eine
auf der abschüssigen Stelle, Schienen an der l>asis nicht
dunkel geringelt, sondern nur auf dem Rücken mit einer
dunklen Makel, die auf die Seiten wenig übergreift.
Mechistocerus Fauveli. Elongato-oblongus, dense gris^eo-
scpiamosus, nigro-brunneo-variegatus; antennis rufo-brunneis;
Ironte puncto magno profunde impressa: rostro basi dense
ruguloso-punetato et medio carinulato; prothoraee latitudine
aequilongo, antrorsim rotundato angustato, margine antico
medio parum emarginato, dorso sat fortiter punctato, medio
carinato vittisque duabus nigro-brunneis signato; scuteilo medio
sulcato nudu; elytris retrorsim sensim rotundato-angustatis,
dorso in tertia parte basali inter strias secundas utrinque ante
apiceni leviter impressis, fortiter i)unctato-striatis, interstitiis
nounihil couvexis uniseriatim granulalis ac recliuatim setosis,
singulo maculis duabus nigricantibus postica minori notalis;
femoribus tibiisque cervino-anuulatis; segmento anale maris
late proi'undeijue impresso. Lg. 11.5, lat. 4 mm.
Gabun.
Ein Pärchen dieser Art in meiner Sammlung i^t ähnlich
wie Qucdcnfeläti Fst. gezeichnet, der Körper jedoch schmäler
wie bei Pascoei Fst. und die helle Beschuppuug weißgrau,
etwa wie bei cribratus Pasc. Der uroße Stirnpunkt ist tief
eingestochen. Der gewölbte Kopf wie die Thoraxbciten hell
rehfarbig angelaufen. Thorax fast länger als breit, an der
Basis flach zweibuchtig, die Punktirung (lichter als bei
Qnedenfeldti, die beiden dunkelbraunen Läugsbiudeu von der
Basis ab etwas divergirend, vor der Mitte gerundet-haken-
l(>rmig gegeneinander gerichtet. Decken etwas breiter als der
Thorax, mit kurz gerundeten Schultern, innerhalb dieser ein-
gedrückt, die Punkte in den Streifen größer und tiefer als
die auf dem Thorax, die Spatien etwas breiter als die Streifen
und leicht gewölbt, gegen das Licht gesehen mit einer weit-
läufigen Reiiie schräg abstehender Btirstclien; die vordere
größere dunkle Makel steht ziemlich in der Mitte jeder Decke,
zieht, sich nacli außen und vorn erweiternd, vom Streifen 1
schräg bis beinahe zur Schulter und erreicht außen nahezu
den Seitenrand, ist aber nirgend scharf begrenzt, dagegen von
SteU. entoraol. Z<:it 1895.
309
hellen SLliiipjH'n vidfacli durchsetzt und heim Weihchen nach
außen liin uhgefönt ; die hintere kleinere Makel i-^t aus kleinen
Pusteln zusammengesetzt. Die Körperunterseile ist weitläufig
l)unktirt,. Die scharf gezähnten Schenkel sind hinter der Zahn-
st eile blaß rehiarhig, die Schienen vor der Basis braun ge-
ringelt. Wie bei fast allen Arten der Gattung tragen die
Punkte der Ober- und Unterseite eine Schuj)pe. Das männ-
liche Aualsegment hat einen fast die ganze Breite und mehr
als die halbe Länge einnehmenden tiefen Eindruck, dessen
Seiten gegen die Spitze hin kielförmig erhaben sind.
Die Art ist dem Gründer dieser artenreichen Gattung
gewidmet.
Stromborhinus nov. gen, Cryptorhynchinorum.
Gencri Acdemonus Seh. propinquus; ab illo arliculis
funiculi nitidis clavum vix articulatam versus haud crassioribus,
elytrorum margiue exteriore ponc coxas haud sinuatis, femo-
ribus certe posticis haud linearibus. bis segmentum anale vix
attingentibus, oinnibus undique squamosis dorso basin versus
haud carinatis, angulis anticis elytrorum antrorsim evidenter
l>roductis praeeii)ue diversus.
Bei Aedemomis sind alle Schenkel linear, ihr Rücken
(wie bei .]fechistocerus^ gegen die Basis zu einem nackten
Kiel komprimirt, die hintersten erreichen fast die Hinterleibs-
spitze, der Deckenaußenrand ist bei den Hinterhiiften gebuchtet,
die Geißelglieder sind zur deutlich gegliederten Keule hin ver-
dickt und behaart. Li beiden Gattungen erreicht der Rüssel-
kanal nur die Mitte der Mittelhüfteu und Spatium 4 zeigt an
der Spitze eine tuberkelartige Schwiele. Diese letzteren beiden
Eigenschaften unteischeiden Sfromborhitiiis hauptsächlich von
Mechistocenis Fauv. und /iluidiiiomcrus Fst. Von den hier
noch in Frage kommenden afrikanischen Gattungen unter-
scheidet sich Macraulacus Fairm.i) schon durch die fehlenden
Augeulappen und Peristhenus Pasc. 2) durch ungezähnte
Schenkel und am Grunde verwachsene Krallen.
Stromborhinus sellatus. Oblongus nounihil couvexus,
niger, supra dense cinereo-squamo.->us; antcnnis rostroquc
apicem versus rulis; rostro arcuato a basi trigono usque ad
antennarum insertionem angu.^te punctato-striato, et medio
<arinato; eapite squamoso vcrtice pimctato; antennis dava
excepla nitidis, articulo secundo funicidi elongato; prothorace
1) Compt. rend. Suc Belg. 18913 \>. r)97.
-) Jouni. Lin. Soc. 1886 I». 334.
Stett. entomul. Zeit. 1895.
310
trausverf^o rutundalo-conico, ba^i bisiniialo, imii-giuc antico
medio minute nigro-biluberciilato, maxiina luirtc i)uuctorum
densoniin ac grossoruni sqiiama apico Inincata re]>lela; scutello
rotiiiidalo, convexo, j^qiiamoso; elylris prothorace paiilo
latioribiis subparallelis, poslice pauIo an<;iibtalis, apice ubüis^c
rotimdalis, callo postico sat magno praeditis, dense ciuereo et
fiimigato-squamoöis, post medium inacula eommuni magua
nigro-hüloserieea utrinque in iuterstitio tertio crista squamis
nigiis ereclis terminata signalis: nietasterno abdomint-que parcc,
pcdibus densius squamo^ij;; remoribus siiblii.s dentatis, tibiit*
basi nigricantibiis. Lg. 9, lat. 3.5 luni.
Zwischen dem 16. September und 24. Oktober in
850 m Höhe bei Usambara Derema von Convadt gesammelt
(Berl. Mus.).
Etwas melir quer- und längsgewölbt als Äedemonus
Erichsoni Boh. Die Augen stehen unten um die halbe, üben
um die ganze Rüsselbreite auseinander. An den beiden vor-
liegenden männlichen Stücken sind die Fühler dicht hinter
der Mitte eingelenkt, ihr Schaft ist au der Spitze gekeult uud
hier etwas dicker als Geißelglied 1 an der Spitze, dieses
dicker als die übrigen und kaum länger als 3. die letzten
kürzer und ziemlich gleich kurz, aber noch etwas länger als
breit, die oblonge stumpf abgerundete Keule so lang als die
vier letzten Geißelglieder. Rüssel so breit aber etwas länger
als die Vorderschiene, an der Spitze nur halb so hoch als
an der Basis, die gereihten Punkte von der Fühlereinlenkung
bis zui* Spitze sehr fein und weitläutig. Thorax an der Basi--
.jederseits neben dem Seliildchen kurz geschweift und außen
neben dieser Schweifung gerundet, wodurch die Hiuterecken
etwas stumpfwiuklich erscheinen, von die-en ab bis zur Mitte
gerundet-, dann stärker geschweift-verengt, der hinter den
Augen tief ausgebuchtete Vordei-ram! beinahe nur ein Drittel
so breit als die Basis, quer gewölbt, die l)eschi4)pung weiß-
lich, gelbgrau und bräunlich gemi.-cht, aulierdem auf dem
vorderen Rücken mit abstehenden schwarzen Scliuppenborslen,
die an der Spitze zwei niedrige Kämme bildeu. Decken
doppelt so lang als breit, die Seiten flach und lang geschweift,
hinten in der Höhe der stumpf dreieckigen Schwiele mit einer
Schweifung zusammengezogeu, die Längs^^•öl[)ungslinie von
der Basis schräg ansteigend, dann ziemlicii flach und zur
Spit/.e in langem flachen Bogen abfallend, die Schuppen in
den zur Basis gröberen und tieferen Punkten der Streifen viel
größer als die auf den Spatien; die Gegend um das Schildchen
und die Seiten unterhalb der Schultern raiuhfarbig, die
Stell, eutuinul. Zeit. ISPö.
311
gemeinsame t^clnvaize Makel zwi-elien »leti victteii Streifen
vorn imd hinten nieht scharf beurenzt und von den hellen
Schu)>pen der Streifen durchsetzt, dagegen außen durch das
liier mit aufstehenden schwarzen Schuppenborsten besetzte
und kielförniig erscheinende Spatium 3 scharf begrenzt; mit
eben solchen Schuppenborsten ist auch die Naht zwischen
der Makel und Spitze theilweise besetzt. Thorax nuten dicht
beschuppt, die spärlichere Bekleidung der Hiuterbriisl und
des Abdomens wie auch die dichtere auf den Beinen borsten-
förmig. Bauchsegment 1 in der Mitte längs -eingedrückt und
so dicht wie das Analsegment. 2 weniger dicht, 3 und 4
nur quereinreihig, alle aber ziemlich grob punktirt. Schenkel-
zahn spitzwinklig; Schienen kürzer als die Schenkel und an
der Basis gebogen, innen sehr (lach zweibuchtig.
Stromborhinus bimucronatus. 2. Oblongus, niger, supra
pedibus((ue dense, subtus parce obsciiro-cinereo-squamosus:
aniennis unguiculisque ferrugineis; fronte puncto parvo inlixa;
prothorace i)arum trans\erso, conico, grosse ))unctato, hemi-
cyclo angusto maculam magnam basalem nudam indudentc
flavo-albido, margine antico medio acute albido-bituberculato:
seutello rotundato convexo, nudo; elytri^; prothorace paulo
latioribus, parailelis, po^itice acuminato-rotundatis, apice acute
binjucronatis, seriatim ])uactatis, callo anteaj)icali minore prae-
ditis, interstitiis planis, secundo pone medium crista breve
setosa nigra, basi macula conimuni oblonaa nuda .«ionalis.
Lg. 9, lat. 3.5 mm.
Kamerun.
Weniger gewülbt und liinlen mehr zugesj)itzt al,-- der
vorhergehende, der Thorax mehr konisch und gleichmäßiger
zur Spitze verengt, die beiden aus Borsten bestehenden Tuberkel
am Vorderrande länger, besonders aber an den beiden
Mukronen der Deckenspitze zu erkennen; letztere sind innen
schwarz, außen weißlich, die Spitzen am Thoraxvorderrande
weiß, außen schwarz beborstet. Wie bei sellaiiis sind die
Deckenspatien dicht beschuppt, aber nicht gereiht beborstet,
die zur Spitze an Größe etwas abnehmenden gereihten Punkte
mit einer Schuppe ausgeiüllt; die gemeinsame basale Kalil-
makel reicht jedeiseits l)i> zum zweiten Punkistreifen und ist
so lang als jede Decke an der Basis breit. Die nackte Basal-
makel auf dem Thorax erreicht jederseils den dritten Decken-
streifen, vorn zwei Drittel der Thoraxlänge und ist von einer
weißlichen Bogenlinie umschlossen, dcr(;n Scheitel als breitere
Mittelbinde sich bis zum Thoraxvorderrande erweitert; an
den Seiten, gegenüber den vorgezogenen Außenecken der
Stett. entuiiiul. Zeil. löJb.
312
Decken, ist uoch ein weißlicher Längsstrich bemerkbar, der
von der Basis bis zur Mitte reicht. Fühler im Basaldrificl
eingelenkt. Während die Thoraxunterseite dicht beschuppt
ist. sind die grob punktirten Seiten der Hinterbrust ganz
kahl, dagegen ist die Mitte derselben undicht mit dünnen
haarlormigen Sclnippen besetzt^ auf den zwei ersten und auf
dem letzten Hauchsegment trägt jeder der undichten und aut
den zwischenliegenden jeder der dichten Punkte in der Quer-
reihe eine Schuppe.
Cyllophorus Imitator. C. diclatorl Fst.*) similis sed
minor et ])raeterea pilis flavo-albidis lougioribus obsitus, etiam
eljtris prothorace non latioribus, maculis nigris haud albo-
cinctis, episteruis metathoracis immaculatis, segmentis ab-
dominalibus iribus ultimis ad latera llavo-albido pilosis, fenio-
i'ibus quatuor anticis uni-, duobus posticis bidentatis, antennis
vufo-piceis diversus. Lg. 8, lat. 3.5 mm.
Zwischen dem 1, und 13. März, auch im November von
R. Büttner in Bismarckburg gehinden (Berl. Museum).
Die helle Bekleidung besteht oben, unten und auf den
Beinen aus längereu einfarbigen und dichter gestellten Haaren,
welche die Körpergrundfarbe lange nicht so deutlich dun-h-
scheinen lassen als bei dictalor. Während bei letzterem die
Decken von den Thoraxhinterecken deutlich erweitert sind,
die Schultern also vortreteu, verläuft bei der neuen Art die
Seitenraudlinie des Thorax und der Decken in ununter-
brochenem Bogen und von Schultern ist bei ihr keine Spur
vorhanden. Die schwarzen Makeln auf Thorax und Decken
sind bei beiden Arten gleich, nur (ließen bei einem der beiden
vorliegenden Stücke von Imitator die beiden schwarzen
Makeln jederseits der Thoraxmitte zu einer Längsbinde zu-
sammen. Die bei dictator nur am Hinterrande des Anal-
segments auftretende schwarze Makel nimmt bei der neuen
Art das ganze Segment bis auf die schmal hell behaarten
Seiten ein.
Telephae undabunda. Elliptica nigro-picea, sat dense
olivaceo-, elylrorum fasciis duabus obli(|uis fusco-pilosis: an-
tennis tarsisque interdum pedibus totis rutis:, rostro sat robusto
coxas medias attiugeute, basi dense ruguloso-punctato, medio
carinulato, deinde ut capite dense punctulato alutaceo subnudo;
prothorace transverso antiee rotundato-angustato, dense i)unc-
lulato; elytris autice prothoiacis basi vix latioribus, pone
') >:tjvitaJ. Zool. 1894 \). 562.
Stett. enlomol. Zeit. Ib05.
313
scutellum obsolete impressis, puncialo&tiiati.s, lemoribu^- iti-
craysatis et fortiter rieiitatis. Lg. 2.2 — 2.8, lat. 1.2 — 1.4 mm.
Von Conradt zwiseheu dem 21. und 29. März hei B\b-
nuuckbiirü gelangen (Beil. Mus.).
Von oben gesellen verlaufen die Seitenrandlinien des
Körpers in fast ununterbrochenem Bogen und ebenso liegen
die Riicivenlinien des Thorax und der Decken in einer Ebene.
Von den beiden rothbraunen Sehrägbinden auf den Decken
liegt die vordere kleinere etwas vor der Mitte zwischen den
Streifen 3 und 6, die hintere größere hinter der Mitte zwischen
den Streifen 2 und 8: beide sind aus kürzeren und längeren
Strichmakehi zusammengesetzt. Die Deckenstreifen sind zur
Basis hin breiter, tiefer und auch deutlicher punktirt.
Schildchen klein rundlich, .-clnnal umfurcht. Thorax in der
Basalhälfte mit nur wenig gerundet-, in der Spitzenhälfte mit
stärker geschweift -konvergirendeu Seiten, die dicken und
dichten Haare in der Richtung zum Schildchei» hin gelagert,
die auf Kopf und Rüssel äußerst fein, kurz und kaum
sichtbar; am dichtesten sind die Seitenstücke der Mittelbrust
behaart.
Parisocordylus nov. gen. Campyloscelinarum.
Pygidium detectum. Articulu^ tertius tarsorum nounihil
dilatatus, bilobatus, subtus ^pongiosus. Rostrum elongatum,
arcuatuni, cylindricum, basin versus altius et nouniliil com-
pressum. Scrobes basi subtus coufluentes. Oculi supra
approximati. Antennae submedianae, funiculo septem-articulato,
clava elongato-oblonga obsolete oblirpie articulata. Prothorax
basi bisinnatus lubis ocuhuibus parum vel vix indicatis.
Scutellum manifestum. Elytra dor^ü depressa, prothorace
parum latiora, apice conjunctim rotundala, decemsiriafa.
Femora clavata fortiter dentata, postica elytroruni apicem
superantia; tibiae nonniliil compressac et arcuatae, intus
bieinuatae; tarsi arliculo primo, secundo et quarto elongati.
Coxae anticae parum distantes; processus prosternalis post
coxas dilatatus et bituberculatus. Metasternum subelongalum.
Processus abdoniinalis latissimus apice utriiuiuc oblique trun-
catus. Segmentum abdominale primum lougnm, secundum
brevius postice truncatum et tertio quartoque simul sumptis
aequilongum (.y) vel tertio siibaequale (j). Corpus undifpie
squamosum.
Die Gattung mit unbedecktem Pygidium und etwas er-
weitertem dritten Tarseugliede ist ein Bindeglied zwischen
Campyloscelis Seh. und Epiphylax ScIi. Mit letzterem hat
Stell, entoinol. Zeit. li>U5.
314
sie außer dem eiweileiien driüen Tarsengliede die Form dvv
Beine, die ireniilierten Augen, die etwas aufsteigenden Miltel-
brustepiineren, überhaupt den ganzen Habitus gemeinsam,
weicht von ihm aber durch das unbedeckte Pygidium, an
der Basis breitere Decken, die gegenüber den Hüften niclil
genäherten Deckenstreifen i) und KL sowie durch den hinter
den Hüllen erweiterten Vorderbrustfortsatz ab. Die Erweiterung
des letzteren ist breiter als der ^littelbrustfurtsatz und in beiden
Geschlechtern mit zwei nach nuten gerichteten Tuberkeln
bewehrt. Die vier hinteren Schienen mit aufsteigendem be-
wimperten Talus, alle mit kräftigem Hornhaken an der Außen-
nnd kürzerem zahuartigen Dorn an der Inneuecke. Das
Pvgidium ist beim Manne vertikal und rund, beim Weibe
länger imd schräg gerichtet.
Parisocordylus bifasciatus. Ellipticus. depvessus, nigro-
piceus, silacco-, pruthoracis vittis duabus latis elytrorum(|ue
faseiis duabus trausversis nigro-fusco-s(juamosus: prolhorace
conico latitudine longiore, parum couvexo, dcnse punctato ad
lalera obsolete ruguloso, medio carinato et vitta silaeea utrinque
bidentata signato; scutello rotundato silaceo; elytris dorso
di'pressis ))uuctato-striatis, interstitiis latis planis, faseiis duabus
commuuibus marginem cxteriorem attingentibus uigro-fuseis:
femoribus dcnte triaugulari armatis et fusco-bimaculatis, tibiis
fusco-biannulatis. Lg. 9 — 10.5, lat. 'S — 3.8 mm.
Deutsch-O.-Afrika.
Rüssel kahl, mindestens so lang als der Vordersehenkel,
an der Spitze etwas breiter aber niedriger als an der Basis,
bis zur Fühlereinlenkung ziemlich dieht punklirt und nur bei
starker Vergrößerung äußerst fein und kurz sichtbar behaart,
an der Basis llach gekielt. Kopf verliältnißmäßig klein, ge-
ruudet-koniseh. Augen kurz elli|itiMli und kaum gewölbt, in
der Mitte durch einen bescliui)pten Strich getrennt, vorn und
hinten weit klallend. Fühlergeißel etwas kürzer als der die
Augen erreichende Schaft, ihr Glied 2 das längste und dop|)elt,
die letzten kürzesten so lang als breit, die Keule nicht viel
kürzer als die (icißcl, in der Mitte so dick als der Rüssel au
der Spitze hoch, nach beiden Enden gerundet verengt, ihre
sehr schräge Gliederung äußerst schwierig zu sehen. Thorax
um ein Viertel länger als breit, an der zweibuchtigen Basis
am breitesten, in der Basalhälfte weniger schnell als in der
Spilzeuhälfte verengt, Vorderraud hinter den Augen tlach,
unten in der Mitte tiefer gebuchtet, die Räume zwisclieu den
Punkten auch auf dem Rücken zuweilen runzelartig: von der
dunkel bescluippleu Oberseite (die diuikle lieschuppung reicht
Slull. cntoiiiul. Zeit. ItiOb.
•j 10
noch eine kurze Strecke auf die Uiilersoite) liebt sich die
helle Zeichuuüii; deullich und scluirf üb, nämlich eine kleine
dreieckige ba;?ale Makel neben den lechtwinkligen Hintereckeu,
ein Punkt in der Mitte auf dem Seitenrande und eine breite
jederseits zweizähnige mittlere Längsbinde. Decken fast doppelt
so lang als breit, über die abgerundeten Scliultein deutlich
etwas breiter als die Thoraxbasis, mit nach hinten allmälig
gerundet-konvergirenden Seiten, die Nahtgegend der Basal-
häll'te längs, hinten J(;derseits vor der Spitze (|uer eingedrückt,
<lie Streifen flach und fein, die weitläuligen Punkte in ihnen
etwas breiter als jene; die vordere dunkle (^uerhinde liegt
dicht vor der Mitte und ist nach außen und voi-n erweitert,
die hintere nimmt die Spitze ein und schließt jederseits vor
dieser eine quere Makel ein, die innen vom Nahtstreifen,
außen und hinten vom Streifen 9 begrenzt ist ; beide Binden
sind vorn, die vordere auch hinten stufenförmig ausgezackt
und wie die dunklen Thoraxbinden stellenweise von hellen
Schuppen durchsetzt; von den hellen Stufen erstreckt sich
am weitesten besonders die auf der Naht nach hinten, die
auf Spatium 1 nach vorn. Ein nur auf der Unterseite nicht
geschlossener Ring an der Zahnstelle und die Spitze der
Schenkel braun. Schienen mit je einem breiten Ringe an der
Spitze und einem dicht vor der Basis braun. Die hellen
Schuppen sind dicker als die dunklen, alle stabförmig.
Pygidium hell beschuj)pt.
j'. Fühler vor der Rüsselmitte eingelenkt; Fühlerfurche
über die Einleukung hinaus nach vorn noch eine
Strecke fortgesetzt: Hinterbrust und Bauchsegmont 1
breit und (lach eingedrückt, im Eindruck mit hellen
undichteren und feineren Schuppenhaaren, Anal-
segment an der Spitze breit und tief ausgerandet;
Pygidium senkrecht, von oben kaum sichtbar, etwas
breiter als lang, an der Basis am breitesten, hinten
und an den Seiten gerundet, an der Spitze mit ziem-
lich tiefem Eindruck; der Penis ist eine (lach gedrückte
Rohre von der Länge der drei ersten Tarsenglieder
und von der Breite der Rüsselbasis, oben gegen die
Spitze schräg abgeschärft, die Spitze selbst abgestutzt
mit gerundeten Außenecken und einem kurzen
schmalen zweizähnigen Fortsatz in der Mitte; Bauch-
segment 2 nicht länger als 3
$. Fühler in der Rüsselmitte eingelenkt: Fühlerfurche
über die Einleukung hinaus nicht fortgesetzt; Abdomen
(|uer gewiilbt, zum Apex etwas aufsteigend, An;tl
Ste(t. eiitoiiiol. '/.il. IS'JS.
316
scgmcnl. kürzer als brcil, dicicokiu inil ^luinpl'cr
Spitze:^ Pyg'<^li""> i'i .seiner ganzen Ijänge von oben
sichtbar, länger als breit, so breit als die Naht nnd
jederseils Spatium 1 zusammen, parallelseitig und an
der Spitze lialbkreisförmig gerundet. Bauchsegment 2
so lang als *3 und 4 zusammen.
Parisocordylus gabonicus ist eine andere Art, von der
ich ein männliches Stück aus Gabun besitze und die der vor-
hergehenden sehr ähnlich ist, sich von ihr aber durch folgende
Kennzeichen unterscheidt-t. Länge 8, lireite 3.2 Millimeter,
die basale seitliche, dicht punktirte komprimirtc Stelle ist am
Oberrande durch eine Kante begrenzt und deutlich gelblich
behaart; Thorax nur wenig länger als breit, die Mitte des
Vorderrandes ist nicht vorgezogen, eine Buchtung hinter den
Augen nicht bemerkbar, dagegen treten die Augenlappen
deutlicher vor; von den dunklen, den Außenrand nicht er-
reichenden Querbioden auf den Decken liegt die hintere nicht
an, sondern vor der Spitze nnd endigt am siebenten, die
vordere am neunten Stieifen; die helle jederseits zweizähnige
Mittelbinde auf dem Thorax ist außen, die beiden dunklen
stufenförmig gezackten Querbinden sind vorn und hinten weiß
gerandet. Schenkel ungemakelt, nur die äußerste Spitze kahl;
der Eindruck auf der Hinterbrust und dem ersten Bauch-
segment ist ebenso dicht beschuppt als die Seiten und das
Pygidium hat keinen Eindruck an der Spitze.
Metrioderus nov. gen. Cyphinorum Lac.
A geuere Sligmalrachelus Seh. segmento secuudo ab-
dominis tertio et quarto simul sumptis longiore, processu
abdominale latitudine coxarum posticarnm manifeste angustiore,
prolhorace haud sulcato, oculis breviter ovatis subplanis,
rostro breve, scrobibus mox post antennarum insertionem
angulatim subtus ilexis diversus.
Mit verwachsenen Krallen gehört diese Gattung zu jener
Cyphiden-Gmppe^ die in Stett. ent. Zeit. 1890 p. 173 be-
sprochen ist und mit verlängertem zweiten Abdomiiialsegmcnt
in die Nähe von Sliymalrachelus Seh. Hierher gehört uuch
die mir damals noeh unbekannte Gattung Pecophlhalmus l'hvrl.
Jene Tabelle wäre nun zu vervollständigen, indem man statt
dej- dortigen These 3 . . . Stitpualrarlielvs folgende setzt:
3. Hauchsegment 2 länger als '■'>.
G. Bauchsegment 1 hinten gerade abgestutzt, der Fiihler-
schaft erreicht nicht den Augenvorderrand, tvp. albi-
rentria Chvrl Decophthalmus Ciivrl.
Stett tuioiiiul Zeil 1S9&.
317
6; Bauchseginenl 1 liintcu _L!:cbiulilel, der Fülilerschaft
überragt den Au<>,envordeiraud,
7. Baiichsegment 2 kürzer als 3 und 4 ztibammeu,
Thorax mit zwei oder drei mitunter abgekürzten
LängsJiirehen, Augen gewölbt, typ. cinclus Oliv.
Stigraatrachelus Seh.
7. Baueh.segment 2 liinger als 3 und 4 zusammen,
Thorax ohne Längsl'urehen, Augen llach, typ. mrgi-
naiis Fst Metrioderus Fst.
Metrioderus virginalis. Oblongo-ovatus, den.sissime lacteo-
.«quamosus; autenui.s breviler pubet-eentibus, unguiculis nudis:
fronte rostroque aecjuiiatis, planatis, tenuiter canalieulati?,
disperse ijunctulatis, lioc basi striga obliqua vix indieata;
articulis tribus j)rimis gradatim brevioribus reliquis aequilongis;
prothorace valde transverso antrorsim angustato, basi profunde
bisinuato, margine apicale late marginato; .seutello parvo
rotundato; elytris piothorace latioribus subparallelis, humeris
obliquis, tenuissime punetato-striatis, interstitiis latis parum
eonvexis; pedibus niedioeribus. Lg. H, lat, 2.5 mm.
Madagaskar; auch von Nossibe (Coli. Hranesik.)
Diese Art ist einem kleinen Pachnaeus in der Körper-
form ähnlich. Frische Stücke zeigen auf der Unterseite und
auf den Beinen stellenweise einen scliwach goldigen Schimmer.
Die milchweißen rundliehen und wenig gewölbten Schuppen
stehen äußer.'^t dicht und verdecken bis auf die länglich ein-
geritzten Punkte in den Deckenstreifeu und bis auf die kleinen
zerstreuten Punkte der Oberseite, denen eine weiße und
äußerst kurze Schuppenborste entspringt, die Orundfarbe und
Skulptur des Körpers vollständig. Geißel um die Hälfte
länger als der Schaft, Glied 1 das längste und dickste, so
dick als die Schaftspitze und so lang als 4 und 5 zusammen,
jedes von diesen beiden noch so lang als breit. Thorax mit
spitzigen Hinterecken und spitzigem Antiskutellarlappeu (dieser
mit einem kurzen Eindruck), zur Spitze wenig und llach
gerundet-verengt. Decken um die Hälfte länger als breit,
parallelseitig, hinten spitz gerundet, Schulter stumpfwiukhg mit
abgenmdeter Spitze, ihre Längswölbungslinic bis hinter die
Mitte (hier am höchsten) mit der des Thorax fast ununter-
brochen gerade ansteigend, dann im Bogen zur Spitze ab-
lalleiul, die Seiten bei den lliuterhüften mit einem Kiridruck.
Beine von denen der meisten Slifjindlrdrlichis-AvU'w nicht
verschieden.
Stigraatrachelus Sikorai. Oblongo ovatus, niger, nitidu.s,
supni (•retaceo-s(juam(>sus: ociilis semiglobosis; rostio iintice
stell, tnlimiol. Zeil. 1895.
318
triimpresso^ piuthoracc »ncdio lalc eariiialo, rariiui luida iuter-
dum canalii'ulala:^ cljtris lateraliter angulato-prodiictis, fasciis
duabus dentaÜH siituia iatcrriiptis, iina postbasali, altera post-
mediana et^Tasciam abbreviatam (M-etaeeam in( ludenle, utrinque
macula parva lrianG,ulari aulcaj>i('ab es(juamo.*i.s; corpore
subtus pedibiisque ex parte fiimido-squamosis; rostro antice
pedibusque antieis coeriileo-lavatis; femorum postioorum dorpo
niaris profunde emarginali?, Lg. 9 — 14, lat. 4 — 5 mm.
Madagaskar. Von SiUoia entdoekt iiud naeb ibm benannt.
Mit dem äbulieben St. rtiplKs Pasc.i), dessen Tborax
drei sebwarze nackte Streifen baben .soll, ist unsre Art nicbt
zu verwecbsebi, deren Tborax mir einen soleben bat und
(leren Deekenspatien überall da, wo sie von Sebuppen ent-
blößt, gewölbt sind. Uebrigens ist aus der sebr kurzen
Bescbreibung des ruptus nicbt ersichtlicb, ob die Decken
seitlich vorragende Scbultcrn nnd durcb die Nabt nnter-
brocbene Querbinden baben oder nicbt.
Rüssel länger als breit, parallelseitig oder die Seiten flach
gebuchtet; sein glänzend schwarzer Mittelkiel setzt sicli als
breite, nackte, auf der Stirn tief geliircbte Längsbinde bis zum
Tboraxvorderrande, dann als breiter aber nach hinten ver-
schmälerter und zuweilen der Länge nach eingedrückter Mittel-
kiel bis zur Tboraxbasis fort. Kopf hinter den Augen llacb
nnd quer eingedrückt inid mit einer glänzenden Kabbnakel.
Thorax wenig kürzer als breit, bis zur Mitte parallelseitig,
dann flach gerimdet verengt, etwas uneben, an den Seiten
quer gerunzelt, zuweilen jederzeits mit einer kurzen und
nackten basalen Falte. Scbildchen zum Tbeil kahl. Decken
doppelt so lang als über die seitlich stumpf vortretenden
Schultern breit, hier beinahe doppelt so breit als die Thorax-
basis, mit derselben Längswölbung wie bei tillalus Pasc.2) und
llach eingedrückten Furchen, die Punkte in diesen auf den
beschu])pten Stellen sehr weitläufig, klein, liinglicb eingedrückt,
auf den nuckten Stellen grob und tief, alle Spatien mehr oder
weniger, namentlich aber auf den nackten Stellen gewölbt
und auf den beschu])pten (wie auch auf Kopf, Rüssel nnd
Thorax) mit einer weitläufigen Reilu^ rauchfarbiger, etwas
abstehender und zugespitzter Borsten. Die beiden Vorder-
beine rauchbraun mit wenigen weißen und mehreren bläu-
lichen eingestreuten Schuppen, die vier Vorderbeine bis auf
die rauchbraune Basalhälfte und Spitze der Schenkel weißlich
beschuppt. Unteiseite rauchbiaun und weißlich, die Mittel-
') Journ. Liii. Suc XIX. 1880 [.. :V2:i — ') L>h: ci(. p. :i22.
äluK euloiiiol Zeil. Iä9&
319
Itriisl blüulic'li, Segment 1, 2, 5 an der Dasi.<, die übriüeu
bis auf die Seiten nackt. Die vordere nackte Ueckoubinde
zwischen den Streifen 1 und 9 nimmt den größten Theil des
vorderen Drittels ein, ist außen kaum schmäler als innen, auf
den Spatien 3, 4, 5 etwas nach hinten erweitert, vorn durch
das Mciße Spatium 4 tief stulenartig ausgezähnt; die hintere
Binde ist innen viel breiter als außen und schließt dort eine
mit der Naht zusammenhängende und bis Streifen 3 reichende
weiße Querbinde ein. Die männlichen Hiuterscheukel sind
wie bei manchen Kpisomiis-Miinncrn oben an dei- Basis lang
und ziemlich tief ausgebuchtet, die Hinterschienen desselben
Geschlechts mit einigen Zahnspitzen besetzt und lang ge-
wimpert.
Bei einer Varietät, die in zwei von Hildebraudt gefundenen
männlichen Stücken vorliegt und die redurtua heißen mag,
ist die vordere nackte Deckenquerbinde weniger breit, sendet
aber auf den Spatien 1 und 3 je eine nackte Linie bis bei-
nahe zur Basis aus, während die hintere Querbinde nur durch
eine annähernd rechteckige Quermakel ZM'ischeu den Streifen
1 und 4 angedeutet, die dreieckige Anteapikalmaki.'l aber gan^
geschwunden ist.
Stigmatrachelus lineatus. q. Oblougus, niger, isabfllino-
squamosus; prothorace elytrisque lineis nudis nitidis illo
([uinque bis deccm signatis. Oculis breviter ovalibus minus
convexis; rostro capite vix longiore antice depresso, apice
leviter emarginato; prothorace transverso lateribus aequaliler
rotundato, dorso anguste nigro-trisulcato, sulco mediano cari-
nato; scutello triangulari postice nudo; eljtris latitudinc plus
quam duplo longioribus, humcris rotundatis, striis fortiter
punclatis per paria approximatis, intersfitiis alternis paruin
convexis angustioribus et nudis: pedibus Icnuioribus. Lg. f),5,
lat. 2.3 mm.
Madagaskar.
Von dem nächstverwandten .S7. siridlof/rntclhiliis Üoli.
durch flacher gewölbte Augen, längeren Rüssel und durch die
fünf nackten Spatien auf jeder Decke verschieden.
Rüssel etwas länger als breit, an der Basis wie die Stirne
längs-, hinter der schräg abfallenden, grünlich bcschuiipten
Spitze quergefurcht, der Rücken zwischen dieser und der
Basis deutlich längsgewölbt. Thorax: au der lief zweibuditigen
Basis nur wenig breiter als an der Spitze, hinter dem Vorder-
rande flach quereingedrückt: die Mittelfiirclw und eine Längs-
runzel unten an den Seiten des Prostcrnums reichen von der
Basis bis zur Spitze, die Seitenfurche auf dem Rücken
Stett. cntoraol. Zeit. 1895. 21
320
Dicht bis zum Vorderrande. Decken eiu Drittel breiter als der
Thorax iu der Mitte, die Schultern gerundet, seitlieh nicht
vorragend, von hier bis zum Spitzenviertel wenig, dann mehr
gerundet-verengt. Beine schlanker als bei der Boheman"schen
Art, die Hinterschienen innen mit einigen kleinen Körner-
spitzen und längeren Wimperhaaren.
Stigmatrachelus nubifer. Ovatus. convexus, cervino-
squamosus fusco- et albo-cinereo-nebulosus, elytrorum dorso
setis brcvibus reclinatis parce obsitus; antennis piceis; oculis
minus convexis: rostro elongato-quadrato ante apicem trans-
versim carinato, post carinam bisulcato: prothorace latitudine
aequilongo, ad latera aequaliter rotundato. trisulcato, sulco
mediano carinato, lateralibus interdum medio interruptis;
eljtris prothoracis basi duplo latioribus, humeris subacutis
lateraliter nonnihil extensis. punctato-striatis: femoribus posticis
nigro-bruuneis ante apicem lato subalbido-annulatis. Lg. 5.5 — 8,
lat. 2 — 3 mm.
Madagaskar.
Kürzer als nchrcutus Boh. und ßiscosignatus^) Fst. und
von beiden besonders durch die schräg abstehende Beborstung
des Deckenrückens, anders geformten und au der Basis weniger
tief zweibuchligen Thorax sowie durch die weiß geringelten
Hinterschenkel verschieden.
Rüssel zwischen den Fühlereinlenkungen »juer gekielt,
die undicht metallisch beschuppte Spitzenfläche breit einge-
drückt, der Rücken unmittelbar hinter dem Querkiel abgekürzt
zweifurchig und eiukielig. Stirue scharf gefurcht. Augen
gewölbt. Thorax an der Spitze sehr wenig schmäler als die
flach zweibuchtige Basis, iu der Mitte am breitesten, seine
Seiten und der Rücken undeutlich flachkörnig, die in der
Mitte unterbrochenen oder hier wenigstens ilacheren und
schmälei-en Längsfurchen vor der Spitze abgekürzt, die Seiten
meist heller beschuppt als der Rücken, die beiden nackten
Linien auf der Unterseite undeutlich. Schildchen klein, dunkel
beschuppt. Decken um die Hälfte länger als in den Schultern
brei(, au der Basis bciuahe horizontal erweitert, hinten spitz
gerundet, liie Basis innerhalb der Schultern eingedrückt, die
Dorsalspatien etwas gewölbt, der Rücken mit größeren duukel-
bramieu Nebelllcckeu und eingestreuten weißlichen oder grün-
weißlichen kleineu flecken. Unterseite gelbgrau beschuppt.
Hinterschienen des Mannes nicht gevvimpert.
») Stett. eilt. Zeit. 1890 i». 167.
Siett. eutomol. Zeit. 1395.
321
Stigmatrachelus tessellatus. q. Oblongo-ovaliis. niger,
^ubtus albiclo-, siijtra siibroseo-squamosus et parce fusco-hirtus;
elytris niaro-tessellatu? : antennis pedibusque rufo-brunneis;
rostro quadrato basi obsolete bisidcato, apice deprcsso. de-
pressione po?tice earinula transversa tcrminata; fronte sulcata
et petosa: oculL« magnis eonvexis; scapo antennarnm marginem
anticum prothoraeis altingente, articulo seeundo funiculi primo
longiore: protborace quadrato lateribus acqualiter rotiindato,
basi minus profunde bisinuato, dorso trisulcalo, sulcis exterioribus
niediü interruptis: el.vtris lafitudino plus quam triplo longioribus,
humeris obliquis haud extensis, subparallelis. postice rotundato-
angustatis, punctato-substriatis. interstitiis subplanis, dorsalibus
pilis longioribus erectis adspersis: femoribus posticis ante apicem
albido-aimidatis. Lg. 5.5, lal. 1.7 mm.
Madagaskar.
Annäliernd von der Form des isahrlliinai Boli,, die Augen
gewölbter, der Rü.«scl kürzer, der Thorax länger, die Decken-
spatien mit nackten schwarzen Wiirfeltleeken, jeder dieser
Flecke mit einer längeren abstehenden Bor.ste, die Beine länger
und schlanker. iVußer einem wenig schmäleren Abdominal-
fortsatz und dem langen Fühlerschaft linde ich bei dem einen
vorliegeudeu Stücke keine weitereu Unterschiede, welche die
Aufstellung einer neuen von Sfignialrachrivs verschiedenen
Gattung erheischen könnten,
Thorax so lang als breit, seine Basis kaum breiter als
der Vorderrand, iiinter diesem flach quereingedrückt, die über-
lläche und die Seiten eben und mit zerstreuten schwärzlichen
ein kürzeres Härchen tragenden Punkten besetzt, die drei
Furchen (die mittlere mit Kiel) wie bei der vorhergeiieudeu
Art, die zwei auf der Unterseite deutlicher. Schildchen schmal,
dreieckig, fein behaart. Auf den Decken, wie überhaupt auf
der Oberseite ist die Be.-chuppung weniger dicht als auf der
Unterseite, auf der Naht und den ungeraden Spatien scheinbar
etwas dichter, weil auf diesen die Kahlflecke kleiner und punkt-
förmig, auf 7 und 0 sogar ganz fehlen. IIiutcrschien(>n innen
nicht gewimpert.
Brachycyrtus cicur. Breviter ovalus, couvexus, Uavo-
lurido-squamosu^ et llavo-albido-signatus: rostro quadrato latc
impresso, medio ut in fronte s[)arsim punclato, canaliculato;
articidis tribus primis funiculi et >eptimo aequilongis: protborace
subquadrato maxima lafitudino ante medium, hie rotundato-
dilatato, dorso obsolete ruguloso: clytris basi truncatis, lateribus
rotundatis, apice acute rotundatis, striatis, in striis obsolete re-
moteque punctulati>, interstitiis lere planis. fig, 5.2. lat. 2.6 mm.
Madagaskar.
Stett. entoraol. Zeit. 1S95. 21*
322
Von dem älinlicli geformleu B. sclo/aitriahis^) Fuirni.
diircli den Mangel der aufstehenden Schup])eiibon-ten und
andere Zeichnung sofort zu unterscheiden.
Die auf der hinteren Hälfte weißliehen Seiten des Thorax
setzen sich auf das Deckenspatium 5 eine kurze Strecke, auf
4 und 6 weiter fort; von derselben Färbung ist auch das
Spitzeudriltel der Decken bis zum Außenrande, sie zieht sich
jedoch vom dritten Streifen ab schräg bis zur Hinterhüftenhöhe
hinauf. Runde, etwas übereinandergreifende, leicht gewölbte
Schuppen bedecken dicht den Körper, außerdem sind noch
auf den Thoraxseiten oblonge, geriefte und anliegende Borsten-
schuppen und auf den Dcckenspatien eine weitläufige Reihe
solcher bemerkbar.
Rüssel der Länge nach flach eingedrückt, nicht gefurcht,
sondern wie die flache Stirn mit feiner eingeritzter Mittellinie.
Augen kreisrund. Geißelglieder 4, .5, 6 gleich kui'z, jedes so
lang als breit. T'horax wenig breiter als lang, vor der Mitte
am breitesten, die Seiten von hier bis zu den scharf recht-
winkligen Hinierecken fast geradhnig konvergirend, der Länge
nach etwas gewölbt. Decken mit der größten Breite etwas
vor der Mitte, zur Basis leicht geschweift, — zur Spitze flach
gerundet — verengt, viel höher längsgewölbt als der Thorax,
die Punkte in den feinen Streifen kommafürmig und weitläufig.
Beine mit etwas absiehenden Borslenliaarcn besetzt.
Homaleptops'-) fasciatus. Oblongo-ovatus, convexus, niger,
albido-cinereo-, supi-a ex i>arle minus dense squamosus, parce
setulosus; fronte foveolata; rostro medio carinulato; prothorace
transverso granulato, medio sulcato; elytris parallelis, humeris
fere reetangulatis, postiee rotundato-acuminatis, apicc biacutis,
profunde punctato-sulcatis, interstitiis angustis cariniformibus
et uniseriatim setosis, fascia communi postmediana utrinque
obliqua dense albido-squamosis. Lg. 9 — 13, lat. 4 — (> mm.
Madagaskar.
Die Art erinnerl in der luirperform etwas an den
Australischen Lcptops subfascialiis Pasc, nur sind die Decken
hinten mehr zugespitzt, vorn viel breiter als der Tiiorax und
die Schultern beinahe rechtwinklig. Durch die ganz andere
Deckenform unterscheidet sie sich auch von hrniffnns Fst..
1) Ann. Fr. 1886, p- 77, t. 11, f. 10.
^) Die in Stett. ent. Zeit. 1889 p. 88 pegeliene Gattungsdiagnose
J6t nicht nur luigenügend, sondern auclx nocli durcli einen stclicn-
geblieheiif'u Felder irreleitend; anstatt rostro supra liaml r/niiiato soll
es luilien lifiml sulcali,. A\\ ,Slelle jener Diagnose ist nun t\'w fnlgende
zu setzen :
Sletl. en(..ni.l. Zcif. If95
323
dfiii Typus der Giitlung: t'orner diircli das iu der Mitte ge-
l'iirchte Hul.<seliild, diircli die kielartijieii und niclit gekörnteu
I)eckensi)atien, durch die weiße Querbiude auf den Decken
und durch (kis Fehlen jeder Andeutung einer Längsfurche vor
■den Augen.
Thorax (|iier, seine Seileu gleiclimäßig gerundet, der leicht
zweibuchtigc Ilintcrrand kaum breiter als der Vorderrand, die
nackten Körner nach den Seiten liin spärlicher und niedriger,
Schildehen klein oval, üeckcn von den Thoraxhintereckeu ab
beinahe horizontal erweitert, über die kurz gerundeten Schultern
reichlich um ein Drittel breiter als die Thoraxbasis, bis über
die Hüften parallelseitig, daun geruudel verengt und gemeinsam
zugespitzt, die Naht hinten schmal spitzwinklig ausgcsehuitten,
ziemlich hoch längsgewölbt mit dem höchsten Wölbungspunkt
in der Mitte, die breiten Furchen, ebenso die eine kleine
Scliuppe tragenden dichten viereckigen und nur durch schmale
Querkiele getrennten Punkte zur Spitze und Basis hin
flacher. Unterseite bis auf das Abdomen und die Oberseite
bis auf den Deckeurücken dichter weiß beschuppt ; die gemein-
same sehr dicht beschuppte Querbiude bildet einen llach-
stumpfcn, noch vorn ofteueu Winkel, steht auf undicht
beschupptem Grunde und ist aus übereinaudergreifenden lanzett-
lichen, an den Seiten rein weißen, auf dem Rücken gelblichen
Schupi)en zusammengccetzt. Schenkel hinter der Spitze mit
breiter dicht beschuppter Makel. Abdomen in der Mitte un-
dicht beschuppt mit eingestreuten Schuppenborsten; Schienen
und Tarsen außer mit Schuppen auch noch mit länglichen
Bor.-tcnhaaren besetzt. Die einreihig gestellten Börstcheu auf
den Spatien stehen schräg ab und sind au der Spitze etwas
gebogen.
j Anulsegmcut weniger scharf zugespitzt.
Megamastus insularis. Ein männliches Stück von Mada-
gaskar, hat dieselbe Größe imd denselben Habitus wie der
weiter vor beschriebene U. epittppif/er, kann aber ungeachtet
A gciicre Lcptups Seh. ocuhs ovutis, ro.stro uicdio ohsnlclo cari-
iiato. ante oculoa vix vcl haiul sulcalo, articiilo itriuiu clavac aiiteimaruni
lahitudiiie lougiurc, seguicutu aluhjnuualc äccuiidn qiiaui tcrtio et ([uarto
suuul öumpliri loiigiorc diverrius.
J>ei Lcptops iSch. sind dio Augen «chinal und laug, Kculenglied 1
kürzer alb breit uud das AbdouiiMalsegmciit 2 Uiir/.cr als 3 und i zu-
sanuiQcn. Lacortia're's Trennungsmcrknial seniur Sirtiiiffiiliixlcs von
.seinen Lcplopsides nais. näiidicli die gerundeten llüsMdUanleu und die
fehlende Furche vor den Augen verlieren an Werlli, denn fascialus
ohne Furche vor den Augen würde danach zu den erslereii, /)enif/iiiis
aber mit wenn auch schwacher Furciie zu den Lcplaptiiik-s vrais gehören.
Stctt. CDtouioI Zeit. 1895.
324
der großen Aehnlichkeit wolil nicht als Mann der letzteren
Art angesehen werden. Rüssel etwas länger, namentlich aber
dünner, die Fühler vor der Milte eingelenkt, ihre Keule bei-
nahe so lang als die sechs letzten Geißelglieder. Thorax viel
kürzer als breit, mit der größten Breite etwas hinter der Mitte,
hier stark gerundet, die Seiten hinter dem Vorderrande ein-
geschnürt, seine Längswölbung höher, die Mittellinie und zwei
gebogene Seitenbinden hell beschuppt. Schildchen oblong,
erhaben. Die Decken fallen hinten steiler gerundet ab, die
Punkte in den Streifen sind größer und tragen eine helle
Schuppe, der Rücken, zwischen den beiderseitigen zweiten
Punktstreifeu und vorn über die ganze Basis verbreitert, ist
bis zur hinteren (^uerbinde ebenso hell gefärbt wie diese.
Beine mit kurzen weißlichen Borsten besetzt, die Schenkel
namentlich die vorderen viel kräftiger und kräftiger gezähnt.
Vorderschienen innen flacher, zweibuchtig, an allen der Hörn-
haken nicht senkrecht, sondern schräg aufgesetzt.
Ehytidophloeus annulipes. A Bh. albipede Oliv, cor-
pore longiore, orbita o(;ulorum cum vitta lateiali rostri, annulis
duobus femorum, tibiis annulo nigro apicale excepto albo-
squamosis, tnberculo oblongo antico prothoracis obsolete sul-
cato, eljtris apice oblique declivibus, punctis remolis seriatim
impressis diversus. Lg. 21, lat. 9.5 mm.
Nossibc (Coli. Dr. Bransick), Madagaskar.
Dem kürzeren albipes fehlt die weiße Seitenbinde auf
dem Rüssel, die Schcnk<'l sind bis auf die weiße Sj)itze bräun-
lich beschuppt, an den Schienen ist nur der Rücken weiß, die
Decken fallen zur Spitze; steiler ab, sind stellenweise auf dem
Rücken unregelmäßig qucrrunzlig und unregelmäßig uereiht
punktirt.
Beim längeren annulipes sind die Schenkel schwarz, mit
einem breiten Ringe nahe der Basis und einem !-chnialen auf
der dicksten Stelle weiß, die Kniee also schwarz, die Schienen
bis auf die schwarze Spitze ganz weiß; die mit dem weißen
Augenrande zusammenhängende weiße Seitenbinde auf dem
Rüssel liegt dicht an der Fiiiilerfurchon-Oberkanle und erstreckt
sich nicht über die Füiilercinlenkung hinaus; die Punktreihen
auf dem Deckenrücken sind regelmäßiger und die Spatien mit
einer ziemlich regelmäßigen Beidenreihe besetzt.
Bei beiden Arten sind die Trochanlerenspilze, der Miliei-
brustfortsalz und eine Seiteiiinakel auf den di-ei mittleren UliucIi-
segmenieu hell beschuppt.
Stell ui.loMH.I. Zeit. 1895.
325
Pseudobalaninus leucocomus. Ps. Bohemani i) Fst. similli-
rnus. et afliiiis :-ed roi^tro multo lüiigiore magis curvato, basi
t'eininae haud caiiuato sed a lateie viso sinuato, episteniis
metathoracis nigvis, segmento pvimo abdominale baud toto
cretaceo-squainoso, eivtris ante medium lascia communi ob-
8oleta e pube tenuissima albida signatis, processii mesosternale
elevato antice nonnibil producto, femoribus evidenter dentatis,
ungiiieulis crassis liaud appeudiculatis, coxis anticis maris
tuberculo parvo acuto instructis diver.«u?. Lg. 5.5 — 9.5, lat.
2.8 — 5 mm.
var. vitta infragulari a macula basali|prothoracis sejuncta
var. adumbratus.
Madagaskar.
Beim Bohemani ist der weibliclie Rüssel mir lialb so
lang als der Körper, gleicbmäßig llacb gebogen, an der Basis
gekielt und seine Oberkante bildet mit der des Kopfes eine
ununterbrochene Bogenlinie; die Hinterbrustepisternen sind bis
auf das Basaldrittel kreideweiß, auf den Decken fehlt die
hauchartige bleigraue Querbinde zwi^clicn dem Schildchen und
der hinteren Quermakel, diese ist am Hinterrande gerade,
das erste Abdominalsegment bis auf den Fortsatz zwischen
den Hüften und einen keilförmigen Ausschnitt ganz weiß und
der Mesosternalfortsatz ist weder erhaben noch nach vorn
vorgezogen.
Bei beiden Arten zieht sich die weiße (Juerbinde vor den
VorderliUften auf die Oberseite bis zur Höhe des dritten Decken-
streifens hinauf.
Bei der neuen Art ist der Rüssel beim Manne länger als
der halbe, beim Weibe so lang als der ganze Körper, seine
Oberkante bildet mit der des Kopfes beim Manne eine ununter-
brochene, beim Weibe eine an der Basis tief gebuchtete Bogen-
linie, sein Querschnitt ist beinahe bis zur Fühlereinlenkung (in
der Mitte) stumpf dreieckig (,^) oder cylindrisch ($), seine
Punktirung bis zu jener Kinlcnkuug runzlig (,j) oder bis zum
Basalviertel fein und weitläufig, die Imuchartige Qiierbinde
hinter dem Schildelicn reicht l»is zu den umgebogenen Seiten
und die kreideweiße Quermak«-! hinter der Mitte ist hiuti.'u
ausgerandet, erreicht wie bei Bohemani den Außenr;ind und
innen den zweiten Streifen Eine Irapezförmiue Seitenmakel
auf Segment 1 ist unbeschuppt. Der Mesosternalfortsatz i>t ganz
1) Stett. eilt. Zi'it. 1889 [>. 98. Aus ii.;r (i;iitiui<.'3clia!;iiose ist
„rostruin in capite haiul iiidcrtuui" /.n streichen, wi'il dieses Merkmal
ln'ichstens ein öpecilisches, liei dieser und der roij^'cinlen Art »nyar nur
dem Manne eisen ist.
Sicit. entoniol. Zeit. 1S95.
326
(?) oder mir liinleii (^) Meißlich. Vordersclieukel mit
urüßerem Zalin.
Ein Päiclieii das hich sonst von leucocumufi nicht unter-
scheidet, bei dem aber die weiße Makel an den Tiioraxhinter-
eckeu von der Querbinde auf dem Prosternum durch einen
schwarzen Zwisclienraum getrennt ist und bei dem die Aveiße
Querbinde auf Segment 1 nur eine dreieckige schwarze Seiteu-
makel freiläßt, halle ich für eine Abänderung unserer Art, auf
die durch den Namen adumbratus aufmerksam gemacht
werden soll.
Pseudobalaninus bicruciatus. -V- A. Ps. pulchro^) Fst.
corpore breviore, arliculis duobus ultimis liiniculi globosis,
scutello nigro, prothoracis lateribus cori)orcque subtus fere loto
erctaceo-squamoso, pedibus ruiis, fcmoribus muticis distinetus.
Lg. 3.5, lat. 1.8 mm.
Madagaskar.
Die beiden Arten stehen die Zeichnung betreffend in
demselben Verhältniß, d. h. bicrticialus zu pidchei\ wie leu-
cocomus zu seiner Varietät adumhnüua. Die ersten beiden
bind jedoch sicher specifisch von einander verschieden, wie
die in der Diagnose angegebenen Älerkmale dartlum.
Rüssel so lang als die Decken, gekrümmt, C3liudrisch, zur
Basis hin nur wenig dicker, seine Oberkante mit der des
Kopfes eine ununterbrochene Bogenlinie bildend, bis zur Fiihler-
einleukung (im Basaldrittel) gereiht punktirt, jeder Punkt mit
einem abstehenden weißen (bei pidcher schwarzen) Haar.
Unterseite des Kopfes, ebenso die ganze Brust mit ihren Seiteu-
stüeken und Hüften, mit Ausnahme des Prosternumhinterrandes
neben den Hüf(en. dicht kreideweiß beschuppt. Die bis zum
Vorderrande ebenso weißen Thoraxseiten und die vordere
Quermakel auf jeder Decke, die innen bis zum dritten Streifen
reicht, hängen mit der weißen Unterseite zusammen^ die
Apikalmakel erreicht innen den Streifen 1. außen den letzten
Streifen und hinten nicht ganz die Spitze: man kann auch die
ganze Oberseite des Köri)ers weiß beschup])t nennen mit einem
schwarzen l)o[)pelkreuz, dessen Vi^rderer (^uerarm an der
Deckenbasis, der hintere hinter der Deckenniitte liegt. Abdomen
ganz weiß, wenn auch weniger dicht beschuppt. Die ab-
stehende Behaarung der Decken ist länger und spärlicher als
bei ptilcher.
>) ■•^tett. «-iit. Zeit. 1889 y. 100.
Siett. eutomol. Zeil. 1895.
327
Codmius uov. ücn. Campylosceliuorum Lac.
Pygidium detcctum, Articulus terlius larsorum paiilo
dilatatus bilobatus, subtiis spongiosiis. Rostrum arcuatum
basiu versus crassius. Serobes obliqiii basi subtus distantes.
Oculi rotundati in fronte approximati. Anlenuae medianae;
fuuiculus scptcmavtieulatus scapo subaequilougus; clava librate
articulata. Prothorax basi bisiuuatus, apice truncatus. Scu-
telluni manifestum. Elytra prothorace parum latiora, apice
conjunctim rotundata, decemstriata, eallo postico distineto.
Femora clavata subtus dentata, posMca eivtrorum apicem
attingentia; tibiae arouatae intus bisinuatae; articulus primus
et quartus tarsorum elongatus. Coxae anticae masis distantes:
Processus prosternali.s post coxas nee dilatatus uec tu ber-
eu latus. Metasternum processu abdominale lato et apice
truucato paulo brevius. Segment um abdominale secundum
tertio quarto((ue simul sumptis aequilongum postice emar-
ginatum. Corpus ex parte squamosum.
Aus einem Vergleich dieser Diagnose mit derjenigen der
weiter vorher beschriebenen Gattung Parisoconlylus geht die
grosse Aehnlichkcit beider hervor. Von letzterer unterscheidet
sich die neue Gattimg durch die unten an der IJasis nicht
zusammenstoßenden Fühlerfurchcn, breiter getrennte Vorder-
hiiften ohne erweiterten Prosternalfortsalz, in beiden Ge-
schlechtern gleich langes und hinten ausgerandetes zweites
Bauchsegment, kürzere liinlerschenUel, rechtwinklig zur Achse
gegliederte Fühlerkeule und fast kreisrunde Augen. Von
hlpipln/lax Seh. trennt sie besonders das unbedeckte Pygidium,
das iiinten ganz gerade abgestutzte Prosternum, die kürzeren
Hinterschenkel, die gegliederte ovale Fühlerkeiile und die rund-
lichen Augen.
Codmius Hildebrandti. Oblongo-ovatus, parum convexus,
uiger, supra opacus, subtus pedibusque nitidus; prothorace
supra rufo, aurantiaco-squamoso, ai)ice nigro; capite basique
rostri dense punetatis, hoc femoribus anticis haud breviore, a
basi usque ad antennarum inserlionem carinato, antice parum
depresso; prothorace lalitudine aequilongo, basi leviter bisi-
nuato, autrorsini rotundato-angustato, dense punctalo, medio
carinato; scutello rotundato, convexo, subnilido; elytris humeris
late rotundatis, retrorsim rotundato-angustatis, dense punctato-
striatis, interstitiis planis, cont'ortim punetatis et nigro-squa-
mosis: femoribus dentatis, tibiis (•(iin[)ressi.s intus bisinualis.
Lg. 7, lat. 'A mm.
Madagaskar. Von Iliklcbrandt tii'-ainuiull und von
l>r. Kraatz mitgetheilt.
Siett. entomol Zeit. I>)'j5.
328
Die Art ist dem folgenden Calandriden äußerst ähnlich.
Von der Form eines großen Sphenophoj'us itlriatopunclalii:;
Goeze ist sie durch den orangeroth beschuppten Thorax und
durch die dunkel bkuischwarzen Decken ausgezeichnet. Die
scharf eingeritzten Streifen der letzteren flacher und schmäler
als die ziemlich dichten Punkte in ihnen, jeder der dichten
eingedrückten Punkte auf den breiten, ilachen und äusserst
fein lederartig gerunzelten Spatien ist etwas kleiner als die
Punkte in den Streifen und trägt eine ihn nicht ausfüllende
schwärzliche Schuppe. Die Schuppen auf dem Thorax be-
decken den feinen unpunktirten Mittelkiel fast ganz, sind oblong,
otwas gewölbt, äußerst fein gerieft und liegen quer und ziem-
lich dicht aneinander. Augen um die halbe Rüsselbreite von
einander entfernt. Die glänzende Unterseite dicht, zum Apex
allmälig feiner, die glänzenden Schenkel fein punktirt, die fett-
glänzenden Schienen unregelmäßig fein längsgerunzelt, Rüssel
an den Seiten bis zur Fühlereinlenkuug mit sehr dicht punk-
tirtem matten Längseindruck und von hier bis zur Spitze
jederseits flach ausgeschweift. Geißelglied 1 so lang aber
etwas dicker als 2, dieses etwas länger als breit, die übrigen
an Länge ab-, an Breite wenig zunehmend. Aualsegment in
beiden Geschlechtern am Hinterrande mit zwei Starrhaaren.
O Pvgidium senkrecht, quer oblong, dicht punktirt; Hintei-
brust und Bauchsegment 1 tief und breit eingedrückt,
das Analsegment mit 3 Eindrücken; Fühlereinlenkuug
in der Mitte,
$ Pygidium schräg, parabolisch, fein punktirt; Fühler-
einleukung etwas hinter der Mitte.
Diese Art wurde mir von Chevrolat als Baryslhelus
sangviiiicollis Chvrl. bestimmt.
Perissoderes coUaris. Niger, opacus; capite. rostvo ikhü-
busque nilidis; prothorace supru sanguineo lalitudiue longioie,
basi parum bisinuato, antrorsim angustato, apice nigro tubulatf»,
obsoletissime remoteque punctato; elytris prothorace parum
latioribus et nonnihil longioribus. ob.^oletissime punctulato-strio-
latis, iiiterstitiis ])Ianis lere inipunctatis; corpore siü)tus evi-
dentiu.«^, jivgidio obsolete punctalo. Lg. 5 — S. lat. 2 — 3 mm.
Madagaskar. Von Hildebiandt gefiimleu und von Dr. Kraatz
niitgetlieilt.
Im Verhältniß zur Länge viel schmäler als rußcollis^}
Watrh., aber auch durch ganz anders gefornüen Thorax und
sehr viel feinere Skulptur verschieden.
•) Ann. Mag. 1879 p. 363.
Stett. entomol. Zeit. 1895.
329
Rüssel wie dev Kopf beim Manne oben und seitlich fein
pnnktirt, beim Weibe nur an der Bii^is mit einigen Punkten.
Thorax mit. spitzwinklig- über das Schildcheu gezogenem Mittel-
lappen, seine Seiten bis zur Mitte kaum geschweift — , dann
allmälig gerundet verengt, an der hal;- förmigen schwarzen Spitze
nicht einmal iialb so breit als an der Basis, mit ihrer schwarzen
Färbung auch auf den anliegenden Theil etwas übergreifend
und deutlicher pnnktirt als auf dem Rücken, dieser mit an-
gedeutetem Mittelkiel. Decken mit sehr flach schräg abfallenden
Schultern und verrundeter Schulterecke, nach hinten allmälig
geradlinig — oder mit äußerst tlacher Schweifung vereugl,
die Spitze einzeln abgerundet, wie der Thorax llach quer-
und sehr wenig längsgewülbt, die Punktstreifen unter gewöhn-
licher Lupe nur an der Basis deutlich, sonst die Streifen wie
mit einer Nadel sehr fein eingeritzt, die sehr weitläufigen
Punkte in ihnen breiter und tiefer als jene, die Punkte in den
Spatien unter starker Lupe einreihig und ganz oberllächlich,
aber viel dichter als die in den Streifen. Pygidium stum])f
dreieckig mit abgestutzter Spitze und abgerundeten Außenecken,
verhältnißmäßig nicht fein pnnktirt, beim Manne ziemlich gleich-
mäßig quergewölbt, j)eim Weibe mit stumpfen, wenig er-
habenen Rändern und stumi)fem IMittelkiel. Beine viel feiner
pnnktirt als die Brust.
Chevrolat hat die Gattung Perissoderes nicht gekannt,
wenigstens erwähnt er sie in seinen Calandrlnen-Avhc'ütiu niclit
und bestimmte mir die hier beschriebene Art als Baryslhelus
nißcoUia Chvrl.
Beiträge zur IveinitiÜRs
.Irr
Mislkäfer, Laiiicllicornia ontbopbila.
\ uh H. J. Kolbe.
^^
Scarabaeus purpurascens.
Gerslaecker, Archiv f. Naturgesch, 37. Jahrg. f. p. 48;
V. d. Decken"s Reisen. Gliedertiiiere p. 121.
Die Oberseite ist ganz purpurroth bis kupferfarbig, nur
dit! äußersten Seitenränder zeigen einen grünen Schein. Die
stell, entoniül. Zeit. 1890.
330
Art liiidfl sich in den östlichen Gebieten von Deutsch-
lind Britisch-OstalVika, z. B. bei Mombassa (September,
V. d. Decken) und in Ukami (Mai, Stuhlmaun). Der von
Bäte? beschriebene Scarabaeiis porosus (Eni. Monthl. Mag.
XXIV. 1888 p. 292) von Mpwapwa in Ugogo ist naeli der
Beschreibung identisch mit purpiirascens Gerst.
Der schon seit langer Zeit bekannte Scarabaeiis acf/yp-
lioriim Latr., welcher in Aeg3'pten, Sennaar, Schoa, Galla
und Somali gefunden wird, ist eine sehr ähnliche Art, sie ist
aber ganz grün gefärbt. Gerstaecker erklärte den pvr-
piirasrcns für eine Varietät des aogijpl'wrum. Indeß ist bei
jnirpvrascrns die Punkt irung auf der hinten weniger glatten
Scheibe des Pronotums gröber; der innere Seitenkiel der
Flügeldecken ist der ganzen Länge nach vollständig ausgebildet
und ebenso kräftig wie der äußere Kiel. Bei aeffi/ptionim
aber sind von dem inneren Kiele am Flügeldeckenrande nur
Spuren vorhanden, welche aus einer Kette von Längsrunzeln
bestehen. Vergl. ferner Ilarold, Col. Hefte. VIIL p. 4.
Scarabaeus venerabilis Ilarold.
(Coleopt. Hefte. 1871. VIII. p. 2.)
l^ic Art ist nach Exemplaren aus Bogos beschrieben und
über das abyssiuische Gebiet verbreitet (Keren, Bogos, Kordo-
fan) und liegt auch aus Taita in Britisch-Ostafrika (liilde-
brandt) vor.
Die Oberseite ist fast schwarz und etwas glänzend mit
schwachem dunklem Ku])ferscheine. Die Art ist dem S. rifprciis
Gast, zunächst verwandt, unterscheidet sich aber durch die
Abnahme der Granulation auf der hinteren Mitte des I'ro-
uotums. Hier verschwinden die Körnchen und machen ver-
tieften Punkten Platz. Die innere Randleiste der Flügeldeckeu
ist schwächer und theilweise unterbr(»chen. Ferner ist die
ledrige Sculptur auf den feiner gestreuten Flügeldeeken feiner.
Die Zwischenräume der Punktstreifen sind mit zerstreuten
Punkten besetzt, welche feiner sind als bei ciipreiis. Diese
Punkte fehlen bei dem Stück von Taita vollständig.
Zwei unter dem Namen .S. lophociicniiis Koll. i. litt, aus
Kordofan in der Königl. Samndung belindliehe, von Kollar
selbst der letzteren übergebene Stücke gehören zu rriicrdbilis
Harold und nicht zu isidis Gast., wie im Gemminger-Harold-
schen Gataloge angegeben ist.
Scarabaeus isidis Gast.
Die Art ist in Nordost-Afrika (Nubieu, Sennaar, Berber),
in Weslafrika (Ghinchoxo, nördlich von der Mündung des
Stell, cutomol. Zeit. 1395.
331
K'oiigo; Gabun, S<;uegal) iiud nunmehr bei Cukoba am West-
iiier des Victoria-Sees gelunden. Kei den nordostafrika-
iiischcn Stücken ist die Granulation des Pronotums bis zum
Jlinterrande eine gleichmäßig grobe, bei den -westafrikanischea
werden die Graneln nach hinten zu sehr fein und verschwinden
Un manchen Stücken; auch auf der Scheibe und nach dea
Seiten zu verschwinden bei einem Exemplar von Chinchoxo
die Graneln; dazu treten zerstreute eingestochene Punkte auf.
l>L'i den beiden Stücken aus dem Seengebiet (Bukoba) sind
die Graneln des Pronotums nach hinten zu in der Mitte sehr
fein und theiKveise fast verschwunden, beweisen aber dadurch,
(.hiß sie zu der westafrikanischen Form gehören. Diese iiabe
ich schon früher unter dem Namen laerifjaliis var. n. (Nova
Acta d. Ksl. Leop.-Carol. l). Akad. d. Naturforscher. 50. Bd.
No. 3. 1887. S. 244) beschrieben, aber irrthümlich als Varietät
des S. sacer L. aufgeführt. Auch ein von Dr. G. A. Fischer
am Victor ia-See, angeblich am Südostufer, gefundenes
Exemplar und drei Stücke vom Nyassa-See (fle3'ne) gehören
zu der westafrikanischen Form laecigalus. Beim ^ ist der
Ausschnitt in der Mitte des Innenrandes der Vordersehienen
schwächer als beim $ (Stücke von Chinchoxo) oder fehlt
völlig, ist aber beim -i deutlich (Stücke vom Nyassa-See).
Bei der nordostafrikanischen Form ist derselbe Ausschnitt beim
Q gleichfalls schwächer als beim $.
Von den Exemplaren, welche Stuhl mann von Bukoba
schickte, sind zwei unreif und am 1. Februar 1891 gefunden,
ein ausgereiftes Stück wurde am 17. Februar gefangen.
Scarabaeus fraterculus n. sp.
Obgleich diese Art dem Scarabariis isiilis sehr ähnlich
ist, so muß sie doch für eine verschiedene Art gehalten
werden. Sie ist viel kleiner. Die Vordersehienen sind an
der Innenseite ganz gerade, ohne Spur von Zähnchen; auch
fehlt das Zähuchen, welches unterhalb die bei isidis vor-
handene Ausbuchtung begrenzt. Die vier Zähne an der Außen-
seite der Vorderschienen sind fast von gleicher Gniße, der
hintere ist wenig kürzer. Das viciz;Lhnig(^, F.pisfum i-^t kürzer
und in der Mitte und hinten undeutlich sculptirt. Auf dem
l'rothorax tindet sich keine Spur von Graneln, dagegen deut-
liche, verliefte Punkte, welche zerstreut, stehen, vorn und
hinten aber verschwinden, so daß das l'runotum hier fast
glatt erscheint. Die Flüg<.'ldccken sind seitlich gegen den Grund
und die Spitze hin gerundet. Die beiden Randkiele sind
weiter von einander entfernt als bei isidia. Auch sinil «lie
Ste«. enlomol. Zeil. IS9ä.
332
Seiten vorn kaum abgeflacht. Die leinen Puuktstreifen sind
vertieft, so daß die Zwischenräume schwach convex erscheinen:
diese sind mit zerstreuten und theilweise in Reihen stehenden
eingestochenen Punkten versehen.
Die ganze Oberseile ist mäßig glänzend sc-hwarz. Das
Pygidium ist fein punktirt. Die Tarsenglieder sind dünn und
lang; die fuchsrothen Fransen an der oberen Kante der
Hinterschienen lang und dünn gestellt. Die Haare der Schenkel
und Brustsegmeute sind fuchsroth.
Die Länge des Körpers beträgt 23 mm.
Das einzige Exemplar, ein Männchen, stammt aus
der Gegend des Victoria -Sees (Muansa?), A'on Herrn
Dr. F. Stuhl mann eingesandt.
Scarabaeus glabratus n. sp.
Aus der Verwandtschaft der kleineren Arten, opacipriinla
Fairm., ehenus Kl,, planifrons Fairm. u. a.: und dem cbonis
sehr ähnlich.
Der Körper ist glänzend schwarz, oberseits glati. Das
Epistom ist vorn eingedrückt imd sammt den Wangen der
Länge nach netzartig gerunzelt: die mittleren Zähne sind
länger als breit. Die glatte Stirn zeigt nur nach den Seiten
und vorn zu einzelne zerstreute Punkte, ist vorn convex,
besitzt aber weder ein mittleres Höckerchen noch Querleisten.
Der glatte, ziemlich hochgewölbte Prothorax ist nur an den
Seitenrändern gezähnelt, am Hinterrande ganz glatt: die
wenigen Fransen sind schwarz; zerstreute feine Punkte linden
sich nur nach den Seiten zu und vor dem Vorderrande. Das
Scutellum fehlt. Die mattglänzenden Flügeldecken sind sehr
fein punktirl-gestreift, die Zwischenräume der Punktstreifen
flach und mit einzelnen zerstreuten Pünktchen besetzt. Das
Mesosteruum ist convex und vorn stumpf abgerundet. Die
gekrümmten Vorderschienen besitzen außen zwischen den vier
Zähnen und hinter dem vierten Zahne kleine Zähnchen. Die
hintersten Schienen haben innen nahe der Basis einen Vor-
s))rung. Die FJehaarung der Beine und Brust ist schwarz.
Länge des Körpers Ifi mm.
Ein Stück (j") von Wim (Deuhardt).
Sebasteos adelphus n. s|).
Latus, nigerrimus, subnitidus, tuberculo inferiore ulriusque
dentis in margine medio antico opistomatis sat magno: pro-
noto glabro parce punctato. dente angulorum prothoracis an-
ticorum robustulo, acnto: lateribus prothoracis pone angulum
SteU. entooiol. Zeit 1S95.
333
aoticum ipsum siuuatis^ elytris lalirf, glabris, .subtiliter puiiotato-
.striatis. interstitiis sparsim insculpte punctatis; pedibus anticis
lübiistis. tibiis intus creuulato-denliculatis; p3'gidio transversini
parce aciculato. — Long. 32 lam.
Am Mkatta-Flur^ in Usagara (22. Mai 1890,
Dr. F. Stublmann).
Westwood stellte die (jattimg Sehasfeos in den Transact.
Eutom. Soc. London IV. S. 225 auf. Sie ist sehr nabe mit
ScarabaeHs (Alcurhus) verwandt und könnte nur für eine
Unterabtbeiluug dieser Galtung gelten. Der Hauptcbarakter
liegt im Epistom. Dieses ist vorn in der Mitte mebr vor-
gezogeu, ciucb die beiden mittleren Zäbne sind länger als bei
Scai'abat'Hs: außerdem ist jeder dieser beiden Zähne unter-
halb der Spitze mit einem Höckerchen versehen. Der Sporn
der Hinterschienen ist beweglich. Die Vorderschieuen sind
außen mit o oder 4 großen Zähnen bewehrt. Das Scutellum
ist unsichtbar. An den Vorderecken des Prothorax befindet
'-ir-h ein mehr oder weniger vorspringender Zahn.
Gymnopleurus crenulatus n. ^p. ^.
Ij. (nureo Ol. similis, corpore latiore supra toto obscure
cupreo et nitido, elytris obsolete viridi-marginatis, pectore,
abdomine pedibusque nigris, nitidis; eapite punctulato sub-
uitido. medio longitudinaliter impuuctato. epistomate quadri-
dentato: prothorace breviore, supra distinctius et multo
profuudius punctato, linea media longitudinali laevi, lateribus
distincte crcnulatis; elytris subtiliter striatis, striis remote
punctulatis, interstitiis conspicue. sed paulo minus profunde
quam prouoto puuctatis. lateribus minus profimde siuuatis.
— Long. oor|). 17 mm.
Bei Andetei. nördlich vom Albert-Edwind-Sce
(25. Dezember 1891, Dr. F. Stuhlmann).
Außer dem az,ureus Ol. scheint diese Art auch dem
laelus Hope (Ann. Mag. Nat. Hist. 1842 Vol. 9. S. 494) vom
Cap Palmas ähnlich zu sein: bei diesem sinfl nher die Elytren
als .,fere glabra-' bezeichnel.
Gymnopleurus cupreovirens u. s[). ,J.
(J. tizi/rrn Ol. similis. corpore latiore. sujtra lolo eupreo-
viridi, nitido vel subnitido, infra nigro, lateribus mctasterni
abdomineque obscure viridibus: eapite vix nitido. ooriaceo,
vix vel indistinctc punctulato, ante marginem auticum rud(^
aciculato-punctato: pronoto subtiliter coriaceo, subnitido, sub-
tiliter punctulato: elytris leviter striatis, striis remote punc-
Stett. entouiol. Zeit. 1835
334
tulalis, interstitiis densissime subtiliter laevi-puhtulatis, pustiilis
puncliformil)iis: pygidio subcoriaceo, vix puuctato, medio
longitudinaliter band glabrato. — Long. corp. 20 mm.
SüdüsUicb vom Victoria-Njansa (ür. G. A. Fiscbev).
Von der vongon Art durcli die ganz abweicbende
Sculptiir und Färbung und den tiefen lateralen Ausschnitt der
Elytren verschieden.
Gymnopleurus malleolus n. sp. q.
G. fastiditn Har. similis, supra opacus, fusco-ater, levissime
subvirescens, prothorace anguste viridi-limbalo, pectore, ab-
domine pedibusque viridi-aeneis, uitidis; capite aciculato-
punctato, ad marginem versus anticum asperato, ad front em
versus oblique bicarinato; epistomate breviter quadridentato;
prothorace lato, alte convexo, utrinque profunde foveolato,
supra toto granulato, linea media longitudinaliter sublaevi,
striis duabus impressis antescutellaribus nullis; elytris sub-
tiliter striatis, subtilissime granulatis pustulisquc minutissimis
laevibus ornatis; tibiis anticis pone dentes tres majores pluri-
denticulatis (denticulis 6 — 7); femoribus dente infero armatis;
tubere mesosternali distineto, paulo producto, postice
trausversim depresso. — Long. corp. 19 — 20 mm.
IJei Kakoma in Ugunda, ö^^tlich vom Tangaiijika-See
(Dr. Böhml.
Gymnopleurus consanguineus n. sp. ,j.
Praecedenti colore et scuiptura similis, sed multo minor,
elytris convexioribus, tibiis anticis pone dentes tres majores
denticulis nonuullis exstructis: femoribus anticis dente infra
distineto, sed minore, armatis. — Long. corp. 13 mm.
Bei Kanssinem, westlich vom Victoria-Njansa
(20. Februar 1892, Dr. F. Stuhlmann).
Gymnopleurus fastiditus Harold.
Diese Art steht dem li. (lelct/orcjuei Ch. Watcrh. sehr
nahe und ist wohl nur eine Rasse derselben. Die Unter-
schiede sind folgende:
Supra subnitidus, subtilius sculpturatus, sutura elytroruni
yaulo nitida; inter duos dentes tibiarum anticarum posteriores
denticulis tribus; inter duos dentes majores marginis tibiarum
posticanim exterioris denticulis 4 — 5.
Cap der guten Hoffnung (Lichtenstein).
Slett. entoiuol. Zeit. lää&.
385
Die entsprechenden Meikniule von
Gymnopleurus clelegorguei Cli. Waleili.
sind : Supra tere opacns, minus siibtiliter sculptnratus, .-iutuva
elytrorum haud nitida; inter duos dentes tibiarum autiearunv
posteriores denticulis nullis (interdum uno); inter duos dentes
majores maminis tibiarum posticarnm exterioris denticulis
2 vcl 3.
Natal (Puppig).
Gymnopleurus pustulatus u. sp. ^.
G. siyncülcoUi Waterb. et G. iiiitbrino Gerst. >iinilis,
sed prouoto band piloso, ater, subvirescens, subnitidus vel
(ipaeus, capite. pronoto (atroviridi) elvtrisque (atris) subtiliter
uranulosis, granulis elytroruni densissimis, subtiHssimis; pro-
noto utrinque transversim foveolato. disco areis Septem
dillbrmibus glabris, nitidis, ornalo, margine postico ante
scutellum biimpresso; pygidii apice giabro, nitido: meso-
sterno leviter eonvexo, band tuberculato, foveolaque trans-
versa exstructo. — Long. corj). 13 mm.
Tanganjika-See (Reichard j.
Gymnopleurus moerens u. sp. ,^$.
Fusco-umbrinus, opacus, siibtus subnitidus, capite et pro-
noto pilis Havis band densatis obsitis; epistomate bidentato;
pronoto inaequali, vario modo impresso, sulco medio lon-
giludinali autiee obsoleto, postice prol'undo, tbveola utrinque
latcrab magna, areis nonnullis discoidaUbus, praesertim duabu»
anterioribus, glabris vel subglabris, parum nitidis; el3'tris
subtilissimc parce granulatis et parcissime breviter setosis,
interstitiis striarum alternis convexis: mesosterno fonvexo
liaud tuberculato. — Long. corp. 7 — 9,5 mm.
Am Tana-Fiuß in Witu, OstatVika (Denhardt).
Gymnopleurus atrovirens n. sp.
G. thalassino Kl. similis, atro-viridis, opacus, supru lotus
subtiliter granuloso-rugosus, subtus obscure viridi.s, nitidus;
epistomate bidentalo, margine utrinque quasi deute rotun-
dato produclo; protborace sat eonvexo, utrinijue modio-
criter Ibveolato, linea media longitudinali obsoleta, postice
impressa, lateribus ante augulos anticos sinuatis; el3tris sub-
tiliter striatis, interstitiis alternis perparum convexis; meso-
sterno medio rotiindatc producto. — • Long. corp. 11 — 13 mm.
Kjanoa, am Westuter des V i et o ri a - NJ a n « a
(21. Februa^r 1892, Dr. F. Stuhlmann).
Sletf. entoniol. Zeit. 1895. '>'>
336
Gymnopleurus krügeri a. &p.
Ex affiuibus G. virentis Er., laevicollis Gast, etc., sed
<otus niger, nitidus, ehtrorum disco subnitido, capite, angulis
2)ronoti anticis, plagis lateralibus segmentorum abdominalium,
lateribus lotiy meso- et metasterui, maculis diiabus pjgidii
femorumque posticorum latere inferiore ad maxiniam parteni
flavo-sericeis; epistomate bidentato, carina capitis media
areisque duabus frontalibiis laevigatis: pronoto subtilitev
(ad latera versus distinetius) punctato, disco fere impunctato,
giabro; elytris glabratis, subtiliter coriaeeis. haud punctatis.
vix vel basin et apiceni versus striatis, prope suturam plicatis,
ad basin nodulosis, marginibus lateralibus sinuatis, pone sinum
angustatis; femoribus anticis haud dentatis. — Long. corp.
10—11 mm.
Aus der Massaisteppe (Sogoui) in Nord-Üsambara,
von Herrn Forstassessor Krüger der Königlichen Sammlung
überlassen.
Gymnopleurus ignitus Kl. var. laeviuscula u.
Viridis, niten,-^, pronoto minus dense et minus crasse quam
in 6r. iynito sculpturato, areis glabris majoribus. — Tanga,
Pangani, Mombassa, Sansibar.
Heliocopris colossus Bat.
Diese sehr wenig bekannte Art wurde von Olivier in
seiner „Entomologie^ (1789) L 3. p. 132. t. 14 f. 137 nach
einem -weiblichen Stücke unter dem Namen Scarahaeiis gigas
beschrieben und abgebildet. Dieser //. gigas ist verschieden
von dem alteren //. gigas L, (Mus. Lud. Uh-. 1764. p. 16.)
Bat es führte daher für den Olivierschen gigas den Namen
colossus ein (Coleopt. Hefte. IV, p. 88). In der Königlichen
Sammlung belinden sich einige Stücke beiderlei Geschlechts
aus Central- und West-Afrika. Da das Männehen noch un-
bekannt ist oder wenigstens in der Litteratur sich nicht be-
schrieben lindet, so möge diese Lücke hiermit ausgefüllt
■werden, indem ich im Folgenden eine Diagnose des //. colossus
mittlieile:
Ma.ximu^, uiiidu^, niger vel nigro-piceus; cljpeo obtuse
4- vel 6-angulato, inter angulos leviter siuuato^ prothorace
late transverso, margine postico recto ante scutellum interdum
vix leviter producto, dorso coufluenter rugoso, antice rufo-
piloso; elytris sat profunde striatis, interstitiis planis vage
punctulalis, ad basin absquc tuberculis.
Stett. eutomol. Zeit. lS9ö.
337
Q Caput aogustior quam iu ^. clypeo obtusc 6-augulato,
corou singulo niedio valido leviter proclinato: pronoto ante
hasin paulo laevigato, subpunctato, medio basali subgranulato-
punctato, area oblonga discoidali laevigata; parte elevata
dorsali lata per totam fere latitudinem producta, utrinque
antice deutata, intra dentem sinuata, lobo medio lato obtusato
vel leviter arcuato; lateribus partis elevatae angulatis; margine
utrinque protlioracis leviter obtuse angulato.
^ Caput postice latior quam in q. clypeo obtuse 4-an-
gulato: fronte trausversim carinata, carina breviter tridcntata,
inter dentes sinuata: prothorace supra toto rugoso, ante basin
haud laevigato. lateraliter rotundato, carina antemediana sub-
sinuata mediaque parte parum late et arcuatim j)roducta.
Long. corp. q 6.5 — (i?. lat. 38 — 40 mm.
„ „ $ 62—69,' lat. 36—40 mm.
Die vorliegenden Exemplare stammen aus dem Hinter-
iaude der Goldküste (L. Conradt); Bukoba am Westufer
des Victoria-Njansa (18. November 1890, Dr. F. Stulilmann);
Uganda am Nordufer des Victoria-Njansa (Dr. Eugen Wolf)
und aus Ka wir endo am Ostufer des Victoria-Njansa
(0. Neumann).
Nacli Oskar Neumanu hält sich diese Art im und am
Elefantendung auf.
Diese größte der bekannten Helioco pris- Avten ist dem
kleineren indischen //. bucephalus F. ähnlich, namentlich hin-
sichtlich der Bildung des Kopfes und des Prothorax.
Heliocopris neptunus
Boheman. lM>ecta Caftrariae. II. p. 21.1.
Dieser Heliocopris bildet gegen Harolds Annahme eine
eigene Spezies. Es befindet sich in der Königlichen Samm-
lung ein Paar (o ^) dieser Art aus Keren in Abyssinien
(von Dr. Steudner gesammeltj. Auf diese Stücke paßt genau
die originale Beschreibung des //. neplunus in Boheman's
Ins. Catlr. 1. c. Baron v. Harold hat dieselben Exemplare
s. Z. als H. eryx F. bezeichnet, hält aber diese Art für
identi.sch mit Boheman s neptnnus (Coleopl. Hefte. VIII.
p. 7). Dies ist ein Irrthum: denn beide Arten sind von ein-
ander sehr verschieden, worüber ich schon in der Stettin.
Ent. Zeit. 1893 p. i9<i Mittheilung machte. Wie ich gleich
darlegen werde, ist der von mir vor zwei Jahren beschriebene
H. mutabilis dieselbe .\rt, welche Fabriciu> im Sy-t. Eleuth.
als ert/x aufführte.
Stett. entomoU Zeit. 13^J. 22^''
338
Jl. neplf/nus hat im iviännlielien Gesclileclit ein ».Mnlaclic«,
gerade aufoerielitetes und am Ende ausgcrandetes Stirnhorn,
eryx F. jedoch zwei weit auseinander stehende Stirnhörner.
Der dreispitzige nach vorn gericlitete Lobus des Pronotums
ist in beiden Arten ühnHch.
//. neptunus kommt vor am Limpopo in Transvaal,
wo die Originalexemplare gefunden wurden, und in Kereu
(Ab3'ssinien). //. eryx ist in Kamerun zu Hause.
Heliocopris eryx F.
Als ich den .//. nuitabilis beschrieb (Stettin. Ent. Zeit.
1893. p. 195), wurde ich durch den Wortlaut in der Be-
schreibung des H. eryx in Fabricius' Systema Eleuth. I. p. 35
gezwungen, darauf hinzuweisen (a. a. 0. p. 196), daß die
mir vorliegenden Heliocopres wahrscheinlich aul" diese Fabricius-
sche Art zu beziehen seien, namentlicii wegen der Angabe
„thorace tricorni, cornubus subaequalibus, depressis, capite
cornubus duobus erectis, basi connatis.'" Da jedoch Fabricius
für seine Art eine viel bedeutendere Größe angiebt, als die
Kameruner Stücke aufweisen, so lag die Vernuitlumg nahe,
daß es sich nur um eine ähnliche Art handele, daß also
mnlahiUs von eryx verschieden sei. Herr Fei sc he in Leipzig,
Besitzer einer großen Copriden-Sammlung, hatte die Güte, mir
mitzutheilen, daß er sehr große Stücke von //. eryx habe,
so daß der Annahme nichts im Wege stände, daß beide
Arten identisch seien. Ein weibliches Exemplar, welches von
Felsches Hand die Bezeichnung „(T/y.r F.*' trägt, und welches
die Königliche Sammlung von Heyne erwarb, stimmt genau
mit den in der hiesigen Sammlung befindlichen Sliicken
überein.
Heliocopris hunteri j
Waterhouse, Ann. Mag. Nat. Hist. (6.) VII. I8t)l. p. .-)Ü8.
Zu dieser Art, von welcher der Autor nur das Männchen
beschrieb, nach Stücken aus dem Massai-Lande, gehört der
weibliche Uclloeoprh. welchen ich in der Stettin. Ent. Zeit.
1893 p, 19() unter dem Namen Irilohus bekannt machte.
Die neueren Sendungen aus dem Kilimandscharo-Gebiet,
namentlich von Prof. Dr. Volkens und Missionar Paesler,
setzten uns in den Stand, die Zugehörigkeit des frilobus $ zu
hunieri ,^ endgültig festzustellen, da beide Geschlechter dieser
Art von demselben Fundorte vorliegen.
Die Art lindet sich am Kilimandscharo in der Kultur/.fiue
(1300 — 1700 m) an Menschenkoth und Zie<jenmist.
Stell, emomol. ZuK. iP'iS.
339
Dus MänncJien ist ausgezeichnet durch die drei mäßig
langen, geiadcu, last zugespitzten Koplliörner und das ein-
lache, lauge, vorn sehr verdünnte, initiciständige und nach
vorn gerichtete Hörn des Pronolums, sowie durch die vier
Höckerchen am Grunde jeder Flügeldecke. iJei kleinen
Männchen fehlen die beiden seilenstäiidigen Höruer des Kopfes
lind das mittlere Horu ist nur als zweispitziger Höcker vor-
handen. Auch von dem Hörn des Pionotums lindet sich
nur ein vorspringender zweispitziger Höcker, außerdem Je ein
.seitlicher kurzer Höcker nach den Seitenrändern zu.
Heliocopris biimpressus m.
Stettiuer Entoui. Zeil. 1893. p. 198.
Dieser Art, welche ich nur nach einem weiblichen Stücke
aus Mpwapwa in Deutsch-Ostafrika beschrieb, gesellt sich
jetzt das männliche Geschlecht zu, welches in einigen Exem-
plaren vorliegt.
Wie das Weibchen dem weiblichen //. alropoa, so sieht
auch das Männchen dem Männchen dieser südafrikanischen
Spezies ähnlich. Der Hauptuuterschied liegt in der Bildung
des Kopfes des Männchens. Bei IL biimpressus stehen die
beiden Hörner durch eine fast gerade, uiclit vorgeschobene
Leiste miteinander in Zusammenhang, während bei alropos
die beiden Hürncr durch eine nach vorn in weitem Bogen
vorgeschobene Leiste miteinander verbunden sind. Kleinere
und größere Stücke machen hierin keinen Unterschied, Ferner
zeigen die meisten Stücke von biimpressus ,^ $ auf den
Flügeldecken viel feinere Streifen und llacherc Zwischenräume
als atrnpns. Die kleinen Höcker am Grunde der Flügel-
decken auf dem 3. — .5. Zwischenraum sind unbeständig imd
'\<innen zur Unterscheidung nicht verwerthet werden.
Jedenfalls sind die beiden Arten außerordentlich nahe
miteinander verwandt, aber der Unterschied am Kopfe ist ein
sehr scharfer. Angesichts der wenigen bekannten Stücke
^vürde ein endgültiges Urtbeil über ihre Artberechtigung aller-
dings verfrüht sein. Der Prothorax ist bei den Männchen
beider Arien ganz gleich gebildel.
Von //. biimpressus liegen mäimliche Stücke vor aus
Mpwapwa (Januar bis Februar 1894, Lieut. Rühmer), vom
Tangaujika-See (!'. Reichard) uud vom Nyassa-See;
weibliche Stücke aus Alpwapwa (Juni 1890, Dr. F. Stuhl-
mann) uud von Sansibar (ob aus dem Innern des Fest-
landes San.-ibar?) f Hildebrandt).
Siett. entomol. Zeit. 18'Jä.
340
Die Körperlänge der j^ beträgt 36 — 4U, die der $
36 — 37 mm.
H. atropos ist in der Königlichen Sammlung vom
Nyassa-See und der Südafrikanischen Republik ver-
treten, die Körperlänge beträgt 38 — 40 mm j und 39 mm $.
H. faunus ßoheman (Ins. Cafl'r. II. p. 216), nur nacli
dem $ beschrieben, kann nicht zu atropos Boh. gehören, wie
der Gemminger-Harold'sche Katalog angiebt. (Harold, München.
Ent. Ver. 1878. p. 38.)
Onthophagus subextensus u. sp. ,^$.
Diese schöne Art gehört zur //ar/}aa;-Grupj)e und ist dem
0. extensus Harold (Col. Hefte. XVI. S. 42) sehr ähnlich,
aber etwas größer; die zwei vorderen Höcker des Prothorax
stehen etwas näher beieinander und die beiden mittleren, auf
der Scheibe stehenden Höcker sind größer. Die Scheibe des
Prothorax ist von einer breiten glatten Längsfm-che durch-
zogen. Auf den Flügeldecken sind die altcrnirenden. schwach
convexen Zwischenräume ganz punktirl, bei extensus glatter
lind nur wenig punktirt. Das $ unterscheidet sich von extenstts
$ durch den geraden und kürzeren Querkiel auf der Stirn
zwischen den Augen.
0. extenso Har. simillimus, viridi- meUillicus, elvtris
brunneis ad basin humerosque nigro-viridibus, sutura viridi*
nitente; pronoto i)unctato, dorso medio glabro late sulcato;
eljtris striatis, inlcrstitiis lotis punctatis, ullernis angustioribus,
subconvexis, haud glubiatis.
(^ Cornu frontale longissimum, distincte recurvum, niurum,
basin versus viride; prothorace quadridentato, dentibus duobus
anterioribus laminatis, altioribus, acutis, exstantibus, duobus
mediis posterioribus majoribus inter se approximutis, conicis.
S^ Carina transversa capitis anterior curvala, posterior
brevis, altior, recta; prothorace antice (|ua(li-ilMbercuhilo. tulMT-
culis duobus mediis coeuntibus.
Long. corp. 12 — 16 mm.
Es liegen vor einige Stücke aus Deutsch-Ostafrika
und zwar aus Kakoma in Ugunda (Dr. R. Böhm) und
vom Mkatta-Pltiß in W<'s( -rkanii (Dr. F. Sluhhnann,
22. Mai 1890).
Auch das von B. v. Harold bei der Beschreibung des
0. extensus I. c. erwähnte $ aus dem Innern Westafrika«
(Lunda-Keich, Dr. Pogge) gehört zu der neuen Spezies. Die
Originalbeschreibung des extensus paßt nur auf Stücke au«
Stell, enlomol. Zeil. lääS.
341
den Küstenländern Deutsch-Oslafrikas und vom Jipe-See am
Kilimandscliaro. tl.vtcnsus ist demnach aus dem Innern West-
afrikas nicht bekannt.
Orphnus nyassicus n. sp. .j +,
Diese Art ist dem 0. sene(jalensis Cast. zunächst ver-
wandt, aber kleiner; das Pronotum ist s;röber und etwas
reichlicher punktirt; die AushöhlunG; desselben beim ,j hinten
viel weniger verschmälert; die Hinterecken des Prothorax
stärker gerundet (bei 0. senegalensis stumpf abgerundet).
0. senegaleiisi similis, paulo minor, angustior, totus
castaneo-rufus, tibiis tarsisque infuscatis; capite distinctius
punetato niargineque antico magis rotundato; prothorace
rotundato-transverso, angulis posticis late rotundatis, supra
largius punetato, punctis dorsalibus |)lerumque subtilissimis,
lateralibus autem prot'undioribus; elylris partim irregulariter,
partim seriato-punctatis, seriebus dorsalibus fere geminatis,
Stria suturali distincte impressa.
^ Cornu capitis ex epistomate natum, pronoto late
excavalo, cava usque ad marginem posticum pertinente, late-
ribus cavae laminato-elevatis, lamina utraque elongata, angustu
dentemque anticum praebente.
Long, corp. 6 — 7 mm.
Nyassa-See.
Var. impresso-striata m.
Major, evidentius punctata, elytris magis seriato-punctatis,
seriebus dorsalibus plus minusve impressis, ehtris igitur in
dorso fere subsulcatis. — Long, corp, 6,5 — 8,5 mm. —
Tanganjika-See (P. Reichard).
Orphnus sansibaricus n. sp. q$.
Piceo-niger, subtus cum pedibus castaneus; eljtris ad
partem (in dorso) seriato-punctatis; punctis compluribus irre-
gularibus, prope latera autem j)aulo serialis; stria suturali
profunde im])ressa; callo anteapicali luevigato, impunctato;
iemorihus anticis infra i)rope apiccm hunina brevi instructis
et pone laminam sinuatis; tibiis anticis forte Iridenlalis, denti-
bus plus minusve obtusis.
,^ Cornu capitis e fronte uiiium, tnbcrculo ininuto ad
marginem ocnlorum internum utrin((ue sito ^iugulo, pronoto
utrinquc laeviualo, hie et illic pnrce grosse punetato, medio
late et i)rofunde et fere usqu(! ad marginem [)nsticum excavato,
SteU. enloniol Zeif. 1S95.
342
rricuginibus cavae iitrinque postice late divergenlibus laminamque
tingulain elevatam trigonaleni, dentiformem, simplicem for-
mantibus,
ü- Pronotiim laevigatum, in tnedio impiinctatum vel
punctis siugulis antice exstructum, utrinque dorsi et prope
latera (aveis laevibus singulis exceptis) haud dense punctatum.
Long. corp. 11,5 — 13 mm.
Sansibar (tlildebrandtj rj$. Aucb 2 ^ vom Tanga-
njika-See (P. Reiohard) gehören liierher.
Die Art ist dem 0. hilobus Kl. von Mosambik ähnlieh,
aber das Kopfhorn ist kürzer und mehr die Stirn hinauf-
gerik-kt. Der Eindruck auf dem Prothorax des ,j ist viel
breiter und die seitlichen Ränder der Aushöhlung nur mit
einer hohen Zacke versehen. Die Flügeldecken sind etwas
grüber punktirt, die Funkle stehen auch an den Seiten mehr
in Reihen.
Orphnus subfurcatus n. sp. q.
Piaecedenti similis. sed multo minor, piceo-niger. subtus
cum pedibuö castaneus; cornu capitis e fronte nato, tuberculo
minuto singulo ad marginem internum oculorum sito^ pronoto
utrinque largius j)unctulato, ))artim glabro, medit» fere usque
ad marginem i)osticum excavato, marginibus cavae parallelis,
])arum elevatis, lamiuam simplicem vel mutieam, parum eleva-
tam, formantibus; eljtris coniertim neque dense punetatis,
callo anteapicali glabro, punctis partim indistincte seriatis,
seriebus aulem dorsalibus imi)ressis distinctioribus, stria quoqiie
.«uturali distincta: basi elytrorum granulis praedita: tibiis
anticis Iridentatis, dente superiore iniiuito. — Long. corp.
1^.5 mm.
Madinula in Deutsch-Ostafnka (W. v. St. Paul-lllaire).
Auch diese Art ist dem 0. l)ilobf(s ähnlich, aber kleiner,
und die erhabenen Seitenränder der Aushöhlung des Pronotums
sind nur mit je einer abgerundeten Zacke versehen. Seitlich
von der Aushöhlung ist das Pronotum reichlicher punktirt.
Die Fliigeldeeken sind gröber punktirt, die Punkte auf dem
Rücken in zwei bis drei Reihen geordnet: die übrigen Punkte
stehen unregelmässig, der Eudbuckel ist glatt. Das Pronotum
ist reichlicher und feiner jtunktirt als bei xansibarictis, die
Seilenvänder der Au>höhlimg sind aber parallel.
Phaeochrous stercorarius n. sp. q $.
Fuscus, nitidus, Ph. bcccarii simillimus. cajtite et pronoto
nitidioribus et subtilius i)unclatis5 elvtris paulo subtilius striatis,
Siet:. entoiiiol. Zeit. 1:?95.
343
serifbus iribub gcminatis piiuctoruni in iitroque elyiro, inter
has sericö .spatio sat lato irremihiritei- piinctato.
j Tibiae anticae extiis totae cieuiilatae, etiatn iiiter dentes
flua? marginales, deute tertio nullo: tibiis postevioribus lougius
setosis quam in $.
$ Tibiae anticae extus inter dentes duas majores haud
crenulatae, dentc tertio distincto.
Long. corp. 10 — 11 mm.
Plantage Üerema in Usambara, OstafriUa (Dezember
1891, an Kotb, L. Conradt).
Dem Ph. heccarii Har. sebr äbnlicb, aber Kopf und
Pronotum glatter, glänzender, feiner pnnktirt. Die FÜlgel-
deckeu etwas feiner gestreift; drei Dopi)elstreifen auf jeder
Flügeldecke, zwiscben je zwei Doppelstreifen ein viel
breiterer, unregelmäßig ])unktirter Zwisebenraum. Beim ,^
am Außenrande der Vorderscbienen (aiicb zwiscben den
beiden Randzäbnen) mit vielen Kerbzäbneben. Mittel- und
Hiutersebienen länger beborstet als beim ^. Zwei Zähne an
den Vorderschienen. Beim V kein Kerbzähnehen zwischen
den beiden großen Randzähnen der Vorderscbienen. Drei
Zähne am Rande der Vorderscbienen.
Bei Pli. heccarii sind auf den Flügeldecken beiderseits
der Doppelstreifen noch deutliche Streifen, daher die Zwischen-
räimie mit den unregelmäßig stehenden Punkten zwischen den
Doppelstreifen viel schmäler. ^ mit Kerbz ahn eben
zwischen den großen Randzähnen.
Craniorphnus n. g. Orphninarnm.
Diese eigenthümliche Gattung steht der Gattung ()ri)luius
nahe, unterscheidet sich aber von dieser durch den verhältniß-
mäßig sehr dicken Kopf und das etwas größere Scutellum.
Caput validum, valde incrassatum. tumidum, cornuque
erecto simplice parvo, e fronte nato, armatum. Oculi sub-
globosi, mediocres, a cantlio ad tcrtiam parlem incisi. Ciypeus
brevis. Prothorax capite paulo latior, medius excavatus, autice
distincte marginatus, Elytra brevia. Scutellum majii^ctiiiiiu.
Craniorphnus grandiceps n. sp. ^^.
Rufo-ferrugiueus, nitidus, capite bruuneo, subnilido, sub-
tilissime vix conspicue punctulalo: pronolo utrin(|ue subtililer
laxe punetato, medio late excavato, cava postice rotundate
augustato, ad marginem posticum haud totum pertinente, cavae
lateribus elevatis, sublaminalis, dentes utrin<pie duos praeben-
libue. dentc anteriore angusto, di>tineto, deute posteriore late
Stctt. enloinol. Zeit. 1305.
344
et obtuse acuminato; el^tris iu dorso vix regulaviter et
geminate seriato-puuclatis, punctis lateralibus in-egulariter
dispositis; tibiis antieis extus tridentatis, denle superiore
minuto. — Long. corp. 7 mm.
Witu, Tana-FIuß (Denhardt).
Rostfarben, glänzend, Koj)f braun, wenig glänzend und
mit einem Hörnchen bewehrt.
Philharmostes u. g. Troginarum.
Gehört in die Verwandtschaft von Cloeoius und Siinar-
niostes, unterscheidet sich von erste rer Gattung durch die
völlig comprimirten Hinterschienen, die abgerundeten Hinter-
ecken des Protliorax und das vollständige Kugelvermögen,
von der letzteren Gattung durch die 9-gliedrigen Antennen
imd die deutlichen Epipleuren der Flügeldecken.
Anteunae 9-articulatae. Genae a clypeo haud distinctae.
Prothoracis anguli postici late rotnndati, revera nulli. Elytra
inde ab humeris lateraliter carinata, itaque epipleuris latis.
Tibiae postieae valde compressae, subfoliaceae. Facultas cor-
poris convolvendi in formam pilülae perfecta.
Die Fühler sind 9-giiedrig, bei Synarmostes 10-gliedrig,
obgleich Lacordaire und Harold dieser Gattung 9-gliedrige
Antennen zuschreiben. Ich liabe beide Arten, auf welche
Sj/narmostes von Germar gegründet ist (Zeitschr. f Entom.
IV. 1843, S. 124), nämlich scabrosus Gast, und tibiolis Kl.,
untersucht und zähle 10 Glieder an ihren Antennen.
Folgende Arten gehören zu der neuen Gattung.
Philharmostes aeneoviridis u. sp.
Fusco-aeneo-viridis, modice nitidus; capite distinote punc-
tato, medio laevi et subtilius punctato, antice transversim
striolato, epistomate siibangulato: ))i-othorace elytrisque dense
oculato- vel arcuato-pundatis, lateribus rotnndatis, ante apiceni
haud angulatis; margiue postico pronoti medio leviter elevato,
cui quatuor calli laeves praepositi: elytris prothorace paulo
latioribus, margiue laterali superiorc acuto, circa mediun)
autem bis interrupto et ad apicem sutiuam haud (otam perti-
nente. — Long. corp. 2'^', — 3 mm,
Madagascar, im Innern des Landes (Hildebrandt).
Philharmostes integer n. sp.
Fu^co-aeneup, plus minusve nitidus, elyirorum maviine
costali anguste viridi; capite distincte punctato, antice tran-^-
versim strialo. medio laevi et subtilius punctato: epistomate
Siett. entuniol. Zeit. 189.'^i.
345
subangiilato; prothorace transverso. margine utroque laterali
ante angulum aDlicum angulum sseparatum, ab iilo distinctum,
obtusü-rotundatiim forrnante; margine pronoti po.stieo medio
leviter elevato, cui quatuor calli laeves praeposili; elytris,
ut protborace, ubique dense circulato vel avcuato-punctatis,
margine lateraH integro, acuto, ab liumero inci|)iente sutiirani
postice ipsarn lere pertinente; epipleuris antice sub iuimeros
longitudinaHter striolatis; utroque elylro calhim medium basalem
praebente, in disco subcostato. — Long. corp. 2,5 mm.
Plantage Derema in üsambara (November 1891,
L. Conradt).
Obgleich diese Art der vorstehend beschriebenen mada-
gassischen sehr ähnlich ist, so weist sie doch eine Reihe
Unterschiede anf. Der Körper ist etwas kleiner, die Färbung
eine etwas abweichende; der Kopf weniger convex; der Pro-
thorax vorn breiter und die Seiten nahe den Vorderecken
mit einer winklig vorspringenden Ecke versehen. Auf den
von schwachen Längsrippen auf der Seheibe durchzogenen
Flügeldecken finden wir eine glatte Schwiele in der Nähe der
Basis seitlich vom Scutellum. Anßeideni alter ist die obere
Seitenrippe jeder Flügeldecke ganz, ohne Spur von einer
Unterbrechung:, die bei A. aeneoviridis sehr (Icutlich ist.
Coleopteren aus Afrika,
Von H. J. Kolbe.
III.
Hei der weiteren Bearbeitung der ostufrikanischen
Coleopteren für das Stu h lmann"sclie Werk ..Ost- A fri ku'^
dessen baldige Vollendung nunmehr xu i-rwaiten ist, cr'jahen
eich als neue Arten noch folgende.
Tefflus finitimus n. sp.
T. reichardi similis, fronte et clypfo sutura indistincta
jjcparatis, palporum articulo ultimo breviore fo); episternis
totis glabris; protliorace hexagono, poslice angustiore quam
antice, laleribus planatis, ansulr» utrinque laterali medio
rotundato-obtuso; costis elvtrornru luliuseiilis, costis 2. et G.
ante apicem conjunctis, 3., 4.. 5, jio-trce liberis; taisi.s
SteU. entüiiiol. Zeit. 1895.
346
robustiili.-;. articiilis duobuh basalibus tarfcorum aiitieoriim sat
latis: iibdoiiiiiii> ])iiiu;tis setigeris in segmentis mediis uulb's. —
— Long. corp. 40 mm.
Deutsch-Oslafrika, im Inin'rn: Wcmbere. :3" 40 .südl.
Br., 3. Juni 1892 (Terekusa, Dr. F. Stuhlmaun).
Dem T. reichanli m. ähnlidi, aber der Prothorax ist
kleiner, eckiger und hinten mehr versehmälert. Das EndgHed
der Palj)eu (q) hi Ivürzer. Die Antennen sind länger.
Disphaericus Ch. Waterh.
Prolhorax et elytra alte eonvexa, ovala, haee siogula
t>-striata. Pediim onmium articiilus quartius tarsoriim bilobatiis.
Zu den wenigen bis jetzt bekannt gewordenen Arten
treten hier zwei neue.
Disphaericus clavicornis n. sp.
Niger, nitidus, suj)ra et intVa pilis ruiis erectis vestitus^
palpis rutis, autenuis pedibusque brunneis, l'emoribus nigris,
tarsis palüde brunueis; antennis apicem versus incrassatis :,
pronoti marginibus lateralibus obsoletis. dorso irregulariter
puuetato et lougiludinaliter modice eanaliculato: episternis
prolhoracaiibus crasse puuctatis, postiee laevigatis; elytris
breviter ovatis, striis crasse punetatis: abdomine crasse punc-
tato. — Long. eorp. 6,5 nim.
Die Art ist dem J). ronradti m. ähnlich, aber kleiner,
die abstehenden rostgelben Haare länger. Antennen mäßig
lang, gegen die Spitze hin verdickt, 4, Glied deutlich länger
als dick, 5. und (>. Glied nur wenig länger als dick, 7. bis
10. so lang als dick. Prothorax oben mehr convex als bei
J). conradli, Seitenraudlinie sehr schwach, oberseits unregel-
mäßig punktirt, auf der Mitte mit vertiefter Längsliuie;
Episternen des Prothorax grob punktirt, hinten glatt. Elytren
kurz oval, mit 0 tiefen Streifen, diese grob j^unktirt.
Bei Karewia am Fuße des Runssororo, nördlich vom
Albert-Edward-Sec (0" 22^ n.irdl. Br.) am 6. Juni 1891
unter Steinen gefunden (Dr. F. Stuhlmaun).
Disphaericus conradti n. sp.
Praecedente pauk» major, lougior, glabrior. minus alte
eonvexus, brevius pilosus, niger, nitidus, anteunis, palpis, tibiis
tarsisque ferrugineis, femoribus obscuris: autenuis longioribus,
iiliformihus, articulis |)luribus longioribus: prothorace minus
alte convexo, linea utrin<|m: margiuaii impressa, profunda,
dorso profunde punctat(», discd laxius punctato, ad partern
Stett. cDtoniul, iCcit. Iä95.
347
glabro; prolhonice iüfra antice tantuni punotato; elvtris
doügato-ovatis, striis profundis, vix vel obsolete punctatis;
abdomioc minus erasse piinrtalo. — Long. corp. 9,.")— 12 mm.
(xi-üßer, länglic'lier, glattt-v und weniger couvex als die vorige
Art, kürzer behaart. Fühler länger, nach der Spitze zu nielit
dicker, 4. Glied mehr als die Hälfte länger als dick, 5. — 10.
nieiu- als um die Hälfte, fast um das Doppelte länger als
dick. Seilen des Prouotums mit tiefer Raudlinio, (»bm-seits
unregelmäßig tief punktirt, auf der Scheibe weitläuliger punktirt,
zum Theil ganz glatt. Unterseite des Prothorax nur vorn
])unktirt. Flügeldecken länglich oval, mit 9 tiefen Streifen,
diese nicht oder nur sehr schwach punktirt.
Plantage Derema in I'sambara. Von Herrn L. Cou-
radt am 10, Okt()l)er 1S91 unter morschem Holzr gefunden.
Spanus \yestw,
Generi Dhphacriro afliuis, prothorace elytrisque minus
lonvexis, dorso illius et horum plus minusve depressis.
Klytra glabra, nitida, stria tantum sulurali profunda striaque
exteriore impressa marginaii exstrucia; punctum ulriuque
exsculptum basi elytrorum Impressum. Articulus quartus tar-
sorum omnium simplex, integer.
\'on Pisphapricus sehr gut unterschieden, Prothorax
und Flügeldecken Ilachei-, diese mit je einem tiefen Streifen
neben der Naht und neben dem Rande, sonst ganz glatt.
Auch ein tiefer Punkt jederseits am Grunde der Flügeldecken
ist bemerkenswerth. Das 4. Glied aller Füße ist einfach.
Spanus subdepressus u. sp.
A congeneribus pronoto clylris(|ue muHti nn'nus convexis,
sat subdei)ressis, palporumque articuio ultimo angustiore et
untcnnarum scapo graciliore diversus, totus anthracimis, laevis,
])edibus rufo-castaneis; capile ])aulo crassiore, fronte bifoveo-
lata, foveolis vix elongatis: palporum maxillarium articuio
ultimo angusto, olongato, labialinm paido latioi-e: prothorace
quadrato-rotundnto, supra Inngitudinalitor medio sulcato, puncto
marginaii antemediano ])rofundo; dytris ovatis j)ostic(> sub-
acuminatis, sulco .subsuturali ad basin obsoleto, suico sub-
marginali foveolas tenente, prop(; mediimi interrupto. —
Long. corp. 9 mm.
Usambara, Phmlagc Derema (OKImIh-i- 1^01.
L. Conradt).
Sielt, enloinol Zeit, 1S95.
348
Orthogonius kickeli n. sp.
Ater, supra vix nitidus, subtus nitidior, antennis fuscis,
palpis castaneis, pectore, abdomine pedibusque piceis: capite
et pronoto subtiliter vermiculate rugosis et punctulatis: pro-
thorace haud toto duplo latiore quam longiore, lateribus
aequaliter rotundatis, angulis anticis et posticis late rotundatis
(praesertim illis): elytris subelongatis, interetitiis dense et
subtiliter punctulatis et leviter convexis, interstitio >eptimo
convexiore, 3., 4., 5. ad basin lalitudine subaequalibuM tibiis
rectis. — Long. corp. 14 mnn.
Tanga in Deutsch-Ostafrika (0. Kiekel).
Kleiner als latvs, Hinterecken des Prothorax abgerundet,
Flügeldecken schmäler, Zwischenräume viel dichter punktirt;
4, Zwischenraum am Grunde nur sehr wenig breiter als
3, und 5. Der 7. Zwischenraum ist in der Basalhälfte nicht
gekielt, 6. am Grunde nicht eingedrückt.
Orthogonius nyassicus u. sp.
Piceus, nitidus, subtus cum pedibus brunneus, auteimis
ferrugineo-brunneis, articulis tribus primis nigro-piceis, apice
avtieulorum brunneo; capite denso rugoso-punctato. vertice
strigis vermiculatis obsito, impunctato; })rothorace traus-
verso, lateribus rotundatis ante angulos posticos sinuatis, bis
j-ectis, distinctis. supra ubique transversim subrude irregulariter
vugoso, impunctato: episteruis prothoracalibus glabris, im-
punctatis, meso- et metathoracalibus leviter punctulatis; elytris
modice profunde striatis, interstitiis laxe punctulatis, leviter
convexis, 3. — G. basin versus, quoad latitudinem, valde iu-
aequalibus. praesertim quarto ad basin multo latiore quam
quinto, interstitio >eptimo autice carinato: tibiis mcdiis cur-
vatis. — Long. corp. 16,5 mm.
Im Conde-Gebiet, am Nordende des Njassa-Sces (Miss.).
Dem 0. senegalensis Dej. ähnhch, der Kopf dichter
punktirt, der Prothorax kleiner, aber stärker querrunzlig,
Interstitien der Elytren weniger convex. Episternen des Pro-
thorax unpunktirt.
Orthogonius parcepunctatus n. sp.
0. pingui longior et angustior. minus glaber, fu.scus,
nitidus, capite nigro, pronoto ehtrisque rufo-limbatis, antennis
pedibus, pectore abdomineque brunueis: — capite rugoso-
punctato: prothorace duplo latiore quam longiore, lateribus
aequaliter rotundatis. angulis anticis late, posticis autem obtuse
rotundatis, dorso laevigato nitido, convexo. parcissime punc-
Stett. entotnol. Zeit. 1393.
349
tato, latcribus trausversim rugosis, obsolete punctatis: elytris
subelongatis, interstitiis laevigatis et glabris, convexiusculis,
sparsissinie hie et illic punctulatis, interstitio septimo ceteris
haud convexiore, quarto quam tertio et quinto singulis parum
tantum latiore, tertio bitbveolato, foveolis minutis, altera sub-
mediana, altera anteapicali: tibiis ornnium pedum rectis. —
Loug. corp. 14 mm.
Aus der Gegend des Tauganjika-See's (P. Reichard).
Größer als 0. brcrithorax, Seiten des Prothorax und
Hinterecken stärker gerundet; 7. Zwischenraum der Elytren
nicht gekielt. Im übrigen sind die Zwischenräume derselben
viel weniger, beim ersten Anblick kaum punktirt, der o. und
5. .-'ind ^^chmäler als der 4.
Orthogonius coracinus n. s[).
Major, nigcr. modice nitidus, subtus ad partem cum
pedibus nigcr; — capite dense et rüde rugoso-punctato,
vertice laevigato; prothorace transverso, dorso convexo,
sublaevigato, levissime et laxe rugoso, ad latera versus punc-
tato, lateril»u^^ planis rugosis et punctatis. marginibus lateralibus
rotundatis, ante angulos posticos sinuatis. bis acutis: elytris
modice striatis. striis punctulatis. interstitiis leviter convexis
et subtiliter punctulatis. 4. quam 'S. et 5. singulis latiore,
7. parum convexo; episternis prothoracalibus laxe et medio-
ciiter punctatis: pedibus mediis parimi curvatis. — Long,
corp. 20 mm.
Bei Tanga in Deutsch-Ostal'rika (O. Kickel).
Dem 0. senegalensis ähnlich, aber noch etwas größer
und breiter und namentlich durch den dichter punktirten Kopf,
den gewölbteren Prothorax, die weniger convexen Zwischen-
räume der Elytren und den fast flachen, nur etwas gewölbten
7. Zwischenraum denselben verschieden.
Sphaerostylus bimaculatus n. sp.
Piceu>. nitidus: antennis fuscis, basi rubra; pectore ab-
domine pedibusque brunneo-rufis: subtus laxe pubescens,
elytris macula postica magna ruf'a signatis: capite riigosulo et
distincte puuctato; prothorace supra iibique leviter rugoso et
punctulato, dorso medio antice radiatim impresso: elytris sub-
costatis et punctulatis. — Long. corp. 8.5 mm.
Vom Kinhinho - Berge im Uruguru-Gebirge in Ukami,
Deutsch-Ostafrika, I 7. November 1894 (Dr. F. Stuhlmannj.
Stett. cntomol. Zeit. Iri'Ji,
350
Siagona conradti n. sp.
Nigra, nitida, alala, pedibus iiigro-pilosis, tibiis. troclian-
teribus auterioribus palpisque piceo-rulis, tibiis po'^üci.-:; fiiscis;
capite paree puuctato, medio IVontali glabrato, impiiuctalo;
j))Othoi-ace brevi, glabrato, trisulcato, rare punctato, ad apicein
et basin dcnsius punctulato, lateribus rotiindatis, sternis uitidis
parce piinctatis, ad partem laevigatis, cpisternis opacis et sub-
tiliter parce punctatis- elytris oblongo-ovatis, haud confertim
punetatis, hunieris rotundato-productis. — Long. corp. 17 mm.
Bei Pangani am Meere in Deutpch-Ostafrika (Juni 1891,
L. ConradI).
Der N. J'nscipes Boh. am ähnlichsten, aber glänzend
schwarz; die Stirn auf der Mitte etwas weniger piinktirt,
zum Theil last glatt. Seiten des kürzeren Prothorax weniger
stark gerundet, oberseits glatter, sparsamer piinktirt, die
zwischen den drei Läugsfurchen liegenden Zwischenräume
convexer, glänzender. Die Flügeldecken etwas kürzer, die
Schulterecken stärker gerundet, vorstehend. Prosternimi glatter,
weniger puuktirt; Episternen des Prothorax glatt und matt
und sehr undeutlich punktirt. Auch die Mittel- und Hinter-
brust undeutlicher ])unktirt.
Siagona illairei u. sp.
Nigra, inalala, S. hninnipedi DJ. similis, pedibus piceis:
capite punctulato, medio laevi: pi-othorace profunde sulcato,
laevigato, ad apicem et basin dense punctato; episternis
crassius punctatis; elytris oblongis, modice confertim punctatis,
ad basin subscabris, humeris indistinetis; pedibus robnstulis,
metatarso breviore. — Long. corp. 22 mm.
Bei Madiuula in Deutsch-Oslafrika (W. v. S(. Paul-
Illaire).
Der S. briitiiiipi's Dej. ähnlich, Beine kräftiger, Meta-
tarsus kürzer, Seitenfurchen des Pronotums tiefer, FlUgel-
<lecken und Episternen des Prulhorax gröber punktirl.
Siagona cyclobasis L'haud.
var. discoidalis n.
Mediocris, alata, piceo -nigra, antennis fuscis, eh tris
pedibuscjue ruib-hrunneis, illis plaga elongata lata communi
nigra signatis. — Long. corp. 13 mm.
Ngorome am Ostufer des Victoria-Njansa (Anfang
Februar 1894, 0. Neu mann).
Stett. eatomol. Zeit. 1815.
SM
Stereostoiua stuhlmanni u. ^p.
Elongatus, eonvexus, nigen-imuy, nitidus; antenuis brevibtis,
articulis brevi«simis, transvorsis; protliorace latiore ([uani
longiore, postice angustato, lateribus valde rotundatis postice
sinuatis, angnlis posticis productis, acutfs, margine postico
])rope angnloR sinuato; dorso convexo, postice profunde tri-
.-uk-ato, sulco nu'dio alteris breviove et angustiore, bis patdo
obliquatis, liuea leniii impressa longitudiuali n^edia in snicnm
medium inlluente; eiytris protborace paulo latioribus et lere
triplo longioribus, sulcatis, sulcis punctatis, interstitiis leriter
convexis. — Long. corp. 18 mm.
EHese ostaiVikaniscbe Art ist größer als die weslatrika-
nische St. aolkluiii Murr. Der Protborax ist binten viel niebr
verengt, die HiuLereeken vorspringend, die Flügeldecken etwas
breiter als der Protborax, die Antennen breiter.
Bei Kibengo (September) und in Ukami (Ende Oktober
1894) von Herrn Dr. Stublmann gefunden und nacb ilim
benannt.
Platynodes westerraanni Wesm, var. peregrina n.
PI. iresf ermann i AlVicae occidentalis simillimu, anlen-
narum articidis mediis et ultimis brevioribus; elytrornm inter-
stitio septimo convexo, minus alto nee costato. — Lons.
cor}). 27 bis 30 mm.
Im westlichen Ukami, Deutsch-Ostafrika, (Ende Oktober
1S94. Dr. Stuhlmann).
Cerapterus stuhlmanni n. sp.
C. roncnlori Westw. similis, antennis, limbo toto lato
protboracis, pcctore pedibusque rufo-brunneis; protborace trans-
verso medio el.vtrisque nigro-piccis, bis macuia breviter
bamata rufa ornatis; antennis brevioribus, capite angustiore;
eiytris subglabris, indistincte vel vix punctatis, limbo inflexo-
bumerali subdense scabrose punctato; tibiis brevibus. — Long,
cor}). 11,5 mm.
Sansibar (Eh-. F. Stublmann).
Die Arten von Ccraplerua sind fast alle einander sehr
ähnlich und tlieilweise wohl nur Varietäten von einander.
Zu diesen gehört auch die neue Form. Sie gleicht fast dem
C. roncolor Westw., die Antennen sind jedoch kürzer, der
Kopf .schmäler, die Flügeldecken nur undeutlich j)unklirt, aber
neben den Außenrändern und namentlich in der Schalter-
gegend mit größeren Punkten versel.en. Die Schienen sind
SIctt. entoaiil. Zeit. 1895. 23
352
ebenso kurz und breit, wie bei C. concolor, aar die mitüeren
sind länger. Vor dem Ende der FlügeMeeken ist ein kurz
hakenförmiger rother Fleck.
Megalodacne subseriata u. sp. r^ V-
Grandis, nigra, rubroi'asciata, M. grandipenni Fairni.
faimilis, fascia elytrorum antica postice parum vel haud dentata^
prothorace breviore, supra utrinque postice lougius et pro-
fundiud impresso, impress^ione incisa et punctata; striis
elytrorum itidem puncti-s irregulariter positis et seriatim
accumulatis constitutis, sed distiuctioribus: processu iatercoxali
abdominis augustiore; tarsis (articulis tribus primis omnium
pedum iu ^ latissimis, latioribus quam in q M. grandipenni,
in $ pariter latis sed anizustioribus quam in q. — Long.
corp. 22—29 mm.
Zwischen Majuje (Nord - Ut^egua) und Mgera in
Deutsch-Ostafrika Ende Mai 1893 von Herrn Oskar Neu-
in ann entdeckt.
Bei der Megalodacne yrandipennis Fairm. (von Kakoma in
Ugunda) ist der Prothorax schmäler und länger, dessen Hinter-
ecken meist mehr vorgezogen und vor diesen jederseits mit
einlachem punktirten, außen und innen allmählich verlaufendem
Längseindruck. Die F^üße des q sind schmäler als diejenigen
von subseriata m., aucii die Füße des £ sind schmäler als
diejenigen des ^ dieser Art. Die vordere rothe Binde der
Flügeldecken ist hinten stark gezackt.
Linodesmus stuhlmanni u. sp. ^ $.
Bi&her war von dieser Erotylidengattuug nur eine über
Westafrika verbreitete Art, der L. coecus F., bekannt. Die
neue Art ist ganz ähnlich gefärbt, wie jene, aber beträchtlich
größer und verhältnißmäßig breiter, der l'rothorax aber relativ
kürzer; die hintere bogenförmige Querbinde der Elytren ist
außerdem nach hinten zu längs der Naht verlängert. Nur das
letzte freie Abdomiualsegment ist rothgelb. Die Streifen der
Elytren sind noch undeutlicher ul^ bei roccus. Die Fühler-
keule i^t etwas kürzer und breiter.
L. coeco F. simili.'i. multo major, robuslior, minus gracilis,
s>ed bimiliter coloratus, fascia autem tenui antica prope suturam
ramum tenuem brevis.simum antrorsum emitteule, fascia post-
mediana curvata et juxta .^uturam postice longe prolongata;
labro segmeutoque abdominali ultimo rufolcftaceis^ clypeo
latiore, clava anlennaruni minu.^ gracili et multo breviore,
Siett. eutomol. Zeit. lii:,.
353
autice brevissime lobata: prothorace breviore, latiore, late-
raüter rotundato, breviore quam latiore; elytvis glabris,
indistincte subsuleati?, haud punctato-striatis.
j Metasterno antiec in medio abrupte tumido, plus
minus ve bituberculato, ibique transversim strigoso; pedibus
longioribus quam in ^, tibiis secundi paris magis arcuatis,
tarsis omnium pedum dilatatis.
2 Metasterno autice simpliee; tarsis angustis.
Long. corp. 2r> — 27 mm. lat. 10 mm.
Herr Dr. ötuhlmanu entdeckte diese Art im Walde
bei Kibissibili am Ituri. westlich vom Albert-Njansa,
am 7. September 1891, ferner im Walde von Wakangu,
westlich vom Ituri. am 4. September 1891, und im Wabudso-
Walde, westlich vom Ituri. am 5. September 1891.
Auch von der Jaunde-Statiou im Innern von Kamerun
wurden einige Stücke von Zenker eingesandt.
Wahrscheinlich gehört hierher das von Du vi vier auf-
geführte Exemplar vom Itimbiri, einem nördlichen Zutlusse
des oberen Kongo, sefangen am 31. Mai 1890. Vers;!. Ann.
Soc. Entom. Belgique. 18^92. S. 38(>.
Coelocorynus u. g. Oryctinarum.
Obgleich diese Galiung der Gattung l^tjcnoschema Thoms.
ähnlich ist, so unterscheidet sie sich doch deutlich, nament-
lich durch den breiten 4-zähnigen, oben ausgehöhlten Clypeus,
die gezähnte Spitze dei- ^ order- und Hinterlibien und die
längeren Tarsen.
Clypeus rnajusculus, latus, excavatus, in utroque sexu
•juadridentatus. Frons carina antica alta transversa laevi
exstructa. Prothorax antice truucatus et subcallosus. Tibiae
anticae anguslae. exlus acute et breviter dentatae, deute
secundo denti apicali propiore quam tertio. Tarsi omnium
pedum in utroque sexu elongati. unguiculi aequales. Tibiae
posteriores carina obliqua submediana dentata exstructae,
apice haud truncatae, sed digitatac vj'l dentatae.
,j Corpus gracile, elongatum, fere parallelum; prothorax
antrorsimi convexo-ampliatits, postice angustior, lateribus rotun-
datis, antice medio truucatus.
"4 Corpus validius, crassius, retrorsum ampliatum. Pro-
thorax antice attenuatus. ;?implicior, retrorsum vix angustior.
Coelocorynus runsoricus n. sp. Jj.
Caslaneu.-. nitiilus. capite prouotoquc anteriore, scutello
antico. pectore, ventre pedibusque fusco-nigris v^l nigris»
Stett, eutomol, Zeit, läiiö. 2B''''
354
»itidis; capite puuolato, pronoto pal•cifc.'^iInc lirosse pimctulo,
antice denskts sed haud confertim j^rosse punctato; sciitello
brevi postice rotundato, glabro, 4- vel 5-punctato; elytvis
13-striatis, striis impress^is, punclatis, interstitiis convexiusculi.s,
limbo extevno ab humeris usque ad apicem viigosopunctatis;
pygidio iu mare eODvexo et minus deiine .«ed .subtilius, in
iemina autem minus convexo et densius et grossius ocellato-
punctato. — Long. corp. ,j 19, $ 20 mm.
Ein Piireheu dieser Spezies wurde von Herrn Dr. F. Stuhl-
maun bei der Besteigung des Ru-Nssororo (Ruvenzori), welcher
nördlich vom Albert-Edward-See liegt, gefunden, und zwar
das $ in einer Höhe von 2000 m in der Waldzone am
9. Juni 18&1, das ,j in einer Höhe von 3000 m am 10. Juni.
„Bohrt in Bäumen.^'
Schizonycha major n. sp. ,j$.
Cylindrisch, gelbbraun, glatt, glänzend; Brust gelb behaart,
mit zerstreuten haarförmigen Schuppen bekleidet; letztes
Palpenglied breit, last beiltormig; Pronotum rauh puuklirt,
mit glatten Feldern auf der Scheibe und hinten, die Sciten-
ränder vorn nicht aufgebogen. Flügeldecken mit großen tiefen
nicht dicht stehenden Punkten. Vordertarsen dreimal so lang
als die Schienen. Beim ^ sind alle Tarsen kürzer als beim j .
Pvgidium glänzend mit einzelnen tiefen und sehr groben
Punkten. Abdomen glatt, wenig puiiktirl. — Länge des
I\.(>rpers 21 mm.
Sansibar (Hildebrandt).
Schizonycha duplicata n. sp. j.
'i)er Seh. major m. ähnlich. Cylindrisch, rostbraun, glatt,
»hängend, Brust gelb behaart, Episternen des Metathorax außer
den Haaren mit einigen haarförmigen Schuppen. Fühlerkeule
kürzer. Epistom kürzer, Stirnleiste höher; letztes Palpenglied
schmal. Pronotum viel weniger grob, aber dichter punktirt;
vSeitenrand vorn aufgebogen. Flügeldecken wenig grob punk-
lirt. Vordertarsen doppeh so lang als die Schienen. Pvgidium
weniger grob, aber dichter und seichter ])unktirt; die Punkte
nierenförmigc Eindrücke bildend. Abdomen runzlig ])uiiktirt,
iu der Mitte glatter. — Länge des Körpers 20 mm.
Bagamojo (Dr. G. A. Fischer).
Schizonyclia nyassica n. sp.
Lauggestreckt, schmal, sanmit den Beinen chocoladen-
farbig, etwas glänzend, weißlich beschuppt; Schuppen schmal^
Stett. entoraol. Zeit. 1805.
353
auf der Oberseite mäßio; zerstreut, auf dem Pronotum etwas
dichter ^-teilend als auf den FlUycideckeui Metastenuira und
ilinterhüften dichl weiß beyc]iui)i)t, die Mitte de? erstereu
gelb behaart. Abdomen glänzend, sehr fein und sehr zer-
streut behaart, an den Seiten mit Haarsehuppen. Epistom
punktirt, Stirn und der vordere und die seitliehen Theile des
Pronot ums mit isolirten Graneln besetzt. Auf dem Pronotum
.uehen die Graneln nach hinten zu in eingestochene Punkte
über: zwei unregelmäßige Feldcheu und der abgesetzte convexe,
nicht ganz bis an die Seiten reichende und nur in der Mitte
unterbrochene Querwulst glatt, unpunktirt. Pygidium mäßig
tief und groß punktirt. Abdomen flach, fast eingedrückt.
Üas Weibclicn ist breiter und kräftiger gebaut, die Beine
weniger schlank; Metasternum in der Mitte glatt; Abdomen
dick und convex.
Länge des Körpers ,j 13, 5f: 14 mm.
Nyassa-See.
Schizonycha angustata n. sp.
Der Seh. nyassica sehr ähnMch, aber hellbraun, Beine
gelbbraun. Epistom glänzender: Kopf und Pronotum ähnlich
grauulirt; der Querwulst vor dem Hinterraude des letzteren
weniger ausgebildet, von der Fläche nicht abgesetzt; auf der
Scheibe gleichfalls mit zwei glatten Feldchen. Pygidium
schmäler und schwächer punktirt. Tarsen weniger lang. — •
Länge des Korpers 13,5 mm.
Am Tana-Fluß in Witu füenhardt), 1 ,^.
Schizonycha elongata u. sj».
Anders skulptirt und bescliuppt als die beiden vorig-en
Arten. Braun, Prothorax röthlieh gelbbraun, Flügeldecken
gelbbraun. Kopf runzlig punktirt. glänzend, Stirn vorn in
der Mitte glatt. Pronotum glänzend, mit großen, tiefen, zer-
streut und unregelmäßig stehenden Punkten; der <^)uerwulst
vor dem Hinterrande undeutlich. Pygidium mit zerstreut,
stehenden Punkten. Schuppen der Oberseit^e äußerst klein
und sehr zerstreut, auf dem Metastermini und den Hiiiter-
iiüfteu deutlicii, lanzettlich, aber nicht dicht stehend. Die
Miite des Metasternuins glänzend, wenig punktirt, beiderseits
und vorn unpunktirt. — Länge des Körpers 15 — 16 mm.
Bei MIalo im Usam bar a- Gebirge (Holst), ?.
ÜteU. entoinol. Zeit. ISOi.
356
Schizonycha sansibarica n. sp. ^.
Glänzend, rostbraun; Kopf runzlig punktirt; Stirnleiste
stark gebogen, daher das Epistom kurz. Prothomx etwa
doppelt so breit als lang, die größte Breite etwas hinter der
Mitte, tief punktirt. Flügeldecken etwas weniger kräftig
punktirt. Metasternum beiderseits vorn gelb behaart, hinten
mit vereinzelten weißen Schuppenhaaren. Abdornen gläiiisend,
mit wenigen querreihig augeordneten Punkten. — Länge des
Körpers 15 mm.
Insel Sansibar (Hildebrandt).
Ein weibliches Stück von Derema in Usambara
gehört wahrscheinlich hierher.
Schizonycha consueta n. sp. $.
Oberseits schwächer i)unktirt, Flügeldecken braun. Kopf
auf der Mitte theilweise glatt, mit einigen Punkten. Der
glatte Querwulst vor dem Hinterrande des Pronotuins in
längerer Ausdehnung glatt, unpunktirt. Meta>-teruum größten-
theils mit gewöhnlichen gelbbraunen Haaren bekleidet; die
Schuppenhaare im hinteren äußeren Theile, sowie auf den
Episternen und Hinterhüften fast haarförmig, aber kürzer und
heller als die übrige Behaarung.
Länge des Körpers 16 mm.
Kikokwe bei Pangani, Dezember 1891 (Conradt).
Schizonycha angulata n. sp. ^.
Länglit'h, braun, glänzend, Flügeldecken gelbbraun. Pro-
thorax grob, aber nicht dicht, grübclienförmig punktirt: vor
dem Hinterrande jederseits mit einem nur theilweise glatten
Querwulst. Pygidium in der Mitte eonvex, glänzend, mit
ziemlieh großen Punkten besetzt.
Schuppen der Oberseite und des Abdomens sehr klein,
kurz, schmal; die der Brust länger, größer, sehmal und schnee-
weiß. Das Metasternum ist vorn etwas behaart.
An den Hinterl)einen sind die schlanken Tarsen länger
als die Schienen.
Der Seh. consueta n. sp. und narniibfiricd n. sp. alinlieh.
Länge des Körpers 21 mm.
Kikokwe bei Pangani am .Meere, Dezember 1891
(Conradt).
Wahrscheinlich gehört zu dieser Spozit.s ein w(iiljliches
Exemplar vom Tana-Fluli in \Vitu.
Stell, cntnmol. Zeit. ISO'.
?57
Schizonycha gerstaeckeri n. sp. j.
Der vorigen Art ühulicli, aber kleiner, verhältnißmäßig
kürzer und noch glänzender. Die Punktiriing des Kopfes,
des Vorderrückens und der Flügeldecken ist sehr ähnlich;
die wenig hervortretendien Haarschüppchen sind äußerst klein.
Das glänzende tief punktirte Pygidium ist längs der Mitte
glatt. Die Haarschüppchen der Unterseite sind kleiner. Die
Punktirung des Abdomens ist in der Mitte schwächer; auch
ist dieses der Länge nach eingedrückt.
Galla-Land"(2o 30' s. Br.), 1 ^.
Gerstaecker führte diese Schizonycha in „v. d. Decken's
Reisen in Ostafrika"' Gliederthiere, p. 308 unter dem Namen
oblnnga Boh. auf. Sie unterscheidet sich aber von dieser
Spezies folgendermaßen: der Frontalkiel ist kräftiger und
reicht bis an die Seiten, der Prothorax ist oberseits gröber
punktirt; seine Hinterecken sind gewinkelt; das Pygidium ist
glänzender und convexer; der Körper ist etwas größer und
dunkler geftirbt. Der Hauptunterschied liegt aber in der Be-
kleidung der Brust; bei oblonga Boh. ist diese, sammt den
Hinterhüften, mit feinen gelben Haaren bekleidet, bei gerstaeckeri
aber mit deutlichen weißen länglichen Schüppchen.
Schizonycha pygmaea n. sp. $.
Kleiner und weniger beschuppt als vorige Art. Rost-
farben, glänzend. Prothorax verliältnißmäßig etwas länger
als bei rorida, oberseits grob, aber nicht tief punktirt, nach
den Seiten zu dichter, auf der Scheibe mit größeren glatten
erhabenen Stellen; Schupj)en kurz und schmal. Scutellum nur
auf der vorderen Hallte mit einigen größeren Punkten.
Abdomen an der Seitenkante mit zerstreuten größeren Punkten.
Pygidium schmäler, kaum um die Hälfte breiter als lang;
Uypopygidium glatt, kaum punktirt. Die Segmente 2. — 4.
des Abdomens mit zahlreicheren Punkten auf der Mitte. Die
zerstreuten Schu])pen des Abdomens äußerst klein, die der
Brust größer, aber zerstreut. Tarsen der Hinterbeine kaum
länger als deren Schienen.
Länge des Körpers 10^.5 mm.
Sansibar TDr. G. A. Fischer).
Schizonycha granulata n. >p. ^ V-
Ländlich, cylindrisch, röthlich rostlarben: Kopf runzlig-
jjunktirt, Stirn vorn und hinten glatt. Pronotum ziemlidi
kräftig, theilweise fast ninzliu ]Minktiit, auf der Scheibe mit
Stelt. cntoniol. Zei». 1395.
358
irlatten Stellen, innerhalb der YorderwiQUcl niil deutlichen
Oranehi. Brust fast zottig greis behaart, Abdomen nanient-
lieh an den Seiten mit einzelnen Härchen. Schenkel mit
langen abstehenden Haaren. Pygidiuni schwach, aber gleich-
mäßig convex. — Länge des Körj)ers 14,5 — 16 mm.
Iramba, im Innern von Deutsch-Ostafrika, 10. Juni 1892
(Stuhlmaan).
Schizonycha ferruginea n. sp. ,j.
RostJarben, Vorderkurper und Beine rölhlieli. Kopf,
namentlich die Stirn runzlig punktirt, Stiruleiste stark gebogen.
Hinterrand deß Prouotums glatt, an den Seiten etwas creuulirt.
Flügeldecken mäßig groß und nicht tief punktirt. Pygidiiim
dicht punktirt und gerunzelt, nach den Seiten mit glatten
Stellen.
Länge des Körpers 16.5 mm.
Dar-es-Salaam.
ScMzonycha bicolor u. sp.
Glänzend, glatt. Kopf, Prothorax und Beine dunkehoth
rostfarben, Flügeldecken liell gelbbraun: Brust und Hinterleib
!?chmutzig gelbbraun. Kopf unregelmäßig punktirt, (heilweise
glatt; Stirnleiste stark gebogen. Pronotum kräftig und nicht
dicht punktirt: der glatte Querwulst vor dem Hinterrande
vorn deutlich abgesetzt. Pygidium mäßig dicht und ziemlich
grob j)unktii't, vor der Spitze kaum convex. Hypopygidium
glatt, vor dem Ende mit einzelnen Pünktchen. — Länge des
Körpers 18 mm.
D a r - e s - S a 1 a a m (Conradl).
Schizonycha vicaria n. sp.
Der vorigen Art äbulich. Stirn grob runzlig, Pronotum
krältiger punktirt. etwas gerunzelt: Pygidium dichter ])unktirt,
vor dem Äpicalrande der Quere nach gcwulstct. Hypopygidium
reichlicher jtunktirt,
N. W. Ukami, Nj er engere. 8. Mai 1890 (Stuhlmaan).
Schizonycha cribrata n. sp. ,^.
Kräftiger gebaut und dicker als vorige Arl, dunkel
kastanienbraun: Brust graugelb behaart. Epistom tief punktirt
und längsrunzlig, Stiin runzlig punktirt. Prothorax ziemUeh
Steit. eDtomol. Zeit 1S9Ö.
359
urrl' |uiiiktirt: Hintenaud crenuliil. in der Mitte glatt.
Pygidiuin punktirt und gevuuzelt. — Länge des Körpers
1G.Ö mm.
Sansibar (Ilildebrandt).
Schizonycha fusca n. sp.
Länger als vorige Art, dunkel kastanienbraun. Prothorax
etwas dichter punktirt, in der Mitte am breitesten, auf der
Sciieibe mit glatten Stellen, Hinterrand ganz glatt; Flügeldecken
gei^treckL, mäßig tiel" punktirt; Brust punktirt und graugelb
behaart, Epi^teiuen des Metathorax und Seiten der Hinter-
hüften mit einigen gelblichen Haarschüppchen. — Länge des
Körpers 18 mm.
N^'assa-See.
Strongylium junkeri n. sp. ,^$.
Ex majoribus, cyaneo- vel viridi-aeneum, el^-tris levitei*
subcupreo-oriehalceis, meso- et metasterno, abdomine pedibusque
cNaiieis, nitidis, antennis atro-cytxneis apicem versus opacis;
cai)ite dense, in vertice grossius, in clvpeo subtilius punctato,
i'oveola IVontali interpculari oblonga; prothorace transverso,
supra fere dense et distincte punctato, lateribus marginatis;
scutcllo trigonali, subtiliter punctulato; elytris punctato-
striatis, slriis iinjjressis, puuctis basin versus majoribus, postice
pubtilissimis, interslitiis convexis punctulatis; episternis grosse
t't prdfunde nee dense puuclatis: abdomine subtiliter punctato.
,j Prothorax minor, lateribus et angulis antieis rotundatis;
.spatio interoeulari modiee angustato; antennis angustioribus.
If Prothorax trausversus, antice latior quam in q,
quadranguhis, lateribus purum rotundatis, subrectis; ?pati()
iuleiooulari modiee latiore quam in q; antennis latioribus,
articulis plurimis latioribus quam longioribus.
Long. corp. ,^ 21 — 25, $ 27,r> mm.
Diese Art ist dem iS'f. poggri Hur. ähnlich, aber das
Prouotum ist grünlich, die Flügeldecken sind leicht bronze-
farben. Der Protliorax ist etwas breiter, beim V vorn so
iireit wie hinten, dichter punktirt. Der Zwischenraum zwischen
den Augen ist beim + etwas breiter. Die Punkte der Punkt-
streii'en sind etwas gröber, namentlich nach der Basis zu; die
Zwischenräume der Punktslreilen deutlicher punktirt. Die
Episterncn und die Seiten der Sternen sind kräftiger punktirt.
Beim J ist das letzte Abdoininalsegment hinten etwas
eingedrückt, am Kiidc ausgerandet, bei einem Exemplar ab-
gerundet.
Siclt. cntomol Zeit. IS'JJ.
360
Unter den männlichen Stücken lassen «ich zwei Formen
oder Varietäten unterscheiden, und zwar:
1. Form, größere q. Prothorax breiter und kürzer;
3. Glied der Antennen etwas länger als 4. Letztes freies
Segment des Abdomens vor der Spitze schwach eingedrückt,
am Ende abgerundet.
2. Form, kleinere ^. Prothorax schmäler und länger
als bei der 1. Form. 3. Glied der Antennen so lang als 4.
Streifen der Flügeldecken tiefer, die Zwischenräume gewölbter.
Letztes Segment des Abdomens vor der Spitze stark ein-
gedrückt, am Ende ausgerandet.
Dem Anscheine nach gehören die beiden Formen zu der-
selben Art; die 2. Form mag als vor. bohndorfß bezeichnet
werden.
Dem verstorbenen Reisenden Junker zu Ehren benannt,
die Varietät nach dem Begleiter Junkers, Herrn Bohndorl'f,
welcher diese Spezies bei Semnio im Lande der Njam-
Njam erbeutete.
Strongylium roseomicans n. sp. $.
Laete smaragdino-aeneum, capite, prouoto, pectore ah-
domineque levissime orichalceis, elytris certo visu ro.>-eo-
micantibus, apice femorum eupreo-clialceis, apice abdominali
cyaneo, tarsis obscure viridi-cyaneis; capite punctulato, fronte
interoculari grossius punctata, sulco niedio levissimo; oculis
magnis modice approximativ; antennis basin el^'trorum vjx
superantibus, articulo quaito quam terlio minime longiore et
apicem versus paulo latiore, sequentihus articulis hrevioribus
et latioribus nee hrevioribus quam latioribus: prolhorace
quarta parte latiore quam longiore, eonvexiusculo, lateribus
leviter rotuudalis, vix vel indistincte ante angulos po^tieos
!-inuatis, bis exsertis, margine postico costato-elevato: elytris
parallelis, foveolato-striatis, interstitiis foveolarum transvcr^is,
altis, anuustissimis, laevigatis, ibvcolis apicem versus niinoribus,
interstitiis striarum glabris, roseo-micantibus; pedibus modice
t.'longatis: pectore et abdoiniue subtilissime pubescenti-
bns, lateraliter rüde et dense rugoso-i)unctatis. — Long. corp.
17 mm.
Bei Buguiuli in der Landvchafl Walioko. südlich
vom Albert- Njansa, 1 Exempkir, am 7. Juli ISfH
gefangen (Dr. F. Stuhl mann).
Sietf. eniomol. Zeit. 1895.
361
Strongylium adoneum n, sp.
Fere totum eyaneum, capite et pronoto opacis, elytn's
laetioribus; antonnis aliis, opacis, articulis qimtiior jtiimis
nitidis, evaneis, quaito ad partem opaco; pectore abdomineque
viridi-cyaneis; pedibus aeneo-cjaneis, tarsis nigrescentibus,
basi iemorum apiceque abdomiuali sangiiineis; capite sub-
tiliter punctato, vertii-e inedio laevigato; antennis inde ab
aitieiilo qiiarto dilalalis. boc quam lertio bieviore; pro-
iborace quinta parte latiore quam longiore, antrorsiim paulo
attenuato, lateribus rntundatis, dorso loto aequaliter Ibrmato,
confertim sat grosse punctato, lateraliter liaiid vel obsoletissime
marginato, margine postico bisinualo; elyti-is striato-punotatis,
striis subcvcnatis vix impressis; piinctis profundis densatis,
latera et apieem versus subtib'oribus; interstitiis striarum planis
vel fere planatis, band parce distincte punctulatis, punctis
apieem versus subfib'oribus; epipleuris eljtrorum dense et rüde
punctalis; abdomin e subtililer distincte puilctato, segmento
uHimo libero postice impresso. — Lon». corp. 13 mm.
Deutscli-Osl aTrika, Umgegend von Tanga, März 1893
(0. Neumaiin).
Diese eigendiümliclie Art ist durcb die diebte Piiuklirung
dei- Epii)!enren ausge/eicbnel, sonst sind diese bei at'rikaniscben
Slrongvlien glatt.
Strongylium floridum n. sp.
Ex minoribus, eyaneum, nitidum, elytris subnitidis, borum
plaga bumerab stramineo-thiva, lubro, elypeo, antennis palpisque
nigris, ciy])eo leviter cyanescente, ])edibus eyaneo-nigris,
i'emoribus riitis, borum basi cyaneo-nigra; capite subtiliter
punctato, fronte obsolete foveolato-sulcata; antennis basin
elytrorum parum superantil)us, articulo tertio fere dimidio
longiore quam (|uarlo: spatio interoculari sat lato; protliorace
ante basin transversiin sulcato l'oveolaque iitrinqu»' exstructo,
dorso pnnctuiato, medio longiludinaliter brevi subsulcato, foveis
dorsalibus nonnullis obsoletis, lateribus rotundatis tenuiter
inarginatis; scutello late trigonali; elytris erenato-striatis,
])iinctis profundis transversis, interstitiis striarum angustis,
altis, lacvibus.
,j Antennis iongioribus, gracilioribus, articulis 5. — 11.
dimidio Iongioribus quam rrassioribus, tenuibus, ultimo paulo
elongato; o<Milis paulo majoribus, spatio interoculai'i jjarum
angustiore <|uam in '^.. — Louü. corp. 7 mm.
SicK. cnlornol. Zeil 1S95,
$ AnU'iinanim articulis 5. — 11, latioribus et hrcvioribiu'-,
vix longioribus quam crassioribu?, aiticulo ultimo incrassato,
brevi. — Long. corp. 8 mm.
Ußambara, Plantage Derema, am 7. Oktober 1891
an Holz (L. Coniadt).
Strongylium rufulum u. sp.
Ex minoribus, rufum, .subnitidum, oeulis, articuli^ 7 ultimis
anteunavurn, meso- et metathorace, abdomiue pedibusquc
posterioribus nigris, metutborace ad magnam i)artem iufue-calo,
pedum anticorum 'a])ice articuli tav.-orum ultimi unguieulisque
pedum posteviorum vutb-testaceis; fronte longitudinaliter sub-
sulcata, oeulis mediocvibus, inter ne supra sat late remotii?;
antennavum articuiis tertio et quavto gracilibus, longitudine
intev sc aequalibu.s: pvotborace punctulato transverso,
postice leviler attenuato, angulis poslieis subreetis, Jateiibus
distiucte marginatis« et rotundatis, dor.^o pobtmediano utrinque
trausversim fere oblique profunde impresso; elytris profunde
punctato-striatis, puuetis apicem versus teuuioribus, interstitiis
striarum angustis, eoslalis; metasterno glabro impunctato,
lateraliter paree punetato: pedibus nitidis glabri? vel sub-
punctatis, tibiis apieem versus paulo scabriusculis; abdomine
impunctato, segmentis subtilissime longitudinaliter strigatis,
lateraliter foveolatis. — Long. corp. 7,5 mm.
Diese sebr kleine rotbe Spezies liegt in 1 Exemplar
von Bismarckburg in Togo vor und ist von Herrn
Leopold Conradt entdeckt.
Strongylium arboricola u. sp. 5.
Ex minoribus, nigrum, subnitidum, elytris latericio-rufis,
fere dimidio apicali abrupte nigro: capite rüde punetato,
fronte longitudinaliter imj)ressa: antennis nigris apieem versus
latioribus, compressis, articuiis 3. et 4. angustis. gracilibus,
longis, hoc parum longiore; palporum maxillarium articulo
ultimo anguste securiformi; j)rothorace transverso, postice
paulo angustato, dorso rüde punetato, areis nonnullis laevigatis,
antice gibboso, postice transversim utrinque impresso, niargine
])Osteriore retlexo, laleribus distiucte marginatis: j» rostern o
inter coxas arcuato. angusto, postice ampliato: scutello
trigonali, angusto, apice acuto; elytris creuato i^triatis, punctis
antice foveiformibus, interstitiis altis, laevibus. — Long. corp.
7..'> — 8,2.'5 mm.
Stcit. eiilomol. Zeit. ISdS.
365
Usiimbaru, Plantare Derema, an Baumtliliameu
(22. November 1891. L. Coniadt).
Diese ist eine der kleinsten Stronf/yliiün- Arien und
ausgezeichnet dureli ihre abweichende Färbung; Kopf und
Piotliorax sind schwarz, die Flügeldecken ziegelroth, aber
am p]nde schwarz.
Strongylium latericium n. sp.
Praeeedenti simillimum, nigrun), subnilidum, partim
evauesceus, elytris laterieio-rufis, tertia horum parte apicali
cvauescenti-nigra; capite antico palpisque f'uscis, antennarum
aiticulis primis brunneis, ceteris laete rulis (in antenna autem
^inistra articulis H. — 9. obscuris): antenuis elytrorum basiu
paulo superantibus, articulis 3, et 4. multo minus gracilibus,
quam in .SV. (irboricola. apicem versus minus crassis, paulo
breviüribus, quarto apicem versus dilatato; palporum
maxillarium articulo ultimo multo majore, lato, brevi, abrupte
securiformi : p r o t h o r a c e t ransverso, lateribus rotundatis»
dorso medio longitudinaliter subsulcato, utrinque obsolete
Ibveolato, marginibus lateralibus acute costatis, postieo reÜexo;
scutello trigonali, angusto, apice lere rotuudato; elytris
crenato-striatis, strii.s fere dathratis, punctis profundis trans-
versis, interstitiis striarum angustioribus quam in St. arhoricola,
postice altioribus, processu prosternali ])lano, latiore quam in
.SV. arboricola, postice dilatato. — Long. corp. 9,5 mm.
Togo in Ober-Guinea, Station Bismarckburg (August
bis September 1890 1 Li, l>r- 1^- Büttner).
Diese Art sieht der vorigen aus Ost-Afrika stammenden
außerordentlich ähnlich und erscheint als ein westafrikanischer
Repräsentant derselben. Die Unteri?chiede sind solche, daß
die beiden Arten von einander gut abgegrenzt sind.
In der Sammlung des Herrn von Oertzeu sah ich ein
Paar (o^) derselben Art und aus derselben Gegend; ea
stammt aus der Ausbeute des Herrn L. Conradt. Es ist
hierdurch Gelegenheit gegeben, die beiden Geschlechter der
Art mit einander zu vergleichen, deren unterscheidende
Diagnosen folgendermaßen lauten:
,j Antennae paulo longiores quam in '^', articuli) ultima
oblonge, atrofusco; tibiis tarsis(|ue peduni anticoruui rulis,
iilarum basi nigra, horum articiilo ultimo fusco, unuuieulis
lutis. — Long. corp. 9 mm.
:,-■ Antennae breviores, totae rufae, arliculo ultimo brevi;
tibiis Omnibus totis nigris, unguiculis brunneis. - - Long. corp.
8,5 mm.
Siett. enioMiul. Zeit. 1S95.
364
Auüallend ist die verscbiedenartige Färbung der Beine
und ein weni'i auch der Antennen.
Strongylium sulcicolle u. sp. ,j.
Elongatum. cylindricum, angustum, viridulum. subnitidum,
infra viridi-cyaueum; capite deuse et lere rnde punetato,
i'oveola interoculari majore, chpeo postieo subfoveolato;
antennis fusconigris, elougatis, tenuibu?, apicem versu.^ parum
incrassatis, artieulis 3. et 4. elongatis, inter se aequalibu.s:
prothorace paulo longiore quam latiore. deuse rugoso-
punctato, lateribus ante medium paulo rotundatis, ante angulos
posticos sinuatis, dorso medio longitudinaliter sulcato: elytri^;
lude seriatim foveolatis, foveolis densatis, partim confluentibus,
apicem versus minoribus, interstitiis striarum tlexuosis, jjostice
rectis, alternis paulo elevatis, prope basin altioribus, apicem
versus et extus vix vel uullomodo elevatis: pedibus c:racilil>us.
brunneis vel fusco-uigvis. nietatarso pedum posteriorum elon-
gato, lere eadem longitudine ac ceteris artieulis conjunctis;
abdomine punetato, punctis latera versus crassioribus;
f^egmento ultimo (libero) apicem versus depresso. apice ipso
obtusato. — Long. corp. 12,5 mm.
Kaluba-Land. Mukenge (Central- Afrika), August 1882
(Dr. P. PoggeV
Allostrongylium u. g. Strougyliiuarum.
Gcneribus Stro/tf/ylio et rraoyenae simile. sed distincte
diversum. Corpus gracile. Frous couvexa. Clypeus postice
transversim impressus. Antennae longae. ad medium fere
corporis pertinentes aut lougiores, corpore parum breviores;
articulus tertius quam quartub brevior. Pronotum leviter
iuaequale, subfoveolatum. Carina protlioraeis margiualis iude
a margine antico usque ad medium laterum pertinens luber-
culoque ibi (medio laterali) exserto subito terminata. Meso-
sternum intercoxale plus minusve excavatum, postice leviter
marginatum. Pedes graciles.
Diese bis jetzt nur aus der Berglandscliafl Us-ambara
bekannte Gattung ist hauptsächlich durch die eiüeuthümliche
Bildung der Randleisten des Prothorax ausgezeichnet. Diese
Leiste beginnt wie gewöhnlich jederseits an der Ecke des
Vorderrandes als Fortsetzung desselben, reicht in gleichmäßiger
Stärke bis zur Mitte des Seitenrandes und endigt hier plötzlich
mit einem kleinen Höcker.
Der Körper sammt den x\utennen und Beinen ist schlank.
Das Mesosternum ist fast wie bei Praogena gebildet».
Sleti. entoraol. Zeit. 1335.
3ü5
Die liierhergehörigen Spezies sind folgende drei:
AUostrongylium silvestre n. sp. rf^$.
Nigrum, leviter aeneacens. nitidum, antennis nigrofitscis
apicem versus brimneis, tarsiö fuseis vel brunueis; capite
t-ubtiliter haud deusiösime punctalo. nitido; antennis in
utroque sexu similibus, longis, gracilibus, tenuibus, ad medium
lere corporis pertinentibus, artieulo quarto quam tertio nonnihil
longiore: oculis magois; prothorace transverso, nitido,
quarta j)arte latiore quam longiore, angulis anticis rotundatis,
posticis rectis paulo exsei'tis, carina marginali leviter curvata
tuberculoque distincto terminato: pone iuberculum lateribus
glabris integris: episternis prothoracalibu.s glabris parce
punctatis; dorso subtiliter punctulato, hie et illic obsolete
foveolato, medio longitudinaliter subsulcato; scutello angusto,
glabro, impres!;0, lateraliter subrecto; elytris leviter striatis,
striis impressis et punctatis. punctis apicem versus subtilioribus,
interstitÜH >triarum antice distincte convexis, postice alternls
augustioribus et latioribus; ventre subtiliter coriaceo et laxe
indistincte punctulato.
,j Oculi maximi, interstitio frontali angusto; palporum
maxillarium artieulo ultimo vaide securiformi. latiore quam
in V- hegmento ultimo abdominali simili atque in $, minime
breviore apiceque magis rotundato.
'^ Oculi paulo minores, interstitio tVontali latiore.
Long. corp. 15,5 — 16 mm.
Auf der Plantage Der cm a (850 m) in üsambara
(O^tafrikaj am 21. Oktober 1891 von L. Conrad t an
Baumstämmen gefunden.
AUostrongylium lignarium n. >[). V-
Nigro-acMeum, A. silnestri simile, minus obscurum*
aenescens, antennis longioribus. capite pronotoque dense et
rudius punctatis, oculis latius distantibus, tuberculo pro-
thoracali Jaterali minore, eivtris antice grossius [(uuctatis;
capite et pronoto deii^c et fere rudc punctatis: antennis
gracillimis. artieulo tertio quam (juarto duplo breviore, hoc
et t^equentibus longioribub, quam in specie praeccdeute;
palporum maxillarium artieulo ultimo securiformi, n»odice
lato, extus curvato: prothorace angustiore, fere opaco, sub-
cylindrico, paulo latiore (juarri longiore, margine postict»
bisinuato: carina marginali valdc arcuata. geniculatu, tuber-
Stelt. entoiiirjl. Zeit. li'Jä.
366
eulo mediauo mediocri; episternis dease et viide punctatis;
scutello breviter triangulato, lateraliter roUindato, fere glal)io,
pnroe piinctato; elytris Ptriatis, s^triis antice grosse, postiee
subtiliter punctatis, inteistitiis leviter convexis; abdomine
glabio, opaco, siibtiliter longitndiualiter nigoso, ob.«olele
puuotulato. — Long. oorp. 14 mm.
Gleichfalls auf der Plantage Derema in Usambara,
und zwar am 12. September 1891 auf Holz gefunden
(L. Gonradt).
AUostrongylium tritomicrum u. sp. ,j.
Praecedeutibus multo minus, viridi-coeruleum, eapite
antico piceo, margine clypei labroque rulis, pectore, abdomine
pedibusque pieeis, nitidis, antenuis nigro-fuscis, articulis Iribus
primis apice rufo-castaneis, apice articuli ultimi rufo; margine
elytrorum laterali plus minusve rufo: capite dense et rüde
punetato, fere opaeo, subnilido, clypeo laevi, nitido, subtiliter
punctulato, fronte interoculari angusta, subsuloata; antenuis
corpore paulo brevioribus, articulo tertio brevi, quarto multo
(lere triplo) longiore, hoc et sequentibus longis, subaequalibus^
prothorace paulo breviore <juam latiore;, densissime et rüde
punetato, antice et postiee paulo angustato, medio laterum
angulato, tuberculo mcdiano laterali obsolelo, carina laterali
antice leviter curvato ; episternis prothoracalibus sat dense
et rüde punctatis; elytris punctato-striatis, strii's impressis
antice profunde, i)Ostice sensim multo subriliiis punctatis,
interstitiis convexis: abdomine glabro, subnitido. — Long,
corp. 7,5 mm.
Gleichfalls auf der Plantage Derema in Usambara von
Herrn L. Gonradt gefunden, und zwar am 26. x4ugust 1^91
auf Holz.
SteU. entomul. Zeit. 1895.
367
Zwei neue Laiiiiinen aus West-Afrika.
Dr. K. Jordan, Triny, England.
Sternotomis coronata sp. nov.
3 2. Supra pube laete fuli^iinoso-ocliracea vestita, nigro-
et viridi-signata. Mandibulae bas^i viridesoenti-])iibescentes,
(,5^) inermes, extup trianaulanter impressae. Caput ante pro-
thoracem metallico - viride, lateribus sparsissime punctatum ;
oceipite duabus maculis triangularibus nigris et genis lineola
obliqua atra signatis.
Antennae (o) longitudine corporis, ($) breviores, iiigrae,
versus apiceni luteo-tomentosae, scapo infia viridi-metallieo-
pubescente. Prothorax pone apicem sulco bene determinato,
dorso in medio parum versus posticum dilatato iostructus,
basi late constvietus, parte constricta antice sulco determinata
lateribus haud dorso sulco altero notata, disco paulo inaequalis;
macula parva trianauluri in medio sulci apicali, duabus lineis
ab hac macula oblique versus basin abeuntibus, linea trans-
versa in margine postico disci elevati sita medio antrorsum
dilatata vel flexuosa hie et inde virescenti nigris ac margine
extremo basali; dente laterali et basi laterum et medio pi'osterni
viridi-pubescentibus.
Scutellum latum, rotundatum, metallico -virens. Eljtra
dorso ad humeralem callum nonnuUis punctis sat profundis
notata, lateribus i)artim punctulata; signaturis nigris notata;
callo humerali nigro viridi-pubescente, triangulo transverso
communi basali in utrof|ue elytro maculain obliquam fuliginoso-
et viridi-tomentosam includente, macula communi antemediana
in sutura lat. 1 mm utrinque duas lineas emittente, prima
linea antrorsum in medium disci ascendente, deinde in angulo
acuto retrorsum ad marginem lateralem flexa, secunda medium
disci vix attingente, pone lineam ])rimam in medio disci
macula vel puncto nigro viridi-ciincto; macula altera mediana
communi etiam duas lineas emittente, his liueis maculam plus
minusve viridem medio nigram j)ostmedianam discoidalem
oblique transversam cingentibus et postice intra suturam et
medium disci confluentibus oblique versus suturam abeuntibus
ramum brevem in discum emiltentibus et in sutura ad apicem
iisque descendenlibiis; sutura intra maculas medianam et ante-
medianam nigra; macula? laterali anteapicali viridi nigro-cincta,
puncto laterali posthumerali nigro.
Stett. entomol. Zeit. 1895. 24
368
Corpus iufra cum pedibus metastenio ochiaceo exeepto
viride; segnienlis abdominis niacula transversa basali in q
late sinuata subglabra punctata, in .V lineari signatis; pedum
pilis tlavis.
Long. 21 mm, elytr. 15, iat. 8.
Hab. Kriby, Kamerun (Pahi leg.: Typus in Mus. Stuttgart).
Die Zeichnung des Halsschildes ist eigenartig durcli die
zwei schief stehenden schwarzen Längslinien. Die Decken
haben nur in der Gegend der Naht entwickelte Querbinden:
lu'nter der Mitte neben der Naht trägt jede Decke einen
ovalen ockergelben Fleck, der durch die in obiger Beschreibung
angegebenen schwarzen Linien isolirt wird.
Die grüne Pubescenz des Hinterleibes und der Beine ist
Dach dem Licht etwas veränderlich, sie erscheint zuweilen
mehr grau, zuweilen mehr bläulich.
Die Basis des Halsschildes trägt dorsal nur eine Quer-
furche, unmittelbar hinter der steil abfallenden Scheibe.
Glenea imparilis sp. nov.
,j$. A speciebus (J. carneijK's Chevr., proxlma Lam.,
vittata Lam. dictis elytrorum signatura di versa: singulo elytro
5 maculis albis signato, 1" dorsali basali in medio intra
carinam dorso-lateralem et suturam sita paulo Irans elytri
quartam partem basalem abeunte, 2» minuta dorso-laterali
postliumerali intra carinam dorso-lateralem et elevationem
cariniformein dorsalem, o'i mediana etiam dorso-laterali latitu-
diue i)lus diiplo longiore, 4" postmediana intra striam lam
et cariuulam dorsalem latitudine longiore, öa anteapicali sub-
rotunda intra striam lani et carinam dorso-lateralem; margiue
apicali anguste albo-pubescente.
Hab. Begora und Akim. W.-Afrika (Typus in Mus.
Stuttgart).
*" -« Der Körper ist braun, der Hinterleib etwas heller; die
Beine haben eine blaßröthliche Farbe. Von den 5 Binden
des Halsschildes (3 dorsal, jederseits 1 oberhalb der Hüften)
ist die mittlere die dünnste. Der erste Fleck der Decken ist
vorn und hinten verschmälert, und erreicht den Basalrand der
Decke nicht. Strukturelle Unterschiede zwischen dieser neuen
Art und den verwandten Formen sind kaum vorhanden. Die
Punktirung der Stirn und der Flügeldecken ist stark, der
Sut uralzahn der Deckenspitze ist kurz, und die mit 2 Reihen
tiefer Punkte versehenen senkrecht abfallenden Seiten der
Decken sind nach hinten hin gekielt.
sielt, enlomol. Zeit. 1895.
369
Zur Kenntniss der Anthribidae.
iJr. K. Jordan, Triiii?, England.
IV.
1. Phloeotragus cylindripennis sp. nov,
,j5. Pill, imhofß Boh. aftinis; sed protliorace magis
elongato, lateribuis aequaliter rotiindato, maxima latitudine in
medio; elytris angiistioribus, magis cylindricis, multo snbtilius
punctatis diversus.
Long. 16 mm, elytr. 11, lat, A^\^.
Hab. „Guinea^-; 2 ,j, 2 S:.
Die Abbildung von .,Vhl. Jieros" in Labr. u. Imh., Gen.
Cure. I. t. 37, wurde von Boheman auf PhL imhofß Boh.
bezogen, der nacl» einem .9 beschrieben ist: sie palät jedoch
viel besser auf ci/Undripennis m. sowohl in der Form des
Halsschildes und der Flügeldecken, als in der Farbe und
Zeichnung. Die Schildchenmakel in Labram"s Bilde ist in
meinen Stücken nur angedeutet: die in die heile mausfarbene
Tomentirung eingestreuten schwarz-braunen Punktflecke sind
in der Fiüur reichlich grell. Der im J dicht vor der Decken-
spitze zwischen der zweiten und fünften Punktreihe stehende
Höcker ist in cfjlhidripennis so hoch wie Pill, imlwfß Boh.,
und in der Figur nicht gezeichnet.
Durch Herrn H. Kolbe habe ich ein mit dem Typus
verglichenes !;: von PhL siniilis Qued. erhalten, welches meine
in Stett. E. Zeit. p. 130 (180.")) ausgesprochene Ansicht, daß
üiiiiilis mit imhofft Boh. identisch sei, bestätigt.
2. Eugigas harmandi tessellatus subsj». nov.
j y^. Stimmt in Struktur mit E. harmandi Lesne von
Cochinchina und Tonkin überein, unterscheidet sich aber, wie
ich mich nunmehr (s. Stett. E. Zeit. p. 132 n. 11, 1895)
durch Vergleich einer Reihe von Exemplaren überzeugen
konnte, durch die Zeichnung und muß als lokale, nord-indische,
Form von E. hanuandl ab^et rennt werden.
Die Zeichnungen .--ind frrau-'jclb. Die .Mittelbinde des
Rüssels nimmt von der liüsselspitze bis zum Vorderrandc des
Halsschildes allmählich an Breite ab und ist hinten etwa halb
so breit als die Mittelbindc des Pronotums. Hinter den Augen
.steht jedcrseits ein dorso-lateraler, länglicher Fleck.
Stett. entomol. Zeit. \BX>. 24:*
370
An die Mittelbinde des Halsscliildes, die an der Basis
wenig breiter als am Apex ist, scbließt sieb jederseits kurz
vor der Mitte ein kleiner viereckiger Fleck mit einer Ecke
an; auf der Höbe dieser Flecke findet sieb in der Mitte der
Binde ein scbwarzer Punkt; vor dem Querkiel stebt jederseits
neben der Binde ein Längstleck; der gleicbfalls mebr oder
weniger mit ihr zusammenbängt; außerdem trägt das Pro-
notum noch beiderseits vier Makeln: eine ist apical, etwas
näber der Mittelbinde als dem Seitenkiel stebeud, mebr als
doppelt so lang wie breit, longitudinal, eine zweite lindet sieb
im Basalwin kel und zwei steben seitlicb vor und binter der
Mitte und sind am Seitenkiel häufig mit einander verbunden.
Die ungraden Zwischenräume der Decken tragen scharf
begrenzte, grau-gelbe und schwarze Würfeltlecke: die beiden
gelben Flecke vor und die beiden binter der Mitte des dritten
und fünften Zwischenraumes sind länger als die übrigen und
begrenzen einen fast nicht durch gelbliche Pubescenz unter-
brochenen Raum.
Das Prosternum hat eine große Seitenmakel, welche vorn
einen schwarzen Längsfleck einschließt; zuweilen ist der
unterhalb des Seiteukiels hegende Tbeil der Makel sehr
schwach entwickelt. Das Mesosternum hat einen Seitenfleck,
während das Metasternum zwei Flecke seitlich am Vorder-
und zwei am Hinterrande besitzt und außerdem noch jeder-
seits eine größere runde Makel trägt, welche der Mittellinie
etwas näber als dem Episternum stebt. Das Abdomen zeigt
zwei Reihen großer Flecke. Ein Ring vor der Spitze der
Schenkel, ein zweiter hinter der Mitte der Schienen, die Basis
des ersten, der größere Tbeil des zweiten und etwas mehr
als die Hälfte des vierten Tarsengliedes sind graugelb.
Eins meiner Männchen, dessen Fühler die Basis der
Decken wenig überragen, hat nur eine Länge von 11 mm
(Kopf ausgeschlossen), während das größte Männchen 25 mm mißt.
Hab. Khasi Hills, Assam, Typus, 2 f^, 1 $; Calcutta,
1 .^; Darjeeling (1 $, Mus. Stettin).
In dem Darjeeling Exemplar im Stettiner Museum ist die
basale Hälfte der dorsalen graden Zwischenräume einfarbig
grau-gelb.
o. Mecotropis guttifer sp. nov.
$. A M. biptinctato Lac. structura baud differt, sed
indumento totius corporis ochraceo-lutoso, non silaceo, omnino
Stett. entoniol. Zeit IgdS.
371
albo-guttulato, macuia nigra autemediaua elj'trorum majore et
lascia ante apicem declivem multo distinctiore distingueudus.
Long-. 111/2, elytr. 8, lat. 41/2.
Hab. Java; 1 $.
Die weißen Tüpfel sind wie folgt angeordnet: Kopf mit
2 am vordem Theile des Innenrandes der Augen und 2 vor
dem Halsschilde; Halsschild mit 4 Querreihen von zusammen
15 Tüpfeln (4, 4, 5, 2), die beiden letzten Tüpfel stehen
dorsal unmittelbar an und vor dem Kiel; Flügeldecken mit
mehr länglichen Fleckchen, welche in den ungraden Zwischen-
räumen stehen und besonders vor der anteapicalen, brauneu
Binde deutlich linear sind; Prosternum jederseits mit drei,
Mesosternum mit zwei, Metasternum mit vier Fleckehen;
Abdomen mit sechs FJeckenreihen, die beiden mittleren uu-
deutlich.
Ist wahrscheinlich nur Subspecies von bipunctata Lac.
4. Mecotropis vitticollis sp. nov.
$. M. niger, nigro-pubescens albo-signatus. Rostrum cum
capite vitta mediana alba notatum, fere ut in M. hipunctato
Lac. structum, sed fossa dorso-laterali anteoculari latiore, sulco
mediauo in verticem usque distincto, submento parum magis
triangulatim sinuato. Caput pone oculos puncto albo siguatum,
Antennae longiores quam in specie praedicta, graciliores,
nigrae, articulis 6'J — 8» totis albis, lO*^ latitudine plus duplo
longiore, 'P 4" 5^ subaequalibus. singulis secundo plus dimidio
longioribus.
Prothorax lateribus magis rotundatus quam in M. hi-
punctato Lac,, vitta mediana angusta ad carinam lateribus in
angulo oblique sed haud fortiter rotundato antrorsum tlexam,
et ante scutellum parum dilatata, altera antice abbreviata
utrinque in regione dculorum sita, duobusque punctis minutis
antemediauis disci, albis.
Eijtra ad apicem usque leviter striato-punctata, ad suturam
minus quam in M. hipunctato depressa; macuia communi in
triente basali, basi vittifornii ungiista, deiude ad striam
quartam dilatuta, poslice recte determinata maculam parvam
suturalom nigram quudrangularem includente, altera macuia
communi apicali rotundala subcordata maculam suturalem
nigram cingente, ad interstitium quintum exteusa, macuia parva
antemediaua marginali, signaturis minutis irregularibus circunx
humeros et pone medium, albis.
Pygidium album, ante apicem fuscum. Prosternum utrinque
albo-vittatum, apice transverse striolatuni. Meso-metasternum
Stett. entomol. Zeit. 1895.
372
abdomenque alba; processus mesosternalis sparsius pubescens,
longitrorsum concavus; abdomen lateribus nigruni; segmeuto
ultimo excepto, duabus seriebus macularum albarum ad mar-
ginem apicalem conjunctorum signatum. Femora sparsim albo-
pubescentia; tibiae nigrae, macula minuta basali, altera magna
mediana albis; tavsi nigri, avticnlo primo medio et quarto
basi albis.
Long. 121/2 mm, elytr. 8, lat. 44/5.
Hab. Khasi Hills, Assam; 1 $.
Die eigenthümliche Zeiebnung der Decken unterscheidet
diese Art von allen übrigen.
5. Mecotropis nigropictus Jord., s. S. 135.
Neuerdings erhielten wir ein von Herrn J. Whitehead
am Cap Engano, Nord-Luzon, gesammeltes Männchen, dessen
dunkle Makeln weniger scharf ausgeprägt sind als in unsern
drei Weibchen. Die Fühler dieses q, das 18 mm mißt
(Kopf ausgeschlossen), überragen den Körper nur um die
Hälfte.
Die bisher bekannt gewordenen Mecotropis-Aiien lassen
sich in zwei Gruppen bringen :
I. Die Mittelfurche des Rüssels setzt sich auf die
Stirn fort. Hierher M. bipunctatus Lac. von
Ceylon, gutiifer Jord. von Java, ritticoUis Jord.
von Assam, variegafus (Oliv.) von Amboina und
Buru, insignis Pasc, von Ceram und Amboina
(wahrscheinlich nur Varietät von variegafus'). macii-
losus Pasc, von Ceram, hrerirosti'is Jord. von
Buru (wahrscheinlich nur Varietät von maculosus)^
jrnkslorferi Jord. von Java, und marmorous Jord.
von Horneo.
n. Stirn mit Mittelkiel. Hierher M. panthcriniiit
(Thoms.) von Arn, areifer Jord. von Halmahera
( — der Tvpus ist ^Java*' etiquettirt, wahrschein-
lich ist dieser Fundort irrthümlich — ) und nigro-
pictus Jord. von Luzon.
6. Ischnocerus aeneus sp. nov.
$. Supra aeneus, nitens, pube cinereo-ochracca vestitus.
Rostrum latum, longitudine apice uon angustius, longi-
trorsum late impressum, carina media minus quam in
/. infuscato Fahrs. elevata, supra cum cajjite unicolor sub-
ochraceum. Antennae ut in /. infuscato.
Stctt. enlomul. Zeit. 1896.
373
Prothorax vitta mediana lata ante seutellum augustiore
capitis colore notatus, omnioo transverse rugatus, disco tuber-
ciilo aeuto alto armatus.
Eljtra striata, stviis profunde punetatis, fasciculis altis
instructa: 2 geminatis basalibus, 4 in interspatio tertio, anteriore
minore, 2 in interspatio quinto, praeterea nonnuilis minutioribus
in interspatio quinto et septimo.
Prosternimi minus punetatum quam in /. infuscalo.
Long. 7 mm, eljtr. 5, lat. 3.
Hab. Paraguay (Dr. Bohls leg.); 3 $.
Der starke Erzglanz, der kurze Rüssel, der hohe, spitze
Hücker auf der Mitte des Halsschildes, und die hohen Höcker
der Decken unterscheiden diese Art von J. iiifuscatus Fahrs.,
muslellimis und tiiberculatus Labr. u. Imh.
Die Deckenhöcker sind zweifarbig, jeder ist vorn dunkel
und hinten hell; der äußere der beiden Basalhöcker ist länger
und etwas höher als der innere; die übrigen Höcker sind
vertheilt wie folgt: im dritten Zwischenräume ein kleiner vor,
ein zweiter höherer dicht hinter ihm in der Mitte, ein dritter,
der höchste, vor dem abschüssigen Deckenende, ein vierter,
kleiner, zwischen ihm und dem Apex; auf dem fünften
Zwischenräume drei kleine im zweiten Drittel, ein vierter
höherer auf gleicher Höhe mit dem dritten des dritten Inter-
spatiums stehend, ein fünfter zwischen ihm und dem Apex,
höher als der betreffende Höcker des dritten Zwischenraums;
auf dem siebenten Zwischenraum stehen drei schwache Höcker
im dritten Viertel; der neunte Zwischenraum ist dunkel ge-
würfelt, hat aber keine deutliche Höcker.
7. Ischnocerus impressicoUis sp. nov.
j. /. infnscato Fahrs. similis, scd prothorace disco pro-
fundius impres.=o, impres.'^ione lere ad marginem apicalem
extensa, utrinque multo altius elevato, apice fortius constricto,
elytris profundius punctato-striatis, pygidio apice truncato
(listinguendus.
Hab. Cuernavaca, Mexico (Boucard leg.); 1 ,^.
Wälirend bei /. inj'uscalus Fahrs. die beiden von der
Fülllergrube nach dem Auge zu laufenden, kurz vor dem
Auge verschmolzenen Kiele der nackten Seiten des Rüssels
ein Dreieck einschließen, sind sie in impressicoUis m. von
vornherein genähert und laufen fast parallel. Der Halsschild-
kiel ist in der Mitte ziemlich breit unterbrochen. Die Zwischen-
räume zwischen den tiefen Puidcten der Deckenstreifen sind
etwas wellig erhöhl. Außer dem doppelten Basalhöcker tragen
Sie». en(omol.fZcit. 1S95.
374
die Deckeu uocli einige mit straffen, braun-sclnvarzen Haar-
büscheln besetzte Höckerellen: der dritte und lüntte Zwischen-
raum haben einen kleinen Pinsel vor, einen größeren in der
Mitte und den größten resp. zwei kleinere vor dem Apex;
der siebeute Zwischenraum zeigt in meinem Exemplare nur
Spuren von Haarbüscheln. Da der mittlere Theil des ab-
schüssigen Deckenendes deutlich hervorgewölbt ist, erscheint der
Absturz der Deckeu bedeutend steiler als in infuscatKS Fahr.-^.
Die seitlichen, den tiefen discalen Eindruck begrenzenden starken
Erhöhungen auf der Scheibe des Halsschildes sind kielförmig
und last doppelt so hoch als der in der Mitte des vertieften
Theiles stehende längliche Höcker. Die Oberseite des Rüssels
und Kopfes, sowie die Mitte des Halsschildes, die Spitze der
Flügeldecken und das Pygidium sind weißer behaart als in
infuscatus.
8. Sintor suturalis sp. nov.
$. Infra niger, griseo-pubescens, supiu rufus, pube fuligi-
iiosa nigra cinereaque variegatus. Rostrum latum, breve,
latitudine apicis parum dilatati dimidio longius, medio carinatum,
basi extrema cum fronte longitrorsum impressa. Antenuae
protlioracis basiu haud attingentes, brunneae, basi pallidiores,
apice subnigrae.
Prolhorax couicus, simi)lex, carina antebasali dorso recta
lateribus rotundatim versus anticum tlexa, parte laterali brevi;
disco rufo, lateribus ipsis cum prosterno nigris. tribus vittis
dorsalibus rufo-iinereis, juxta vittam mediam utrinque duobus
punctis nigris, altero ante medium ahero ante carinam sitis
notatus.
El^'tra dorso ad striam sextam usque leviter convexa,
ad suturam haud imjjressa, pone basin levissime gibbosa,
lateribus pone humeros paulo inflexa, ad regionem abdominis
segmenti secundi usque paulo angustata, deinde rotundata,
striata, striis sublihter punctatis, pube brunuea obtecta, vitla
suturali rufo-cinerea ante apicem latiore basi et medio utrinque
linea nigra in stria secunda sita determinata, vitta altera eodem
colore in inter!^l)atio septimo, sat longe pone medium ad mar-
ginem lateralem ilexa, 8])atio marginaii infra hanc vittatn
macula obli(]ua submargiuali pone villain de^-inentem, duabus
maculis parvis apicalibiis subsuturalibus maculaque suturali
antemediaua nigris.
Pygidium rotuudatum, latitudine parum brevius, medio
(^apicc excepto) leviter carinatum, unicolor, rufo-fuligiuosum.
Steit. euiomol. Zeit. 189&.
375
Corpus infra unicolor, sublaeve. Pedes bruuuei, temoribus
niedio lale uigris.
Long. 5i|4, rostr, 1, elytr. 3^*,'.,, lat. 2^j^.
Hab. Khasi Hills, Assam, 1 $.
Kommt dem ^S. philippinensis Jord., Stell. Ent. Zeit.
p. 141 n. 22 (1895 I, am nächsten, ist aber anders gezeichnet.
J). Sintor superciliaris sp, nov.
,^. Niger. Rostrum capite multo angustius, versus apicem
lortiter diiatatum, latitudine apicis vix dimidio longiiis, medio
carinatum, carina in apice obsoleta, lutoso-pubescens. Caput
medio inseusim canaliculatum, pube rostri obtectum, sed macula
triangulari a prothoracis apice ad rostri basin desccndente
nigra et linea media teuuissima subalba notatum. Oculi valde
obliqui, antice multo magis quam in .S'. bicallnso Lac.
approximati. Antenuae elytrorum basin superantes, rufae,
clava brunnea.
Prothorax conicus, basi longitudine paulo latior, sub-
tiiissime grauulatus, dorso parum depressus, linea medio leviter
elevata; carina antebasali medio paulo coucava utrinque
rotundatim versus anticum ilexa, medium haud attingente;
niger, vitta dorso-laterali cum vitta superciliari capitis continua
versus basin dilatata, infra linea grisea margiuata. rufo-fuliginea,
macula media parum elevata et nonnullis punctis ad vittam
rufo-fuligiueam sitis nigro-velutinis.
Elj'tra dorso planata, lateribus ad regionem segmenti
secundi abdominis usque vix angustata, deinde subito rotundata,
l'ortiter striato-punctata, interstitiis 7" toto, 5^ pone medium
subcariniformibus; tuberculo basali sat alto nigro- velutino
instructa, apice fortiter declivia; margine basali, sutura, margine
apicali atque parte ])ostica limbi lateralis rutis rulb-t'uligiueo-
pubesoentibus. Pygidium latitudine paulo longius, rotundalo-
triangulare, rufum, medio nigro-maculatum.
Corpus inferum sparsim cinereo-i'ubescens, vitta laterali
luteo-alba notatum. Pedes quatuor antici rufi, femoribus maculis
duabus minutis, tibiis auuulis latis subbasali et subapicali
fuscis signatis; poslici bruimeo-nigri, femoribus basi et infra
rufo-maculatis, tibiis annulo mediano rufo signatis, tarsis basi
fusca excepta rufis.
Long. 53/4 mm, rostr. lif,, elytr. '.V^\^^ lat. 22/3.
Hab. Nord-Luzoü (J. Whitehead leg., 1895): 1 ,^.
Außer dem Mittelkiel hat der Rüssel noi-h jederseils
einen vom lunenrande der Augen bis über die Mitte herah-
laufenden Kiel, der den obern Rand einer dorso-latemlen
Siett. cntomol. Zeit. 1895.
3 76
Läügsvertiefung bildet, die den übrigen Sintor-Avien fehlt;
an den Seiten des Rüssels, dicht hinter den Fühlerfurchen,
tinden sich zwei schwache Kiele. Dan zweite Fühlerglied ist
kamn liinger als das erste und von kolbenförmiger Gestalt.
10. Tophoderes sinuatocollis sp. nov.
Q $. T. rcrnicoso (Oliv.) afliiiis, major; rustro longiore;
anlennarum clava latiore, art. 9" magis cordiformi; prothorace
medio fortius dilatato -rotuudalo, ante basin sinualo, angulis
basalibus minus rotundatis, dorso magis deplanato, fasciculis
obsoletioribus, carina dorsali versus latera parum retrorsum
llexa in angulo acuto fere ad apicem usque continuata: ehtris
ad suluram magis depressis; pygidio apice multo magis rotun-
dato; tarsis articulis 2" et 3" nigris, facile distinguendus.
Long. 13 mm, rostr. 2^1 •>, ehtr. 9, lat. 6.
Hab. Antananarivo, Madagascar (A. Sikora leg.); 4 q, 4 $.
Im ,j tragen der erste und zweite Hinterleibsring vor
dem Apicalrande einen kleinen Höcker.
11. Sympaector crassicoinis sp, nov.
Q. .S'. niger, ex parte rufiis, subochraeeo-pubescens, fusco-
variegatus. Rostrum longum, fortiter rugatum, apice extremo
punctatum, ab insertione anteunarum ad apicem glabrum;
parte postantennali cum capite snbochraeeo-pubescente, carinula
mediana tenui in frontem ascendente, utrinque carinula pone
antennas arcuata versus basin latiore et indistincta instrucla.
Antennae nigrae versus basin cinereo-pubescentes, sat crassae,
arliculo 1*^ basi extrema rufo oculorum marginem aiiticum
vix attingente, 5" — ll" sat compressis, longitudine fere aequa-
libus, 8" et 10*^ parum brevioribus: cljtrorum quartam partem
apicalem vix attingentes.
Prothorax longitudine (3i/o mm) fere dimidio latior
(5 mmj, ab apice ad medium dilatatus, deinde subrei-tus,
ante basin leviter sinuatus, carina laterali desinente angulatim
l)rominente; carina antebasali subrecta, carinula subbasali cum
carinula laterali basali (pone carinam majorem autebasalem
sila) angulum acutum formante; disco leviter convexus, sulco
arcuato transvcrso autemediano instrnctus, subochraeeo-pubes-
cens, utrinque macula magna basali cum gutta submediana
juxta vittam medianam sila et cum macula elongata subapicali
conflua, macidaque laterali antemediana fuscis, male deter-
minatis.
Klvtra a basi ad apicem, postice rotundato-angustata,
dorso planata, basi leviter gibbosa, striata, slriis punctis hie
Siert. cmoinol Zeit. 1S95.
377
et inde pariini eloDgatis instruetis; macula parva subbasali
intra strias lt"»i et 4am, callo humerali, macula posthumerali
altera majore antemediana inter strias Oam et 9ain^ liueolis
indistinctis pone calkim subbasalem, lineola suturali post-
scutellari, macula ([uadraugulari parva subsuturali antemediana
cum altera mediana majore inter strias 2aiH et ßtim sita
connexa, liac cum tertia laterali etiam quadrangulari post-
mediana coujuncta, macula magna inter strias l<ii" et 9am
parum obliquam ante apicem declivem, fuscis notata.
Pygidium latitudine paulo brevius, trianguläre, valde
rotundatum, medio brunneum,
Proßternum iusensim punctatum. Processus mesosternalis
longitudine multo latior, apice truncatus subbisinuatus, augulis
rotundatis. Segmentum lum abdominis medio plaga sub-
cordiformi parum depressa dense subochraceo-pilosa notatum,
segmentum ultimum pro genere brevi. Pedes nigri, basi
brunnei; tibiis basi apiceque nigro-pubescentibus, tarsorum
art. 1° apice excepto griseo, 2" et 3^ nigris.
Long. 13 mm, rostr. 6, eiytr. 9, lat. 6.
Hab. Sarawak, Borneo (E. Hose leg.); 1 ,S-
Die Fühler sind viel dicker und kürzer als in den i^,^
der andern Species dieses Genus.
12. Sympaector whiteheadi sp. nov.
^ 2. S. rufus, nigro-maculatus, luteo-albo-vittatus. Rostrum
rugatum, parte postautennali dorso tricarinata, carina media
subtilissima, apice medio etiam subcarinulato, lateribus basi
cum capite subocbraceo-pubescens. Antennae in (f^) corpore
plus duplo longiores, in ($) eljtrorum medium paulo superantes,
in triente basaii rostri insertae, tenues, nigro-brunneae, basi
rulae, articulis tribus ultimis in (:^) caeteris paulo crassioribus,
sed parum longioribus, inter se longitudine aequalibus, in (rj)
art. 8° praecedentibus longiore (9« — ll» abseutibus).
Prothorax longitudine brevior, pone apicem sat subito
rotundato-ampliatus, deinde versus basin paulo latior, pone
medium levissime sinuatus, maxima latitudine ad angulos
rectos parum rotundatos carinae; dorso ante medium trans-
verse sulcatus, tribus vittis angustis parallelis albo-Iutosis
signatus, basi intra vittas fuscescens; carina antebasali medio
levitcr concava, versus latera insensim convexa, carina laterali
apicem lere attingcnte.
Elytra vt-rsus apicem angu^tata, dorso paulo depressa,
pone basin Icviter gibbosa, punctato-striata, punctis apicem
versus indistinctioribus; singulo sex maculis nigris, 3 niar-
Stctt. entüraol. Zeit. 1895.
378
ginalibus: posthumerali, postmediana, subapicali, 2 dorsalibus:
iina antemediana inter strias 'S'i^va. et 6am^ altera minore ante
apicem rotundato-declivem; vitta recta basali albo-lutosa in
interspatio l** a basi ad depressionem postbjisalem abeunte,
vitta altera eodem colore a basi interspatii 6i jiixta gibbosi-
tatem basalem ad interspatium 3iani oblique dueta, deiude iu
hoc interspatio ad apicem continuata.
Pj-gidium in utroque sexu parum longius quam latius,
apicem rotundatum versus paulo angustatum, unicolor.
Prosternum tribns maculis nigris notatum, una mediana,
alteris lateralibus adcoxalibus. Processus mesosternalis lon-
gitudine latior, apice truncatus, angulis vix rotundatis. Meta-
sternum macula laterali elongata subnigra signatum. Segmenta
abdominalia 4 prima versus latera fusco-notata, primum ante
marginem apicalem in utroque sexu tuberculo armatum. Pedes
ruf], unicolores.
(^ Lons. 82|3 mm, rostr. 53|4, elytr. 6i .,, lat. 4^1^.
2 / 8i|4 , ' „4, '^ 6," , 4.
Hab. Cap Engano, Nord-Luzon (J. Whitehead les.. 1895)5
1 ö^ 1 $.
Die eigenartige Zeichnung der Decken, der weit über die
Mitte hinausreichende, liorizontal verlaufende Seiteukiel des
Halsschildes und der Höcker auf dem ersten Abdominal-
segmente lassen diese Art leicht erkennen.
13. Acorynus cludus sp. nov.
rj. .4. brunneo-niger, iufra cinereo-pubescens, supra pube
fusca vestitus, cinereo-variegalus. Rostri dimidium apicale
planatum lateribus rectis, dimidium basale medio iate leviter
impressum tiicarinatum, carina media tenui. Frons triangularis.
Oculi subrotundi, antice fere contigui. Antennae brunneae,
basi rufae, articulis 6" — 8^ longitudine aequalibus, 8'^ versus
apicem latiore, lOo latitudine plus duplo Jongiore.
Prothorax conicus, dorso ante medium transverse depressue,
punctatus, signatura cruciformi disci et lateribus, macula post-
apicali fusca excepta, cinereis- carina antebasali Iate concava,
in medio ipso aulem levissime couvexa.
Elytra striato-punctata, striis ad apicem obsoleti.>^, regione
humerali rufescenti, lineolis cinereis signata, linea suturali
basiili et altera mediana in interspatio septimo longioribus,
maculis tribus parvis irregularibus eodem colore uotata, post-
humerali, mediano dorsali. apicali.
Stett. entoinol Zeit. 1835.
379
Pygidium semicirculare, lateribus basi cineveo-maculatis.
Prosteruum lateribus punctulatum. Pedes brunneae, femoribus
basi apiceque et tibiis ex maxima parte rutis.
Long. 48/4 mm, elytr. 31/2, lat. 21/4.
Hab. Perak, 1 ,^.
Aehnelt kleinen Stücken von A. punctafus Jord., unter-
sclieidet sieb aber leicbt durch den ähnlich wie in A. divergeiis
Pasc, marginellus Pasc, litigiosus Pasc, gebildeten, aber
schwächer gekielten und zwischen den Fühlern breitern Rüssel,
die einander genäherten Augen, die stärker geneigte Stirn, den
etwa von der Gegend des zweiten Deckenstreifens ab konkaven
Kiel des Halsschildes, die längern und dorsal vor der JVIitte
nur ganz schwach niedergedrückten Decken, das halbkreis-
törmige Pygidium, und durch die sparsame, gleichmäßig asch-
graue Behaarung der Unterseite.
14. Acorynus disclusus sp. nov.
$. A. brunneo-niger, fusco-pubescens, albido-guttatus.
Rostrum fere sicut in A. litigioso Pasc, structum, sed cum
fronte multo magis inclinatum perpendiculare, intra antennas
minus angustatum, carinis lateralibus dorsi minus abrupte
terminatis intra antennas magis distantibus. Oculi subrotundi,
fere ut in genere Hiiciis Pasc, dicto positi, approximati.
Frons antrorsum leviter augustata. Genae albae. Antennae
brunneae, articulo 'l" rufo, 2« globoso, 3« et 4» longitudine
aequalibus, S** praecedentibus non latiore, tertio fere dimidio
breviore, 9» et 11^ longitudine septimi, 10« latitudine dimidio
longiore.
Prothorax brevis, ab apice ad carinae antebasalis
partem lateralem semicircularem antrorsum tlcxam gradatim
sat fortiter ampliatus, pone carinam basi parallelam angustalus,
dorso suico profundo antemediano instrucfus, 4 maculis parvis
in formam crucis positis: basaii postapicalique medianis, atque
duabus alteris utrinque in sulco sitis; 2 in utroque latere,
altera majore ad carinam, altera subapicali minore magis
dorsali, albidis vel luteis.
Elytra convexa, ad suturam haud dcpressa, maxima
latitudine basi; serialim, basi striatim, punctata, striis punctisque
apice obsoletis, albido- vel luteo-guttata: interspatio 1" gutta
antemediana, lineolis apicali et altera ante apicem declivem,
interspatio 3*^ guttis antemediana minuta, postmediana, ante-
apicali; interspatio i^^ lineolis postbasali et anteapicali, gutta
Stett entomol. Zeit. 1895.
380
post mediana; iuterspatio H^ guttis qimtuor lere aequaliter
dispositis, prima linmerali, postica anteapicali- praeterea maculu
basali niargiuali et macula apicali.
Pvgidiiim latitudine paulo breviua, apice late rx)tuudatu«i.
Epistcrna luesoeternalia densius pubesceutia. Pedes nigri,
femoribus basi apiceque, tibii? dimidio basali, rufis.
Long. 4 mm, elvtv. 3, lat. 2,
Hab. Pevak, 2 ^.
Außer den di*ei dorsalen Kielen hat der Rüssel jederseits
noch einen graden, scharf hervortretenden dorso-lateralen Kiel,
der vom Oberrande der Fühlergrube nach den Augen läuft.
Unter den bisher bekannt gemachten Acorynus-, Lifocerus-
und i/wcws-Arten hat keine eine Zeichnung der Oberseite wie
die gegenwärtige Species,
15. Acorynus pardus sp. nov.
$. A. vufus, nigro-maculatus, llavido-pubescens. Rostrum
cum capite nigrescen.% flavido-pubescens versus apicem fortiter
dilatatuui, ini'ra lougitudine latitudine brevius, perpeudiculare,
supra Iricarinatum, carina media sul)lilissima, in impres.«ione
lata sita, laleralibus oculos haud atlingentibus, basi parallelis,
versus apicem divergentibu.s, in apice ruguloso-puuctato obsoletis.
Antennarum acetabula oblicpia parva apicem parum magis
quam oculis approximata. Caput brevissimum, altum, fronte
parallela. Oculi subrotundi, ut in genere Huco Pasc. sili.
Antenuac elytrorum basin superantes, clava fusca, articulis
1" secuudo lere duplo, iioc latitudine dimidio, 3" secundo plus
duplo, longioribus, 3"^' — 8" gradatim descrescentibus, 8° lougi-
tudine [)rimi, 9*^ et 11" longitudine tertii, K»" latitudine duplo
longiore.
Prothorax valde Iransversus, longitudine lere duplo latior.
ad carinae lateralis paulo trans medium ascendentis apicem
usque recte ampliatus, deinde ad carinam antebasalem dorso
convexam usque paulo dilatatus, dor^ transverse sulcatus;
carinae anleba^alis anguli!> laleralibus rolnndi.>^: duabus maculis
di.sci basin, haud a])icem, atlingentibus vida lutosa superalis,
]>unct() minuto antemediano dorso-laterali nigris ^ignatus.
Elytra sat brevia, convexa, sed ad suturam longitror.-^uiu
impressa. pone basin dorso vix gibbosa, retrorsum rotundato-
angustata, striato-punclala, striis in apice. suturali excepta,
obsoletis: in utroque elytro .^ maculis bene determinatis nigris:
la dorsali postbasali rotunda, 2^ anleniediana laterali parum
obliqua, intra strias quarlam et limbum extensa, 3i« dorsali
et 4<i laterali ante apicem declivem suis approximalis, illa
Stett. entomol. Zeit. 1895.
381
postice biuiiata, fia anteapiculi. praelcrca duobus puncti.s ad-
luimeralibus et macula communi submcdiana subquadianuulari
iutcr strias secundas utroiumqiie elytronim, nigris notata.
Pygidium longitudine basi vix laliiis. apicem rotundiirn
versus paruni angiistatmii, inedio bruniieum. Corpus ini'eriim
unicolor, mosostevDO nigrescento. Metasterniim sat Ibrtiter
convexuni, in iiiedio me^-osterni processu intercoxali altiore.
Segmentuin primiini abdomiiiis jiixta medium levissimc bi-
gibbosum. Pedes unicolores.
Long. 7, elytr. 5, lat. 3i|o.
Hab. Caj) Eugano, Nord-Luzou (J. Whitehcad leg.): 1 $.
Die Kopfbildung und die Stellung der Augen ist wie in
Huciis Pasc. Der Rüssel bildet mil der Unterseile des Kopfes
einen recbfeu Winkel; er ist auf der Unterseite, die keinen
Mittelkiel trägt, uiclit balb so lang als auf der Oberseite; von
den Augen bis zu den Fühlern ist er verengt, von da ab bis
zur Spitze stark erweitert: die Fühlergruben sind kleiner als
in typischen Acoryniis und vorn scharf begrenzt.
Ki. Litocerus geniellus sp. nov.
o ^- -/- >no('slo Pasc, simillimus; articulo 9"^ autern anten-
narum octavo quarta parte in utroquc sexu, 3i"quc octavo
duplo, longioribus: carinae prothoraeis angulo laterali magis
rotundato; elytris Jatioribus, lineolis ciuereis in suturae dimidio
basali conflitis, })one medium et ante apiceni in series duas
dorsales transversas positis: segmento 1*^ abdomiuali in ^
inermi diversus.
Hab. N.-Luzon (J. Whitehead leg.), 2 ,^, 4 $.
17. Litocerus suturalis sp. nov.
^. L. niger, ochraceo-signatus. Rostruni et caput fere
ut in L. perplexo Pasc. Antennae elytroruni medium supcrantes,
brunneae, apice nigrae, articulis 2 basalibus iialiide ruiis. 9" et
10^ et ll*^ longitudine subaeqiialibus, singulis tertio parum,
octavo dujjlo. longioribus.
Protiiorax ab apice ad carinani iisque antcbusuleni supra
rectani lateraliter rotuudatim antrorsum flexam recte ampliatus,
vitta laterali lata et linea mediana tenuissima ochraceis, illa
dorso subrecte determinata.
Elytra sutura leviter depressa, dimidio basali subtiliter
punctato-striata, vitta suturali angusta, pone mediimi i)arum
latioro, ante apicem declivem sinuata, hac vitta pone basin,
StetU eotomol. Zeit. 1S95.
382
in medlo, ante apicem liueola sutuvali fusea notata, macula
humerali sat magna, altera submediaua inavgiuali obliqua, tertia
po«tniediana marginali niinuta, ochraceis.
Pygidiiim rotundato-angustatum, latitudine paulo brevius,
ochvaceo-pubescens, macula magna mediana nigra signatum.
Corpus infra oehraceo-cinereum. Pedes ruti, tibiis ex maxima
parte tarsisque brunneis.
Long. 5i|4 mm, elytr. 31/2, ^^^- ^^js-
Hab. Malayasia (ohne genauen Fundort); 3 $.
Der Dorsalkiel des Halssehildes ist beiderseits ganz -wenig
nach rückwärts gebogen und bildet mit dem Seitenkiel einen
zwar stark abgerundeten, aber doch sichtbaren Winkel. Die
Fühlerendglieder sind sehr lang, das neunte ist nur wenig
länger als die beiden folgenden. Die Zeichnung des Hals-
sehildes und der Decken ist sehr cbarakteristisch.
18. Litocerus verrucosus sp. nov.
L. niger, fusco-pubescens, lutoso-signatus. Rostrum ei
L. pamei Lesne similis, paulo longius atque in basi angustius,
lutoso-pubescens. Oeuli obliqui. Frons parum concava, lutosa,
antice angustata latitudine 1/4 mm; genae cum lateribus
prosterni lutosae. Anlennae elytrorum basin attingentes,
brunneo-nigrae, art. 1" basi rufo, 3» primo parum longiore,
3o_8o gradatim brevioribus, 8" longitudine dimidio tertii sub-
aequali, 9" et 11^ longitudine quarti, 10" parum breviore.
Prothorax in medio laterum a supero visus carinae pro-
minentis causa leviter angulatus et pone angulum subsinuatus,
dorso sulco transverso instructus, punctatus, punctis ad latera
densis, macula mediana guttiformi trans carinam prolongata
duabusque minutis versus latera sitis, omnibus basalibus,
Jutosis; carina dorsali leviter convexa, lateraliter valde rotun-
datim anirorsum flexa.
Elytra fere parallela, postice rotundata. brevia, dorso ad
suturam parum deplanata, ad apicem usque seriato-, leviter
striato-, punctata; interspatio 3it> tribus tuberculis, subbasali
et mediano altis, hoc parum elongato, et tertio minuto in
apice declivi, interspatio 5» (juatuor tuberculis paulo elevatis,
subbasali et ante- et postmedianis et ante apicem dedivem
armatis; macula circumscutellari postice bisinuata cum scutello
lutosa.
Pygidium latitudine brevius, rotundatum. Corpus inferum
sparsim griseo-pubescens, macula magna laterali prosterni,
secunda mesosternali, tertia quartaque metasternalibus lutosis
notatum. Prosternum fortiter et dense rugato-punctatum.
Stett. entomol. Zeit. 1S95.
383
Metasternum lateribus punctis ci-ass;is sat densis iustructum,
Pedes nigri, tibiis ante medium et ante apicem rufo-annulatis
uc Lrriseo-vestitis articuln primo apioe griseo tarsoiiim plus
dimidio lougioribus.
Long-. 51/3 mm, el\ tr. 3^ 3, lat. 2"/4.
Hab. Khasi Hills, Assam; 1 Exemplar (o?)«
19. Litocerus inermis sp. nov.
j .>. Supra brunueo-niger, fuseo-pubescens, pallide uchraceo-
siguatus. Rostrum nigrum, structura ei L. philippinensis Jord.
simile, sed carinulis duabus admedianis ad apicem ductis,
eorum pavtibus anteantehnalibus subtilissimis impressionem
levem triangulärem in mcdio rostri profundiorem utrinque
margiaantibus. Caput cum genis pallide ocliraceo-pubescens,
macula dorsali triangulär! in frontem descendente angusta
fusca; fronte antrorsum paulo angustata, in utroque sexu
antice longitudine 2 '3 mm. Antennae graciles, brunneae, clava
8ubnigra, articulis tribus ba.salibus pallide rufis, clava longa,
articulis 9° tertio longitudine aequali (j ), vel longiore ($), octavo
dimidio (q) vel duplo ($) longiore, 10» nono parum breviore.
Prothorax conicus, carina dorsali levissime convexa,
laterali ad medium dueta, angulo carinae reeto paulo rotun-
dato; (o) vitta mediana in sulco antemediano transver?o et
ad carinam constricta, duabus maculis parvis in sulco sitis
cum vitta conjunctis, lateribus latis maculam parvam nigram
medianam includentibus ante carinam ramum transversum
dorsalem emiltentibus, pallide ochraceis; ($) autem sine maculis
parvis sulci, lateribus anguste ochraceis absque macula nigra.
Elytra parum breviora quam in L. philippinensi; plaga
magna triangulär! totam basin occupante in sulura fere ad
medium exlensa e maculis confluis composita in utroque elytro
rectangulatim bisinuata, in gibbositate subbasali fusco notata,
.5 maculis in singulo eljtro: l^ rotunda postmediana inter
interspatia primum et sextum, 2ii antemediana marginali obliqua,
3a et 4ti ante ajjit-em dcclivem, dorsali et marginal!, .5^ irre-
gulär! apicali.
Pygidium rotundato-triangulare, toto medio subnigrum.
Corpus int'erum pallide rufum, sternis medio fuscis, lateribus
nigro-maculatis. Segmentum primum abdominale (,^) inerme.
Pedes pallide ruii, femoribus annulo mediano lato, tibiis macula
parva basali et dimidio vel lere dimidio apicali, fuscis vel
fusco-rulis.
Long. 62;3 mm, elytr. A^j.)^ lat. 3i|j.
Hab. Nord-Luzon *(J. Whi"tehead leg.); 1 r^, 1 $.
Stett. entomol. Zeit. 1895. 25
384
Der in den verwandten Arten ziemlich starke Höcker
auf denn Basalsejimente des Abdomens im <^ ist bei dieser
Art nur ganz schwach augedeutet. Die Stirn ist besonders
im ,^ breiter als in L. philippinensis Jord. und perplexus
Pasc. Das achte Fühlcrglied ist im Verhältniß zur Länge der
Fühler kurz, bedeutend kürzer als das neunte. Die Ausdehnung
der gelben Pubescenz der Seiten des Halsschildes ist in meinen
beiden Exemplaren sehr verschieden, auch sind die Flecke
der Decken in den beiden Stücken nicht genau überein.
Der Kiel auf der Unterseile des Rüssels ist hoch und
lang, und bis zum Vorderrande des Submentums deutlich.
20. Litocerus inermis ab. nigriventris ab. nov.
$. Unterscheidet ^ich von den Luzon-Stücken durch die
mehr graue, statt gelbe Pubescenz, die schwarze Unterseite,
die dunklern Fühler und Beine und die etwas anders gezeich-
neten Decken: die große Basalmakel ist braun und nur in
den Streifen und neben der Schulter grau pubescent- die
Seitenmakel und die Flecke vor und in der Spitze sind in
kurze Linien aufgelöst
Hab. Buru (W. Dohert.v leg.): 1 ^.
21. Litocerus javanicus sp. uov.
j. L. philippmensi Jord. similis: oculis multo magis
distantibus (,^% fronte antice i)auhilo angustata; anteuuis
brevioribus, art. 9" tertio plus diniidio breviore, decimo paruin
longiore, octavo longitudine aequali; prothorace poue sulcum
multo convexiore, suico apici magis quam carinae approximato;
signaturis elytrorum hitosis in liueolas divisis, sine macula
bene expressa nigra subniediana. distinguendus.
Long. G^ls mm, clytr. 4, lat. '2-1^.
Hab. Java merid., 15(K> Fuß (H. Fruhstorfer leg.,
1891): 1 ;.
Die Querliirchc auf der Scheibe des Halsschildes ist von
dem Kiel fast doi)pell so weit entfernt als von dem Apical-
rande. Die Linienticcke der Decken lassen in der Mitte
zwischen dem zweiten und fünften Streifen einen etwas
schwärzlichen Fleck fast frei, jedoch ist dieser Fleck nicht
60 groß und so scharf umschrieben als in L. philippinensis.
22. Litocerus flexuosus sp. nov.
Q. L. rufus, griseo-pubescens, brunneo-rufo- variegatus.
liostrum perpendiculare, apice paululo dilatatum, supra sine
carina, basi extremo paulo convexum, deinde sensim im-
Stctt. enloiuol. Zeit. 1S95.
385
pressum, intra antennas liiiea transversa tenuissima clavata
iuslructum; margine dorsali acetabiiloruin antennannn carini-
forml ad apicem diiclo. Oculi aiitice fere contiiiiii: tVons
acute triangularis: occipiit inacula magna triangulari bruuiioo-
rul'a notatuni. Antennae elytroruni medium superantes, apicem
versus paulo crassiores, articulis 3'' — 8" longitudine subaequa-
libus, 8" nono et decimo simul sumptis fere longiore, lO« lati-
tudine duplo longiore, nono panim breviore, 11*^ nono triente
longiore.
Prothorax longitudine plus dimidio latior, lateribus, a con-
strictione apicali forti ad carinam usque recte ampliatus- dorso
sulco transverso inconspicuo. maculis quatuor magnis flgura
crucis separatis duabusque maeulis confluis in utroque latere
rufo-brunneis notatus: carina anlebasali dorso rocta lateribus
rotundatini paulo antrorsum llexa.
Elytra eonvexa, ad suturam ante medium mauis elevata
quam in diseo, striato-punotata, eallo humerali, macula basali
numero 3 simili, macula quadratica antemediana disci, ex
angidis lineas quatuor tlexuosas, duas ad niargiueni lateralem,
duas ad suturam oblique emittente, lascia oblique transversa
tlexuosa suturam haud attingente, anulo irregulari apicali
elytris communi cum i'ascia in disco conjuncto rufo-brunneis
signata.
PA'gidium medio rufo-brunneum. latitudine parum brevius,
valde rotundatum. Processus niesosternalis longitudine latior.
Pedes luteo-ruli.
Long. 3 mm, elvtr. 2i 3, lat. 12|..
Hab. Perak: 1 \^.
Von jeder Ecke der quadratischen Makel dici:t vor der
Mitte der Decken geht eine gebogene Linie in diagonaler
Kichtiing aus: die beiden zur Naht laufenden vereinigen sich
mit den entsprechenden Linien der andern Decke imd um-
schließen so eine kleine, graue, längliche Suturmakel. Die
Naht der Decken liegt vor der Mitte höher als der dritte
Zwischenraum, gegen die Spitz(> hin ist sie etwas vertieft.
Die drei Endglieder der Fühler sind im Verhällniß zur
lAlnge des achten Gliedes sehr kurz.
2'i. Litocerus inclinans sp. nov.
-S . L. bruunco-niger. Rostrum griseo-pubescens, perpeu-
diculare, basi parum magis versus posticum inclinans, apicem
versus dilatatum, latitudine fere triente longius, basi dorso
tricarinulatum, carinis intra antennas linea anguliformi paulo
elevata transversa determinatis, praeterea carinula dorso-
Stelt. entomol. Zeit. 1895 qx*
386
laterali anteoculari instructum. Oculi subfrontales, sat distantes
(1 mm) rotundi. Caput brunneo-nigrinn, oculis luteo-griseo-
cinctis, genis pube rostri tecfis, occipite cum fronte rotundato.
Antennae nigro-brunneae, versus basin brunneae, artieulis 1*
et 20 ru(is, 3^ et 5^ longitudine aequalibus, 4" bis longiore,
T)*" — 8" fortiter decrescentibus, 8" latitudine vix triplo longiore,
clava distincta, 9^ quarto longiore, 10" longitudine quinti,
11'^ ea quarti.
Prolborax fere ad basin fortiter recteque ampliatus, lon-
gitudine plus triente latior, carina autebasali dorso reeta angulo
acuto antrorsuni flexa, parte laterali baud declivi instructus;
lateribus late griseo-pubescens maculis duabus inconspicuis una
post alteram sitis exceptis, linea tenui mediana ad earinam
parum dilatata, pone earinam guttiformi duabus maculis trans-
versis in depressione antemediana sitis cum linea media figuram
crucis praebentibus signatus.
Eh'tra a basi ad apicera rotundato-angustata, pone basin
dorso sat gibbosa, tota sutura depressa ; striato-punctata, inter-
spatio suturali toto luteo-griseo, guttis postbasali et submediana
exceptis, regione postmediaua dorsali subluteo-guttulata, paucis
guttis bumeralibus et nounullis minutissimis antemedianis luteo-
griseis.
P3'gidium fere semicirculare. Corpus inferum sat sparsim
griseo-pubescens. Pedes brunoei, femoribus medio brunneo-
nigris.
Long. 43/4 mm, eljtr. 3i|,, lat. 21/3.
Hab. Perak; 1 V-
Der Rüssel ist etwas nach hinten geneigt, besonders der
basale Theil^ der kurze Mittelkiel ist höher als die beiden
seitlichen, nach vorn etwas konvergirenden Kiele. Der Winkel
des Halsschildkieles ist etwas kleiner als ein rechter, sein
lateraler Schenkel ist horizontal und geht etwas über das
basale Drittel hinaus- von oben gesehen tritt das Ende des
Seitenkiels nicht winklig hervor.
24. Hucus eurous sp. nov.
^. H. brunneo-niger, supra fusco-pubescens, griseo-signatus.
Rostrum basi quinque carinis instructum, apice dilatato utriuque
carina conspicua, medio carinula inseusa notatum, latitudine
apicali plus duplo longius, sparsim griseo-pubescens. Caput
fuscum, genis griseis, ocubs antice contiguis, subovalibus,
obliquis, griseo-cinctis, fronte triangulär! angustissima. Antennae
Stett. enlomol. Zeit. 1896.
387
flytroriini medium haud attingeutes, rut'o-brunneae, basi luteo-
rufa, clava sat lata subnigra; articulis 3° — -8" paiilo decresceu-
tibus, 8^ nono vix longiore, lO'' longitudine vix augustiore.
Prothorax conicus, lateribus ad carinam antebasalem usque
recte ampliatus, dorso ante medium tran.sverse subsulcatus,
carina dorsali recta medio subtilissime angulata lateraliter
semicirculari, i)arte laterali obliqua brevi; vitta mediana an-
gustissima biinterrupta, altera in utroque latere lata antrorsum
angustata griseis.
Elvtra ad apieem declivem usque leviter, deinde fbrtiter,
rotuudato-angustata, ad suturam longitrorstmi impres.«a pone
basin gibbosa, fortiter punctata, lineolis griseis notata: iuter-
spatio 10 lineola basali longa majore, altera postmediana;
2" subbasali, mediano, apicali; 3" subbasali, antemediana,
mediana, anteapicali majore: 4" nullo; 5" subbasali, ante-
mediana, postmediana, anteapicali; 6*' postmediana; 7^ post-
humerali, mediana longiore, anteapicali; praeterea macula
obliqua antemediana marginali, lineola mediana in interspatio 8^,
lineola majore 8uba])icali submarginali.
Corpus inlerum griseo-pubescens, pube lateribus densiore.
Pedes subnigri: femoribus basi, tibiis annulo subbasali, tarsis
lotis basi extrema cxclusa, rufis subalbo-pubescentibus.
Long. 5 mm, elytr, 'S^j^t lat. 2^12.
Hab. Morok, Britisch Neu-Guinea (Anthony leg.), 1 '^.
Diese Art ist robuster als die übrigen /Tttcws-Species, hat
aber dieselbe RüsseHbrm.
25. Cedus verrucosus sp. nov.
,j. Oculi prominuli, subrotundi, magis oblicjue positi quam
in caeteris speciebus malagassicis, sed minus approximati.
Frons sat lata versus anticum angustata, concava. Antennac
rufae; clava et articulorum Sü SUjue apicibus brunneo-nigris.
Prothorax basi et lateril)us punctatus, parte antica et postica
disci versus sulcum transversum profundum declivibus, vitta
subalba mediana a basi ad apieem angustata, longe et acute
triangulari, lineola transversa utrinque in sulculo sita signatu-
risque irregularibus i)arvis lateralibus ochraceis signatus; carina
dorsali sensim convexa, leviter llcxuosa.
Elytra ut in C. audouini Öchönli. tiibcrcuicita, ochraceo-
variegata, haud maculata.
Prosternum sat fortiter, metasterniim lulerihus disperse
sed profunde punctata. Pedes l)ruiinei, femoribu-s basi apice
Stett. entomol. Zeit. 1S'J5.
388
utque ante apicem, tibiis poue basiu et ante apicem, tarsoriini
articulo 1" apice, tertio toto, nifis.
Long. 51I2 mm, elytr. 4, lat. 3.
Hab. Antananarivo, Madagascar (F. Sikora leg.j; 1 q.
Unterscheidet sich von C. audouini Schönh. besonders
durch den oben und unten punktirtcn Prothorax; von C. torcus
Jord. durch die wie in audouini gehöckerten Flügeldecken;
und von beiden Arten durch die rundern und stärker hervor-
tretenden Augen, die breitere, nach vorn verschmälerte, gleich-
mäßig konkave und viel stärker geneigte Stirn, die lanzett-
förmige Mittelbinde des Halsschildes, die nach der Querfurche
hin von vorn und hinten her abschüssige Scheibe des letztern,
den deutlich konvexen Dorsalkiel, und die nicht blos an den
Rändern punktirten Seiten des Metasternums.
26. Directarius subplagiatus sp. nov.
$. i). niger, griseo- et cervino-pubescens, fusco-variegatus.
Rostrum longitudine plus dimidio longius, apicem versus vix
angustatum, lateribus supra antennarum fossas basales laterales
parvas subangulatum, dimidio apicali depressum, apice vix
emarginatum, cum fronte albo-griseo-pubescens. Oculi alti,
compressi, obliqui, parvi, haud pedunculati. Antcnnae graciles,
rufae, dava brunnea, articulo 3i<J quarto dimidio longiore, 4"^' — S'*
gradatim brevioribus, 9° octavo parum longiore.
Prothorax longitudine triente fere latior, a carina ad
apicem rotundato-augustalus, ba-^^i apiceque aequilato, a supero
visus lateribus ad carinani fere rectangulatus, carina late con-
cava versus latera subconvexa: fuscus, pube luteo-ciuerea
submaculatim variegatus.
Elytra prothorace vix latiora, convexa, parallela, postice
late rotundata, ad suturam haud depressa, sine striis punctatis,
pube in basi juxta liumerum et in dorso pone medium albidiore,
lineola adscutellari basali, macula dorsali mediana obliqua,
paucis guttis anteapicalibus fuscis male expressis signata.
Pedes rufi.
Long. 23|4 mm, lat. \^\i.
Hab. Perak; 1 $.
Die Augen sind ähnlich wie in Gibher fiiberculatus Jord.
gebildet, aber kleiner und weniger genähert.
27. Nessiara variegata sjk nov.
j. N. brunnea. i)ube lutosa et brunnea variegata, nigro-
tessellata. Rostrum longitudine; fere duplo latius, a medio ad
apicem angustatum, ante oculos de])rev-<sum, carina mediana
Sielt, enlomol. Zeit. lb'J5.
389
apicem liaial attingente iusliuctum; infra bicarinatum. Caput
nu'dio et ad oculos lutosum. Oculi antice t'ere contigui (rj).
Antennae ruiae, clava brunnea.
Prothorax latitudine paulo longior, linea mediana basali
gutta laterali parva antemediana lutosis, in medio disei macula
interrupta sublutosa signatus. Elytra striato- punctata, inter-
spatio 3io medio lineola lutosa notato, interspatiis alteruis
sparsim nigro-tessellatis, macula basali male determinata ad-
humerali lutosa.
Pygidium latitudine triente longius. Metasternum lateribus
punctis crassis instructum. Pedes quatuor antici rufi, femoribus
uni-, tibiis tri-brunneo-annulatis; postici brunnei, vufo-annulati.
Long. ß-'('.i mm^ elvtr. ■i^jo-, lat. ^'^js-
Hi\b. Luzou; 1 r^.
Unterscheidet sich von N. ßatosignata Jord., der sie am
nächsten steht, besonders durch den von der Mitte zum Apical-
rande verschmälerten, an der Basis kräftig gekielten Rüssel,
das kürzere Halsschild, längere Pygidium und durch das
Fehlen der gelben Flecke der Unterseite.
28. Nessiara sellifera sp. nov.
3. -Y. sellatae Jord. simillima, parum major; carina rostri
basi altiore, majore altitudine carina a latere visa praecipuc
obvia; prothorace duabus lineis dorsalibus fuscis, absque
guttulis dispersis, carina dorso magis recta, ejus augulo laterali
minus rotuudato; elytris haud uigro-tessulatis, macula suturali
subrhomboidali vel subcruciformi, lineola basali in interspatio
Bio altera longiore anteapicali in interspatio 2o et Sit»,
quatuor guttis margiualibus. duabus in dimidio basali approxi-
matis, diuibus in dimidio apicali sitis, nigro-velutiuis; processu
mesosteruali latiore; pedibus totis ruiis distinguendus.
Hab. Perak; 'Z ;^.
29. Nessiara robusta sp. nov.
,. A. ruta, nigro-signata. Kostrum longitudine duplo
latius, carina media obsoleta instructum, lateribus levissime
rotundato-angustatum, haud umpliatum, cum capite uuicolor,
]>ube sjjarsa subochracea vestitum. Oculi spatio ^'2 mm i'ere
lato sepaiati. Antennae apice brunncae, articulis 3io et 4" lon-
gitudine aequalibus
Prothorax longitudine quinla parte latior, aulrorsum tbr-
liter angusfatus, duabus lineolis basalibus medium disci attin-
Lientibus gutluque laterali antemediana nigris siguatus. Scutellum
album.
Stotf. entoiiiol. Zeit. ll>r»5.
390
Elytra lata, brevia. couvexa, jilaga transversa ante
declivem upiceni ad margines laterales extensa, dorso latiore,
magna, giittam in utroqne elvtro intra strias 2arn et 6ara sitam
albam includonte, lineola basali in interstitio 4». duabus guttis
marginalibus posthumeralibns, nigris signata.
Corpus inferum medio niürum. se^mento anali sat lonso
apiee truncato angiilis subdentatis.
Long. 9 mm, eljtr. 6, lat, 41/2.
Hab. Cap Engano, N.-Luzon (J. Wliitehead leg. 1895): 1 i.
Das breite Halsschild und die kurzen Decken geben dieser
Art ein eigenthümlich robustes, au Straboscopus tessellatus
Eyd. erinnerndes Aussehen, In der Zeichnung kommt die
Ai-t der N. optica Jord. am nächsten; letztere Art ist aber
schlank gebaut und hat die abgeflachten Decken von
N. didyma Pasc.
30. Apatenia insignis sp. nov,
$. A. nigra, pube luteo-ochracea, i'usco et nigro et cinereo
niixta, obtecta. Ro-trum cum capite — macula occipitali
trißda lineolam luto.^am includente l'usca excepta — luteo-
ochraceum, in medio basis subimpressum, sine carina, linea
media in apioe autem parum elevata: infra sine sulco mediano.
Oculi valde separati, Antennae rufae, clava bruunea.
Prothorax variegatim pubescens, macula antescutellari,
altera mediana laterali inconspicua suboehraceis; carina ante-
basali dorso recta, in angulo recto antrorsum tlexa, a supero
visa ante laterum medium multo magis quam in .4. scelesta
Pasc, rotundata.
Eljtia lalitudine quarta parte longiora, parallela, dorso
impressa, interspatiis alternis nigro -tessellatis subfasciculatis,
3io duabus fasciculis, altera mediana parva, altera ante apiccm
declivem majore nigris, intra fasciculas subochraceo notato,
interspatio 4*^ ante et post medium subochracco-signato.
Pedes nigri, femoribus apice, tibiis annuh) subbasali, tarsis
apice rufis.
Long. 6 mm, elytr. 4, lat. 3.
Hab. Cairns, N.-Queensland; 1 $.
Ist schlanker und kleiner als A. scelesta Pasc: der
Rüssel hat aut der Oberseite keinen Mediankiel und auf der
Unterseite keine Medianlurche: die Augen stehen weiter aus-
einander, die Fühler sind kürzer und bis auf die brauneu
Endglieder röthlich; der Seiteukiel des Halsschildes springt,
von obea gesehen, viel weniger winklig vor; die Höcker der
längeren Decken sind viel kleiner und haben eine andere
Stellung und die Färbung der Beine ist eine andere.
Stett. CDtoiuol. Zeit. Iä95.
391
31. Apateuia pallidiceps t-p. iiov.
r^. A. uigra, pube fusca obtecia, cincreo liiloso uigroque
varieuata. Rostnim cum capite liiteo-cinereiini, breve, lougi-
tiidine plus diniidio lalius, caiina brevi mediana liaud in
frontem capitis ascendente instructum. Antcnnae nifo-brunneae.
Oeciput obfcure fusco-bi-maculatum.
Protliorax lateribus ante medium inulto minu« quam in
A. scelesta Pasc, augulatus, laleiibus pube capitis obtectis,
regione disci magna trai)ezoidall fusca ante scutellum gutta
luteo-cinerea notata, in medio disci pUis miuusve hitoso-varie-
gata; carina dorso leviter regulariterque convexa, angulo
laterali obliquo fere recto vix rotundato, carina laterali paulo
versus inferum tlexa.
Elytra lata, depressa, a humero ad apiicm augustata,
postice late Ibrtiter regulariterque rotundata, fusco-piihescentia,
nigro-tessellata, in interspatio ()•' liueola antemediaua lutosa
notata, tuberculo basali intra strias lam et 4!im lato, haud
alto, altero in interspatio 3io mediano, tertio ante apicem
declivem in interspatio 5^, quarto ante tertium in interspatio 7o,
tubereulis sat parvis pro certa luce fiiligineo-sericeis.
Prosterniim Ibrtissime rugato-punetatum. Pedes brunueo-
ruti, femoribus apice excepto et tibiarum annulis mediano et
apicali, brunneis.
Long. 71/4 mm, elytr. 4^;' 4, lat. 32|.{.
Hab. Redscar Bav, Brit. N. -Guinea; 1 ^.
Steht .1. raniceps Jord. am nächsten, unterscheidet bich
aber leicht durch die gehöckerlen Decken.
32. Hypseus axillaris sp. nov.
H. nigro-brunneus, t'usco-pubesc-ens, aiitennis hasi pedi-
busque f'emorum medio excepto riifis. Rostrum longitudiue
dimidio latius, lateribus supra antentias levissimc dilatutiim,
cum capite et prothorace rugulose i)unc(atum, basi linea media
elevata obsoleta instructum, inj'ra ulrinque carinatum, Oculi
valde oblongi, antice approximati.
Prothorax conicus, lateribus retrorstim lere regulariter
ampliatus, ante basin vix sinuatu;-: carina dorsali convexa
lateribus in angulo acuto antrorsum llexa.
Elytra retrorsum aogustata, dorso paulo depressa, ponc
basin gibbosa, interslitiis striarum hie et inde nigro-tessellatis,
margine basali subrufo, macula rotunda adhumerali alba,
puncto mediano in interstitio 3i"' luteo.
Long. 5'|2 "im, elytr. S-'j^, lat. 2''|i.
Hab. Perak; 1 Slüok.
StetU entomol. Zeit. 1895.
::!92
Diese Art erinnert durch ihre Größe an Apatenia; sie
stimmt aber in der Bildung de? Halssehildes und seines Kieles,
sowie in der Form der Augen und der Struktur des Rüssels
mit Hypseus überein.
33. Phaulimia priva sp. nov.
A Ph. ephippiata Pasc, corpore latiore postioe minus
angustato oeulis magis approxiniatis, elytris sine plaga fusea
oommuni discrepat.
Lono'. 31/ , mm, lat. 12/3,
Hab. Peräk; 2 Stück.
Ist vielleicht nur Aberration von A. ephippiata Pasc.
34. Phaulimia alternata !<p. nov.
Ph. rul'a. Rostrum cum capite ut in Pli. ephippiata
structum, duabus guttis albo-luteis signatum. Caput signatura
crucitbrmi in fronte sita, maculis duabus una utrinque ad
marginem occipitalem oculoriim atque intra eas tertia anguli-
formi, albo-luteis notatum. Antennae brunneae, basi rufae.
Prothorax ut in PJt. ephippiata: angulo carinae minus
rotundato. Elytra absque plaga basali communi, retrorsum
minus quam in ephippiata angustata, interspatiis altcrnis luteo-
griseis brunneo-tessellatis.
Pedes brunnei, femoribus apice, tibiis basi, tarsisque
totis rufis.
Long. 3 mm, lat. P 3.
Hab. Nord-Luzon (J. Whitehead leg. 95); 2 Exemplare.
Wahrscheinlich Lokalform von Ph. ephippiata Pasc.
35. Nessiabrissus rufitarsis sp. nov.
N. interrnptostriato Jord. similis, sed rostro antrorsum
magis angustato, sine linea laevi mediana, oeulis mullo magis
approximalis, prothoracis carina ante scutellum angulata et
cum carina laterali obliqua augulum formante, tibiis basi
tarsisque rulis, distinsuendus.
Hab. Gabun: 1 Stück C:?).
30. Xenocerus conjunctus >j). nov.
j$. A. corae Gestro similis; articulo 3io maris auten-
narum latitudinc plus diniidio longiore; elytris linea dorsali
cum vitta suturaii et pone humerum cum linea laterali con-
juncta. linea transversa subapicali margini apicali paraliela in
Stc-tt. cntomol. Zeil. 1895.
393
-iitiiia cum vitla .•-ulurali coauexa, lateraliter lere ad lasciam
Iransversam usque piolongata; processu mesosternali triangulari,
apice subtruncato diversus,
Hab. Astrolabe Bay, N.-Guinea; 1 ,^^ 2 $.
;>7. Xenocerus discrepans sp. nov.
^. .V. niger, supra sordide cervineo-, inlVa griyeo-pubeseens.
Rostrum album, intra antenuas et sulcuni medianum sat anguste
transverse elevatum. Caput sordide cervineum, vitta super-
eiliari et linea brevi angustissima occipitali albis signatum,
sulco frontali lato profundo instructum. Antennae elytrorum
marginem basalem paulo superantes, nigrae, artieulis cylindricis,
4" 5" basi, 7<J apice, 8" toto albis, 4" tertio plus, secundo
vix, duplo loiigiore.
Prothorax latitudine vix lougior, unicolor. Elytra margine
basali subalbo, striato-punctata, macula humerali, altera dorsali
submediana parum transversa inter interstitia 3. — 7., fascia
angusta ante apieem declivem sita ni marginem lateralem ni
suturam attingente, nigris signata.
Processus mesosternalis triangulari-rotundatus. Tarsi aigri,
art. l« fere toto, 2^ basi, 4" apice excepto albis.
Long. loi|2 mm, elytr. 11, lat. 51/4.
Hab. Borneo; 1 $.
In der Zeichnung der Decken erinnert diese auffallige Art
au A'. decemgiittatus Jord. (s. S. 187), unterscheidet sich
aber wesentlich durch die schlanken und anders gefärbten
Fühler, das kürzere und dorsal viel weniger abgeflachte Hals-
schild, die kürzern, viel konvexem und anders gezeichneten
Decken, die andere Färbung der Beine, etc,
38. Basitropis pardalis sp. nov.
Q. ß. niger, ochraceo-maculatus, maculis bene expressis.
Rostrum longitudine ])lus triente latius, basi sulcatum, apice
subcarinulatum cum capite villa lata mediana ochracea in
occipite bipartita notatum. Anlennae hirsutae, prothoracis
medium paulo Miperantes, artieulis (j" — l()o gradatim latioribns,
11'^ rufo, 0" et lO" if)iigitMdiiie duplo latioribns.
Prothorax latitudine haud longior, in triente apicali fortittM-
angustatus, punctatus, lateribus subliliter crenulatus, duabus
maculis medianis, subaj)icali et basali, macula majore aute-
inediaua dorso-Iaterah', puncto dorso-laterali antebasali, ochraceis
signatus.
Scutellum ochraceum. Elytra cylindrica, ad suturam
paulo im{)res?a, ad apieem usfiue piinctafo-striata, macula
Siclf. entomol. Zeit. 1S95.
394
humerali inter strias 2am et 9^m antice bisin uata, puncto
adsuturali intra basin et medium, gutta parva in interspatio
3io autemediana, macula parva niarginali mediana, macula
irregulari postmediana inter strias 2am et 7am, macula ante-
apicali subrotundata, nonnuUisque punetis dispersis, ochraceis
not ata.
P^'gidium latum, breve, semicirculare. Corpus infra pro
parte lutoso-, paruni maculatim, pubescens. Prosternum fortiter
punctatum. Metasternum macula mediana subocbraceo-pilosa
siguatum. Pedes rufi. femorum macula subapieali, tibiarumque
dimidio vel triente basali brunneis, tarsis rufo-brunneis.
Long. 71/2 mm, elj'tr. 5, lat. 3,
Hab. CapEngano, N.-Luzou (J. Whiteliead leg. 1895): 1 ,^.
Die stark behaarten, kurzen und vom sechsten Gliede
ab verdickten Fühler unterscheiden diese, auch durch ihre
scharfe Zeichnung auffallige Art von den andern Basitropis-
Species.
39. Caranistes opilio sp. nov.
Q. C. niger, l'usco- et albo-pubcscens. Roslrum apicem
versus dilatatum, longitudine triente latius, densissime punctatum,
cum capite albo-bivittatuni. Caput linea media laevi parum
impressa in rostri basin abeuute instructum, lineola frontali
media alba. Antennae elvtrorum medium fere attingentes,
tenuissimae, basi exeepta singulis pilis longis vestitae. arti-
culis 2o — 80 basi apiceque, 11^ apice rufis, 3io quarto triente
longiore protlioracis apicem attingente, clava distincta, articulis
90 — iio crescentibus, II*^ dimidio sexti longitudine aequali.
Prothorax ab apice ad carinam a supero visam latera-
liter angulatim prominentem oonicus, a carina ad basin fortiter
subsinuatim augustatus, longitudine (4 mm) qiiarta parte iatior,
dorso longitmrsiMii inipressus, praecipue ante carinam, in linea
mediana autem parum elevatus; linea mediana, utrinque lineola
brevi apicali, altera longa a medio carinae oblicjue in medium
disci prolongata, vitta lata dorso-laterali ante carinam latiore
duas maculas fuscas oblongas iucludente, albis notatus; carina
late et valde concava, in medio et utrinque versus latus an-
gulatim fracta, in latere ipso parum (Icxuosa, haud versus
apicem ducta.
Eljtra prothoracc paulo latiora, retrorsum gradatim an-
gustiora, apice rotundata. leviter couvexa, lateribus a stria T^i
lere perpendicularia, ad apicem usque striato-punctala, inter-
spatiis couvexis, 3i" et 5*' et 7^ subcostatis, l'usca, lineolis
albis siguata, interspatiis 1'' tribus lineolis: basali, antemediana,
Stett. entomol. Zeit. 1895.
395
apicali longa tenui; 30: basali marginali, postbasali, mediana
oblouga cum lineola secnnda interspatii li contlua, anteapicali;
5'^: basali, antemediana, postmediana; 7°: postlnimerali, ante-
mediana, postmedianu, anteapicali; 9": 8ubliumeiali, ante-
mediana, anteapicali; praeterea nonnullis lineolis marginalibus.
Pygidium tuscnm. apice truncatum, angulis rotundis vitta
mediana alba notatum. Corpus inferum fuseum, sparsim
griseo-pubescens praeeipue in melasterni lateribus. Prosteriuim
subtiJissime ruguloso-granulosuni, punctis singulis instructum.
Processus mesosternalis levissime concavus, triangularis, apice
emarginatus.
Pedes longissimi, antice inf'ra denticulis aspcri; femoribus
versus apieem, tibiis ante basin et in apice, tarsorum arti-
culo 1^ apice, albis; articulo 1^ tarsorum anticorum tibiis multo
longiore.
Long. 121/2 mm, rostr. li|o, elytr. 81/ ., lat. 51/2.
Hab. Antananarivo, Madagascar (F. Sikora leg.); 1 (^.
Das erste Glied der Vordertarsen hat eine Länge von
11 mm; das hinterste Beinpaar ist das kürzeste.
40. Caranistes rufipes sp. nov,
(^. C. brunneo-niger, fusco- et griseo-pubescens. Rostrum
longitudiue fere duplo latius, intra antenuas convexum, sub-
vittatum. Caput breve, trivittatum. Oculi magni, versus
mandibulas. liaud versus antennas, angustati. Anteunae
tenuis^imae. elytrorum medium superantes, rufae, clava
bruunea, basi excepta sparsis pilis vestitae, articulo 3io quarto
duplo longiore, 4*' — 8" fere aequalibus, 9^ octavo triente
breviore, 0" — 11" inter se subaequalibus.
Prothorax ad carinam usque conicus, longitudine fere
dimidio latior; carina dorso in medio subaugulata latcraliter
rotundatim versus inferum et parum versus anticum flexa;
griseus, fusco quiuque-viltatus, couvexus, haud impressus.
Elytra prothorace paulo latiora, parallela, postice rotun-
data, forliler rcgulariterque convexa, levissime striata, striis
profunde denseque i)unctatis, interspatiis griscis, 3io basi nigro,
ante medium et apieem interrupto, 2^ et 4" medio etiam griseis.
Pvgidium rufum, griseo-pubescens, basi parum elevatum,
lateribus depressum, latitudine lougius, apice rotundatuni.
Corpus inferum griseo-pubescens. Processus mesosternalis
triangularis, leviter convexus, apice sinuatus. Pedes ruli,
femoribus supra (posticis fere toti?) tarsisque basi nigro-brunoeis;
Stett. entomol. Zeit. 1895.
39ß
niodice elougali: tarsorum primorum artieulus primin^ tibii-
breviov; femora postica abdomen vix superantia.
Long. 51/2 mm, elylr. 4, lal. 2i[o.
Hab. Antananarivo, Mada<iascar (F. Sikora leg.): 1 j.
41. Caranistes plagiatus sp. nov.
Q$. C. niger, fusco- et cinereo-pubescens. Rostrum cum
capite luteo-cinereum, lougitudine duplo fere latius, apice
fortiter dilatatum, tribus carinulis et in medio basis ."^ulciilo
instruelum. Caput elongatum, praecipue in niare in fronte
bicarinulatum et inter carinulas sulcatum. Oculi parvi rotnndi.
Antennae brunneae, erassae, eiytrorum medium (.5^), vel
basin ($) superantes, articulis compressis, absque clava distiucta,
articulo 3i<> (q) quarto plus trieute longiore, 4^ — 11» longitudine
fere aequalibus; articulo 3io ($) quarto fere aequali, 6" et ?•>
et 8" brevioribus, 9° et lO*' et iV' fere lougitudine tertii.
Prothorax longitudine plus quarta parte ($j vel paulo 0^)
latior, pone carinam a supero visam acute prominentem valde
sinuatus. dorso depressus in linea mediana elevatiis. tribus
tuberculis parvi.^^ transverse dispositis antemedianis instructus,
plaga rliomboidali disc-i cinerea; earina fortissime concava.
Eljtra in ($) magis quam in (^) convexa, retrorsum
leviter angustata, striato-punctata, interspatiis leviter convexis,
3io et .5" et 7" paucis fasciculi)!; parvis notatis; cinerea, plaga
laterali magna dorso rotunduta inter-spalium tertiuin attingenle
a iiumero traus medium extensa. macula basali niarginali in-
conspicua sat magna, duabiis lineolis in a])i('e declivi iu intcr-
spatio tertio sitis. fuscis.
Pygidium cinerenm, sub-semicirculare (j), vel rotundato-
triangulare ($). Corpus infia cinereum. Prosternum punctis
magnis densis asperum. l'edes fusco- el luteo-cinereo-aunulati,
in (q) modice, in (V) paulo eiongati; femoribus postieis (^)
abdomen superantia; tarsorum articulo 2'' sat lato, articulo 1"
primi paris in (j) leviter arcuato tibiis multo breviore.
o Long. 10''|4 mm. rostr. cum cap. 4i|o. elvtr. 7, lat. 4'('.2.
$ ,r 11 ,. ' .. 31,;. ■.. 71,'.,. .. 51/,.
Hab. S. W. Madaguscar; 1 r^, 2 ^.
Weicht von den beiden vorhergehenden Arten wesenllich
durch die halsartige Verlängerung des Kopfes, die dicken
Fühler, kleinen Augen und verhältnißmäßig breiten Tarsen ab.
Deropygus Sharp, Tr. Ent. Soc. Lond. p. 326 (1891).
Obwohl mir die beiden japanischen Arten, auf welche
diese Gattung gegründet ist. unbekannt sind, zweifle ich nicht,
Stett. entomol. Zeit. 189.'<.
:i9l
(laß die im Folgeudeu besclniebcncn drei Species von Malacca
und Borneo hierher gehören, da sie die in Sharp's kurzer
Gattunü-sdiaunose angegebeneu Charaktere zeigen. Meine drei
Arten unterscheiden sich von Ararcenis Schönh. wie folgt:
Augen schräg stehend, ganz schwuch ausgevandet. Stirn
nur I3 oder i'o so breit als der Z^vi^chen^aunl zwischen den
Fühlcrgrnbeu. Fühler mit langen Haaren; Glied 2 dicker als
1; 3 kürzer als 4; 9, 10, 11 ganz schwach verdickt, jedes
etwa fünf mal so lang als breit. Basis des llalsschildes als
scharfe vorspringende Kante unter die Schultern fassend;
Pygidiiim im J* über doppelt so lang als breit, nach der mehr
oder weniger runden Spitze hin allnuihlig verjüngt, im $ um
die Hälfte länger als breit und zwischen Mitte und Spitze mit
stark erliühter Qiierlanielle verseilen. Vorderiiülten groß, fast
an einander stehend. Fortsatz der Mittelbnist zwischen den
Mittelhüfteu senkrecht, schmal, Ende des Fortsatzes convex.
Hinterbrust in der Mitte im ^ breit und flach eingedrückt,
jederseits geschwollen. Abdoniiualringe 2 bis 4 in der Mitte
sehr kurz: 5 fast so lang als die 4 anderen zusammen, im
(J hakenförmig nach vorn gebogen und vor der Si)ilze mit
Haaren besetzt. Glied 1 der Vorderfiiße im j so laug, im
2 weniger länger als 2, und im r^ kaum länger als breit;
2 sowie 3 allmählig verbreitert, kurz. Hinterschienen dorsal
vor der Spitze mit Haarbüschel, der auf einer zahnartigen
Erweiterung der Schiene steht.
42. Deropygus haemorrhoidalis ^p. nov.
Q^. l). luteo-üavus, supra ex maxinia parte bruinieo-
nig«r, pubescens. Mandibulae apice brunneae. Caput unicolor,
vel vitta mediana, vel macula triaugulai'i occipitali brunneis
BOtatum. Antennae brunneae, articidis 2 basalibus pallide
rufis. .Oculi oblique transversi, ai)proxiniuti: interspalium
frontale parum convexum, in (j) angustius (|uam in (V),
(juartae vel tertiae parti spatii inier antcniianiiu inscriiones
kvtitudine vix aequali.
Prothorax lalitudine ante basin niaxima brevior, lateribus
leviter rotundatus. dor.-o aequaliter levitercpie convcxus, basi
bisinuatus, macula geminata basal! saepe totum discum occu|»ante,
«aepe transverse cordiformi, utrinqiie duabus guttis parvis,
una antebasali, altera mediana parum magis versus lineam
niediani disci sita, interdum cum macula basali conlluis,
brunneo-nigris: angulis carinae basalis fcre rcciis.
Sictt. cnioinol. Zeil. 1895.
398
El3'tra bninneo-uigra, ad apicem usque striato-punctata,
stviivS insensim griseo-pubescentibus; apice declivi luteo-flavo
luteo-pubosccnte maciila in utioque elytro magis brunnea
excepta.
Pygidium unicolor, vel inedio brunneiim, iu (r^) carina
mediana instructum, ante apicem rotundatum subüliter striolatum,
in ($) subcarinatuni ante apicem plicatnra foliacea transversa
instructum.
Corpus inferum lateribus saepe hie et inde uigro-maculatum.
Segmentum anale in ($) apice utrinque denticulo incon^picuo
armatum. Tibiae basi apiceque brunneo-nigrae; tarsi sordide
flavi, articulo 1° brunneo.
Long. 41/2 nii", lat. 13/ 4.
Hab. Perak; 3 (^, 4 $.
Die Zeichnung des Halsschildes und die Ausdehnung der
dunklen Farbe der Beine sind nicht konstant. Auf dem Hals-
schilde treten zuweilen gelb lomentirte Flecke hervor, von
denen besonders einer in der Mitte hinter dem Vorderrande
und je einer jederseits hinter der Mitte auffallig sind. Die
Flügeldecken haben, mit Ausnahme der gelben abschüssigen
Spitze, keine deutliciie Zeichnungen.
Das Analsegment des $ ist jederseits vor der Spitze
schwach eingedrückt und trägt an der innern, der Mitte
zugekehrten Seite des kleinen Eindrucks eine in ein Zähnchen
endende scharfe Kante.
Das Pygidium des '■%. hat vor der Spitze eine querstehende,
hohe, dünne Falte, die nach oben umgeschlagen und in der
Mitte am höchsten ist.
48. Deropygus raaculatus sp. nov.
r^$. Specie piaeccdente multo minor ^ basi prothoracis
multo levius sinuata, macula geminata disci apici minus quam
basi approximata. gutta laterali post mediana, altera infero-
laterali aulemediana, pube grisea sericaute apicem occupante
in lateribus et in disco maculas formante obtecto; elytris
griseo-maculatis: annulo basali gibbositatem basalem circum-
cingente ex lineolis composito, lineola suturali autemediana,
macula transversa laterali posthumerali, altera postmediana
intra strias 5fini et 8am, tertiu suturali communi omnium
majore; spatio flavo apicali antice fascia grisea determinato;
pygidio (,j) ante ai)icem haud striolato; pedibus totis pallide
flavisi. segmento anali in ($) apice sinuato distinguendus.
Long. 2^1 2 mm, lat. 1.
Hab. Borneo; 4 ^, 3 i.
Siett. entomol. Zeit. 1895.
39Ö
l)io, weiß-graue, scidenarligc Pubopoenz des Huli^scliildes
iiimnil die gelben oder gelblielien Stellen ein und tritt beson-
ders am A))icalrande und in drei eine i>nslmcdianc Querreihe
bildenden Fleeken bervor. Die sebwarz-braunon Zeiobninigen
des Ilalsscbildt's sind variuliel. Die llnterscite <les K(upers
ist meistens blaßgelb, die Ilinlerbi'iist bräiinlicli oder dniikel-
brami. Das Pygidium des ,j ist scbwacb, an der Basis etwas
deutlii'ber gekielt; im $ bildet die bei voriger Art erwäbnte
<^)uerralte einen mit der Spitze naeb binten geriebteten. stark
abserundcten Winkel.
44. Deropygus analis sp. nov.
q5' A duabus speeiebus praecedentibus oeulis magis
rotundatis, inulto magis distanlibns, pygidio abdomineqiio nigro-
briinneis praeeiptie distinguendiis.
Long. 8i,'.i mm, lat. 11/4.
Hab. Perak; 4 ,^, 1 0.
Die Stirn ist zwiscben den Augen über balb so breit als
der Zwisebenraum zwiscben den Fiiblergrnben. Das Halssebild
bat eine äbnlicbe Pubescenz wie in I). mnculalits m. Außer
dem Doppelileck in der Mitte vor dem Kiel bat es nur in
einem Exemplare noch ein dunkles Fleckeben auf der Scbeibe
vor der Mitte. Die Decken sind fast wie in haemorrhoidalis m.
gezeicbnet, jedoch ist die graue Pubescenz deulliclier und
bildet besonders neben dem Scbildcben und auf der NabI vor
der Mille (inen deutlicben Fleck, sowie binter der Mitte
mehrere Stricbelcben, welche in einem vorne ofTenen Bogen
stehen. Die Tibien liaben keinen schwarz-braunen Basaltleck.
Das Pygidiimi des ..^ ist im basalen Drittel dach gekielt,
der Kiel ist kurz vor seinem Ende etwas mehr erhöbt; im
$ bildet die Querlalte zwei nach vorne olVene Bogen, die in
der Mitte des Segments fast zusammenstoßen.
4r>. Doticus subplai:atus sp. nov.
j If. lio^-truin bi'evis.-iniiiin leviler depres.snm. cum ea|)ile
anlice medid siibliliter canaliculato unicolor, fulvo-pubescens.
Antennae rufae, ])rothoracis basin band superanles, arlieulo 1"
arcuato secuudo fere duplo longiore, tertio cliam parum arcunto
longitudine aeqiiali, 0" — 8'^ gracilibus gradalim decrescenlibus,
O*^ — 11" Iriaugularibus, singulis octavo lum lougioril)us, inter
ee aequalibus, 1 l" apice (»bli(pie rolimdato.
Prothora.\ ab apice Irans medium ad carinam lateralem
desinentem usquc gradalim fortiter, deinde ad angidos bnsales
aculos retror.>-um productos usque i'aulo dilatatus, basi Iriplo
8te(t, ontoniol. Zeit. 1895« Oß
400
apiee latior, basi lale levitev bisinuatiis, disco poslicc deprcssiis,
iiilvo-pubesceiis, iiidisliiicte fiisco-gnttiilatus, dcnsissime sub-
tiliterque riiguloso punctulatus. Sciitelhim albo-griscum. Elyha
ad bumeros rotundatos lalitiidino piolboracis, ad sciilelliim
levlssimo siniiala, retrorsiini panini aiitrustaUi, dorso de[>lanata
a basi ad regionem segmenti penullimi abdominalis paniatim
decdivia, pone basim dislincte gibbosa, striato-punctata, sutura
postice impressa, interspatio tertio ante apicem cariuitonui
tubei'culum praebenle: fulvo-pubescentia, hie et inde fusco et
griseo tesseliata, vel unicoloiia, niacula communl i)arva arcuata
auteapicali siibnigra.
Pygidium trianguläre, in ($:) longius quam in (^ ), lulvum,
basi plus minusve fusco-notatum. Corpus inferum eineraeco-
pubescens. Prosternum brevissimum, processu intracoxali sat
lato triangulär!. Processus mesosternalis perpendieularis, lali-
tudine parum brevior. apiee truncatus. Metasternum piinctis
erassis instruclum. Abdomen densissime punetatiim, segmentis
inedio levissime deplauatis, in (,j) subinipressis, segmentis
anali in (,^) margine apicali bispiuoso. Pedes brunnei, femo-
ribus et tibiis rufo-tri-annulatis. tarsorum anticorum arliculo I''
longiore angustioreque in ($) quam in (j).
^ Long. "^51/2 mm, eljtr. 8^,4, lat. 23/^.
Hab. Tenimber-Insebi (W. Dolierty leg., Juni-Juli 1892).
46. Doticus alternatus sp. nov.
$. Elytris densissime subtilissimeque granulato-punclulatis,
insensim striatis, magis eonvexis, ante apicem band tuber-
culatis, interspatiis allernis ochraceo et nigro tessellatis a specie
praecedente distingueudus.
Hab. Sumatra: 1 $.
47. Dysnos ceylonicus sp. uov.
Rufo-brunneus, lutoso-pubesceu.*. Rostrum planum, lateribus
rectis, angulis rolmidatis, lougitudiiie triente latius, cum niau-
dibulis antrorsum retlexum. Occiimt niedio brunncum. An-
tennae brunueae, articulis duobus primis fuscis,
Prothorax Ibrtiter convexus, latitudine band brevior,
angulis carinae basalis acutis, lutosopubesceus, 10 maculis
brunneis, 5 postapicalibus. 5 posfmedianis, plus minusve
obviis, quarum mediana posterior longior in medio disci biloba
versus scutclhim lineiformis, notatus.
Elytra latitudine prothoracis, retrorsum leviter anguslata,
convexa. ad suturam band depressa, sat fortiter striato-punctata.
interspatiis lineolis bene expressis bitosis in interspatio S*' et 5"
Stell, toloiuul. Zeit. 1996.
40l
longioribu.s (praecipuc ad basiu"), siguatu, spatio bniiineo giilti-
foniii sulurali postscutt'llari piibo liitosa iiiterspatii primi cinoto.
Pedes nifo-briinnei, tar.sis apice pallidi' nd'is.
Long. 2*|2 fTiin, lat. Uj^.
Hai», (.'evioii (Tvpiis: Mus. Steüin)^ 3 Exemplare.
48. Dysnos subglaber sp. nov.
Q. D. nigor, spar.^is pilis griseis sat crassis oinuino
veslitiis, supia et infra deusissime, in pronoto reliculatiin, in
elytris grauulatim, punctatus; palpis, mandibularum basi, uutea-
nanim articulis diiobus ba?alibus, tibiis anticis apice excepto,
iuteo-nilis, auteiuiip. coxis anticis, genibus larsorunique apice
briinneis.
Antcnnae iirotlioracis basin parum snperantes, articulis l**
parum arcuato, 2" breviore crassioreque subgloso transveisim
j)avum aciculato, 3^ — 8" giacilibns gradatim decrescentibus;
clava longa teuui, articulis 9" et 10"^ trans medium subito
augnstatis, eorum parte apicali tenuissima; pilis longis in clava
sat densis sitis vestitae.
Protborax longitudine trieute latior, angulis basalibus
retro ductis, conicus, dorso convexus, basi levissime convexus,
carina laterali medium lateris band attingente, angulo carinae
recto. Elytru latitudine protboracis basis, convexa, bumeris
oblique valde rotundatis, ad suturam band depressa, l'ortiter
striata, striis punctatis. Pygidinm trianguläre, linca media
parum elevata.
LoDg. 21/4 mm, lat. '^j^.
Hab. Perak; 6 ^.
Die Basis der Äliltel- und Ilintertarsen ist in einigen
Stücken gelb-braun.
Stelt. entomol. Zeil. 1895. 2G'
402
Tnhaltö -Verzeichniss.
Ciirctilioniden aus der Aelliiopisclien Rogioii von .1. Faiisl.
S. 3(.)3. • — IJuilräge zAir Kenntniß der MistUäfer, Lamellieoniia
onthophila. V. von II. J, Koll)c. S. 329. — Coleoptevcn
aus Afrika. KI, von demselben. S. 345. — Zwei neue
Lamiinen aus We.'^t-Afrika von Dr. K. Jordan. S. 307. —
Zur KenntniTs der Anlhribidae von demselben. S. 3G0. - —
Inhalts-Verzeiehniß. S. 402. — Inhalt des 56. Jahrganges
der StetUner entomologisclien Zeitung 1895. S. 402. —
Alphabetisclics llegisler. S. 403.
Inliall rfes 5(1 Jabrgiuigcvs
der SlcIliiRT iMiloiiiologischen Zeituni»' 1896
(alphabetiöch geordnet).
— Seite
Alphabelisehes Register 403
H. Disque. Hiolouische Mittheiliingcn über einige Klein-
fal'fer. . .^ ^. 243
Dr. II. Dobrn, Eine neue Epicopeia aus den Kattak-
bergen Sumatras 207
J. Faust, Einige neue Luzon-Curculioniden des Museum
Tring [i
Derselbe, Rüsselkäfer aus dem Malavisclien Areliipel 81
Derselbe. Sechs neue Cureulioniden-Gattungen und ein
neuer (iloehinorhinus ." . 212
Derselbe, Curculionidcn aus der Aelhiopisehen Region 303
A. Fuehs, Kleinschmelterlinge der Loreley-Gegend . . . . 21
Fred. Gudmann, Reiseskizzen 115
Ed. Hering, Das Aurweichen getrociineter Falter .... 235
U. Jakoby, Deseriptions of new species of Phytopluigous
Coleoptera tVom the Inilo- and Austro-Malayan-
Regions 52
Dr. K. Jordan, Reiträse zur Kenntniß der Anlhri-
bidae "T 122 245
Derselbe, Einige neue Käfer der Indo-Australischen
Region in der Sammlung des Tring-Museums. . 2GG
Derselbe, Zwei neue Lamiinen aus West-AtVika .... 307
Inhalts- Verzeichniss 207, 300, 402
flett entomol. Zeit. 1S9&.
403
Seite
II. .1. Kitlbe, Ht'iträge zur Kenntniß der mt'liloj)liiieii
Lumelliconiier (Coleoj)tera) 271
Derselbe, E. Wasmaniis krilisclies Verzoiehniß der
niyrmekophilen und lermitophileii Arllinjpoden 294
Dert^elbe, Beiträge zur Kenntniß der Mistküf'. r, Lumelli-
coruia onthophila, V 1^20
Derselbe, Coleopteren aus Afrika, III 'A4o
Ca rl lleutti, lieber die HypenodeH-Arteu 209
Heinrich RiTfartb, Ueber Agrias-Arten 204
Dr. Seitz, Reiseskizzeu ^ 228
Vereins-Augelecenheiten 299
Alphabelisclies Register.
A'ii riis Hpcciosus 63
Alilaliia argenttiiia 23, C<»u-
aiia '2o, Oi^scana 23
A talyptus 11
A c h c r 11 ö lcmoralis222, nigri-
cans 222
A c i [) t i 11 a baliodactyla .... 51
A c m o c e r a variaiis 140
Acoryiius albojruttatiis 154,
amabilis 165, analis 157,
iipatcnoidcs 152, apicalis
1 54:- baljanensis 159, bigutta-
I US 153, carinifrons 155.
cryloiiicus 154:. cincracous
152, 158, clu'lus 378, cyliu-
(Iricus 152, disclusas 371).
(lisciddalis 154, divcrgfiia
379, Doliriii 151, i-inargiiia-
iiis 148. iVuiitalis 148. gutta-
liis 151, lafvicolii.s 150, !<'ti-
co.stictus 164. liiiciilatus 156..
litigiosiisl59, 379, liizxnicu.-}
1 56, iiiargi lu'lliis 379, palli i»f.s
159, i»ardnrf 380. i»unrtaliis
154. 379. puiicliiii'iiui.s 152,
i-ii,sti(Miy 148, .simili.s 154.
-Iriolaiii.-; 148. siilcirostris . 14S
ätott. entomol. Zeit. 1Ö05.
Acrotliyroa rufufomorata. 284
A c }' t li o p (.' u s javaiiiciis 3, 17,
Ui.\ata.s 17, Pascod 3, 16
Afdouioiins 309. einiiienlc-
punctatas 218, Erichsoiii.. 310
Aoui'lca lüiigiconiis 74,
iiictallica 75
A c t h i es s a 271
Agrias auiictta 205- claudia
204- claudiaiius 205, higciis
206, sjirdaiiapaluä 204
AI cid es albocinctus 81, 97,
Blaiicliardi 97, Boheiiiaiiiii
97, Barmeistrri 97, pro-
lliifiis 81, 97
iV 1 1 u s t r ü II g y 1 i u m 364, lig-
nariiiiii 365, silvcslrc 365,
Iritdiiiicrum 366
Aiiiaiirina 285, aiiimli[n's
286, cognata 286, luiiata2S6.
p()ly.~)licta 286, spoliala . . . 2S5
Ainu rplioidoa basalis 13.
(I<.r.salis 3, 12
,\. n a ca 111(1 öirf ügulfUa 33-,
rciiiiösrlla 32, vrtustcHa . . . ,'{3
Aiiar <■ ra at (.'S liiiniu-iilatii.s. . Mi)
A IIa ca calUdrvas 233, upaliiia 233
J04
Analotcs discoidca 167
Ancurrhiiius cyliiidricus . 195
A 11 li el i ta 142, liiieata 142
A 11 o p 1 0 c h i 1 u s 271
A II l h i p h a abdominalis 72,
Fnilistorferi 73, javaua 73,
uiarginicoUis 72, nigra 72,
(|iia<lrimaculata 71- quadri-
plagiata 72
A 11 1 h r i b u s alboscens 199,
albolineatus 183, alternaiis
199, arcilerus 183, loiigi-
coniis 130, 199, nivcirostris
199. pulK'scons 199- roboris 199
A 11 1 li a r h i u i d e s 216
Apatenia 162, insignis 390.
pallidiceps391. raniceps39l,
scelesta 390
Aplasta 271
Apocyrtus gibbicollis 3, 8,
impius 8- miser 3, 8, pro-
ianus 8. sparsus 3, 9
Apolccta asporicollis 179,
depredsipcniiis 179, 264,
la-sciata 180, gracillima 180,
javaiia 179, maculata 264,
minor 181, Nietiieri 179,
puiicticDllis 179
A r a t; 0 c e r 11 s bifovcatus 203,
irrcsolutus 204
Aracucory n uri Ciiraiiigi235,
euroiis 265
Atta cephalota 298
Aiilcxis philippiiioiLsis 55,
pul)erula 55
Autonopis 225
Bai an in 11^ axillaris 3, 15,
bicolor 3, 14, C. albiim 13,
ek'plias 15, flavuarciiatn.s
13, pertiiiax 3, 13
Maridius iiitrus 19, liinidas 19
Baris biliiit-ata 16
Barysthi'lus nilicoHi.s 329,
singuinicolli.i 328
Stett. eutomol. Zeit. 1895.
B a s i t r 0 p i s 202, 1 nt osus 194,
pardalis 393
Blopiarda 220
Botys episcopalis 117. vibi-
calis 117
Brachy cyrt US cicur 321.
setofasciatus 322
B u p h o n i d a philippinensis . 75
Butalis cuspidella 37, flavi-
laterella36, var. immaculata
38, parvella 26
Bycrea villosa 298
Cacco rli i Ulis disconotalus
203, lateripictus 201
C a 1 1 i t h o m i a hc-zia 232
C am p y 1 o s c c 1 i 3 313
Candczea discoidalis 70
Caranistes opilio 394, pla-
giatus 396, rufipos 395
Catachaeuus 4
Catopsilia arganic 233
Cecrates 4
Cedus Audouini 163, 387,
torviis 163. verrucosus . . . 387
Centriiiopsis ebeuinus . . 3, 18
Cerapterus coiicolor 351,
Stulilmaniii 351
Cerophysa borneensis 77,
fascialis 77, nodicoruis. ... 78
Chaetectetorus 220
Ch Uli des 216
Ch rysochus siameiisis . . . . 67
Cledeobia acuiuinalis 209,
albistrigalis 209^ costaestri-
galis 209
Cleorina fulvipes 63, fulvi-
tarsis 63. nigrita 63
Codmius 327, Hildebraiidli 327
Cocligethes robustus 80,
unicolor 80
Cuelocorynus 353, runso-
ricus 353
Colaeil iß Julia 232
Coleophora all»idella 40,
405
albifiiscella 39, alcyoni-
pcnnella 38, aiiatipcnnclla
40, arto.misiae 41, gfiiistao
39, loucapeiinella 39, ro-
bustolla 40, siloiiella 41,
similUinella 41, viilneraritiL' 40
Commista latifroiis 248
Concliylis atricapitaiia. ... 25
C o n 0 c c p li a 1 u s 225
Conopisthen 222
C ü p t n r li y n c li u s 5
Coriiipila 159, lutripcd . . . 160
Coi'ynodes Duhriii G4, h'u'-
sutus 64, Lefovrei 65, mulli-
codtatus 66, nigipfiinis ... 66
Ciirv phocora l'hui'lu 266
Cra iiiorp liniis 343, gran-
(iiccps 343
C rat Opa ris liniiiiR'ipcs 202-
luriclus 203
C r y p t o c 0 r ti y 1 u s 222, «iua-
driinaculatus 223
Cyiimbülns bicinctus 98-
sobitus 99, tricinctus... 81- 98
C y «losia nobiUtella 121
C y 1 i n d r 0 c y l a 225
Cyllopboriis dictator 312,
Imitator 312
Cyphophorii idaci 35
Cyriocratfs amoenus 269,
Mcdenbachi 269, /onator. . 269
C y r t o p i 3 1 b <■ II 222
Cyrtotbyrca 286, brovis. 280
(' y st i n e u r a hyperinni-sti ii . 235
D;iiiiiis agk'.cidcrf 2)2, ar-
cliippiiö 231
Dfcala pbaiu'S lidiginoöus
247, occultns 240. iiict n - 2 17,
piuictipi'iinis 24;)
!>i'Copl»lbaliuus 316. aH)i-
vrntris «^'b
Doiopcia oniatri.x 230,
pulclu-lla 230
Di-nd mt ro;^ ii > ini;.:a!;ti-
Ölcll. eaiuiuol, Zeil. l»95.
poiinis 191, coUigciis 190,
lalla.v 190, Feac 190, 192,
hypocrita 189, pcrf(jlicornis 189
Dcreliosus aridus 221
Dormatodes siibfarciatiis. . 82
Dormatodina 81, vitiosa.. 82
Deropygus 396, anal i.s 399,
liaemorrboidalid 397, inacii-
latiis 398
Deiitero cra tcs loiigicdniis 130
Dia polmu.-; 11
Diatht'tL'S Kiiia'iiUiaU 81,
104, stri'imus 104
Didonis bibUs 235
Diplognatha spiriipoiinis. . 280
I) i re c ta r i u s convexipennis
166, 203, signatus 166, sub-
p'.agiatiis 388
Dispbac ric US 346, 347,
chivicornis 346, ronradti. 340
Dolicliostetb US 271
Doticus altcriiatus 400, sub-
planatus 399
Dor \ 267
Dysnos c ylonicus401, s'ub-
glaber 401
Eantis Imsu-is 233, lhrari«j . 233
E c L- 1 0 n 0 r u s arcifor 183
Ectatops 82
E 1 a c h i s t a anserinella 44,
iirgL'iilt'lla 44, collilolla 45.
iVstucicolella 44, pulluti-lla 44
Elapliinis 271
Emir OS 13 lactccUa 244
Kpbt'Stia Kiibiiiclla 23
Epicopi'ia ballaka 207
Kliipbylax 313
!■. p isomu s ci'U-ln'usis 81, 89.
i lluibriatus 81- 90, Kniat/.i
81. 90, iiübilis 81. 90
Erylli rod«'rma 285, rubra 285
j Elic-llii ZiMkfiicUa ........ 117
1, E n c 0 r y n u .s colligens 189
406
E u 0 i (] c s aliplicra 282., "luuiasa
232, XJ.ivana 282, vulgiformis 232
Eugigas Cliildreni 134, yo-
liathus 132, HiirmiuuU 132,
369, pupa 132, Öcliitnlion-i
132, sulphurca 132. tcoso-
latus 369, WhiU-lR-adi 133
E^iigiiat Inis 4
Eugu or i st u.s nionaclius. . 227
E u !> ]i o r i a basalis 272, Cliil-
dreni 272, I.atrellU-i 272,
It'iicograplia 272, liirida 272,
jmk-lu-lla 272. varicgaLa 272,
. Westermanni 272
E n t y rlii 11 u s 220
Gib b e r 176, ttiborculauis 177, 388
Glcnea carueipcs 368, flava
270, iiuparilis 368, maculi-
iVra 271, proxima 368,
vjttata 868
Gl o c li i II 0 r h i n u 3 Cooki 227.
Doublcdayi 227
G o 1 i a t h i 11 u fl 271
Goliathus 271
Grammopyga 284, cincta. 285
Graj)h»)]i tlia coiiipositclla
27, 244, liösaiia 27, palli-
tVoiitaiia 27
0 lila mcntus 200, cylindri-
cus 201
G y innoguatli Ub acutaugu-
lii.s 170, aflinis 251, Bolilsi
172, brovirostris 250, i'iiifti-
••ollis 168, (•lathratus 170,
cdinpar 167, docoratus 167,
dur.sdiiatatiis 167, P'ahraei
249, JlexuotiiislTS, Menctric.si
250, molitor 249, ornatiis
171, robustus 169, toiuiis
250, variicoriiiä 174, viciiuit; 250
G y m 11 u !> 1 c u r u s atioviitn.',
335, asyarcus 333, consan-
guiiious 334, ciTiiulatiis 333,
ciipicovirciiö 333, Dolcgor-
Silt, e&tomol. Zeit. 1895.
guci 334, 335. lastiditn»
334, igiiitus 336, var. laevi-
uscula 336, Krügcri 336,
laetus 336, laevicoUis 836,
malloolii8 334. moeiviis 335,
imstulalus 335, tlialas.siiiu.s
335, iiinbi'iuud 335. vircns 336
Gy na iid roror uö aiitciniaUi:»
195. punctiroUid 195
G y p 0 II y (' li u 5 , 82
Habrif.suö assellus 177,
l'asciatus 178, oniadioides
sellatuö 178
llarpella bractclla 244
IK'l i c 011 i US cucrati-' 232
rieliocop ris atropos 339,
biimprc'dsus 339, biu-cphalus
337, colossus 336, eryx 337,
338, lauiius 340. gigas 336,
Himtcri 338, mutabills 337,
iieptuiiiis 337, trilobus.... 338
Uepialus lupiilliiuä 26
Hetacrius tristriatiis 297
Heteraspis bonicriisis 61.
eelebcnsis 62, liii'tns 62
Heteroclita 271
H 0 111 a 1 0 p t 0 p s benignus 322,
fasciatus 322
H o in a 1 0 1 h y r c a 288. Fra iiki 288
Homo tu y IT a 287, liclriiatj
287, tlioi-acica 287
IIoploi'li i n ii:> carlioiiariu^. 216
IIucus (.'urous 386. lati-ralis
162, lincaticoUiö 161, nu;la-
uostoma 161. ornatud 163,
vcätitus 163
H y 1 L- s i n u s in rdolutus 204
llypcnodcs 209, acuminalis
209, albistrigalid 209, albi-
^tl•igatis 209, albistrigatiiP
costae^trigalis 210, tuenia-
lis 209, -211
II y p o 11 o m 0 u t a cagnagoUns
28, cognalclluö 28, cvuay-
407
melius 28, iri-orciluÄ 28.
mahalebellus 29, varial)ilis 28
Ily psflogenia 271
1 1 y p £ c 1 () t r (» p i s al bat us 124^,
anmilicornis 121- al). ussimi-
lis 125, ßati'ji 125. poctu-
ralis 127
üypsesd 162, 176, axüUiris 391
1 0 h t h y o p i s t li c 11 222
Ischnocoriis aeiious 372-
impressicullis 373, iufiis-
catus 372, mustcllinus 373,
tubcTciilalus 373
1 s c li n ü ö 1 0 lu a 271
I .>5(>pterus 3. 4, irruratus
3, 6, sigiiatu:^ 3, ö
1 1 li y p u r u s aridus 305, sig-
iiatus 305
Laoilia l)iUiieata 3, lincata
17, tristis 3, 18
I.eio ptil US carpliodactyUi.s
51, tt'[)liradactylus 50
Luina .sumbawat-'nsis 54
Loptops sublasciatu.s 322
L e p 1 0 1 h y r e a Perroudi .... 284
Lcucücelis 284, ad .spe rsa
284, aeiioicolli.s 293, vai\
iiiinur 293, alboguttata 291,
albuöticta 290, ^ar. atro-
coeralea 291, brc-vis 286,
discolor 292, flL-;7aiis 291,
liacmorrluiidaÜs 28t, Ililde-
bvaiidli 291, niaiisuna 292,
plebeja 290, rubi-icc[)s .... 287
Liraenitis archippua 231
Lindinia i-orrugata 60, I-''-
fcvrci 59
Li Uli de sin US corcus 352,
Slulilinauui 352
Lila lialouella 31, proclivclla 30
LitoceTiLS annulipe.s 147,
crucicoUis 145, dursiilis 145,
(lexuosus 384. gfiH(.'Ilus381,
hiritrio 152, iniliiians 385,
S(eu, entomol, Zeit. 169:>.
inoi-rai.s 383, var. uigri-
vcutvis 334, javauicus 384,
uiadHgascaricn.sis 164, mocst us
381, Pavici 147. pcrplc.\u.s
381, pliilippiiifusis 144,383,
picturalus 146, pictus 1J6,
suturalis 381, torosus 152,
variegatn.s 145, verrucosus 3S2
Litotropis latcritius 193,
pustulosus li»2, sciniusUis. . 193
Li.xus biuodulus 10- luzoui-
cus 3, rlioDilioidalis 10
L u u c h 0 1 h y r c a 289, uiozain-
bica . . . . " 289
M a c r a u l a c u s 309
Maoroceplialus cluoreus. . 130
Macrolcma luugicoruis. . . . 53
Malaxia maculicoUis 71
Mausoleopsis albouuugi-
uata 287, eustalacta 287,
fuuebris 287. 289. nculala
287, Revoili 287
M 0 eil i .s 1 0 c f r US aduinbratiis
306, cribratus 308, Fauvcli
308, maculipcs 306, Pascoci
308. (iucdcnfoldti 308,
ruralis307, sollicitus 81- 97,
violatus 98
Mecoccrina 164- xcnoco-
roidos 165
Mccocorus assiinilis 138.
atcr 137, basjdis 138- las-
ciatus 140. fn-ualus 110.
luticbris 140, gazc'lla 137.
gibbilVr 138, Meclu.wi 139.
oculatus 140. .Simulator 138.
vo.stiius 139
^Iccotropis arcilfr 372,
bipuuctatus 370, 372, brrvi-
rostris 137. 372, Fruli-
.storleri 137, 372. gullitV-r
370- iiLsignis 137. 372,
iiiaculosus 372, iiiariuorrus
136. 372, uigropictus 135,
408
372, paiitherinus 372, varie-
gatus 372, vitticollis 371
Megachi rus 212, fuscovarius 213
W egal oda eil e gramlipeimis
352. subseriata 352
M e g a 1 0 r r lii n a cximia 275,
Ilaroldi 275, Harrisi 274,
niiikcMigiana 275, peregrina
274, Poggiana 275, proccia 275
Megainastu3 303.epliippiger
303, 323. insularis 323
Menemachides 216
M c r i o n 0 e d a araabilis 268,
iiignceps 268
Jictatyges 213
Me tri oder iiri 316, 317, vir-
ginaliö 317
Microtliyrea amabilis 284.
oiislalacta 284
Miny r US 11
M y 1 1 o c c r u s iiiterru ptus ... ',i
Nemo plias inalachiticus . . . 270
Nomotois DumcrilioUus 30,
minimollus 23, 29
Nessiabrissus interrupto-
striatus 392. nifitarsiä 392
Nessiara 162, didyma 390.
llavosigiiatal75. 389, optica
390, robust; 389, sellata 389.
sellifera 389, variegata 388
N 0 d o s 1 0 m a ^ti jni osum .... 59
Ochromolopis ictdla .... 34
f > d o n t o r r lü 11 a 271
Oecopliora Boridiaugenii
243, formosella 243. Inmlt-
di-lla 34. lunaris .34, 243,
Jlt'tziierclla 34, proccrelln
24;i. i»3oud(ispn't('lla 244.
siinili'lla 243
() idü niiat it ph o r U:? litliD-
dactylns 50
OiiiotfirTTiu.s cinctiiöSl. llH.
Firntiiuixi 101. iwiniato-
criniliis 102. iiigrocriiiitus
Sietl. emomol. Zeit. 189ä.
81, 99, Olivicri 99. prin-
ceps 99. sei'riwstris 99.
Swiostrac 100, vicarius 81, 100
0 ni t i c c 11 u 3 monstx'osus . . . 298
0 11 1 li o p h a g u s exteiisus 340.
subcxtensus 340
Ontoctetorus 3, 11, scu-
tellariö 3, 11
0 r p li n u s bilobus 342, iiyassi-
cus 341, var. improsso-
striata 341. sansibaricu.s 341,
senegalensis 341, subfurcatus 342
0 r t li 0 g 0 u i u ö 1 ire vit liora.v
349. coracinus 349, Kickeli
348, latus 348, nyassicus
348, parcepunctatus 348,
piiiguis 348, senegalensis. . 349
Ox yopisthen linca-all)a 222.
vittatum 222
0 X y p t i 1 u d loran us 48, mar-
ginellu.s 48, obscurus 48.
parvidactylus48. loucrii 49.
tristis 49
Oxyrrhaphia 279, lielota
280. Hildcbrandti 280
Oxythyrea cinctolla 284.
funesta 284, stictica 284
0 z 0 1 0 lu e r u s discoidalis . . . 196
Pachnoda discolor 278-
pygmaea 279. rufovirons. . 279
P a c h y r h y n c li ii s For.steni
95, gemmatus 7, gloriosus
3, 7, inclytus7. latilasciatus
95, modestior 7, Water-
housi 81, 95
Parisocor dy Ins 313, bi-
faticiatus 314, gabonicus. . . 316
P 0 n t li i n a fulgidana 23, 26.
textana 26
P e r i 3 s 0 d e r e s collaris 328
Phaeoclirous Beccarii 342.
stiTcoiiirius 342
P li a u 1 i in i a alternata 392.
400
pphippiata 892, linoata 176.
priva 392. rutesccns 176
rii ides xauthodact.ylus .... 240
Phil liarmostc.^i liVS. aeiiou-
viiidis 344, integer 344
Phloeobius albescens 198,
ai-cifer 183. gigas 198,
iiigroiingnlatus 1913
r h 1 0 e o p li i 1 u s decoratus 200,
sugillatus 201
Pill oeotragus albicans 132.
annulicornisl24. bi'evis 131,
cyliiidripennis 369. gigas
130, 246, lun-os 130. 246,
liottentottiis 131, Imliolli
130, 869, Öchönherri 131,
siniilis 130, 369, sparsutus
181, subfasciatus 131^ vari-
color 131, vai-icornis 1.30,
viator 131
P h 0 X o m e 1 a 271
Ph theochroa aeiieana .... 25
Physarchus 213
P h y t o r u 3 Friihstoiferi 60
Pieris brassicae 230, inoiuiste 230
Pioinera ornatipeiinis 55
Platy nodes Westennaiiiii
vur. peregrina 351
P 1 a t y X a n t h a nigripennis 79,
pallipes 77. rufoinarginata . 78
P o e c i 1 c) p h i 1 a liebraca 280,
macnlatiwiiiia 280
Poly plast US bienlor 28!^
Puly stalactica 271, aCiinis
282, rausculus 283. pum-
tulata 283. stellala 2S3.
stipatrix 283
Prodioctes ainociiii.s 109.
Iioriieanuh« 81. 108- taritien-
sis81. 113, Dehaani81, 111,
eximius 114, fallax 81, 113,
Frniu.tortcri 81, 109. geinei-
Iiis 81. 113, geniinii.s 8t,
112igcniciilatiisSl, 105. vur.
Stett. entomol. Zeit. 1895.
austenis 105, haematiciis
106, iutcrjcctns 81. 114.
Kirochi 81, 110, Uiieanigra
81. 107, üctopustulatiis 81.
107. ([uinqnepustiilatiis 81,
109, siughaloiisisSl.torridus
81. 111. tristis 105
Proictes 82
Protocerius lervidiis 103.
hcrosl03, laetus 103, praetor
81, 102, sacaduplcra 271
Pseudinca adraixtus 281-
Fischeri 281, Hein.scnius . . 282
Pseudobalauinus aduin-
bratus 325, bicniciatus 326,
ßohemanui 325, leiicnlomus
825, pulcher 326
Pseudoprotactia. . . . 271. 288
Pseudotephraea fiu-rururia 289
Psoraelcs irroratus 6
P t i c h o p u s angulatiis 298
Ptychoderes bi-evis 123,
callosus 123. dcpressiis 123,
longieollis 123, uiixlus 123-
nbsoletus 123. rugic(»llisr22.
tricostifrons 123, vittatus.. 123
P y c n 0 s c h e in a 353
Pyrausta ryanalis 22, ferrii-
galis .' 22
Ra \v as i a annulipes 188, eoiii-
miuiis 188. Diardi 188,
llit.semae 188
Rliad iiiunier MS 218
R hi 11 o c o c t a 27 1
RliiiiüScaplia batjanen.^is 92-
cariimtua 94, cuiisueta 95,
funebris 95. Heydeni 81. 93,
iiisigiiis 81. 90, limulala
81. 95. iie'^'Iecia 81. 92,
scalaris 94
Rliy [larida cnriareu .57. <ie-
prc.'i.si 57. iridipt'iiiii.s ,58.
liinbatipcnnis 56
410
11 h j' t i d 0 p h 1 0 e u 3 albi pes
821, animlipes 324
Rhj'xiphloea 271
S a g ra abdominalis 52. nigrita 58
Kapliicus variegatiis 214
S c a r a b a c u s augj'pt iorum
830, cupreus 330, ebciuis
332, fraterculus 331- gla-
bratus 332, isidis 830, lacvi-
gatus 881, lophofiii.'mus830,
opacipeiuiihi 882. plaiiifi'Oiis
832, porüsus 380, piir-
purascens 329, sacer 381,
venerabilis 830
S c li i z o 11 y c li a aiigulata 356,
angu-stata 855, bicolor 358,
coiisucta 856, cribrata 858.
duplicata 854, eloiigata 355,
Icrnigiiiea 358, fusca 359,
ticrstaeola-ri 357, graiiulata
357, major 354, nyassit-ji
354, obloiiga 357, pygmaoa
357, rorida 357, saiisibarii-a
856, vicaria 358 |
Scliraiikia tuvlbsalis 209
Sciaphila chry.saiithtana 24.
chrysauthi'iuaiia 24- coiu-
luuiiaiia 24. iiaficuaiiu 24.
Wablbumiaua 24
Sflcrolips 220, stictinis .. 221
iS«.-yth ropus 4
iSebasteos adolpluid 882
S i- 1- i (• o r i s gigaiitaua 26
öcrniy loides basaüs 75.
philippiiieiisis 75
»Siagoiia briiiiiiipcs350. Coii- |
radti 350, cyrlobasis 350, i
var. discoidalis 350. fii^i'i- '
ccps 350. lliairci 350
Si 111 ac I lica diuii<liala 70.
Lapnra-i 71
iSiutiir birtilld.sus 142. gutia-
tus 112. pliiliiipiin'Uüi.-; 141.
375. quadriliufaUijj 142. qua-
£tctl. entouul. Zeil. 1896.
drimaculatus 142. supcr-
ciliaris 875, suturalis 374
ö m a ra g d c st li e s ai'ricana
276, blanda 276. mulica
276. (iiTtzeui 276- stnarag-
diiia 276. viridi-rj-anca . . . 276
Solcuobatliy s 217. soUi-
cltiis 218, strcnuus 219
S 0 111 a 1 i b i a 271
Span US 347, subdopressiis. . 847
Sphaeraciis 215, carl)onarius216
S p li a e r o p t c r u s altirostris
81, 89, batjaneiLsis 81, 86.
dives 84, elegans 81, 88,
graniler 81, 89, Guerini 81,
85, Kükeuthali 81, 88,
migrans 81, 88- oslentatus
86, suavis 81- 83. subiilis
81, 87, turbidus 81, 8 t
S p li a (.' r 0 ö t y 1 u s bimaciilatus 849
S p h e 11 o ra o r p li a fasciata 81,
96, nitidiila 06
öphcnopli or US slriatupiiiic-
tatus 828
S t al a g m 0 s 0 ra a 271
Stenoccrus fulvipos 167,
paraguaycnsis 167, tcstudo
166, ab. iiigritarsis 166
Stcreostoma Stuhhuaniii . . 851
Steriiotomis coronata .... 367
Stcthomcla Balyi 68. oliva-
cei 69, viridissima 68
Sticliotliyroa gultilcra 286.
picticolÜs 286
Sti gma tra eh ol us 817. riiif-
tus 317, luscosiguatus 320,
isabclliiuis 321. linratus 319,
nubilVr 820, ocliroatiis 820.
ruplus 318, Sikorai 317.
st riatogcracl latus 819, tcssc-
lalus 821. vitlatus 318
Stra boscopus tosscllatns . . 390
St roin lut riiin IIS 3(19. biimi-
croiiatus 311 -<'\hti\< .... :'()'.l
411
.S t r o u ff y 1 i u m ailoiu^uin IWl ,
arburii'üla HG'2. llori(luin:?(il,
Junkori 359, var. IJoluiddrlVi
3G0, latoritium 3G3, Poggoi
359, roi^eoniieniis 3G0. nifu-
liun 3G2, sulcicnlk' 3(1 1
S V m in 0 1- p h o r li i im s 2'2I.
biliucatus 225
S y ni [) ac c 1 0 r cras-siconiis
376, WliiU-hoadi 377
SyrotoliLS 220
S y s t a 1 1 0 r e r II s 173
Tachyerges ^ligma 12
T a 1 a c p 0 r i a psei idi ib( imby-
cella 121
TeiTlus liiiitimuri 345, Rei-
L-liardi 345
Telala 143. annigciu 144
Telephae uiidabiincla 312
Tephraea 271, lliMcbraudti 279
Tcrias elatlioa 231
Tliamiiobius 11
T h e o ga in a Ingubris 19. Jnr-
daui 3. 19
Tiiiagma pprdk-elluin 3G
Tinea t-olninbanella 27, p'-lli<>-
nella 27
Tophodores frcnatus 140-
fiumbris 140, Sikorae 140i
siniiatifoUis 376, stigma 194,
vcrrncosiis J576
T t) X < )V lii Uli s 225
Trichostotlia 271
Trichothyrea 288, Miiltaiiti 288
Tri bot ro [» is comprf.-^jiciir-
nis 129, couicollis 127, pum--
tulutiis 127, pustulatns 12.),
speciosus 129. f-nflusiis. . . . 128
Trirurcula ciiurcrlclla 47,
pallidolla 45, sciMliiii'Ha . . . 4")
Tylois U-ibuia(a 297
Uti-a 2G7, ulüda 2G7
Xi'iioi'orus all)i)liiK'atiisl83,
abuMisis 251. aiidainanoiisis
184, areifer 18.3, arciferus
183, anstralicus 252, l)arbi-
cornis 184, coiijiiiiclus 392,
cora 392, cylindricDllis 187,
(Iccenignttatns 187, 393,
discrepans 393, cqiiostris
186, 252, Fnihstiu-lVrl 187,
khasiaiius 184, latil'asciatiid
18)5, liucatiis 187, luctiliou3
252, niolitor 185, olivaceus
252, perplc.Kus 186, pniicti.-
roUis 18;i, 251, Samba \va-
nns 187, scularia 184. spcva-
conis 252
X yliiiades aiidaiiianonsis 255,
anuiüipes 255, amiatus 261,
arueiisis 259, asporicollis
258- Chevrolati 257, eompav
262. foveatus 257, niarmn-
ratns 258, inoliu-ceusis 254.
pliilippiiiensis 255, plagiatus
257, rugiceps 259- riigosiis
259, striatifi'ons 260, sulci-
IV. ms 263, Westcrmaiiiii . . . 255
X y In pot'nioii lateralis 194
Xy 1 0 1 ree li iiö cariiiii-ollis . . 269
Xyst npli () ra i)iilveratelln 31.
nirnicelell.-i 32. sepicoUlla . !{2
Y ui <" II ia bicoldi- 79
Zaiites 213
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